Northanger Abbey
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Description
Book Information
Characteristics
2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Ich wage es zu behaupten, wer Stolz&Vorurteil liebt, wird auch Northanger Abbey mögen/ lieben. Vielleicht sogar etwas mehr. Heiter, witzig, humorvoll, ironisch und nie langweilig- so ging es mir in diesem Roman. Die Überzeichnung von einzelnen Figuren ist so gut gelungen. Wie die 17 jährige, sehr naive Catherine ihre Liebe findet, kann ich sehr empfehlen zu lesen, oder hören. Ich habe beides gemacht und fand Eva Mattes als Vorleserin überragend .
Tolle Geschichte ♥️
Ich habe das Buch super schnell gelesen 🌸 Es war ein zuckersüßer Roman über das Abenteuer eines Mädchens, dass das erste Mal in eine neue Stadt reist. Sie trifft tolle Menschen und lernt was wahre Freundschaft ist. Die Geschichte geht fast ohne extreme Höhen und Tiefen fortlaufend flüssig voran. Die Sprache war toll und hat mich echt mitgerissen. Ich fand leider das Ende etwas übereilt und ich hatte gerne noch erfahren wie es mit den Protagonisten weiter geht.

Im Mittelpunkt steht die junge Catherine Morland, eine 17-jährige, fantasievolle Protagonistin, die zum ersten Mal die größere Gesellschaft kennenlernt und dabei zwischen Realität und ihren romantischen Vorstellungen unterscheiden lernen muss. Die Geschichte beginnt in Bath, wo Catherine neue Bekanntschaften schließt – darunter Henry Tilney und seine Schwester Eleanor, zu denen sie schnell eine besondere Verbindung aufbaut. Als Catherine später eingeladen wird, die geheimnisvolle Northanger Abbey zu besuchen, wird ihre Vorstellungskraft durch ihre Liebe zu Schauerromanen stark angeregt. In der alten Abtei glaubt sie schließlich, dunkle Geheimnisse zu entdecken und verdächtigt sogar General Tilney, etwas mit dem Tod seiner Frau zu tun zu haben. Doch nach und nach erkennt Catherine, dass ihre Fantasie ihr Streiche gespielt hat und die Wirklichkeit oft viel nüchterner ist als die Geschichten, die sie gelesen hat. Jane Austen nutzt diese Handlung, um auf sehr ironische und unterhaltsame Weise gesellschaftliche Themen anzusprechen. Besonders deutlich werden dabei der Einfluss von Geld und sozialem Status, die Erwartungen an junge Frauen sowie die Frage, wie leicht man sich von romantischen Vorstellungen täuschen lassen kann. Gleichzeitig ist der Roman auch eine liebevolle Parodie auf die Gothic-Literatur seiner Zeit. Besonders gefallen hat mir der humorvolle Ton des Buches. Austen schreibt mit viel Ironie und schafft Figuren, die trotz ihrer Schwächen sehr lebendig wirken. Catherine ist zwar naiv, aber gerade das macht ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte interessant und sympathisch. Auch Henry Tilney sticht durch seinen Witz und seine kluge Art hervor. Insgesamt ist Northanger Abbey ein unterhaltsamer Klassiker über Fantasie, Erwachsenwerden und gesellschaftliche Erwartungen. Der Roman verbindet Humor mit feiner Gesellschaftskritik und zeigt bereits viele der Stärken, für die Jane Austen heute bekannt ist.
Northanger Abbey war für mich ein absolutes Meisterwerk – und hat mir wesentlich besser gefallen als Emma. Catherine habe ich von der ersten Seite an ins Herz geschlossen. Sie ist sympathisch, fantasievoll und herrlich menschlich. Die Geschichte hat mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht, war unglaublich amüsant und gleichzeitig überraschend lehrreich. Besonders spannend fand ich, wie Jane Austen mit Humor und feiner Ironie romantische Vorstellungen und übertriebene Fantasien aufs Korn nimmt. Ein Buch voller Charme, Witz und liebenswerter Figuren, das mich bestens unterhalten hat. Für mich definitiv eines meiner liebsten Austen-Bücher.
Ich mag das Buch Mega gerne und liebe den Schreibstil von Jane Austen. Ich muss sogar sagen, dass ich das Buch im Nachgang besser fand als beim lesen, da man über die Handlung nochmal genau nachdenken kann und einem dann noch so viele Details einfallen. Es geht um Catherine, die das erste Mal so richtig unter Menschen kommt. Dabei lernt sie die typischen Charaktere kennen, die auch heute in der Gesellschaft noch sehr präsent sind. Der Mann ohne Grenzen, die egoistische und falsche Freundin, die Liebe und Gute Seele, die wahre Freundin, der Tyrann der nur seinen Vorteil sieht und die große Liebe. Es geht um Liebe, Freundschaft und wie man diese erkennt. Chatherine macht in dieser Zeit auch eine große Entwicklung durch. Dazu eine Geschichte, die sich schon etwas über die Gesellschaft und vor allem Gruselgeschichten lustig macht. Insgesamt muss man sagen, dass nichts richtig spannendes passiert und kein krasser Plot-twist auf einen wartet. Aber das muss Jane Austen auch gar nicht. Sie überzeugt mit ihrer Scheibweise.

Ich hatte mir fest vorgenommen mich dieses Jahr Jane Austen zu widmen, deren 250. Geburtstag am 16. Dezember 2025 ist. Einen Gegenpart zum allgegenwärtigen Thomas-Mann-Jahr setzen. Nach "Lady Susan" und einer Graphic Novel über Jane Austen, nun der Schauerroman "Die Abtei von Northanger". Schauerlich ist er aber nur über ein paar Seiten hinweg. Die meiste Zeit begleiten wir die erst 17-jährige Catherine Morland, die, mit einem befreundeten Ehepaar ihrer Eltern, nach Bath reisen darf. Dort nimmt sie am gesellschaftlichen Leben teil, geht auf Bälle tanzen und lernt die aufgeweckte Isabella und deren Bruder kennen, dieser ist auch noch ein guter Freund von Catherines Bruder. Das interessante an diesem Roman waren tatsächlich die Konversationen, die ausgiebig geschildert werden. Wie feinfühlig sich die Autorin in Menschen hineinversetzen konnte und welche außerordentliche Beobachtungsgabe sie gehabt haben muss. Fein sezierte Characterstudien werden eingeflochten. Die erst so naive Catherine wird zunehmend erwachsener, hinterfragt und verfügt über einen gesunden Menschenverstand, der Ränkezüge erkennt. Ihre erblühende Liebe zu Henry, dessen Vater der Eigentümer der düsteren Abtei ist, könnte eine Hommage an ihren Bruder Henry sein. So stelle ich es mir auf jeden Fall vor. Ich freue mich sehr auf weitere Bücher der Autorin und spreche sehr gerne eine Leseempfehlung aus! Auf mich warten bereits "Emma" und "Stolz und Vorurteil ".
Das war ganz nett..
Ich wollte, nachdem mir "Stolz und Vorurteil" so gut gefallen hat, unbedingt mehr von Jane Austen lesen. Da fand ich "Northanger Abbey" in der Bibliothek und nahm es direkt mit.😍 Ich brauchte wieder etwas Zeit, um mich an die Sprache zu gewöhnen, aber dann ließ sich dieser Klassiker flüssig weglesen. ❗️Kleiner Spoiler❗️ Spannend fand ich die Idee, ein altes Kloster in die Handlung zu integrieren und dass die Protagonistin sich ab da verhielt, als wäre sie Teil eines Spukromans, nur um dann festzustellen, dass ihre Fantasie mit ihr durchgegangen ist. Da musste ich schon an der ein oder anderen Stelle schmunzeln😄 Alles in allem war es für mich ein kurzweiliger Klassiker, den ich gerne gelesen habe, aber leider kein Highlight.🤷♀️😅
Reread
Northanger Abbey ist nicht mein Lieblingsbuch von Jane Austen, aber es ist trotzdem ein gutes Buch. Ich mag den Schreibstil, die Charaktere und das Setting. Die Story fließt vor sich hin und bietet gute Einblicke in die Gesellschaft und die Charaktere. Ich empfinde das Buch nicht als romantisch und Mr. Tilney ist kein Mr. Darcy, aber es hat eine solide Story. Ein Buch ohne Aktion und Spannung, zu 100% Personen getragen. Man sollte es aber nicht mit Bridgerton vergleichen, auch wenn es ungefähr zu gleichen Zeit spielt. Wer authentische historische Romane mag, ist bei allen Büchern von Jane Austen genau richtig. Kann auch das Hörbuch gelesen von Eva Mattes sehr empfehlen.
Northanger Abbey begeistert mit Jane Austens leichtfüßigem Stil, feinem Humor sowie ironischer und selbstironischer Distanz. Die Geschichte ist wundervoll inszeniert und durchgehend unterhaltsam. Besonders diese Ausgabe überzeugt durch ihre wunderschöne Gestaltung und die äußerst hilfreichen Fußnoten, die ein tieferes Verständnis der Zeit, gesellschaftlicher Gegebenheiten und literarischer Anspielungen ermöglichen.
Mein erster Austen – und wahrlich, ich bin ganz bezaubert. Mit feinem Humor und leichter Hand zieht sie ihre Lesenden in die Geschichte hinein und hält sie sanft in ihrem Bann. Welch ein Lesevergnügen, das Herz und Geist gleichermaßen erfreut.

Zunächst bin ich ein wenig schwierig in die Geschichte reingekommen, aber dann konnte sie mich wirklich fesseln. Das ganze gesellschaftliche Leben zur damaligen Zeit, die Bälle, Spaziergänge, gepaart mit wirklich sehr gut gezeichneten Charakteren, haben es mir einfach gemacht, schnell voranzukommen. Auch der Schreibstil, was vermutlich an der guten Übersetzung liegt, war unfassbar flüssig. Als sich der Handlungsort nach Northanger Abbey verlagerte, wurde es für mich etwas langatmiger, aber insgesamt war ich wirklich positiv überrascht, da es mein erster Roman von Jane Austen war.
Hat mir überraschend gut gefallen!
Das Buch hat im passenden Moment zu mir gefunden und meine Erwartungen nicht nur erfüllt sondern sogar übertroffen. Ich habe die Geschichte sehr gerne gelesen und in der tollen Aufmachung der Büchergilde mit den wunderschönen Illustrationen von Malika Specht ist es ein noch größerer Genuss! Von mir gibt's eine klare Empfehlung!

Klassiker-Premiere mit Jane Austen ✨
Mein erster Klassiker!Und was sollte es anderes sein als ein Roman von Jane Austen? Ich bin wirklich lange um dieses Buch herumgeschlichen und habe mich ehrlich gesagt ein bisschen davor gedrückt. Ich hatte überhaupt keine Vorstellung davon, wie es geschrieben sein würde bzw hatte sogar ein wenig Angst, dass es mir vielleicht gar nicht gefällt. 😅 Was soll ich sagen? Diese Angst war völlig unbegründet. Ich denke schon, dass man sich auf die Schreibweise und die damaligen gesellschaftlichen Gegebenheiten einlassen muss. Natürlich kann und will ich das Buch auch gar nicht mit den Geschichten vergleichen, die ich sonst lese. Aber trotz all dieser Unterschiede gab es eine Sache, die perfekt gepasst hat und die mir persönlich am wichtigsten ist: Ich habe mich wunderbar unterhalten gefühlt! 😊 Es war wirklich spannend mehr über die damalige Zeit zu erfahren und einen kleinen Einblick zu bekommen, wie das Leben damals ablief. Catherine war eine ganz bezaubernde Protagonistin voller jugendlicher Naivität, Wissensdurst und mit einer guten Prise Humor. 😆 So jemanden hätte ich zu dieser Zeit definitiv gern zur Freundin gehabt. Vieles war hier, vermutlich ganz bewusst, sehr überspitzt dargestellt, was ich allerdings unglaublich unterhaltsam fand. Auch damals gab es also schon toxische Freundschaften und aufdringliche Kerle, die selbst den Wink mit dem Zaunpfahl nicht verstanden haben. 👀😂 Mir hat das Buch wirklich extrem viel Spaß gemacht und es wird definitiv nicht mein letztes Buch von Jane Austen gewesen sein. 💕📚

