Licht
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Description
Book Information
Author Description
hristoph Meckel, 1935 in Berlin geboren, studierte Graphik in Freiburg und München. Er lebte in Berlin und in der Drôme in Südfrankreich und veröffentlichte zahlreiche Prosa- und Gedichtbücher, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden. Sein Werk wurde unter anderem mit dem Rainer-Maria-Rilke-Preis für Lyrik, dem GeorgTrakl-Preis, dem Joseph-Breitbach-Preis der Akademie für Literatur und Wissenschaft der Stadt Mainz und dem Schiller-Ring der Deutschen Schillerstiftung ausgezeichnet. Christoph Meckel verstarb am 29. Januar 2020.
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„Oder wir besichtigten nichts, aßen Heringe mit Zwiebeln auf einem Wochenmarkt und ließen alle Bildungslücken offen.“
Wir streifen mit dem Protagonisten nostalgisch verklärt und sprunghaft durch die Beziehung, die es nicht mehr gibt. Fast der komplette Text ist eine traumhafte, poetisch formulierte Aneinanderreihung hunderter kleiner meist gemeinsamer Momente, Erinnerungsfetzen, Gerüche, Landschaften, uvm. Dass der Protagonist sich hierbei hauptsächlich über das WIR definiert oder seine Abhängigkeit zum Gegenüber, lässt dieses Buch einseitig und unausgeglichen erscheinen. In dieser Retrospektive werden die LICHTen Momente bedeutsam, abgesehen vom Ende, welches bereits auf den ersten Seiten zu ahnen ist und somit keinen Überraschungsmoment darstellt. Die andauernde rauschhafte Aufzählung vieler Situationen ist auf Dauer dann aber auch ermüdend und ein längeres Buch hätte so für mich nicht funktioniert. „Sie zerknallte Schneebeeren ohne Rücksicht auf den Vogelwinter. Sie sammelte einzelne Blätter aus dem Gestrüpp, trocknete sie zwischen den Handflächen, steckte sie in die Tasche und fand sie nach mehreren Monaten wieder, seidige Krümel an den Fingerspitzen. Wir waren in jeder Jahreszeit unterwegs.“
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hristoph Meckel, 1935 in Berlin geboren, studierte Graphik in Freiburg und München. Er lebte in Berlin und in der Drôme in Südfrankreich und veröffentlichte zahlreiche Prosa- und Gedichtbücher, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden. Sein Werk wurde unter anderem mit dem Rainer-Maria-Rilke-Preis für Lyrik, dem GeorgTrakl-Preis, dem Joseph-Breitbach-Preis der Akademie für Literatur und Wissenschaft der Stadt Mainz und dem Schiller-Ring der Deutschen Schillerstiftung ausgezeichnet. Christoph Meckel verstarb am 29. Januar 2020.
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„Oder wir besichtigten nichts, aßen Heringe mit Zwiebeln auf einem Wochenmarkt und ließen alle Bildungslücken offen.“
Wir streifen mit dem Protagonisten nostalgisch verklärt und sprunghaft durch die Beziehung, die es nicht mehr gibt. Fast der komplette Text ist eine traumhafte, poetisch formulierte Aneinanderreihung hunderter kleiner meist gemeinsamer Momente, Erinnerungsfetzen, Gerüche, Landschaften, uvm. Dass der Protagonist sich hierbei hauptsächlich über das WIR definiert oder seine Abhängigkeit zum Gegenüber, lässt dieses Buch einseitig und unausgeglichen erscheinen. In dieser Retrospektive werden die LICHTen Momente bedeutsam, abgesehen vom Ende, welches bereits auf den ersten Seiten zu ahnen ist und somit keinen Überraschungsmoment darstellt. Die andauernde rauschhafte Aufzählung vieler Situationen ist auf Dauer dann aber auch ermüdend und ein längeres Buch hätte so für mich nicht funktioniert. „Sie zerknallte Schneebeeren ohne Rücksicht auf den Vogelwinter. Sie sammelte einzelne Blätter aus dem Gestrüpp, trocknete sie zwischen den Handflächen, steckte sie in die Tasche und fand sie nach mehreren Monaten wieder, seidige Krümel an den Fingerspitzen. Wir waren in jeder Jahreszeit unterwegs.“





