Karl Lagerfeld
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Description
Der Spiegel-Bestseller jetzt im Taschenbuch!
»Es fängt mit mir an, und es hört mit mir auf.« – Karl Lagerfeld stilisierte sich selbst zum lebenden Logo und zu einem Mythos der Modewelt. Die eigene Lebensgeschichte hielt er dagegen geheim.
Alfons Kaiser, der Lagerfeld gut kannte, stellt in dieser Biografie anhand bisher unbekannter Quellen den charismatischen Modeschöpfer vor. Und erklärt die vielen Rollen seines Lebens: den jugendlichen Außenseiter im norddeutschen Flachland, das weltgewandte Genie in Paris, den unermüdlichen Zeichner, begeisterten Fotografen, leidenschaftlichen Büchersammler und den preußisch disziplinierten Workaholic.
»Diese große Biografie ist zugleich Mode- und Kulturgeschichte.« FAZ
Was steckt hinter dieser überlebensgroßen Figur, die trotz aller Kommunikationslust die eigene Lebensgeschichte geheim hielt? Alfons Kaiser kommt in dieser Biographie dem Menschen Lagerfeld nahe: dem frühreifen Jungen, der lieber auf dem Dachboden zeichnete, als mit Altersgenossen zu spielen; dem Sohn, der mit seinen Eltern stritt, aber nie von ihnen loskam; dem Konkurrenten von Yves Saint Laurent, den er am Ende überstrahlte; dem Bruder, Onkel, Freund – und schließlich dem Partner von Jacques de Bascher, der großen Liebe seines Lebens.
»Diese Biographie beleuchtet, was Karl Lagerfeld im Dunkeln ließ.« 3sat kulturzeit
Mit bisher unbekannten Fotos, Briefen und Dokumenten
Book Information
Author Description
Alfons Kaiser ist Redakteur bei der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und dort für das Ressort "Deutschland und die Welt" sowie für das monatlich erscheinende "Frankfurter Allgemeine Magazin" verantwortlich. Am liebsten schreibt er über Mode.
Posts
Frage: Wie nähern wir uns einer Kunstfigur? Antwort: Künstlerisch in Form und Inhalt.
Basierend auf der von Alfons Kaiser verfassten Biografie wurde die Lebensgeschichte der modernen Ikone Karl Lagerfeld bildgewaltig in eine Graphic Novel gegossen. Dabei verliert sich der Inhalt nicht in Verklärung des Mythos „Lagerfeld“, sondern beleuchtet auch die Schattenseiten, die das Ausnahmetalent bewusst nicht ins eigene biografische Narrativ eingewoben hat, jedoch stets voll Respekt und Empathie für den Lebensweg und das Gesamtwerk. Simon Schwartz‘ Illustrationen sind dabei so unglaublich viel mehr als schmückendes Beiwerk, sie sprühen vor kreativen Details und der in diesem Kontext unabdingbaren Ästhetik, vor allem transportieren sie jeweils so viel Inhalt und Botschaft, dass spätestens hier klar wird, warum die Graphic novel so ein geniales Medium ist, in der sich Inhalt und Form in ihrer Aussage nicht addieren, sondern potenzieren. Wir lernen die Kunstfigur Karl Lagerfeld kennen und werfen tatsächlich auch einen Blick auf den Menschen hinter der Selbstinszenierung. Anders als von ihm selbst postuliert gilt bisher (noch) nicht "Es fängt mit mir an, und es hört mit mir auf." Das Interesse an der sorgsam kuratierten Lichtgestalt sowie an den einzelnen Spektralfarben seiner Persönlichkeit ist ungebrochen. Allen, die sich der Kunstfigur und dem Menschen dahinter differenziert, wertschätzend, unverklärt und künstlerisch in Form gefasst nähern möchten, möchte ich diese Buch sehr ans Herz legen. HINWEIS: Unbeauftragte Werbung. Kostenloses Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten. Ihr lest hier meinen unabhängigen Leseeindruck.