Heute möchte ich euch den Roman 'Die Abtei von Northanger', im Original 'Northanger Abbey', von Jane Austen vorstellen, der 1817 erschienen ist. Es handelt sich um eine charmante Mischung aus Satire auf Schauerromane sowie Entwicklungs- und Liebesroman. Die deutsche Übersetzung stammt von Christiane Agricola. Der Roman erzählt von der jungen Catherine Morland, die zum ersten Mal die Gesellschaft außerhalb ihres Elternhauses kennenlernt. In der lebhaften Kurstadt Bath schließt sie neue Bekanntschaften und gerät in ein Geflecht aus gesellschaftlichen Erwartungen, Freundschaften und ersten romantischen Erfahrungen. Besonders prägend ist ihre Begeisterung für schaurige Romane, die ihre Fantasie stark beeinflusst. Als sie schließlich auf ein abgelegenes Anwesen eingeladen wird, beginnt sie, ihre Umgebung mit ganz neuen Augen zu betrachten. Im Zentrum stehen dabei das Erwachsenwerden, Selbsttäuschung und die Frage, wie sehr unsere Vorstellungen die Wirklichkeit formen. Austens Roman überzeugt vor allem durch seinen feinsinnigen, ironischen Schreibstil. Mit subtilem Humor und genauer Beobachtungsgabe nimmt sie sowohl gesellschaftliche Konventionen als auch die damals beliebten Schauerromane liebevoll aufs Korn. Der Ton ist leicht und unterhaltsam, dabei jedoch stets klug und pointiert. Die Figuren sind lebendig und mit viel Gespür gezeichnet. Catherine wirkt in ihrer Naivität ebenso sympathisch wie authentisch, und ihre Entwicklung ist gut nachvollziehbar, auch wenn sie im Vergleich zu anderen Austen Heldinnen etwas weniger Tiefe besitzt. Die Nebenfiguren bringen zusätzliche Dynamik in die Geschichte und bewegen sich zwischen charmant, eitel und berechnend. Die Handlung entfaltet sich ruhig und lebt vor allem von zwischenmenschlichen Begegnungen und feinen Beobachtungen. Große dramatische Wendungen stehen nicht im Vordergrund, vielmehr entsteht der Reiz aus Catherines lebhafter Vorstellungskraft, die immer wieder zu amüsanten und zugleich aufschlussreichen Situationen führt. Thematisch kreist der Roman um Selbstwahrnehmung, Reifung und das Spannungsfeld zwischen Fantasie und Realität. Die Atmosphäre ist dabei von einer angenehmen Leichtigkeit geprägt, die gelegentlich von einer spielerischen, fast parodistischen Spannung durchzogen wird. Mir persönlich hat das Buch gut gefallen, auch wenn es nicht ganz an mein bisheriges Highlight 'Stolz und Vorurteil' heranreicht. Es ist weniger emotional intensiv, dafür aber originell und oft sehr humorvoll. Die Zielgruppe sind Lesende, die Freude an klassischer Literatur, feinem Humor und Gesellschaftsromanen haben, insbesondere natürlich Fans von Jane Austen. Ich würde das Buch auf jeden Fall empfehlen, vor allem als leichtere und verspielte Ergänzung zu ihren bekannteren Werken. Bewertung: 4 von 5 Sterne ✨️

"Jemand, der keine Freude an einem guten Roman hat, muß unerträglich dumm sein, ganz gleich ob Mann oder Frau."
Northanger Abbey hat mir fast noch besser gefallen als Stolz und Vorurteil. Jane Austen schreibt über die Gegebenheiten des Romanschreibens ihrer Zeit und weicht mit ihrer realistischen Heldin davon ab. Die Autorin übertreibt nicht mit großen Abenteuern, sondern Catherines alltägliche Erfahrungen stehen im Vordergrund: Freundschaften, Liebe und Täuschung. Besonders spannend fand ich, wie Jane Austen das Lesen selbst thematisiert. An verschiedenen Stellen im Roman verteidigt sie das Lesen von Romanen und setzt sich kritisch mit der damaligen Haltung auseinander, Romane seien nur oberflächliche Unterhaltung für Frauen. Mir wurde beim Lesen jedenfalls nicht langweilig – im Gegenteil: Ihre zahlreichen Anspielungen, vor allem auf Schauerromane, machen sofort Lust, selbst Udolpho zu lesen.
Out of meiner Comfort Zone ☺️
Ich hatte mir für den August in meinem TBR ein Klassiker erspielt. Und ich habe mich für dieses Buch entschieden. Es hat mir überraschend gut gefallen. Es war anders als ich gedacht hätte nach dem Klappentext. Es war gemütlich aber trotzdem spannend und eine schöne Liebesgeschichte mit dabei. Es hat total lange gedauert im Aufbau. Und es sind immer wieder Sätze der Autorin mit drin wo die Geschichte begründet wird. Fand ich spannend so zu lesen.

Catherine ist wirklich mega süß! Jung, unbedarft, etwas naiv und gutgläubig. Nur der Leser erkennt, wie widersprüchlich sich manche Charaktere ausdrücken und wie lächerlich sie dadurch werden. Auch kapiert sie 0, dass ein Mann ihr grade praktisch einen Heiratsantrag macht und sie ihn unwissentlich annimmt. Mir hat es etwas zu lange gedauert, bis die Handlung endlich nach Northanger Abbey kam und der Anteil an Schauerliteratur-Parodie kam mir leider auch etwas zu kurz. Aber das Buch hat Spaß gemacht!
Catherine Morland wächst behütet in einer kleinen Stadt auf. Sie wird weder als auffallend hübsch, elegant oder vermögend beschrieben, ihre Nase steckt sie am liebsten in Schauerromane. Doch ihr ereignisloses Leben ändert sich, als ein mit der Familie befreundetes Ehepaar Catherine mit in den Kurort Bath zur Ballsaison nimmt. Dort findet sie endlich Freundinnen und lernt erste Verehrer kennen. Besonders angetan hat es ihr der zehn Jahre ältere Henry, der sie mit zu seinem Familiensitz Northanger Abbey nimmt, einer alten Abtei. Catherine wähnt sich sofort in einem ihrer Schauerromane und wittert hinter jeder Ecke in den alten Gemäuern eine Verschwörung. "Northanger Abbey" ist nach "Stolz und Vorurteil" mein zweiter Roman von Jane Austen und ich fand ihn sehr, sehr unterhaltsam! Austen wagt mit "Northanger Abbey" eine Satire auf die zu dieser Zeit sehr beliebten Schauerromane, nimmt die für diese Bücher typischen Erzählmuster aufs Korn und besticht mit einem klaren Blick auf die Oberflächlichkeit des englischen Landadels. Die flotte und spannende Erzählung um Cathrine, eine eher unkonventionelle Heldin, wird perfekt ergänzt von Malika Spechts Illustrationen in der Ausgabe der Büchergilde. Ich fand jede einzelne Collage unglaublich gut gelungen, sie haben mir ein einzigartiges Leseerlebnis beschert. Die Kombination aus der für Austen typischen Geschichte über den adeligen Heiratsmarkt, gespickt mit tollen Schauplätzen und einer Protagonistin, die nur so vor Fantasie strotzt, und den schaurig schönen Illustrationen von Malika Specht machen "Northanger Abbey" zu einem Lese-Muss. Wer - wie ich - darüber hinaus noch auf eine angenehme Haptik bei Büchern steht, kommt hier auch voll auf seine Kosten: Das bedruckte Leinen und weiche Seiten schmeicheln dem Tastsinn. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für diese Schmuckausgabe, ausgestattet mit Farbschnitt, Illustrationen, zwei Cabinet-Prints und einem Brief.

Hätte ich gewusst wie viel Tiefgang eine Liebesgeschichte haben kann, hätte ich vermutlich bereits früher eine gelesen.
Die Abtei von Northanger war mein erster Roman mit einem Hauptfokus auf dem Thema Liebe. Jane Austen fesselt den Leser mit einer spannenden und oft dialogreichen Erzählweise in welcher der Leser auch immer wieder teils humorvoll angesprochen wird. Auch wenn der Roman den Deckmantel einer Liebesgeschichte hat spricht er diverse interessante Themen an. Vorallem die Freundschaft, die Familie und die Beziehung zu dieser und in Teilen auch wie das Leben eines heranwachsenden Mädchens und ihre Wahrnehmung des Geschehens zur damaligen Zeit gewesen sein könnten. Wir Leser folgen einem naiven, in Teieln möglicherweise dümmlich erscheinenden 17 jährigen Mädchen auf ihrer Reise von ihren kleinen Dorf in die Gesellschaft. Diese Reise ist unterwandert auch spannend, weil erkennbar wird, wie die junge Dame auf ihrer Reise dazulernt.
"Wenn jemand, ganz gleich ob Herr oder Dame, einen guten Roman nicht mit Vergnügen liest, kann er nur unausstehlich dumm sein" Henry Tilney, KN Wie die Autorin Jane Austen schon zu Anfang ihres Romans feststellt, sind es weder die äußeren noch die innerlichen Gaben, die Catherine Morland auszeichnen. "Keiner, der Miss Morland als Kind gesehen hat, wäre je auf den Gedanken gekommen, dass sie zur Romanheldin bestimmt war", so lesen wir im ersten Satz des Buches. Wie der Leser aber bald darauf feststellen wird, bereitet es dennoch ein großes Vergnügen der jungen Catherine zu folgen, als sie ihr erstes großes Abenteuer erleben darf. Das Übersetzerteam, Ursula und Christian Grawe, hat sich bei der Arbeit für die Romane ihrer Lieblingsschriftstellerin sehr verdient gemacht. Ihnen ist es zu verdanken, dass die sprachlichen Feinheiten der einzelnen Personen so sauber herausgearbeitet werden. Gerade die sprachlichen Patzer einzelner Figuren entlarven im Buch mangelnde Erziehung oder geringen Anstand. "Kloster Northanger" parodiert die gotischen Romane, die sich Ende des 18. Jahrhunderts so großer Beliebtheit erfreuten. Doch bereits bei Veröffentlichung 1818 war die Welle der Begeisterung schon abgeflacht und der Leser konnte mit Genugtuung feststellen, dass die Autorin mit ihrer Aussage, dass "so reizend all diese Werke waren ..., nach wirklichkeitstreuen Charakteren durfte man nicht suchen, jedenfalls nicht in Mittelengland", Recht hatte. Da für den heutigen Betrachter diese Art von Lektüre noch in weitere Ferne gerückt ist, lässt es sich Herr Grawe nicht nehmen, auf Einzelheiten des vielzitierten Gotikwerkes "Udolpho" einzugehen. Da dies zu einem besseren Verständnisses des Austenromans beiträgt, sollte der Anhang daher nicht ungelesen bleiben. FAZIT So fügt sich "Kloster Northanger", das erste Werk der Autorin, lückenlos in die vielgeliebte Reihe der Romane ein, die von all denjenigen gelesen werden, die nicht für dumm gehalten werden möchten.
Positiv überrascht!
Von den sechs Austen-Romanen war dieser der einzige, den ich noch nicht gelesen habe. Ich hatte eine Verfilmung gesehen, die mir recht profan in Erinnerung geblieben war und war deswegen vollkommen zu Unrecht vorab davon überzeugt, dass ich Northanger Abbey am wenigsten von allen Romanen mögen würde. Turns out: Ich hab ausgerechnet diesen Roman sehr gern gelesen! Die süffisante und weise Erzählerinnen-Stimme, das vergleichsweise hohe Tempo, die facettenreichen Charaktere und vor allem das Entlarven der Vorurteile gegenüber Leserinnen bestimmter Genres (bis heute aktuell!) als wiederkehrendes Motiv - All das hat zu einem großen Lesevergnügen geführt!
Kurzweiliges Gesellschaftsdrama von der Regency Meisterin.
Die 17 jährige Catherine Morland reist unter der Obhut von Mr. und Mrs. Allen nach Bath. Dort begegnet Sie den Geswistern Isabella und John Thorpe. In ersterer findet sie eine beste Freundin in letzterem einen aufdringlichen und überheblichen Verehrer. Henry Tilney ist das genaue Gegenteil: Charmant, aufmerksam, freundlich und schnell der Mann ihrer Träume. Auch sein Vater, General Tilney, scheint ihr zugetan und als er sie zu einem Besuch nach Northanger Abbey einlädt, scheint ihr Glück perfekt und ihre Zukunft gewiss zu sein. Schon bald merkt Sie jedoch, dass Ihre beste Freundin Isabella nicht so liebenswürdig ist, wie sie schien. Als Catherine dann plötzlich über Nacht des Hauses verwiesen wird und Northanger Abbey ohne Erklärung verlassen muss, scheint ihre Zukunft mit Henry in weite Ferne zu rücken. Ich habe mich über John Thorpe fürchterlich geärgert und Henry sofort lieb gewonnen. Wieder einmal ein herrlicher Roman der Meisterin Jane Austen.

