Kaltblut
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Description
Schon immer hat Stubber, der wortkarge Einzelgänger, mit seinem Heimatort in den Bergen gehadert. Doch seit er sein Kind dort oben zurückließ und für Jahre verschwand, hadert der Ort auch mit ihm. Ein »kaltes Mensch« sei dieser Mann, dieser rätselhafte Sprengmeister. Als bei einer nächtlichen Explosion in einer Hütte elf Männer zu Tode kommen, gibt man ihm die Schuld – eine Schuld, die ihn nun durch die Bergwelt treibt. Während man im Tal nach dem wahren Täter sucht, wächst in Stubber mit jedem Schritt über Almen und Hänge die Sehnsucht nach »Alaska«, der Frau mit den seltsam wässrig-blauen Augen.
In seinem so atmosphärischen wie spannenden Debüt erzählt Wolfgang Maria Bauer von der Liebe zweier Außenseiter und der zermürbenden Kraft eines kleinen Ortes in den Bergen. Ein mitreißendes literarisches Leseerlebnis voller Wucht und lakonischer Schönheit.
Gewinner des Debütanten Salons der Erfurter Herbstlese
»Ein Roman wie ein Lichtblitz: aufwühlend, umwerfend und mit leuchtender Kraft.« Moritz Rinke
»Großartig, jede Zeile. Wucht, Kälte, Zärtlichkeit, Schuld, Kampf, unfassbar stark.« Thomas Thieme
Book Information
Author Description
Wolfgang Maria Bauer, geboren 1963 in München, ist als Schauspieler seit 1990 an den großen Bühnen engagiert: Residenztheater München, Burgtheater Wien, Berliner Ensemble, Deutsches Schauspielhaus Hamburg, Salzburger Festspiele. Er spielte zudem zahlreiche Rollen in TV und Kino, so auch fünf Jahre lang Hauptkommissar »SISKA« in der gleichnamigen ZDF-Krimiserie. Er wurde u.a. mit dem Preis der deutschen Intendanten und dem Goethe-Preis der Stadt Mülheim ausgezeichnet, war Schauspieler des Jahres (»Theater heute«) und erhielt als Theater- und Hörspielautor den Preis des Landes Bayern. Bauer arbeitet als Regisseur und Schauspieldirektor und lebt am Starnberger See. »Kaltblut« ist sein Romandebüt.
Posts
"Kalte Person, was bist du bloß für ein Mensch? Die Anklage lautet: Herzlosigkeit." Als ich den Titel "Kaltblut" gelesen habe, dachte ich zuerst an diese wundervollen schweren Pferde! Doch damit hat dieses Buch nichts zu tun. Vielmehr dreht es sich die Menschen in einem Bergdorf in dem ein Unglück passiert bei dem 11 Männer ihr Leben lassen. Der Schuldige wird schnell benannt, der Sprengmeister muss es gewesen sein, denn dem gehört der Rucksack mit dem Dynamit. Doch dieser hat ein Alibi. Nach und nach kommen Geheimnisse und Geschichten ans Tageslicht. Der Sprengmeister, der Stubber, der seinen Spitznamen von seiner Geliebten Alaska hat, ebenfalls ein Spitzname, wegen ihrer hellblauen Augen und der weißen Haut. Weil eigentlich ist er "nur" Stubbensprenger", einer der Baumstümpfe sprengt. Und kalt ist er, denn als er ließ seinen Sohn einfach bei der Hauswirtschafterin des Pfarrers zurück und verschwand für 7 Jahre. Kaum ist er wieder da, geschieht das Unglück. Doch auch die Angehörigen manch Verstorbener trauen diesen die Auslösung der Explosion zu, denn alle tragen ihre Geheimnissein sich. Und so entwickelt sich das Drama nach und nach zu einem atmosphärischen Krimi. Ich mochte die gezeichneten Charaktere richtig gern, besonders den kauzigen, stillen Stubber und seinen besten Freund, den Dirigenten. Sepp, der mit den Armen fuchtelte, ein Wedeln und Kreiseln und mit dem Kopf schütteln wie ein Kapellmeister, der eine herrlich wilde Musik hört, weil er unter der Geburt unter Sauerstoffmangel leidet. Alles spitzt sich einem Finale zu, in dem offenbar wird, wozu die Liebe fähig ist! Mir hat das Buch richtig gut gefallen, deswegen eine Leseempfehlung für alle, für die es auch ein wenig stiller zugehen kann.

