Lebensträume. Ärztin einer neuen Zeit
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Description
Sommer 1961. Vicky und ihr Freund Achim leben in Ostberlin und studieren im Westen Medizin. Als mit dem Mauerbau all ihre Träume über Nacht zu platzen drohen, ergreifen sie die Flucht. Kurz darauf wird Achim verhaftet. Vicky dagegen schließt ihr Studium ab und träumt von einer Karriere als Chirurgin. Doch der Berufseinstieg gestaltet sich schwieriger als gedacht. Die Flughafenambulanz in Frankfurt ist zunächst nur eine Notlösung – und eine raue Männerwelt, in der sie sich durchbeißen muss. Zwischen aufregenden Einsätzen und Not-OPs sucht Vicky ihren Platz und kämpft für eine moderne Klinik. Auch eine neue Liebe scheint auf sie zu warten. Doch Vicky hofft noch immer auf ein Wiedersehen mit Achim …
Herzklopfen, Notfälle und große Emotionen an einem Ort, an dem sich die Schicksale zahlloser Menschen kreuzen: dem Frankfurter Flughafen
»Nur fliegen ist schöner!« Laura (über »Die Stewardessen«)
»Ein wunderbarer Roman über die Zeit von Wiederaufbau und Wirtschaftswunder.« Frau von heute (über »Die Stewardessen«)
Book Information
Author Description
Svea Lenz ist ein Pseudonym der erfolgreichen Autorin Nicole C. Vosseler, die ihre Leser*innen gerne in fremde Welten und vergangene Zeiten entführt. Sie hat Literaturwissenschaften und Psychologie studiert und lebt am Bodensee. Wenn sie nicht gerade an einem ihrer Romane arbeitet, reist sie am liebsten mit der Kamera um die Welt.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Highlight
An dem Roman war wirklich alles perfekt. Eine tolle Story , tolle Menschen , tolle Geschichten, super Schreibstil. Bücher aus den '60 ern gehören für mich sowieso zu den liebsten Büchern! Vor allem in Bezug auf DDR Geschichte und Flucht. Klasse !!!! Ich habe die 600 Seiten genossen! Ganz große Leseempfehlung! Die Stewardessen Dilogie der Autorin habe ich bereits hier liegen !
Eins meiner Lesehighlights 2025!
Ein beeindruckender, fesselnder Roman, der mich noch lange beschäftigen wird! Berlin, 1961: Vicky ist Anfang 20 und träumt von einer Karriere als Thoraxchirurgin. Um sich diesen Traum zu erfüllen, pendelt sie täglich von Ost- nach Westberlin. Denn die Freie Universität dort hat sie angenommen, wohingegen im Osten einzig ein Veterinärmedizin-Studium möglich gewesen wäre. Auch ihr Verlobter Achim begibt sich täglich auf diesen Weg. Doch als plötzlich mitten in der Nacht eine Mauer quer durch Berlin errichtet wird, ändert sich alles. Vicky und Achim bangen um ihr Examen, das in wenigen Wochen ansteht. So begeben sie sich auf den gefährlichen Weg in den Westen, indem sie mit einem fremden Pass die Grenze überqueren. Als es gelingt, sind Beide überglücklich. Allerdings ist das Achim nicht genug und er macht sich nochmals auf den Weg in den Osten, um weitere Studenten in den Westen zu bringen. Hierbei wird er aber geschnappt und Vicky ist ab nun allein im Westen und bangt um ihren Verlobten. Leider gelingt es Vicky nach ihrem abgeschlossenen Studium aber nicht, sofort eine Stelle als Medizinalassistenz zu bekommen und sie hält sich mit der Arbeit als Barfrau in einem eher zwielichtigen Lokal über Wasser, dass ihre Mutter davon nichts erfahren darf, ist selbstverständlich. Erst durch einen Zufall gelingt es Vicky doch noch, eine Stelle für 20 Monate in der Ambulanz des Frankfurter Flughafens zu bekommen. Nur mit viel Courage, Wissen und Ausdauer kann sie sich im bestehenden, ausschließlich männlichen Team etablieren. Svea Lenz ist das Pseudonym der bekannten Autorin Nicole C. Vosseler. Ihr Erzählstil ist flüssig und weißt in keinem Moment Längen auf, sodass die Seiten nur so dahinfliegen. Aufgrund der gründlichen Recherche die historischen, politischen und medizinischen Begebenheiten betreffend, bekommen die Leser schnell das Gefühl, selbst Teil der Handlung zu sein und direkt neben Vicky und ihren Kollegen zu stehen. Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an so gefesselt, dass aus einem "schnell ins Buch reinlesen" eine ganze Stunde geworden ist und ich hundert Seiten später und mitten in der Nacht wirklich gezwungenermaßen, mit einem Blick auf den zeitigen Wecker am nächsten Morgen aufhören musste. Vicky war mir sofort sympathisch und ist mir im Laufe der Handlung immer mehr ans Herz gewachsen, sodass ich das Buch nach der letzten Seite nur widerstrebend zugeschlagen habe. Aufgrund meiner bestehenden medizinischen Kenntnisse, war ich wirklich gespannt, wie sich der Beruf als Ärztin im Buch wiederfinden würde und ich muss sagen, ich bin begeistert, wie fundiert und realistisch die einzelenen Notfälle geschildert werden. Da ich den Roman innerhalb von nur zwei Tagen beendet habe und am liebsten immer weiterlesen möchte, bekommt er eine ganz klare Leseempfehlung und gehört auf jeden Fall zu meinen Lesehighlights 2025!

