Lavender House
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Description
Lavender House, 1952: Nach dem Tod der Matriarchin Irene Lamontaine, Kopf des Lamontaine-Seifenimperiums, fürchten die Bewohner des Anwesens, dass sich ein Mörder unter ihnen befindet. Irene hütete streng geheime Rezepturen – doch das sind nicht die einzigen Geheimnisse hinter diesen Toren.
Irenes Witwe engagiert Evander »Andy« Mills, einen kürzlich entlassenen Polizisten, um die Wahrheit aufzudecken. Andy, nach einer Razzia in einer Schwulenbar ohne Job, nimmt dankbar an und wird schnell in eine Welt gezogen, in der eine queere Familie in Sicherheit und Freiheit lebt.
Doch diese Freiheit hat ihre Grenzen, und bald findet Andy sich in einem Netz aus Intrigen, Eifersucht und alten Familiengeheimnissen wieder. Und Irenes Tod war nur der Anfang …
Book Information
Author Description
Lev Rosen schreibt Bücher für Leser:innen aller Altersgruppen. Sein Buch "Camp" wurde unter anderem von Forbes, Elle und The Today Show als bestes Buch des Jahres ausgezeichnet und für zahlreiche Preise nominiert. Er lebt mit seinem Mann und einer sehr kleinen Katze in New York City.
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San Francisco in den 1950ern, eine Zeit in der Homophobie den Menschen das Recht einräumte andere zu diskriminieren, zu verprügeln oder anderweitig zu schikanieren. Evander Mills ein ehemaliger Polizist wurde suspendiert, weil man ihn bei einer Razzia in einer Schwulenbar ertappt hatte. Ohne eine Zukunftsperspektive und Akzeptanz in der Gesellschaft bleibt ihm nicht mehr viel, doch in dieser ausweglosen Situation bietet sich ihm die Möglichkeit als Privatdetektiv an einem Mordfall zu arbeiten. Was er nicht ahnt ist, dass ihm dieser Job eine vollkommen neue Sicht eröffnet. Normalerweise lese ich keine Krimis, es ist einfach nicht mein Genre, aber dieser hier klang für mich dermaßen interessant, dass ich über meinen eigenen Schatten gesprungen bin und ich muss sagen, dass es eine sehr gute Entscheidung gewesen war. Das es queere Menschen in der Zeit nicht leicht hatten war mir bewusst aber diese Geschichte vermittelt die Lebensrealität der damaligen Zeit so authentisch das ich schnell merkte das es mir gar nicht richtig bewusst war, wie es damals gewesen war. Die Willkür der „normalen“ Menschen und die Akzeptanz des Verhaltens in der Gesellschaft war für mich stellenweise sehr erschreckend. Aber das Buch hatte auch schöne Seiten, den Zusammenhalt von Familie und Freunden, Perspektiven für queere Menschen, so klein sie auch sein mochten. So wirkte das Buch nicht mahnend oder zu düster. Das Erzähltempo ist eher langsam. Die Handlung und auch das ganze Drumherum entwickeln sich eher langsam aber das passt zu dem was erzählt wird und war nie langatmig oder langweilig. Ganz im Gegenteil, durch das mäßige Erzähltempo war die Atmosphäre besonders gut zu spüren. Die Spannung ist ebenfalls moderat aber nicht langweilig. Der Sprecher hat eine klare, warme Stimme und eine wunderbare Artikulation, die die Handlung lebendig werden lässt. Die Betonung und der Rhythmus passen perfekt zum Inhalt und den Figuren, denen er allen eine eigene Stimmlage gegeben hat, so dass sie gut zu unterscheiden waren. Seine Stimme ist sehr angenehm und fesselnd und trägt einen durch das Hörbuch und ich habe ihm gerne die ganze Zeit zugehört. Fazit: Ich hätte nicht gedacht das ein Krimi mich dermaßen fesselt und bin glücklich, dass das so war. Nicht nur die interessante Handlung, sondern auch die Einblicke in das Leben der queeren Gesellschaft in den 50iger Jahren haben mich sehr bewegt. Selten habe ich mich beim lesen so gefühlt und die Handlung so bewusst wahrgenommen. Von mir definitiv eine klare Hörempfehlung
Evander Mills, auch Andy genannt, wird unehrenhaft wegen sittenwidrigem Verhalten bei dir Polizei entlassen. Er überlegt sich zu betrinken und seinem Leben ein Ende zu setzen, als er in einer Bar den Auftrag bekommt, die Todesumstände um Irene Lamontaine zu untersuchen. Die Frau lebte eher abgeschieden und in Gesellschaft von Leuten, deren "Neigungen" nicht akzeptabel für den Rest der Welt zu dieser Zeit sind. Für Andy schon, denn er teilt diese. Aufgrund jener Abgeschiedenheit vermutet die Ehefrau der Toten aber auch einen eventuellen Mörder unter den Mitbewohnern. Aber war es wirklich Mord, wo Irene doch eigentlich einen Ort der Sicherheit für ihr Wahlfamilie geschaffen hat oder eben doch nur ein tragischer Unfall? Mit dem Lavender House hat die Story ein tolles Setting bekommen, in dem ich mich echt gern aufgehalten habe. Es war spannend das Haus und seine Bewohner kennenzulernen. Gut abgeschottet von der Außenwelt um sie zu schützen, aber auch so, dass man sich wie in einem goldenen Käfig fühlen könnte. Die Mitglieder der Familie sind Alle relativ unterschiedlich und ich glaube, dass man eigentlich Alle wirklich gut kennenlernt. Man findet so manche sympathischer als andere, sonst wäre es ja auch langweilig. Einige fühlen sich freier als andere und manche tragen Dinge aus ihrer Vergangenheit mit sich herum, ohne dass der Rest darüber Bescheid weiß. Was ziemliche negative Auswirkungen haben kann. Ich habe mir die ganze Zeit über die Frage gestellt, ob Jemand aus der Familie etwas mit Irenes Tod zu tun hat und wenn ja, wem würde ich es zutrauen. Ich verstehe absolut die Annehmlichkeiten eines solchen Ortes, vorallem wenn man außerhalb dieser Mauern der Willkür und Verfolgung ausgesetzt ist. Zumindest wenn man Homosexuell ist und dies Jemand herausfindet. In die Methoden und das Verhalten anderes Denkender bekommt man auch gute Einblicke. Mit Andy hat die Handlung einen so wahnsinnig sympathisch Dreh- und Angelpunkt, dass man einfach dranbleiben möchte. Dazu gesellen sich dann noch ein absolut angenehmer, atmosphärischer und einnehmender Schreibstil, der so durch die Seiten führt, dass man auch ganz schnell die Zeit vergisst. Fazit Ich bin hin und weg von diesem Buch. Es war spannend, aber auch zum Wohlfühlen. Diese Mischung aus dunklen Geheimnissen, etwas Drama, Krimi und Familienangelegenheiten ist einfach wahnsinnig unterhaltsam. Und das ohne, dass es wirklich Action gab. Es war eher entspannt und das empfand ich hier als ziemlich angenehm. Es passte zu den Rahmenbedingungen. Das Ende klingt definitiv nach Abschluss, aber vielleicht auch nach etwas Neuem. Ich bin absolut positiv überrascht und gespannt, ob wir noch einmal was von Evander Mills lesen werden. Auf jeden Fall gibt es hier 5 Sterne von mir
Das Buch hat mich positiv überrascht. Ich bin ja kein Fan von versnobbten Familien, aber diese Story hat mir wirklich sehr gut gefallen. Der Schreibstil war gut zu lesen. Die Kapitelwaren zwar recht lang, aber in diesem Fall passte es perfekt! Man wird direkt in die Story geworfen und erfährt, dass Evander Mills Polizist war und schwul ist, soweit nicht schlimm, aber in den 50er Jahren in America schon. Er will sich nämlich was antun... Nachdem in einem Club eine Razzia durchgeführt wurde bei der er mit heruntergelassenen Hosen erwischt wurde. Seine Polizei-Kollegen haben ihn daraufhin wie dreck behandelt. Dann trifft er jedoch Pearl, die ihm ein Angebot macht, welches er nicht ableht. Er soll herausfinden, ob Pearls Frau Irene ermordet wurde oder ob ihr Tod ein Unfall war. Weit draußen im Lavender House. Irene wsr eine Lamontaine, das heißt ihr gehörte eine Seifen-Unternehmen. Nach Evanders Zusage, herauszufinden was passiert ist, geht es zum Lavender House, wo jeder machen kann, was er will, da von außen niemand hereinkommt. Quasi eine Zuflucht für queere Menschen, die Hauptsächlich in der Lamontaine-Familie vorhanden sind. Auf dem Weg der Lösung muss Evander einiges mitmachen und bei einigen Forschungen spielt man ihm auch sehr übel mit. Ich war sehr froh, dass er in Lavender House war und dort sein konnte wie er wollte. Das er jedoch ermitteln musste, passte dem eine oder anderen nicht, aber das hat ihn nicht gestört!!! Vielen Dank an dieser Stelle für dieses wunderbare #Rezensionsexemplar aus dem #secondchancesverlag 🥰😘🥰
San Francisco in den 50er Jahren. Evander Mills ist grade aus dem Polizeidienst entlassen worden, weil seine Kollegen ihn bei einer Razzia in einem queeren Club auf der Toilette erwischt haben. Als er sich in einer Bar volllaufen lässt und mit Suizidgedanken zu kämpfen hat, taucht eine Frau namens Pearl auf. Sie möchte Andy als Privatermittler engagieren, damit er den Mord an ihrer Frau aufklärt, denn ja, Pearl war mit der großen Seifenherstellerin Irene Lamontaine verheiratet - natürlich nicht offiziell, aber die beiden haben sich so betrachtet. Da Andy nichts mehr zu verlieren hat und das Geld gebrauchen kann, willigt er ein, für eine Weile im Lavender House zu leben und zu ermitteln. Dort findet er einen sicheren Ort für queere Menschen vor, den er sich so nie hätte träumen lassen. Zwischen beginnender Freundschaft und Familienstreitigkeiten, gilt es aber auch den Mord aufzuklären. Wer hat's getan? Lavender House ist ein klassischer Whodunnit im Stil von Agatha Christie und Co. Mir hat die Geschichte so unglaublich gut gefallen, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Andy ist ein wunderbarer Hauptcharakter, stark und fähig, aber auch gebrochen, weil er seinen Job verloren hat und in gewissen Kreisen geoutet ist. Er lernt im Laufe der Story, dass die Welt deshalb nicht untergeht, sondern auch schöne Tage vor ihm liegen werden. Der restliche Cast ist einfach großartig. Irenes und Pearls Sohn Henry ist mit Cliff liiert, aber offiziell mit Margo verheiratet, die wiederum in Wirklichkeit mit Elsie (einer Barbesitzerin) zusammen ist. Auch der Butler ist schwul, aber single, und die Köchin und die Gärtnerin sind ein Paar. Die einzige, die etwas aus der Reihe fällt, ist Margos Mutter, die auch dort leben darf. Ich habe mich nicht nur in Andy, sondern in fast alle verliebt. Neben den spannenden Ermittlungen gibt es immer wieder Sätze, die mich als queere Person zum Nicken oder Weinen gebracht haben. Natürlich zieht sich in diesem Buch der Zeit wegen eine unfassbare Homofeindlichkeit durch die Seiten. Außerhalb von Lavender House muss eine Fassade aufrechterhalten werden und es gibt eine besonders schlimme Szene, in der Andy von ehemaligen Kollegen verprügelt wird. Dadurch lernt er in Elsies Bar immerhin einen ehemaligen Arzt kennen, der ihn versorgt und das hat mein trauriges Herz wieder erwärmt. Liebe spielt natürlich eine große Rolle, weil es hier mehrere Paare gibt, Andy selbst hat aber (noch) keine richtige Lovestory. Besagter ehemaliger Arzt taucht nur einmal auf und ist sehr wahrscheinlich der zukünftige Love Interest, aber in diesem Band passiert erstmal nicht viel in der Hinsicht. Ich liebe einen guten Slow Burn, der sich über mehrere Bände streckt, daher bin ich begeistert! Positiv möchte ich noch hervorheben, dass der Autor als queerer Mann absolut in der Lage ist, authentische, tolle und unterschiedliche weibliche Charaktere zu schreiben - das ist nicht selbstverständlich, denn da gibt es ganz andere Kandidaten, die große Schwierigkeiten damit haben. Der Schreibstil hat mir sehr zugesagt, ich war total gern in Andys Kopf. Ich hoffe, dass die Folgebände auch noch übersetzt werden, denn jetzt will ich unbedingt wissen, wie es weitergeht und welchen Fall Andy als nächstes löst!

Interessant
Eine Geschichte aus der Zeit, wo queer noch strafbar war... Ich fand tatsächlich gerade den Teil der Geschichte mit am interessantesten... aber wir bekommen hier auch noch einen Mordfall der aufgedeckt werden muss🧐 Ich komm nicht drauf,wie der Film hieß,der Schauspieler ist der Jamesbondtyp , aber der zweite Teil hieß the Orion irgendwie 😅 den Vibes hat die Geschichte mir gegeben .
Mir hat ein wenig das Feeling von 1952 gefehlt
Eine schillernde Hommage mit kleinen Schwächen Lev Ac Rosens „Lavender House“ ist ein Whodunit, der mit seinem vielversprechenden Setting und den Anklängen an klassische Krimis à la Agatha Christie aufwartet. Ein queerer Krimi, der im Jahr 1952 angesiedelt ist – diese Kombination hat definitiv das Potenzial, etwas Besonderes zu sein. Und in vielerlei Hinsicht liefert „Lavender House“ auch ab, auch wenn es am Ende nicht ganz für die volle Punktzahl reicht. Die Geschichte beginnt vielversprechend mit dem Tod von Irene Lamontaine, der Matriarchin eines Seifenimperiums, in ihrem abgeschiedenen Anwesen, dem titelgebenden Lavender House. Die Angst, dass ein Mörder unter den Bewohnern weilt, ist greifbar. Hier kommt Evander „Andy“ Mills ins Spiel, ein kürzlich entlassener Polizist, der nach einer Razzia in einer Schwulenbar seinen Job verlor. Andy wird angeheuert, um die Wahrheit aufzudecken, und findet sich schnell in einer Welt wieder, die er so nicht erwartet hätte: eine queere Familie, die in einer Art sicherem Hafen lebt. Diese Prämisse ist faszinierend und bildet das Herzstück des Romans. Rosen gelingt es, eine Atmosphäre zu schaffen, in der die Bedrohung von außen – die gesellschaftliche Stigmatisierung und Verfolgung von Homosexuellen in den 50ern – ständig präsent ist und die innere Spannung des Kriminalfalls verstärkt. Die „Agatha Christie Vibes“ sind spürbar, vor allem durch die begrenzte Anzahl an Verdächtigen, das abgeschlossene Setting und die schrittweise Entschlüsselung von Geheimnissen. Rosen hat ein Talent dafür, Intrigen zu spinnen und den Leser auf falsche Fährten zu locken. Die Charaktere sind vielschichtig und interessant, jeder mit seinen eigenen Motiven und Vergangenheiten. Besonders Andy ist ein sympathischer Protagonist, dessen persönliche Reise und Entwicklung parallel zur Aufklärung des Falls verlaufen. Zudem wurden alle Protagonisten mehr als gut beleuchtet, so dass am Ende nur zwei potenzielle Täter übrigblieben und dort hat das Buch dann auch an Fahrt aufgenommen und den Fokus komplett auf die Auflösung gesetzt. Diese ist sehr schlüssig und wirklich gut zum Ende gebracht. Der größte Kritikpunkt, der einen Stern Abzug bedeutet, ist das „wenige Feeling von 1952“. Obwohl die gesellschaftlichen Umstände für queere Menschen ein zentrales Thema sind und gut umgesetzt werden, wirken andere Aspekte der Darstellung der 50er-Jahre manchmal nicht ganz authentisch oder tief genug ausgearbeitet. Manchmal fühlt es sich eher wie eine moderne Geschichte mit historischen Elementen an als ein Roman, der tief in der Zeit verwurzelt ist. Dies schmälert das Lesevergnügen jedoch nur geringfügig, da die Stärken des Krimis und die queere Thematik überwiegen. Meine Bewertung: 4 Sterne Insgesamt ist „Lavender House“ ein unterhaltsamer und intelligenter Krimi, der frischen Wind in das Whodunit-Genre bringt. Wer auf der Suche nach einem spannenden Fall mit einzigartigem Setting und wichtigen gesellschaftlichen Themen ist, wird hier definitiv fündig. Eine klare Leseempfehlung mit 4 von 5 Sternen

Ein sehr guter Krimi 💜
Lavender House war für mich ein echter Volltreffer, ein Krimi, der nicht nur durch Spannung besticht, sondern auch durch seine einzigartige Atmosphäre und tiefgründige Charaktere. Ich habe das Buch mit großer Begeisterung gelesen und war von Anfang bis Ende gefesselt. Was mir besonders gefallen hat, war die ungewöhnliche Mischung aus klassischem Krimi und gesellschaftskritischem Unterton. Die Handlung spielt im San Francisco der 1950er Jahre, einer Zeit, in der Queerness im Verborgenen leben musste und genau hier setzt die Geschichte an. Ein ehemaliger Polizist, der gerade seinen Job verloren hat, wird beauftragt, einen möglichen Mordfall in einem abgelegenen Anwesen aufzuklären, in dem eine queere Wahlfamilie lebt. Die dadurch entstehende Dynamik war für mich nicht nur spannend, sondern auch bewegend und zutiefst menschlich. Lev AC Rosen hat es geschafft, eine düstere, aber zugleich hoffnungsvolle Welt zu zeichnen, in der es um viel mehr geht als nur um die Auflösung eines Falls. Themen wie Identität, Zugehörigkeit und Akzeptanz werden geschickt in die Handlung eingewoben, ohne den Spannungsbogen aus den Augen zu verlieren. Insgesamt ist Lavender House für mich ein absolut lesenswerter Krimi. atmosphärisch dicht, klug konstruiert und emotional berührend. Ich kann das Buch nur empfehlen, gerade wenn man nach einen Krimi sucht, der über den Tellerrand hinausblickt.

