Kreiseziehen

Kreiseziehen

Softcover
3.927

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Description

In den Weiten des Himmels gibt es keine Grenzen

Marian Graves ist ein Wildfang von Kindesbeinen an. Im heimatlichen Montana sucht sie stets das nächste Abenteuer und scheut keine Gefahr. Besonders angetan hat es ihr das Fliegen – sie träumt davon, über den Wolken zu schweben. Aber um ihr Ziel zu erreichen, muss sie Hindernisse meistern und Opfer bringen. 1950 startet Marian den Versuch, als erste Person die Erde in der Längsachse zu umrunden. Doch in der Antarktis verschwindet sie und lässt nur ein Logbuch zurück. 2014 verkörpert die skandalerschütterte Hollywoodschauspielerin Hadley Baxter die Rolle der zum Mythos gewordenen Marian Graves und begibt sich auf die ganz eigene Spurensuche dieser ungewöhnlichen Frau.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
864
Price
18.50 €

Author Description

Maggie Shipstead wurde 1983 in Kalifornien geboren und studierte Amerikanische Literatur in Harvard. Anschließend besuchte sie den berühmten Iowa Writers’ Workshop, wo Zadie Smith sie unterrichtete. Für ihr Debüt ›Leichte Turbulenzen bei erhöhter Strömungsgeschwindigkeit‹ erhielt sie den Dylan Thomas Prize. ›Kreiseziehen‹ ist ihr dritter Roman, stand auf der Shortlist für den Booker Prize 2021 und für den Women’s Prize for Fiction 2022.

Posts

8
All
5

Ein wundervoller Roman, den man in all seiner Tiefe genießen sollte

Eine ungewöhnliche und starke Frau, die nichts auf Konventionen gibt… und das über 800 Seiten lang?! Aber ja! Man taucht tief ein und die zwei Zeitebenen machen es nochmal besser. Ich hatte leider zu viele Pausen zwischen dem Lesen, das lässt einen schwer wieder reinkommen. Ich empfehle, sich pro Lesesitzung einfach ein bisschen mehr Zeit zu nehmen, dann entfaltet es seine volle Pracht! Sprachlich auch ein Genuss! Ach, ich empfehle es einfach allen, die historische Geschichten über ein ganzes Leben mit allen Höhen und Tiefen lieben!

4.5

"Ich hatte gedacht, ich würde glauben, die Welt gesehen zu haben, aber es gibt zu viel Welt und zu wenig Leben. Ich hatte gedacht, ich würde glauben, etwas vollendet zu haben, doch nun bezweifle ich, dass irgendetwas vollendet werden kann." - Maggie Shipstead, "Kreiseziehen" Rezensionen zu solch dicken Büchern wie "Kreiseziehen" von Maggie Shipstead (864 Seiten!) fallen mir immer besonders schwer - wie soll man innerhalb eines kurzen Leseeindrucks vermitteln, was ein Roman von solch einem Umfang alles mit sich bringt, zu sagen hat, an Emotionen auslöst? Ich will es trotzdem versuchen, denn es lohnt sich, diesen Schmöker zur Hand zu nehmen! Maggie Shipstead erzählt ihren Roman, aus dem Englischen übersetzt von Harriet Fricke, Susanne Goga-Klinkenberg und Sylvia Spatz, aus zwei Perspektiven: Einmal aus der Sicht von Marian Graves, von ihrer Kindheit bis zu ihrem Verschwinden in der Arktis, und einmal aus der Perspektive von Hadley, die 2014 als Schauspielerin für die Rolle der Marian Graves in einem Spielfilm über ihr Leben gecastet wird. Marian ist ein Wildfang von Beginn ihres Lebens an, sie hat ihren eigenen Kopf und möchte ihren Traum, Pilotin zu werden, erreichen - und das um jeden Preis. Sie muss für das Fliegen und ein selbstbestimmtes Leben viele Opfer bringen, doch für ihre Freiheit würde Marian alles tun. Sie wird zur Legende, ihr Leben ist turbulent wie ein Hollywood-Film, was letztlich Jahre nachdem sie ihren letzten Logbucheintrag an der Arktis fertigt und kurz darauf bei dem Versuch, als erste Person die Erde in der Längsachse mit dem Flugzeug zu umrunden, verschwindet, Hadley Baxter auf den Plan ruft. Sie ist eine skandalumwitterte Persönlichkeit, wurde schon früh in verschiedene Rollen gedrängt und beginnt nun, sich auf die wichtigste Figur in ihrem Leben zu konzentrieren: Sich selbst. Ich mochte an "Kreiseziehen" vor allem, wie die Autorin einen Bogen zwischen Marians Leben und dem Zeitgeschehen des 20. Jahrhunderts schlägt. Gerade die Kapitel aus Marians Sicht waren unglaublich fesselnd und warten mit vielen sehr spannenden Nebencharakteren und Hintergründen zum Fliegen und den Pilot*innen dieser Zeit auf. Nicht so eingenommen war ich von Hadleys Erzählstrang - in meinen Augen hätte man sogar ganz auf diese Filmeinlage verzichten können und "Kreiseziehen" allein als historischen Roman über ein Flieger-Ass, das ihrer Zeit voraus war, aufziehen können. Da Hadleys Anteil am Buch aber vergleichsweise gering ist, schmälert das meine Begeisterung für Maggie Shipsteads Roman kaum. Genau so müssen dicke Bücher für mich sein - mitreißend, spannend und zum tief-drin-versinken!

