Katzen, die wir auf unserem Weg trafen
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Description
Der schönste Weltuntergang, seit die Erde existiert
Die siebzehnjährige Aisha hat ihre Schwester June seit zwei Jahren nicht mehr gesehen. Und nun, da die Welt in neun Monaten untergeht – ein Meteorit fliegt geradewegs auf die Erde zu –, beschließen sie und ihre Mutter, dass es an der Zeit sei, sie aufzuspüren und die Wunden, die sie sich zugefügt haben, zu heilen. Zusammen mit Aishas Freund Walter und dessen Eltern (und Flohsack, dem streunenden Kater) machen sie einen Roadtrip vom Norden in den Süden Malaysias in einem wild dekorierten Wohnmobil – um mit der Vergangenheit abzuschließen, die Gegenwart zu bewältigen und trotz allem auf die Zukunft zu hoffen.
Book Information
Posts
Ein etwas anderer Jugendroman
"Katzen, die wir auf unserem Weg trafen" ist ein etwas irreführender Titel, denn es handelt sich vielmehr um den Roadtrip einer Familie, die zwar eine Katze mitnimmt, aber nicht einer einzigen Katze unterwegs begegnet. Abgesehen davon ist auch der Roadtrip selbst eher sekundär. Es geht um Aisha, die 17jährige Protagonistin, deren Schwester June als damals 18jährige das Elternhaus verlassen wollte bzw. musste. Nun rast ein Meteorit auf die Erde zu und wird diese in einem Jahr zerstören. Aisha, ihre Mutter, ihr Freund Walter und deren Eltern beschließen, June zu suchen und begeben sich auf besagten Roadtrip durch Malaysia. Ich hatte eigentlich mit einem dystopischen Jugendroman gerechnet. Die Geschichte ist aber sehr speziell mit Rückblenden, Gedanken und Gegenwartsfragmenten. Jedes Kapitel enthält eine niedliche Katzenzeichnung. Der Schreibstil der Autorin ist schon besonders für ein Jugendbuch, der für junge Leser eventuell überfordernd sein könnte. Ich fand es aber schön zu lesen und bin der Meinung, dass Literatur durchaus herausfordern darf und anders sein kann, gerade für eine Zielgruppe, die sonst mit Spice, Romantasy und Young Adult zugekleistert wird. Daher finde ich das Buch empfehlenswert. Die Vorstellung, dass das Leben auf dieser Erde endlich ist und dadurch etwas in Bewegung setzt, hat mir auch sehr gefallen. Wenn man sich bewusst ist, dass hier kein klassischer Roman auf einen wartet und man sich auf die Geschichte einlassen kann, ist der Roman erfrischend anders.
Ich fand das Buch hat sich leider ziemlich gezogen. Irgendwie hätte ich mir mehr Einblicke in die Kultur von Malaysia gewünscht. So hat mein leider immer nur Bruchstücke hingeworfen bekommen, Sätze in fremden Sprachen, Eseensnamen oder die Erwähnung von ethnischen Differenzen, ohne genaue Erläuterung, was es damit auf sich hat. Ich fand die Idee vom Roadtrip und dem baldigen Untergang der Welt eigentlich ziemlich gut. Die Umsetzung leider nicht so. Der Roadtrip war irgendwie auch nur etwas vorhanden und hat nur einen Tag gemauert. Etwas kurz dafür, dass im Klappentext eine Reise quer durchs Land erwähnt wird.
Kann leider gar nicht empfehlen
Das Cover zu „Katzen die wir auf unserem Weg trafen“ hat mir direkt gut gefallen und ich dachte es wird bestimmt ein schöner und emotionaler Roadtrip. Doch leider wurde ich wirklich enttäuscht. Der Titel passt überhaupt nicht zum Buch, da in der ganzen Geschichte nur eine Katze vorkommt und der Roadtrip war eher langweilig und unspektakulär. Die Kapitel sind kurz und werden immer aus Perspektive einer anderen Person, zu einer anderen Zeit erzählt. Man erfährt, dass die Welt kurz vor dem Untergang steht und Aishas Mutter unbedingt vorher ihre Tochter wiederfinden möchte. So begeben sich einige Personen in einem Wohnmobil auf die Suche und reisen durch Malaysia, leider bekommt man gar keine wirklichen Infos über die Reise oder die Orte durch die die Fahrt geht. Das Buch hat mir leider gar nicht gefallen und man erfährt auch nicht wie die Geschichte am Ende ausgeht, außerdem wirken alle wirklich unsympathisch. Leider keine Empfehlung von mir.