Eine super schönen queere Crimestory
"LAVENDER HOUSE - Wenn Liebe ein Verbrechen ist" ist eine super süße queere Crimestory. Um was geht es (in eigenen Worten): Wir schreiben das Jahr 1952 und "Andy" Evander Mills wurde gerade bei der Polizei entlassen, nachdem er in einer verhängnisvollen Situation erwischt wurde. Ziemlich verzweifelt hängt er, an seinen jetzt freien Tagen, trinkend und mürrisch in einer Bar ab. Bis er von einer wohlhabenden Frau angesprochen wird. Pearl, die Witwe der berühmten und wohlhabenden Irene Lamontaine, Kopf eines Seifenimperiums. Welche leider vor kurzem in ihrem Anwesen , dem Lavenderhouse, verstorben ist. Jetzt stellt sich die Frage - War es ein Unfall, oder ein Mord? Genau das, soll Andy rausfinden. Doch das Lavenderhouse trägt einige Geheimnisse in sich, vor der Welt, aber auch innerhalb des Hauses. "Nur weil wir wissen, was wir sind, und wissen, was die Welt ist, heisst das noch lange nicht, dass wir irgendwas ändern können - weder an dem einen noch an dem anderen." (Seite 239-ebook) Das Buch ist ein ganz klassischer Kriminalroman, dessen Hauptaugenmerk, darauf liegt, den Täter zu entlarven. Also wer auf klassische Krimigeschichten steht, wird hier seinen Spass haben. Das Buch spielt, wie oben schon angemerkt im San Franciso der 50er Jahre. Die Zeit ist noch nicht wirklich bereit für queere Menschen oder generell Menschen, die aus der Masse hervorstechen. Natürlich gibt es sie trotzdem, aber ihr Leben findet im Geheimen statt. Man trifft sich in Clubs und Lokalitäten, verbringt ein paar Stunden miteinander immer mit dem Hintergedanken, dass jederzeit eine Polizeirazzia stattfinden kann, um sie für ihre "illegalen Aktivitäten" zu bestrafen. Anders kennt es Andy auch nicht. Vorallem als Polizist, steht er in der Bredouille, seine beiden Leben soweit wie möglich voneinander getrennt zu halten. Bis er auffliegt. Für ihn war sein Job, sein Leben und deshalb fällt er in ein tiefes Loch, als er diesen verliert. Bis Pearl bei ihm in der Bar, auftaucht und ihn mit in ihr vornehmes Anwesen "Lavenderhouse" nimmt. Umso überraschter ist er, als sich herausstellt, dass sämtliche Bewohner, eine grosse überwiegend queere Familie sind. Hinter den Mauern und Toren des Anwesens können alle so sein, wie sie es sich wünschen. Glücklich und Frei. Zumindest scheint es auf den ersten Blick so. Doch jedes Familienmitglied hat seine Geheimnisse, die er möglichst versuchst vor den anderen Familienmitgliedern zu bewahren. Das jetzt ein Außenstehender in diese Privatsphäre dringt, und das um auch noch ihre Geheimnisse aufzudecken, finden nahezu alle Hausbewohner nicht so toll. Was Andy auch schnell zu spüren bekommt. Doch er lässt sich davon nicht beeindrucken. Das Buch ist super leicht und flüssig zu lesen, es ist spannend und man rätselt gerne mit, wer hinter dem Tod von Irene steckt. Auch ob es überhaupt ein gewaltsamer Tod war. Man lernt die komplette Familie und die Angestellten kennen und auch lieben. Jeder hat seine Macken und Einstellungen, doch trotzdem halten sie zusammen, weil sie alle etwas miteinander verbindet. Den Wunsch einfach leben und zu lieben, wie sie es möchten, und nicht wie die Gesellschaft es für richtig erachtet. Wir haben die Auftragsgeberin Pearl, die wahnsinnig erschüttert ist über den Tod ihrer Frau, und für die klar ist, es muss Mord gewesen sein. Ihren Sohn Henry, der das Unternehmen jetzt leitet und seinen Partner Cliff, der überall außerhalb des Hauses, nur sein Assistent ist. Dann haben wir noch die Scheinehefrau von Henry, Margo. Die das Prestigegesicht des Unternehmens ist, welche aber eigentlich mit Elsie, einer Barinhaberin eine Partnerschaft führt. Nur die Mutter von Margo, die ausser der Belegschaft noch im Anwesen wohnt, ist Single und Hetero und fällt damit in dieser queeren Familie ein bisschen auf. Man merkt schon, es gibt viele Liebeleien, und viele Verbindungen, auch wenn es am Anfang viel erschien, hatte ich die Konstellationen schnell im Kopf, und war nicht überfordert. Alle Geheimnisse sind gut konstruiert und logisch, man fliegt durch die Seiten ohne zu merken wie die Zeit vergeht. Auch wenn viele traurige Themen, wie Diskriminierung und Rassismus angesprochen werden, gibt es immer wieder zwischendurch etwas zu lachen. Vorallem Pat der Butler, hat für einige Schmunzler gesorgt. Alles in allem, einfach ein toller Krimi, der das Thema "Queer" aufgreift, den ich absolut weiterempfehlen kann. Zumindest wenn man nicht unbedingt extrem ausgeklügelte Szenarien erwartet.

Spannend!
[𝕎𝕖𝕣𝕓𝕦𝕟𝕘/ℝ𝕖𝕫𝕖𝕟𝕤𝕚𝕠𝕟𝕤𝕖𝕩𝕖𝕞𝕡𝕝𝕒𝕣] 𝕋𝕚𝕥𝕖𝕝: Lavender House 𝔸𝕦𝕤 𝕕𝕖𝕣 𝔽𝕖𝕕𝕖𝕣 𝕧𝕠𝕟: Lev Ac Rosen 𝕍𝕖𝕣𝕝𝕒𝕘: Second Chances Verlag (HC) // Argon Verlag (Hörbuch) 𝔾𝕖𝕤𝕡𝕣𝕠𝕔𝕙𝕖𝕟 𝕧𝕠𝕟: Oliver Kube 𝔾𝕖𝕝𝕖𝕤𝕖𝕟/𝔾𝕖𝕙𝕠𝕖𝕣𝕥 𝕒𝕦𝕗: Deutsch 𝕌𝕖𝕓𝕖𝕣𝕤𝕖𝕥𝕫𝕥 𝕧𝕠𝕟: Jeannette Bauroth 𝔸𝕧𝕒𝕚𝕝𝕒𝕓𝕝𝕖 𝕚𝕟 𝔼𝕟𝕘𝕝𝕚𝕤𝕙: Yes 𝔽𝕣𝕒𝕘𝕖: Mögt ihr Whodunits? 𝔻𝕣𝕖𝕚 (𝕠𝕕𝕖𝕣 𝕞𝕖𝕙𝕣) 𝕎𝕠𝕖𝕣𝕥𝕖𝕣 𝕫𝕦𝕞 𝔹𝕦𝕔𝕙: Spannend - Miträtseln - Coole Charaktere 𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥: Evander "Andy" Mills steht vor dem aus, nachdem er bei einer Razzia in einer Schwulenbar erwischt worden ist. Doch dann taucht plötzlich Pearl in seinem Leben auf. Pearl will, dass er den Mord an ihrer Frau löst. Gleichzeitig zeigt sie ihm, dass es auch Orte gibt, an denen Leute wie er frei sein können. Doch ist dieser Ort wirklich das Paradies? Oder nur ein Gefängnis mit jeder Menge dunkler Geheimnisse? 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘: Spannend, spannend! Kann ich da nur sagen. Wir bekommen hier einen klassischen Whodunit mit richtig coolen Charakteren und viel Platz zum Miträtseln. ❤️ Familiendrama, dunkle Geheimnisse und viele Lügen gibt es hier zu entdecken. Das Buch bleibt dabei eher ruhig ohne allzu viel Action. Aber mir hat das auch gar nicht gefehlt, denn es gibt so schon genug zu entdecken. 😁 Von super nervigen bis hin zu absoluten Lieblingscharakteren war für mich auch alles dabei. Für mich sind hier keine Wünsche offen geblieben und ich hoffe, noch mehr Fälle von Evander Mills präsentiert zu bekommen. Der Sprecher hat sehr gut zum Buch gepasst und mit seiner ruhigen Stimme die Geschichte perfekt eingefangen. 🫶🏻 𝕃𝕖𝕤𝕖𝕖𝕞𝕡𝕗𝕖𝕙𝕝𝕦𝕟𝕘? Definitiv eine Lese- und Hörempfehlung für alle Fans von klassischen Krimis. ❤️ 𝔼𝕦𝕣𝕖 𝕃𝕚𝕔𝕖𝕪 ☘️

eine queere Crimestory aus dem Second Chances Verlag - und schon bin ich überzeugt. Auch das 50er Jahre-Setting war interessant und ich konnte mir das so richtig gut vorstellen, eine Villa, ein ehemaliger Cop als Privatdetektiv, der herausfinden soll, ob der vermeintliche Unfall nicht doch Mord war, und die Zeit in der es nicht nur verpönt war queer zu sein, sondern wie ein Verbrechen behandelt wird. Ein Haus voller queerer Bewohner und sie alle sind Verdächtige, die man wie Evander "Andy" Mills immer besser kennenlernt und hofft, dass keiner von ihnen der Mörder ist. Die Geschichte ist aus Andy's Ich-Perspektive erzählt und ich mochte ihn sehr als Protagonist. Als man ihn zu Beginn der Geschichte kennenlernt ist er ein gebrochener Mann und als Pearl in aufspürt und mit den Ermittlungen beauftragt, hat sie ihn irgendwie gerettet. Er hat wieder eine Aufgabe, einen Sinn in seinem Leben gefunden und findet wieder zu sich selbst, seinem wahren Ich, Das Buch hat mich richtig gut unterhalten und auch wenn ich geahnt habe, wer der Täter ist, hat es den Spaß am Lesen nicht beeinflusst. Ein richtig guter Auftakt und ich hoffe, dass die weiteren Bände bald übersetzt werden.
Großartiger Reihenaftakt
"Lavender House" ist der Auftakt einer Krimi-Reihe rund um den ehemaligen Polizisten Evander "Andy" Mills. Ich hoffe sehr, dass die weiteren Bände ebenfalls bald auf Deutsch erscheinen, denn ich habe hier definitiv eine neue Lieblingsreihe für mich entdeckt. Alleine das Cover und der Farbschnitt sind wunderschön gestaltet und passen hervorragend zu dem titelgebenden Lavender House, wo sich die Geschichte zum Großteil abspielt. Autor Lev AC Rosen ist es zudem gelungen, mich innerhalb weniger Seiten zu fesseln, was u.a. seinem mitreißenden und einnehmenden Schreibstil geschuldet ist. Die einzelnen Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet, jede Figur wirkt vielschichtig, hat ihre Ecken und Kanten. Besonders schnell ins Herz schloss ich Andy, aus dessen Perspektive die Geschichte erzählt wird. Er besitzt unglaublich viel Tiefe und ist genau die Art von Protagonist, den ich nur allzu gerne über mehrere Bände hinweg begleite. Neben der Aufklärung des Mordes an Irene Lamontaine, der Matriarchin eines Seifenimperiums, macht Andy eine enorme persönliche Entwicklung durch. Das Thema Homosexualität wird hier sehr einfühlsam mit eingebunden. Gleichzeitig macht es aber auch traurig zu lesen, wie sich queere Menschen zu jener Zeit verstecken und ein Leben hinter verschlossenen Türen führen mussten. Andy bei seiner Ermittlungsarbeit über die Schulter zu blicken, machte unheimlich viel Spaß. Der Plot wurde wirklich sehr gut konstruiert, bietet jede Menge Spannung und eine tolle Noir-Atmosphäre. Das einzige, was mir etwas fehlte, war das Gefühl der 50er. Ab und zu vergaß ich ganz, dass "Lavender House" im Jahr 1952 angesiedelt ist. Das ist jedoch mein einzig kleiner Kritikpunkt und den möchte ich auch gar nicht in die Bewertung einfließen lassen, daher volle Punktzahl für diesen tollen Krimi!

Ein queerer Krimi mit viel Gefühl, Liebe und der in den 50er Jahren überall verbreitete Hass
Lavender House von Lev AC Rosen Ein queerer Krimi der einem das Leben in den 50er Jahren so intensiv spiegelt und dabei weder die Liebe noch die Spannung und Freundschaft müssen lässt. Lavender House ist ein Einzelband und passt auch noch gut in die heutige Zeit. Viele Menschen werden aufgrund ihrer Herkunft oder ihrer Gesinnung in der Gesellschaft gemieden, ausgestoßen oder schlecht behandelt. Das alles passiert auch hier Stell Dir vor du bist ein angesehener Polizist, Detektiv sogar und weil die schwul bist und dabei erwischt wirst, bist du plötzlich nichts mehr Du hast keinen Job mehr, keine Wohnung, keine Freunde. Deine alten Kollegen wollen dich lieber verprügeln, als dich noch zu kennen. Aussichtslose Lage, dann kommt eine Frau, sie nimmt dich mit bietet dir einen Job an und bist schlagartig in einer zusammengewürfelten Familie in der alle, sogar die Angestellten im Haus, queer sind. Deine Aufgabe: löse den Mord an Frau deiner Retterin, sofern es Mord ist. Mein Fazit: Hier hat der second Chances Verlag mal wieder den absolut richtigen Riecher bewiesen. Dieses Buch ist richtig gut. Es ist super gut erzählt. Ich könnte mich richtig gut in die Familie einfühlen und habe mit ihnen gelitten und gebetet. Es ist spannend, gefühlvoll, aufklärend und man kann schon rätseln ob Mord oder nicht und dann wer es war. Ich kann es jedem ans Herz legen, der gerne spannende Geschichten liest queere Inhalte mag.