Bereits als ich den Klappentext gelesen hatte, war klar, dieses Buch muss ich unbedingt lesen, sagte sogar, es klingt so als ob es speziell für mich geschrieben sei 😆 Eine Geschichte welche in der ehemaligen DDR beginnt, den Ost-West-Konflikt zur Zeit von Bau der Mauer aufzeigt (liebt mein historisches Herz der jüngeren deutschen Geschichte), eine Frau welche Medizin studiert und genau weiß wo sie damit in ihrem Leben hin möchte (liebt mein Krankenschwester Herz) und der Weg dann noch von Berlin nach Frankfurt führt (liebt mein selbst im Rhein-Main groß gewordenes Heimatherz). Schon mit den ersten Seiten hat mich Svea Lenz an diese Geschichte gefesselt, so dass ich das Buch gar nicht mehr beiseite legen wollte. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, mitreißend, bildhaft, emotional aber auch an der ein oder anderen Stelle dramatisch. Eingebettet in einige wahre Begebenheiten, von denen ich selbst bis dahin so nicht wusste, konnte ich selbst noch einiges lernen und gerade durch dieses Buch in Erfahrung bringen, wie zum Beispiel die Explosion in einer Firma in Raunheim, lediglich durch den Main von meiner Heimatstadt getrennt. Die Geschichte von Vicky ging mir unter die Haut. Hat mich mit ihr fiebern und mit ihr leiden aber auch mit ihr freuen lassen. Sie war mir auf Anhieb sympathisch. Ihr Handeln stets authentisch und absolut nachvollziehbar. Auch die weiteren Protagonisten fügten sich meiner Meinung nach sehr gut in die Geschichte ein. Brachte jeder doch so ein kleines eigenes Päckchen auf seinem Lebensweg mit. Turbulent ist das Leben von Vicky und genau das gefiel mir an dieser Geschichte so gut, denn gerade dadurch zeigt sie, dass ihr Leben so viel mehr zu bieten hat, als nur das Medizinstudium für das sie sich so sehr berufen gefühlt hat. Für mich machte es dieses Buch aber auch zu so viel mehr als einen „Arztroman“ wie man vielleicht an Hand des Titels denken mag. Und so begleitet man Vicky ein Jahrzehnt lang in einer Zeit, in der in der Geschichte so vieles passiert ist. Vicky macht sich stark für Schwächere, hilft an vielen Stellen und setzt sich dabei vor allem für die Zukunft der Flughafenambulanz ein und das mit solch einer Inbrunst, die mir wahrlich imponiert hat. WIe ausführlich Svea Lenz recherchiert hat und sich mit der Umgebung des Flughafens auseinandergesetzt hat, zeigt sich in diesem Buch sehr deutlich. Schon mit ihrer vor paar Jahren erschienen „Stewardessen-Dilogie“ hatte mich die Autorin überzeugt. Mit diesem Werk hat sie wahrlich ein Jahreshiglight geschrieben, an das ich noch lange zurück denken werde. Fazit: Ein fesselnder Roman voller wahrer Begebenheiten, der einen geradezu durch die Seiten fliegen lässt.

Eine junge Ärztin, voller Empathie und Stärke, die sich nicht die Butter vom Brot nehmen lässt Vicky und Achim studieren im Westteil von Berlin Medizin, wohnen aber beide im Ostteil. Sie leben ein unbeschwertes Studentenleben und träumen von ihrer Zukunft als angehende Ärzte. Unterstützt wird Vicky von ihrer patenten Mutter Trude, die Schwester in der Charité ist und Vicky alleine groß gezogen hat. Als Vicky und Achim in einer Nacht, als sie nach Hause zurückkehren merken, dass überall auf dem Weg Stacheldraht ausgerollt wird und bereits Übergänge nach Westberlin dicht sind, werden sie aus den vormals ruhigen Leben in eine neue Wirklichkeit katapultiert. Beide entscheiden sich nachfolgend nach West-Berlin zu fliehen, um ihr Studium fortsetzen zu können. Während beiden die Flucht zwar gelingt, wird Achim aber bei einer nachfolgenden Fluchthilfeaktion im Ostteil verhaftet. Vicky denkt viel an Achim, bringt aber ihr Studium zu Ende und es gelingt ihr -nach sehr vielen Absagen durch einen Zufall ihre Medizinalassistenzzeit in der Flughafenambulanz in Frankfurt absolvieren zu können. Chefarzt Dr. Frommer fördert sie. Dennoch hat sie es nicht leicht als Frau dort Fuß zu fassen, aber sie ist stark und lässt sich nicht die Butter vom Brot nehmen. Undurchsichtig ist dabei Oberarzt Dr. Bokeloh, den Vicky nicht so recht einschätzen kann. Was ist aus Achim geworden und wie geht es mit Vicky‘s Lebenstraum, dem Praktizieren als Ärztin weiter? Svea Lenz hat mit Vicky eine sympathische und emphatische Hauptprotagonistin geschaffen, die nicht nur Stärke ausstrahlt, sondern sich selbst immer treu bleibt. Dabei begleiten wir Vicky von 1961 bis 1972, zunächst in Berlin, dann in Frankfurt. Hierbei wird durch hervorragend recherchierte Details die Zeit nicht nur lebendig, ich habe mich wirklich mitten im Geschehen gefühlt. Dieses Buch zeichnet sich nicht nur dadurch aus, dass die Städte, insbesondere dann Frankfurt mit seinen Gebäuden, Interieur lebendig werden, sondern auch die einzelnen Personen, Berühmtheiten, politisches Weltgeschehen und das ganze Lokalkolorit faszinierend genau beschrieben sind. Sogar die Unterwelt von Frankfurt spielt eine Rolle mit seinen damaligen Berühmtheiten wie beispw. Helga Matura. Ich habe das Buch in wenigen Tagen ausgelesen, so spannend war die Zeit beschrieben. Wer Svea Lenz bereits durch die Stewardessen kennt, weiß, dass auch die Liebe hier ganz wunderschön einfließt. Im letzten Drittel war ich zeitweise so ergriffen, dass auch das ein oder andere Tränchen floss. Ein ganz wunderbarer Roman, der mir sehr viele so schöne Lesestunden beschert hat und mich vollends in die 60er Jahre mitgenommen hat. Ich habe Vicky sehr gerne in dieser Zeit begleitet. Eine absolute Leseempfehlung von mir.