"All diese Geschichten würden nicht weiterleben, dachte Aisha. Aber spielte das eine Rolle? Hier, unter diesem Nachthimmel wanden sich all die Worte zu den Sternen empor, und die Sterne würden sie bewahren, und die Sterne würden sie den Wellen erzählen, und die Wellen würden an Land spülen, sich zurückziehen und wiederkommen, auch wenn sie alle tot waren. Und auch wenn das nichts bedeutete und diese Geschichten nicht fortlebten, so lebten sie doch jetzt. Reichte das nicht? Es würde reichen müssen. Sie würden dafür sorgen, dass es reichte, wenn diese Ge-schichten jetzt lebten."
Der Jugendroman Katzen, die wir auf unserem Weg trafen beginnt mit einer ebenso schlichten wie erschütternden Ausgangslage. Die Welt wird enden. Ein Meteoroit wird die Erde treffen und alles Leben auslöschen. Der Menschheit bleibt nur noch etwa ein Jahr. Im Zentrum der Geschichte steht Aisha, die eigentlich gerade am Beginn eines neuen Lebensabschnitts steht. Nach ihren bestandenen Prüfungen träumt sie von Freiheit, Studium und neuen Erfahrungen. Doch genau in diesem Moment wird ihr diese Zukunft genommen. Besonders eindrücklich ist die Szene, in der sie die Nachricht vom Weltuntergang erfährt. Ein unbeschwerter, fast romantischer Augenblick, mit ihrem Freund, kippt abrupt ins Verderben. Gemeinsam mit ihrer Mutter, ihrem Freund Walter und dessen Eltern macht sie sich schließlich auf den Weg nach Kuching, dem Ort ihrer frühen Kindheit und zugleich dem Ort, an dem sie ihre verschwundene Schwester June vermuten. Entgegen der Erwartungen entwickelt sich die Geschichte jedoch weniger als klassische Reiseerzählung, sondern verlagert ihren Fokus schnell auf das Ankommen. June wird vergleichsweise früh gefunden und der eigentliche Kern der Handlung liegt in der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und dem bewussten Erleben der verbleibenden Zeit. Aisha ist eine emotional vielschichtige Protagonistin. Sie schwankt zwischen Hoffnung und Resignation, zwischen dem Wunsch nach Nähe und dem Versuch, sich vor weiterem Schmerz zu schützen. Ihre Angst vor Bindungen wirkt nachvollziehbar und macht sie greifbar. Walter hingegen bleibt über weite Strecken sehr konstant. Er ist ruhig, unterstützend und optimistisch. Das macht ihn zwar sympathisch, aber auch etwas eindimensional. Am Ende zeigt sich jedoch auch, dass Walter mehr Tiefe besitzt, als zunächst den Anschein hat, da er mit seinen eigenen Gefühlen deutlich reflektierter und reifer umgeht, diese jedoch bewusst nicht nach außen trägt. Thematisch konzentriert sich der Roman stark auf das Innenleben seiner Figuren. Der Weltuntergang bleibt eher Hintergrund als treibende Kraft der Handlung. Stattdessen geht es um Familie, Verlust, Versöhnung und die Frage, wie man mit begrenzter Zeit umgeht. Eine besonders eindrückliche Ergänzung ist die Darstellung einer hypothetischen Zukunft, also eines Lebens, das Aisha hätte führen können, das ihr jedoch verwehrt bleibt. Die zentrale Botschaft ist klar. Im Hier und Jetzt leben, Bindungen zulassen und die gemeinsame Zeit wertschätzen, auch und gerade weil sie endlich ist. Hoffnung zeigt sich hier weniger in der Möglichkeit zu überleben als im bewussten Miteinander. Das Ende bleibt offen. Ob die Welt tatsächlich untergeht, wird nicht eindeutig beantwortet. Dennoch fühlt sich die Geschichte abgeschlossen an. Die Familie ist vereint, Konflikte sind zumindest teilweise verarbeitet und Aisha hat eine spürbare Entwicklung durchlaufen. Insgesamt ist der Roman ein ruhiges, nachdenkliches Jugendbuch, das weniger durch Spannung als durch seine emotionalen und thematischen Schwerpunkte überzeugt. Auch wenn ich es nicht unbedingt aktiv weiterempfehlen würde, hat es mir insgesamt gut gefallen, insbesondere wegen seiner Botschaften über das Leben, die Zeit und den Wert von Beziehungen.