Lavender House Lev AC Rosen Klappentext: Lavender House, 1952: Nach dem Tod der Matriarchin Irene Lamontaine, Kopf des Lamontaine-Seifenimperiums, fürchten die Bewohner des Anwesens, dass sich ein Mörder unter ihnen befindet. Irene hütete streng geheime Rezepturen – doch das sind nicht die einzigen Geheimnisse hinter diesen Toren. Irenes Witwe engagiert Evander »Andy« Mills, einen kürzlich entlassenen Polizisten, um die Wahrheit aufzudecken. Andy, nach einer Razzia in einer Schwulenbar ohne Job, nimmt dankbar an und wird schnell in eine Welt gezogen, in der eine queere Familie in Sicherheit und Freiheit lebt. Doch diese Freiheit hat ihre Grenzen, und bald findet Andy sich in einem Netz aus Intrigen, Eifersucht und alten Familiengeheimnissen wieder. Und Irenes Tod war nur der Anfang … Leseeindruck: Schon das Äußere dieses Buches verspricht viel und das Innere kann das definitiv bestätigen. Ein so so cozy Krimi mit originellen Figuren und einem einzigartigen Setting in einer Zeit, in der „queer“ noch unter Strafen wie wenigstens Aussetzung stand - oft leider noch viel mehr als das. Der Stil ist wunderbar flüssig, gemütlich und trotzdem spannend, Seite für Seite lernt der Leser die Charaktere besser kennen, neue Geheimnisse lüften den Schleier des Verborgenen und der Spannungsbogen bleibt konstant oben. An der Handlung und der Aufklärung der Vorkommnisse gibt es ebenfalls nichts auszusetzen - alles ist logisch aufgebaut und endet sehr zufriedenstellend. Ich jedenfalls habe die Lektüre absolut genossen und vergebe deshalb ⭐️⭐️⭐️⭐️

Queerer Krimi, verpackt in 50er Vibes
1952: Evander „Andy“ Mills ist nach dem Verlust seines Jobs an einem Tiefpunkt, als Pearl Velez in sein Leben tritt. Der Tod ihrer Frau Irene Lamontaine (Kopf des Seifenimperiums Lamontaine) führt sie zu ihm. Denn sie ist davon überzeugt, dass es sich um Mord handelt. Der Ex-Polizist soll sich ihrem Fall annehmen. Somit verschlägt es ihn ins Lavender House. Doch er stellt schnell fest, dass es nicht nur für queere Menschen Schutz bietet, sondern auch Raum für allerlei Lügen und Intrigen. Wird Evander Mills den Fall lösen? *** Lange Zeit habe ich mit dem Buch geliebäugelt, allerdings bin ich kein Krimi-Fan, weshalb ich unentschlossen war. Meine Entscheidung ist gefallen, als ich das Hörbuch gesehen habe. @oliver_kube_sprecher als Hörbuchsprecher? Da kann ich nicht Nein sagen. Er passt perfekt. Hier hat der @argonverlag wieder einmal eine gute Wahl getroffen. Die Geschichte verläuft ruhig und hat trotzdem so einige Spannungsmomente zu bieten. Auch Evander Mills ist eher ein ruhigerer Genosse. Oliver hat hier genau die richtige Stimmung getroffen. @levacrosen versetzt mich in die 50er Jahre zurück. Seine Beschreibungen haben es mir leicht gemacht, ein Gefühl für diese Zeit zu bekommen. Das nebenbei gestreute Wissen zur Seifenherstellung fand ich sehr spannend. Die Charaktere sind ebenfalls gut ausgearbeitet mit ihren Ecken und Kanten, was sie für mich greifbarer gemacht haben. Ich war beim Lesen stets auf der Hut und habe alles und jeden kritisch betrachtet. Die Geschichte zu hören, hat richtig Spaß gemacht. Vielleicht werde ich jetzt doch zum Krimi-Fan? Die Neugierde ist da und mit Band 1 ist noch nicht Schluss. Ich hoffe, der @second_chances_verlag wird die weiteren Bände ebenfalls übersetzen lassen, sodass man Andys Geschichte weiter verfolgen kann. Somit von mir eine klare Leseempfehlung, wenn man queere Geschichte und Krimis mag.
Lavender House überzeugt weniger als klassischer Kriminalroman denn als gesellschaftspolitisch aufgeladene Genreverschiebung. Der Plot lässt sich als „solide“ im Sinne genretypischer Konventionen beschreiben: ein Mord, ein Ermittler, ein Kreis potenziell Schuldiger. Doch genau hier setzt eine interessante Dekonstruktion des Krimi-Genres ein, also das bewusste Unterlaufen vertrauter Erwartungen. Die Frage „Wer war’s?“ tritt in den Hintergrund zugunsten einer viel grundlegenderen: Unter welchen Bedingungen wird Schuld überhaupt verhandelt? Zentral ist dabei das Setting: queeres Leben im Amerika der Nachkriegszeit, geprägt von systematischer Repression. Historisch lässt sich das im Kontext der sogenannten „Lavender Scare“ lesen – einer Verfolgungswelle gegen queere Menschen parallel zur antikommunistischen McCarthy-Ära. Identität wird hier zur Gefahrenquelle, Sichtbarkeit zum Risiko. Genau diese strukturelle Gewalt durchzieht den gesamten Roman. Was Lavender House so besonders macht, ist seine ausgeprägte Figurenpsychologie, also die literarische Ausgestaltung innerer Zustände, Widersprüche und Motivationen. Die Charaktere sind nicht funktional für die Handlung konstruiert, sondern tragen sie. Ihre Beziehungen zueinander sind geprägt von Misstrauen, Fürsorge und einem ständigen Aushandeln von Sicherheit. Das erzeugt eine dichte emotionale Textur, die weit über klassische Spannungsmechaniken hinausgeht. Das titelgebende Haus lässt sich zudem als ein Gegenort innerhalb der Gesellschaft lesen, der eigene Regeln schafft und dominante Normen unterläuft. Es ist Schutzraum und Illusion zugleich – ein Ort, der queere Existenz ermöglicht, sie aber nie vollständig absichern kann. Gerade diese Ambivalenz macht ihn politisch so aufgeladen. Besonders bemerkenswert ist die narrative Haltung. Der Roman operiert mit einer Form von radikaler Empathie – also dem ernsthaften Versuch, marginalisierte Perspektiven nicht nur darzustellen, sondern erfahrbar zu machen, ohne sie zu vereinfachen oder zu idealisieren. Diese Einfühlsamkeit entsteht nicht durch Pathos, sondern durch Präzision in Sprache und Beobachtung. Für mich liegt genau darin die eigentliche Stärke des Buches. Es verschiebt den Fokus vom kriminalistischen Rätsel hin zu Fragen von Zugehörigkeit, Identität und Sichtbarkeit. Dass der Plot dabei nicht „herausragt“, ist fast konsequent – weil das, was wirklich zählt, zwischen den Zeilen passiert.
Übersetzt von Jeannette Bauroth Ich liebe Kriminalromane. Ich liebe alles an ihnen. Das Ambiente, das Rätseln, das 'zwischen den Zeilen', die Atmosphäre. Dass sie immer ähnlichen Mustern folgen und doch jedes Mal so unterschiedlich und vielschichtig sind. Ich liebe die klassische Art, wie die Meisterin Agatha Christie sie schreibt, ich liebe aber auch das Ausbrechen aus dem Schema, das Unkonventionelle, wie bei Josephine Tey, die mein Herz im Sturm erobert hat. Und ich liebe die Atmosphäre, ich habe es schon erwähnt, aber nichts ist so atmosphärisch wie ein Kriminalroman. Er funktioniert zu jeder Jahreszeit, auch wenn er im Herbst natürlich zur Hochform aufläuft und meistens funktioniert er auf jede Weise, auch wenn ein altes Herrenhaus natürlich sein Lieblingsschauplatz ist. Ich habe wieder einen Kriminalroman gelesen mit einem alten Herrenhaus als Handlungsort und obwohl so manch einer behauptet, Kriminalromane würden doch nur einem Schema F folgen, irrt, denn sie können doch auch immer wieder überraschen, so wie "Lavender House" mich überrascht hat. "Lavender House" kommt im Deckmantel eines klassischen Kriminalromans daher. Eine Matriarchin wird in ihrem Haus tot aufgefunden. Zunächst sieht es nach einem Unfall aus, doch so ganz scheint das nicht zu passen und so tritt Evander Mills, ein Ex-Polizist mit ruiniertem Ruf auf die Bühne, der relativ schnell herausfindet, dass der Tod von Irene Lamontaine, Chefin eines Seifen Imperiums alles andere als ein natürlicher Tod gewesen ist und offenbar ein Mörder im Lavender House ein und aus geht. Alles an "Lavender House" schreit nach klassischem Kriminalroman, doch das ist er ganz und gar nicht. Die Geschichte spielt im San Francisco der 1950er Jahre, einer Zeit, in der Queersein gefährlich werden konnte, so auch für den Ex-Polizist Evander Mills, der aufgrund gesellschaftlicher Repressionen seine eigene Homosexualität jahrelang verbergen musste und der nach einer Razzia diese unfreiwillig offen legte und aus dem Polizeidienst entlassen wurde. Doch dann erhält er eine zweite Chance im Lavender House den Tod der Matriarchin Irene Lamontaine aufzuklären und entdeckt, dass das Lavender House noch viel mehr Geheimnisse zu bieten hat, als er sich je vorstellen konnte. Das Buch von Lev AC Rosen hat mich schon nach wenigen Seiten komplett gefangen genommen. Weil es so viel mehr ist als die simple Suche nach einem Mörder, es ist eine Suche nach dem eigenen Selbst, nach dem Ich, das lieben sollte, wen es möchte, nach Hoffnung, Mut, Liebe und wie wichtig es ist zu sich selbst zu stehen, sich selbst zu sehen wie man ist, auch wenn das mehr als schwierig ist in einer Welt, in einer Gesellschaft, die das um jeden Preis verhindern will. "Lavender House" tut auch weh, an mehr als einer Stelle, weil es so unfassbar ungerecht ist und man als Lesende mit aller Kraft hofft, dass die Figuren alle ihr eigenes Happy End und ihre Selbstverwirklichung finden werden. Und das ist einer dieser genialen Schachzüge, die der Autor in seinem Roman vollzieht, in dem er diese ganze Palette an verschiedenen Emotionen bietet, denn man fühlt so mit, dass einem schnell so geht wie der Ermittlerfigur Evander Mills, wir sind schließlich immer noch in einem Kriminalroman und suchen einen Mörder. So wird das eigene Lesen nicht nur das obligatorische Ratespiel, wer es denn nun gewesen ist, sondern mehr als nur einmal ein "Bitte lass xy nicht gewesen sein". "Lavender House" ist ein großartiger, emotionaler, vielschichtiger und genial inszenierter Kriminalroman geworden mit einem übrigens großartigen Ende, der dem klassischen Anspruch des Genres Anerkennung zollt. Das Buch eröffnet Einblicke in queere Lebensrealitäten, die sonst oft unsichtbar bleiben. Es ist aber auch eine wunderschöne Geschichte über Hoffnung, Liebe und Familie geworden, auch wenn es gleichzeitig ein dunkles Kapitel der Verfolgung und Diskriminierung queerer Menschen offen legt, die sich vielleicht im gesetzlichen Bereich bis heute gebessert hat aber in der Gesellschaft immer noch ein Armutszeugnis dargelegt. Sei es in den Kommentarspalten sozialer Medien, in der Politik oder sonstwo. Es geht einfach nur ums Lieben und ums Leben in all seiner Vielfalt Unbedingt lesen. 'Solange die Welt da draußen dieselbe bleibt, ist man in einem Paradies wie diesem hier genauso gefangen wie geschützt." S. 268

Richtig cooler Whodunit! 💫
San Francisco, 1952. Andy wurde gerade unehrenhaft aus dem Polizeidienst entlassen. Schwule haben dort nichts zu suchen. Kurz davor, seinem Leben ein Ende zu setzen, wird er von Pearl kontaktiert. Pearls Ehefrau Irene ist bei einem Unfall ums Leben gekommen. Doch Pearl glaubt nicht an einen Unfalltod und Andy soll das untersuchen. Zuerst denkt Andy, er hat sich verhört, als Pearl von ihrer „Frau“ spricht, doch als er auf dem Anwesen der beiden ankommt, weiß er, er hat sich nicht geirrt. Irene war eine reiche Unternehmerin, die auf dem abgeschotteten Landsitz nicht nur mit Ihrer Frau ein glückliches Leben geführt, sondern auch anderen queeren Menschen einen Platz für ein sorgenfreies Leben geboten hat. Hat einer von diesen Irene getötet? Oder kam die Gefahr von außen? Andy steht vor schwierigen Ermittlungen… Ihr ahnt es, bei Lavender House handelt es sich um einen klassischen Whodunit. Ich habe die Geschichte als Hörbuch gehört. Und ich weiß nicht, ob es an dem Sprecher, der Story oder an der Kombination der beiden lag, auf jeden Fall war ich bereits nach wenigen Worten gefesselt. Anfangs dachte ich, ich muss die Hörgeschwindigkeit etwas nach oben anpassen, aber dann habe ich das Hörbuch doch mit regulärer Geschwindigkeit gehört. Und es war perfekt. Der Sprecher hat eine tolle Klangfarbe und seine Stimme passt wunderbar zu einem Krimi. Die Geschichte selbst hat mich auch überzeugt. Nicht nur, dass man gut miträtseln konnte, da es viele Verdächtige gab, es wurden auch die Probleme und Nöte queerer Menschen in den 1950er Jahren dargelegt. Ich war mir anfangs unsicher, ob diese Kombination gutgeht, aber der Autor hat hier ganze Arbeit geleistet. Am liebsten hätte ich das Hörbuch am Stück durchgehört. Von mir gibt es ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️! - Ich habe das Hörbuch als Rezensionsexemplar erhalten. Meine Meinung ist davon unabhängig. -

Ein guter Auftakt 🌻
Für mich ein guter Auftakt zu der Reihe rund um den ehemaligen Polizisten Evander „Andy“ Mills, der als homosexueller Mann in einer Queer-feindlichen Zeit ermittelt. In einer Zeit, in der Homosexualität nicht erlaubt ist, sogar verboten und regelmäßig das Ziel von Gewalt ist, kämpft er für Gerechtigkeit, als er von der Witwe der Matriarchin Irene Lamontaine beauftragt wird, die Wahrheit zu finden. War ihr Tod ein Unfall? Oder doch ein Mord? Andy fängt an zu ermitteln und taucht ein in ein Netz aus Intrigen, Eifersucht und Familiengeheimnissen, die viel weiter reichen, als er es zu Beginn angenommen hat. Für mich war es ein gelungener Auftakt und auch, wenn ich Andy nicht unbedingt immer so sympathisch fand, konnte ich ohne Probleme in die Geschichte eintauchen. Lev AC Rosen schafft einen realistischen Eindruck von den 1950er Jahren und dem Umgang mit Menschen, die nicht „der Norm“ entsprechen. Ich werde seine Bücher auf jeden Fall weiter verfolgen.

