Kälteeinbruch
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Description
Die Nr. 1 aus Norwegen legt nach: Ein neuer Fall für Kommissar Anton Brekke!
Kurz vor Weihnachten schmuggelt der Kleinkriminelle Mielkos brisante Ware. Doch in einer Waldhütte bei Oslo wartet er vergeblich auf seinen Auftraggeber. Und statt Drogen findet er im Laster zwei kleine Jungen. Als Mielkos in der Hütte eine schalldichte Kammer entdeckt, ahnt er, was mit den beiden eigentlich geschehen sollte.
Zur selben Zeit frönt Kommissar Brekke seinem geheimen Laster: Poker. Doch ein neuer Fall wartet. Ein Lehrer wurde ermordet. Ein unscheinbarer Mann, zurückgezogen, unauffällig. Schon bald zeigt sich: Stille Wasser sind tief. Und schmutzig.
Der Ermittler:
Name: Anton Brekke
Alter: 41 Familienstand: geschieden, 1 Sohn
Beruf: Hauptkommissar, Kripo Oslo,
Kompetenzschwerpunkt: organisierte Kriminalität
Besonderheiten: fragwürdiger Humor, heimliches Laster: Poker
Book Information
Author Description
Jan-Erik Fjell (Jahrgang 1982) ist Radiomoderator und Schriftsteller. Für sein Krimidebüt «Der stumme Besucher» wurde er mit dem renommierten Preis des Norwegischen Buchhandels ausgezeichnet – so wie vor ihm Jo Nesbø, Anne B. Ragde, Per Petterson und Jostein Gaarder. Der erste Band um Kommisssar Brekke stand monatelang an der Spitze der norwegischen Bestsellerliste.
Posts
Jan-Erik Fjell gehört zu den Autoren, deren Bücher ich besonders schätze. Seine Thriller sind nicht nur spannend, sondern zeichnen sich auch durch viel Tiefe aus und greifen oft gesellschaftspolitische Themen auf. Kälteeinbruch ist der 2. Band der Anton-Brekke-Reihe. Die deutsche Erscheinungsfolge der Bücher hat sich mir noch nicht ganz erschlossen. Trotzdem fällt der Einstieg leicht, und das Buch funktioniert auch ohne chronologische Reihenfolge gut. Die Geschichte entfaltet eine dichte, düstere Stimmung, die von der kargen Winterlandschaft Norwegens getragen wird. Gleich zu Beginn trifft man auf einen Kleinkriminellen, eine abgelegene Hütte und einen versiegelten Laster. Das Auftauchen von zwei verängstigten Kindern lässt sofort erahnen, dass die Handlung komplex und emotional fordernd sein wird. Parallel dazu folgt man Kommissar Anton Brekke bei der Aufklärung eines brutalen Mordfalls. Fjells Schreibweise ist ruhig und klar, dabei aber intensiv. Die Figuren wirken glaubwürdig, jeder ist mit eigenen Schwächen und inneren Konflikten ausgestattet. Brekke selbst ist ein untypischer Ermittler, aber gerade wegen seiner Makel schließt man ihn schnell ins Herz. Die Handlungsstränge entwickeln sich zunächst unabhängig voneinander, verbinden sich jedoch nach und nach zu einem stimmigen Gesamtbild. Die Spannung entsteht nicht durch hektische Actionszenen, sondern durch ein langsames, kontinuierliches Zusammentreffen der Ereignisse. Szenen, die die Kinder betreffen, sind besonders eindringlich und emotional belastend. Am Ende fügt sich alles logisch zusammen und hinterlässt einen starken Eindruck. Fjell schafft es erneut, eine dichte Atmosphäre zu erzeugen, die Figuren differenziert zu zeichnen und gesellschaftliche Themen einzubringen, ohne dass die Spannung leidet. Für mich ist auch dieser Band eine klare Leseempfehlung. Zum Schluss noch ein Auszug aus dem Nachwort des Autors: "Bei einem Thema wie diesem vermag sich die Fantasie nicht annähernd auszumalen, wie grotesk die Realität letztlich ist"