Kühl mit Gefühl 💙
Lese Challenge Februar- ein Debüt Roman✅️💪 Schon vor der Challenge hatte ich von diesem Buch gelesen und wollte es lesen. Dann bei der Buchhandlung meines Vertrauens als Mängelexplar im Angebot gefunden 🥰 und mitgenommen. Zuhause festgestellt, dass es zum Februar passt- also alles richtig gemacht!!!! Der Roman beschreibt recht nüchtern die verschiedenen Charaktere in der eingeschworenen Gemeinschaft in den Bergen🏔. Trotzdem mangelt es nicht an interessanten Wendungen in der Geschichte, die waren spannend und am Ende ergeben sich doch ungeahnte Tiefen..... Gut ist auch die unterschiedliche Perspektive.
Gewaltig, Naturnah
Maria Bauer. Man kennt ihn als Schauspieler, Regisseur und Schauspieldirektor. Dass er schreiben kann, hat er mit "Kaltblut" meiner Meinung nach bewiesen. Der fesselnde Roman liest sich leicht und ist dabei anspruchsvoll. Er hat auf jeden Fall einige tiefgründige Abschnitte, die dem ganzen die Leichtigkeit auch wieder absprechen. Ein besonderer Krimi! Auf einer Alm explodiert eine Hütte. Dabei kommen elf Männer ums Leben. Da kommt nur der Sprengmeister infrage, der hat nämlich seine Tasche in der Hütte gelassen. Seine Tasche mit dem Nitroglycerin, welches er zum Sprengen von Baumstümpfen braucht. In dem Dorf oben in den Bergen ist man sich zumindest sehr sicher, dass es der Sprengmeister war, der die Männer in den Tod gesprengt hat. "Das sind die Toten", wusste ein Schäfer, "es wird aufhören, wenn das Unglück geklärt und ein Schuldiger gefunden ist." Seite 6 Stubber, der Sprengmeister, ist sowieso nicht beliebt bei der Dorfgemeinschaft. Ein Einzelgänger, ein Außenseiter eben. Seine Eltern haben ihm schon mit auf den Weg gegeben, erst zu denken und dann zu sprechen oder zu handeln. Wortkarg ist er seitdem und überlegt. Aber dann trifft ihn doch die Liebe und er ist so von der Situation überrascht, überfordert und gefangen, dass er gar nicht anders kann. Er verschwindet für Jahre aus seinem Tal, weil alles anders kam, als man gedacht hatte. Am Ende sind 11 Menschen Tod und Stubber macht sich Vorwürfe. Doch er hatte ein Alibi. Viele andere aber auch. Genauso wie sie alle etwas zu verbergen haben ... Ich habe die Seiten verschlungen. Ein kleines Buch, mit wenigen Seiten, dafür wahnsinnig viel Inhalt. Eigentlich wollte ich einfach nur lesen. Schwierig, wenn zwischen den Zeilen so viel geschrieben steht. Wolfgang Maria Bauer zeichnet eine wundervolle Bergwelt, beschreibt eine unglaubliche Natur. Die Charaktere in seinem Buch sind aus dem Leben geschrieben, mit all ihren versteckten Belanglosigkeiten und verrückten Eigenschaften. Zwischen den Zeilen liest man Zynismus und vielleicht auch eine Prise Psychologie. Durch Rückblenden erfährt man die eigentlichen Begebenheiten und so langsam dröselt sich natürlich der Tod der Elf auf. Aber wer war nun der Verursacher der Explosion. Oder hatten alle einen Anteil an dem Unglück? War es vielleicht doch nur ein Mörder? Kaltblut gehört auf jeden Fall zu meinen Büchern des Jahres. Rubi und ich geben dem Buch gerne 🐭🐭🐭🐭🐭 für ein Buch, dass man gelesen haben muss. Das Cover alleine hat schon eine Maus verdient!

