Kyrie in d (Klavierauszug)

Kyrie in d (Klavierauszug)

Softcover

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Description

Unter den geistlichen Werken Mozarts finden sich zehn – zum Teil auch Fragment gebliebene – Vertonungen des Kyrie-Textes, unter denen die vorliegende, schon aufgrund der Besetzung des Orchesters und des auf das Spätwerk verweisenden Kompositionsstils, eine Besonderheit darstellt. Das Autograph mit der bei Mozart meist üblichen Datierung ist schon seit Anfang des 19. Jahrhunderts verschollen, sodass die Frage nach der Entstehungszeit bis heute offen bleiben muss. Bei Ludwig Ritter von Köchel ist das Werk „zwischen Januar und März 1781“ datiert. Dort findet sich die Anmerkung: „Schon Jahn hat erkannt, dass dieses grandiose Kyrie, ... , sowohl dem Charakter der Composition als der Zusammensetzung des Orchesters nach zu urtheilen, wohl nur bei diesem Aufenthalt in München geschrieben sein kann“. Gemeint ist die Zeit um die Aufführung des „Idomeneo“ am 29. Januar 1781. Der Beiname „Münchner Kyrie“ geht auf die Besetzung des Werkes zurück: Da hier Klarinetten vorgesehen sind, die Mozart in Salzburg nicht zur Verfügung hatte und in München für den „Idomeneo“ besetzte. Heute wird hingegen angenommen, dass Mozart dieses Werk 1791 komponierte.

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
Art
Format
Softcover
Pages
12
Price
6.70 €

Author Description

Als Sohn des Vizekapellmeisters des Salzburger Fürsterzbischofs war Mozart bereits in seiner Jugend beständig von Kirchenmusik umgeben. Auf seinen Reisen lernte Mozart die Kirchenmusik Italiens kennen, in Wien studierte er später Werke Bachs und Händels. Nach seiner Umsiedlung nach Wien stellen sich mit Oper und Klavierkonzert neue Herausforderungen, bezeichnenderweise bleibt die „c-Moll-Messe“ KV 427, das größte kirchenmusikalische Werk der ersten Wiener Jahre, unvollendet. Die letzte Lebenszeit zeigt wieder eine Hinwendung zur Kirchenmusik: Mozart bewirbt sich mit Erfolg um die Nachfolge des todkranken Leopold Hoffmann als Kapellmeister am Stephansdom, doch kann er die Stelle nicht antreten, da er noch vor Hoffmann stirbt. Ein Kleinod wie das „Ave verum“ KV 618 und das unvollendet gebliebene „Requiem“ KV 626 lassen ahnen, was Mozart als Kirchenkomponist hätte noch leisten können, wäre er in diese verantwortliche Position gelangt.