Immer nach vorne schauen
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Description
In ihrem ebenso warmherzigen wie witzigen Unterhaltungs-Roman »Immer nach vorne schauen« bringt Corinna Vossius eine zusammengewürfelte Gruppe von charmanten Außenseitern zusammen. Gemeinsam ist ihnen ein außergewöhnliches Hobby – was tut der Mensch nicht alles, um weniger allein zu sein! In ihrem originellen, scharfzüngigen und zu Herzen gehenden Roman erzählt Corinna Vossius von Freundschaft und Feindschaft, vom Alter und vom Jung-sein und von einer Ente.
Im Verein »Freunde von Gertrude« haben sich eine Handvoll Außenseiter zusammengeschlossen, um Verstorbenen ohne Angehörige das letzte Geleit zu geben. Schließlich soll niemand seine Beerdigung ganz allein durchstehen müssen. Außerdem gibt es hinterher Kaffee und Kuchen, und manchmal auch spannende Todesursachen. Die bunte Truppe ist einigermaßen erstaunt, als sich ihnen eines Tages die 18-jährige Inger anschließt – mit blau gefärbten Haaren und einer Ente im Schlepptau, die sie vor ihrer Dienstherrin Frau Ödegaard geheim halten muss. Sollen die Freunde Inger verraten, dass die alte, verbitterte Ödegaard mehr als nur eine Leiche im Keller hat?
Wie schon in ihren Romanen »Seh‘ ich aus, als hätt‘ ich sonst nichts zu tun?« und »Man hat ja seinen Stolz« zeigt Corinna Vossius auch in »Immer nach vorne schauen«, dass man Freundschaft in allen möglichen Versionen findet. Nur selten so, wie man es erwartet ...
Book Information
Author Description
Corinna Vossius, 1963 in Darmstadt geboren, lebt seit 1999 mit ihrer Familie in Norwegen. Zurzeit arbeitet sie als Ärztin im Gefängnis und in einem Pflegeheim für suchtkranke Menschen.
Posts
Für mich, die unbedingt nach Norwegen will, hauptsächlich wegen Frozen, war das Buch schon echt passend. Beim Kauf wusste ich nicht, dass es in Norwegen spielt, aber deswegen hat es das Lesen nur umso mehr beschönigt. Story/Charaktere: Auch wenn ich eher ein Fantasy-Leser bin, lese ich hin und wieder auch gerne alltägliche Romane. Ich mag es einfach, über den Alltag anderer Menschen zu erfahren, ihren Charakter ohne besonders spannende Ereignisse kennenzulernen und einfach durch die normale Menschenwelt, in der auch ich lebe, zu spazieren. Der Roman hier ist wirklich sehr alltäglich, wenn auch die Situation der Protagonistin eher fremd für mich war. Erstens weil ich bis jetzt gar nicht wusste, dass es solche Hausmädchen noch gibt (es kann aber auch sein, dass das Buch nicht ganz der Wahrheit entspricht), (außer halt in den ärmeren Ländern) und zweitens weil ich natürlich selbst nie als Hausmädchen gearbeitet habe. Trotzdem finde ich die Story mit all ihren verrückten Charakteren sehr interessant. Und auch wenn ich nicht religiös bin – und der Roman des Öfteren Bibelzitate beinhaltet oder weil Inger aus einer christlichen Gemeinde kommt – mag ich das Buch. Liebe war zum Glück kein zentrales Thema, aber da Inger ein Teenager ist, hat sie sich irgendwann schon einmal ein bisschen verliebt und ich schätze, es gehört einfach dazu. Rückblickend finde ich die Story sogar auch etwas gruselig, auch ohne dem "Etwas" (wegen spoiler erwähne ich es nicht). Würde das nach Inger’s Aufenthalt spielen, könnte man dazu glatt einen Krimi schreiben. • Frau Ödegaard Die Alte war mir anfangs genauso unsympathisch wie jedem anderem in der Stadt, aber um ganz ehrlich zu sein, fand ich es am Ende doch scheiße, wie die anderen Charaktere mit ihr umgegangen sind. Aber dann wirklich auch nur im letzten Teil. Klar war sie etwas krank im Kopf, aber nicht ganz unschuldig dabei. Ich find