Wieder gute Idee, nicht gut umgesetzt.
Die Welt wird untergehen, auf der ganzen Welt bricht Chaos aus und mittendrin Aisha mit ihrer Familie. Nach dem Tod des Vaters lebt sie mit ihrer Mutter zusammen, ihr Freund Walter geht mit ihr durch dick und dünn, und plötzlich hat ihre Mutter einen Wunsch: sie will nach June, ihrer Tochter und Aishas Schwester suchen. Diese hat vor drei Jahren das Zuhause verlassen und seitdem nichts mehr von sich hören lassen. Und schon startet ein Roadtrip in Begleitung einer curryfarbenen Katze, die Walter zugelaufen ist. Sie finden June, die plötzlich einen kleinen Jungen bei sich wohnen hat. Kommt es vor dem Weltuntergang noch zur Versöhnung? Zuerst sei mal gesagt: besagte Katze ist und bleibt die einzige Katze in diesem Buch, sie hat auch nur eine kleine Nebenrolle. Der Rest ist eigentlich gut geschrieben, schon von der ersten Seite an spürt man die Untergangsstimmung, die Hoffnungslosigkeit, die Leere. Doch leider wird nicht viel draus gemacht, das Ende bleibt relativ offen. Trotzdem ein gutes Buch, mit präzise gezeichneten Charakteren und dystopischer Grundstimmung.
Wo sind die Katzen?
Schade, ich hatte mich eigentlich sehr auf das Buch gefreut. Die Titel, die Leseprobe und auch der Klappentext versprachen mir eine spannende Geschichte mit der Suche nach der Schwester und (wortwörtlich) mehrere Katzen, die sie dabei auf dem Weg begleiten, bis die Welt von einem Meteoriten ausgelöscht wird. Leider kam in diesem Buch nur eine Katze vor, die zudem auch noch irrelevant für den Plot war und ständig von der Protagonistin oder anderen Figuren weggescheucht oder beleidigt wird. Zeitgleich ist die Suche nach der Schwester nach sehr wenigen Seiten bereits vorbei. Und wies keinerlei wirkliche Spannung auf. Der Großteil des Buches besteht daraus, dass die Protagonistin depressiv ist und wütend auf die Welt und ihre Schwester. Zusätzlich geht es auch um ihre Mutter und wie diese depressiv wurde, nachdem ihr Partner verstarb, sodass sie nicht mehr richtig für ihre Kinder da sein konnte. Eine traurige Geschichte, die absolut ihre Daseinsberechtigung hat, aber an dieser Stelle irgendwie nicht das ist, was mit diesem Buch versprochen wurde. Das Buch wiederholt sich an vielen Stellen auch sehr oft, was ich persönlich nicht “künstlerisch”, sondern eher langweilig und anstrengend fand. Ich finde es erstaunlich, dass es sich bei dem Buch, um die Kinderbuch / Jugendbuch handeln soll? Ich fand es ja schon als Erwachsene anstrengend dieses Buch zu lesen. Ich weiß nicht, ob ich das als Kind / Jugendliche so durchgezogen hätte. Das Ende enttäuscht leider auch. Es bleibt offen, was mit den Figuren passiert. Der groß angekündigte Weltuntergang schwebt wie ein fernes Dauerrauschen über der Geschichte des Buches, aber so richtig wichtig wird er nicht wirklich behandelt. Eine Sache noch, wofür die Autorin aber absolut nichts kann: In der deutschen Version finden sich EINIGE Übersetzungsfehler. Ich habe direkt gemerkt, dass das Buch offensichtlich von einer älteren Person übersetzt worden ist. (Ist es auch: Uwe-Michael Gutzschhahn wurde 1952 geboren.) Bspw. auf S. 171 “Weltgebäude” für “worldbuilding”… musste echt kurz überlegen, was hier gemeint sein könnte. An anderer Stelle wird eine “Death-Star-Figur” beschrieben. Das ist etwas aus dem Star Wars Universum, was man gut mit “Todesstern-Figur” übersetzen hätte können. Da wusste der Übersetzer wohl nicht, was bei diesen Begriffen gemeint ist. Vielleicht sollten sich Verlage überlegen, Bücher von jüngeren Autor*innen auch von jüngeren Übersetzer*innen übersetzen zu lassen.