Darum geht es: Sommer 1961: Die Studentin Vicky lebt mit ihrer Mutter in Ost-Berlin. Genau wie ihr Freund Achim studiert sie in West-Berlin an der West-Berliner Freien Universität Medizin. Vicky plant nach ihrer Promotion ihre Medizinalassistenz an der Charité. Doch dann wird im August 1961 ohne Vorwarnung über Nacht die Mauer gebaut. Alle ihre Träume drohen zu platzen. Kurzerhand flieht das junge Pärchen in den Westen. Wenig später wird Achim als Fluchthelfer verhaftet. Vicky erfährt von seinem Schicksal nichts. Sie beendet ihr Studium und beginnt 1963 als Medizinalassistenz in der Flughafenambulanz Frankfurt. Vicky wird eine brillante Ärztin, umgeben in der rauborstigen Männerwelt. Achim hat sie nie vergessen und hat die Hoffnung auf ein Wiedersehen nicht aufgegeben. Mein Leseeindruck: Svea Lenz hat einen lebhaften und detailreichen Schreibstil. Die Autorin fängt den Zeitgeist sehr authentisch und fesselnd ein. Sie hat mit dieser Geschichte ein grandioses Sittenbild der 60er Jahre an der Flughafenambulanz in Frankfurt geschaffen. Man merkt und spürt der Geschichte an, dass Svea Lenz gründlich recherchiert hat. Das macht den Roman zu einem besonderen Leseerlebnis. Die Charaktere sind hervorragend skizziert und ausgearbeitet, allen voran natürlich Vicky. Ich habe die junge Frau von 1961 bis 1972 auf ihrem Weg sehr gerne begleitet. Sie ist eine enorme, taffe, zielstrebige junge Frau, die sich durch die schroffe Männerwelt gekonnt durchbeißt. Sie erlebt viele Hochs und Tiefs und steht vor vielen persönlichen und beruflichen Herausforderungen. Die Autorin baut viele historische Ereignisse wie z. B. den Vietnamkrieg oder die Auschwitzprozesse, aber auch die Studentenaufstände in ihre fiktive Geschichte mit ein. Fazit: Eine kurzweilige, aber auch informative Geschichte. Die ich unheimlich gerne gelesen habe.

Ich hab’s geliebt❤️ ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Das Buch war ein echtes Highlight für mich. Sicher nicht jedermanns Sache. Die Geschichte ist eher etwas für die ältere Generation. Die Story spielt zur Zeit des Mauerbaus in Deutschland. Immer wieder werden auch Musiktitel der damaligen Zeit erwähnt. Ich finde das richtige „feeling“ für das Buch gewinnt man nur, wenn man die Musik kennt. Ich hab mich wunderbar in die damalige Zeit hineinversetzen können. Auch so ist die Story sehr bildlich und anschaulich gestaltet. Bei Svea Elnz bemerkt man auch hier wieder die Liebe zur Luftfahrt. Ich habe schon „Die Stewardessen“ Reihe sehr gefeiert. Lebensträume fand ich aber noch etwas besser.
Lebensträume von Svea Lenz entführt die Leser:innen in die Welt der jungen Ärztin Vicky und begleitet sie über einen Zeitraum von zehn Jahren. Diese lange Zeitspanne ermöglicht es, Vickys Entwicklung zur Ärztin intensiv mitzuerleben – mit all ihren Höhen und Tiefen. Besonders gelungen finde ich, wie das Buch sich Zeit nimmt, um die Geschichte detailliert zu erzählen. Man bekommt so viele Facetten der Handlung mit, was dem Ganzen eine gewisse Tiefe verleiht. Auf der anderen Seite fehlte mir manchmal ein wenig der Nervenkitzel. Die Erzählweise ist eher ruhig und gemächlich, wodurch zwar eine besondere Atmosphäre entsteht, aber die Spannung gelegentlich auf der Strecke bleibt. Ein großer Pluspunkt ist das historische Setting. Svea Lenz schafft es, geschichtliches Wissen sehr spielerisch und leicht in die Handlung einfließen zu lassen. Dadurch wirkt die Geschichte authentisch und lebendig. Allerdings wurde es mir gerade zum Ende hin etwas zu viel. Der historische Input nahm immer mehr Raum ein, sodass die eigentliche Geschichte ein wenig in den Hintergrund rückte. Hier hätte dem Buch eine kürzere, knackigere Erzählweise vielleicht gutgetan. Insgesamt ist Lebensträume dennoch eine schöne Geschichte, die mit ihrer liebevollen Erzählweise und dem gut eingebetteten historischen Wissen punktet. Wer ein Faible für historische Romane und ausführliche Charakterentwicklungen hat, wird hier sicher auf seine Kosten kommen – sollte aber keine allzu rasante Handlung erwarten.
Fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite. Mein erstes LeseHighlight des Jahres !
,, Lebensträume-Ärztin einer neuen Zeit " ist der neue Roman der großartigen Autorin Svea Lenz , die mich schon mit ihrer Dilogie ,,Die Stewardessen " absolut begeistert hat. Vicky lebt mit ihrer Mutter in Ost-Berlin und studiert, wie ihr Freund Achim an der West-Berliner Freien Universität Medizin. Nach ihrer Promotion plant sie, ihre Medizinalassistenz an der Charité zu absolvieren. Da ihre Mutter dort als Krankenschwester tätig ist, hat sie dort schon als Kleinkind Krankenhaus-Luft geschnuppert und in ihr den Berufswunsch Ärztin geweckt. Als Vicky und Achim eines Abends von einer Feier zurück nach Hause kommen, erleben sie hautnah mit, wie die Stadt durch Mauerbau und meterhohe Grenzzäune unüberwindbar getrennt wird. Das Studium im Westen der Stadt ist so nicht mehr möglich. Mit Hilfe der studentischen Helfer gelingt Ihnen spektakulär die Flucht. Doch die Freiheit hat ihren Preis: Vickys Mutter Traude bleibt im Osten und von nun an können sie allenfalls telefonisch Kontakt halten. Achim schließt sich den Fluchthelfern an , um weiteren Studenten bei der Flucht in den Westen zu helfen. Extrem brisant und gefährlich. Seit dieser Nacht bleibt er spurlos verschwunden. Ist er verhaftet worden? Wird Vicky ihn jemals wiedersehen? Um ihre Medizinalassistenz zu absolvieren, verlässt Vicky ihr geliebtes und nun geteiltes Berlin. Eine Stelle zu finden ist gar nicht so leicht, wie sie gedacht hat. Bis ihr ein spektakulärer Zufall Zuhilfenahme kommt und ihr das Angebot gemacht wird, am Frankfurter Flughafen in der Sanitätsstelle anzufangen. Dort wird sie das gesamte Repertoire an Behandlungen und Erkrankungen zu Gesicht bekommen . Von banalen Erkältungen , über Impfungen bis hin zu lebensbedrohlichen Notfällen ist alls dabei , um die skeptischen männlichen Kollegen von ihrem Können zu überzeugen. Vicky ist eine so sympathische junge Ärztin, die wunderbar empathisch mit ihren Patienten umgeht und sich gleichzeitig absolut willensstark in dieser Männerdomäne nicht unterbuttern lässt und mit viel Durchsetzungsvermögen ihre Ziele verfolgt. Bei so manchem Notfall-Einsatz habe ich mit Vicky und ihren Kollegen um das Leben ihrer Patienten gezittert. Was Vicky in den erzählten Jahren von 1961 bis 1972 alles so erlebt, welche persönlichen und beruflichen Herausforderungen sie sich stellen muß und ob sich ihre Lebensträume alle so erfüllen, wie sie es sich erträumt hat , müsst Ihr selber lesen. Svea Lenz hat mich von der ersten Seite an direkt an Vickys Seite katapultiert, so daß ich jeden einzelnen Schritt mit ihr gegangen bin, mich mit ihr gefreut, gehofft , gebangt, geweint und geliebt habe. Die medizinischen Errungenschaften und Behandlungmethoden der 60er Jahre sind absolut authentisch und eindrucksvoll beschrieben und fließen genauso geschickt in die Geschichte ein wie die historischen Ereignisse. So erlebt man beim Lesen eine großartige Zeitreise, trifft auf John F. Kennedy und die Beatles am Flughafen oder in den Bars des aufregenden Bahnhofsviertel bekannte Persönlichkeiten wie Osksr Schindler und Damen der Rotlichtmilieus, denen Vicky medizinisch mit Rat und Tat zur Seite steht. Die Eindrücke der Nachkriegszeit sind genauso spürbar wie der Schrecken des Vietnamkrieg und der Rebellion der 68er. Der großartig flüssige , lebendige , gefühlvolle und bildgewaltige Schreibstil und die mitreißende Erzählung lasset die Seiten nur so fliegen. In meinem Kopf entstanden augenblicklich Bilder von Berlin, der Sanitätsstelle, des immerzu lärmenden Flughafenbetriebes , des aufregenden Lebens im Frankfurter Bahnhofsviertel und in der gemütlichen WG . Als Überschriften zu den einzelnen Kapiteln sind Liedertitel gewählt, die immer passend zum Geschehen sind. Diese und auch weitere erwähnte Songs haben mir Ohrwürmer beschert, die ich dann vor mich hin summen konnte. Vicky , ihre Freunde und Kollegen sind mir so sehr ans Herz gewachsen, ich wollte nicht, , daß das Buch endet. Mit Wehmut habe ich die letzte Seite gelesen und war gleichzeitig so glücklich, Vicky auf ihrem Weg zu begleiten. Von ganzem Herzen empfehle ich uneingeschränkt diesen großartigen und mitreißenden Roman über eine junge Frau, die unglaublich mutig ihren Weg geht, um sich ihre Lebensträume zu erfüllen. Ich bin auch von diesem Roman von Svea Lenz begeistert und hoffe, daß es nicht allzu lange dauert, bis ich ein neues Werk von ihr lesen kann. Für mich ein Lesehighlight!