Queere Detektivgeschichte 🕵🏻♂️
Ich war erst am überlegen, wie viele Sterne ich dem Buch gebe, denn es hat seine Längen an einigen Stellen und diese ganze Thematik um Sexualität und Identifikation ist doch sehr einnehmend - teilweise ein wenig zu viel. Aber der Fall, eine klassische Detektivgeschichte, ist durchaus spannend und man ist mit am rätseln, wer der oder die Mörderin ist. Andy ist mir als Charakter sehr sympathisch und ich kann seine Gedankengänge nachvollziehen. Seine Hintergrundgeschichte als schwuler Polizist ist interessant und glaubwürdig, außerdem musste ich da doch sehr an den Film „Freier Fall“ denken. Das Doppelleben, die Maskerade, die fehlende Freiheit. Mit den Bewohnern im Lavender House bin ich aber auch am Ende nicht warm geworden und mir ist da niemand ans Herz gewachsen, weswegen ich über das Ende doch recht froh bin. Ich bin gespannt auf die anderen Teile, sofern sie auf Deutsch erscheinen, und möchte gerne den Weg von Evander weiter verfolgen. <3

Lavender House war für mich ein interessantes Erlebnis! In einer Zeit, in der es gesellschaftlich noch aufs Schlimmste geächtet wurde wenn man queer war, lebt eine Familie sich so aus wie sie ist. Zumindest im privaten. Diskret im eigenen Zuhause, damit niemand davon erfährt. Doch auch im eigenen Heim können schlimme Dinge passieren. In diesem Fall ist jemand zu Tode gekommen aber was tut man, wenn die Polizei im Haus eine Gefahr für die Familie darstellen würde? Richtig... Man engagiert einen gerade unfreiwillig geouteten und frisch entlassenen Ex-Cop um die Umstände des Todes der Hausherrin aufzuklären 🤓 Überraschend vielschichtig, haben wir hier eine Geschichte die sowohl mit Humor als auch Ernsthaftigkeit überzeugen kann und den Finger auf wichtige Themen legt, die auch heute noch aktuell sind! Andy ist ein unglaublich sympathischer Charakter mit dem man mitfühlen kann und den man gerne bei seinen Ermittlungen begleitet, konnte ihn direkt ins Herz schließen 🥹 Insgesamt hatte es für mich etwas von einer ernsthafteren, queeren Version von Knives Out. Ich kann das nicht ganz erklären, musste aber doch sehr schnell an den Film denken. 😂 Eine reiche Familie, ein Todesfall, ein privater Ermittler von außerhalb der überall die Nase rein steckt? Vielleicht deshalb aber ich meine das wirklich absolut positiv. 😂 Ich würde wirklich sehr gut unterhalten, hab mich amüsiert, auch wenn es manchmal ein wenig bedrückend war und kann wirklich nur eine große Empfehlung für dieses Buch aussprechen!
Beinahe hätte ich dieses Buch aufgrund des Untertitels nicht gekauft. »Wenn Liebe ein Verbrechen ist« klang mir zu sehr nach Romance und dem »Forbidden Love«-Trope, und das ist mal so überhaupt nicht mein Fall. Aber die Story um den homosexuellen Ex-Cop Andy im San Francisco der 1950er Jahre und die möglicherweise ermordete Matricharchin einer queeren Familie und Seifendynastie klang einfach zu verlockend. Und ich bin wirklich froh, dass ich diesem Buch eine Chance gegeben habe: Es hat mich gut unterhalten. Dazu hat v. a. die illustre Mischung an Figuren beigetragen, die man allesamt recht schnell ins Herz schließt. Alle sind queer, haben ihre Ecken und Kanten, ihre Wünsche, Sorgen und Ängste. Einziger Wermutstropfen dabei: Die Figur, die für die Geschehnisse verantwortlich ist, ist leider ziemlich offensichtlich. Zwischenzeitlich geraten die Ermittlungen für meinen Geschmack ein wenig zu sehr in den Hintergrund, aber bei der Kürze des Romans (325 Seiten) fällt das kaum auf, denn das Tempo an sich bleibt konstant – wenngleich nicht unbedingt hoch. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Lebensrealität homosexueller Menschen im Kalifornien der 1950er Jahre, das Buch kommt allerdings ohne erhobenen Zeigefinger aus. Ich hatte das Gefühl, dass »Lavender House« gut recherchiert ist, das Setting jedenfalls fühlte sich echt an. Ich hoffe, dass auch die Folgebände – bisher 3 an der Zahl – in naher Zukunft übersetzt werden, denn ich möchte wirklich wissen, wie es mit Andy & Co. weitergeht. Ein gelungener Reihenauftakt, der zu unterhalten weiß.
✨ Rezension | Lavender House – Lev AC Rosen ✨ Ich bin wirklich positiv überrascht worden! 🪻 Lavender House war mein erstes queeres Krimi-Buch und ich hab’s quasi in einem Rutsch durchgesuchtet – abwechselnd als Hörbuch und als Print. Die Stimme des Sprechers ist super angenehm und der Schreibstil sehr flüssig. Die Atmosphäre des Buches hat mir direkt gefallen: düster, spannend, aber gleichzeitig auch voller Wärme, Humor und kleinen Flirtereien. ✨ Besonders beeindruckt hat mich, wie gut der Autor die Thematik des Queerseins in den 50ern eingeflochten hat – eine Zeit, in der es nicht nur schwierig, sondern lebensgefährlich sein konnte, offen zu leben. Das hat der Geschichte eine besondere Tiefe gegeben. Und hat auch nochmal aufgezeigt, das „anders sein“ auch in Büchern thematisiert werden muss, besonders in der heutigen Zeit, und den aktuellen Entwicklungen in unserer Gesellschaft! Ein Highlight für mich war auch der Aspekt rund um die Seifenfirma 🫧 – die Beschreibungen, wie die Seifen entstehen und welche Arbeit dahintersteckt, fand ich einfach faszinierend und total atmosphärisch. Vor allem liebe ich alles mit Lavendel 😅☺️ Der Kriminalfall selbst tritt manchmal in den Hintergrund, weil das Buch mehr Charakterstudie als klassischer Krimi ist. Aber trotzdem wurde ich sehr gut unterhalten! Das Ende hab ich so tatsächlich absolut nicht kommen sehen und fand es richtig gut! Alles in allem: ein spannender, humorvoller und berührender Krimi, der mich total überzeugt hat. Absolute Leseempfehlung! 🥰

Ich wollte dieses Buch richtig gerne mögen. Die Prämisse: Queeres whodunnit mit historischem Setting. Im Marketing werden Vergleiche zu Agatha Christie oder Knives Out gezogen. Leider konnte mich das Buch absolut nicht abholen. Das E-Book hat nur 242 Seiten und ich hab’ mich einfach nur durchgequält. Ich fand die Geschichte relativ langweilig, ich musste mich wirklich zum Weiterlesen zwingen. Die Charaktere konnten mich leider auch nicht überzeugen, aber mein Hauptproblem war, dass ich den Mystery/Crime-Aspekt einfach total ungelungen finde. Bei mir kam einfach keine Spannung auf, jede Wendung war vorhersehbar. Schade. (Rezensionsexemplar)
Knifes Out x Sherlock Holmes queer Edition? So fühlt sich diese Geschichte an. Erstmal vorab: Dieses Cover ist wunder- wunderschön! Dann zum Inhalt: Was an der Oberfläche wie das Lösen eines mysteriösen Todesfalls aussieht, entpuppt sich schnell als Gesellschaftskritik um die Themen systematische und internalisierte Queerfeindlichkeit, Schutzräume schaffen und wahren, Wichtigkeit von Community und Lavender-Marriages. Tatsächlich nicht unweit der Realität. in der Queersein teilweise hinter vorgehaltener Hand oder falschem Lächeln verdrängt wird, um sich sicher zu fühlen. In einem spannenden Setting begleiten wir also einen Ermittler, der nicht nur die Geheimnisse der Bewohner*innen des Lavender House offenbart, sondern auch seine innere Entwicklung und Identität erkundet. Ein ganz tolles Buch, das ich als Hörbuch tatsächlich sogar noch besser fand!
Spannend, atmosphärisch und emotional. Knives Out trifft auf Sherlock Holmes trifft auf Agatha Christie!
Der Klappentext verspricht nicht zu viel - das Buch entführt Leser:innen in das San Francisco der 50er Jahre. Aber wo der Charme dieser Zeit ist, sind auch die Schwierigkeiten für queere Menschen. In bester Agatha-Christie-Manier baut Lev Rosen die Stimmung in Lavender House auf - das Anwesen als Zufluchtsort und Gefängnis, Tatort eines Mordes und Hüter vieler Geheimnisse und Intrigen. Wer aus dem engsten Kreis der Familie ist für den Mord der Matriarchin des Seifenimperiums verantwortlich? Andy Mills, ein schwuler Ex-Polizist wird als Ermittler engagiert und prompt in eine komplizierte Familiengeschichte verwickelt, in der nichts ist, wie es von außen scheint. Ich habe mitgefiebert, gelacht und gelitten - die minimal vorhersehbare Lösung des Falls lässt nur auf einen kohärenten Aufbau des Falls schließen - vollkommen sauber und logisch. Packend erzählt und großartig einfühlsam übersetzt, eine unfassbar relevante Lektüre! Klare Leseempfehlung für alle Agatha-Christie-Fans und alle, die nicht vor Nervenkitzel und emotionaler Tiefe zurückschrecken.
Ein richtig spannender Krimi im San Francisco der 50er mit queeren Personen im Fokus und ganz viel Found Family.
Ich mag Krimis gerne, vor allem, wenn sie in eine eher gemütliche Richtung gehen. "Lavender House" ist im Grunde ein Krimi, aber noch viel mehr als das. Es ist eine spannende Ermittlung im Setting der 1950er Jahre in San Francisco. Wir sind in einem alten Herrenhaus unterwegs und Ermittler Evander wird tief in die Familie hineingezogen, in denen das Unglück geschehen ist. Wer gerne Found Family mag, der bekommt hier eine so wahnsinnig tolle Geschichte erzählt. Im Lavender House leben ganz viele queere Personen zusammen und entziehen sich den Konventionen der damaligen Zeit. Gepaart mit der mysteriösen, bedrohlichen Atmosphäre des Lavender House hat die Geschichte eine unwahrscheinlich tolle Atmosphäre inne und ich wollte immer und immer weiterlesen. Die Figuren sind allesamt sehr plastisch; geheimnisvoll und Evander gegenüber nicht immer offen. Jeder hat sein Päckchen zu tragen, auch Ermittler Evander selbst, aber gemeinsam schaffen es die Figuren, sich gegenseitig Halt und Unterstützung zu geben. Der Kriminalfall an sich lädt zum Miträtseln ein und hat mich stellenweise an Agatha Christie erinnert, was ein großes Kompliment ist. Die Auflösung habe ich nicht kommen sehen und es war ein wunderbares Vergnügen, die Geschichte zu lesen. Der Verlag hat verraten, dass es ein Wiedersehen mit Evander Mills geben wird und ich freue mich sehr darauf.
Ein queerer Ermittler, der schon alle Hoffnung aufgegeben hat, findet durch einen Fall neue Hoffnung
Evander " Andy" Mills sieht nach einem Missgeschick, der ihm den Job gekostet hat, kein Licht am Horizont. Während eines Bartaufenthalts wird er von der frisch verwitweten Pearl beauftragt den plötzlichen Tod ihrer Frau Irene Lamontaine herauszufinden. Er wird zum Lavender House eingeladen, um den Vorfall genauer untersuchen zu können und die Frage zu beantworten: " Handelt es sich um Mord, oder war es einfach nur ein tragischer Unfall?" Doch was er dort findet ist mehr als nur die Antwort auf diesen Fall. Die Geschichte spielt im Jahr 1952, in der sich die "queerer" Welt hinter verschlossenen Vorhängen abspielt und man sich als queerer Person als jemand anderes darstellen muss, um zu überleben. Ich war zu Beginn eher skeptisch, ob ich das Buch durchziehen werde. Sie wirkte vom Setting her sehr düster und teilweise auch deprimierend, was auch durch das Jahr, in der die Geschichte spielt, verständlich ist. Der Hauptcharakter hat mich zu Beginn einiges an Nerven gekostet durch seine deprimierende Denkweise, obwohl diese sehr verständlich war. Knapp die Hälfte des Buches habe ich gebraucht, um ein Gefühl für die Geschichte zu bekommen, aber danach habe ich das Buch verschlungen. Eva der macht eine kleine Veränderung durch, was ich gehofft hatte und obwohl ich eigentlich eher auf sonnige Kerlchen ( mit einer gewissen Ernsthaftigkeit) gehe, fing ich an Eva der zu mögen. Das Ende kam dann doch sehr abrupt und lässt mich hoffen, dass mehr kommen wird.
Lavender House fand ich von der Geschichte her sehr interessant, aber letztendlich konnte sie mich auch nicht völlig überzeugen. Manche Aspekte fand ich zu einfach gelöst und das mit rätseln war irgendwie schwer, da nicht all zu viel ins Detail gegangen worden ist bzw. auch zum Teil an vielen Ecken etwas passiert ist. Das konnte ich oft nicht ganz in einen gemeinsamen Kontext bringen. Grundsätzlich fand ich aber spannend, dass fast jeder Charakter irgendwie ein Grund hatte, an dem Mord beteiligt zu sein. Zudem hatte jeder irgendwie ein Geheimnis, dass er bewahren wollte. Was mir auch etwas gefehlt hatte, war der Stil der 50er Jahre. Davon ist irgendwie nur sehr wenig rüber gekommen. Die Story hätte genauso gut, auch in der aktuellen Zeit spielen können und es wäre mir nicht aufgefallen. Das liegt vermutlich daran, dass die Story hauptsächlich im Lavender House geschieht und der Protagonist Evander nur selten das Setting wechselt. Bewusst kann ich mich gerade auch nur an zwei weitere Orte erinnern und einer davon ist sogar nur vor der Haustür des Lavender House. Wo wir gerade schon bei Evander als Protagonist sind. Mir hat er als Prota gut gefallen. Ich fand es gut, dass er in einigen Aspekten sehr hartnäckig ist und sich vor allem nicht abschrecken lässt. Es gab eine Szene mit einer Lavendelseife, die ich persönlich dann aber auch schon ekelig fand.