Als ich Cover, Klappentext und Leseprobe gesehen habe, ging ich von einem Buch mit Roadtrip aus, der sentimentale Anteile hat - schließlich geht ja die Welt demnächst unter und alle müssen das wohl oder übel akzeptieren. Die Handlung im Buch plätscherte dann aber tatsächlich eher so dahin. Die vielen Zeitsprünge, die zwar alle sehr logisch und übersichtlich angekündigt wurden, haben mich im Lesefluss aber eher verwirrt. Mehrmals wurden die gleichen Erlebnisse erneut geschildert, aber ohne nennenswerten Zuwachs von Informationen für den Leser, weswegen mir dieses Stilmittel eher überflüssig erschien. Nun zum Weltuntergang - den ich als besondere Handlung erwartet hatte, eben weil es in diesem Buch so überhaupt nicht darum gehen sollte, ihn zu verhindern oder zu überleben, da es in den ersten Kapiteln direkt als unausweichliche Tatsache geschildert wurde, dass eben alles zu Ende geht. Dieser nahm einerseits genau richtig Raum ein (der Frust der Personen, die Schilderung über die anfängliche Reaktion und die jetzige Situation, in der die Handlung spielt), andererseits war ich aber fast enttäuscht, dass am Ende dann doch offen gelassen wurde, ob es vielleicht doch eine Chance auf Rettung gibt und was nun passiert. Warum dieses halb offene Ende? Die zweite Haupthandlung, der Roadtrip mit der Suche nach der verschwundenen Schwester - auch dieser enttäuschte ein wenig, da er so wenig Raum in dem Buch einnahm. Ich war fast schon überrascht, als er so früh endete und es dann über mehrere Seiten hinweg eigentlich nur darum ging, dass nun eine Aussprache ansteht, diese aber nicht stattfindet. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass einige Ausdrücke in der Erstsprache der Charaktere (Malaiisch, nehme ich an) geschrieben waren, aber leider nirgends eine Übersetzung zu finden war. Ich hatte nach einem Wörterverzeichnis am Ende des Buches geschaut - leider Fehlanzeige. Nicht falsch verstehen, ich fand es SUPER, dass genau diese Ausdrücke vorkamen, das hat alles authentischer gemacht. Ich hätte nur gerne manchmal gewusst, was es heißt. Erst dachte ich, dass immer danach die deutsche Übersetzung steht, aber das hat irgendwie nicht ganz gepasst. Jedes Mal das Handy zücken und googlen, wollte ich aber auch ehrlich gesagt nicht. Ach ja, und der Titel: Wo waren die Katzen, die wir auf dem Weg trafen? Es gibt EINE Katze, die ist von Anfang an da und hat ehrlich gesagt keine große Rolle. Ich konnte auch nichts anderes hineininterpretieren, denn auf dem Weg treffen sie auch niemandem anderen! Sehr enttäuschend und hier kann man nicht mal dem deutschen Verlag einen Vorwurf machen, denn der Originaltitel auf Englisch ist genauso. An sich hat mir das Buch ganz gut gefallen, aber ich würde es nicht nochmal lesen. Ich hatte beim Lesen eher das Gefühl, ich lese eine Lektüre der 8. Klasse, die ich nach jedem Kapitel dann mit der Lektürehilfe und Leitfragen interpretieren soll. Dafür gab es auch wirklich schöne Momente und Fragen wie "Was ist wichtig im Leben?", "Was mache ich, wenn ich weiß, alles endet". Es war eine nette Lektüre nebenbei, denn lange hat es nicht gedauert - ich war nach ca 2 h durch und hatte zwischendurch Pause gemacht.