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Sommer 1961. Vicky und ihr Freund Achim leben in Ostberlin und studieren im Westen Medizin. Als mit dem Mauerbau all ihre Träume über Nacht zu platzen drohen, ergreifen sie die Flucht. Kurz darauf wird Achim verhaftet. Vicky dagegen schließt ihr Studium ab und träumt von einer Karriere als Chirurgin. Doch der Berufseinstieg gestaltet sich schwieriger als gedacht. Die Flughafenambulanz in Frankfurt ist zunächst nur eine Notlösung – und eine raue Männerwelt, in der sie sich durchbeißen muss. Zwischen aufregenden Einsätzen und Not-OPs sucht Vicky ihren Platz und kämpft für eine moderne Klinik. Auch eine neue Liebe scheint auf sie zu warten. Doch Vicky hofft noch immer auf ein Wiedersehen mit Achim …
Herzklopfen, Notfälle und große Emotionen an einem Ort, an dem sich die Schicksale zahlloser Menschen kreuzen: dem Frankfurter Flughafen
»Nur fliegen ist schöner!« Laura (über »Die Stewardessen«)
»Ein wunderbarer Roman über die Zeit von Wiederaufbau und Wirtschaftswunder.« Frau von heute (über »Die Stewardessen«)
Book Information
Author Description
Svea Lenz ist ein Pseudonym der erfolgreichen Autorin Nicole C. Vosseler, die ihre Leser*innen gerne in fremde Welten und vergangene Zeiten entführt. Sie hat Literaturwissenschaften und Psychologie studiert und lebt am Bodensee. Wenn sie nicht gerade an einem ihrer Romane arbeitet, reist sie am liebsten mit der Kamera um die Welt.
Posts
Highlight
An dem Roman war wirklich alles perfekt. Eine tolle Story , tolle Menschen , tolle Geschichten, super Schreibstil. Bücher aus den '60 ern gehören für mich sowieso zu den liebsten Büchern! Vor allem in Bezug auf DDR Geschichte und Flucht. Klasse !!!! Ich habe die 600 Seiten genossen! Ganz große Leseempfehlung! Die Stewardessen Dilogie der Autorin habe ich bereits hier liegen !
Eins meiner Lesehighlights 2025!
Ein beeindruckender, fesselnder Roman, der mich noch lange beschäftigen wird! Berlin, 1961: Vicky ist Anfang 20 und träumt von einer Karriere als Thoraxchirurgin. Um sich diesen Traum zu erfüllen, pendelt sie täglich von Ost- nach Westberlin. Denn die Freie Universität dort hat sie angenommen, wohingegen im Osten einzig ein Veterinärmedizin-Studium möglich gewesen wäre. Auch ihr Verlobter Achim begibt sich täglich auf diesen Weg. Doch als plötzlich mitten in der Nacht eine Mauer quer durch Berlin errichtet wird, ändert sich alles. Vicky und Achim bangen um ihr Examen, das in wenigen Wochen ansteht. So begeben sie sich auf den gefährlichen Weg in den Westen, indem sie mit einem fremden Pass die Grenze überqueren. Als es gelingt, sind Beide überglücklich. Allerdings ist das Achim nicht genug und er macht sich nochmals auf den Weg in den Osten, um weitere Studenten in den Westen zu bringen. Hierbei wird er aber geschnappt und Vicky ist ab nun allein im Westen und bangt um ihren Verlobten. Leider gelingt es Vicky nach ihrem abgeschlossenen Studium aber nicht, sofort eine Stelle als Medizinalassistenz zu bekommen und sie hält sich mit der Arbeit als Barfrau in einem eher zwielichtigen Lokal über Wasser, dass ihre Mutter davon nichts erfahren darf, ist selbstverständlich. Erst durch einen Zufall gelingt es Vicky doch noch, eine Stelle für 20 Monate in der Ambulanz des Frankfurter Flughafens zu bekommen. Nur mit viel Courage, Wissen und Ausdauer kann sie sich im bestehenden, ausschließlich männlichen Team etablieren. Svea Lenz ist das Pseudonym der bekannten Autorin Nicole C. Vosseler. Ihr Erzählstil ist flüssig und weißt in keinem Moment Längen auf, sodass die Seiten nur so dahinfliegen. Aufgrund der gründlichen Recherche die historischen, politischen und medizinischen Begebenheiten betreffend, bekommen die Leser schnell das Gefühl, selbst Teil der Handlung zu sein und direkt neben Vicky und ihren Kollegen zu stehen. Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an so gefesselt, dass aus einem "schnell ins Buch reinlesen" eine ganze Stunde geworden ist und ich hundert Seiten später und mitten in der Nacht wirklich gezwungenermaßen, mit einem Blick auf den zeitigen Wecker am nächsten Morgen aufhören musste. Vicky war mir sofort sympathisch und ist mir im Laufe der Handlung immer mehr ans Herz gewachsen, sodass ich das Buch nach der letzten Seite nur widerstrebend zugeschlagen habe. Aufgrund meiner bestehenden medizinischen Kenntnisse, war ich wirklich gespannt, wie sich der Beruf als Ärztin im Buch wiederfinden würde und ich muss sagen, ich bin begeistert, wie fundiert und realistisch die einzelenen Notfälle geschildert werden. Da ich den Roman innerhalb von nur zwei Tagen beendet habe und am liebsten immer weiterlesen möchte, bekommt er eine ganz klare Leseempfehlung und gehört auf jeden Fall zu meinen Lesehighlights 2025!

