Lust auf Verzicht

Lust auf Verzicht

Softcover
4.01

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Description

Der globale Klimawandel nimmt weiter bedrohlich zu. Hitzewellen, Flutkatastrophen und Waldbrände gehören fast schon zum Alltag. Trotzdem ist die Bereitschaft in der deutschen Bevölkerung gering, selbst einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Das überrascht, denn in Umfragen bekennt sich immer eine große Mehrheit zum Klimaschutz. Allerdings haben wohl viele einen Klimaschutz im Kopf, der persönlich nichts kosten und nichts verändern darf. Ingo Balderjahn setzt sich mit diesem Widerspruch aus verhaltenswissenschaftlicher Sicht auseinander und legt offen, warum viele weiterhin ungebremst verschwenderisch und klimaschädlich konsumieren. Andererseits gibt es durchaus Menschen, die deutlich weniger konsumieren, als sie sich finanziell leisten könnten. Diese Minderheit in Deutschland verzichtet freiwillig auf eher unnötige und kurzlebige Güter – ohne irgendetwas dabei zu entbehren. Im Gegenteil: Genügsame Konsumgewohnheiten stärken die persönliche Selbstbestimmung, Unabhängigkeit und Zufriedenheit.

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
Society & Social Sciences
Format
Softcover
Pages
216
Price
24.70 €

Author Description

Ingo Balderjahn ist Wirtschaftswissenschaftler und Konsumforscher und war als Professor viele Jahre an der Universität Potsdam tätig. Seine Forschungsarbeiten richteten sich insbesondere auf nachhaltiges Konsumentenverhalten. Heute schreibt er Essays und Sachbücher.

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Das eine wollen, aber anders handeln - das ist beim Stück Schokolade so wie beim Klimaschutz. Aber warum ist das so? Ingo Balderjahn nimmt sich in seinem Buch "Lust auf Verzicht" der nicht ganz so einfachen Antwort auf diese augenscheinlich einfache Frage an. Und auch wenn der Untertitel "Warum bewusster Konsum glücklich macht und dem Klima hilft" erwartet das lesende Publikum kein Lobgesang auf den Verzicht und das Tragen von Sack und Asche. Er geht das Ganze aus verhaltenswissenschaftlicher Sicht an und zeigt zunächst einmal auf, wie wir (zumindest im sogenannten "globalen Norden) zu unserer ungezügelten Verschwendungssucht gekommen sind. Dann geht es um die verschiedenen Arten des Konsum und die verschiedenen Typen und ihre Art mit weniger Konsum klar zu kommen. Mir gefällt der Ansatz gut, hier mal aus verhaltenswissenschaftlicher Sicht heranzugehen und auch aufzuzeigen, wie Marketing unterstützen kann, um das Kauf-so-viel-du-kannst-Narrativ zu unterbrechen und Weniger-ist-mehr sexy zu machen, um mit einem Nein zum übermäßigen Konsum einen nicht gerade kleinen Beitrag zur Verringerung der Erderwärmung zu leisten. Insgesamt sehr lesenswert, auch wenn es etwas lockerer hätte geschrieben werden können.

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