Lorenz

Lorenz

Hardback
4.136

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Description

Die einfühlsam erzählte Geschichte eines spannungsreichen Lebens: Konrad Lorenz begründete die Tierpsychologie, wurde als Verhaltensforscher berühmt und erhielt 1973 den Nobelpreis. Die Kontinuität seiner biologistischen Auffassungen trug ihm heftige Kritik ein. Ilona Jerger erfindet eine Erzählerin, die mit seinen Büchern aufgewachsen ist und Biologin wurde. Sie vertieft sich in sein Leben und Werk. Je mehr sie erfährt, desto größer wird ihre Faszination – und desto zahlreicher werden die Fragen. Sie erzählt ein Leben, in dem es um die Liebe zu den Tieren geht, von der Graugans Martina bis zu den Bibern. Um die Frage, wie der Krieg in die Welt kam und was ihn begründet. Und um Familie und Karriere und das Überleben, sowohl der Arten als auch der Menschheit. Ein großer Zeitroman, in dem die Errungenschaften und Abgründe des 20. Jahrhunderts aufscheinen.

Spannungsvoll, anrührend und lehrreich – ein fesselnder Roman!

»Ilona Jerger bewältigt nicht nur viel Ideengeschichte der beiden großen Denker des 19. Jahrhunderts, ihr Roman ist nebenbei auch kühn und souverän geschrieben – und gut zu lesen. « NDR Kultur über den Bestseller »Und Marx stand still in Darwins Garten«

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
336
Price
24.70 €

Author Description

Ilona Jerger ist am Bodensee aufgewachsen und studierte Germanistik und Politologie in Freiburg. Von 2001 bis 2011 war sie Chefredakteurin der Zeitschrift natur in München. Seither arbeitet sie als freie Journalistin. Als Sachbuchautorin hat sie bei C.H. Beck und Rowohlt veröffentlicht. Ihr erster Roman »Und Marx stand still in Darwins Garten« erschien 2017 bei Ullstein und wurde ein internationaler Bestseller.

Posts

10
All
3

Ich hatte große Erwartungen an diese Romanbiografie über den Verhaltensforscher Konrad Lorenz (1903-1989), weil mir Ilona Jergers Buch über Marx und Darwin extrem gut gefallen hat und ich Tierpsychologie interessant finde. Leider hatte ich hier etwas Probleme mit der Erzählweise. Immer wieder springen wir zu verschiedenen anderen Zeitgenossen wie Heidegger, Eva Braun, Hannah Arendt, Willy Brandt, Paul Celan um nur einige zu nennen. Eine in den letzten Jahren beliebte Form, aber hier hat es für mich nicht gepasst, zumal Ilona Jerger eine besondere Erzählperspektive wählt: eine sich selten einschaltende Ich-Erzählerin, die als Kind Lorenz' Bücher verschlungen hat und deshalb Biologin wurde. Teilweise hat das Buch interessante Aspekte der Verhaltensforschung angesprochen, die zum Nachdenken anregen, aber insgesamt bin ich leider etwas enttäuscht.

3.5

Faszinierend

Ich mag es total, wie Ilona Jerger Wissenschaft und Geschichte in ihren Romanen verbindet. Lorenz war wieder spannend und lehrreich, auch wenn der Einstieg für mich diesmal etwas zäh war. Ihr erstes Buch, Und Marx stand still in Darwins Garten, fand ich noch besser, aber auch hier konnte ich viel mitnehmen und hatte Spaß beim Lesen. Kann man auf jeden Fall empfehlen!

5

Sehr unterhaltsamer biografischer Roman

Diese Romanbiographie über den Verhaltensforscher, Tierpsychologen, Umweltschützer und sogar Nobelpreisträger Konrad Lorenz (um nur einige Aspekte seiner Persönlichkeit zu nennen) wird von Ilona Jerger aus der Sicht einer fiktiven Biologin erzählt, die mit seinen Büchern aufwuchs. So fächert sich vor den Lesern das Kaleidoskop einerseits seines Lebens und Lebenswerks auf und andererseits eine Zeitgeschichte des letzten Jahrhunderts. Ohne zu werten und ohne moralischen Zeigefinger schafft die Autorin es, uns sowohl seine Verdienste für die Wissenschaft als auch den Menschen Lorenz nahezubringen, spart nicht seine unrühmliche Haltung während des Nazi-Regimes aus und das alles so spannend, humorvoll und flüssig lesbar, dass ich dieses erzählende Sachbuch unbedingt zu lesen empfehle!!