Atmosphärisch und kalt
Stubber, der Sprengmeister in einem kleinen verschlafenen Ort in den Bergen, ist eigentümlich und zurückgezogen, ja fast kaltherzig, wie er lebt, was er tut. Gemunkelt wird viel über ihn in dem Dorf, in dem doch jeder seine eigenen Probleme mit sich herumträgt. Als dann eines Tages bei einer Explosion 11 Männer umkommen, wühlt die Suche nach dem Täter das ganze Dorf auf. Eine Atmosphäre so dunkel und kalt wie ein russisches Märchen, verschrobene Figuren und viele dunkle Geheimnisse, das sind die Grundlagen des Romans. Er lässt einen in die Welt der Berge eintauchen, in die sozialen Gefüge kleiner Gemeinschaften, mit all ihrer Nächstenliebe, aber auch mit all dem Neid, der Missgunst und dem Gerede. Und während man die Dorfbewohnern kennenlernt, scheint plötzlich jeder ein möglicher Täter zu sein. Doch wer war wirklich so kaltblütig, die Explosion auszulösen? Obwohl man ein Teil des Dorfes wird und die Berge spürt, bleibt die Geschichte und seine Personen für mich doch genauso kalt, wie der Schnee im Hochgebirge. Ich konnte einfach keine emotionale Verbindung aufbauen, da auch für mich wenig Emotionen übermittelt worden. Ein netter Roman, der sich leicht lesen lies, der mir aber ehrlich gesagt vermutlich nicht sehr lange im Gedächtnis bleiben wird.
Eine Explosion
•Buchrezi• 😒 Zum Inhalt: Elf Tote - in einer Hütte in den Bergen. Es war eine Geburtstagsfeier. Der Grund? Eine Explosion. Der Hauptverdächtige? Der ortsansässige Sprengmeister. Wortkarg, eigenbrötlerisch - so wird er von den Dorfbewohner*innen beschrieben. Was so nahe liegt, kann doch nicht stimmen, denn dieser hat ein Alibi. Und so begleiten wir den Sprengmeister, der von allen nur Stubber genannt wird auf seiner Flucht durch die Berge. Doch wovor flieht er wirklich? Vor seiner Vergangenheit? Vor der Liebe seines Lebens mit dem außergewöhnlichen Namen Alaska und deren gemeinsamen Kind, welches er vor Jahren zurückgelassen hat? Oder ist es die Trauer um seinen geliebten Freund, der nur mit musikalischen Gestiken kommunizieren konnte… Doch Stubbers Geschichte ist nur der Anfang. Das abgeschiedene Bergdorf birgt viele Geheimnisse, Geschichten und Menschen, die nur darauf warten, ans Licht zu kommen… Mein Fazit: Ich möchte gar nicht so viel zum Inhalt des Buches verraten - denn viele Wendungen habe ich nicht kommen sehen. Wir befinden uns hier in einem konservativen Bergdorf und lernen nach und nach einige der Bewohner*innen kennen. Stubber steht unter Mordverdacht und es wird geredet, denn der Sprengmeister ist alles andere als gut angesehen. Da liegt der Verdacht nahe, dass er etwas mit der Explosion in der Hütte zutun hat. Doch schaut man tiefer, lernt mehr über die Menschen im Dorf kennen, so wird einem schnell klar, jede* r hat seine/ihre ganz eigene Geschichte… und Stubber? Der trauert. Um Freundschaft. Und um Liebe. Denn seine Geschichte ist vor allem eines: herzzerreißend. Das Buch ist unverblümt, rau die Menschen und die Natur. Sympathien? Blieben bei mir auf der Strecke, so sind „Kaltblüter“ eben, so ist das Leben. Ich mag raue Geschichten, besonders diese hier. Kritik? Die Zeitsprünge der Kapitel und in welcher Stimmung mich diese Geschichte zurücklässt, aber gerade die ist eben auch die Stärke dieser Geschichte. ⭐️⭐️⭐️⭐️ von fünf ⭐️!