Für mich ist „Lavender House“ mehr als ein Krimi. Es ist ein leises, aber mutiges Buch, das nachhallt – und das mir gezeigt hat, wie viel Kraft in einer Geschichte steckt, die ehrlich ist.
Ich wusste ehrlich gesagt nicht genau, was mich erwartet, aber „Lavender House“ hat mich überrascht – auf die beste Art. Die Geschichte spielt im San Francisco der 1950er, aber nicht in dem gängigen Noir-Stil, den man vielleicht vermutet. Stattdessen ist es ein Queer Crime Noir, das sich mutig, klug und gleichzeitig sehr menschlich mit Themen wie Identität, Zugehörigkeit und Freiheit auseinandersetzt. Die Hauptfigur, Andy Mills, ist ein Ex-Polizist, der nach seinem Outing alles verliert – bis er in ein Mordrätsel im „Lavender House“ hineingezogen wird: einem abgelegenen Anwesen, das wie ein Safe Space für queere Menschen funktioniert. Die Atmosphäre dort ist gleichzeitig faszinierend und bedrückend – wie eine Parallelwelt, in der sich jede Figur auf eine andere Weise mit dem Versteckspiel in der Gesellschaft arrangiert hat. Was mich besonders berührt hat, war die zarte Melancholie, die über der ganzen Geschichte liegt. Es geht um mehr als nur den Mordfall – es geht darum, gesehen zu werden. Und genau das macht das Buch so besonders. 🔍 Der Kriminalfall selbst ist solide und clever konstruiert – keine übertriebene Action, eher ein ruhiger, psychologischer Aufbau. Wer Cozy Crimes oder klassische Whodunits mag, wird das hier definitiv feiern – aber eben mit einem queeren, sehr menschlichen Twist. 💬 Was mir am meisten in Erinnerung geblieben ist: Die Fragen, die das Buch stellt. „Was ist ein Zuhause, wenn du dein wahres Ich verstecken musst?“ Und: „Was passiert, wenn du plötzlich an einem Ort bist, wo du es nicht mehr musst?“
Schimanski wiederbelebt
Wer „Schimanski“ noch kennt, kommt hier wohl voll auf seine Kosten. Ein derber Kriminalist, der nicht mehr bei der Polizei sein darf, weil er sich ein wenig unflätig benommen hat, ruscht in ein Milieu, dass genau nach seiner Kragenweite ist. Ein vermeintlicher Todesfall, den er aufklären soll, wird zu einer Reise ins Unbekannte, denn hier erwartet ihn nicht nur ein sonderbarer Fall, sondern es könnte zu einem goldenen Käfig für den abgehalfterten Kommissar werden. Die Personen, die gemeinsam in einem Haus leben und um die Tote trauern, werden hier wunderbar beschrieben. Einzelne, sonderbare Charakter, Andy, wie ihn seine Freunde nennen, schwankt zwischen Mord und tragischem Unfall und lange Zeit kommt er nicht hinter das Geheimnis dieses Falles, in den er mehr oder weniger bei Nacht und Nebel hineingeschliddert ist. Eine tolle Story, ein nicht alltäglicher Fall und ein Schreibstil, der einen unaufhörlich weitertreibt! Eine Story, deren Schreibweise in einer Leserschaft zunehmend Anhänger finden wird! Von mir daher 5 von 5 Sternen. Ein nicht-actiongeladener Krimi; mal ganz anders als das, was es sonst auf dem Büchermarkt zu finden gibt!
Sehr spannend
Lavender House ist ein historischer Krimi, der mich von der ersten Seite an gepackt hat. Die Geschichte ist fesselnd und voller Atmosphäre, sodass man sich direkt in die Zeit hineinversetzt fühlt. Besonders gut gefallen hat mir der Schreibstil von Lev AC Rosen – er ist flüssig, klar und gleichzeitig detailreich, sodass man mühelos in die Handlung eintauchen kann. Obwohl die Kapitel teilweise sehr lang sind, passen sie perfekt zur Erzählweise und unterstreichen die Stimmung des Romans. Statt langatmig zu wirken, tragen sie dazu bei, die Spannung aufrechtzuerhalten und die Figuren sowie ihre Geheimnisse intensiv zu beleuchten. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe wirklich jede Gelegenheit genutzt, um weiterzulesen. Die Mischung aus historischer Kulisse, spannender Krimihandlung und fein gezeichneten Charakteren hat mich komplett überzeugt. Lavender House ist ein Krimi, der nicht nur spannend, sondern auch atmosphärisch und einzigartig ist – absolut empfehlenswert!
Description
Lavender House, 1952: Nach dem Tod der Matriarchin Irene Lamontaine, Kopf des Lamontaine-Seifenimperiums, fürchten die Bewohner des Anwesens, dass sich ein Mörder unter ihnen befindet. Irene hütete streng geheime Rezepturen – doch das sind nicht die einzigen Geheimnisse hinter diesen Toren.
Irenes Witwe engagiert Evander »Andy« Mills, einen kürzlich entlassenen Polizisten, um die Wahrheit aufzudecken. Andy, nach einer Razzia in einer Schwulenbar ohne Job, nimmt dankbar an und wird schnell in eine Welt gezogen, in der eine queere Familie in Sicherheit und Freiheit lebt.
Doch diese Freiheit hat ihre Grenzen, und bald findet Andy sich in einem Netz aus Intrigen, Eifersucht und alten Familiengeheimnissen wieder. Und Irenes Tod war nur der Anfang …
Book Information
Author Description
Lev Rosen schreibt Bücher für Leser:innen aller Altersgruppen. Sein Buch "Camp" wurde unter anderem von Forbes, Elle und The Today Show als bestes Buch des Jahres ausgezeichnet und für zahlreiche Preise nominiert. Er lebt mit seinem Mann und einer sehr kleinen Katze in New York City.
Posts
San Francisco in den 1950ern, eine Zeit in der Homophobie den Menschen das Recht einräumte andere zu diskriminieren, zu verprügeln oder anderweitig zu schikanieren. Evander Mills ein ehemaliger Polizist wurde suspendiert, weil man ihn bei einer Razzia in einer Schwulenbar ertappt hatte. Ohne eine Zukunftsperspektive und Akzeptanz in der Gesellschaft bleibt ihm nicht mehr viel, doch in dieser ausweglosen Situation bietet sich ihm die Möglichkeit als Privatdetektiv an einem Mordfall zu arbeiten. Was er nicht ahnt ist, dass ihm dieser Job eine vollkommen neue Sicht eröffnet. Normalerweise lese ich keine Krimis, es ist einfach nicht mein Genre, aber dieser hier klang für mich dermaßen interessant, dass ich über meinen eigenen Schatten gesprungen bin und ich muss sagen, dass es eine sehr gute Entscheidung gewesen war. Das es queere Menschen in der Zeit nicht leicht hatten war mir bewusst aber diese Geschichte vermittelt die Lebensrealität der damaligen Zeit so authentisch das ich schnell merkte das es mir gar nicht richtig bewusst war, wie es damals gewesen war. Die Willkür der „normalen“ Menschen und die Akzeptanz des Verhaltens in der Gesellschaft war für mich stellenweise sehr erschreckend. Aber das Buch hatte auch schöne Seiten, den Zusammenhalt von Familie und Freunden, Perspektiven für queere Menschen, so klein sie auch sein mochten. So wirkte das Buch nicht mahnend oder zu düster. Das Erzähltempo ist eher langsam. Die Handlung und auch das ganze Drumherum entwickeln sich eher langsam aber das passt zu dem was erzählt wird und war nie langatmig oder langweilig. Ganz im Gegenteil, durch das mäßige Erzähltempo war die Atmosphäre besonders gut zu spüren. Die Spannung ist ebenfalls moderat aber nicht langweilig. Der Sprecher hat eine klare, warme Stimme und eine wunderbare Artikulation, die die Handlung lebendig werden lässt. Die Betonung und der Rhythmus passen perfekt zum Inhalt und den Figuren, denen er allen eine eigene Stimmlage gegeben hat, so dass sie gut zu unterscheiden waren. Seine Stimme ist sehr angenehm und fesselnd und trägt einen durch das Hörbuch und ich habe ihm gerne die ganze Zeit zugehört. Fazit: Ich hätte nicht gedacht das ein Krimi mich dermaßen fesselt und bin glücklich, dass das so war. Nicht nur die interessante Handlung, sondern auch die Einblicke in das Leben der queeren Gesellschaft in den 50iger Jahren haben mich sehr bewegt. Selten habe ich mich beim lesen so gefühlt und die Handlung so bewusst wahrgenommen. Von mir definitiv eine klare Hörempfehlung
Evander Mills, auch Andy genannt, wird unehrenhaft wegen sittenwidrigem Verhalten bei dir Polizei entlassen. Er überlegt sich zu betrinken und seinem Leben ein Ende zu setzen, als er in einer Bar den Auftrag bekommt, die Todesumstände um Irene Lamontaine zu untersuchen. Die Frau lebte eher abgeschieden und in Gesellschaft von Leuten, deren "Neigungen" nicht akzeptabel für den Rest der Welt zu dieser Zeit sind. Für Andy schon, denn er teilt diese. Aufgrund jener Abgeschiedenheit vermutet die Ehefrau der Toten aber auch einen eventuellen Mörder unter den Mitbewohnern. Aber war es wirklich Mord, wo Irene doch eigentlich einen Ort der Sicherheit für ihr Wahlfamilie geschaffen hat oder eben doch nur ein tragischer Unfall? Mit dem Lavender House hat die Story ein tolles Setting bekommen, in dem ich mich echt gern aufgehalten habe. Es war spannend das Haus und seine Bewohner kennenzulernen. Gut abgeschottet von der Außenwelt um sie zu schützen, aber auch so, dass man sich wie in einem goldenen Käfig fühlen könnte. Die Mitglieder der Familie sind Alle relativ unterschiedlich und ich glaube, dass man eigentlich Alle wirklich gut kennenlernt. Man findet so manche sympathischer als andere, sonst wäre es ja auch langweilig. Einige fühlen sich freier als andere und manche tragen Dinge aus ihrer Vergangenheit mit sich herum, ohne dass der Rest darüber Bescheid weiß. Was ziemliche negative Auswirkungen haben kann. Ich habe mir die ganze Zeit über die Frage gestellt, ob Jemand aus der Familie etwas mit Irenes Tod zu tun hat und wenn ja, wem würde ich es zutrauen. Ich verstehe absolut die Annehmlichkeiten eines solchen Ortes, vorallem wenn man außerhalb dieser Mauern der Willkür und Verfolgung ausgesetzt ist. Zumindest wenn man Homosexuell ist und dies Jemand herausfindet. In die Methoden und das Verhalten anderes Denkender bekommt man auch gute Einblicke. Mit Andy hat die Handlung einen so wahnsinnig sympathisch Dreh- und Angelpunkt, dass man einfach dranbleiben möchte. Dazu gesellen sich dann noch ein absolut angenehmer, atmosphärischer und einnehmender Schreibstil, der so durch die Seiten führt, dass man auch ganz schnell die Zeit vergisst. Fazit Ich bin hin und weg von diesem Buch. Es war spannend, aber auch zum Wohlfühlen. Diese Mischung aus dunklen Geheimnissen, etwas Drama, Krimi und Familienangelegenheiten ist einfach wahnsinnig unterhaltsam. Und das ohne, dass es wirklich Action gab. Es war eher entspannt und das empfand ich hier als ziemlich angenehm. Es passte zu den Rahmenbedingungen. Das Ende klingt definitiv nach Abschluss, aber vielleicht auch nach etwas Neuem. Ich bin absolut positiv überrascht und gespannt, ob wir noch einmal was von Evander Mills lesen werden. Auf jeden Fall gibt es hier 5 Sterne von mir
Das Buch hat mich positiv überrascht. Ich bin ja kein Fan von versnobbten Familien, aber diese Story hat mir wirklich sehr gut gefallen. Der Schreibstil war gut zu lesen. Die Kapitelwaren zwar recht lang, aber in diesem Fall passte es perfekt! Man wird direkt in die Story geworfen und erfährt, dass Evander Mills Polizist war und schwul ist, soweit nicht schlimm, aber in den 50er Jahren in America schon. Er will sich nämlich was antun... Nachdem in einem Club eine Razzia durchgeführt wurde bei der er mit heruntergelassenen Hosen erwischt wurde. Seine Polizei-Kollegen haben ihn daraufhin wie dreck behandelt. Dann trifft er jedoch Pearl, die ihm ein Angebot macht, welches er nicht ableht. Er soll herausfinden, ob Pearls Frau Irene ermordet wurde oder ob ihr Tod ein Unfall war. Weit draußen im Lavender House. Irene wsr eine Lamontaine, das heißt ihr gehörte eine Seifen-Unternehmen. Nach Evanders Zusage, herauszufinden was passiert ist, geht es zum Lavender House, wo jeder machen kann, was er will, da von außen niemand hereinkommt. Quasi eine Zuflucht für queere Menschen, die Hauptsächlich in der Lamontaine-Familie vorhanden sind. Auf dem Weg der Lösung muss Evander einiges mitmachen und bei einigen Forschungen spielt man ihm auch sehr übel mit. Ich war sehr froh, dass er in Lavender House war und dort sein konnte wie er wollte. Das er jedoch ermitteln musste, passte dem eine oder anderen nicht, aber das hat ihn nicht gestört!!! Vielen Dank an dieser Stelle für dieses wunderbare #Rezensionsexemplar aus dem #secondchancesverlag 🥰😘🥰
San Francisco in den 50er Jahren. Evander Mills ist grade aus dem Polizeidienst entlassen worden, weil seine Kollegen ihn bei einer Razzia in einem queeren Club auf der Toilette erwischt haben. Als er sich in einer Bar volllaufen lässt und mit Suizidgedanken zu kämpfen hat, taucht eine Frau namens Pearl auf. Sie möchte Andy als Privatermittler engagieren, damit er den Mord an ihrer Frau aufklärt, denn ja, Pearl war mit der großen Seifenherstellerin Irene Lamontaine verheiratet - natürlich nicht offiziell, aber die beiden haben sich so betrachtet. Da Andy nichts mehr zu verlieren hat und das Geld gebrauchen kann, willigt er ein, für eine Weile im Lavender House zu leben und zu ermitteln. Dort findet er einen sicheren Ort für queere Menschen vor, den er sich so nie hätte träumen lassen. Zwischen beginnender Freundschaft und Familienstreitigkeiten, gilt es aber auch den Mord aufzuklären. Wer hat's getan? Lavender House ist ein klassischer Whodunnit im Stil von Agatha Christie und Co. Mir hat die Geschichte so unglaublich gut gefallen, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Andy ist ein wunderbarer Hauptcharakter, stark und fähig, aber auch gebrochen, weil er seinen Job verloren hat und in gewissen Kreisen geoutet ist. Er lernt im Laufe der Story, dass die Welt deshalb nicht untergeht, sondern auch schöne Tage vor ihm liegen werden. Der restliche Cast ist einfach großartig. Irenes und Pearls Sohn Henry ist mit Cliff liiert, aber offiziell mit Margo verheiratet, die wiederum in Wirklichkeit mit Elsie (einer Barbesitzerin) zusammen ist. Auch der Butler ist schwul, aber single, und die Köchin und die Gärtnerin sind ein Paar. Die einzige, die etwas aus der Reihe fällt, ist Margos Mutter, die auch dort leben darf. Ich habe mich nicht nur in Andy, sondern in fast alle verliebt. Neben den spannenden Ermittlungen gibt es immer wieder Sätze, die mich als queere Person zum Nicken oder Weinen gebracht haben. Natürlich zieht sich in diesem Buch der Zeit wegen eine unfassbare Homofeindlichkeit durch die Seiten. Außerhalb von Lavender House muss eine Fassade aufrechterhalten werden und es gibt eine besonders schlimme Szene, in der Andy von ehemaligen Kollegen verprügelt wird. Dadurch lernt er in Elsies Bar immerhin einen ehemaligen Arzt kennen, der ihn versorgt und das hat mein trauriges Herz wieder erwärmt. Liebe spielt natürlich eine große Rolle, weil es hier mehrere Paare gibt, Andy selbst hat aber (noch) keine richtige Lovestory. Besagter ehemaliger Arzt taucht nur einmal auf und ist sehr wahrscheinlich der zukünftige Love Interest, aber in diesem Band passiert erstmal nicht viel in der Hinsicht. Ich liebe einen guten Slow Burn, der sich über mehrere Bände streckt, daher bin ich begeistert! Positiv möchte ich noch hervorheben, dass der Autor als queerer Mann absolut in der Lage ist, authentische, tolle und unterschiedliche weibliche Charaktere zu schreiben - das ist nicht selbstverständlich, denn da gibt es ganz andere Kandidaten, die große Schwierigkeiten damit haben. Der Schreibstil hat mir sehr zugesagt, ich war total gern in Andys Kopf. Ich hoffe, dass die Folgebände auch noch übersetzt werden, denn jetzt will ich unbedingt wissen, wie es weitergeht und welchen Fall Andy als nächstes löst!

Interessant
Eine Geschichte aus der Zeit, wo queer noch strafbar war... Ich fand tatsächlich gerade den Teil der Geschichte mit am interessantesten... aber wir bekommen hier auch noch einen Mordfall der aufgedeckt werden muss🧐 Ich komm nicht drauf,wie der Film hieß,der Schauspieler ist der Jamesbondtyp , aber der zweite Teil hieß the Orion irgendwie 😅 den Vibes hat die Geschichte mir gegeben .
Mir hat ein wenig das Feeling von 1952 gefehlt
Eine schillernde Hommage mit kleinen Schwächen Lev Ac Rosens „Lavender House“ ist ein Whodunit, der mit seinem vielversprechenden Setting und den Anklängen an klassische Krimis à la Agatha Christie aufwartet. Ein queerer Krimi, der im Jahr 1952 angesiedelt ist – diese Kombination hat definitiv das Potenzial, etwas Besonderes zu sein. Und in vielerlei Hinsicht liefert „Lavender House“ auch ab, auch wenn es am Ende nicht ganz für die volle Punktzahl reicht. Die Geschichte beginnt vielversprechend mit dem Tod von Irene Lamontaine, der Matriarchin eines Seifenimperiums, in ihrem abgeschiedenen Anwesen, dem titelgebenden Lavender House. Die Angst, dass ein Mörder unter den Bewohnern weilt, ist greifbar. Hier kommt Evander „Andy“ Mills ins Spiel, ein kürzlich entlassener Polizist, der nach einer Razzia in einer Schwulenbar seinen Job verlor. Andy wird angeheuert, um die Wahrheit aufzudecken, und findet sich schnell in einer Welt wieder, die er so nicht erwartet hätte: eine queere Familie, die in einer Art sicherem Hafen lebt. Diese Prämisse ist faszinierend und bildet das Herzstück des Romans. Rosen gelingt es, eine Atmosphäre zu schaffen, in der die Bedrohung von außen – die gesellschaftliche Stigmatisierung und Verfolgung von Homosexuellen in den 50ern – ständig präsent ist und die innere Spannung des Kriminalfalls verstärkt. Die „Agatha Christie Vibes“ sind spürbar, vor allem durch die begrenzte Anzahl an Verdächtigen, das abgeschlossene Setting und die schrittweise Entschlüsselung von Geheimnissen. Rosen hat ein Talent dafür, Intrigen zu spinnen und den Leser auf falsche Fährten zu locken. Die Charaktere sind vielschichtig und interessant, jeder mit seinen eigenen Motiven und Vergangenheiten. Besonders Andy ist ein sympathischer Protagonist, dessen persönliche Reise und Entwicklung parallel zur Aufklärung des Falls verlaufen. Zudem wurden alle Protagonisten mehr als gut beleuchtet, so dass am Ende nur zwei potenzielle Täter übrigblieben und dort hat das Buch dann auch an Fahrt aufgenommen und den Fokus komplett auf die Auflösung gesetzt. Diese ist sehr schlüssig und wirklich gut zum Ende gebracht. Der größte Kritikpunkt, der einen Stern Abzug bedeutet, ist das „wenige Feeling von 1952“. Obwohl die gesellschaftlichen Umstände für queere Menschen ein zentrales Thema sind und gut umgesetzt werden, wirken andere Aspekte der Darstellung der 50er-Jahre manchmal nicht ganz authentisch oder tief genug ausgearbeitet. Manchmal fühlt es sich eher wie eine moderne Geschichte mit historischen Elementen an als ein Roman, der tief in der Zeit verwurzelt ist. Dies schmälert das Lesevergnügen jedoch nur geringfügig, da die Stärken des Krimis und die queere Thematik überwiegen. Meine Bewertung: 4 Sterne Insgesamt ist „Lavender House“ ein unterhaltsamer und intelligenter Krimi, der frischen Wind in das Whodunit-Genre bringt. Wer auf der Suche nach einem spannenden Fall mit einzigartigem Setting und wichtigen gesellschaftlichen Themen ist, wird hier definitiv fündig. Eine klare Leseempfehlung mit 4 von 5 Sternen

Ein sehr guter Krimi 💜
Lavender House war für mich ein echter Volltreffer, ein Krimi, der nicht nur durch Spannung besticht, sondern auch durch seine einzigartige Atmosphäre und tiefgründige Charaktere. Ich habe das Buch mit großer Begeisterung gelesen und war von Anfang bis Ende gefesselt. Was mir besonders gefallen hat, war die ungewöhnliche Mischung aus klassischem Krimi und gesellschaftskritischem Unterton. Die Handlung spielt im San Francisco der 1950er Jahre, einer Zeit, in der Queerness im Verborgenen leben musste und genau hier setzt die Geschichte an. Ein ehemaliger Polizist, der gerade seinen Job verloren hat, wird beauftragt, einen möglichen Mordfall in einem abgelegenen Anwesen aufzuklären, in dem eine queere Wahlfamilie lebt. Die dadurch entstehende Dynamik war für mich nicht nur spannend, sondern auch bewegend und zutiefst menschlich. Lev AC Rosen hat es geschafft, eine düstere, aber zugleich hoffnungsvolle Welt zu zeichnen, in der es um viel mehr geht als nur um die Auflösung eines Falls. Themen wie Identität, Zugehörigkeit und Akzeptanz werden geschickt in die Handlung eingewoben, ohne den Spannungsbogen aus den Augen zu verlieren. Insgesamt ist Lavender House für mich ein absolut lesenswerter Krimi. atmosphärisch dicht, klug konstruiert und emotional berührend. Ich kann das Buch nur empfehlen, gerade wenn man nach einen Krimi sucht, der über den Tellerrand hinausblickt.

