Lass mich die Nacht überleben
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Description
»Ich sah fast alle 90 Sekunden auf die Uhr. Die Rückreise nach dem Interview war eine Tortur. Eineinhalb Stunden bis zum nächsten Schuss. Drogensucht macht die Zeit zum Feind. Doch wenn es etwas gab, das ich noch mehr fürchtete als die Entzugsqualen, dann war es, meinen Job zu verlieren. Mein bürgerliches Leben als erfolgreicher Journalist.«
Jörg Böckem ist Journalist, schreibt seit den Neunzigern für die renommiertesten deutschen Zeitungen und Magazine. Und er ist Junkie. Im Alter von 14 Jahren hat er sich in den Drogenrausch verliebt, damals in der nordrhein-westfälischen Kleinstadt. Haschisch, LSD, Kokain und Heroin. Mit 19 bringt ihn seine Heroinsucht zum ersten Mal ins Gefängnis, mit 33 versucht er nach einer Überdosis seine Freundin zu erwürgen.
»Lass mich die Nacht überleben« erzählt von Jörg Böckems Doppelleben als Journalist und Junkie: von Verzückung und Verzweiflung, Haft und Hepatitis, Partys und Porno-Dreh, Karriere und Koma, Abstinenz und Absturz. Ein Leben mit der Sucht - zerfressen von Versagensangst, Scham, Selbsthass und der ständigen Gier nach Drogen. Die Geschichte einer doppelten Karriere.
Book Information
Author Description
Jörg Böckem, geboren 1966, arbeitet als Journalist u.a. für »Der Spiegel« und das »ZEIT Magazin«. Er hat bereits vier Bücher zu Drogen und Sucht veröffentlicht, in denen er auch seine langjährige Heroinabhängigkeit und die darauffolgende Therapie beschreibt. Zum Thema Drogen hält er Lesungen und Vorträge an Schulen und Universitäten. Jörg Böckem lebt in Hamburg.
Posts
Am liebsten würde ich es gar nicht bewerten, weil es ja ein Erfahrungsbericht ist. "Solange du mehr Angst vor dem Leben als vor dem Tod hast, wirst du nie aufhören Drogen zu nehmen." Dieses Buch hat mir die Angst vor Drogen nicht genommen (eher im Gegenteil), aber es hat auf jeden Fall ein Verständnis für die Abhängigen und absolutes Mitgefühl für die Angehörigen und Freunde von Junkies geschaffen. Ich bin fassungslos darüber, was ein menschlicher Körper doch so alles aushalten kann. Da kommt einem das eigene schlechte Gewissen über das zweite Glas Wein, das dritte Stück Schokolade und das versäumte Workout doch geradezu lächerlich vor.
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»Ich sah fast alle 90 Sekunden auf die Uhr. Die Rückreise nach dem Interview war eine Tortur. Eineinhalb Stunden bis zum nächsten Schuss. Drogensucht macht die Zeit zum Feind. Doch wenn es etwas gab, das ich noch mehr fürchtete als die Entzugsqualen, dann war es, meinen Job zu verlieren. Mein bürgerliches Leben als erfolgreicher Journalist.«
Jörg Böckem ist Journalist, schreibt seit den Neunzigern für die renommiertesten deutschen Zeitungen und Magazine. Und er ist Junkie. Im Alter von 14 Jahren hat er sich in den Drogenrausch verliebt, damals in der nordrhein-westfälischen Kleinstadt. Haschisch, LSD, Kokain und Heroin. Mit 19 bringt ihn seine Heroinsucht zum ersten Mal ins Gefängnis, mit 33 versucht er nach einer Überdosis seine Freundin zu erwürgen.
»Lass mich die Nacht überleben« erzählt von Jörg Böckems Doppelleben als Journalist und Junkie: von Verzückung und Verzweiflung, Haft und Hepatitis, Partys und Porno-Dreh, Karriere und Koma, Abstinenz und Absturz. Ein Leben mit der Sucht - zerfressen von Versagensangst, Scham, Selbsthass und der ständigen Gier nach Drogen. Die Geschichte einer doppelten Karriere.
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Jörg Böckem, geboren 1966, arbeitet als Journalist u.a. für »Der Spiegel« und das »ZEIT Magazin«. Er hat bereits vier Bücher zu Drogen und Sucht veröffentlicht, in denen er auch seine langjährige Heroinabhängigkeit und die darauffolgende Therapie beschreibt. Zum Thema Drogen hält er Lesungen und Vorträge an Schulen und Universitäten. Jörg Böckem lebt in Hamburg.
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Am liebsten würde ich es gar nicht bewerten, weil es ja ein Erfahrungsbericht ist. "Solange du mehr Angst vor dem Leben als vor dem Tod hast, wirst du nie aufhören Drogen zu nehmen." Dieses Buch hat mir die Angst vor Drogen nicht genommen (eher im Gegenteil), aber es hat auf jeden Fall ein Verständnis für die Abhängigen und absolutes Mitgefühl für die Angehörigen und Freunde von Junkies geschaffen. Ich bin fassungslos darüber, was ein menschlicher Körper doch so alles aushalten kann. Da kommt einem das eigene schlechte Gewissen über das zweite Glas Wein, das dritte Stück Schokolade und das versäumte Workout doch geradezu lächerlich vor.