Das Buch beinhaltet viele wichtige und spannende Themen: den Verlust eines geliebten Menschen; das Ende der Welt und wie Menschen damit umgehen, nur noch wenige Monate leben zu können; einen Kontaktabbruch innerhalb der Familie und wie man sich annähern kann... Trotzdem oder vielleicht weil es so viele Themen gab, war das Buch ziemlich emotionslos für mich und ging nicht genug in die Tiefe. Da hätte ich mir sehr viel mehr erhofft 😢 PS: Im gesamten Buch kommt nur eine Katze vor! 😅
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Der schönste Weltuntergang, seit die Erde existiert
Die siebzehnjährige Aisha hat ihre Schwester June seit zwei Jahren nicht mehr gesehen. Und nun, da die Welt in neun Monaten untergeht – ein Meteorit fliegt geradewegs auf die Erde zu –, beschließen sie und ihre Mutter, dass es an der Zeit sei, sie aufzuspüren und die Wunden, die sie sich zugefügt haben, zu heilen. Zusammen mit Aishas Freund Walter und dessen Eltern (und Flohsack, dem streunenden Kater) machen sie einen Roadtrip vom Norden in den Süden Malaysias in einem wild dekorierten Wohnmobil – um mit der Vergangenheit abzuschließen, die Gegenwart zu bewältigen und trotz allem auf die Zukunft zu hoffen.
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Ein etwas anderer Jugendroman
"Katzen, die wir auf unserem Weg trafen" ist ein etwas irreführender Titel, denn es handelt sich vielmehr um den Roadtrip einer Familie, die zwar eine Katze mitnimmt, aber nicht einer einzigen Katze unterwegs begegnet. Abgesehen davon ist auch der Roadtrip selbst eher sekundär. Es geht um Aisha, die 17jährige Protagonistin, deren Schwester June als damals 18jährige das Elternhaus verlassen wollte bzw. musste. Nun rast ein Meteorit auf die Erde zu und wird diese in einem Jahr zerstören. Aisha, ihre Mutter, ihr Freund Walter und deren Eltern beschließen, June zu suchen und begeben sich auf besagten Roadtrip durch Malaysia. Ich hatte eigentlich mit einem dystopischen Jugendroman gerechnet. Die Geschichte ist aber sehr speziell mit Rückblenden, Gedanken und Gegenwartsfragmenten. Jedes Kapitel enthält eine niedliche Katzenzeichnung. Der Schreibstil der Autorin ist schon besonders für ein Jugendbuch, der für junge Leser eventuell überfordernd sein könnte. Ich fand es aber schön zu lesen und bin der Meinung, dass Literatur durchaus herausfordern darf und anders sein kann, gerade für eine Zielgruppe, die sonst mit Spice, Romantasy und Young Adult zugekleistert wird. Daher finde ich das Buch empfehlenswert. Die Vorstellung, dass das Leben auf dieser Erde endlich ist und dadurch etwas in Bewegung setzt, hat mir auch sehr gefallen. Wenn man sich bewusst ist, dass hier kein klassischer Roman auf einen wartet und man sich auf die Geschichte einlassen kann, ist der Roman erfrischend anders.
Ich fand das Buch hat sich leider ziemlich gezogen. Irgendwie hätte ich mir mehr Einblicke in die Kultur von Malaysia gewünscht. So hat mein leider immer nur Bruchstücke hingeworfen bekommen, Sätze in fremden Sprachen, Eseensnamen oder die Erwähnung von ethnischen Differenzen, ohne genaue Erläuterung, was es damit auf sich hat. Ich fand die Idee vom Roadtrip und dem baldigen Untergang der Welt eigentlich ziemlich gut. Die Umsetzung leider nicht so. Der Roadtrip war irgendwie auch nur etwas vorhanden und hat nur einen Tag gemauert. Etwas kurz dafür, dass im Klappentext eine Reise quer durchs Land erwähnt wird.
Kann leider gar nicht empfehlen
Das Cover zu „Katzen die wir auf unserem Weg trafen“ hat mir direkt gut gefallen und ich dachte es wird bestimmt ein schöner und emotionaler Roadtrip. Doch leider wurde ich wirklich enttäuscht. Der Titel passt überhaupt nicht zum Buch, da in der ganzen Geschichte nur eine Katze vorkommt und der Roadtrip war eher langweilig und unspektakulär. Die Kapitel sind kurz und werden immer aus Perspektive einer anderen Person, zu einer anderen Zeit erzählt. Man erfährt, dass die Welt kurz vor dem Untergang steht und Aishas Mutter unbedingt vorher ihre Tochter wiederfinden möchte. So begeben sich einige Personen in einem Wohnmobil auf die Suche und reisen durch Malaysia, leider bekommt man gar keine wirklichen Infos über die Reise oder die Orte durch die die Fahrt geht. Das Buch hat mir leider gar nicht gefallen und man erfährt auch nicht wie die Geschichte am Ende ausgeht, außerdem wirken alle wirklich unsympathisch. Leider keine Empfehlung von mir.