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40 Seiten angelesen. Da hab ich mich vom Preislisten Fieber übermannen lassen. Die Story interessiert mich thematisch nur mäßig. Schreibstil ist wechselnd flapsig, pathosreich, mit sehr opulenten und überbordenden Beschreibungen. Für meinen Geschmack zu dick aufgetragen. Mag den ganzen Erzählton nicht.

5

Zwei Frauen, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnten: Marian Graves, ohne ihre Eltern aufgewachsen, ein Wildfang mit dem Traum, Pilotin zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, muss sie zahlreiche Hindernisse überwinden – die meistens mit Männern und ihren Vorstellungen von der Welt zu tun haben. Auf der anderen Seite Hadley Baxter, Hollywoodschauspielerin, eine junge Frau, die von einem Skandal in den nächsten schlittert. Sie soll in ihrem neuen Film Marian verkörpern und damit einen Imagewechsel einleiten. In zwei parallelen Strängen erzählt Autorin Maggie Shipstead die Geschichte der beiden Frauen. Der Fokus liegt jedoch klar auf Marian, die wir durch ihr gesamtes Leben begleiten. Die Handlung umfasst die Jahre 1909 (noch vor Marians Geburt) bis 1950, als sie versucht, die Erde in der Längsachse zu umrunden und in der Antarktis verschwindet. Hadley hingegen erleben wir in den Jahren 2014 und 2015 in der Vorbereitung auf die Rolle der Marian. Der Autorin gelingt es, mit ihren Worten einen wahren Sog zu erzeugen und vor allem Marians Erzählstrang ist unglaublich interessant, spannend und auch überraschend. Anhand von Marians ungewöhnlichem Leben zeichnet Maggie Shipstead das Bild einer jungen Frau, die sich immer wieder gegen die Dominanz von Männern wehren muss; sei es im Persönlichen in ihrer Ehe oder im Beruflichen bei dem Versuch, als Pilotin in einer reinen Männerdomäne anerkannt zu werden. Es ist bewundernswert, wie sie sich ihre Träume erkämpft, auch wenn ihr dies jede Menge Opfer abverlangt. Im Gegensatz dazu verblasst Hadley als Figur leider völlig. Im Grunde dient ihr Handlungsstrang nur dazu, Geheimnisse über Marians Leben aufzudecken, die diese nicht mehr selbst enthüllen kann. Das ist zwar durchaus ein handwerklich guter Kniff, ich hätte mir jedoch gewünscht, die Autorin hätte Hadley etwas mehr Persönlichkeit und etwas weniger Klischee des Hollywoodsternchens verpasst. Für mich steht der Roman dennoch völlig zurecht auf der Shortlist für den Women‘s Prize 2022 und ich würde ihn Maggie Shipstead wirklich sehr gönnen.

4

Nice book for adventure story lovers. So detailed, sometime you forget while reading that the biografic Parts of Marian are Fiction.

4

“The point was to be someone who didn’t treat fear like a god to be appeased.” It is no easy feat (if you are not Tolstoy) to make me read 650 pages of any book. First, it takes quite the time commitment on my part, second, it requires some impeccable writing to keep me entertained for this long and third, if I am lugging around a brick of a book in my tote bag that absolutely makes my back ache like there is no tomorrow then the text better be frikkin worth it. Good news is: "Great Circle" WAS worth it. But let me qualify that. I FLEW through the first half of the book (no pun intended). I couldn't put it down. The story was teeming with heart-wrenching prose, spellbinding twists and turns, and characters that were easy to understand; easy to love. I knew I was in for a treat, so I kept reading. And reading. And reading. And suddenly, the pace was gone. I was stuck somewhere around page 450, reading twenty pages here, thirty pages there, but didn't get back into the flow that had previously ruined my sleep schedule by digging its claws deep into my conscience. The narrative's draw had vanished. I wanted it to be over. Over it was eventually, leaving me dazed. What to make of a book that started off so well and then just kind of left me hanging? For a good 400 pages I had been convinced that this would be my first five-star-read of 2023, but after that slog towards the end, I wasn't so sure anymore. This is a beautiful novel about female self-determination, about war and the soul, complex relationships, queer love and friendships, adventure, life and death. "Great Circle" has it all, and offers it to us in such a beautiful package that it is hard to turn down, so you shouldn't. Make the time to read this book, be ready for it to be difficult to stick with at times, but expect the experience to be worth it. In the end, I could only take off half a star, because damn, Maggie Shipstead knows how to write. So go read her novel.

2

2/5 Maybe I am not the right reader for historical fiction or I had the wrong expectations for this book but this story did not really grip me. It would have been a 1/5 or even a DNF if not for the last 150 or so pages. The whole book I was waiting for the adventure that set the plot for this story and it only came at the very beginning and, although beautifully written, did not make up for the 450 pages I read to reach it. The story seemed to drag on and on (with an unnecessary amount of weird sexual scenes) and the adventure, for which I had picked up the book, felt too rushed.

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