Lucas

Lucas

Softcover
3.940
JugendromanSexuelle GewaltFreundschaftSuizid

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Description

Deutscher Jugendliteraturpreis 2006

Eine Geschichte über Liebe und Hass - und alles, was dazwischen liegt.

Im Rückblick schreibt Caitlin die Geschichte des letzten Sommers auf – des Sommers, in dem Lucas auf ihre Insel kam und in dem die Welt ihrer Kindheit zerbrach. Während sie selbst vom ersten Moment an fasziniert ist von jenem Fremden, der schön ist und geheimnisvoll, von nirgendwoher zu kommen scheint und sich jeder Einordnung entzieht, reagieren die meisten Inselbewohner misstrauisch und vorurteilsvoll. Caitlin freundet sich mit Lucas an und beginnt sich sogar in ihn zu verlieben.

Zugleich muss sie miterleben, wie ihm die Erwachsenen alle krummen Dinger in die Schuhe schieben wollen, die in der Gegend passieren, und wie die tonangebende Jugendclique ihn verspottet und verfolgt. Auch Caitlin selbst zieht nun Hass auf sich und gerät in Gefahr. Und es kommt immer schlimmer: Eben noch galt Lucas schlicht als unerwünschter Herumtreiber, dann unterstellt man ihm, er habe ein kleines Mädchen belästigt, das er in Wirklichkeit vorm Ertrinken gerettet hat. Als auf der Insel eine junge Frau ermordet in den Dünen gefunden wird, ist für Caitlin erschütternd klar, was passieren wird. Hat sie eine Chance, Lucas vor der gnadenlosen Hetzjagd zu schützen, die nun beginnt?

Ausgezeichnet mit dem Buxtehuder Bullen

Ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2006 (Jugendjury)

Nominiert für den Gustav-Heinemann-Friedenspreis

Auf der Empfehlungsliste der Besten 7 (Deutschlandfunk/Focus) im Juni 2005

Eule des Monats Juli 2005, verliehen vom Bulletin für Kinder- und Jugendliteratur

Book Information

Main Genre
Young Adult Books
Sub Genre
Contemporary YA
Format
Softcover
Pages
448
Price
13.40 €

Author Description

Kevin Brooks, geboren 1959, wuchs in einem kleinen Ort namens Pinhoe in der Nähe von Exeter/Südengland auf. Nach seinem Studium verdiente er sein Geld lange Zeit mit Gelegenheitsjobs. Seit dem überwältigenden Erfolg seines Debütromans ›Martyn Pig‹ widmet er sich ganz dem Schreiben. Für seine Arbeiten wurde er mit renommierten Preisen ausgezeichnet, u.a. mehrfach mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis sowie der Carnegie Medal für ›Bunker Diary‹. Er schreibt auch Thriller für Erwachsene.

Posts

5
All
5

Wunderschön ❤️

5

Boah, was für ein Buch....... unbeschreiblich gut! Spannend, ergreifend, beängstigend.....leider fehlen mir die Worte. Unbedingt lesen!!!

5

Inhalt: Lucas kommt auf die kleine Insel, auf der Cait mit ihrer Familie lebt. Einfach so. Niemand weiß wer er ist, noch wo er her kommt oder was er überhaupt dort will. Cait wird von dem geheimnissvollen und interessanten Lucas angezogen und lernt ihn bei einem Spaziergang kennen. Sie hat ihn sofort gern, weil er einfach anders ist. Er sieht toll aus, ist dabei aber nicht arrogant. Und er lebt total zurückgezogen im Wald. Dieses Unwissen gefällt den Anwohnern der Insel natürlich nicht - das unbekannte bedeutet Gefahr. Lucas hat keine Angst anders zu sein und seine Meinung zu sagen. Er wird im Buch mit einem Tier verglichen; wenn er sich oder jemanden, den er gern hat (in diesem Fall Cait), beschützen muss, bekommt er einen emotionslosen Blick und ist kaum zu stoppen, wenn er auf jemanden losgeht. Das muss aber so sein, wenn man in der "Wildnis" und auf sich allein gestellt lebt. Das gefällt den Insel Bewohnern natürlich noch weniger und sie wollen ihn loswerden. (Quelle: jpc.de) Zuerst hatte ich ein bisschen Angst, das Buch zu lesen. Es hat nämlich den "Deutschen Jugendliteratur Preis" bekommen und ich hab befürchtet, dass es für mich zu viel Niveau hat. *g* Das Buch hat mir aber echt gut gefallen! Die Charaktere sind mir sehr sympathisch, vorallem Cait, Lucas und Caits Bruder Dominic. Die meiste Zeit des Buches ist er zwar oberflächlich und gemein, das liegt aber nur am Einfluss seiner "Freunde". Später sieht er ein, wie blöd er sich verhalten hat, entschuldigt sich und ist echt nett.

4

"Die Hölle, das sind die anderen, hat mal jemand gesagt. Ich weiß nicht, wer, aber ich wette, er lebte auf einer Insel." Als Leserin sehnte ich mich nach so einer idyllischen Insel, unberührter Natur und dem Kreischen der Möwen. Bis auf dieser Insel das Schlimmste im Menschen zum Vorschein kommt und einen erschaudern lässt. Atmosphärisch unglaublich dicht. Eine Spirale, die sich nicht aufhalten lässt. Ein Abgrund, dem man sich aber auch nicht entziehen kann.

3.5

Lucas - Sie sahen nicht, wer er war – nur, wovor sie sich fürchteten.

Lucas erzählt eine ruhige, aber sehr eindringliche Geschichte über Vorurteile, Angst und Gruppendruck. Der Roman spielt in einer abgeschlossenen Dorfgemeinschaft, in der ein fremder Junge schnell zum Außenseiter wird. Schritt für Schritt entsteht eine bedrohliche Stimmung, die sich aus Gerüchten und unbegründetem Misstrauen speist. Lucas selbst wird als stiller, zurückhaltender Charakter dargestellt, dem kaum eine Chance gegeben wird, sich zu erklären. Gerade diese Sprachlosigkeit verstärkt die Tragik der Geschichte. Beim Lesen wird deutlich, wie schnell Menschen verurteilt werden, ohne dass Beweise eine Rolle spielen. Der Roman hinterlässt einen nachdenklichen Eindruck, auch wenn manche Figuren eher vereinfacht dargestellt sind und sich der Verlauf der Handlung teilweise absehen lässt. Trotzdem wirkt Lucas durch seine ernste Thematik, die beklemmende Stimmung und das tragische Ende nachhaltig und eindringlich. Von mir 7 von 10 Punkten.

Lucas - Sie sahen nicht, wer er war – nur, wovor sie sich fürchteten.
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