"All diese Geschichten würden nicht weiterleben, dachte Aisha. Aber spielte das eine Rolle? Hier, unter diesem Nachthimmel wanden sich all die Worte zu den Sternen empor, und die Sterne würden sie bewahren, und die Sterne würden sie den Wellen erzählen, und die Wellen würden an Land spülen, sich zurückziehen und wiederkommen, auch wenn sie alle tot waren. Und auch wenn das nichts bedeutete und diese Geschichten nicht fortlebten, so lebten sie doch jetzt. Reichte das nicht? Es würde reichen müssen. Sie würden dafür sorgen, dass es reichte, wenn diese Ge-schichten jetzt lebten."
Der Jugendroman Katzen, die wir auf unserem Weg trafen beginnt mit einer ebenso schlichten wie erschütternden Ausgangslage. Die Welt wird enden. Ein Meteoroit wird die Erde treffen und alles Leben auslöschen. Der Menschheit bleibt nur noch etwa ein Jahr. Im Zentrum der Geschichte steht Aisha, die eigentlich gerade am Beginn eines neuen Lebensabschnitts steht. Nach ihren bestandenen Prüfungen träumt sie von Freiheit, Studium und neuen Erfahrungen. Doch genau in diesem Moment wird ihr diese Zukunft genommen. Besonders eindrücklich ist die Szene, in der sie die Nachricht vom Weltuntergang erfährt. Ein unbeschwerter, fast romantischer Augenblick, mit ihrem Freund, kippt abrupt ins Verderben. Gemeinsam mit ihrer Mutter, ihrem Freund Walter und dessen Eltern macht sie sich schließlich auf den Weg nach Kuching, dem Ort ihrer frühen Kindheit und zugleich dem Ort, an dem sie ihre verschwundene Schwester June vermuten. Entgegen der Erwartungen entwickelt sich die Geschichte jedoch weniger als klassische Reiseerzählung, sondern verlagert ihren Fokus schnell auf das Ankommen. June wird vergleichsweise früh gefunden und der eigentliche Kern der Handlung liegt in der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und dem bewussten Erleben der verbleibenden Zeit. Aisha ist eine emotional vielschichtige Protagonistin. Sie schwankt zwischen Hoffnung und Resignation, zwischen dem Wunsch nach Nähe und dem Versuch, sich vor weiterem Schmerz zu schützen. Ihre Angst vor Bindungen wirkt nachvollziehbar und macht sie greifbar. Walter hingegen bleibt über weite Strecken sehr konstant. Er ist ruhig, unterstützend und optimistisch. Das macht ihn zwar sympathisch, aber auch etwas eindimensional. Am Ende zeigt sich jedoch auch, dass Walter mehr Tiefe besitzt, als zunächst den Anschein hat, da er mit seinen eigenen Gefühlen deutlich reflektierter und reifer umgeht, diese jedoch bewusst nicht nach außen trägt. Thematisch konzentriert sich der Roman stark auf das Innenleben seiner Figuren. Der Weltuntergang bleibt eher Hintergrund als treibende Kraft der Handlung. Stattdessen geht es um Familie, Verlust, Versöhnung und die Frage, wie man mit begrenzter Zeit umgeht. Eine besonders eindrückliche Ergänzung ist die Darstellung einer hypothetischen Zukunft, also eines Lebens, das Aisha hätte führen können, das ihr jedoch verwehrt bleibt. Die zentrale Botschaft ist klar. Im Hier und Jetzt leben, Bindungen zulassen und die gemeinsame Zeit wertschätzen, auch und gerade weil sie endlich ist. Hoffnung zeigt sich hier weniger in der Möglichkeit zu überleben als im bewussten Miteinander. Das Ende bleibt offen. Ob die Welt tatsächlich untergeht, wird nicht eindeutig beantwortet. Dennoch fühlt sich die Geschichte abgeschlossen an. Die Familie ist vereint, Konflikte sind zumindest teilweise verarbeitet und Aisha hat eine spürbare Entwicklung durchlaufen. Insgesamt ist der Roman ein ruhiges, nachdenkliches Jugendbuch, das weniger durch Spannung als durch seine emotionalen und thematischen Schwerpunkte überzeugt. Auch wenn ich es nicht unbedingt aktiv weiterempfehlen würde, hat es mir insgesamt gut gefallen, insbesondere wegen seiner Botschaften über das Leben, die Zeit und den Wert von Beziehungen.