4

Spannende Romanbiografie Ilona Jerger‘s Romanbiografie über den bekannten, wie umstrittenen Verhaltensforscher Konrad Lorenz ist interessant und spannend zu lesen. Geschickt und informativ bettet die Autorin die Lebensgeschichte des Biologen in das Weltgeschehen des 20. Jahrhunderts ein. So verfolgt man ganz nebenher als Leser auch noch andere bekannte Zeitgenossen von Lorenz . Bekannt geworden ist Konrad Lorenz durch seine Tierbeobachtungen, insbesondere seiner Forschung zu den Graugänsen und der publikumswirksamen Demonstration der Prägung einer Junggans auf ihn selber. Graugans Martina akzeptierte den Forscher als seine „Mutter“ und Lorenz hatte fortan für deren Ernährung und Sicherheit zu sorgen, bis „Martin“ auftauchte und mit „ Martina“ eine Familie gründete. Diese und viele andere tolle Geschichten des talentierten Erzählers und Tiefreundes Lorenz, die er gerne in der Öffentlichkeit zum Besten gab und die ihm viele Sympathien einbrachten, lassen fast seine Mitgliedschaft in der NSDAP und seine nach dem Krieg totgeschwiegenen Äußerungen zu Erbgesundheit und Selektion vergessen. Lorenz, daran ist nicht zu rütteln, war ein überzeugter Nationalsozialist und würde heute wohl keinen Nobelpreis mehr bekommen. 1973 aber bekam der Österreicher gemeinsam mit Nikolas Tinbergen und Karl von Frisch den Nobelpreis für Medizin verliehen. Seine bahnbrechenden Forschungen im Bereich der vergleichenden Verhaltenforschung wurden so gewürdigt. Ilona Jerger‘s Romanbiografie habe ich ausgesprochen gerne gehört. Ihre ambivalente Haltung zu Lorenz ist nachvollziehbar. Die Autorin schafft es sowohl auf die Verdienste des Biologen einzugehen, als auch seine Vergangenheit während der Hitler Diktatur kritisch zu beleuchten. Das Hörbuch, gesprochen von Maria Hartmann hat mir gut gefallen.

4.5

Ein Forscherleben mit Licht und Schatten 🦢📘🕰️

Konrad Lorenz ist eine der prägenden Figuren der Verhaltensforschung – mit all seinen Leistungen und den dunklen Teilen seiner Biografie. Ilona Jerger nähert sich diesem Leben als Wissenschaftsjournalistin, die seit vielen Jahren zu Natur- und Wissenschaftsthemen schreibt. „Lorenz“ ist dabei klar als Romanbiografie angelegt, nicht als Sachbuch. Es liest sich erzählerisch, atmosphärisch und hat eine Mischung aus lehrreichen Momenten und unterhaltsamen Passagen, die sehr gut funktioniert. Besonders gelungen fand ich die Einbindung seiner bekanntesten Forschungsbeispiele. Die Graugans Martina taucht wiederholt auf, und man versteht sofort, warum gerade diese Prägungsgeschichte so ikonisch geworden ist. Auch die Beobachtungen an den Bibern sind anschaulich erzählt und zeigen, wie geduldig Lorenz gearbeitet hat. Diese Kapitel geben dem Roman eine gewisse Wärme und machen ihn leicht zugänglich, ohne oberflächlich zu wirken. Parallel dazu führt Jerger durch die historischen Etappen seines Lebens: Zweiter Weltkrieg, russische Kriegsgefangenschaft, Nachkriegszeit. Das ist kompakt, stimmig und vermittelt gut, in welchem Umfeld Lorenz gedacht und geforscht hat. Wichtig fand ich auch, dass Jerger Lorenz’ NSDAP-Mitgliedschaft und seine rassenideologischen Texte klar anspricht. Ebenso, dass er sich nach dem Krieg nie eindeutig von diesen Positionen distanziert hat. Das gehört zu seiner Biografie, und der Roman geht daran nicht vorbei. Was mich allerdings ein paar Mal aus dem Lesefluss gebracht hat, war die Erzählperspektive. Jerger schaltet sich immer wieder selbst als „Ich-Erzählerin“ ein, kommentiert und erklärt, warum bestimmte Dinge für sie persönlich wichtig waren. Das hat mich mehrmals stolpern lassen, weil diese Einschübe oft abrupt kommen und den Erzählrhythmus brechen. Trotzdem ist der Roman insgesamt kurzweilig und wirklich angenehm zu lesen. Unterhaltsam, informativ, gut geschrieben. Die 0,5 Sterne Abzug gibt es bei mir einzig für diese eigenwillige Erzählperspektive, die mich immer wieder rausgerissen hat. Am Ende bleibt für mich: eine gut geschriebene, atmosphärisch dichte Romanbiografie, die Lorenz als komplexe Figur zeigt — Forscher, Erzähler, jemand mit großen Leistungen und klaren Brüchen. Ich habe viel mitgenommen und das Buch wirklich gerne gelesen. ⭐️⭐️⭐️⭐️,5

