Käfer
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Description
Ein Kopf, eine Brust, ein Hinterleib – so knapp sich diese Liste von Körperbauteilen liest, so variantenreich ist, was aus ihr hervorgeht: Die Käfer zeigen mit ihren bunt gefärbten und oftmals schillernden Panzern einen Formenreichtum, der im gesamten Tierreich einmalig ist. Es gibt so viele Käferarten, dass bis heute nicht alle bekannt sind. Immerhin 380 000 wurden bisher beschrieben und mit Namen versehen. Und jedes Jahr kommen ein paar Hundert mehr dazu. Bernhard Kegel, der selbst lange als Käferforscher gearbeitet hat, zeichnet das abwechslungsreiche Portrait eines oft zu Unrecht übersehenen und als Ungeziefer geschmähten oder sogar bekämpften Insekts, dessen Geschichte eng mit der unsrigen verbunden ist: vom Pillendreher, von dessen Verehrung altägyptische Skarabäen zeugen und der womöglich bei der Erfindung des Rades Pate gestanden hat, bis zu dem vermeintlichen Vorbild für eine folgenreiche und vielfach interpretierte Verwandlung in der Erzählung Franz Kafkas und nicht zuletzt dem Insektensterben der Gegenwart. Bernhard Kegels Band zeigt, warum wir auf diese Panzerträger der Natur keinesfalls verzichten können.
Book Information
Author Description
Bernhard Kegel, 1953 in Berlin geboren, ist promovierter Biologe und Schriftsteller. Seit den 1990er-Jahren hat er zahlreiche Romane und Sachbücher zu biologischen Themen publiziert.
Posts
Bernhard Kegels Buch ist eine tiefgründige Würdigung der Käfer, der artenreichsten Tiergruppe der Welt. Im Zentrum steht die enorme biologische Vielfalt dieser Insekten und ihre entscheidende ökologische Rolle als Zersetzer und "Panzerträger der Natur". Kegel beleuchtet die Kulturgeschichte der Käfer, von ihrer spirituellen Verehrung als Skarabäus im Alten Ägypten bis hin zu ihrer Präsenz in der modernen Literatur und Kunst, und korrigiert dabei ihr negatives Image als bloßes "Ungeziefer". Das Porträt gewinnt an aktueller Relevanz durch die Waldkrise: Am Beispiel des Borkenkäfers zeigt der Autor auf, wie die Käfer durch ihre Massenvermehrung in klimageschwächten Fichten-Monokulturen als Katalysator des Klimawandels agieren und einen notwendigen Wandel hin zu resilienteren Wäldern erzwingen. Schließlich ist das Buch ein eindringliches Plädoyer gegen das Insektensterben und für eine geschärfte Wahrnehmung der existenziellen Bedeutung der Käfer für unser Ökosystem. Wunderschöne Illustrationen und auch wissenswerte Themen. Eins muss einem Käferinteressieeten jedoch klar sein. Das Buch schneidet Themen an, aber hat am Ende eine schöne Literatur, in der man herumstöbern kann, um vielleicht ein spezielles Buch auszusuchen.
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Ein Kopf, eine Brust, ein Hinterleib – so knapp sich diese Liste von Körperbauteilen liest, so variantenreich ist, was aus ihr hervorgeht: Die Käfer zeigen mit ihren bunt gefärbten und oftmals schillernden Panzern einen Formenreichtum, der im gesamten Tierreich einmalig ist. Es gibt so viele Käferarten, dass bis heute nicht alle bekannt sind. Immerhin 380 000 wurden bisher beschrieben und mit Namen versehen. Und jedes Jahr kommen ein paar Hundert mehr dazu. Bernhard Kegel, der selbst lange als Käferforscher gearbeitet hat, zeichnet das abwechslungsreiche Portrait eines oft zu Unrecht übersehenen und als Ungeziefer geschmähten oder sogar bekämpften Insekts, dessen Geschichte eng mit der unsrigen verbunden ist: vom Pillendreher, von dessen Verehrung altägyptische Skarabäen zeugen und der womöglich bei der Erfindung des Rades Pate gestanden hat, bis zu dem vermeintlichen Vorbild für eine folgenreiche und vielfach interpretierte Verwandlung in der Erzählung Franz Kafkas und nicht zuletzt dem Insektensterben der Gegenwart. Bernhard Kegels Band zeigt, warum wir auf diese Panzerträger der Natur keinesfalls verzichten können.
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Bernhard Kegel, 1953 in Berlin geboren, ist promovierter Biologe und Schriftsteller. Seit den 1990er-Jahren hat er zahlreiche Romane und Sachbücher zu biologischen Themen publiziert.
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Bernhard Kegels Buch ist eine tiefgründige Würdigung der Käfer, der artenreichsten Tiergruppe der Welt. Im Zentrum steht die enorme biologische Vielfalt dieser Insekten und ihre entscheidende ökologische Rolle als Zersetzer und "Panzerträger der Natur". Kegel beleuchtet die Kulturgeschichte der Käfer, von ihrer spirituellen Verehrung als Skarabäus im Alten Ägypten bis hin zu ihrer Präsenz in der modernen Literatur und Kunst, und korrigiert dabei ihr negatives Image als bloßes "Ungeziefer". Das Porträt gewinnt an aktueller Relevanz durch die Waldkrise: Am Beispiel des Borkenkäfers zeigt der Autor auf, wie die Käfer durch ihre Massenvermehrung in klimageschwächten Fichten-Monokulturen als Katalysator des Klimawandels agieren und einen notwendigen Wandel hin zu resilienteren Wäldern erzwingen. Schließlich ist das Buch ein eindringliches Plädoyer gegen das Insektensterben und für eine geschärfte Wahrnehmung der existenziellen Bedeutung der Käfer für unser Ökosystem. Wunderschöne Illustrationen und auch wissenswerte Themen. Eins muss einem Käferinteressieeten jedoch klar sein. Das Buch schneidet Themen an, aber hat am Ende eine schöne Literatur, in der man herumstöbern kann, um vielleicht ein spezielles Buch auszusuchen.