Wieder gute Idee, nicht gut umgesetzt.
Die Welt wird untergehen, auf der ganzen Welt bricht Chaos aus und mittendrin Aisha mit ihrer Familie. Nach dem Tod des Vaters lebt sie mit ihrer Mutter zusammen, ihr Freund Walter geht mit ihr durch dick und dünn, und plötzlich hat ihre Mutter einen Wunsch: sie will nach June, ihrer Tochter und Aishas Schwester suchen. Diese hat vor drei Jahren das Zuhause verlassen und seitdem nichts mehr von sich hören lassen. Und schon startet ein Roadtrip in Begleitung einer curryfarbenen Katze, die Walter zugelaufen ist. Sie finden June, die plötzlich einen kleinen Jungen bei sich wohnen hat. Kommt es vor dem Weltuntergang noch zur Versöhnung? Zuerst sei mal gesagt: besagte Katze ist und bleibt die einzige Katze in diesem Buch, sie hat auch nur eine kleine Nebenrolle. Der Rest ist eigentlich gut geschrieben, schon von der ersten Seite an spürt man die Untergangsstimmung, die Hoffnungslosigkeit, die Leere. Doch leider wird nicht viel draus gemacht, das Ende bleibt relativ offen. Trotzdem ein gutes Buch, mit präzise gezeichneten Charakteren und dystopischer Grundstimmung.
Wo sind die Katzen?
Schade, ich hatte mich eigentlich sehr auf das Buch gefreut. Die Titel, die Leseprobe und auch der Klappentext versprachen mir eine spannende Geschichte mit der Suche nach der Schwester und (wortwörtlich) mehrere Katzen, die sie dabei auf dem Weg begleiten, bis die Welt von einem Meteoriten ausgelöscht wird. Leider kam in diesem Buch nur eine Katze vor, die zudem auch noch irrelevant für den Plot war und ständig von der Protagonistin oder anderen Figuren weggescheucht oder beleidigt wird. Zeitgleich ist die Suche nach der Schwester nach sehr wenigen Seiten bereits vorbei. Und wies keinerlei wirkliche Spannung auf. Der Großteil des Buches besteht daraus, dass die Protagonistin depressiv ist und wütend auf die Welt und ihre Schwester. Zusätzlich geht es auch um ihre Mutter und wie diese depressiv wurde, nachdem ihr Partner verstarb, sodass sie nicht mehr richtig für ihre Kinder da sein konnte. Eine traurige Geschichte, die absolut ihre Daseinsberechtigung hat, aber an dieser Stelle irgendwie nicht das ist, was mit diesem Buch versprochen wurde. Das Buch wiederholt sich an vielen Stellen auch sehr oft, was ich persönlich nicht “künstlerisch”, sondern eher langweilig und anstrengend fand. Ich finde es erstaunlich, dass es sich bei dem Buch, um die Kinderbuch / Jugendbuch handeln soll? Ich fand es ja schon als Erwachsene anstrengend dieses Buch zu lesen. Ich weiß nicht, ob ich das als Kind / Jugendliche so durchgezogen hätte. Das Ende enttäuscht leider auch. Es bleibt offen, was mit den Figuren passiert. Der groß angekündigte Weltuntergang schwebt wie ein fernes Dauerrauschen über der Geschichte des Buches, aber so richtig wichtig wird er nicht wirklich behandelt. Eine Sache noch, wofür die Autorin aber absolut nichts kann: In der deutschen Version finden sich EINIGE Übersetzungsfehler. Ich habe direkt gemerkt, dass das Buch offensichtlich von einer älteren Person übersetzt worden ist. (Ist es auch: Uwe-Michael Gutzschhahn wurde 1952 geboren.) Bspw. auf S. 171 “Weltgebäude” für “worldbuilding”… musste echt kurz überlegen, was hier gemeint sein könnte. An anderer Stelle wird eine “Death-Star-Figur” beschrieben. Das ist etwas aus dem Star Wars Universum, was man gut mit “Todesstern-Figur” übersetzen hätte können. Da wusste der Übersetzer wohl nicht, was bei diesen Begriffen gemeint ist. Vielleicht sollten sich Verlage überlegen, Bücher von jüngeren Autor*innen auch von jüngeren Übersetzer*innen übersetzen zu lassen.