ihre backstory sogar ziemlich überzeugend und verstehe auch, warum sie so wurde. Sicher hätte ich Angst vor ihr, wenn ich in Inger’s Schuhen stecken würde, aber sie so respektlos zu behandeln? Nein. Auch ich habe über mein Leben viele Leute gehasst, mittlerweile hab ich keine Zeit mehr dafür, aber das Ende wünsche ich keinem. So grausam bin nicht mal ich. • Inger Ich mochte bzw. verstand sie anfangs, aber später, mit ihren Tod Wünschen gegenüber ihrer Haushälterin, ohne die Inger schon längst auf der Straße leben würde, fand ich dann wirklich nicht mehr lustig. Einmal, okay, sie hatte Angst, war wütend und was sonst nicht alles und sie konnte nirgendwo sonst hin, vor allem nicht wegen des Vertrags. Aber in der zweiten Hälfte des Buches ging es irgendwie nur noch darum... Sie dachte halt legit nur noch um das Erbe, die eigene Villa, die sie haben würde, das viele Geld, etc... Wie macht dich dieses Denken denn dann besser als die Alte, Mädchen? • Edith Edith ist glaube ich mein Lieblingscharakter. Zwar etwas klischeehaft dargestellt, aber ich mag sie. Außerdem hat sie mich auch etwas an jemanden aus meinem Leben erinnert... naja, von der Aura her, ja, allerdings so wie Edith geredet hat, da würde ich mir das eher wünschen von dieser Person, weil dem nicht so ist... :/ :3 Cover: Super süß, das ist auch das, was mich überhaupt auf das Buch aufmerksam gemacht hat (– okay, ist das nicht immer so?). Aber ich mag diesen Malstil bei Illustrationen bzw. Covern. :3 Format/Stil: Der Schreibstil ist einfach gehalten und angenehm zu lesen. Außerdem auch toll, dass es aus der 3. Person geschrieben wurde und deshalb man die Perspektive mehrerer Charaktere zu sehen bekommen hat. Auch von eher Nebencharakteren. Was ich hier super fand, ist, dass man in paar Kapiteln nebensächliches Zeug von den Charakteren erfahren hat. Ich liebe das. (~ 2020 gelesen und Review geschrieben, nur vergessen hier zu posten.)
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In ihrem ebenso warmherzigen wie witzigen Unterhaltungs-Roman »Immer nach vorne schauen« bringt Corinna Vossius eine zusammengewürfelte Gruppe von charmanten Außenseitern zusammen. Gemeinsam ist ihnen ein außergewöhnliches Hobby – was tut der Mensch nicht alles, um weniger allein zu sein! In ihrem originellen, scharfzüngigen und zu Herzen gehenden Roman erzählt Corinna Vossius von Freundschaft und Feindschaft, vom Alter und vom Jung-sein und von einer Ente.
Im Verein »Freunde von Gertrude« haben sich eine Handvoll Außenseiter zusammengeschlossen, um Verstorbenen ohne Angehörige das letzte Geleit zu geben. Schließlich soll niemand seine Beerdigung ganz allein durchstehen müssen. Außerdem gibt es hinterher Kaffee und Kuchen, und manchmal auch spannende Todesursachen. Die bunte Truppe ist einigermaßen erstaunt, als sich ihnen eines Tages die 18-jährige Inger anschließt – mit blau gefärbten Haaren und einer Ente im Schlepptau, die sie vor ihrer Dienstherrin Frau Ödegaard geheim halten muss. Sollen die Freunde Inger verraten, dass die alte, verbitterte Ödegaard mehr als nur eine Leiche im Keller hat?
Wie schon in ihren Romanen »Seh‘ ich aus, als hätt‘ ich sonst nichts zu tun?« und »Man hat ja seinen Stolz« zeigt Corinna Vossius auch in »Immer nach vorne schauen«, dass man Freundschaft in allen möglichen Versionen findet. Nur selten so, wie man es erwartet ...
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Corinna Vossius, 1963 in Darmstadt geboren, lebt seit 1999 mit ihrer Familie in Norwegen. Zurzeit arbeitet sie als Ärztin im Gefängnis und in einem Pflegeheim für suchtkranke Menschen.
