Lass mich die Nacht überleben

Lass mich die Nacht überleben

Softcover
4.326

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Description

Er ist Journalist in Hamburg, schreibt für die bekanntesten deutschen Zeitungen und Magazine. Und er ist ein Junkie. Im Alter von 14 Jahren hat er sich in den Drogenrausch verliebt, damals in der nordrhein-westfälischen Kleinstadt Erkelenz: Haschisch, LSD, Amphetamine, Kokain und Heroin. Mit 19 bringt ihn seine Heroinsucht zum ersten Mal ins Gefängnis, mit 33 versucht der Journalist nach einer Überdosis, seine Freundin zu erwürgen. In diesem Tatsachenroman durchbricht der Autor sein jahrelanges Schweigen und erzählt von seinem Leben als Journalist und Junkie: von Verzückung und Verzweiflung, Haft und Hepatitis, Partys und Porno-Dreh, Karriere und Koma, Abstinenz und Absturz. Wie viele andere Drogenabhängige, die im Beruf Erfolg haben und weiter funktionieren, hat er über viele Jahre ein Doppelleben mit der Sucht geführt – zerfressen von Versagensangst, Scham, Selbsthass und der ständigen Gier nach Heroin. Zwanzig Jahre nach der Erstveröffentlichung erscheint mit der »Hamburg-Edition« eine umfangreich erweiterte Neuauflage dieses einstigen Spiegel-Bestsellers; ergänzt um ausgewählte literarische und journalistische Texte, die u.a. in TEMPO, ZEIT und SPIEGEL veröffentlicht wurden und von deren Entstehung in Hamburg das Buch erzählt. Außerdem enthält die Neuausgabe zum ersten Mal Fotos des Autors aus der Zeit des Geschehens.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Softcover
Pages
304
Price
18.50 €

Author Description

Jörg Böckem, geb. 1966, ist in der niederrheinischen Provinz aufgewachsen und lebt seit Anfang der 1990er Jahre in Hamburg. Seine berufliche Laufbahn als Journalist begann er bei TEMPO, schrieb für »jetzt« und »Die Woche« und schreibt bis heute für SPIEGEL und ZEIT. Er hat fünf Bücher über Rausch und Sucht geschrieben und engagiert sich in der Suchtprävention und Aufklärung. http://joerg-boeckem.de

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Am liebsten würde ich es gar nicht bewerten, weil es ja ein Erfahrungsbericht ist. "Solange du mehr Angst vor dem Leben als vor dem Tod hast, wirst du nie aufhören Drogen zu nehmen." Dieses Buch hat mir die Angst vor Drogen nicht genommen (eher im Gegenteil), aber es hat auf jeden Fall ein Verständnis für die Abhängigen und absolutes Mitgefühl für die Angehörigen und Freunde von Junkies geschaffen. Ich bin fassungslos darüber, was ein menschlicher Körper doch so alles aushalten kann. Da kommt einem das eigene schlechte Gewissen über das zweite Glas Wein, das dritte Stück Schokolade und das versäumte Workout doch geradezu lächerlich vor.

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