Im Takt der Freiheit
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Description
Als die Frauen das Radfahren entdeckten: Hanna Caspians historischer Roman »Im Takt der Freiheit« entführt ins Deutsche Kaiserreich zu einer jungen Frau, der das Fahrrad den Weg in ein selbstbestimmtes Leben weist – und zu ihrer großen Liebe.
Berlin, im Dreikaiserjahr 1888: Als Tochter eines Eisenbahn-Tycoons hat Felicitas Louisburg scheinbar unendliche Möglichkeiten und kann sich leisten, was immer ihr Herz begehrt. Nur eines ist in ihrem Leben nicht vorgesehen: persönliche Freiheit.
Das erkennt die junge Frau schmerzlich. Auf einem opulenten Sommerball soll sie anders als gedacht keineswegs nach einem geeigneten Heiratskandidaten Ausschau halten – den hat ihr Vater längst für sie ausgesucht. Nach seinem Willen wird Felicitas den Sohn eines Grafen heiraten, um seinem Unternehmen einen gigantischen Großauftrag zu sichern. Doch dann lernt sie Lorenz kennen, der sich für Zweiräder begeistert und mit seiner Unbeschwertheit alles infrage stellt, was Felicitas bislang für unausweichlich hielt …
Mehr als eine Liebesgeschichte: ein gefühlvoller historischer Roman, der eine hochspannende Zeit der Emanzipation von Frauen lebendig werden lässt
Als das Zweirad Ende des 19. Jahrhunderts seinen Siegeszug antritt, ermöglicht es nicht nur eine ganz neue Form der Mobilität: In einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs wird es für Frauen zu einem Symbol der Freiheit. Dieses Lebensgefühl und das wachsende Selbstbewusstsein der Frauen lässt uns Bestseller-Autorin Hanna Caspian hautnah miterleben.
Entdecken Sie auch Hanna Caspians historische Familiensaga-Bestseller »Die Gut-Greifenau-Reihe« (1913 bis 1933) und »Schloss Liebenberg« (1906 bis 1909).
Book Information
Author Description
Die SPIEGEL-Bestseller-Autorin Hanna Caspian beleuchtet mit ihren gefühlvollen und spannungsgeladenen Sagas bevorzugt fast vergessene Themen deutscher Geschichte. Hanna Caspian studierte Literaturwissenschaften, Politikwissenschaft und Sprachen in Aachen und arbeitete danach lange Jahre im PR- und Marketingbereich. Mit ihrem Mann lebt sie heute als freie Autorin in Köln, wenn sie nicht gerade durch die Weltgeschichte reist.
Posts
Ich habe mich von Frau Goethe liests Begeisterung anstecken lassen und spontan zu diesen Hörbuch gegriffen, welches ich vorher gar nicht auf dem Schirm hatte. Mit Tanja Fornaro als Sprecherin war es ein großes Hörvergnügen und auch darüber hinaus konnte die Geschichte mich begeistern. Ich mochte sehr die vielen historischen Details, die ich kennenlernen durfte. Da sage ich nur "Tanzkarte" um ein Beispiel zu nennen. Die Protagonisten und ihre Entwicklung zu begleiten war mir eine große Freude. Winziges und einziges Manko waren für mich die immer mal wieder auftauchenden Wiederholungen. Nichtsdestotrotz gibt's von mir eine große Hör-/Leseempfehlung.
Felicitas und die Fahrräder.
