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Ich habe schon lange mit den Buch geliebäugelt und es mir dann vor ein paar Tagen spontan zugelegt. Hab's nicht bereut...
Ein Tabuthema, worüber man auch am besten nicht spricht, wird hier behandelt. Die Lehrer -Schüler- Beziehung. Was soll ich sagen? Wieder eine Herz-Schmerz-Geschichte und was für eine! Ludo, 17 Jahre, Gymnasiast. Ein aufmüpfiger, fast schon proletenhafter Schüler aus einem strengen, aber wohlsituierten Elternhause. Der Macher in der Schule, dem die Mädchen nachrennen und zu dem die Jungs aufschauen. Er ist einschüchternd, seine Eltern sind die besten Anwälte der Stadt...und er hat ein Geheimnis, was immer derber an und in ihm nagt... Er steht auf Jungs und wird sich dem immer bewusster, doch damit kommt die Angst vor einem Coming-out ... Marius, 26, Referendar für Deutsch und Bio und ab sofort Ludos neuer Lehrer und sein neues Opfer... Bis Ludo auch dessen Geheimnis zufällig belauscht und plötzlich entwickelt sich aus der Abneigung, dem hübschen, aber in Ludos Augen spießigen Lehrer gegenüber, ein nicht geahntes Interesse... Der junge Lehrer ist schwul, geoutet, allerdings nicht in der Schule... Der Schreibstil ist so wunderbar locker und fließend. Jedes Detail, was zum Beispiel Jugendliche so nutzen (z.B. social Media) oder womit sie sich in ihrem Freundeskreis beschäftigen, wird mit einbezogen und macht das Ganze so authentisch. Selbst die Entwicklung der beiden Hauptpersonen war faszinierend zu beobachten. Ich mochte Ludos Stärke, wie auch seine Zerbrechlichkeit und Angst und das Verändern seiner Persönlichkeit durch Marius Worte ... Die innere Zerrissenheit Ludos und das Aufzeigen, wie er sich hinter einer Maske versteckt, da er eine Rolle spielen muss, um Erwartungen zu erfüllen. Die Erwartungen seiner Eltern, seines Trainers, in der Schule und nicht zuletzt seinen Freunden gegenüber. Der einzige, der diese Maske erkennt ist Marius und er schaut dahinter... Marius wirkte immer so sensibel und empathisch auf mich und egal wie Übel man ihm mitspielte, er findet immer noch etwas Gutes in seinen Peinigern. Man spürt, das seine kleinen Versuche, Ludo gegenüber stark und unnahbar, abweisend und rau zu wirken, absolut nicht seinem Wesen entsprachen. Ich habe das Buch wirklich verschlungen. Ein Epilog hätte mich noch gefreut. Aber so "schreibe" ich die Geschichte der beiden im Kopf selbst zu Ende ;-)
Aug 16, 2025
Ich habe schon lange mit den Buch geliebäugelt und es mir dann vor ein paar Tagen spontan zugelegt. Hab's nicht bereut...
Ein Tabuthema, worüber man auch am besten nicht spricht, wird hier behandelt. Die Lehrer -Schüler- Beziehung. Was soll ich sagen? Wieder eine Herz-Schmerz-Geschichte und was für eine! Ludo, 17 Jahre, Gymnasiast. Ein aufmüpfiger, fast schon proletenhafter Schüler aus einem strengen, aber wohlsituierten Elternhause. Der Macher in der Schule, dem die Mädchen nachrennen und zu dem die Jungs aufschauen. Er ist einschüchternd, seine Eltern sind die besten Anwälte der Stadt...und er hat ein Geheimnis, was immer derber an und in ihm nagt... Er steht auf Jungs und wird sich dem immer bewusster, doch damit kommt die Angst vor einem Coming-out ... Marius, 26, Referendar für Deutsch und Bio und ab sofort Ludos neuer Lehrer und sein neues Opfer... Bis Ludo auch dessen Geheimnis zufällig belauscht und plötzlich entwickelt sich aus der Abneigung, dem hübschen, aber in Ludos Augen spießigen Lehrer gegenüber, ein nicht geahntes Interesse... Der junge Lehrer ist schwul, geoutet, allerdings nicht in der Schule... Der Schreibstil ist so wunderbar locker und fließend. Jedes Detail, was zum Beispiel Jugendliche so nutzen (z.B. social Media) oder womit sie sich in ihrem Freundeskreis beschäftigen, wird mit einbezogen und macht das Ganze so authentisch. Selbst die Entwicklung der beiden Hauptpersonen war faszinierend zu beobachten. Ich mochte Ludos Stärke, wie auch seine Zerbrechlichkeit und Angst und das Verändern seiner Persönlichkeit durch Marius Worte ... Die innere Zerrissenheit Ludos und das Aufzeigen, wie er sich hinter einer Maske versteckt, da er eine Rolle spielen muss, um Erwartungen zu erfüllen. Die Erwartungen seiner Eltern, seines Trainers, in der Schule und nicht zuletzt seinen Freunden gegenüber. Der einzige, der diese Maske erkennt ist Marius und er schaut dahinter... Marius wirkte immer so sensibel und empathisch auf mich und egal wie Übel man ihm mitspielte, er findet immer noch etwas Gutes in seinen Peinigern. Man spürt, das seine kleinen Versuche, Ludo gegenüber stark und unnahbar, abweisend und rau zu wirken, absolut nicht seinem Wesen entsprachen. Ich habe das Buch wirklich verschlungen. Ein Epilog hätte mich noch gefreut. Aber so "schreibe" ich die Geschichte der beiden im Kopf selbst zu Ende ;-)
Aug 16, 2025