Seichte Austen-Lektüre mit einer fantasievollen Protagonistin
Die Geschichte braucht einiges an Vorlauf bis es zum Titel gebenden Northanger Abbey geht. Hierbei werden die Figuren und ihre Beziehungen ausgiebig vorgestellt und beim Lesen kristallisieren sich schnell Sympathen und Antisympathen heraus. Die Protagonisten - die Romanheldin, wie von der Erzählinstanz häufig betont- zeichnet sich durch ihre Unbedarftheit, Naivität und Fantasie, in die sie sich fast hineinsteigern kann, aus. Endlich im Northanger Abbey wird sich viel Zeit für die Beschreibung besagter Abtei gegeben und der Leidenschaft der Protagonisten für derlei Gemäuer. Dabei bleibt die Handlung bzw. die interessante Beziehungsentwicklung etwas auf der Strecke. Nach dem Erhalten eines Briefes überschlagen sich fast die Ereignisse, dafür wird das Ende fast zu schnell aufgelöst. Zum Schluss gibt die kommentierende (teilweise allwissende) Ich-Erzählinstanz einen Hinweis zur Deutungsmöglichkeit der Geschichte (was auch durchaus aus unserer heutigen Perspektive interessant ist!) Das Lesen hat Spaß gemacht, insbesondere das sich Echauffieren über das Verhalten bestimmter beliebter oder unbeliebter Figuren. Trotzdem empfand ich die Figurengestaltung nicht so stark wie z.B. im Austens "Stolz und Vorurteil" Zu empfehlen für Austen-Fans, aber auch alle vom Typ "Downton Abbey"-Fan.

Perfekt zum Abtauchen in eine andere Welt wenn der Alltag einen erdrückt
Catherine Morley, ein junges Mädchen aus einer Pfarrersfamilie, träumt von den Abenteuern, wie sie in den Schauergeschichten vorkommen, die sie so leidenschaftlich liest. Eine Einladung nach Bath führt zu einer Bekanntschaft mit den Tilneys – einer Familie, die scheinbar all das bietet, wonach sich Catherine sehnt: eine gruselige alte Abtei und ein schnuckeliger Sohn. Henry Tilney, der charmante Sohn, zieht sie in seinen Bann, und eine Einladung auf den beeindruckenden Familiensitz, eine alte Abtei, weckt Catherines Vorstellungen von düsteren Mysterien. Doch die Realität und ihre Fantasie prallen aufeinander, was zu einigen amüsanten und unangenehmen Situationen führt. „Northanger Abbey“ ist mein zweiter Roman von Jane Austen und von Anfang an hatte ich das Gefühl, dieser wird mein bisheriger Lieblingsroman von ihr. Warum? Er ist etwas düsterer als „Stolz und Vorurteil“ und die Schnulze steht nicht ganz so präsent im Vordergrund 😉 Außerdem ist das Buch auf einer unterschwelligen Ebene wirklich witzig. Austen teilt subtile Seitenhiebe in alle Richtungen aus: gegen Anne Radcliffe, den Hype um den Gothic Novel (was heute wohl mit dem Hype um Twilight oder 50 Shades vergleichbar wäre), gegen die Standesgesellschaft, die eingezwängte Rolle der Frau darin, und und und… Ich musste ein paar mal wirklich lachen, weil einige Personen so unverschämt und überzeichnet waren (vor allem die Thorpes). Ich hab sie dadurch auch wirklich gehasst. Vor allem den Bruder! Argh! Was ein Unsympath! Dennoch bleibt es im Herzen ein Jane Austen Roman – scharfsinnig, witzig und immer ein wenig romantisch. Catherines Obsession mit Gruselgeschichten konnte ich gut nachvollziehen und auch dass sie dadurch in einige Fettnäpfchen tritt, hat sie sehr liebenswert und menschlich gemacht. Schließlich ist sie erst 17 (vielleicht vergleichbar mit unserem heutigen 13) und wie schräg waren wir in Teenie-Zeiten drauf? Auch fand ich erfrischend, dass Jane Austen herself einige Male die vierte Wand durchbricht und direkt zum Leser spricht. Das ist ein sehr „modernes“ Stilmittel, was ich von einem derart frühen Roman nicht erwartet hätte. Natürlich bleibt Austen ihrer typischen Romantik treu und schließt das Buch mit einem märchenhaften Ende ab. Und obwohl sie stets subtil in ihrer Kritik bleibt, ist ihre Meinung zu den sozialen Normen und Erwartungen ihrer Zeit unübersehbar. ..aber trotzdem. Ich bin kein sehr romantisches Wesen, nein wirklich nicht, aber ach! Was würde ich gern einen Tag in einem Jane Austen Roman leben. Ich wär wohl auch die durchgeknallte Gothic Novel-Tante, die auf alte englische Abteien steht. Was soll ich sagen.. „Northanger Abbey“ ist mehr als nur ein weiteres Werk von Jane Austen – es ist eine clevere Satire, eine charmante Love-Story und eine Liebeserklärung an alle Buchliebhaber, die sich manchmal wünschen, in die Geschichten einzutauchen, die sie lesen. mein bisheriger Favorit von ihr – 4 Sterne! ⭐️⭐️⭐️⭐️
Mein erstes Highlight in diesem Jahr! Zwar mit Ansage, denn ich kenne den Roman, aber diese wunderschöne Ausgabe der Büchergilde Gutenberg hat mir zusätzlich auch ein visuelles und haptisches Bücherglück beschert. Das lange, schmale Format liegt gut in der Hand, hebt sich von anderen Büchern ab. Leinenumschlag, Lesebändchen, ein Farbschnitt in dunkelblau, wunderschöne Zeichnungen schon im Einband, eine Augenweide! Der Satzspiegel überbreitem Rand ist ein Traum, Anmerkungen zum Text finden sich dort in bequem lesbarer Größe. Beim Redigieren sind ein paar Fehler unbemerkt geblieben, über die ich hinwegsehen könnte (Anmerkung 74 ist in der Aufzählung übersprungen worden, der Text zu Anmerkung 75 auf S. 320 steht bereits auf S. 316, in das Wort "verdienen" hat sich ein " Ω" eingeschlichen). Krass finde ich allerdings der Buchstabendreher im Einband: Unter den Familienportraits steht jeweils vorne und hinten zweimal in hübscher Schreibschrift der Name falsch geschrieben, "Thrope" statt "Thorpe". Das hätte vor dem Druck auffallen und korrigiert werden müssen! Der Roman erschien erst nach Austens Tod. Sie das Manuskript dem Verlag wieder abgekauft, nachdem dieser es 13 Jahre unveröffentlicht lies. Ihre Empörung über diesen Umgang mit ihr als bereits angesehener Autorin ist aus ihrem Vorwort deutlich herauszulesen. Es ist eine extrem witzige, kleine Geschichte, die sich vom Aufbau und Setting liebevoll-ironisch über das Genre des Schauerromans lustig macht. Schon der erste Satz ist auf den Punkt, er mich ab: "Niemand, der Catherine Morland als Kind gekannt hätte, wäre auf die Idee gekommen, dass sie zur Romanheldin bestimmt sei." Jane Austen öffnet die Tür und will die Leserin willkommen heißen. Da sage ich nicht nein, ich trete liebend gerne ein in "Northanger Abbey"! Und es ist ein Fest, zack, zack wirbelt mir der Sprachwitz Seite um Seite um die Ohren. Immer wieder interveniert die Autorin von außen mit britisch-trockenem Humor und mischt Ihre Protagonisten auf, großartig! Austen weiß mit Worten umzugehen (und Übersetzerin Andrea Ott ebenso), der Text wirkt auch heute noch frisch. Gekrönt wird diese Ausgabe von den herrlichen Illustrationen von Malika Specht, die Zeichnung und Collage miteinander verbindet. On top enthält das Buch zwei separate Zeichnungen im Postkartenformat zum Herausnehmen sowie den in der Schlüsselstelle des Romans erwähnten Brief als echten Brief zum Selberlesen. Ich streichele über den Einband und freue mich über dieses schöne Buch.