Bereits als ich den Klappentext gelesen hatte, war klar, dieses Buch muss ich unbedingt lesen, sagte sogar, es klingt so als ob es speziell für mich geschrieben sei 😆 Eine Geschichte welche in der ehemaligen DDR beginnt, den Ost-West-Konflikt zur Zeit von Bau der Mauer aufzeigt (liebt mein historisches Herz der jüngeren deutschen Geschichte), eine Frau welche Medizin studiert und genau weiß wo sie damit in ihrem Leben hin möchte (liebt mein Krankenschwester Herz) und der Weg dann noch von Berlin nach Frankfurt führt (liebt mein selbst im Rhein-Main groß gewordenes Heimatherz). Schon mit den ersten Seiten hat mich Svea Lenz an diese Geschichte gefesselt, so dass ich das Buch gar nicht mehr beiseite legen wollte. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, mitreißend, bildhaft, emotional aber auch an der ein oder anderen Stelle dramatisch. Eingebettet in einige wahre Begebenheiten, von denen ich selbst bis dahin so nicht wusste, konnte ich selbst noch einiges lernen und gerade durch dieses Buch in Erfahrung bringen, wie zum Beispiel die Explosion in einer Firma in Raunheim, lediglich durch den Main von meiner Heimatstadt getrennt. Die Geschichte von Vicky ging mir unter die Haut. Hat mich mit ihr fiebern und mit ihr leiden aber auch mit ihr freuen lassen. Sie war mir auf Anhieb sympathisch. Ihr Handeln stets authentisch und absolut nachvollziehbar. Auch die weiteren Protagonisten fügten sich meiner Meinung nach sehr gut in die Geschichte ein. Brachte jeder doch so ein kleines eigenes Päckchen auf seinem Lebensweg mit. Turbulent ist das Leben von Vicky und genau das gefiel mir an dieser Geschichte so gut, denn gerade dadurch zeigt sie, dass ihr Leben so viel mehr zu bieten hat, als nur das Medizinstudium für das sie sich so sehr berufen gefühlt hat. Für mich machte es dieses Buch aber auch zu so viel mehr als einen „Arztroman“ wie man vielleicht an Hand des Titels denken mag. Und so begleitet man Vicky ein Jahrzehnt lang in einer Zeit, in der in der Geschichte so vieles passiert ist. Vicky macht sich stark für Schwächere, hilft an vielen Stellen und setzt sich dabei vor allem für die Zukunft der Flughafenambulanz ein und das mit solch einer Inbrunst, die mir wahrlich imponiert hat. WIe ausführlich Svea Lenz recherchiert hat und sich mit der Umgebung des Flughafens auseinandergesetzt hat, zeigt sich in diesem Buch sehr deutlich. Schon mit ihrer vor paar Jahren erschienen „Stewardessen-Dilogie“ hatte mich die Autorin überzeugt. Mit diesem Werk hat sie wahrlich ein Jahreshiglight geschrieben, an das ich noch lange zurück denken werde. Fazit: Ein fesselnder Roman voller wahrer Begebenheiten, der einen geradezu durch die Seiten fliegen lässt.

Eine junge Ärztin, voller Empathie und Stärke, die sich nicht die Butter vom Brot nehmen lässt Vicky und Achim studieren im Westteil von Berlin Medizin, wohnen aber beide im Ostteil. Sie leben ein unbeschwertes Studentenleben und träumen von ihrer Zukunft als angehende Ärzte. Unterstützt wird Vicky von ihrer patenten Mutter Trude, die Schwester in der Charité ist und Vicky alleine groß gezogen hat. Als Vicky und Achim in einer Nacht, als sie nach Hause zurückkehren merken, dass überall auf dem Weg Stacheldraht ausgerollt wird und bereits Übergänge nach Westberlin dicht sind, werden sie aus den vormals ruhigen Leben in eine neue Wirklichkeit katapultiert. Beide entscheiden sich nachfolgend nach West-Berlin zu fliehen, um ihr Studium fortsetzen zu können. Während beiden die Flucht zwar gelingt, wird Achim aber bei einer nachfolgenden Fluchthilfeaktion im Ostteil verhaftet. Vicky denkt viel an Achim, bringt aber ihr Studium zu Ende und es gelingt ihr -nach sehr vielen Absagen durch einen Zufall ihre Medizinalassistenzzeit in der Flughafenambulanz in Frankfurt absolvieren zu können. Chefarzt Dr. Frommer fördert sie. Dennoch hat sie es nicht leicht als Frau dort Fuß zu fassen, aber sie ist stark und lässt sich nicht die Butter vom Brot nehmen. Undurchsichtig ist dabei Oberarzt Dr. Bokeloh, den Vicky nicht so recht einschätzen kann. Was ist aus Achim geworden und wie geht es mit Vicky‘s Lebenstraum, dem Praktizieren als Ärztin weiter? Svea Lenz hat mit Vicky eine sympathische und emphatische Hauptprotagonistin geschaffen, die nicht nur Stärke ausstrahlt, sondern sich selbst immer treu bleibt. Dabei begleiten wir Vicky von 1961 bis 1972, zunächst in Berlin, dann in Frankfurt. Hierbei wird durch hervorragend recherchierte Details die Zeit nicht nur lebendig, ich habe mich wirklich mitten im Geschehen gefühlt. Dieses Buch zeichnet sich nicht nur dadurch aus, dass die Städte, insbesondere dann Frankfurt mit seinen Gebäuden, Interieur lebendig werden, sondern auch die einzelnen Personen, Berühmtheiten, politisches Weltgeschehen und das ganze Lokalkolorit faszinierend genau beschrieben sind. Sogar die Unterwelt von Frankfurt spielt eine Rolle mit seinen damaligen Berühmtheiten wie beispw. Helga Matura. Ich habe das Buch in wenigen Tagen ausgelesen, so spannend war die Zeit beschrieben. Wer Svea Lenz bereits durch die Stewardessen kennt, weiß, dass auch die Liebe hier ganz wunderschön einfließt. Im letzten Drittel war ich zeitweise so ergriffen, dass auch das ein oder andere Tränchen floss. Ein ganz wunderbarer Roman, der mir sehr viele so schöne Lesestunden beschert hat und mich vollends in die 60er Jahre mitgenommen hat. Ich habe Vicky sehr gerne in dieser Zeit begleitet. Eine absolute Leseempfehlung von mir.