Ein Buch, das in die Berge entführt
Stubber ist ein Eigenbrötler. Ein Einzelgänger. Noch dazu einer, der wortwörtlich unter Druck steht, denn er ist Sprengmeister. Als eines Nachts im Oktober eine Explosion die Stille im Tal zerreißt und 11 Menschenleben (eigentlich: Männerleben) fordert, fällt der Verdacht schnell auf Stubber. Schon allein wegen seiner Wortkargheit und eigenwilligen Art. Und tatsächlich plagen Stubber Schuldgefühle, allerdings welche ganz anderer Art. Die Geschichte ist ein undefinierbarer Mix aus Heimatroman und seichtem Krimi. Eigenwillig, rau, teils spröde. Ein bisschen wie die Alpenkulisse, vor der sie spielt. Und eigentlich ist die Handlung keine große, Bauer erzählt sie aber so geschickt mit Zeitsprüngen, dass sie sich bedeutender und nach mehr anfühlt. Gelesen hat sich das Buch recht schnell, ob ich mich aber in ein paar Monaten oder Jahren noch daran erinnere? Fraglich.
Kurze interessante Geschichte
Mir hat das Buch gefallen, viele verschiedene Ansichten und viele Vermutungen der einzelnen Charaktere. Vieles hat mich jedoch aus der Geschichte rausgeholt, weil einiges einfach zu übertrieben oder künstlich vorschnell dagestellt wurde. Gutes Buch aber keines meiner Favoriten :)

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Schon immer hat Stubber, der wortkarge Einzelgänger, mit seinem Heimatort in den Bergen gehadert. Doch seit er sein Kind dort oben zurückließ und für Jahre verschwand, hadert der Ort auch mit ihm. Ein »kaltes Mensch« sei dieser Mann, dieser rätselhafte Sprengmeister. Als bei einer nächtlichen Explosion in einer Hütte elf Männer zu Tode kommen, gibt man ihm die Schuld – eine Schuld, die ihn nun durch die Bergwelt treibt. Während man im Tal nach dem wahren Täter sucht, wächst in Stubber mit jedem Schritt über Almen und Hänge die Sehnsucht nach »Alaska«, der Frau mit den seltsam wässrig-blauen Augen.
In seinem so atmosphärischen wie spannenden Debüt erzählt Wolfgang Maria Bauer von der Liebe zweier Außenseiter und der zermürbenden Kraft eines kleinen Ortes in den Bergen. Ein mitreißendes literarisches Leseerlebnis voller Wucht und lakonischer Schönheit.
Gewinner des Debütanten Salons der Erfurter Herbstlese
»Ein Roman wie ein Lichtblitz: aufwühlend, umwerfend und mit leuchtender Kraft.« Moritz Rinke
»Großartig, jede Zeile. Wucht, Kälte, Zärtlichkeit, Schuld, Kampf, unfassbar stark.« Thomas Thieme
Book Information
Author Description
Wolfgang Maria Bauer, geboren 1963 in München, ist als Schauspieler seit 1990 an den großen Bühnen engagiert: Residenztheater München, Burgtheater Wien, Berliner Ensemble, Deutsches Schauspielhaus Hamburg, Salzburger Festspiele. Er spielte zudem zahlreiche Rollen in TV und Kino, so auch fünf Jahre lang Hauptkommissar »SISKA« in der gleichnamigen ZDF-Krimiserie. Er wurde u.a. mit dem Preis der deutschen Intendanten und dem Goethe-Preis der Stadt Mülheim ausgezeichnet, war Schauspieler des Jahres (»Theater heute«) und erhielt als Theater- und Hörspielautor den Preis des Landes Bayern. Bauer arbeitet als Regisseur und Schauspieldirektor und lebt am Starnberger See. »Kaltblut« ist sein Romandebüt.