Inhalt: Berlin 1888. Felicitas hat ein Leben wovon andere junge Damen träumen. Ihr Vater ist ein Eisenbahn-Fabrikant und unfassbar reich. Doch Felicitas ist unglücklich. Sie sehnt sich nach mehr Freiheit und einem selbstbestimmten Leben. Denn ohne ihre Gouvernante darf sie keinen Schritt alleine machen. Geld besitzt sie auch kein eigenes. Eines Tages stolpert sie im wahrsten Sinne des Wortes in einen Studenten, der mit einem neumodischen Nieder-Sicherheitsfahrrad unterwegs ist. Felicitas ist fasziniert. Nicht nur vom Fahrrad, sondern auch von Lorenz, wie der junge Mann heißt. Ihr Vater hat aber andere Pläne. Um an einen lukrativen Auftrag zu kommen, möchte er seine Tochter mit einem Grafensohn verloben. Felicitas ist entsetzt und beginnt zu rebellieren...... Leseeindruck: In " Im Takt der Freiheit" geht es um die Entstehung der Fahrräder, aber auch um mutige junge Frauen, die ein selbstbestimmtes Leben führen möchten. Felicitas ist eine davon. Sie fühlt sich eingeengt und alles andere als glücklich. Erst als sie Lorenz kennenlernt, bekommt sie ein Gefühl dafür, was Freiheit wirklich heißt. Von Anfang an war ich mittendrin im Geschehen. Durch Felicitas Gedanken und Taten konnte ich sie gleich richtig gut kennenlernen. Dabei habe ich sie sofort in mein Herz geschlossen. Oft musste ich über ihre Einfälle schmunzeln oder habe sie für ihren Mut, gegen ihren Vater zu rebellieren, bewundert. Tatkräftig zur Seite stehen ihr dabei ihre Zofe Minna und ihre Schwester Tessa. Immer wieder gab es Wendungen mit denen ich nicht gerechnet habe. So verging die Zeit mit unterhaltsamen Lesestunden wie im Flug. Höhepunkt war für mich der Ball, den Felicitas Vater zu einem unvergesslichen Ereignis werden lassen wollte. Leider kann ich dazu nicht viel verraten, ich möchte schließlich nicht spoilern. Aber in meinen Augen war jede einzelne Szene einfach nur genial geschrieben. Fazit: Ich bin begeistert von "Im Takt der Freiheit". Der Schreibstil ist locker und lebendig. So hatte ich das Gefühl selbst dabei zu sein. Gut recherchierte Geschichte wird mit fiktiven Personen verwoben. Neben einer unterhaltsamen Story, konnte ich noch viel lernen. Für mich ein Highlight, das natürlich eine Leseempfehlung von mir bekommt.

Volle Punktzahl, die Autorin schafft es jedes Mal mich komplett abzuholen und weit fortzutragen
Mit im Takt der Freiheit ist es der Autorin wieder einmal hervorragend gelungen mich zu entführen und mich auf eine spannende Zeitreise zu entführen, die mich voller Faszination zurück lässt. Sie besitzt eine besondere Gabe den Leser mit ihren Charakteren eine so stimm und bildgewaltige Geschichte zu präsentieren, die vor Emotionen nur so zu kochen anfängt, dass man mit einem Wow Effekt staunend zurückbleibt. Schon gleich der erste Satz fängt so an: "Sobald man zu alt war, um mit Puppen zu spielen, wurde man selber zu einer. Adrett geschmückt mit netten Kleidchen und Hütchen wartet man auf einem Polstermöbel, erwählt zu werden. Unterdessen verkümmert der Verstand wie eine Pflanzen in der Wüste. " Sätze voller Tiefe die zum Nachdenken anregen und noch so viel mehr Aussagen. Felicitas war mir auf Anhieb so sympathisch. Ein kluger Geist, voller Ideen und voller Begeisterung für das Leben... Hat das Glück, in einer reichen und gut behüteten Familie aufzuwachsen und hat dennoch damit zu kämpfen um nicht zu ertrinken, denn das Wort Freiheit ist für sie ein großer Traum- die persönliche Freiheit. Denn der Weg ist vorgezeichnet und vorbereitet durch ihren Vater. Was tun wenn man da einen Menschen kennenlernt der einem immens fasziniert? Durch ihn genießt sie eine Unbeschwertheit und lernt das Radfahren, was zur damaligen Zeit eine Seltenheit war und sich nicht für eine Frau gehörte. Hanna Caspian hat mich so tief in die Vergangenheit hineingezogen, dass mir saß Aufwachen schwer fiel. Faszination Pur schmückt diese Geschichte, die ebenso durch ihre hervorragende Recherchen ganz hell leuchtet. Bis zu diesem Buch war mir nicht bewusst, dass es zu der damaligen Zeit über 30 Zeitzonen in Deutschland gab. Eine absolute Leseempfehlung von mir
Schon mit den ersten Sätzen hat die Autorin mich gepackt: "Sobald man zu alt war, um mit Puppen zu spielen, wurde man selber zu einer. Adrett geschmückt mit netten Kleidchen und Hütchen wartete man auf einem Polstermöbel, erwählt zu werden. Unterdessen verkümmerte der Verstand wie eine Pflanze in der Wüste." "Im Takt der Freiheit" gibt einen interessanten Einblick in das gesellschaftliche Leben und insbesondere die Rolle der Frau aus dem gehobenen Bürgertum im deutschen Kaiserreich im Drei-Kaiser-Jahr 1888. Die Hauptdarstellerin Felicitas wächst als Tochter eines Eisenbahn-Tycoons ohne finanzielle Sorgen, aber auch ohne persönliche Freiheit auf. Es ist teilweise quälend zu lesen bzw. zu hören, wie sie von ihrer altmodischen Gouvernante gegängelt wird und von ihrem patriachalischen Vater über ihren Kopf hinweg mit dem Sohn eines Grafen verkuppelt werden soll, um seinem Unternehmen einen gigantischen Großauftrag zu sichern. Ihr Freiheitsdrang lässt sie zunehmend aufbegehren. Über den zweiradbegeisterten Lorenz, den sie natürlich nur heimlich treffen kann, lernt sie die Erfindung des Fahrrads kennen, das für sie zum Vehikel in die Freiheit werden soll. Faszinierend ist zu verfolgen, was sich 1888 alles im Deutschen Reich ereignete: Nicht nur die Erfindung des Fahrrads und die Regentschaft von gleich drei Kaisern - auch die Elektrizität sowie die Motorisierung des Verkehrs schritt voran und der Reichstag war im Bau. Das alles bindet die Autorin lebhaft in ihren Roman ein. Höchst aufschlussreich ist die Passage, in der - inspiriert von Jules Verne - über Möglichkeiten und Grenzen von regenerativen Energiequellen wie Sonne und Wasserstoff diskutiert wird. Unbedingte Lese- oder Hörempfehlung für die Liebhaber historischer Romane!