Eine super schönen queere Crimestory
"LAVENDER HOUSE - Wenn Liebe ein Verbrechen ist" ist eine super süße queere Crimestory. Um was geht es (in eigenen Worten): Wir schreiben das Jahr 1952 und "Andy" Evander Mills wurde gerade bei der Polizei entlassen, nachdem er in einer verhängnisvollen Situation erwischt wurde. Ziemlich verzweifelt hängt er, an seinen jetzt freien Tagen, trinkend und mürrisch in einer Bar ab. Bis er von einer wohlhabenden Frau angesprochen wird. Pearl, die Witwe der berühmten und wohlhabenden Irene Lamontaine, Kopf eines Seifenimperiums. Welche leider vor kurzem in ihrem Anwesen , dem Lavenderhouse, verstorben ist. Jetzt stellt sich die Frage - War es ein Unfall, oder ein Mord? Genau das, soll Andy rausfinden. Doch das Lavenderhouse trägt einige Geheimnisse in sich, vor der Welt, aber auch innerhalb des Hauses. "Nur weil wir wissen, was wir sind, und wissen, was die Welt ist, heisst das noch lange nicht, dass wir irgendwas ändern können - weder an dem einen noch an dem anderen." (Seite 239-ebook) Das Buch ist ein ganz klassischer Kriminalroman, dessen Hauptaugenmerk, darauf liegt, den Täter zu entlarven. Also wer auf klassische Krimigeschichten steht, wird hier seinen Spass haben. Das Buch spielt, wie oben schon angemerkt im San Franciso der 50er Jahre. Die Zeit ist noch nicht wirklich bereit für queere Menschen oder generell Menschen, die aus der Masse hervorstechen. Natürlich gibt es sie trotzdem, aber ihr Leben findet im Geheimen statt. Man trifft sich in Clubs und Lokalitäten, verbringt ein paar Stunden miteinander immer mit dem Hintergedanken, dass jederzeit eine Polizeirazzia stattfinden kann, um sie für ihre "illegalen Aktivitäten" zu bestrafen. Anders kennt es Andy auch nicht. Vorallem als Polizist, steht er in der Bredouille, seine beiden Leben soweit wie möglich voneinander getrennt zu halten. Bis er auffliegt. Für ihn war sein Job, sein Leben und deshalb fällt er in ein tiefes Loch, als er diesen verliert. Bis Pearl bei ihm in der Bar, auftaucht und ihn mit in ihr vornehmes Anwesen "Lavenderhouse" nimmt. Umso überraschter ist er, als sich herausstellt, dass sämtliche Bewohner, eine grosse überwiegend queere Familie sind. Hinter den Mauern und Toren des Anwesens können alle so sein, wie sie es sich wünschen. Glücklich und Frei. Zumindest scheint es auf den ersten Blick so. Doch jedes Familienmitglied hat seine Geheimnisse, die er möglichst versuchst vor den anderen Familienmitgliedern zu bewahren. Das jetzt ein Außenstehender in diese Privatsphäre dringt, und das um auch noch ihre Geheimnisse aufzudecken, finden nahezu alle Hausbewohner nicht so toll. Was Andy auch schnell zu spüren bekommt. Doch er lässt sich davon nicht beeindrucken. Das Buch ist super leicht und flüssig zu lesen, es ist spannend und man rätselt gerne mit, wer hinter dem Tod von Irene steckt. Auch ob es überhaupt ein gewaltsamer Tod war. Man lernt die komplette Familie und die Angestellten kennen und auch lieben. Jeder hat seine Macken und Einstellungen, doch trotzdem halten sie zusammen, weil sie alle etwas miteinander verbindet. Den Wunsch einfach leben und zu lieben, wie sie es möchten, und nicht wie die Gesellschaft es für richtig erachtet. Wir haben die Auftragsgeberin Pearl, die wahnsinnig erschüttert ist über den Tod ihrer Frau, und für die klar ist, es muss Mord gewesen sein. Ihren Sohn Henry, der das Unternehmen jetzt leitet und seinen Partner Cliff, der überall außerhalb des Hauses, nur sein Assistent ist. Dann haben wir noch die Scheinehefrau von Henry, Margo. Die das Prestigegesicht des Unternehmens ist, welche aber eigentlich mit Elsie, einer Barinhaberin eine Partnerschaft führt. Nur die Mutter von Margo, die ausser der Belegschaft noch im Anwesen wohnt, ist Single und Hetero und fällt damit in dieser queeren Familie ein bisschen auf. Man merkt schon, es gibt viele Liebeleien, und viele Verbindungen, auch wenn es am Anfang viel erschien, hatte ich die Konstellationen schnell im Kopf, und war nicht überfordert. Alle Geheimnisse sind gut konstruiert und logisch, man fliegt durch die Seiten ohne zu merken wie die Zeit vergeht. Auch wenn viele traurige Themen, wie Diskriminierung und Rassismus angesprochen werden, gibt es immer wieder zwischendurch etwas zu lachen. Vorallem Pat der Butler, hat für einige Schmunzler gesorgt. Alles in allem, einfach ein toller Krimi, der das Thema "Queer" aufgreift, den ich absolut weiterempfehlen kann. Zumindest wenn man nicht unbedingt extrem ausgeklügelte Szenarien erwartet.

Spannend!
[𝕎𝕖𝕣𝕓𝕦𝕟𝕘/ℝ𝕖𝕫𝕖𝕟𝕤𝕚𝕠𝕟𝕤𝕖𝕩𝕖𝕞𝕡𝕝𝕒𝕣] 𝕋𝕚𝕥𝕖𝕝: Lavender House 𝔸𝕦𝕤 𝕕𝕖𝕣 𝔽𝕖𝕕𝕖𝕣 𝕧𝕠𝕟: Lev Ac Rosen 𝕍𝕖𝕣𝕝𝕒𝕘: Second Chances Verlag (HC) // Argon Verlag (Hörbuch) 𝔾𝕖𝕤𝕡𝕣𝕠𝕔𝕙𝕖𝕟 𝕧𝕠𝕟: Oliver Kube 𝔾𝕖𝕝𝕖𝕤𝕖𝕟/𝔾𝕖𝕙𝕠𝕖𝕣𝕥 𝕒𝕦𝕗: Deutsch 𝕌𝕖𝕓𝕖𝕣𝕤𝕖𝕥𝕫𝕥 𝕧𝕠𝕟: Jeannette Bauroth 𝔸𝕧𝕒𝕚𝕝𝕒𝕓𝕝𝕖 𝕚𝕟 𝔼𝕟𝕘𝕝𝕚𝕤𝕙: Yes 𝔽𝕣𝕒𝕘𝕖: Mögt ihr Whodunits? 𝔻𝕣𝕖𝕚 (𝕠𝕕𝕖𝕣 𝕞𝕖𝕙𝕣) 𝕎𝕠𝕖𝕣𝕥𝕖𝕣 𝕫𝕦𝕞 𝔹𝕦𝕔𝕙: Spannend - Miträtseln - Coole Charaktere 𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥: Evander "Andy" Mills steht vor dem aus, nachdem er bei einer Razzia in einer Schwulenbar erwischt worden ist. Doch dann taucht plötzlich Pearl in seinem Leben auf. Pearl will, dass er den Mord an ihrer Frau löst. Gleichzeitig zeigt sie ihm, dass es auch Orte gibt, an denen Leute wie er frei sein können. Doch ist dieser Ort wirklich das Paradies? Oder nur ein Gefängnis mit jeder Menge dunkler Geheimnisse? 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘: Spannend, spannend! Kann ich da nur sagen. Wir bekommen hier einen klassischen Whodunit mit richtig coolen Charakteren und viel Platz zum Miträtseln. ❤️ Familiendrama, dunkle Geheimnisse und viele Lügen gibt es hier zu entdecken. Das Buch bleibt dabei eher ruhig ohne allzu viel Action. Aber mir hat das auch gar nicht gefehlt, denn es gibt so schon genug zu entdecken. 😁 Von super nervigen bis hin zu absoluten Lieblingscharakteren war für mich auch alles dabei. Für mich sind hier keine Wünsche offen geblieben und ich hoffe, noch mehr Fälle von Evander Mills präsentiert zu bekommen. Der Sprecher hat sehr gut zum Buch gepasst und mit seiner ruhigen Stimme die Geschichte perfekt eingefangen. 🫶🏻 𝕃𝕖𝕤𝕖𝕖𝕞𝕡𝕗𝕖𝕙𝕝𝕦𝕟𝕘? Definitiv eine Lese- und Hörempfehlung für alle Fans von klassischen Krimis. ❤️ 𝔼𝕦𝕣𝕖 𝕃𝕚𝕔𝕖𝕪 ☘️

eine queere Crimestory aus dem Second Chances Verlag - und schon bin ich überzeugt. Auch das 50er Jahre-Setting war interessant und ich konnte mir das so richtig gut vorstellen, eine Villa, ein ehemaliger Cop als Privatdetektiv, der herausfinden soll, ob der vermeintliche Unfall nicht doch Mord war, und die Zeit in der es nicht nur verpönt war queer zu sein, sondern wie ein Verbrechen behandelt wird. Ein Haus voller queerer Bewohner und sie alle sind Verdächtige, die man wie Evander "Andy" Mills immer besser kennenlernt und hofft, dass keiner von ihnen der Mörder ist. Die Geschichte ist aus Andy's Ich-Perspektive erzählt und ich mochte ihn sehr als Protagonist. Als man ihn zu Beginn der Geschichte kennenlernt ist er ein gebrochener Mann und als Pearl in aufspürt und mit den Ermittlungen beauftragt, hat sie ihn irgendwie gerettet. Er hat wieder eine Aufgabe, einen Sinn in seinem Leben gefunden und findet wieder zu sich selbst, seinem wahren Ich, Das Buch hat mich richtig gut unterhalten und auch wenn ich geahnt habe, wer der Täter ist, hat es den Spaß am Lesen nicht beeinflusst. Ein richtig guter Auftakt und ich hoffe, dass die weiteren Bände bald übersetzt werden.
Großartiger Reihenaftakt
"Lavender House" ist der Auftakt einer Krimi-Reihe rund um den ehemaligen Polizisten Evander "Andy" Mills. Ich hoffe sehr, dass die weiteren Bände ebenfalls bald auf Deutsch erscheinen, denn ich habe hier definitiv eine neue Lieblingsreihe für mich entdeckt. Alleine das Cover und der Farbschnitt sind wunderschön gestaltet und passen hervorragend zu dem titelgebenden Lavender House, wo sich die Geschichte zum Großteil abspielt. Autor Lev AC Rosen ist es zudem gelungen, mich innerhalb weniger Seiten zu fesseln, was u.a. seinem mitreißenden und einnehmenden Schreibstil geschuldet ist. Die einzelnen Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet, jede Figur wirkt vielschichtig, hat ihre Ecken und Kanten. Besonders schnell ins Herz schloss ich Andy, aus dessen Perspektive die Geschichte erzählt wird. Er besitzt unglaublich viel Tiefe und ist genau die Art von Protagonist, den ich nur allzu gerne über mehrere Bände hinweg begleite. Neben der Aufklärung des Mordes an Irene Lamontaine, der Matriarchin eines Seifenimperiums, macht Andy eine enorme persönliche Entwicklung durch. Das Thema Homosexualität wird hier sehr einfühlsam mit eingebunden. Gleichzeitig macht es aber auch traurig zu lesen, wie sich queere Menschen zu jener Zeit verstecken und ein Leben hinter verschlossenen Türen führen mussten. Andy bei seiner Ermittlungsarbeit über die Schulter zu blicken, machte unheimlich viel Spaß. Der Plot wurde wirklich sehr gut konstruiert, bietet jede Menge Spannung und eine tolle Noir-Atmosphäre. Das einzige, was mir etwas fehlte, war das Gefühl der 50er. Ab und zu vergaß ich ganz, dass "Lavender House" im Jahr 1952 angesiedelt ist. Das ist jedoch mein einzig kleiner Kritikpunkt und den möchte ich auch gar nicht in die Bewertung einfließen lassen, daher volle Punktzahl für diesen tollen Krimi!

Ein queerer Krimi mit viel Gefühl, Liebe und der in den 50er Jahren überall verbreitete Hass
Lavender House von Lev AC Rosen Ein queerer Krimi der einem das Leben in den 50er Jahren so intensiv spiegelt und dabei weder die Liebe noch die Spannung und Freundschaft müssen lässt. Lavender House ist ein Einzelband und passt auch noch gut in die heutige Zeit. Viele Menschen werden aufgrund ihrer Herkunft oder ihrer Gesinnung in der Gesellschaft gemieden, ausgestoßen oder schlecht behandelt. Das alles passiert auch hier Stell Dir vor du bist ein angesehener Polizist, Detektiv sogar und weil die schwul bist und dabei erwischt wirst, bist du plötzlich nichts mehr Du hast keinen Job mehr, keine Wohnung, keine Freunde. Deine alten Kollegen wollen dich lieber verprügeln, als dich noch zu kennen. Aussichtslose Lage, dann kommt eine Frau, sie nimmt dich mit bietet dir einen Job an und bist schlagartig in einer zusammengewürfelten Familie in der alle, sogar die Angestellten im Haus, queer sind. Deine Aufgabe: löse den Mord an Frau deiner Retterin, sofern es Mord ist. Mein Fazit: Hier hat der second Chances Verlag mal wieder den absolut richtigen Riecher bewiesen. Dieses Buch ist richtig gut. Es ist super gut erzählt. Ich könnte mich richtig gut in die Familie einfühlen und habe mit ihnen gelitten und gebetet. Es ist spannend, gefühlvoll, aufklärend und man kann schon rätseln ob Mord oder nicht und dann wer es war. Ich kann es jedem ans Herz legen, der gerne spannende Geschichten liest queere Inhalte mag.