Anders und doch ganz Jane Austen. Kommt allerdings nicht an ihre anderen Titel heran.
In gewohnter Jane Austen Manier werden hier wieder auf humorvolle Art die Höhen und Tiefen beschrieben, die eine junge Frau (hier: Catherine Morland) durchmachen muss, um am Ende (hoffentlich) gut verheiratet zu sein. Dennoch kommt das Buch nicht an die anderen Geschichten Jane Austens heran. Die direkten Ansprachen an die Leser haben den Lesefluss auf unangenehme Weise unterbrochen und führten bei mir dazu, dass ich mich dem Geschehen immer mehr entfernte. Auch hielt der Spannungsbogen nicht dauerhaft an, sodass mir das Buch, trotz der - im Vergleich zu anderen Büchern von Austen - geringen Seitenzahl ziemlich lang vorkam.
Unerwartet humorvoll
Ich hab keine Ahnung wie mir Northanger Abbey entgehen konnte, deswegen habe ich es nun nachgeholt. Es ist - oberflächlich betrachtet - eine typische Liebesgeschichte. Allerdings behandelt J.A. die damaligen Schauerromane und die damalige Gesellschaft mir viel unerwarteten Witz und Satire, dass ich es kaum weglegen konnte.
Mit spitzer Feder und Zunge vorgetragen „Immer wenn ich ihn sehe“, sagte Catherine, als sie am Fluss entlangwanderten, „muss ich an Südfrankreich denken.“ „Waren Sie denn schon im Ausland?“, fragte Henry ein wenig überrascht. „O nein, ich meine, an das, was ich darüber gelesen habe. Ich muss dabei immer an die Landschaft denken, durch die Emily und ihr Vater in „Udolphos Geheimnisse“ reisen. Aber Sie lesen bestimmt keine Romane.“ „Warum nicht?“ „Weil sie Ihnen nicht geistreich genug sind – Herren lesen niveauvollere Bücher.“ „Ein Mensch, ob Herr oder Dame, der kein Vergnügen an einem guten Roman hat, muss unerträglich stumpfsinnig sein.“ (S. 134 / S. 135) Entschuldigt bitte, dass ich ein etwas längeres Eingangszitat zu dieser Rezension gewählt habe. Aber es war eine der Stellen, an der ich lauthals lachen musste – und von derart Dialogen mangelt es wahrlich nicht in „Northanger Abbey“ von Jane Austen. Dank dem Penguin Verlag liegt mir das Buch in einer quietschorangen Ausgabe aus der „Penguin Edition“ vor. Übersetzt von Andrea Ott und einem für Austen-Neueinsteiger wie mich durchaus interessanten Nachwort von Hans Pleschinski. So wusste ich zum Beispiel nicht, dass vorliegender Roman erst nach Jane Austen´s Tod von ihrem Bruder veröffentlicht wurde. Hätten wir das also auch geklärt… Jane Austen entführt die Leserinnen und Leser in die englische „Upper class“-Gesellschaft. Wir nehmen mit Catherine, der „Antiheldin“ des Romans am gesellschaftlichen Leben in Bath, einer Stadt im Westen Englands, teil und werden nach und nach Zeuge von (falschen) Freundschaften, Liebeleien, rasiermesserscharf-spitzen Bemerkungen über die englische Gesellschaft usw. So oft wie in diesem Buch habe ich schon lange nicht mehr während eines Romans schallend gelacht und dabei gleichzeitig den Kopf geschüttelt. „Northanger Abbey“ möchte ich daher als Wohlfühllektüre für (Lebens-)Phasen betrachten, in denen nicht alles eitel Sonnenschein ist. Die titelgebende „Northanger Abbey“, der Wohnsitz von Catherine´s Märchenprinz Henry Tilney und seiner Familie, kommt zwar erst ziemlich spät ins Spiel – dafür aber mit absurd-komischen Gedanken Catherine´s, die man zu diesem Zeitpunkt am liebsten von ihrer bevorzugten Schauerroman-Lektüre wegzerren würde; zumal sich – ach, lest doch einfach selbst. Ja, ich bin begeistert und nein, ich habe weder „Northanger Abbey“ zum letzten Mal gelesen noch spare ich mir die anderen Romane von Jane Austen *g*. Herrlich spitze 5* und eine absolute Leseempfehlung! ©kingofmusic
Unerwarteter Reread
Nach Jahren habe ich das Buch (versehentlich) nochmal gelesen, und diesmal hat es mir 1000 mal besser gefallen, als beim ersten Lesen. Ich kann euch nicht sagen woran es liegt, vllt war ich damals doch noch zu jung, als das mit solche Art von Literatur wirklich hätte gefallen können. Leider merkte ich erst ab der Hälfte des Buches, das ich es schon kannte.😂 Naja, kein Problem, es hat mir schließlich total gut gefallen. Ich fand es toll, wie sich die Hauptcharakterin Cathrine entwickelt. Anfangs war sie sehr schüchtern und wusste nicht Recht, was richtig und falsch war. Hat sich dabei einfach auf andere (die falschen) Leute verlassen. Zum Ende hin konnte sie sich ihr eigenes Urteil bilden und zwischen echten und unechten Freunden unterscheiden. Der Schreibstile von Jane Austen erinnert mich an Bridgertons Lady Whistledown, oder eher gesagt ist Bridgerton evtl von Jane Austens Schreibstil inspiriert. Das Buch ging auch überraschend leicht zu lesen. Es ist eine relativ neue Auflage des Buches und ich bin mir sicher, dass sie die Sprache unserer Zeit angepasst haben. Neben Cathrine ist mir ebenfalls Mr. Tilney ans Herz gewachsen. Ich mochte seinen ironischen Humor und das er die Intentionen aller Menschen gleich beim ersten Aufeinandertreffen durchschaut. Viele andere emphatilose, ichbezogene Charaktere sind ebenfalls dabei, die mir zunehmend auf den Senker gingen (aber im positiven Sinne, weil mich das Buch so mitgenommen hat). Zusammengefasst: trotz dessen, dass ich den Plot Twist schon kannte, war das Buch spannend und ich habe richtig mitgefiebert.
"Kloster Northanger" (im Original "Northanger Abbey") von Jane Austen ist eine charmante und zugleich satirische Darstellung der Gesellschaft des späten 18. Jahrhunderts. Der Roman wurde posthum 1817 veröffentlicht und zeigt Austens typischen Witz und ihre Fähigkeit, die menschliche Natur und die sozialen Normen ihrer Zeit scharfsinnig zu beobachten. Die Geschichte dreht sich um die junge und naiv-romantische Catherine Morland, die von einer wohlhabenden Familie eingeladen wird, einige Wochen in Bath zu verbringen. Dort begegnet sie einer Vielzahl von Charakteren, darunter Henry Tilney, in den sie sich verliebt. Catherine erhält später eine Einladung, die Tilney-Familie in deren Anwesen, Northanger Abbey, zu besuchen, wo ihre lebhafte Fantasie von den gotischen Romanen, die sie gelesen hat, beflügelt wird. Austen nutzt "Kloster Northanger" als Gelegenheit, die populären gotischen Romane ihrer Zeit satirisch zu kommentieren. Sie parodiert die übertriebenen Emotionen und die unheimliche Atmosphäre dieser Werke und kontrastiert sie mit der Realität von Catherines Erlebnissen. Dabei beleuchtet Austen auch die Themen der Selbsttäuschung, der Reife und der Bedeutung von Vernunft und Urteilsvermögen. "Kloster Northanger" ist eine unterhaltsame und intelligente Lektüre, die sowohl Austens typischen Humor als auch ihre Fähigkeit, tiefgründige gesellschaftliche Beobachtungen zu machen, zeigt. Der Roman ist ein wunderbares Beispiel für Austens Talent, Satire und Romantik zu verbinden, und bietet sowohl Liebhabern klassischer Literatur als auch neuen Lesern einen großartigen Einstieg in ihr Werk.
Ich habe bisher „Stolz und Vorurteil“ und „Überredung“ von der Autorin gelesen. Auch hier habe ich den außergewöhnlichen Schreibstil der Autorin geliebt. Es ist sehr bildgewaltig, poetisch und einmalig. Ich liebe auch ihren Humor, den sie immer mal wieder subtil einstreut. Das hat mich des Öfteren schmunzeln lassen. Catherine fand ich direkt bezaubernd. Sie möchte alles richtig machen und ist zu allen sehr liebevoll. Zudem versucht sie immer gerecht zu sein und das macht sie sehr gut. Ich hätte sie gerne als Freundin. Henry ist ebenfalls ein toller Charakter. Er ist klug, charmant und herzensgut. Seine Schwester Eleanor fand ich auch direkt sympathisch. Sie ist eine wirklich tolle Freundin. Auch ein paar andere Charaktere mochte ich direkt sehr gerne. Es gab aber auch Charaktere, die ich direkt gar nicht mochte oder erst später nicht. Manche die gut erschienen, waren es doch nicht und regten mich während des Buches immer mehr auf. Da habe ich ab und zu echt die Augen verdreht. Diese vielen verschiedenen Charaktere und besonders deren Tiefe waren wirklich gut dargestellt. Natürlich darf bei Jane Austen die Liebe nicht zu kurz kommen und ich muss sagen Catherine und ihre Liebe war wundervoll. Absolut bezaubernd und ich habe so auf ein Happy End für die Beiden gehofft. Jedes Mal wen sie aufeinander trafen, hatte ich mit Catherine Herzklopfen und mich sehr gefreut. Ich finde da schafft die Autorin immer eine eigene Art von Magie. Es gab jedoch ein paar Längen, wo ich mich ein bisschen durchkämpfen musste. Am meisten hat mich aber leider das Ende gestört. Es war sehr überhastet und ich hatte das Gefühl, dass DAS Finale mir ein bisschen genommen wurde. Die Autorin schreibt nämlich dann aus der Autorensicht, wie es mit den Charakteren weitergeht, aber ich wollte dabei sein. Da hätte ich mir mehr Seiten gewünscht, um das Ende wirklich zu fühlen. Denn dann wäre es für mich auch wieder ein 5-Sterne-Highlight geworden. So hat es mich zwar auch begeistert, aber es hat dennoch etwas gefehlt. Im großen und Ganzen war es wieder ein tolles Buch der Autorin, das ich empfehlen kann. Es hat mir viel Freude gemacht es zu lesen.
Intrigen, junge Liebe und große Enttäuschungen im Leben
Zu Beginn des Buches fand ich die Darstellung der Personen und das beschriebene Leben in Bath sehr unterhaltsam. Es war anfangs spannend zu beobachten wie Catherine in der Gesellschaft ankommt und Freunde findet. Die gesponnenen Intrigen und die erlebten Enttäuschungen, haben Catherine zu einer Charakterentwicklung verleitet und ihr kritisches Denken gefördert. Gegen Ende hin fand ich das Buch leider zu "schnell abgehandelt". Ich hätte mir gerne noch mehr Zeit gewünscht für mehr Erklärungen und Liebesbekenntnisse. Ich hätte gerne den Funken zwischen dem Liebespaar noch mehr am Ende gespürt und auch die Entwicklungen aller Charaktere und deren zukünftige Verbindungen noch näher kennengelernt. Es war unterhaltsam zu Beginn und hat mich am Ende leider nicht mehr ergriffen.
Viel Witz und Sarkasmus, die mich oft zum Schmunzeln gebracht haben. In meiner Ausgabe der Büchergilde waren außerdem Kommentare zur Einordnung zeitgenössischer Popkultur enthalten, das hat für das Verständnis geholfen. Sprachlich trotzdem etwas anspruchsvoller und thematisch etwas zu unaufgeregt für meinen Geschmack, daher kleiner Abzug.
Schwaches Erstlingswerk
Ein Früherkennung von Jane Austen, mit dem ich nicht richtig warm geworden bin. Wahrscheinlich fehlt mir der Einblick in die gotischen Schauerromane, auf die der zweite Teil ein Parodie ist. Die Handlung plätschert für mich nur so dahin, wahrscheinlich kann ich den feinen Witz von Jane Austen hier nicht so richtig schätzen. Was für mich aber wirklich lesenswert war, sind die Anmerkungen am Schluss!

Den klug aufgebauten und stets unterhaltsam zu lesenden Handlungssträngen der Romane Austens zu folgen ist immer ein Vergnügen. Das hier hat mich jedoch besonders begeistert, auch nach dem zweiten Lesen. Von Anfang an als ungeeignete Romanheldin eingeleitet, wächst einem die Protagonistin gerade durch ihre schlichte Unaufgeregtheit und ihre ehrliche Unbedarftheit ans Herz.
Zunächst einmal: Ich liebe diese Ausgabe. Sie ist eine wahre Augenweide und für den Preis ein absolutes Muss. Ich habe mir auch die anderen fünf Jane Austen Romane dieser Reihe gekauft. Traumhaft. So nun gehts aber los mit der Rezension. Catherine fand ich sofort sympathisch, gerade weil sie kein typisches Mädchen auf Männerfang ist, wie diverse andere Damen im Roman und natürlich weil sie Bücher liebt. Manchmal mutet sie etwas naiv an aber ihre lebensfrohe und manchmal ungestüme Art machen das wieder wett. Weniger sympathisch fand ich die Familie Thorps, die wohl den intriganten Menschen im Buch personifizieren sollte, was bestens gelungen ist. Beim lesen habe ich sehr, sehr oft über diese Personen geflucht, wie hinterhältig kann man eigentlich sein. Aber genau das ist ein Grund, warum ich das Buch so mag. Es hat mich emotional angesprochen und wirklich mitleiden (auch lachen) lassen. Der Schreibstil von Jane Austen ist schon eine Marke für sich. Anfangs tat ich mich damit etwas schwer, aber so nach und nach gefiel er mir immer besser.
Unterhaltsam, gemütlich und romantisch. Ich kannte die Handlung von "Northanger Abbey" davor tatsächlich überhaupt nicht und konnte mich dementsprechend von Jane Austen überraschen lassen. Ich habe eine Weile gebraucht, um richtig in die Geschichte reinzukommen, vielleicht auch weil ich schon länger keinen Klassiker mehr gelesen hatte und musste mich erst einmal wieder an die altertümliche Sprache gewöhnen musste, aber je weiter ich las, desto besser gefiel mir die Geschichte. Die Bücherliebe der Protagonistin Catherine hat mich sofort mit ihr verbunden und ich habe beim Lesen richtig Lust bekommen, ihre Bücher ebenfalls zu lesen - Auch wenn es Gruselromane sind. Catherine ist eine nahbare und liebenswerte Protagonistin, die ich nur zu gerne auf ihrer Reise begleitet habe. Generell sind die Charaktere hier vielfältig und sehr authentisch. Manche Figuren werden überzogen dargestellt, was mich beim Lesen köstlich amüsierte. Die Mischung an unterschiedlichen Charakteren ist auf jeden Fall gelungen und sorgt für ordentlich Abwechslung. Davon abgesehen ist diese Geschichte allerdings ziemlich ruhig. Wir bekommen viel von Catherine's alltäglichem Leben mit, begleiten sie auf Reisen und zu gesellschaftlichen Anlässen - Gerade die Bälle sind für mich bei den Werken von Jane Austen immer ein absolutes persönliches Highlight! Es geht um Familie, um Freundschaft und natürlich auch um die Liebe. Ich bin beim Lesen wieder einmal voll und ganz in einer anderen Zeit abgetaucht und regelrecht in der beschriebenen Welt versunken. Auch wenn der Geschichte etwas mehr Schwung stellenweise definitiv nicht geschadet hätte, habe ich mich zu keiner Zeit gelangweilt und das Lesen sehr genossen. Bezüglich der Sprache sind mir hier jedoch erstmals ein paar (vermeintliche) Unstimmigkeiten in Form von Worten und Begriffen aufgefallen, die für mich einfach nicht so recht in die damalige Zeit passen wollten. Hinzu kommt, dass manche Phrasen und vor allem Redewendungen für mich teilweise etwas gezwungen klangen, so inszeniert und gewollt altertümlich und damit auch irgendwie falsch - Es handelt sich hierbei also eindeutig um eine Kritik an der gewählten Übersetzung und nicht an der der Autorin! Davon abgesehen habe ich den Schreibstil nämlich gewohnt stark erlebt. Jane Austen schreibt eindrucksvoll, wortgewandt und atmosphärisch. Ihre Worte haben mich in den Bann gezogen und in einer faszinierenden Welt versinken lassen. Für einen Klassiker ist dieses Buch erstaunlich lebendig geschrieben und konnte mich mehr als nur einmal zum Schmunzeln bringen - Jane Austen besitzt definitiv Witz und Humor. Ich habe diese Geschichte als illustrierte Schmuckausgabe aus dem Coppenrath-Verlag gelesen und kann wieder einmal nur von der Aufmachung schwärmen. Die eingestreuten Illustrationen und Verzierungen von Marjolein Bastin sind wie immer traumhaft schön und die beigelegten Briefe, Karten etc. haben die Atmosphäre und Wirkung der Geschichte nur noch mehr verstärkt. Sie lassen den Zauber längst vergessener Zeiten aufleben. 4/ 5 Sterne ⭐️
Dieses Buch ist etwas anders als die Jane Austen Bücher, die ich zuvor gelesen hatte.
Dies ist eins der ersten Werke von Jane Austen, welches sie über ihr Leben hinweg bearbeitet hat und erst nach ihrem Tod veröffentlicht wurde. Und ich finde, dass man das merkt. Man kann auf jedenfall den Charakter von Jane Austen heraus lesen, aber dieses Buch hat andere Wendungen, Intrigen, ein hin und her. Das Ende ist trotzdem wie erwartet ein typisches Jane Austen Ende.
Characteristics
2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Book Information
Posts
Ich wage es zu behaupten, wer Stolz&Vorurteil liebt, wird auch Northanger Abbey mögen/ lieben. Vielleicht sogar etwas mehr. Heiter, witzig, humorvoll, ironisch und nie langweilig- so ging es mir in diesem Roman. Die Überzeichnung von einzelnen Figuren ist so gut gelungen. Wie die 17 jährige, sehr naive Catherine ihre Liebe findet, kann ich sehr empfehlen zu lesen, oder hören. Ich habe beides gemacht und fand Eva Mattes als Vorleserin überragend .
Tolle Geschichte ♥️
Ich habe das Buch super schnell gelesen 🌸 Es war ein zuckersüßer Roman über das Abenteuer eines Mädchens, dass das erste Mal in eine neue Stadt reist. Sie trifft tolle Menschen und lernt was wahre Freundschaft ist. Die Geschichte geht fast ohne extreme Höhen und Tiefen fortlaufend flüssig voran. Die Sprache war toll und hat mich echt mitgerissen. Ich fand leider das Ende etwas übereilt und ich hatte gerne noch erfahren wie es mit den Protagonisten weiter geht.