Als ich Cover, Klappentext und Leseprobe gesehen habe, ging ich von einem Buch mit Roadtrip aus, der sentimentale Anteile hat - schließlich geht ja die Welt demnächst unter und alle müssen das wohl oder übel akzeptieren. Die Handlung im Buch plätscherte dann aber tatsächlich eher so dahin. Die vielen Zeitsprünge, die zwar alle sehr logisch und übersichtlich angekündigt wurden, haben mich im Lesefluss aber eher verwirrt. Mehrmals wurden die gleichen Erlebnisse erneut geschildert, aber ohne nennenswerten Zuwachs von Informationen für den Leser, weswegen mir dieses Stilmittel eher überflüssig erschien. Nun zum Weltuntergang - den ich als besondere Handlung erwartet hatte, eben weil es in diesem Buch so überhaupt nicht darum gehen sollte, ihn zu verhindern oder zu überleben, da es in den ersten Kapiteln direkt als unausweichliche Tatsache geschildert wurde, dass eben alles zu Ende geht. Dieser nahm einerseits genau richtig Raum ein (der Frust der Personen, die Schilderung über die anfängliche Reaktion und die jetzige Situation, in der die Handlung spielt), andererseits war ich aber fast enttäuscht, dass am Ende dann doch offen gelassen wurde, ob es vielleicht doch eine Chance auf Rettung gibt und was nun passiert. Warum dieses halb offene Ende? Die zweite Haupthandlung, der Roadtrip mit der Suche nach der verschwundenen Schwester - auch dieser enttäuschte ein wenig, da er so wenig Raum in dem Buch einnahm. Ich war fast schon überrascht, als er so früh endete und es dann über mehrere Seiten hinweg eigentlich nur darum ging, dass nun eine Aussprache ansteht, diese aber nicht stattfindet. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass einige Ausdrücke in der Erstsprache der Charaktere (Malaiisch, nehme ich an) geschrieben waren, aber leider nirgends eine Übersetzung zu finden war. Ich hatte nach einem Wörterverzeichnis am Ende des Buches geschaut - leider Fehlanzeige. Nicht falsch verstehen, ich fand es SUPER, dass genau diese Ausdrücke vorkamen, das hat alles authentischer gemacht. Ich hätte nur gerne manchmal gewusst, was es heißt. Erst dachte ich, dass immer danach die deutsche Übersetzung steht, aber das hat irgendwie nicht ganz gepasst. Jedes Mal das Handy zücken und googlen, wollte ich aber auch ehrlich gesagt nicht. Ach ja, und der Titel: Wo waren die Katzen, die wir auf dem Weg trafen? Es gibt EINE Katze, die ist von Anfang an da und hat ehrlich gesagt keine große Rolle. Ich konnte auch nichts anderes hineininterpretieren, denn auf dem Weg treffen sie auch niemandem anderen! Sehr enttäuschend und hier kann man nicht mal dem deutschen Verlag einen Vorwurf machen, denn der Originaltitel auf Englisch ist genauso. An sich hat mir das Buch ganz gut gefallen, aber ich würde es nicht nochmal lesen. Ich hatte beim Lesen eher das Gefühl, ich lese eine Lektüre der 8. Klasse, die ich nach jedem Kapitel dann mit der Lektürehilfe und Leitfragen interpretieren soll. Dafür gab es auch wirklich schöne Momente und Fragen wie "Was ist wichtig im Leben?", "Was mache ich, wenn ich weiß, alles endet". Es war eine nette Lektüre nebenbei, denn lange hat es nicht gedauert - ich war nach ca 2 h durch und hatte zwischendurch Pause gemacht.
Das Buch beinhaltet viele wichtige und spannende Themen: den Verlust eines geliebten Menschen; das Ende der Welt und wie Menschen damit umgehen, nur noch wenige Monate leben zu können; einen Kontaktabbruch innerhalb der Familie und wie man sich annähern kann... Trotzdem oder vielleicht weil es so viele Themen gab, war das Buch ziemlich emotionslos für mich und ging nicht genug in die Tiefe. Da hätte ich mir sehr viel mehr erhofft 😢 PS: Im gesamten Buch kommt nur eine Katze vor! 😅