Posts
"Kalte Person, was bist du bloß für ein Mensch? Die Anklage lautet: Herzlosigkeit." Als ich den Titel "Kaltblut" gelesen habe, dachte ich zuerst an diese wundervollen schweren Pferde! Doch damit hat dieses Buch nichts zu tun. Vielmehr dreht es sich die Menschen in einem Bergdorf in dem ein Unglück passiert bei dem 11 Männer ihr Leben lassen. Der Schuldige wird schnell benannt, der Sprengmeister muss es gewesen sein, denn dem gehört der Rucksack mit dem Dynamit. Doch dieser hat ein Alibi. Nach und nach kommen Geheimnisse und Geschichten ans Tageslicht. Der Sprengmeister, der Stubber, der seinen Spitznamen von seiner Geliebten Alaska hat, ebenfalls ein Spitzname, wegen ihrer hellblauen Augen und der weißen Haut. Weil eigentlich ist er "nur" Stubbensprenger", einer der Baumstümpfe sprengt. Und kalt ist er, denn als er ließ seinen Sohn einfach bei der Hauswirtschafterin des Pfarrers zurück und verschwand für 7 Jahre. Kaum ist er wieder da, geschieht das Unglück. Doch auch die Angehörigen manch Verstorbener trauen diesen die Auslösung der Explosion zu, denn alle tragen ihre Geheimnissein sich. Und so entwickelt sich das Drama nach und nach zu einem atmosphärischen Krimi. Ich mochte die gezeichneten Charaktere richtig gern, besonders den kauzigen, stillen Stubber und seinen besten Freund, den Dirigenten. Sepp, der mit den Armen fuchtelte, ein Wedeln und Kreiseln und mit dem Kopf schütteln wie ein Kapellmeister, der eine herrlich wilde Musik hört, weil er unter der Geburt unter Sauerstoffmangel leidet. Alles spitzt sich einem Finale zu, in dem offenbar wird, wozu die Liebe fähig ist! Mir hat das Buch richtig gut gefallen, deswegen eine Leseempfehlung für alle, für die es auch ein wenig stiller zugehen kann.

Kühl mit Gefühl 💙
Lese Challenge Februar- ein Debüt Roman✅️💪 Schon vor der Challenge hatte ich von diesem Buch gelesen und wollte es lesen. Dann bei der Buchhandlung meines Vertrauens als Mängelexplar im Angebot gefunden 🥰 und mitgenommen. Zuhause festgestellt, dass es zum Februar passt- also alles richtig gemacht!!!! Der Roman beschreibt recht nüchtern die verschiedenen Charaktere in der eingeschworenen Gemeinschaft in den Bergen🏔. Trotzdem mangelt es nicht an interessanten Wendungen in der Geschichte, die waren spannend und am Ende ergeben sich doch ungeahnte Tiefen..... Gut ist auch die unterschiedliche Perspektive.