"Mit dem äußeren Schein hütete er sich vor Verletzungen, wie er sie in seiner Kindheit und Jugend erlitten hatte. Die Maske bewahrte ihn vor einer Retraumatisierung." (S. 65) Karl Lagerfeld is iconic! Wir verdanken ihm nicht nur modischen Stil, sondern auch sprachliche Perlen, die längst in den Alltag eingegangen sind. Unvergessen etwa sein Satz: „Wer Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.“ Im Februar 2019 ist Karl Lagerfeld verstorben. Die Graphic Novel "Lagerfeld" von Alfons Kaiser (Text) und Simon Schwartz (Zeichnungen) nimmt diesen Moment zum Anlass, einen Rückblick auf sein Leben zu wagen. Lagerfelds Abschied war leise. Seine Asche wurde mit der seiner Mutter sowie der seines Lebensgefährten Jacques de Bascher vermischt und an einem geheimen Ort verstreut. Verschwinden, ohne Spuren zu hinterlassen – so hatte er es sich gewünscht. Doch passt das ganz und gar nicht zu seinem Lebenswerk. Zu stark ist die Marke „Lagerfeld“, die er selbst geschaffen hat, zu präsent seine Silhouette mit Zopf, Sonnenbrille und Handschuhen. Dabei begann alles weit entfernt vom Pariser Modeolymp. 1933 in Hamburg geboren, empfand Lagerfeld sein Geburtsjahr selbst als „unpassend“. Während seine Eltern Mitglieder der NSDAP waren, erfand er sein Alter später kurzerhand neu und machte sich um fünf Jahre jünger – als symbolische Distanzierung von der braunen Vergangenheit. In der schleswig-holsteinischen Provinz fühlte er sich früh als Außenseiter, sei es durch sein Anderssein oder seine Homosexualität. Schon damals wusste er: Sein Platz würde eines Tages im Zentrum der Aufmerksamkeit liegen. Einen ersten Vorgeschmack erhielt er, als Christian Dior eine Kollektion in Hamburg präsentierte. Lagerfeld war fasziniert – und wusste sofort: Er musste nach Paris. Dort begann er eine steile Karriere, zunächst als Assistent bei Pierre Balmain, später als Designer für Chloé, Fendi und schließlich als Kreativdirektor bei Chanel. Auf diesem Weg erarbeitete er sich einen unverwechselbaren Stil und geriet immer wieder in Rivalität, etwa mit seinem einstigen Freund Yves Saint Laurent. Die Graphic Novel spart auch die private Seite nicht aus. Sie zeigt Lagerfeld als distanzierten Menschen, der körperliche Nähe kaum ertrug. Daher duldete er wohl all die Affären seines langjährigen Partners Jaques de Bascher. Er war die Liebe seines Lebens und Lagerfeld blieb trotz de Baschers exzessiven Lebensstils und der späteren HIV-Erkrankung bis zuletzt an seiner Seite. Die Kombination aus Kaisers gründlicher Recherche und Schwartz’ klaren, ausdrucksstarken Illustrationen macht die Graphic Novel besonders. Sie erzählt nicht nur chronologisch die Stationen eines Modeimperiums, sondern versucht auch, den Menschen hinter der Maske zu zeigen: ehrgeizig, verletzlich, kompromisslos. Gerade dadurch wird sie nicht nur für Modefans, sondern auch für alle interessant, die Biografien jenseits der Glorifizierung schätzen. Ach, und wusstet ihr, dass Karls Vater, Otto Lagerfeld, Gründer der "Glücksklee" Kondensmilch war?