Im Mittelpunkt steht die junge Catherine Morland, eine 17-jährige, fantasievolle Protagonistin, die zum ersten Mal die größere Gesellschaft kennenlernt und dabei zwischen Realität und ihren romantischen Vorstellungen unterscheiden lernen muss. Die Geschichte beginnt in Bath, wo Catherine neue Bekanntschaften schließt – darunter Henry Tilney und seine Schwester Eleanor, zu denen sie schnell eine besondere Verbindung aufbaut. Als Catherine später eingeladen wird, die geheimnisvolle Northanger Abbey zu besuchen, wird ihre Vorstellungskraft durch ihre Liebe zu Schauerromanen stark angeregt. In der alten Abtei glaubt sie schließlich, dunkle Geheimnisse zu entdecken und verdächtigt sogar General Tilney, etwas mit dem Tod seiner Frau zu tun zu haben. Doch nach und nach erkennt Catherine, dass ihre Fantasie ihr Streiche gespielt hat und die Wirklichkeit oft viel nüchterner ist als die Geschichten, die sie gelesen hat. Jane Austen nutzt diese Handlung, um auf sehr ironische und unterhaltsame Weise gesellschaftliche Themen anzusprechen. Besonders deutlich werden dabei der Einfluss von Geld und sozialem Status, die Erwartungen an junge Frauen sowie die Frage, wie leicht man sich von romantischen Vorstellungen täuschen lassen kann. Gleichzeitig ist der Roman auch eine liebevolle Parodie auf die Gothic-Literatur seiner Zeit. Besonders gefallen hat mir der humorvolle Ton des Buches. Austen schreibt mit viel Ironie und schafft Figuren, die trotz ihrer Schwächen sehr lebendig wirken. Catherine ist zwar naiv, aber gerade das macht ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte interessant und sympathisch. Auch Henry Tilney sticht durch seinen Witz und seine kluge Art hervor. Insgesamt ist Northanger Abbey ein unterhaltsamer Klassiker über Fantasie, Erwachsenwerden und gesellschaftliche Erwartungen. Der Roman verbindet Humor mit feiner Gesellschaftskritik und zeigt bereits viele der Stärken, für die Jane Austen heute bekannt ist.
Northanger Abbey war für mich ein absolutes Meisterwerk – und hat mir wesentlich besser gefallen als Emma. Catherine habe ich von der ersten Seite an ins Herz geschlossen. Sie ist sympathisch, fantasievoll und herrlich menschlich. Die Geschichte hat mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht, war unglaublich amüsant und gleichzeitig überraschend lehrreich. Besonders spannend fand ich, wie Jane Austen mit Humor und feiner Ironie romantische Vorstellungen und übertriebene Fantasien aufs Korn nimmt. Ein Buch voller Charme, Witz und liebenswerter Figuren, das mich bestens unterhalten hat. Für mich definitiv eines meiner liebsten Austen-Bücher.
Ich mag das Buch Mega gerne und liebe den Schreibstil von Jane Austen. Ich muss sogar sagen, dass ich das Buch im Nachgang besser fand als beim lesen, da man über die Handlung nochmal genau nachdenken kann und einem dann noch so viele Details einfallen. Es geht um Catherine, die das erste Mal so richtig unter Menschen kommt. Dabei lernt sie die typischen Charaktere kennen, die auch heute in der Gesellschaft noch sehr präsent sind. Der Mann ohne Grenzen, die egoistische und falsche Freundin, die Liebe und Gute Seele, die wahre Freundin, der Tyrann der nur seinen Vorteil sieht und die große Liebe. Es geht um Liebe, Freundschaft und wie man diese erkennt. Chatherine macht in dieser Zeit auch eine große Entwicklung durch. Dazu eine Geschichte, die sich schon etwas über die Gesellschaft und vor allem Gruselgeschichten lustig macht. Insgesamt muss man sagen, dass nichts richtig spannendes passiert und kein krasser Plot-twist auf einen wartet. Aber das muss Jane Austen auch gar nicht. Sie überzeugt mit ihrer Scheibweise.

Ich hatte mir fest vorgenommen mich dieses Jahr Jane Austen zu widmen, deren 250. Geburtstag am 16. Dezember 2025 ist. Einen Gegenpart zum allgegenwärtigen Thomas-Mann-Jahr setzen. Nach "Lady Susan" und einer Graphic Novel über Jane Austen, nun der Schauerroman "Die Abtei von Northanger". Schauerlich ist er aber nur über ein paar Seiten hinweg. Die meiste Zeit begleiten wir die erst 17-jährige Catherine Morland, die, mit einem befreundeten Ehepaar ihrer Eltern, nach Bath reisen darf. Dort nimmt sie am gesellschaftlichen Leben teil, geht auf Bälle tanzen und lernt die aufgeweckte Isabella und deren Bruder kennen, dieser ist auch noch ein guter Freund von Catherines Bruder. Das interessante an diesem Roman waren tatsächlich die Konversationen, die ausgiebig geschildert werden. Wie feinfühlig sich die Autorin in Menschen hineinversetzen konnte und welche außerordentliche Beobachtungsgabe sie gehabt haben muss. Fein sezierte Characterstudien werden eingeflochten. Die erst so naive Catherine wird zunehmend erwachsener, hinterfragt und verfügt über einen gesunden Menschenverstand, der Ränkezüge erkennt. Ihre erblühende Liebe zu Henry, dessen Vater der Eigentümer der düsteren Abtei ist, könnte eine Hommage an ihren Bruder Henry sein. So stelle ich es mir auf jeden Fall vor. Ich freue mich sehr auf weitere Bücher der Autorin und spreche sehr gerne eine Leseempfehlung aus! Auf mich warten bereits "Emma" und "Stolz und Vorurteil ".
Das war ganz nett..
Ich wollte, nachdem mir "Stolz und Vorurteil" so gut gefallen hat, unbedingt mehr von Jane Austen lesen. Da fand ich "Northanger Abbey" in der Bibliothek und nahm es direkt mit.😍 Ich brauchte wieder etwas Zeit, um mich an die Sprache zu gewöhnen, aber dann ließ sich dieser Klassiker flüssig weglesen. ❗️Kleiner Spoiler❗️ Spannend fand ich die Idee, ein altes Kloster in die Handlung zu integrieren und dass die Protagonistin sich ab da verhielt, als wäre sie Teil eines Spukromans, nur um dann festzustellen, dass ihre Fantasie mit ihr durchgegangen ist. Da musste ich schon an der ein oder anderen Stelle schmunzeln😄 Alles in allem war es für mich ein kurzweiliger Klassiker, den ich gerne gelesen habe, aber leider kein Highlight.🤷♀️😅
Reread
Northanger Abbey ist nicht mein Lieblingsbuch von Jane Austen, aber es ist trotzdem ein gutes Buch. Ich mag den Schreibstil, die Charaktere und das Setting. Die Story fließt vor sich hin und bietet gute Einblicke in die Gesellschaft und die Charaktere. Ich empfinde das Buch nicht als romantisch und Mr. Tilney ist kein Mr. Darcy, aber es hat eine solide Story. Ein Buch ohne Aktion und Spannung, zu 100% Personen getragen. Man sollte es aber nicht mit Bridgerton vergleichen, auch wenn es ungefähr zu gleichen Zeit spielt. Wer authentische historische Romane mag, ist bei allen Büchern von Jane Austen genau richtig. Kann auch das Hörbuch gelesen von Eva Mattes sehr empfehlen.
Northanger Abbey begeistert mit Jane Austens leichtfüßigem Stil, feinem Humor sowie ironischer und selbstironischer Distanz. Die Geschichte ist wundervoll inszeniert und durchgehend unterhaltsam. Besonders diese Ausgabe überzeugt durch ihre wunderschöne Gestaltung und die äußerst hilfreichen Fußnoten, die ein tieferes Verständnis der Zeit, gesellschaftlicher Gegebenheiten und literarischer Anspielungen ermöglichen.
Mein erster Austen – und wahrlich, ich bin ganz bezaubert. Mit feinem Humor und leichter Hand zieht sie ihre Lesenden in die Geschichte hinein und hält sie sanft in ihrem Bann. Welch ein Lesevergnügen, das Herz und Geist gleichermaßen erfreut.

Zunächst bin ich ein wenig schwierig in die Geschichte reingekommen, aber dann konnte sie mich wirklich fesseln. Das ganze gesellschaftliche Leben zur damaligen Zeit, die Bälle, Spaziergänge, gepaart mit wirklich sehr gut gezeichneten Charakteren, haben es mir einfach gemacht, schnell voranzukommen. Auch der Schreibstil, was vermutlich an der guten Übersetzung liegt, war unfassbar flüssig. Als sich der Handlungsort nach Northanger Abbey verlagerte, wurde es für mich etwas langatmiger, aber insgesamt war ich wirklich positiv überrascht, da es mein erster Roman von Jane Austen war.
Hat mir überraschend gut gefallen!
Das Buch hat im passenden Moment zu mir gefunden und meine Erwartungen nicht nur erfüllt sondern sogar übertroffen. Ich habe die Geschichte sehr gerne gelesen und in der tollen Aufmachung der Büchergilde mit den wunderschönen Illustrationen von Malika Specht ist es ein noch größerer Genuss! Von mir gibt's eine klare Empfehlung!

Klassiker-Premiere mit Jane Austen ✨
Mein erster Klassiker!Und was sollte es anderes sein als ein Roman von Jane Austen? Ich bin wirklich lange um dieses Buch herumgeschlichen und habe mich ehrlich gesagt ein bisschen davor gedrückt. Ich hatte überhaupt keine Vorstellung davon, wie es geschrieben sein würde bzw hatte sogar ein wenig Angst, dass es mir vielleicht gar nicht gefällt. 😅 Was soll ich sagen? Diese Angst war völlig unbegründet. Ich denke schon, dass man sich auf die Schreibweise und die damaligen gesellschaftlichen Gegebenheiten einlassen muss. Natürlich kann und will ich das Buch auch gar nicht mit den Geschichten vergleichen, die ich sonst lese. Aber trotz all dieser Unterschiede gab es eine Sache, die perfekt gepasst hat und die mir persönlich am wichtigsten ist: Ich habe mich wunderbar unterhalten gefühlt! 😊 Es war wirklich spannend mehr über die damalige Zeit zu erfahren und einen kleinen Einblick zu bekommen, wie das Leben damals ablief. Catherine war eine ganz bezaubernde Protagonistin voller jugendlicher Naivität, Wissensdurst und mit einer guten Prise Humor. 😆 So jemanden hätte ich zu dieser Zeit definitiv gern zur Freundin gehabt. Vieles war hier, vermutlich ganz bewusst, sehr überspitzt dargestellt, was ich allerdings unglaublich unterhaltsam fand. Auch damals gab es also schon toxische Freundschaften und aufdringliche Kerle, die selbst den Wink mit dem Zaunpfahl nicht verstanden haben. 👀😂 Mir hat das Buch wirklich extrem viel Spaß gemacht und es wird definitiv nicht mein letztes Buch von Jane Austen gewesen sein. 💕📚

