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Italien hat auf die Deutschen seit Jahrhunderten eine außergewöhnliche Anziehungskraft ausgeübt. Dementsprechend haben auch die Beziehungen zwischen Deutschland und Italien stets besondere Aufmerksamkeit gefunden. Die Arbeit von Carlo Masala widmet sich einem faszinierenden Kapitel dieser Beziehungen, nämlich ihrer Entwicklung in den 60er Jahren - in der Regierungszeit der Bundeskanzler Erhard und Kiesinger, also von 1963 bis 1969. Das war die Ära der italienischen Gastarbeiter, die die Kultur beider Länder bis heute entscheidend prägt. Es war aber auch die Zeit, in der die Europäischen Gemeinschaften entscheidende Schritte zum wirtschaftlichen und politischen Zusammenwachsen unternahmen. Und es war eine Zeit, in der es an Konflikten nicht fehlte. Hingewiesen sei nur auf das sich damals zuspitzende Südtirol-Problem, das auch die deutsch-italienischen Beziehungen belastete. Masalas Analyse dieser Phase verbindet einen ungewöhnlichen politikwissenschaflichen Ansatz mit einer fundierten historischen Analyse. Bislang noch nicht zugängliche Quellen aus italienischen, deutschen und US-amerikanischen Archiven werden ausgewertet. Zur Interpretation der historischen Vorgänge verknüpft Masala die politikwissenschaftlichen Ansätze des Neorealismus und des Transnationalismus. Die Arbeit berücksichtigt neben der Entwicklung der bilateralen Beziehungen auch deren Einbettung in den multilateralen Kontext.
ISBN9783894980627
PublisherSH-Verlag
Publication Date12/31/98
Pages386
Main GenreSpecialized Books
Sub GenreHistory & Archaeology
FormatSoftcover
LanguageGerman
Price35.80 €
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