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Für mich, die unbedingt nach Norwegen will, hauptsächlich wegen Frozen, war das Buch schon echt passend. Beim Kauf wusste ich nicht, dass es in Norwegen spielt, aber deswegen hat es das Lesen nur umso mehr beschönigt. Story/Charaktere: Auch wenn ich eher ein Fantasy-Leser bin, lese ich hin und wieder auch gerne alltägliche Romane. Ich mag es einfach, über den Alltag anderer Menschen zu erfahren, ihren Charakter ohne besonders spannende Ereignisse kennenzulernen und einfach durch die normale Menschenwelt, in der auch ich lebe, zu spazieren. Der Roman hier ist wirklich sehr alltäglich, wenn auch die Situation der Protagonistin eher fremd für mich war. Erstens weil ich bis jetzt gar nicht wusste, dass es solche Hausmädchen noch gibt (es kann aber auch sein, dass das Buch nicht ganz der Wahrheit entspricht), (außer halt in den ärmeren Ländern) und zweitens weil ich natürlich selbst nie als Hausmädchen gearbeitet habe. Trotzdem finde ich die Story mit all ihren verrückten Charakteren sehr interessant. Und auch wenn ich nicht religiös bin – und der Roman des Öfteren Bibelzitate beinhaltet oder weil Inger aus einer christlichen Gemeinde kommt – mag ich das Buch. Liebe war zum Glück kein zentrales Thema, aber da Inger ein Teenager ist, hat sie sich irgendwann schon einmal ein bisschen verliebt und ich schätze, es gehört einfach dazu. Rückblickend finde ich die Story sogar auch etwas gruselig, auch ohne dem "Etwas" (wegen spoiler erwähne ich es nicht). Würde das nach Inger’s Aufenthalt spielen, könnte man dazu glatt einen Krimi schreiben. • Frau Ödegaard Die Alte war mir anfangs genauso unsympathisch wie jedem anderem in der Stadt, aber um ganz ehrlich zu sein, fand ich es am Ende doch scheiße, wie die anderen Charaktere mit ihr umgegangen sind. Aber dann wirklich auch nur im letzten Teil. Klar war sie etwas krank im Kopf, aber nicht ganz unschuldig dabei. Ich find ihre backstory sogar ziemlich überzeugend und verstehe auch, warum sie so wurde. Sicher hätte ich Angst vor ihr, wenn ich in Inger’s Schuhen stecken würde, aber sie so respektlos zu behandeln? Nein. Auch ich habe über mein Leben viele Leute gehasst, mittlerweile hab ich keine Zeit mehr dafür, aber das Ende wünsche ich keinem. So grausam bin nicht mal ich. • Inger Ich mochte bzw. verstand sie anfangs, aber später, mit ihren Tod Wünschen gegenüber ihrer Haushälterin, ohne die Inger schon längst auf der Straße leben würde, fand ich dann wirklich nicht mehr lustig. Einmal, okay, sie hatte Angst, war wütend und was sonst nicht alles und sie konnte nirgendwo sonst hin, vor allem nicht wegen des Vertrags. Aber in der zweiten Hälfte des Buches ging es irgendwie nur noch darum... Sie dachte halt legit nur noch um das Erbe, die eigene Villa, die sie haben würde, das viele Geld, etc... Wie macht dich dieses Denken denn dann besser als die Alte, Mädchen? • Edith Edith ist glaube ich mein Lieblingscharakter. Zwar etwas klischeehaft dargestellt, aber ich mag sie. Außerdem hat sie mich auch etwas an jemanden aus meinem Leben erinnert... naja, von der Aura her, ja, allerdings so wie Edith geredet hat, da würde ich mir das eher wünschen von dieser Person, weil dem nicht so ist... :/ :3 Cover: Super süß, das ist auch das, was mich überhaupt auf das Buch aufmerksam gemacht hat (– okay, ist das nicht immer so?). Aber ich mag diesen Malstil bei Illustrationen bzw. Covern. :3 Format/Stil: Der Schreibstil ist einfach gehalten und angenehm zu lesen. Außerdem auch toll, dass es aus der 3. Person geschrieben wurde und deshalb man die Perspektive mehrerer Charaktere zu sehen bekommen hat. Auch von eher Nebencharakteren. Was ich hier super fand, ist, dass man in paar Kapiteln nebensächliches Zeug von den Charakteren erfahren hat. Ich liebe das. (~ 2020 gelesen und Review geschrieben, nur vergessen hier zu posten.)