Meinung: Mit diesem Buch hat Jan-Erik Fjell mich einmal mehr daran erinnert, warum ich seine Romane so sehr schätze. Seine Geschichten sind leise, düster und gehen mir jedes Mal unter die Haut. Der norwegische Winter ist dabei weit mehr als nur Kulisse, er wird zu einer bedrückenden, fast erdrückenden Präsenz, die mich Seite für Seite begleitet hat. Der Einstieg hat mich sofort gepackt. Ein Kleinkrimineller, eine abgelegene Waldhütte und ein versiegelter Laster. Als sich die Türen öffnen und zwei verängstigte Kinder zum Vorschein kommen, war mir schlagartig klar: Diese Geschichte wird keine einfache sein, aber eine, die mich nicht mehr loslassen wird. Parallel dazu begleitet man Kommissar Anton Brekke bei der Aufklärung eines grausamen Mordes. Fjells Schreibstil ist ruhig und flüssig, ohne dabei an Intensität zu verlieren. Besonders beeindruckt hat mich, wie ehrlich und ungeschönt er seine Figuren zeichnet. Niemand ist nur gut oder böse, jeder trägt seine eigenen Abgründe in sich. Anton Brekke ist erneut alles andere als ein klassischer Ermittler. Arrogant, spielsüchtig und emotional verschlossen und gerade deshalb wirkt er so erschreckend real. Trotz (oder vielleicht wegen) seiner Schwächen habe ich ihn schnell ins Herz geschlossen. Die zunächst getrennten Handlungsstränge fügen sich nach und nach zusammen. Man fühlt sich den Ermittlern stellenweise überlegen, um kurz darauf wieder in Zweifel zu geraten. Die Spannung entsteht nicht durch schnelle Action, sondern durch das langsame, unaufhaltsame Zusammenziehen der Schlinge. Besonders die Szenen rund um die Kinder waren schwer auszuhalten und definitiv nichts für schwache Nerven. Am Ende fügt sich alles zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen. Durchdacht, emotional und mit einer Intensität. Eine Empfehlung meinerseits

Ich liebe Jan-Erik Fjell schon seit dem ersten Buch, das ich gelesen habe. Das war Band Nr. 6 dieser Reihe. Damals wusste ich das nicht und war von der Rahmenhandlung etwas irritiert, die sich öfter auf etwas in der Vergangenheit bezogen hat. Daraufhin habe ich gegoogelt und fand eben heraus, dass es mehrere Bände der Reihe gibt, aber noch nicht alle auf Deutsch erschienen sind. Das holt Goldmann in den nächsten Monaten glücklicherweise nach, veröffentlicht aber leider kreuz und quer. Das macht das Lesen echt nicht einfach, weil ich oft überlege, ob eine bestimmte Figur jetzt schon aufgetaucht ist oder schon wieder weg ist oder so. Auch die Geschichte hat es mir diesmal schwergemacht. Das Thema ist heftig. Hat mich gewundert, dass es keine Triggerwarnung gab... Außerdem ging sie ungewohnt träge los und begann ab der Hälfte ungefähr, mich zu verwirren. Die Auflösung war dann wieder richtig genial, wobei ich, wie immer, danach ein paar Minuten darüber nachdenken musste, ob ich wirklich alles richtig verstanden habe. Insgesamt war das sein schwächstes Buch, ich fiebere aber trotzdem den kommenden entgegen.
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Die Nr. 1 aus Norwegen legt nach: Ein neuer Fall für Kommissar Anton Brekke!
Kurz vor Weihnachten schmuggelt der Kleinkriminelle Mielkos brisante Ware. Doch in einer Waldhütte bei Oslo wartet er vergeblich auf seinen Auftraggeber. Und statt Drogen findet er im Laster zwei kleine Jungen. Als Mielkos in der Hütte eine schalldichte Kammer entdeckt, ahnt er, was mit den beiden eigentlich geschehen sollte.
Zur selben Zeit frönt Kommissar Brekke seinem geheimen Laster: Poker. Doch ein neuer Fall wartet. Ein Lehrer wurde ermordet. Ein unscheinbarer Mann, zurückgezogen, unauffällig. Schon bald zeigt sich: Stille Wasser sind tief. Und schmutzig.
Der Ermittler:
Name: Anton Brekke
Alter: 41 Familienstand: geschieden, 1 Sohn
Beruf: Hauptkommissar, Kripo Oslo,
Kompetenzschwerpunkt: organisierte Kriminalität
Besonderheiten: fragwürdiger Humor, heimliches Laster: Poker
Book Information
Author Description
Jan-Erik Fjell (Jahrgang 1982) ist Radiomoderator und Schriftsteller. Für sein Krimidebüt «Der stumme Besucher» wurde er mit dem renommierten Preis des Norwegischen Buchhandels ausgezeichnet – so wie vor ihm Jo Nesbø, Anne B. Ragde, Per Petterson und Jostein Gaarder. Der erste Band um Kommisssar Brekke stand monatelang an der Spitze der norwegischen Bestsellerliste.