Ein toller historischer Roman von Hanna Caspian, der uns dieses Mal ins 19. Jahrhundert führt und unter anderem die Entwicklung des Fahrrads in den Fokus stellt
Hanna Caspian ist für mich ohne ein großes Wenn und Aber die Garantie für einen grandiosen historischen Roman und ich wurde auch dieses Mal nicht enttäuscht. Die Geschichte rund um Felicitas, Minna, Tessa, Lorenz, Egidius und Apollonia überzeugt auf ganzer Linie. Die Charaktere haben, wie von der Autorin gewohnt eine spannende Tiefe und schwarz/weiß Malerei sucht man hier vergeblich. Die Charaktere handeln authentisch und es macht Spaß ihre jeweilige Entwicklung zu beobachten. Dazu muss man sagen, dass Hanna Caspian sehr intensiv recherchiert und das merkt man ihren Büchern einfach an. Auch bei diesem Buch hat man das Gefühl, einfach mitten drin im Geschehen zu sein und lernt dabei noch neue Seiten an der deutschen Geschichte kennen, obwohl man schon etliche historische Romane gelesen hat. Hier vor allem die Geschichte des Fahrrads und auch der PoC im deutschen Kaiserreich im 19.Jahrhundert. Dazu reißt der Schreibstil intensiv mit. Man erkennt richtiggehend Frau Caspians verschmitzte Freude, als sie über den großen Ball schreibt. Näher möchte ich jetzt nicht darauf eingehen, da ich sonst spoilern müsste, aber ich habe mich köstlich amüsiert. Über all den Erfindungen, historischen Daten und der Entwicklung der Charaktere schwebt vor allem ein großes Wort: Die Freiheit. Frau Caspian schafft es, verschiedene Blickwinkel auf die Freiheit zu werfen. Was bedeutet Freiheit für den einen, was für den anderen? Gibt es Gemeinsamkeiten? Und was ist eigentlich Unfreiheit? Nur Gefangenschaft oder geht dieses Wort tiefer? Das Fahrrad fahren ist nur ein Symbol, was die Freiheit möglich machte- gerade in der Entwicklung der Frauen. Fazit: Eine absolute Empfehlung für alle LeserInnen von historischen Romanen, ein wunderbares Kleinod über das Fahrrad fahren und die Freiheit. Ich danke dem Verlag Knaur für die Bereitstellung des Rezensionsexemplar und Hanna Caspian für die tolle, informative Leserunde. Ich freue mich jetzt schon auf die nächsten Werke aus ihrer Feder!