Heute möchte ich euch den Roman 'Die Abtei von Northanger', im Original 'Northanger Abbey', von Jane Austen vorstellen, der 1817 erschienen ist. Es handelt sich um eine charmante Mischung aus Satire auf Schauerromane sowie Entwicklungs- und Liebesroman. Die deutsche Übersetzung stammt von Christiane Agricola. Der Roman erzählt von der jungen Catherine Morland, die zum ersten Mal die Gesellschaft außerhalb ihres Elternhauses kennenlernt. In der lebhaften Kurstadt Bath schließt sie neue Bekanntschaften und gerät in ein Geflecht aus gesellschaftlichen Erwartungen, Freundschaften und ersten romantischen Erfahrungen. Besonders prägend ist ihre Begeisterung für schaurige Romane, die ihre Fantasie stark beeinflusst. Als sie schließlich auf ein abgelegenes Anwesen eingeladen wird, beginnt sie, ihre Umgebung mit ganz neuen Augen zu betrachten. Im Zentrum stehen dabei das Erwachsenwerden, Selbsttäuschung und die Frage, wie sehr unsere Vorstellungen die Wirklichkeit formen. Austens Roman überzeugt vor allem durch seinen feinsinnigen, ironischen Schreibstil. Mit subtilem Humor und genauer Beobachtungsgabe nimmt sie sowohl gesellschaftliche Konventionen als auch die damals beliebten Schauerromane liebevoll aufs Korn. Der Ton ist leicht und unterhaltsam, dabei jedoch stets klug und pointiert. Die Figuren sind lebendig und mit viel Gespür gezeichnet. Catherine wirkt in ihrer Naivität ebenso sympathisch wie authentisch, und ihre Entwicklung ist gut nachvollziehbar, auch wenn sie im Vergleich zu anderen Austen Heldinnen etwas weniger Tiefe besitzt. Die Nebenfiguren bringen zusätzliche Dynamik in die Geschichte und bewegen sich zwischen charmant, eitel und berechnend. Die Handlung entfaltet sich ruhig und lebt vor allem von zwischenmenschlichen Begegnungen und feinen Beobachtungen. Große dramatische Wendungen stehen nicht im Vordergrund, vielmehr entsteht der Reiz aus Catherines lebhafter Vorstellungskraft, die immer wieder zu amüsanten und zugleich aufschlussreichen Situationen führt. Thematisch kreist der Roman um Selbstwahrnehmung, Reifung und das Spannungsfeld zwischen Fantasie und Realität. Die Atmosphäre ist dabei von einer angenehmen Leichtigkeit geprägt, die gelegentlich von einer spielerischen, fast parodistischen Spannung durchzogen wird. Mir persönlich hat das Buch gut gefallen, auch wenn es nicht ganz an mein bisheriges Highlight 'Stolz und Vorurteil' heranreicht. Es ist weniger emotional intensiv, dafür aber originell und oft sehr humorvoll. Die Zielgruppe sind Lesende, die Freude an klassischer Literatur, feinem Humor und Gesellschaftsromanen haben, insbesondere natürlich Fans von Jane Austen. Ich würde das Buch auf jeden Fall empfehlen, vor allem als leichtere und verspielte Ergänzung zu ihren bekannteren Werken. Bewertung: 4 von 5 Sterne ✨️

"Jemand, der keine Freude an einem guten Roman hat, muß unerträglich dumm sein, ganz gleich ob Mann oder Frau."
Northanger Abbey hat mir fast noch besser gefallen als Stolz und Vorurteil. Jane Austen schreibt über die Gegebenheiten des Romanschreibens ihrer Zeit und weicht mit ihrer realistischen Heldin davon ab. Die Autorin übertreibt nicht mit großen Abenteuern, sondern Catherines alltägliche Erfahrungen stehen im Vordergrund: Freundschaften, Liebe und Täuschung. Besonders spannend fand ich, wie Jane Austen das Lesen selbst thematisiert. An verschiedenen Stellen im Roman verteidigt sie das Lesen von Romanen und setzt sich kritisch mit der damaligen Haltung auseinander, Romane seien nur oberflächliche Unterhaltung für Frauen. Mir wurde beim Lesen jedenfalls nicht langweilig – im Gegenteil: Ihre zahlreichen Anspielungen, vor allem auf Schauerromane, machen sofort Lust, selbst Udolpho zu lesen.
Out of meiner Comfort Zone ☺️
Ich hatte mir für den August in meinem TBR ein Klassiker erspielt. Und ich habe mich für dieses Buch entschieden. Es hat mir überraschend gut gefallen. Es war anders als ich gedacht hätte nach dem Klappentext. Es war gemütlich aber trotzdem spannend und eine schöne Liebesgeschichte mit dabei. Es hat total lange gedauert im Aufbau. Und es sind immer wieder Sätze der Autorin mit drin wo die Geschichte begründet wird. Fand ich spannend so zu lesen.

Catherine ist wirklich mega süß! Jung, unbedarft, etwas naiv und gutgläubig. Nur der Leser erkennt, wie widersprüchlich sich manche Charaktere ausdrücken und wie lächerlich sie dadurch werden. Auch kapiert sie 0, dass ein Mann ihr grade praktisch einen Heiratsantrag macht und sie ihn unwissentlich annimmt. Mir hat es etwas zu lange gedauert, bis die Handlung endlich nach Northanger Abbey kam und der Anteil an Schauerliteratur-Parodie kam mir leider auch etwas zu kurz. Aber das Buch hat Spaß gemacht!
Catherine Morland wächst behütet in einer kleinen Stadt auf. Sie wird weder als auffallend hübsch, elegant oder vermögend beschrieben, ihre Nase steckt sie am liebsten in Schauerromane. Doch ihr ereignisloses Leben ändert sich, als ein mit der Familie befreundetes Ehepaar Catherine mit in den Kurort Bath zur Ballsaison nimmt. Dort findet sie endlich Freundinnen und lernt erste Verehrer kennen. Besonders angetan hat es ihr der zehn Jahre ältere Henry, der sie mit zu seinem Familiensitz Northanger Abbey nimmt, einer alten Abtei. Catherine wähnt sich sofort in einem ihrer Schauerromane und wittert hinter jeder Ecke in den alten Gemäuern eine Verschwörung. "Northanger Abbey" ist nach "Stolz und Vorurteil" mein zweiter Roman von Jane Austen und ich fand ihn sehr, sehr unterhaltsam! Austen wagt mit "Northanger Abbey" eine Satire auf die zu dieser Zeit sehr beliebten Schauerromane, nimmt die für diese Bücher typischen Erzählmuster aufs Korn und besticht mit einem klaren Blick auf die Oberflächlichkeit des englischen Landadels. Die flotte und spannende Erzählung um Cathrine, eine eher unkonventionelle Heldin, wird perfekt ergänzt von Malika Spechts Illustrationen in der Ausgabe der Büchergilde. Ich fand jede einzelne Collage unglaublich gut gelungen, sie haben mir ein einzigartiges Leseerlebnis beschert. Die Kombination aus der für Austen typischen Geschichte über den adeligen Heiratsmarkt, gespickt mit tollen Schauplätzen und einer Protagonistin, die nur so vor Fantasie strotzt, und den schaurig schönen Illustrationen von Malika Specht machen "Northanger Abbey" zu einem Lese-Muss. Wer - wie ich - darüber hinaus noch auf eine angenehme Haptik bei Büchern steht, kommt hier auch voll auf seine Kosten: Das bedruckte Leinen und weiche Seiten schmeicheln dem Tastsinn. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für diese Schmuckausgabe, ausgestattet mit Farbschnitt, Illustrationen, zwei Cabinet-Prints und einem Brief.

Hätte ich gewusst wie viel Tiefgang eine Liebesgeschichte haben kann, hätte ich vermutlich bereits früher eine gelesen.
Die Abtei von Northanger war mein erster Roman mit einem Hauptfokus auf dem Thema Liebe. Jane Austen fesselt den Leser mit einer spannenden und oft dialogreichen Erzählweise in welcher der Leser auch immer wieder teils humorvoll angesprochen wird. Auch wenn der Roman den Deckmantel einer Liebesgeschichte hat spricht er diverse interessante Themen an. Vorallem die Freundschaft, die Familie und die Beziehung zu dieser und in Teilen auch wie das Leben eines heranwachsenden Mädchens und ihre Wahrnehmung des Geschehens zur damaligen Zeit gewesen sein könnten. Wir Leser folgen einem naiven, in Teieln möglicherweise dümmlich erscheinenden 17 jährigen Mädchen auf ihrer Reise von ihren kleinen Dorf in die Gesellschaft. Diese Reise ist unterwandert auch spannend, weil erkennbar wird, wie die junge Dame auf ihrer Reise dazulernt.
"Wenn jemand, ganz gleich ob Herr oder Dame, einen guten Roman nicht mit Vergnügen liest, kann er nur unausstehlich dumm sein" Henry Tilney, KN Wie die Autorin Jane Austen schon zu Anfang ihres Romans feststellt, sind es weder die äußeren noch die innerlichen Gaben, die Catherine Morland auszeichnen. "Keiner, der Miss Morland als Kind gesehen hat, wäre je auf den Gedanken gekommen, dass sie zur Romanheldin bestimmt war", so lesen wir im ersten Satz des Buches. Wie der Leser aber bald darauf feststellen wird, bereitet es dennoch ein großes Vergnügen der jungen Catherine zu folgen, als sie ihr erstes großes Abenteuer erleben darf. Das Übersetzerteam, Ursula und Christian Grawe, hat sich bei der Arbeit für die Romane ihrer Lieblingsschriftstellerin sehr verdient gemacht. Ihnen ist es zu verdanken, dass die sprachlichen Feinheiten der einzelnen Personen so sauber herausgearbeitet werden. Gerade die sprachlichen Patzer einzelner Figuren entlarven im Buch mangelnde Erziehung oder geringen Anstand. "Kloster Northanger" parodiert die gotischen Romane, die sich Ende des 18. Jahrhunderts so großer Beliebtheit erfreuten. Doch bereits bei Veröffentlichung 1818 war die Welle der Begeisterung schon abgeflacht und der Leser konnte mit Genugtuung feststellen, dass die Autorin mit ihrer Aussage, dass "so reizend all diese Werke waren ..., nach wirklichkeitstreuen Charakteren durfte man nicht suchen, jedenfalls nicht in Mittelengland", Recht hatte. Da für den heutigen Betrachter diese Art von Lektüre noch in weitere Ferne gerückt ist, lässt es sich Herr Grawe nicht nehmen, auf Einzelheiten des vielzitierten Gotikwerkes "Udolpho" einzugehen. Da dies zu einem besseren Verständnisses des Austenromans beiträgt, sollte der Anhang daher nicht ungelesen bleiben. FAZIT So fügt sich "Kloster Northanger", das erste Werk der Autorin, lückenlos in die vielgeliebte Reihe der Romane ein, die von all denjenigen gelesen werden, die nicht für dumm gehalten werden möchten.
Positiv überrascht!
Von den sechs Austen-Romanen war dieser der einzige, den ich noch nicht gelesen habe. Ich hatte eine Verfilmung gesehen, die mir recht profan in Erinnerung geblieben war und war deswegen vollkommen zu Unrecht vorab davon überzeugt, dass ich Northanger Abbey am wenigsten von allen Romanen mögen würde. Turns out: Ich hab ausgerechnet diesen Roman sehr gern gelesen! Die süffisante und weise Erzählerinnen-Stimme, das vergleichsweise hohe Tempo, die facettenreichen Charaktere und vor allem das Entlarven der Vorurteile gegenüber Leserinnen bestimmter Genres (bis heute aktuell!) als wiederkehrendes Motiv - All das hat zu einem großen Lesevergnügen geführt!
Kurzweiliges Gesellschaftsdrama von der Regency Meisterin.
Die 17 jährige Catherine Morland reist unter der Obhut von Mr. und Mrs. Allen nach Bath. Dort begegnet Sie den Geswistern Isabella und John Thorpe. In ersterer findet sie eine beste Freundin in letzterem einen aufdringlichen und überheblichen Verehrer. Henry Tilney ist das genaue Gegenteil: Charmant, aufmerksam, freundlich und schnell der Mann ihrer Träume. Auch sein Vater, General Tilney, scheint ihr zugetan und als er sie zu einem Besuch nach Northanger Abbey einlädt, scheint ihr Glück perfekt und ihre Zukunft gewiss zu sein. Schon bald merkt Sie jedoch, dass Ihre beste Freundin Isabella nicht so liebenswürdig ist, wie sie schien. Als Catherine dann plötzlich über Nacht des Hauses verwiesen wird und Northanger Abbey ohne Erklärung verlassen muss, scheint ihre Zukunft mit Henry in weite Ferne zu rücken. Ich habe mich über John Thorpe fürchterlich geärgert und Henry sofort lieb gewonnen. Wieder einmal ein herrlicher Roman der Meisterin Jane Austen.