Mit Fächer, Finesse und Frechheit – Lagerfelds Leben als Graphic Novel-Feuerwerk
Normalerweise lasse ich Modebiografien links liegen, weil mir das Geschnatter über Seide und Samt auf Dauer die Synapsen verklebt. Doch „Lagerfeld“ von Alfons Kaiser, illustriert von Simon Schwartz, hat mich in einen stilvollen Sog gezogen, aus dem ich freiwillig nicht mehr auftauchen wollte. Hier wird nicht einfach Karl Lagerfelds Wikipedia-Eintrag hübsch nacherzählt – das ist eine famos gezeichnete Expedition in das Oberstübchen eines Mannes, der sich selbst zur Marke gemacht hat. Schwartz' Illustrationen? Eine Wucht! Sie sind so treffsicher wie Lagerfelds berüchtigte Spitzen und haben mich mehr als einmal zum Schmunzeln gebracht. Kaiser gräbt sich dabei durch Lagerfelds Leben wie ein neugieriger, aber respektvoller Mode-Archäologe. Der Autor zieht keine Boulevard-Nummer ab, sondern zeigt einen Lagerfeld, der zwischen Größenwahn, Einsamkeit und preußischer Disziplin eine faszinierende Gratwanderung hinlegt. Die Szenen auf dem Dachboden seiner Kindheit haben mich genauso gepackt wie das verbissene Duell mit Yves Saint Laurent – und ehrlich, dieses „wer überstrahlt wen“-Drama liest sich wie ein Couture-Western in schwarz-weißem Tuschestil. Auch Lagerfelds Liebe zu Jacques de Bascher bekommt hier Raum, ohne ins Kitschige abzudriften. Was mich richtig begeistert hat: Man wird nicht mit plumpen Lebensweisheiten beworfen, sondern darf sich selbst ein Bild von diesem exzentrischen Genie machen. Lagerfeld war vieles – Modezar, Bürgerschreck, Genießer und Zitatmaschine – und diese Graphic Novel serviert ihn mit so viel Esprit und Biss, dass selbst der Meister selbst wohl anerkennend „genau so“ geflüstert hätte. Dieses Buch ist kein Hochglanz-Monument, sondern ein lebendiges Porträt mit Augenzwinkern, das zeigt, wie viel Mensch hinter dem Logo steckte. Fazit: Wer glaubt, Lagerfeld sei nur Chanel und Sonnenbrille, wird hier angenehm eines Besseren belehrt – und zwar mit Stil.

Description
Der Spiegel-Bestseller jetzt im Taschenbuch!
»Es fängt mit mir an, und es hört mit mir auf.« – Karl Lagerfeld stilisierte sich selbst zum lebenden Logo und zu einem Mythos der Modewelt. Die eigene Lebensgeschichte hielt er dagegen geheim.
Alfons Kaiser, der Lagerfeld gut kannte, stellt in dieser Biografie anhand bisher unbekannter Quellen den charismatischen Modeschöpfer vor. Und erklärt die vielen Rollen seines Lebens: den jugendlichen Außenseiter im norddeutschen Flachland, das weltgewandte Genie in Paris, den unermüdlichen Zeichner, begeisterten Fotografen, leidenschaftlichen Büchersammler und den preußisch disziplinierten Workaholic.
»Diese große Biografie ist zugleich Mode- und Kulturgeschichte.« FAZ
Was steckt hinter dieser überlebensgroßen Figur, die trotz aller Kommunikationslust die eigene Lebensgeschichte geheim hielt? Alfons Kaiser kommt in dieser Biographie dem Menschen Lagerfeld nahe: dem frühreifen Jungen, der lieber auf dem Dachboden zeichnete, als mit Altersgenossen zu spielen; dem Sohn, der mit seinen Eltern stritt, aber nie von ihnen loskam; dem Konkurrenten von Yves Saint Laurent, den er am Ende überstrahlte; dem Bruder, Onkel, Freund – und schließlich dem Partner von Jacques de Bascher, der großen Liebe seines Lebens.
»Diese Biographie beleuchtet, was Karl Lagerfeld im Dunkeln ließ.« 3sat kulturzeit
Mit bisher unbekannten Fotos, Briefen und Dokumenten
Book Information
Author Description
Alfons Kaiser ist Redakteur bei der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und dort für das Ressort "Deutschland und die Welt" sowie für das monatlich erscheinende "Frankfurter Allgemeine Magazin" verantwortlich. Am liebsten schreibt er über Mode.