Die Fahrt ins Glück Felicitas ist jung, schön und stammt aus einer reichen Bürgersfamilie. Damit ist ein zukünftiges Leben als Hausfrau und Mutter vorgeplant. So strebt ihr Vater eine Hochzeit zwischen ihr und dem Sohn eines Grafen an, um seine Projekte voranzutreiben. Als Felicitas jedoch dem Studenten Lorenz begegnet, lernt sie, was Freiheit bedeutet. Hanna Caspians „Im Takt der Freiheit“ spielt im Dreikaiserjahr 1888 und erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die das Fahrrad für sich entdeckt und gleichzeitig für ihre Träume kämpft. Das Buch ist nicht Teil einer Reihe. Der Fokus des Romans liegt beim Wunsch nach Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern. Weiterhin geht es um den Beginn des Fahrradfahrens wie wir es heute kennen. Das Buch besteht aus sechs Kapiteln, die aufgeteilt in die einzelnen Tage bis zum Höhepunkt und darüberhinaus sind. Der Ablauf des Romans ist authentisch geschrieben und auch sehr gut von der Autorin recherchiert worden. Die Charaktere sind nahbar beschrieben. Eine besondere Verbindung bildet die Beziehung zwischen Felicitas und ihrer Zofe. Um die Zofe entsteht sogar eine Art extra Handlungsstrang. Das Ziel des Strangs konnte ich nicht so ganz nachvollziehen, aber vermute, es orientiert sich am Titel um das Streben nach Freiheit. Dieses Buch ist auch mehr oder minder auf der Suche nach der Definition um Freiheit und beleuchtet diese aus unterschiedlichen Blickwinkeln aufgrund der unterschiedlichen Positionen der Charaktere, die Freiheit suchen. Erschreckend fand ich die männlichen Charaktere, ihr Denken, ihr Verhalten und ihre Machtspielchen. Gerade dieses Verhalten verleiht dem Verlauf des Romans seine Spannung. Der Roman hat mich an manchen Stellen etwas an den Roman „Solange die Welt noch schläft“ von Petra Durst-Benning und die weiteren Teile dazu erinnert. Fazit: Wie immer ein exzellent recherchierter Roman der Autorin, der aber meiner Meinung nach nicht an die Romane der Romanreihen um das „Gut Greifenau“ und „Schloss Liebenberg“ anknüpfen kann. Dennoch machen die weiblichen Charaktere und die Erklärungen rund um die Entwicklung des Fahrrads das Buch sehr interessant. Ich kann diesen Roman allen Fans historischer Geschichten empfehlen und all jenen, die gerne Geschichten um durchsetzungsstarke Frauen mögen.
Berlin, im Dreikaiserjahr 1888: Als Tochter eines Eisenbahn-Tycoons hat Felicitas Louisburg scheinbar unendliche Möglichkeiten und kann sich leisten, was immer ihr Herz begehrt. Nur eines ist in ihrem Leben nicht vorgesehen: persönliche Freiheit. Ich habe die Reihe Schloss Liebenberg wirklich sehr geliebt und habe mich dementsprechend sehr auf den neuen Roman von der Autorin Hanna Caspian gefreut. Der Schreibstil ist wieder einmal sehr angenehm und flüssig zu lesen, sodass es sehr viel Spaß gemacht hat der Geschichte zu verfolgen. In meinen Augen wurde die damalige Zeit gut dargestellt, soweit ich das beurteilen kann wie beispielsweise die realistische Darstellung der Gesellschaft sowie der Frauen, die in Form von der Protagonistin Felicitas dargestellt wird. Leider bin ich mit Felicitas nicht so warm geworden und hatte meinen Probleme mit ihr, obwohl ich bewundernswert fand wie sie für ihre Träume gekämpft hat, obwohl dies für mich eher passiv passiert ist als aktiv. Ich fand, dass sie es sich etwas zu einfach gemacht hat. Die Zofe Minna fand ich dafür interessanter und ich hätte viel lieber mehr über sie erfahren wollen, da sie von einer afrikanischen Kolonie stammt und ich sie grundsätzlich mutiger in Bezug auf ihre Entwicklung fand. Die Liebesgeschichte fand ich in Ordnung, jedoch für mich nicht wirklich erwähnenswert und hätte ich nicht wirklich gebraucht. Ansonsten war die Geschichte ganz spannend und interessant, aber konnte mich jetzt nicht ganz überzeugen. Insgesamt war es für "nur" eine solide Geschichte, die noch Luft nach oben hat.

So eine krasse Zeit 🫣
Am Anfang ist es mir ziemlich schwer gefallen in die Geschichte einzutauschen…der ständige Perspektiven Wechsel hat mich am Anfang etwas verwirrt. Die Storyline zwischen Felicitas und Lorenz habe ich trotzdem so gern verfolgt 🌷 Zu lesen, wie alles zur damaligen Zeit war, finde ich immer wieder erschreckend und spannend zu selben Zeit 🥲
Eine wunderschöne Geschichte über den Drang nach Selbstbestimmung
Hanna Caspian erzählt diese Geschichte wieder in ihrer wunderbaren Art. Mitreißend und voller Emotionen erlebt man die Charaktere, ihre Empfindungen und Träume. Ich kann ihre Bücher wirklich nur wärmstens empfehlen. Besonders dieses ist teilweise so amüsant, dass man laut lachen muss beim Lesen! Ein sehr seltenes Vergnügen!
Ein großartiger Roman , der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat.