Seichte Austen-Lektüre mit einer fantasievollen Protagonistin
Die Geschichte braucht einiges an Vorlauf bis es zum Titel gebenden Northanger Abbey geht. Hierbei werden die Figuren und ihre Beziehungen ausgiebig vorgestellt und beim Lesen kristallisieren sich schnell Sympathen und Antisympathen heraus. Die Protagonisten - die Romanheldin, wie von der Erzählinstanz häufig betont- zeichnet sich durch ihre Unbedarftheit, Naivität und Fantasie, in die sie sich fast hineinsteigern kann, aus. Endlich im Northanger Abbey wird sich viel Zeit für die Beschreibung besagter Abtei gegeben und der Leidenschaft der Protagonisten für derlei Gemäuer. Dabei bleibt die Handlung bzw. die interessante Beziehungsentwicklung etwas auf der Strecke. Nach dem Erhalten eines Briefes überschlagen sich fast die Ereignisse, dafür wird das Ende fast zu schnell aufgelöst. Zum Schluss gibt die kommentierende (teilweise allwissende) Ich-Erzählinstanz einen Hinweis zur Deutungsmöglichkeit der Geschichte (was auch durchaus aus unserer heutigen Perspektive interessant ist!) Das Lesen hat Spaß gemacht, insbesondere das sich Echauffieren über das Verhalten bestimmter beliebter oder unbeliebter Figuren. Trotzdem empfand ich die Figurengestaltung nicht so stark wie z.B. im Austens "Stolz und Vorurteil" Zu empfehlen für Austen-Fans, aber auch alle vom Typ "Downton Abbey"-Fan.

Perfekt zum Abtauchen in eine andere Welt wenn der Alltag einen erdrückt
Catherine Morley, ein junges Mädchen aus einer Pfarrersfamilie, träumt von den Abenteuern, wie sie in den Schauergeschichten vorkommen, die sie so leidenschaftlich liest. Eine Einladung nach Bath führt zu einer Bekanntschaft mit den Tilneys – einer Familie, die scheinbar all das bietet, wonach sich Catherine sehnt: eine gruselige alte Abtei und ein schnuckeliger Sohn. Henry Tilney, der charmante Sohn, zieht sie in seinen Bann, und eine Einladung auf den beeindruckenden Familiensitz, eine alte Abtei, weckt Catherines Vorstellungen von düsteren Mysterien. Doch die Realität und ihre Fantasie prallen aufeinander, was zu einigen amüsanten und unangenehmen Situationen führt. „Northanger Abbey“ ist mein zweiter Roman von Jane Austen und von Anfang an hatte ich das Gefühl, dieser wird mein bisheriger Lieblingsroman von ihr. Warum? Er ist etwas düsterer als „Stolz und Vorurteil“ und die Schnulze steht nicht ganz so präsent im Vordergrund 😉 Außerdem ist das Buch auf einer unterschwelligen Ebene wirklich witzig. Austen teilt subtile Seitenhiebe in alle Richtungen aus: gegen Anne Radcliffe, den Hype um den Gothic Novel (was heute wohl mit dem Hype um Twilight oder 50 Shades vergleichbar wäre), gegen die Standesgesellschaft, die eingezwängte Rolle der Frau darin, und und und… Ich musste ein paar mal wirklich lachen, weil einige Personen so unverschämt und überzeichnet waren (vor allem die Thorpes). Ich hab sie dadurch auch wirklich gehasst. Vor allem den Bruder! Argh! Was ein Unsympath! Dennoch bleibt es im Herzen ein Jane Austen Roman – scharfsinnig, witzig und immer ein wenig romantisch. Catherines Obsession mit Gruselgeschichten konnte ich gut nachvollziehen und auch dass sie dadurch in einige Fettnäpfchen tritt, hat sie sehr liebenswert und menschlich gemacht. Schließlich ist sie erst 17 (vielleicht vergleichbar mit unserem heutigen 13) und wie schräg waren wir in Teenie-Zeiten drauf? Auch fand ich erfrischend, dass Jane Austen herself einige Male die vierte Wand durchbricht und direkt zum Leser spricht. Das ist ein sehr „modernes“ Stilmittel, was ich von einem derart frühen Roman nicht erwartet hätte. Natürlich bleibt Austen ihrer typischen Romantik treu und schließt das Buch mit einem märchenhaften Ende ab. Und obwohl sie stets subtil in ihrer Kritik bleibt, ist ihre Meinung zu den sozialen Normen und Erwartungen ihrer Zeit unübersehbar. ..aber trotzdem. Ich bin kein sehr romantisches Wesen, nein wirklich nicht, aber ach! Was würde ich gern einen Tag in einem Jane Austen Roman leben. Ich wär wohl auch die durchgeknallte Gothic Novel-Tante, die auf alte englische Abteien steht. Was soll ich sagen.. „Northanger Abbey“ ist mehr als nur ein weiteres Werk von Jane Austen – es ist eine clevere Satire, eine charmante Love-Story und eine Liebeserklärung an alle Buchliebhaber, die sich manchmal wünschen, in die Geschichten einzutauchen, die sie lesen. mein bisheriger Favorit von ihr – 4 Sterne! ⭐️⭐️⭐️⭐️
Mein erstes Highlight in diesem Jahr! Zwar mit Ansage, denn ich kenne den Roman, aber diese wunderschöne Ausgabe der Büchergilde Gutenberg hat mir zusätzlich auch ein visuelles und haptisches Bücherglück beschert. Das lange, schmale Format liegt gut in der Hand, hebt sich von anderen Büchern ab. Leinenumschlag, Lesebändchen, ein Farbschnitt in dunkelblau, wunderschöne Zeichnungen schon im Einband, eine Augenweide! Der Satzspiegel überbreitem Rand ist ein Traum, Anmerkungen zum Text finden sich dort in bequem lesbarer Größe. Beim Redigieren sind ein paar Fehler unbemerkt geblieben, über die ich hinwegsehen könnte (Anmerkung 74 ist in der Aufzählung übersprungen worden, der Text zu Anmerkung 75 auf S. 320 steht bereits auf S. 316, in das Wort "verdienen" hat sich ein " Ω" eingeschlichen). Krass finde ich allerdings der Buchstabendreher im Einband: Unter den Familienportraits steht jeweils vorne und hinten zweimal in hübscher Schreibschrift der Name falsch geschrieben, "Thrope" statt "Thorpe". Das hätte vor dem Druck auffallen und korrigiert werden müssen! Der Roman erschien erst nach Austens Tod. Sie das Manuskript dem Verlag wieder abgekauft, nachdem dieser es 13 Jahre unveröffentlicht lies. Ihre Empörung über diesen Umgang mit ihr als bereits angesehener Autorin ist aus ihrem Vorwort deutlich herauszulesen. Es ist eine extrem witzige, kleine Geschichte, die sich vom Aufbau und Setting liebevoll-ironisch über das Genre des Schauerromans lustig macht. Schon der erste Satz ist auf den Punkt, er mich ab: "Niemand, der Catherine Morland als Kind gekannt hätte, wäre auf die Idee gekommen, dass sie zur Romanheldin bestimmt sei." Jane Austen öffnet die Tür und will die Leserin willkommen heißen. Da sage ich nicht nein, ich trete liebend gerne ein in "Northanger Abbey"! Und es ist ein Fest, zack, zack wirbelt mir der Sprachwitz Seite um Seite um die Ohren. Immer wieder interveniert die Autorin von außen mit britisch-trockenem Humor und mischt Ihre Protagonisten auf, großartig! Austen weiß mit Worten umzugehen (und Übersetzerin Andrea Ott ebenso), der Text wirkt auch heute noch frisch. Gekrönt wird diese Ausgabe von den herrlichen Illustrationen von Malika Specht, die Zeichnung und Collage miteinander verbindet. On top enthält das Buch zwei separate Zeichnungen im Postkartenformat zum Herausnehmen sowie den in der Schlüsselstelle des Romans erwähnten Brief als echten Brief zum Selberlesen. Ich streichele über den Einband und freue mich über dieses schöne Buch.