Ein Forscherleben mit Licht und Schatten 🦢📘🕰️
4

Ich habe viel gelernt über den Verhaltensforscher Konrad Lorenz Der Erzählstil ist interessant aber auch teilweise etwas anstrengend zu lesen

5

Ich sollte zusehen, dass ich wieder schneller bin mit meinen sMeinungen zu den von mir gelesenen Büchern. Und wenn ich dann keine Notizen zu einem Buch gemacht habe, wird es noch schwerer, was halbwegs vernünftiges zu schreiben. Bei „Lorenz“ von Ilona Jerger ist glücklicherweise nicht so, denn das fand ich richtig gut und informativ. Das Buch ist als Wanderbuch durch die bewährte Wanderbuchrunde im heimischen Bücherforum zu mir gekommen und von alleine wäre ich nicht darauf aufmerksam geworden. Das Cover ist zwar schön und stimmig und passt auch zum Buch, aber es ist für mich erstmal kein Eye-Catcher, weshalb ich es im Buchladen vermutlich nicht in die Hände genommen hätte um den Klappentext zu studieren. Ilona Jerger erzählt hier in Romanform von dem Zoologen und Verhaltensforscher Konrad Lorenz, von dem ich zwar nur wenig wusste, aber dessen weißer Wuschelkopf mir sofort vor Augen war. Wobei Konrad Lorenz ein Mann mit Ecken und Kanten war – allein schon aufgrund seiner NSDAP-Vergangenheit, die hier zu lesen teilweise echt schwer zu ertragen war. Aber er hat auch viel erreicht und bewirkt und es war einfach extrem spannend seinen Lebensweg in diesem Roman zu verfolgen. Das Buch hat sich wunderbar leicht und schnell lesen lassen. Ilona Jerger wählt für mich genau die richtige Mischung aus Roman, historischen Fakten und Sachbuch. Besonders gut gefallen habt mir, wie die Autorin auf das Weltgeschehen gerade während der Nazi-Herrschaft eingegangen ist und immer wieder Schlaglichter auf kleinere Begebenheiten in dieser Zeit gesetzt hat (z.B. das Verstecken von Kunstgegenständen / Kirchenglocken etc.). Es ist gut möglich, dass ich mir das Buch auch noch einmal selbst für mein Bücherregal hole. Ich weiß zwar nicht, ob ich es nochmal lesen würde, weil es einfach zu viele Bücher gibt, die mich brennend interessieren und die ich noch lesen will. Aber ja, doch, ich hätte es wirklich gerne in meinem Regal, weil es ein richtig gutes und interessante Buch war!

4.5

Sehr ambitionierte und nicht unkritische Romanbiografie über Konrad Lorenz, geschrieben von einer Kollegin. Spannend und lesenswert.

4.5

Interessant.

Ein toller, lehrreicher und spannender Roman über einen Forscher und seine Liebe zu Tieren. Eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt und im Gedächtnis bleibt.

3.5

Ein wirklich schöner Einblick in die Welt von Lorenz

Das Hörbuch war wirklich ein schöner Einblick in die Welt von Lorenz, bzw. in sein Leben. Bevor ich damit gestartet habe, wusste ich gar nicht was auf mich zukommt, nur das es um Forschung zu Vögeln geht. Das stimmt auch so, aber es war auch ein wirklich großer Teil zur deutschen Geschichte enthalten - was nicht so mein Fall war. Trotzdem konnte ich nicht aufhören zu hören und habe viel gelernt.

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