Lavender House Lev AC Rosen Klappentext: Lavender House, 1952: Nach dem Tod der Matriarchin Irene Lamontaine, Kopf des Lamontaine-Seifenimperiums, fürchten die Bewohner des Anwesens, dass sich ein Mörder unter ihnen befindet. Irene hütete streng geheime Rezepturen – doch das sind nicht die einzigen Geheimnisse hinter diesen Toren. Irenes Witwe engagiert Evander »Andy« Mills, einen kürzlich entlassenen Polizisten, um die Wahrheit aufzudecken. Andy, nach einer Razzia in einer Schwulenbar ohne Job, nimmt dankbar an und wird schnell in eine Welt gezogen, in der eine queere Familie in Sicherheit und Freiheit lebt. Doch diese Freiheit hat ihre Grenzen, und bald findet Andy sich in einem Netz aus Intrigen, Eifersucht und alten Familiengeheimnissen wieder. Und Irenes Tod war nur der Anfang … Leseeindruck: Schon das Äußere dieses Buches verspricht viel und das Innere kann das definitiv bestätigen. Ein so so cozy Krimi mit originellen Figuren und einem einzigartigen Setting in einer Zeit, in der „queer“ noch unter Strafen wie wenigstens Aussetzung stand - oft leider noch viel mehr als das. Der Stil ist wunderbar flüssig, gemütlich und trotzdem spannend, Seite für Seite lernt der Leser die Charaktere besser kennen, neue Geheimnisse lüften den Schleier des Verborgenen und der Spannungsbogen bleibt konstant oben. An der Handlung und der Aufklärung der Vorkommnisse gibt es ebenfalls nichts auszusetzen - alles ist logisch aufgebaut und endet sehr zufriedenstellend. Ich jedenfalls habe die Lektüre absolut genossen und vergebe deshalb ⭐️⭐️⭐️⭐️

Queerer Krimi, verpackt in 50er Vibes
1952: Evander „Andy“ Mills ist nach dem Verlust seines Jobs an einem Tiefpunkt, als Pearl Velez in sein Leben tritt. Der Tod ihrer Frau Irene Lamontaine (Kopf des Seifenimperiums Lamontaine) führt sie zu ihm. Denn sie ist davon überzeugt, dass es sich um Mord handelt. Der Ex-Polizist soll sich ihrem Fall annehmen. Somit verschlägt es ihn ins Lavender House. Doch er stellt schnell fest, dass es nicht nur für queere Menschen Schutz bietet, sondern auch Raum für allerlei Lügen und Intrigen. Wird Evander Mills den Fall lösen? *** Lange Zeit habe ich mit dem Buch geliebäugelt, allerdings bin ich kein Krimi-Fan, weshalb ich unentschlossen war. Meine Entscheidung ist gefallen, als ich das Hörbuch gesehen habe. @oliver_kube_sprecher als Hörbuchsprecher? Da kann ich nicht Nein sagen. Er passt perfekt. Hier hat der @argonverlag wieder einmal eine gute Wahl getroffen. Die Geschichte verläuft ruhig und hat trotzdem so einige Spannungsmomente zu bieten. Auch Evander Mills ist eher ein ruhigerer Genosse. Oliver hat hier genau die richtige Stimmung getroffen. @levacrosen versetzt mich in die 50er Jahre zurück. Seine Beschreibungen haben es mir leicht gemacht, ein Gefühl für diese Zeit zu bekommen. Das nebenbei gestreute Wissen zur Seifenherstellung fand ich sehr spannend. Die Charaktere sind ebenfalls gut ausgearbeitet mit ihren Ecken und Kanten, was sie für mich greifbarer gemacht haben. Ich war beim Lesen stets auf der Hut und habe alles und jeden kritisch betrachtet. Die Geschichte zu hören, hat richtig Spaß gemacht. Vielleicht werde ich jetzt doch zum Krimi-Fan? Die Neugierde ist da und mit Band 1 ist noch nicht Schluss. Ich hoffe, der @second_chances_verlag wird die weiteren Bände ebenfalls übersetzen lassen, sodass man Andys Geschichte weiter verfolgen kann. Somit von mir eine klare Leseempfehlung, wenn man queere Geschichte und Krimis mag.
Lavender House überzeugt weniger als klassischer Kriminalroman denn als gesellschaftspolitisch aufgeladene Genreverschiebung. Der Plot lässt sich als „solide“ im Sinne genretypischer Konventionen beschreiben: ein Mord, ein Ermittler, ein Kreis potenziell Schuldiger. Doch genau hier setzt eine interessante Dekonstruktion des Krimi-Genres ein, also das bewusste Unterlaufen vertrauter Erwartungen. Die Frage „Wer war’s?“ tritt in den Hintergrund zugunsten einer viel grundlegenderen: Unter welchen Bedingungen wird Schuld überhaupt verhandelt? Zentral ist dabei das Setting: queeres Leben im Amerika der Nachkriegszeit, geprägt von systematischer Repression. Historisch lässt sich das im Kontext der sogenannten „Lavender Scare“ lesen – einer Verfolgungswelle gegen queere Menschen parallel zur antikommunistischen McCarthy-Ära. Identität wird hier zur Gefahrenquelle, Sichtbarkeit zum Risiko. Genau diese strukturelle Gewalt durchzieht den gesamten Roman. Was Lavender House so besonders macht, ist seine ausgeprägte Figurenpsychologie, also die literarische Ausgestaltung innerer Zustände, Widersprüche und Motivationen. Die Charaktere sind nicht funktional für die Handlung konstruiert, sondern tragen sie. Ihre Beziehungen zueinander sind geprägt von Misstrauen, Fürsorge und einem ständigen Aushandeln von Sicherheit. Das erzeugt eine dichte emotionale Textur, die weit über klassische Spannungsmechaniken hinausgeht. Das titelgebende Haus lässt sich zudem als ein Gegenort innerhalb der Gesellschaft lesen, der eigene Regeln schafft und dominante Normen unterläuft. Es ist Schutzraum und Illusion zugleich – ein Ort, der queere Existenz ermöglicht, sie aber nie vollständig absichern kann. Gerade diese Ambivalenz macht ihn politisch so aufgeladen. Besonders bemerkenswert ist die narrative Haltung. Der Roman operiert mit einer Form von radikaler Empathie – also dem ernsthaften Versuch, marginalisierte Perspektiven nicht nur darzustellen, sondern erfahrbar zu machen, ohne sie zu vereinfachen oder zu idealisieren. Diese Einfühlsamkeit entsteht nicht durch Pathos, sondern durch Präzision in Sprache und Beobachtung. Für mich liegt genau darin die eigentliche Stärke des Buches. Es verschiebt den Fokus vom kriminalistischen Rätsel hin zu Fragen von Zugehörigkeit, Identität und Sichtbarkeit. Dass der Plot dabei nicht „herausragt“, ist fast konsequent – weil das, was wirklich zählt, zwischen den Zeilen passiert.
Übersetzt von Jeannette Bauroth Ich liebe Kriminalromane. Ich liebe alles an ihnen. Das Ambiente, das Rätseln, das 'zwischen den Zeilen', die Atmosphäre. Dass sie immer ähnlichen Mustern folgen und doch jedes Mal so unterschiedlich und vielschichtig sind. Ich liebe die klassische Art, wie die Meisterin Agatha Christie sie schreibt, ich liebe aber auch das Ausbrechen aus dem Schema, das Unkonventionelle, wie bei Josephine Tey, die mein Herz im Sturm erobert hat. Und ich liebe die Atmosphäre, ich habe es schon erwähnt, aber nichts ist so atmosphärisch wie ein Kriminalroman. Er funktioniert zu jeder Jahreszeit, auch wenn er im Herbst natürlich zur Hochform aufläuft und meistens funktioniert er auf jede Weise, auch wenn ein altes Herrenhaus natürlich sein Lieblingsschauplatz ist. Ich habe wieder einen Kriminalroman gelesen mit einem alten Herrenhaus als Handlungsort und obwohl so manch einer behauptet, Kriminalromane würden doch nur einem Schema F folgen, irrt, denn sie können doch auch immer wieder überraschen, so wie "Lavender House" mich überrascht hat. "Lavender House" kommt im Deckmantel eines klassischen Kriminalromans daher. Eine Matriarchin wird in ihrem Haus tot aufgefunden. Zunächst sieht es nach einem Unfall aus, doch so ganz scheint das nicht zu passen und so tritt Evander Mills, ein Ex-Polizist mit ruiniertem Ruf auf die Bühne, der relativ schnell herausfindet, dass der Tod von Irene Lamontaine, Chefin eines Seifen Imperiums alles andere als ein natürlicher Tod gewesen ist und offenbar ein Mörder im Lavender House ein und aus geht. Alles an "Lavender House" schreit nach klassischem Kriminalroman, doch das ist er ganz und gar nicht. Die Geschichte spielt im San Francisco der 1950er Jahre, einer Zeit, in der Queersein gefährlich werden konnte, so auch für den Ex-Polizist Evander Mills, der aufgrund gesellschaftlicher Repressionen seine eigene Homosexualität jahrelang verbergen musste und der nach einer Razzia diese unfreiwillig offen legte und aus dem Polizeidienst entlassen wurde. Doch dann erhält er eine zweite Chance im Lavender House den Tod der Matriarchin Irene Lamontaine aufzuklären und entdeckt, dass das Lavender House noch viel mehr Geheimnisse zu bieten hat, als er sich je vorstellen konnte. Das Buch von Lev AC Rosen hat mich schon nach wenigen Seiten komplett gefangen genommen. Weil es so viel mehr ist als die simple Suche nach einem Mörder, es ist eine Suche nach dem eigenen Selbst, nach dem Ich, das lieben sollte, wen es möchte, nach Hoffnung, Mut, Liebe und wie wichtig es ist zu sich selbst zu stehen, sich selbst zu sehen wie man ist, auch wenn das mehr als schwierig ist in einer Welt, in einer Gesellschaft, die das um jeden Preis verhindern will. "Lavender House" tut auch weh, an mehr als einer Stelle, weil es so unfassbar ungerecht ist und man als Lesende mit aller Kraft hofft, dass die Figuren alle ihr eigenes Happy End und ihre Selbstverwirklichung finden werden. Und das ist einer dieser genialen Schachzüge, die der Autor in seinem Roman vollzieht, in dem er diese ganze Palette an verschiedenen Emotionen bietet, denn man fühlt so mit, dass einem schnell so geht wie der Ermittlerfigur Evander Mills, wir sind schließlich immer noch in einem Kriminalroman und suchen einen Mörder. So wird das eigene Lesen nicht nur das obligatorische Ratespiel, wer es denn nun gewesen ist, sondern mehr als nur einmal ein "Bitte lass xy nicht gewesen sein". "Lavender House" ist ein großartiger, emotionaler, vielschichtiger und genial inszenierter Kriminalroman geworden mit einem übrigens großartigen Ende, der dem klassischen Anspruch des Genres Anerkennung zollt. Das Buch eröffnet Einblicke in queere Lebensrealitäten, die sonst oft unsichtbar bleiben. Es ist aber auch eine wunderschöne Geschichte über Hoffnung, Liebe und Familie geworden, auch wenn es gleichzeitig ein dunkles Kapitel der Verfolgung und Diskriminierung queerer Menschen offen legt, die sich vielleicht im gesetzlichen Bereich bis heute gebessert hat aber in der Gesellschaft immer noch ein Armutszeugnis dargelegt. Sei es in den Kommentarspalten sozialer Medien, in der Politik oder sonstwo. Es geht einfach nur ums Lieben und ums Leben in all seiner Vielfalt Unbedingt lesen. 'Solange die Welt da draußen dieselbe bleibt, ist man in einem Paradies wie diesem hier genauso gefangen wie geschützt." S. 268

Richtig cooler Whodunit! 💫
San Francisco, 1952. Andy wurde gerade unehrenhaft aus dem Polizeidienst entlassen. Schwule haben dort nichts zu suchen. Kurz davor, seinem Leben ein Ende zu setzen, wird er von Pearl kontaktiert. Pearls Ehefrau Irene ist bei einem Unfall ums Leben gekommen. Doch Pearl glaubt nicht an einen Unfalltod und Andy soll das untersuchen. Zuerst denkt Andy, er hat sich verhört, als Pearl von ihrer „Frau“ spricht, doch als er auf dem Anwesen der beiden ankommt, weiß er, er hat sich nicht geirrt. Irene war eine reiche Unternehmerin, die auf dem abgeschotteten Landsitz nicht nur mit Ihrer Frau ein glückliches Leben geführt, sondern auch anderen queeren Menschen einen Platz für ein sorgenfreies Leben geboten hat. Hat einer von diesen Irene getötet? Oder kam die Gefahr von außen? Andy steht vor schwierigen Ermittlungen… Ihr ahnt es, bei Lavender House handelt es sich um einen klassischen Whodunit. Ich habe die Geschichte als Hörbuch gehört. Und ich weiß nicht, ob es an dem Sprecher, der Story oder an der Kombination der beiden lag, auf jeden Fall war ich bereits nach wenigen Worten gefesselt. Anfangs dachte ich, ich muss die Hörgeschwindigkeit etwas nach oben anpassen, aber dann habe ich das Hörbuch doch mit regulärer Geschwindigkeit gehört. Und es war perfekt. Der Sprecher hat eine tolle Klangfarbe und seine Stimme passt wunderbar zu einem Krimi. Die Geschichte selbst hat mich auch überzeugt. Nicht nur, dass man gut miträtseln konnte, da es viele Verdächtige gab, es wurden auch die Probleme und Nöte queerer Menschen in den 1950er Jahren dargelegt. Ich war mir anfangs unsicher, ob diese Kombination gutgeht, aber der Autor hat hier ganze Arbeit geleistet. Am liebsten hätte ich das Hörbuch am Stück durchgehört. Von mir gibt es ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️! - Ich habe das Hörbuch als Rezensionsexemplar erhalten. Meine Meinung ist davon unabhängig. -

Ein guter Auftakt 🌻
Für mich ein guter Auftakt zu der Reihe rund um den ehemaligen Polizisten Evander „Andy“ Mills, der als homosexueller Mann in einer Queer-feindlichen Zeit ermittelt. In einer Zeit, in der Homosexualität nicht erlaubt ist, sogar verboten und regelmäßig das Ziel von Gewalt ist, kämpft er für Gerechtigkeit, als er von der Witwe der Matriarchin Irene Lamontaine beauftragt wird, die Wahrheit zu finden. War ihr Tod ein Unfall? Oder doch ein Mord? Andy fängt an zu ermitteln und taucht ein in ein Netz aus Intrigen, Eifersucht und Familiengeheimnissen, die viel weiter reichen, als er es zu Beginn angenommen hat. Für mich war es ein gelungener Auftakt und auch, wenn ich Andy nicht unbedingt immer so sympathisch fand, konnte ich ohne Probleme in die Geschichte eintauchen. Lev AC Rosen schafft einen realistischen Eindruck von den 1950er Jahren und dem Umgang mit Menschen, die nicht „der Norm“ entsprechen. Ich werde seine Bücher auf jeden Fall weiter verfolgen.