Gewaltig, Naturnah
Maria Bauer. Man kennt ihn als Schauspieler, Regisseur und Schauspieldirektor. Dass er schreiben kann, hat er mit "Kaltblut" meiner Meinung nach bewiesen. Der fesselnde Roman liest sich leicht und ist dabei anspruchsvoll. Er hat auf jeden Fall einige tiefgründige Abschnitte, die dem ganzen die Leichtigkeit auch wieder absprechen. Ein besonderer Krimi! Auf einer Alm explodiert eine Hütte. Dabei kommen elf Männer ums Leben. Da kommt nur der Sprengmeister infrage, der hat nämlich seine Tasche in der Hütte gelassen. Seine Tasche mit dem Nitroglycerin, welches er zum Sprengen von Baumstümpfen braucht. In dem Dorf oben in den Bergen ist man sich zumindest sehr sicher, dass es der Sprengmeister war, der die Männer in den Tod gesprengt hat. "Das sind die Toten", wusste ein Schäfer, "es wird aufhören, wenn das Unglück geklärt und ein Schuldiger gefunden ist." Seite 6 Stubber, der Sprengmeister, ist sowieso nicht beliebt bei der Dorfgemeinschaft. Ein Einzelgänger, ein Außenseiter eben. Seine Eltern haben ihm schon mit auf den Weg gegeben, erst zu denken und dann zu sprechen oder zu handeln. Wortkarg ist er seitdem und überlegt. Aber dann trifft ihn doch die Liebe und er ist so von der Situation überrascht, überfordert und gefangen, dass er gar nicht anders kann. Er verschwindet für Jahre aus seinem Tal, weil alles anders kam, als man gedacht hatte. Am Ende sind 11 Menschen Tod und Stubber macht sich Vorwürfe. Doch er hatte ein Alibi. Viele andere aber auch. Genauso wie sie alle etwas zu verbergen haben ... Ich habe die Seiten verschlungen. Ein kleines Buch, mit wenigen Seiten, dafür wahnsinnig viel Inhalt. Eigentlich wollte ich einfach nur lesen. Schwierig, wenn zwischen den Zeilen so viel geschrieben steht. Wolfgang Maria Bauer zeichnet eine wundervolle Bergwelt, beschreibt eine unglaubliche Natur. Die Charaktere in seinem Buch sind aus dem Leben geschrieben, mit all ihren versteckten Belanglosigkeiten und verrückten Eigenschaften. Zwischen den Zeilen liest man Zynismus und vielleicht auch eine Prise Psychologie. Durch Rückblenden erfährt man die eigentlichen Begebenheiten und so langsam dröselt sich natürlich der Tod der Elf auf. Aber wer war nun der Verursacher der Explosion. Oder hatten alle einen Anteil an dem Unglück? War es vielleicht doch nur ein Mörder? Kaltblut gehört auf jeden Fall zu meinen Büchern des Jahres. Rubi und ich geben dem Buch gerne 🐭🐭🐭🐭🐭 für ein Buch, dass man gelesen haben muss. Das Cover alleine hat schon eine Maus verdient!

Atmosphärisch und kalt
Stubber, der Sprengmeister in einem kleinen verschlafenen Ort in den Bergen, ist eigentümlich und zurückgezogen, ja fast kaltherzig, wie er lebt, was er tut. Gemunkelt wird viel über ihn in dem Dorf, in dem doch jeder seine eigenen Probleme mit sich herumträgt. Als dann eines Tages bei einer Explosion 11 Männer umkommen, wühlt die Suche nach dem Täter das ganze Dorf auf. Eine Atmosphäre so dunkel und kalt wie ein russisches Märchen, verschrobene Figuren und viele dunkle Geheimnisse, das sind die Grundlagen des Romans. Er lässt einen in die Welt der Berge eintauchen, in die sozialen Gefüge kleiner Gemeinschaften, mit all ihrer Nächstenliebe, aber auch mit all dem Neid, der Missgunst und dem Gerede. Und während man die Dorfbewohnern kennenlernt, scheint plötzlich jeder ein möglicher Täter zu sein. Doch wer war wirklich so kaltblütig, die Explosion auszulösen? Obwohl man ein Teil des Dorfes wird und die Berge spürt, bleibt die Geschichte und seine Personen für mich doch genauso kalt, wie der Schnee im Hochgebirge. Ich konnte einfach keine emotionale Verbindung aufbauen, da auch für mich wenig Emotionen übermittelt worden. Ein netter Roman, der sich leicht lesen lies, der mir aber ehrlich gesagt vermutlich nicht sehr lange im Gedächtnis bleiben wird.