Posts
Frage: Wie nähern wir uns einer Kunstfigur? Antwort: Künstlerisch in Form und Inhalt.
Basierend auf der von Alfons Kaiser verfassten Biografie wurde die Lebensgeschichte der modernen Ikone Karl Lagerfeld bildgewaltig in eine Graphic Novel gegossen. Dabei verliert sich der Inhalt nicht in Verklärung des Mythos „Lagerfeld“, sondern beleuchtet auch die Schattenseiten, die das Ausnahmetalent bewusst nicht ins eigene biografische Narrativ eingewoben hat, jedoch stets voll Respekt und Empathie für den Lebensweg und das Gesamtwerk. Simon Schwartz‘ Illustrationen sind dabei so unglaublich viel mehr als schmückendes Beiwerk, sie sprühen vor kreativen Details und der in diesem Kontext unabdingbaren Ästhetik, vor allem transportieren sie jeweils so viel Inhalt und Botschaft, dass spätestens hier klar wird, warum die Graphic novel so ein geniales Medium ist, in der sich Inhalt und Form in ihrer Aussage nicht addieren, sondern potenzieren. Wir lernen die Kunstfigur Karl Lagerfeld kennen und werfen tatsächlich auch einen Blick auf den Menschen hinter der Selbstinszenierung. Anders als von ihm selbst postuliert gilt bisher (noch) nicht "Es fängt mit mir an, und es hört mit mir auf." Das Interesse an der sorgsam kuratierten Lichtgestalt sowie an den einzelnen Spektralfarben seiner Persönlichkeit ist ungebrochen. Allen, die sich der Kunstfigur und dem Menschen dahinter differenziert, wertschätzend, unverklärt und künstlerisch in Form gefasst nähern möchten, möchte ich diese Buch sehr ans Herz legen. HINWEIS: Unbeauftragte Werbung. Kostenloses Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten. Ihr lest hier meinen unabhängigen Leseeindruck.
"Mit dem äußeren Schein hütete er sich vor Verletzungen, wie er sie in seiner Kindheit und Jugend erlitten hatte. Die Maske bewahrte ihn vor einer Retraumatisierung." (S. 65) Karl Lagerfeld is iconic! Wir verdanken ihm nicht nur modischen Stil, sondern auch sprachliche Perlen, die längst in den Alltag eingegangen sind. Unvergessen etwa sein Satz: „Wer Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.“ Im Februar 2019 ist Karl Lagerfeld verstorben. Die Graphic Novel "Lagerfeld" von Alfons Kaiser (Text) und Simon Schwartz (Zeichnungen) nimmt diesen Moment zum Anlass, einen Rückblick auf sein Leben zu wagen. Lagerfelds Abschied war leise. Seine Asche wurde mit der seiner Mutter sowie der seines Lebensgefährten Jacques de Bascher vermischt und an einem geheimen Ort verstreut. Verschwinden, ohne Spuren zu hinterlassen – so hatte er es sich gewünscht. Doch passt das ganz und gar nicht zu seinem Lebenswerk. Zu stark ist die Marke „Lagerfeld“, die er selbst geschaffen hat, zu präsent seine Silhouette mit Zopf, Sonnenbrille und Handschuhen. Dabei begann alles weit entfernt vom Pariser Modeolymp. 1933 in Hamburg geboren, empfand Lagerfeld sein Geburtsjahr selbst als „unpassend“. Während seine Eltern Mitglieder der NSDAP waren, erfand er sein Alter später kurzerhand neu und machte sich um fünf Jahre jünger – als symbolische Distanzierung von der braunen Vergangenheit. In der schleswig-holsteinischen Provinz fühlte er sich früh als Außenseiter, sei es durch sein Anderssein oder seine Homosexualität. Schon damals wusste er: Sein Platz würde eines Tages im Zentrum der Aufmerksamkeit liegen. Einen ersten Vorgeschmack erhielt er, als Christian Dior eine