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Jan-Erik Fjell gehört zu den Autoren, deren Bücher ich besonders schätze. Seine Thriller sind nicht nur spannend, sondern zeichnen sich auch durch viel Tiefe aus und greifen oft gesellschaftspolitische Themen auf. Kälteeinbruch ist der 2. Band der Anton-Brekke-Reihe. Die deutsche Erscheinungsfolge der Bücher hat sich mir noch nicht ganz erschlossen. Trotzdem fällt der Einstieg leicht, und das Buch funktioniert auch ohne chronologische Reihenfolge gut. Die Geschichte entfaltet eine dichte, düstere Stimmung, die von der kargen Winterlandschaft Norwegens getragen wird. Gleich zu Beginn trifft man auf einen Kleinkriminellen, eine abgelegene Hütte und einen versiegelten Laster. Das Auftauchen von zwei verängstigten Kindern lässt sofort erahnen, dass die Handlung komplex und emotional fordernd sein wird. Parallel dazu folgt man Kommissar Anton Brekke bei der Aufklärung eines brutalen Mordfalls. Fjells Schreibweise ist ruhig und klar, dabei aber intensiv. Die Figuren wirken glaubwürdig, jeder ist mit eigenen Schwächen und inneren Konflikten ausgestattet. Brekke selbst ist ein untypischer Ermittler, aber gerade wegen seiner Makel schließt man ihn schnell ins Herz. Die Handlungsstränge entwickeln sich zunächst unabhängig voneinander, verbinden sich jedoch nach und nach zu einem stimmigen Gesamtbild. Die Spannung entsteht nicht durch hektische Actionszenen, sondern durch ein langsames, kontinuierliches Zusammentreffen der Ereignisse. Szenen, die die Kinder betreffen, sind besonders eindringlich und emotional belastend. Am Ende fügt sich alles logisch zusammen und hinterlässt einen starken Eindruck. Fjell schafft es erneut, eine dichte Atmosphäre zu erzeugen, die Figuren differenziert zu zeichnen und gesellschaftliche Themen einzubringen, ohne dass die Spannung leidet. Für mich ist auch dieser Band eine klare Leseempfehlung. Zum Schluss noch ein Auszug aus dem Nachwort des Autors: "Bei einem Thema wie diesem vermag sich die Fantasie nicht annähernd auszumalen, wie grotesk die Realität letztlich ist"

Meinung: Mit diesem Buch hat Jan-Erik Fjell mich einmal mehr daran erinnert, warum ich seine Romane so sehr schätze. Seine Geschichten sind leise, düster und gehen mir jedes Mal unter die Haut. Der norwegische Winter ist dabei weit mehr als nur Kulisse, er wird zu einer bedrückenden, fast erdrückenden Präsenz, die mich Seite für Seite begleitet hat. Der Einstieg hat mich sofort gepackt. Ein Kleinkrimineller, eine abgelegene Waldhütte und ein versiegelter Laster. Als sich die Türen öffnen und zwei verängstigte Kinder zum Vorschein kommen, war mir schlagartig klar: Diese Geschichte wird keine einfache sein, aber eine, die mich nicht mehr loslassen wird. Parallel dazu begleitet man Kommissar Anton Brekke bei der Aufklärung eines grausamen Mordes. Fjells Schreibstil ist ruhig und flüssig, ohne dabei an Intensität zu verlieren. Besonders beeindruckt hat mich, wie ehrlich und ungeschönt er seine Figuren zeichnet. Niemand ist nur gut oder böse, jeder trägt seine eigenen Abgründe in sich. Anton Brekke ist erneut alles andere als ein klassischer Ermittler. Arrogant, spielsüchtig und emotional verschlossen und gerade deshalb wirkt er so erschreckend real. Trotz (oder vielleicht wegen) seiner Schwächen habe ich ihn schnell ins Herz geschlossen. Die zunächst getrennten Handlungsstränge fügen sich nach und nach zusammen. Man fühlt sich den Ermittlern stellenweise überlegen, um kurz darauf wieder in Zweifel zu geraten. Die Spannung entsteht nicht durch schnelle Action, sondern durch das langsame, unaufhaltsame Zusammenziehen der Schlinge. Besonders die Szenen rund um die Kinder waren schwer auszuhalten und definitiv nichts für schwache Nerven. Am Ende fügt sich alles zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen. Durchdacht, emotional und mit einer Intensität. Eine Empfehlung meinerseits

Ich liebe Jan-Erik Fjell schon seit dem ersten Buch, das ich gelesen habe. Das war Band Nr. 6 dieser Reihe. Damals wusste ich das nicht und war von der Rahmenhandlung etwas irritiert, die sich öfter auf etwas in der Vergangenheit bezogen hat. Daraufhin habe ich gegoogelt und fand eben heraus, dass es mehrere Bände der Reihe gibt, aber noch nicht alle auf Deutsch erschienen sind. Das holt Goldmann in den nächsten Monaten glücklicherweise nach, veröffentlicht aber leider kreuz und quer. Das macht das Lesen echt nicht einfach, weil ich oft überlege, ob eine bestimmte Figur jetzt schon aufgetaucht ist oder schon wieder weg ist oder so. Auch die Geschichte hat es mir diesmal schwergemacht. Das Thema ist heftig. Hat mich gewundert, dass es keine Triggerwarnung gab... Außerdem ging sie ungewohnt träge los und begann ab der Hälfte ungefähr, mich zu verwirren. Die Auflösung war dann wieder richtig genial, wobei ich, wie immer, danach ein paar Minuten darüber nachdenken musste, ob ich wirklich alles richtig verstanden habe. Insgesamt war das sein schwächstes Buch, ich fiebere aber trotzdem den kommenden entgegen.






