Lazare und der tote Mann am Strand

Lazare und der tote Mann am Strand

by Robert Hültner·Book 1 of 2
Hardback
2.73
BetrugInspektor KajetanKommissar LazareKrimi

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Description

Ein Toter am Strand: tragisch, aber im malerischen Sète, dem Venedig Südfrankreichs, kein seltener Unglücksfall. Wahrscheinlich hat es doch nur wieder etwas mit den internen Streitereien der Gitans zu tun, die hier schon seit Jahren am Stadtrand siedeln. Seltsam also, dass extra ein Kommissar aus Montpellier angefordert wird für diesen Fall. Die Behörden vor Ort sind konsterniert und empfangen Kommissar Lazare entsprechend. Sie ahnen nicht, dass Lazare angetreten ist, ein riesiges – und wenn es sein muss, mörderisches – Komplott aus Mauschelei, Korruption und Betrug aufzudecken, das die ganze Region im Würgegriff hat. Was andererseits Lazare nicht ahnt: dass zudem eine offene Rechnung aus Frankreichs jüngerer Vergangenheit darauf wartet, beglichen zu werden.

Book Information

Main Genre
Crime
Sub Genre
Classic
Format
Hardback
Pages
384
Price
18.73 €

Author Description

Robert Hültner wurde 1950 in Inzell geboren. Er arbeitete unter anderem als Regieassistent, Dramaturg, Regisseur von Kurzfilmen und Dokumentationen, reiste mit einem Wanderkino durch kinolose Dörfer und restaurierte historische Filme für das Filmmuseum. Zu seinen zahlreichen Veröffentlichungen gehören neben historischen Romanen und Krimis auch Drehbücher (u. a. für den Tatort), Theaterstücke und Hörspiele. Sein Roman „Der Sommer der Gaukler“ wurde von Marcus H. Rosenmüller verfilmt. Für seine Inspektor-Kajetan-Romane wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem dreimal mit dem Deutschen Krimipreis und mit dem renommierten Glauser-Preis.

Posts

1
All
2.5

Gutes Setting, aber leider zu viel gewollt.

In Sète, einer Kleinstadt in Südfrankreich wird die Leiche des jungen Pablo Fernandez am Strand gefunden. Ob es sich um einen Unfall oder Mord handelt, ist zunächst unklar. Die lokale Polizei um Kommissar Danard würde den Fall gerne als Unfall zu den Akten legen, doch Kommissar Lazare von der Kriminalpolizei aus Montpellier wird zur Aufklärung hinzugezogen. Da es sich um einen Gitan, einen Angehörigen einer Roma-Gruppe, handelt, vermutet Lazare zunächst ein rassistisch motiviertes Verbrechen. Zudem soll das Gelände, auf dem die Gitans seit Jahrzehnten wohnen, einem Hotelkomplex weichen. Gleichzeitig wird Brigadier Jeanjean in einem nahegelegenen Ort mit dem Tod eines über 80-jährigen betraut. Auch hier sieht zunächst alles nach einem Unfall aus, stellt sich dann aber rasch als Mord heraus. Für den hier hinzugezogenen Kommissar Bruant steht der Täter schnell fest. Am Ende kommt dann doch alles anders als es zunächst scheint. Robert Hültner versucht auf knapp 400 Seiten (mit sehr kurzen Kapiteln und damit sehr vielen halbleeren Seiten) für meinen Geschmack zu viele Personen einzuführen und zu viele Themen zu bearbeiten. Neben den zunächst offensichtlichen Themen Rassismus, Einwanderung und Front National gesellen sich weitere Themen wie Kommunismus und Sozialismus, Korruption und Erpressungen, Zwangsprostitution, die deutsche NS-Vergangenheit (ja, auch das spielt hier irgendwie mit rein) sowie Kritik am Großgrundbesitzertum und ausländische Investitionen. Als wäre das als Rahmen noch nicht komplex genug, kommen auf der Protagonisten-Ebene neben den zwei lokalen Polizeidienststellen, den zwei hinzugezogenen Kommisaren aus Montpellier auch noch zwei deutsche Polizisten, der französische Geheimdienst DCRI und der deutsche Verfassungsschutz mit ins Spiel. Außerdem bleibt natürlich auch Kommissar Lazare von privaten Problemen nicht verschont - und damit der Leser (leider) auch nicht. Ich bin zwischenzeitlich sehr, sehr durcheinander gekommen mit all den Personen und Handlungssträngen, die sich ehrlich gesagt auch am Ende nicht wirklich eindeutig zusammengefügt haben. Mir war hier einfach zu viel los und zu viel auf einmal gewollt. Die Hälfte von alledem hätte für ein gelungenes und spannendes Buch für mich gereicht.

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