Eine Explosion
•Buchrezi• 😒 Zum Inhalt: Elf Tote - in einer Hütte in den Bergen. Es war eine Geburtstagsfeier. Der Grund? Eine Explosion. Der Hauptverdächtige? Der ortsansässige Sprengmeister. Wortkarg, eigenbrötlerisch - so wird er von den Dorfbewohner*innen beschrieben. Was so nahe liegt, kann doch nicht stimmen, denn dieser hat ein Alibi. Und so begleiten wir den Sprengmeister, der von allen nur Stubber genannt wird auf seiner Flucht durch die Berge. Doch wovor flieht er wirklich? Vor seiner Vergangenheit? Vor der Liebe seines Lebens mit dem außergewöhnlichen Namen Alaska und deren gemeinsamen Kind, welches er vor Jahren zurückgelassen hat? Oder ist es die Trauer um seinen geliebten Freund, der nur mit musikalischen Gestiken kommunizieren konnte… Doch Stubbers Geschichte ist nur der Anfang. Das abgeschiedene Bergdorf birgt viele Geheimnisse, Geschichten und Menschen, die nur darauf warten, ans Licht zu kommen… Mein Fazit: Ich möchte gar nicht so viel zum Inhalt des Buches verraten - denn viele Wendungen habe ich nicht kommen sehen. Wir befinden uns hier in einem konservativen Bergdorf und lernen nach und nach einige der Bewohner*innen kennen. Stubber steht unter Mordverdacht und es wird geredet, denn der Sprengmeister ist alles andere als gut angesehen. Da liegt der Verdacht nahe, dass er etwas mit der Explosion in der Hütte zutun hat. Doch schaut man tiefer, lernt mehr über die Menschen im Dorf kennen, so wird einem schnell klar, jede* r hat seine/ihre ganz eigene Geschichte… und Stubber? Der trauert. Um Freundschaft. Und um Liebe. Denn seine Geschichte ist vor allem eines: herzzerreißend. Das Buch ist unverblümt, rau die Menschen und die Natur. Sympathien? Blieben bei mir auf der Strecke, so sind „Kaltblüter“ eben, so ist das Leben. Ich mag raue Geschichten, besonders diese hier. Kritik? Die Zeitsprünge der Kapitel und in welcher Stimmung mich diese Geschichte zurücklässt, aber gerade die ist eben auch die Stärke dieser Geschichte. ⭐️⭐️⭐️⭐️ von fünf ⭐️!

Ein Buch, das in die Berge entführt
Stubber ist ein Eigenbrötler. Ein Einzelgänger. Noch dazu einer, der wortwörtlich unter Druck steht, denn er ist Sprengmeister. Als eines Nachts im Oktober eine Explosion die Stille im Tal zerreißt und 11 Menschenleben (eigentlich: Männerleben) fordert, fällt der Verdacht schnell auf Stubber. Schon allein wegen seiner Wortkargheit und eigenwilligen Art. Und tatsächlich plagen Stubber Schuldgefühle, allerdings welche ganz anderer Art. Die Geschichte ist ein undefinierbarer Mix aus Heimatroman und seichtem Krimi. Eigenwillig, rau, teils spröde. Ein bisschen wie die Alpenkulisse, vor der sie spielt. Und eigentlich ist die Handlung keine große, Bauer erzählt sie aber so geschickt mit Zeitsprüngen, dass sie sich bedeutender und nach mehr anfühlt. Gelesen hat sich das Buch recht schnell, ob ich mich aber in ein paar Monaten oder Jahren noch daran erinnere? Fraglich.
Kurze interessante Geschichte
Mir hat das Buch gefallen, viele verschiedene Ansichten und viele Vermutungen der einzelnen Charaktere. Vieles hat mich jedoch aus der Geschichte rausgeholt, weil einiges einfach zu übertrieben oder künstlich vorschnell dagestellt wurde. Gutes Buch aber keines meiner Favoriten :)