Anders und doch ganz Jane Austen. Kommt allerdings nicht an ihre anderen Titel heran.
In gewohnter Jane Austen Manier werden hier wieder auf humorvolle Art die Höhen und Tiefen beschrieben, die eine junge Frau (hier: Catherine Morland) durchmachen muss, um am Ende (hoffentlich) gut verheiratet zu sein. Dennoch kommt das Buch nicht an die anderen Geschichten Jane Austens heran. Die direkten Ansprachen an die Leser haben den Lesefluss auf unangenehme Weise unterbrochen und führten bei mir dazu, dass ich mich dem Geschehen immer mehr entfernte. Auch hielt der Spannungsbogen nicht dauerhaft an, sodass mir das Buch, trotz der - im Vergleich zu anderen Büchern von Austen - geringen Seitenzahl ziemlich lang vorkam.
Unerwartet humorvoll
Ich hab keine Ahnung wie mir Northanger Abbey entgehen konnte, deswegen habe ich es nun nachgeholt. Es ist - oberflächlich betrachtet - eine typische Liebesgeschichte. Allerdings behandelt J.A. die damaligen Schauerromane und die damalige Gesellschaft mir viel unerwarteten Witz und Satire, dass ich es kaum weglegen konnte.
Mit spitzer Feder und Zunge vorgetragen „Immer wenn ich ihn sehe“, sagte Catherine, als sie am Fluss entlangwanderten, „muss ich an Südfrankreich denken.“ „Waren Sie denn schon im Ausland?“, fragte Henry ein wenig überrascht. „O nein, ich meine, an das, was ich darüber gelesen habe. Ich muss dabei immer an die Landschaft denken, durch die Emily und ihr Vater in „Udolphos Geheimnisse“ reisen. Aber Sie lesen bestimmt keine Romane.“ „Warum nicht?“ „Weil sie Ihnen nicht geistreich genug sind – Herren lesen niveauvollere Bücher.“ „Ein Mensch, ob Herr oder Dame, der kein Vergnügen an einem guten Roman hat, muss unerträglich stumpfsinnig sein.“ (S. 134 / S. 135) Entschuldigt bitte, dass ich ein etwas längeres Eingangszitat zu dieser Rezension gewählt habe. Aber es war eine der Stellen, an der ich lauthals lachen musste – und von derart Dialogen mangelt es wahrlich nicht in „Northanger Abbey“ von Jane Austen. Dank dem Penguin Verlag liegt mir das Buch in einer quietschorangen Ausgabe aus der „Penguin Edition“ vor. Übersetzt von Andrea Ott und einem für Austen-Neueinsteiger wie mich durchaus interessanten Nachwort von Hans Pleschinski. So wusste ich zum Beispiel nicht, dass vorliegender Roman erst nach Jane Austen´s Tod von ihrem Bruder veröffentlicht wurde. Hätten wir das also auch geklärt… Jane Austen entführt die Leserinnen und Leser in die englische „Upper class“-Gesellschaft. Wir nehmen mit Catherine, der „Antiheldin“ des Romans am gesellschaftlichen Leben in Bath, einer Stadt im Westen Englands, teil und werden nach und nach Zeuge von (falschen) Freundschaften, Liebeleien, rasiermesserscharf-spitzen Bemerkungen über die englische Gesellschaft usw. So oft wie in diesem Buch habe ich schon lange nicht mehr während eines Romans schallend gelacht und dabei gleichzeitig den Kopf geschüttelt. „Northanger Abbey“ möchte ich daher als Wohlfühllektüre für (Lebens-)Phasen betrachten, in denen nicht alles eitel Sonnenschein ist. Die titelgebende „Northanger Abbey“, der Wohnsitz von Catherine´s Märchenprinz Henry Tilney und seiner Familie, kommt zwar erst ziemlich spät ins Spiel – dafür aber mit absurd-komischen Gedanken Catherine´s, die man zu diesem Zeitpunkt am liebsten von ihrer bevorzugten Schauerroman-Lektüre wegzerren würde; zumal sich – ach, lest doch einfach selbst. Ja, ich bin begeistert und nein, ich habe weder „Northanger Abbey“ zum letzten Mal gelesen noch spare ich mir die anderen Romane von Jane Austen *g*. Herrlich spitze 5* und eine absolute Leseempfehlung! ©kingofmusic
Unerwarteter Reread
Nach Jahren habe ich das Buch (versehentlich) nochmal gelesen, und diesmal hat es mir 1000 mal besser gefallen, als beim ersten Lesen. Ich kann euch nicht sagen woran es liegt, vllt war ich damals doch noch zu jung, als das mit solche Art von Literatur wirklich hätte gefallen können. Leider merkte ich erst ab der Hälfte des Buches, das ich es schon kannte.😂 Naja, kein Problem, es hat mir schließlich total gut gefallen. Ich fand es toll, wie sich die Hauptcharakterin Cathrine entwickelt. Anfangs war sie sehr schüchtern und wusste nicht Recht, was richtig und falsch war. Hat sich dabei einfach auf andere (die falschen) Leute verlassen. Zum Ende hin konnte sie sich ihr eigenes Urteil bilden und zwischen echten und unechten Freunden unterscheiden. Der Schreibstile von Jane Austen erinnert mich an Bridgertons Lady Whistledown, oder eher gesagt ist Bridgerton evtl von Jane Austens Schreibstil inspiriert. Das Buch ging auch überraschend leicht zu lesen. Es ist eine relativ neue Auflage des Buches und ich bin mir sicher, dass sie die Sprache unserer Zeit angepasst haben. Neben Cathrine ist mir ebenfalls Mr. Tilney ans Herz gewachsen. Ich mochte seinen ironischen Humor und das er die Intentionen aller Menschen gleich beim ersten Aufeinandertreffen durchschaut. Viele andere emphatilose, ichbezogene Charaktere sind ebenfalls dabei, die mir zunehmend auf den Senker gingen (aber im positiven Sinne, weil mich das Buch so mitgenommen hat). Zusammengefasst: trotz dessen, dass ich den Plot Twist schon kannte, war das Buch spannend und ich habe richtig mitgefiebert.
"Kloster Northanger" (im Original "Northanger Abbey") von Jane Austen ist eine charmante und zugleich satirische Darstellung der Gesellschaft des späten 18. Jahrhunderts. Der Roman wurde posthum 1817 veröffentlicht und zeigt Austens typischen Witz und ihre Fähigkeit, die menschliche Natur und die sozialen Normen ihrer Zeit scharfsinnig zu beobachten. Die Geschichte dreht sich um die junge und naiv-romantische Catherine Morland, die von einer wohlhabenden Familie eingeladen wird, einige Wochen in Bath zu verbringen. Dort begegnet sie einer Vielzahl von Charakteren, darunter Henry Tilney, in den sie sich verliebt. Catherine erhält später eine Einladung, die Tilney-Familie in deren Anwesen, Northanger Abbey, zu besuchen, wo ihre lebhafte Fantasie von den gotischen Romanen, die sie gelesen hat, beflügelt wird. Austen nutzt "Kloster Northanger" als Gelegenheit, die populären gotischen Romane ihrer Zeit satirisch zu kommentieren. Sie parodiert die übertriebenen Emotionen und die unheimliche Atmosphäre dieser Werke und kontrastiert sie mit der Realität von Catherines Erlebnissen. Dabei beleuchtet Austen auch die Themen der Selbsttäuschung, der Reife und der Bedeutung von Vernunft und Urteilsvermögen. "Kloster Northanger" ist eine unterhaltsame und intelligente Lektüre, die sowohl Austens typischen Humor als auch ihre Fähigkeit, tiefgründige gesellschaftliche Beobachtungen zu machen, zeigt. Der Roman ist ein wunderbares Beispiel für Austens Talent, Satire und Romantik zu verbinden, und bietet sowohl Liebhabern klassischer Literatur als auch neuen Lesern einen großartigen Einstieg in ihr Werk.
Ich habe bisher „Stolz und Vorurteil“ und „Überredung“ von der Autorin gelesen. Auch hier habe ich den außergewöhnlichen Schreibstil der Autorin geliebt. Es ist sehr bildgewaltig, poetisch und einmalig. Ich liebe auch ihren Humor, den sie immer mal wieder subtil einstreut. Das hat mich des Öfteren schmunzeln lassen. Catherine fand ich direkt bezaubernd. Sie möchte alles richtig machen und ist zu allen sehr liebevoll. Zudem versucht sie immer gerecht zu sein und das macht sie sehr gut. Ich hätte sie gerne als Freundin. Henry ist ebenfalls ein toller Charakter. Er ist klug, charmant und herzensgut. Seine Schwester Eleanor fand ich auch direkt sympathisch. Sie ist eine wirklich tolle Freundin. Auch ein paar andere Charaktere mochte ich direkt sehr gerne. Es gab aber auch Charaktere, die ich direkt gar nicht mochte oder erst später nicht. Manche die gut erschienen, waren es doch nicht und regten mich während des Buches immer mehr auf. Da habe ich ab und zu echt die Augen verdreht. Diese vielen verschiedenen Charaktere und besonders deren Tiefe waren wirklich gut dargestellt. Natürlich darf bei Jane Austen die Liebe nicht zu kurz kommen und ich muss sagen Catherine und ihre Liebe war wundervoll. Absolut bezaubernd und ich habe so auf ein Happy End für die Beiden gehofft. Jedes Mal wen sie aufeinander trafen, hatte ich mit Catherine Herzklopfen und mich sehr gefreut. Ich finde da schafft die Autorin immer eine eigene Art von Magie. Es gab jedoch ein paar Längen, wo ich mich ein bisschen durchkämpfen musste. Am meisten hat mich aber leider das Ende gestört. Es war sehr überhastet und ich hatte das Gefühl, dass DAS Finale mir ein bisschen genommen wurde. Die Autorin schreibt nämlich dann aus der Autorensicht, wie es mit den Charakteren weitergeht, aber ich wollte dabei sein. Da hätte ich mir mehr Seiten gewünscht, um das Ende wirklich zu fühlen. Denn dann wäre es für mich auch wieder ein 5-Sterne-Highlight geworden. So hat es mich zwar auch begeistert, aber es hat dennoch etwas gefehlt. Im großen und Ganzen war es wieder ein tolles Buch der Autorin, das ich empfehlen kann. Es hat mir viel Freude gemacht es zu lesen.
Intrigen, junge Liebe und große Enttäuschungen im Leben
Zu Beginn des Buches fand ich die Darstellung der Personen und das beschriebene Leben in Bath sehr unterhaltsam. Es war anfangs spannend zu beobachten wie Catherine in der Gesellschaft ankommt und Freunde findet. Die gesponnenen Intrigen und die erlebten Enttäuschungen, haben Catherine zu einer Charakterentwicklung verleitet und ihr kritisches Denken gefördert. Gegen Ende hin fand ich das Buch leider zu "schnell abgehandelt". Ich hätte mir gerne noch mehr Zeit gewünscht für mehr Erklärungen und Liebesbekenntnisse. Ich hätte gerne den Funken zwischen dem Liebespaar noch mehr am Ende gespürt und auch die Entwicklungen aller Charaktere und deren zukünftige Verbindungen noch näher kennengelernt. Es war unterhaltsam zu Beginn und hat mich am Ende leider nicht mehr ergriffen.
Viel Witz und Sarkasmus, die mich oft zum Schmunzeln gebracht haben. In meiner Ausgabe der Büchergilde waren außerdem Kommentare zur Einordnung zeitgenössischer Popkultur enthalten, das hat für das Verständnis geholfen. Sprachlich trotzdem etwas anspruchsvoller und thematisch etwas zu unaufgeregt für meinen Geschmack, daher kleiner Abzug.
Schwaches Erstlingswerk
Ein Früherkennung von Jane Austen, mit dem ich nicht richtig warm geworden bin. Wahrscheinlich fehlt mir der Einblick in die gotischen Schauerromane, auf die der zweite Teil ein Parodie ist. Die Handlung plätschert für mich nur so dahin, wahrscheinlich kann ich den feinen Witz von Jane Austen hier nicht so richtig schätzen. Was für mich aber wirklich lesenswert war, sind die Anmerkungen am Schluss!

Den klug aufgebauten und stets unterhaltsam zu lesenden Handlungssträngen der Romane Austens zu folgen ist immer ein Vergnügen. Das hier hat mich jedoch besonders begeistert, auch nach dem zweiten Lesen. Von Anfang an als ungeeignete Romanheldin eingeleitet, wächst einem die Protagonistin gerade durch ihre schlichte Unaufgeregtheit und ihre ehrliche Unbedarftheit ans Herz.
Zunächst einmal: Ich liebe diese Ausgabe. Sie ist eine wahre Augenweide und für den Preis ein absolutes Muss. Ich habe mir auch die anderen fünf Jane Austen Romane dieser Reihe gekauft. Traumhaft. So nun gehts aber los mit der Rezension. Catherine fand ich sofort sympathisch, gerade weil sie kein typisches Mädchen auf Männerfang ist, wie diverse andere Damen im Roman und natürlich weil sie Bücher liebt. Manchmal mutet sie etwas naiv an aber ihre lebensfrohe und manchmal ungestüme Art machen das wieder wett. Weniger sympathisch fand ich die Familie Thorps, die wohl den intriganten Menschen im Buch personifizieren sollte, was bestens gelungen ist. Beim lesen habe ich sehr, sehr oft über diese Personen geflucht, wie hinterhältig kann man eigentlich sein. Aber genau das ist ein Grund, warum ich das Buch so mag. Es hat mich emotional angesprochen und wirklich mitleiden (auch lachen) lassen. Der Schreibstil von Jane Austen ist schon eine Marke für sich. Anfangs tat ich mich damit etwas schwer, aber so nach und nach gefiel er mir immer besser.
Unterhaltsam, gemütlich und romantisch. Ich kannte die Handlung von "Northanger Abbey" davor tatsächlich überhaupt nicht und konnte mich dementsprechend von Jane Austen überraschen lassen. Ich habe eine Weile gebraucht, um richtig in die Geschichte reinzukommen, vielleicht auch weil ich schon länger keinen Klassiker mehr gelesen hatte und musste mich erst einmal wieder an die altertümliche Sprache gewöhnen musste, aber je weiter ich las, desto besser gefiel mir die Geschichte. Die Bücherliebe der Protagonistin Catherine hat mich sofort mit ihr verbunden und ich habe beim Lesen richtig Lust bekommen, ihre Bücher ebenfalls zu lesen - Auch wenn es Gruselromane sind. Catherine ist eine nahbare und liebenswerte Protagonistin, die ich nur zu gerne auf ihrer Reise begleitet habe. Generell sind die Charaktere hier vielfältig und sehr authentisch. Manche Figuren werden überzogen dargestellt, was mich beim Lesen köstlich amüsierte. Die Mischung an unterschiedlichen Charakteren ist auf jeden Fall gelungen und sorgt für ordentlich Abwechslung. Davon abgesehen ist diese Geschichte allerdings ziemlich ruhig. Wir bekommen viel von Catherine's alltäglichem Leben mit, begleiten sie auf Reisen und zu gesellschaftlichen Anlässen - Gerade die Bälle sind für mich bei den Werken von Jane Austen immer ein absolutes persönliches Highlight! Es geht um Familie, um Freundschaft und natürlich auch um die Liebe. Ich bin beim Lesen wieder einmal voll und ganz in einer anderen Zeit abgetaucht und regelrecht in der beschriebenen Welt versunken. Auch wenn der Geschichte etwas mehr Schwung stellenweise definitiv nicht geschadet hätte, habe ich mich zu keiner Zeit gelangweilt und das Lesen sehr genossen. Bezüglich der Sprache sind mir hier jedoch erstmals ein paar (vermeintliche) Unstimmigkeiten in Form von Worten und Begriffen aufgefallen, die für mich einfach nicht so recht in die damalige Zeit passen wollten. Hinzu kommt, dass manche Phrasen und vor allem Redewendungen für mich teilweise etwas gezwungen klangen, so inszeniert und gewollt altertümlich und damit auch irgendwie falsch - Es handelt sich hierbei also eindeutig um eine Kritik an der gewählten Übersetzung und nicht an der der Autorin! Davon abgesehen habe ich den Schreibstil nämlich gewohnt stark erlebt. Jane Austen schreibt eindrucksvoll, wortgewandt und atmosphärisch. Ihre Worte haben mich in den Bann gezogen und in einer faszinierenden Welt versinken lassen. Für einen Klassiker ist dieses Buch erstaunlich lebendig geschrieben und konnte mich mehr als nur einmal zum Schmunzeln bringen - Jane Austen besitzt definitiv Witz und Humor. Ich habe diese Geschichte als illustrierte Schmuckausgabe aus dem Coppenrath-Verlag gelesen und kann wieder einmal nur von der Aufmachung schwärmen. Die eingestreuten Illustrationen und Verzierungen von Marjolein Bastin sind wie immer traumhaft schön und die beigelegten Briefe, Karten etc. haben die Atmosphäre und Wirkung der Geschichte nur noch mehr verstärkt. Sie lassen den Zauber längst vergessener Zeiten aufleben. 4/ 5 Sterne ⭐️
Dieses Buch ist etwas anders als die Jane Austen Bücher, die ich zuvor gelesen hatte.
Dies ist eins der ersten Werke von Jane Austen, welches sie über ihr Leben hinweg bearbeitet hat und erst nach ihrem Tod veröffentlicht wurde. Und ich finde, dass man das merkt. Man kann auf jedenfall den Charakter von Jane Austen heraus lesen, aber dieses Buch hat andere Wendungen, Intrigen, ein hin und her. Das Ende ist trotzdem wie erwartet ein typisches Jane Austen Ende.





















