Queere Detektivgeschichte 🕵🏻♂️
Ich war erst am überlegen, wie viele Sterne ich dem Buch gebe, denn es hat seine Längen an einigen Stellen und diese ganze Thematik um Sexualität und Identifikation ist doch sehr einnehmend - teilweise ein wenig zu viel. Aber der Fall, eine klassische Detektivgeschichte, ist durchaus spannend und man ist mit am rätseln, wer der oder die Mörderin ist. Andy ist mir als Charakter sehr sympathisch und ich kann seine Gedankengänge nachvollziehen. Seine Hintergrundgeschichte als schwuler Polizist ist interessant und glaubwürdig, außerdem musste ich da doch sehr an den Film „Freier Fall“ denken. Das Doppelleben, die Maskerade, die fehlende Freiheit. Mit den Bewohnern im Lavender House bin ich aber auch am Ende nicht warm geworden und mir ist da niemand ans Herz gewachsen, weswegen ich über das Ende doch recht froh bin. Ich bin gespannt auf die anderen Teile, sofern sie auf Deutsch erscheinen, und möchte gerne den Weg von Evander weiter verfolgen. <3

Lavender House war für mich ein interessantes Erlebnis! In einer Zeit, in der es gesellschaftlich noch aufs Schlimmste geächtet wurde wenn man queer war, lebt eine Familie sich so aus wie sie ist. Zumindest im privaten. Diskret im eigenen Zuhause, damit niemand davon erfährt. Doch auch im eigenen Heim können schlimme Dinge passieren. In diesem Fall ist jemand zu Tode gekommen aber was tut man, wenn die Polizei im Haus eine Gefahr für die Familie darstellen würde? Richtig... Man engagiert einen gerade unfreiwillig geouteten und frisch entlassenen Ex-Cop um die Umstände des Todes der Hausherrin aufzuklären 🤓 Überraschend vielschichtig, haben wir hier eine Geschichte die sowohl mit Humor als auch Ernsthaftigkeit überzeugen kann und den Finger auf wichtige Themen legt, die auch heute noch aktuell sind! Andy ist ein unglaublich sympathischer Charakter mit dem man mitfühlen kann und den man gerne bei seinen Ermittlungen begleitet, konnte ihn direkt ins Herz schließen 🥹 Insgesamt hatte es für mich etwas von einer ernsthafteren, queeren Version von Knives Out. Ich kann das nicht ganz erklären, musste aber doch sehr schnell an den Film denken. 😂 Eine reiche Familie, ein Todesfall, ein privater Ermittler von außerhalb der überall die Nase rein steckt? Vielleicht deshalb aber ich meine das wirklich absolut positiv. 😂 Ich würde wirklich sehr gut unterhalten, hab mich amüsiert, auch wenn es manchmal ein wenig bedrückend war und kann wirklich nur eine große Empfehlung für dieses Buch aussprechen!
Beinahe hätte ich dieses Buch aufgrund des Untertitels nicht gekauft. »Wenn Liebe ein Verbrechen ist« klang mir zu sehr nach Romance und dem »Forbidden Love«-Trope, und das ist mal so überhaupt nicht mein Fall. Aber die Story um den homosexuellen Ex-Cop Andy im San Francisco der 1950er Jahre und die möglicherweise ermordete Matricharchin einer queeren Familie und Seifendynastie klang einfach zu verlockend. Und ich bin wirklich froh, dass ich diesem Buch eine Chance gegeben habe: Es hat mich gut unterhalten. Dazu hat v. a. die illustre Mischung an Figuren beigetragen, die man allesamt recht schnell ins Herz schließt. Alle sind queer, haben ihre Ecken und Kanten, ihre Wünsche, Sorgen und Ängste. Einziger Wermutstropfen dabei: Die Figur, die für die Geschehnisse verantwortlich ist, ist leider ziemlich offensichtlich. Zwischenzeitlich geraten die Ermittlungen für meinen Geschmack ein wenig zu sehr in den Hintergrund, aber bei der Kürze des Romans (325 Seiten) fällt das kaum auf, denn das Tempo an sich bleibt konstant – wenngleich nicht unbedingt hoch. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Lebensrealität homosexueller Menschen im Kalifornien der 1950er Jahre, das Buch kommt allerdings ohne erhobenen Zeigefinger aus. Ich hatte das Gefühl, dass »Lavender House« gut recherchiert ist, das Setting jedenfalls fühlte sich echt an. Ich hoffe, dass auch die Folgebände – bisher 3 an der Zahl – in naher Zukunft übersetzt werden, denn ich möchte wirklich wissen, wie es mit Andy & Co. weitergeht. Ein gelungener Reihenauftakt, der zu unterhalten weiß.
✨ Rezension | Lavender House – Lev AC Rosen ✨ Ich bin wirklich positiv überrascht worden! 🪻 Lavender House war mein erstes queeres Krimi-Buch und ich hab’s quasi in einem Rutsch durchgesuchtet – abwechselnd als Hörbuch und als Print. Die Stimme des Sprechers ist super angenehm und der Schreibstil sehr flüssig. Die Atmosphäre des Buches hat mir direkt gefallen: düster, spannend, aber gleichzeitig auch voller Wärme, Humor und kleinen Flirtereien. ✨ Besonders beeindruckt hat mich, wie gut der Autor die Thematik des Queerseins in den 50ern eingeflochten hat – eine Zeit, in der es nicht nur schwierig, sondern lebensgefährlich sein konnte, offen zu leben. Das hat der Geschichte eine besondere Tiefe gegeben. Und hat auch nochmal aufgezeigt, das „anders sein“ auch in Büchern thematisiert werden muss, besonders in der heutigen Zeit, und den aktuellen Entwicklungen in unserer Gesellschaft! Ein Highlight für mich war auch der Aspekt rund um die Seifenfirma 🫧 – die Beschreibungen, wie die Seifen entstehen und welche Arbeit dahintersteckt, fand ich einfach faszinierend und total atmosphärisch. Vor allem liebe ich alles mit Lavendel 😅☺️ Der Kriminalfall selbst tritt manchmal in den Hintergrund, weil das Buch mehr Charakterstudie als klassischer Krimi ist. Aber trotzdem wurde ich sehr gut unterhalten! Das Ende hab ich so tatsächlich absolut nicht kommen sehen und fand es richtig gut! Alles in allem: ein spannender, humorvoller und berührender Krimi, der mich total überzeugt hat. Absolute Leseempfehlung! 🥰

Ich wollte dieses Buch richtig gerne mögen. Die Prämisse: Queeres whodunnit mit historischem Setting. Im Marketing werden Vergleiche zu Agatha Christie oder Knives Out gezogen. Leider konnte mich das Buch absolut nicht abholen. Das E-Book hat nur 242 Seiten und ich hab’ mich einfach nur durchgequält. Ich fand die Geschichte relativ langweilig, ich musste mich wirklich zum Weiterlesen zwingen. Die Charaktere konnten mich leider auch nicht überzeugen, aber mein Hauptproblem war, dass ich den Mystery/Crime-Aspekt einfach total ungelungen finde. Bei mir kam einfach keine Spannung auf, jede Wendung war vorhersehbar. Schade. (Rezensionsexemplar)
Knifes Out x Sherlock Holmes queer Edition? So fühlt sich diese Geschichte an. Erstmal vorab: Dieses Cover ist wunder- wunderschön! Dann zum Inhalt: Was an der Oberfläche wie das Lösen eines mysteriösen Todesfalls aussieht, entpuppt sich schnell als Gesellschaftskritik um die Themen systematische und internalisierte Queerfeindlichkeit, Schutzräume schaffen und wahren, Wichtigkeit von Community und Lavender-Marriages. Tatsächlich nicht unweit der Realität. in der Queersein teilweise hinter vorgehaltener Hand oder falschem Lächeln verdrängt wird, um sich sicher zu fühlen. In einem spannenden Setting begleiten wir also einen Ermittler, der nicht nur die Geheimnisse der Bewohner*innen des Lavender House offenbart, sondern auch seine innere Entwicklung und Identität erkundet. Ein ganz tolles Buch, das ich als Hörbuch tatsächlich sogar noch besser fand!
Spannend, atmosphärisch und emotional. Knives Out trifft auf Sherlock Holmes trifft auf Agatha Christie!
Der Klappentext verspricht nicht zu viel - das Buch entführt Leser:innen in das San Francisco der 50er Jahre. Aber wo der Charme dieser Zeit ist, sind auch die Schwierigkeiten für queere Menschen. In bester Agatha-Christie-Manier baut Lev Rosen die Stimmung in Lavender House auf - das Anwesen als Zufluchtsort und Gefängnis, Tatort eines Mordes und Hüter vieler Geheimnisse und Intrigen. Wer aus dem engsten Kreis der Familie ist für den Mord der Matriarchin des Seifenimperiums verantwortlich? Andy Mills, ein schwuler Ex-Polizist wird als Ermittler engagiert und prompt in eine komplizierte Familiengeschichte verwickelt, in der nichts ist, wie es von außen scheint. Ich habe mitgefiebert, gelacht und gelitten - die minimal vorhersehbare Lösung des Falls lässt nur auf einen kohärenten Aufbau des Falls schließen - vollkommen sauber und logisch. Packend erzählt und großartig einfühlsam übersetzt, eine unfassbar relevante Lektüre! Klare Leseempfehlung für alle Agatha-Christie-Fans und alle, die nicht vor Nervenkitzel und emotionaler Tiefe zurückschrecken.
Ein richtig spannender Krimi im San Francisco der 50er mit queeren Personen im Fokus und ganz viel Found Family.
Ich mag Krimis gerne, vor allem, wenn sie in eine eher gemütliche Richtung gehen. "Lavender House" ist im Grunde ein Krimi, aber noch viel mehr als das. Es ist eine spannende Ermittlung im Setting der 1950er Jahre in San Francisco. Wir sind in einem alten Herrenhaus unterwegs und Ermittler Evander wird tief in die Familie hineingezogen, in denen das Unglück geschehen ist. Wer gerne Found Family mag, der bekommt hier eine so wahnsinnig tolle Geschichte erzählt. Im Lavender House leben ganz viele queere Personen zusammen und entziehen sich den Konventionen der damaligen Zeit. Gepaart mit der mysteriösen, bedrohlichen Atmosphäre des Lavender House hat die Geschichte eine unwahrscheinlich tolle Atmosphäre inne und ich wollte immer und immer weiterlesen. Die Figuren sind allesamt sehr plastisch; geheimnisvoll und Evander gegenüber nicht immer offen. Jeder hat sein Päckchen zu tragen, auch Ermittler Evander selbst, aber gemeinsam schaffen es die Figuren, sich gegenseitig Halt und Unterstützung zu geben. Der Kriminalfall an sich lädt zum Miträtseln ein und hat mich stellenweise an Agatha Christie erinnert, was ein großes Kompliment ist. Die Auflösung habe ich nicht kommen sehen und es war ein wunderbares Vergnügen, die Geschichte zu lesen. Der Verlag hat verraten, dass es ein Wiedersehen mit Evander Mills geben wird und ich freue mich sehr darauf.
Ein queerer Ermittler, der schon alle Hoffnung aufgegeben hat, findet durch einen Fall neue Hoffnung
Evander " Andy" Mills sieht nach einem Missgeschick, der ihm den Job gekostet hat, kein Licht am Horizont. Während eines Bartaufenthalts wird er von der frisch verwitweten Pearl beauftragt den plötzlichen Tod ihrer Frau Irene Lamontaine herauszufinden. Er wird zum Lavender House eingeladen, um den Vorfall genauer untersuchen zu können und die Frage zu beantworten: " Handelt es sich um Mord, oder war es einfach nur ein tragischer Unfall?" Doch was er dort findet ist mehr als nur die Antwort auf diesen Fall. Die Geschichte spielt im Jahr 1952, in der sich die "queerer" Welt hinter verschlossenen Vorhängen abspielt und man sich als queerer Person als jemand anderes darstellen muss, um zu überleben. Ich war zu Beginn eher skeptisch, ob ich das Buch durchziehen werde. Sie wirkte vom Setting her sehr düster und teilweise auch deprimierend, was auch durch das Jahr, in der die Geschichte spielt, verständlich ist. Der Hauptcharakter hat mich zu Beginn einiges an Nerven gekostet durch seine deprimierende Denkweise, obwohl diese sehr verständlich war. Knapp die Hälfte des Buches habe ich gebraucht, um ein Gefühl für die Geschichte zu bekommen, aber danach habe ich das Buch verschlungen. Eva der macht eine kleine Veränderung durch, was ich gehofft hatte und obwohl ich eigentlich eher auf sonnige Kerlchen ( mit einer gewissen Ernsthaftigkeit) gehe, fing ich an Eva der zu mögen. Das Ende kam dann doch sehr abrupt und lässt mich hoffen, dass mehr kommen wird.
Lavender House fand ich von der Geschichte her sehr interessant, aber letztendlich konnte sie mich auch nicht völlig überzeugen. Manche Aspekte fand ich zu einfach gelöst und das mit rätseln war irgendwie schwer, da nicht all zu viel ins Detail gegangen worden ist bzw. auch zum Teil an vielen Ecken etwas passiert ist. Das konnte ich oft nicht ganz in einen gemeinsamen Kontext bringen. Grundsätzlich fand ich aber spannend, dass fast jeder Charakter irgendwie ein Grund hatte, an dem Mord beteiligt zu sein. Zudem hatte jeder irgendwie ein Geheimnis, dass er bewahren wollte. Was mir auch etwas gefehlt hatte, war der Stil der 50er Jahre. Davon ist irgendwie nur sehr wenig rüber gekommen. Die Story hätte genauso gut, auch in der aktuellen Zeit spielen können und es wäre mir nicht aufgefallen. Das liegt vermutlich daran, dass die Story hauptsächlich im Lavender House geschieht und der Protagonist Evander nur selten das Setting wechselt. Bewusst kann ich mich gerade auch nur an zwei weitere Orte erinnern und einer davon ist sogar nur vor der Haustür des Lavender House. Wo wir gerade schon bei Evander als Protagonist sind. Mir hat er als Prota gut gefallen. Ich fand es gut, dass er in einigen Aspekten sehr hartnäckig ist und sich vor allem nicht abschrecken lässt. Es gab eine Szene mit einer Lavendelseife, die ich persönlich dann aber auch schon ekelig fand.

Für mich ist „Lavender House“ mehr als ein Krimi. Es ist ein leises, aber mutiges Buch, das nachhallt – und das mir gezeigt hat, wie viel Kraft in einer Geschichte steckt, die ehrlich ist.
Ich wusste ehrlich gesagt nicht genau, was mich erwartet, aber „Lavender House“ hat mich überrascht – auf die beste Art. Die Geschichte spielt im San Francisco der 1950er, aber nicht in dem gängigen Noir-Stil, den man vielleicht vermutet. Stattdessen ist es ein Queer Crime Noir, das sich mutig, klug und gleichzeitig sehr menschlich mit Themen wie Identität, Zugehörigkeit und Freiheit auseinandersetzt. Die Hauptfigur, Andy Mills, ist ein Ex-Polizist, der nach seinem Outing alles verliert – bis er in ein Mordrätsel im „Lavender House“ hineingezogen wird: einem abgelegenen Anwesen, das wie ein Safe Space für queere Menschen funktioniert. Die Atmosphäre dort ist gleichzeitig faszinierend und bedrückend – wie eine Parallelwelt, in der sich jede Figur auf eine andere Weise mit dem Versteckspiel in der Gesellschaft arrangiert hat. Was mich besonders berührt hat, war die zarte Melancholie, die über der ganzen Geschichte liegt. Es geht um mehr als nur den Mordfall – es geht darum, gesehen zu werden. Und genau das macht das Buch so besonders. 🔍 Der Kriminalfall selbst ist solide und clever konstruiert – keine übertriebene Action, eher ein ruhiger, psychologischer Aufbau. Wer Cozy Crimes oder klassische Whodunits mag, wird das hier definitiv feiern – aber eben mit einem queeren, sehr menschlichen Twist. 💬 Was mir am meisten in Erinnerung geblieben ist: Die Fragen, die das Buch stellt. „Was ist ein Zuhause, wenn du dein wahres Ich verstecken musst?“ Und: „Was passiert, wenn du plötzlich an einem Ort bist, wo du es nicht mehr musst?“
Schimanski wiederbelebt
Wer „Schimanski“ noch kennt, kommt hier wohl voll auf seine Kosten. Ein derber Kriminalist, der nicht mehr bei der Polizei sein darf, weil er sich ein wenig unflätig benommen hat, ruscht in ein Milieu, dass genau nach seiner Kragenweite ist. Ein vermeintlicher Todesfall, den er aufklären soll, wird zu einer Reise ins Unbekannte, denn hier erwartet ihn nicht nur ein sonderbarer Fall, sondern es könnte zu einem goldenen Käfig für den abgehalfterten Kommissar werden. Die Personen, die gemeinsam in einem Haus leben und um die Tote trauern, werden hier wunderbar beschrieben. Einzelne, sonderbare Charakter, Andy, wie ihn seine Freunde nennen, schwankt zwischen Mord und tragischem Unfall und lange Zeit kommt er nicht hinter das Geheimnis dieses Falles, in den er mehr oder weniger bei Nacht und Nebel hineingeschliddert ist. Eine tolle Story, ein nicht alltäglicher Fall und ein Schreibstil, der einen unaufhörlich weitertreibt! Eine Story, deren Schreibweise in einer Leserschaft zunehmend Anhänger finden wird! Von mir daher 5 von 5 Sternen. Ein nicht-actiongeladener Krimi; mal ganz anders als das, was es sonst auf dem Büchermarkt zu finden gibt!
Sehr spannend
Lavender House ist ein historischer Krimi, der mich von der ersten Seite an gepackt hat. Die Geschichte ist fesselnd und voller Atmosphäre, sodass man sich direkt in die Zeit hineinversetzt fühlt. Besonders gut gefallen hat mir der Schreibstil von Lev AC Rosen – er ist flüssig, klar und gleichzeitig detailreich, sodass man mühelos in die Handlung eintauchen kann. Obwohl die Kapitel teilweise sehr lang sind, passen sie perfekt zur Erzählweise und unterstreichen die Stimmung des Romans. Statt langatmig zu wirken, tragen sie dazu bei, die Spannung aufrechtzuerhalten und die Figuren sowie ihre Geheimnisse intensiv zu beleuchten. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe wirklich jede Gelegenheit genutzt, um weiterzulesen. Die Mischung aus historischer Kulisse, spannender Krimihandlung und fein gezeichneten Charakteren hat mich komplett überzeugt. Lavender House ist ein Krimi, der nicht nur spannend, sondern auch atmosphärisch und einzigartig ist – absolut empfehlenswert!







