Darum geht es: Sommer 1961: Die Studentin Vicky lebt mit ihrer Mutter in Ost-Berlin. Genau wie ihr Freund Achim studiert sie in West-Berlin an der West-Berliner Freien Universität Medizin. Vicky plant nach ihrer Promotion ihre Medizinalassistenz an der Charité. Doch dann wird im August 1961 ohne Vorwarnung über Nacht die Mauer gebaut. Alle ihre Träume drohen zu platzen. Kurzerhand flieht das junge Pärchen in den Westen. Wenig später wird Achim als Fluchthelfer verhaftet. Vicky erfährt von seinem Schicksal nichts. Sie beendet ihr Studium und beginnt 1963 als Medizinalassistenz in der Flughafenambulanz Frankfurt. Vicky wird eine brillante Ärztin, umgeben in der rauborstigen Männerwelt. Achim hat sie nie vergessen und hat die Hoffnung auf ein Wiedersehen nicht aufgegeben. Mein Leseeindruck: Svea Lenz hat einen lebhaften und detailreichen Schreibstil. Die Autorin fängt den Zeitgeist sehr authentisch und fesselnd ein. Sie hat mit dieser Geschichte ein grandioses Sittenbild der 60er Jahre an der Flughafenambulanz in Frankfurt geschaffen. Man merkt und spürt der Geschichte an, dass Svea Lenz gründlich recherchiert hat. Das macht den Roman zu einem besonderen Leseerlebnis. Die Charaktere sind hervorragend skizziert und ausgearbeitet, allen voran natürlich Vicky. Ich habe die junge Frau von 1961 bis 1972 auf ihrem Weg sehr gerne begleitet. Sie ist eine enorme, taffe, zielstrebige junge Frau, die sich durch die schroffe Männerwelt gekonnt durchbeißt. Sie erlebt viele Hochs und Tiefs und steht vor vielen persönlichen und beruflichen Herausforderungen. Die Autorin baut viele historische Ereignisse wie z. B. den Vietnamkrieg oder die Auschwitzprozesse, aber auch die Studentenaufstände in ihre fiktive Geschichte mit ein. Fazit: Eine kurzweilige, aber auch informative Geschichte. Die ich unheimlich gerne gelesen habe.

Ich hab’s geliebt❤️ ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Das Buch war ein echtes Highlight für mich. Sicher nicht jedermanns Sache. Die Geschichte ist eher etwas für die ältere Generation. Die Story spielt zur Zeit des Mauerbaus in Deutschland. Immer wieder werden auch Musiktitel der damaligen Zeit erwähnt. Ich finde das richtige „feeling“ für das Buch gewinnt man nur, wenn man die Musik kennt. Ich hab mich wunderbar in die damalige Zeit hineinversetzen können. Auch so ist die Story sehr bildlich und anschaulich gestaltet. Bei Svea Elnz bemerkt man auch hier wieder die Liebe zur Luftfahrt. Ich habe schon „Die Stewardessen“ Reihe sehr gefeiert. Lebensträume fand ich aber noch etwas besser.
Lebensträume von Svea Lenz entführt die Leser:innen in die Welt der jungen Ärztin Vicky und begleitet sie über einen Zeitraum von zehn Jahren. Diese lange Zeitspanne ermöglicht es, Vickys Entwicklung zur Ärztin intensiv mitzuerleben – mit all ihren Höhen und Tiefen. Besonders gelungen finde ich, wie das Buch sich Zeit nimmt, um die Geschichte detailliert zu erzählen. Man bekommt so viele Facetten der Handlung mit, was dem Ganzen eine gewisse Tiefe verleiht. Auf der anderen Seite fehlte mir manchmal ein wenig der Nervenkitzel. Die Erzählweise ist eher ruhig und gemächlich, wodurch zwar eine besondere Atmosphäre entsteht, aber die Spannung gelegentlich auf der Strecke bleibt. Ein großer Pluspunkt ist das historische Setting. Svea Lenz schafft es, geschichtliches Wissen sehr spielerisch und leicht in die Handlung einfließen zu lassen. Dadurch wirkt die Geschichte authentisch und lebendig. Allerdings wurde es mir gerade zum Ende hin etwas zu viel. Der historische Input nahm immer mehr Raum ein, sodass die eigentliche Geschichte ein wenig in den Hintergrund rückte. Hier hätte dem Buch eine kürzere, knackigere Erzählweise vielleicht gutgetan. Insgesamt ist Lebensträume dennoch eine schöne Geschichte, die mit ihrer liebevollen Erzählweise und dem gut eingebetteten historischen Wissen punktet. Wer ein Faible für historische Romane und ausführliche Charakterentwicklungen hat, wird hier sicher auf seine Kosten kommen – sollte aber keine allzu rasante Handlung erwarten.
Fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite. Mein erstes LeseHighlight des Jahres !
,, Lebensträume-Ärztin einer neuen Zeit " ist der neue Roman der großartigen Autorin Svea Lenz , die mich schon mit ihrer Dilogie ,,Die Stewardessen " absolut begeistert hat. Vicky lebt mit ihrer Mutter in Ost-Berlin und studiert, wie ihr Freund Achim an der West-Berliner Freien Universität Medizin. Nach ihrer Promotion plant sie, ihre Medizinalassistenz an der Charité zu absolvieren. Da ihre Mutter dort als Krankenschwester tätig ist, hat sie dort schon als Kleinkind Krankenhaus-Luft geschnuppert und in ihr den Berufswunsch Ärztin geweckt. Als Vicky und Achim eines Abends von einer Feier zurück nach Hause kommen, erleben sie hautnah mit, wie die Stadt durch Mauerbau und meterhohe Grenzzäune unüberwindbar getrennt wird. Das Studium im Westen der Stadt ist so nicht mehr möglich. Mit Hilfe der studentischen Helfer gelingt Ihnen spektakulär die Flucht. Doch die Freiheit hat ihren Preis: Vickys Mutter Traude bleibt im Osten und von nun an können sie allenfalls telefonisch Kontakt halten. Achim schließt sich den Fluchthelfern an , um weiteren Studenten bei der Flucht in den Westen zu helfen. Extrem brisant und gefährlich. Seit dieser Nacht bleibt er spurlos verschwunden. Ist er verhaftet worden? Wird Vicky ihn jemals wiedersehen? Um ihre Medizinalassistenz zu absolvieren, verlässt Vicky ihr geliebtes und nun geteiltes Berlin. Eine Stelle zu finden ist gar nicht so leicht, wie sie gedacht hat. Bis ihr ein spektakulärer Zufall Zuhilfenahme kommt und ihr das Angebot gemacht wird, am Frankfurter Flughafen in der Sanitätsstelle anzufangen. Dort wird sie das gesamte Repertoire an Behandlungen und Erkrankungen zu Gesicht bekommen . Von banalen Erkältungen , über Impfungen bis hin zu lebensbedrohlichen Notfällen ist alls dabei , um die skeptischen männlichen Kollegen von ihrem Können zu überzeugen. Vicky ist eine so sympathische junge Ärztin, die wunderbar empathisch mit ihren Patienten umgeht und sich gleichzeitig absolut willensstark in dieser Männerdomäne nicht unterbuttern lässt und mit viel Durchsetzungsvermögen ihre Ziele verfolgt. Bei so manchem Notfall-Einsatz habe ich mit Vicky und ihren Kollegen um das Leben ihrer Patienten gezittert. Was Vicky in den erzählten Jahren von 1961 bis 1972 alles so erlebt, welche persönlichen und beruflichen Herausforderungen sie sich stellen muß und ob sich ihre Lebensträume alle so erfüllen, wie sie es sich erträumt hat , müsst Ihr selber lesen. Svea Lenz hat mich von der ersten Seite an direkt an Vickys Seite katapultiert, so daß ich jeden einzelnen Schritt mit ihr gegangen bin, mich mit ihr gefreut, gehofft , gebangt, geweint und geliebt habe. Die medizinischen Errungenschaften und Behandlungmethoden der 60er Jahre sind absolut authentisch und eindrucksvoll beschrieben und fließen genauso geschickt in die Geschichte ein wie die historischen Ereignisse. So erlebt man beim Lesen eine großartige Zeitreise, trifft auf John F. Kennedy und die Beatles am Flughafen oder in den Bars des aufregenden Bahnhofsviertel bekannte Persönlichkeiten wie Osksr Schindler und Damen der Rotlichtmilieus, denen Vicky medizinisch mit Rat und Tat zur Seite steht. Die Eindrücke der Nachkriegszeit sind genauso spürbar wie der Schrecken des Vietnamkrieg und der Rebellion der 68er. Der großartig flüssige , lebendige , gefühlvolle und bildgewaltige Schreibstil und die mitreißende Erzählung lasset die Seiten nur so fliegen. In meinem Kopf entstanden augenblicklich Bilder von Berlin, der Sanitätsstelle, des immerzu lärmenden Flughafenbetriebes , des aufregenden Lebens im Frankfurter Bahnhofsviertel und in der gemütlichen WG . Als Überschriften zu den einzelnen Kapiteln sind Liedertitel gewählt, die immer passend zum Geschehen sind. Diese und auch weitere erwähnte Songs haben mir Ohrwürmer beschert, die ich dann vor mich hin summen konnte. Vicky , ihre Freunde und Kollegen sind mir so sehr ans Herz gewachsen, ich wollte nicht, , daß das Buch endet. Mit Wehmut habe ich die letzte Seite gelesen und war gleichzeitig so glücklich, Vicky auf ihrem Weg zu begleiten. Von ganzem Herzen empfehle ich uneingeschränkt diesen großartigen und mitreißenden Roman über eine junge Frau, die unglaublich mutig ihren Weg geht, um sich ihre Lebensträume zu erfüllen. Ich bin auch von diesem Roman von Svea Lenz begeistert und hoffe, daß es nicht allzu lange dauert, bis ich ein neues Werk von ihr lesen kann. Für mich ein Lesehighlight!