Kollektion in Hamburg präsentierte. Lagerfeld war fasziniert – und wusste sofort: Er musste nach Paris. Dort begann er eine steile Karriere, zunächst als Assistent bei Pierre Balmain, später als Designer für Chloé, Fendi und schließlich als Kreativdirektor bei Chanel. Auf diesem Weg erarbeitete er sich einen unverwechselbaren Stil und geriet immer wieder in Rivalität, etwa mit seinem einstigen Freund Yves Saint Laurent. Die Graphic Novel spart auch die private Seite nicht aus. Sie zeigt Lagerfeld als distanzierten Menschen, der körperliche Nähe kaum ertrug. Daher duldete er wohl all die Affären seines langjährigen Partners Jaques de Bascher. Er war die Liebe seines Lebens und Lagerfeld blieb trotz de Baschers exzessiven Lebensstils und der späteren HIV-Erkrankung bis zuletzt an seiner Seite. Die Kombination aus Kaisers gründlicher Recherche und Schwartz’ klaren, ausdrucksstarken Illustrationen macht die Graphic Novel besonders. Sie erzählt nicht nur chronologisch die Stationen eines Modeimperiums, sondern versucht auch, den Menschen hinter der Maske zu zeigen: ehrgeizig, verletzlich, kompromisslos. Gerade dadurch wird sie nicht nur für Modefans, sondern auch für alle interessant, die Biografien jenseits der Glorifizierung schätzen. Ach, und wusstet ihr, dass Karls Vater, Otto Lagerfeld, Gründer der "Glücksklee" Kondensmilch war?
Mit Fächer, Finesse und Frechheit – Lagerfelds Leben als Graphic Novel-Feuerwerk
Normalerweise lasse ich Modebiografien links liegen, weil mir das Geschnatter über Seide und Samt auf Dauer die Synapsen verklebt. Doch „Lagerfeld“ von Alfons Kaiser, illustriert von Simon Schwartz, hat mich in einen stilvollen Sog gezogen, aus dem ich freiwillig nicht mehr auftauchen wollte. Hier wird nicht einfach Karl Lagerfelds Wikipedia-Eintrag hübsch nacherzählt – das ist eine famos gezeichnete Expedition in das Oberstübchen eines Mannes, der sich selbst zur Marke gemacht hat. Schwartz' Illustrationen? Eine Wucht! Sie sind so treffsicher wie Lagerfelds berüchtigte Spitzen und haben mich mehr als einmal zum Schmunzeln gebracht. Kaiser gräbt sich dabei durch Lagerfelds Leben wie ein neugieriger, aber respektvoller Mode-Archäologe. Der Autor zieht keine Boulevard-Nummer ab, sondern zeigt einen Lagerfeld, der zwischen Größenwahn, Einsamkeit und preußischer Disziplin eine faszinierende Gratwanderung hinlegt. Die Szenen auf dem Dachboden seiner Kindheit haben mich genauso gepackt wie das verbissene Duell mit Yves Saint Laurent – und ehrlich, dieses „wer überstrahlt wen“-Drama liest sich wie ein Couture-Western in schwarz-weißem Tuschestil. Auch Lagerfelds Liebe zu Jacques de Bascher bekommt hier Raum, ohne ins Kitschige abzudriften. Was mich richtig begeistert hat: Man wird nicht mit plumpen Lebensweisheiten beworfen, sondern darf sich selbst ein Bild von diesem exzentrischen Genie machen. Lagerfeld war vieles – Modezar, Bürgerschreck, Genießer und Zitatmaschine – und diese Graphic Novel serviert ihn mit so viel Esprit und Biss, dass selbst der Meister selbst wohl anerkennend „genau so“ geflüstert hätte. Dieses Buch ist kein Hochglanz-Monument, sondern ein lebendiges Porträt mit Augenzwinkern, das zeigt, wie viel Mensch hinter dem Logo steckte. Fazit: Wer glaubt, Lagerfeld sei nur Chanel und Sonnenbrille, wird hier angenehm eines Besseren belehrt – und zwar mit Stil.