Mit ihrem historischen Roman,, Im Takt der Freiheit " nimmt die großartige Autorin Hanna Caspian den Leser mit in das Jahr 1888 , das Dreikaiserjahr. Die fast 20 jährige Felicitas Louisburg lebt mit ihrem Vater Egidius und ihrer 15 jährigen Schwester Tessa in Berlin in einem imposanten Palais. Ihr Vater hat durch seine Unternehmen, dem Bau von Eisenbahnen, viel erreicht und ein großes Vermögen erwirtschaftet. Obwohl Felicitas alles hat , was sich eine junge Frau erträumt: ein prachtvolles Zuhause, viele wunderschöne Kleider , eine Zofe, die ihr zur Hand geht und Bekanntschaften aus den besten Kreisen, ist sie nicht glücklich. Ihr fehlt die Zuneigung , Interesse und Liebe des Vaters, der sich seit dem Tod seiner Frau fast ausschließlich um seine Unternehmen kümmert. Sie lebt in einem goldenen Käfig, darf keinen Schritt alleine vor die Tür machen. Ihre Gouvernante , ihr Chaperon , Fräulein Korbinian, ist immer dabei. Trotz des Reichtums ihres Vaters, hat sie kein Geld zur freien Verfügung. Lernen darf sie das, was Töchter aus ihren Kreisen wissen müssen: Handarbeiten, Haushaltsführung und gepflegte Konversation. Doch das reicht ihr nicht. Sie interessiert sich für Technik, das politische Geschehen im Land und auch für das Unternehmen ihres Vaters. In ihren Träumen führt sie es eines Tages. Nur heimlich kann sie sich Zugang zu diesen Themen verschaffen. Ihre Zofe Minna ist ihr dabei eine Hilfe. Bei einem Ausritt stößt Felicitas mit einem sehr sympathischen jungen Mann auf einem Fahrrad zusammen. Seitdem geht Lorenz, ein Student , ihr nicht mehr aus dem Kopf. Bei einem zweiten ,, zufälligen " Treffen verabreden sie ein Wiedersehen, denn Felicitas möchte das Fahrrad fahren ausprobieren. Diese heimlichen Treffen und das Radfahren auf Lorenz 'selbst konstruierten Fahrrad führen Felicitas noch deutlicher vor Augen , wie eingeschränkt ihr Leben ist und der Wunsch nach Freiheit wird immer größer. Raus aus dem Käfig , raus aus dem gesellschaftlichen Korsett und den einengenden Kleidern. Wird sie jemals so frei sein können, wie sie es sich wünscht? Eigene Entscheidungen für ihr Leben treffen dürfen? Ihr Vater hat ganz andere Pläne für sie. Um sich seinen eigenen Traum vom Aufstieg in die erste Liga , in Adelskreise, zu erfüllen, verbunden mit einem sehr lukrativen Geschäft, wird er einem pompösen Sommerball mit den erlesensten Gästen veranstalten und dort die Verlobung Felicitas mit einem Grafensohn verkünden. Wird Felicitas sich fügen und ihre eigenen Zukunfts-Wünsche fallen lassen? Hanna Caspian hat mich mit ihrer unglaublich bildhaften Erzählweise , die sich so wunderbar flüssig lesen lässt , vom ersten Satz an , mitten in das Leben von Felicitas und ihrer Familie entführt. Die großartigen detaillierten Beschreibungen Berlins im Jahr 1888 und der gesellschaftlichen Gepflogenheiten ließen Bilder vor meinen Augen auftauchen. Die Personen sind lebendig und authentisch dargestellt. Felicitas, die aus Afrika stammende Zofe Minna und Lorenz sind mir ganz schnell ans Herz gewachsen. Auch die e quirlige jüngere Schwester Tessa muß man einfach gern haben, während Rudolph und sein Vater keinerlei Sympathiepunkte von mir erhalten. Über Egidius ' Pläne kann man heute nur den Kopf schütteln, es erscheint absolut herzlos, doch damals waren seine Gedanken und Pläne nichts Ungewöhnliches. Die historischen Hintergründe sind grandios recherchiert und gekonnt mit der Geschichte verknüpft. Mit Felicitas habe ich um jeden Schritt in ein freieres Leben gekämpft. Ein weiterer Aspekt von Freiheit wird durch Minna angesprochen. Da sie aus einer afrikanischen Kolonie stammt, bedeutet es für sie nochmal etwas ganz anderes , frei zu sein. Die Entwicklung des Fahrrads und weiterer Fahrzeuge , sowie der Eisenbahnen ist äußert interessant und spannend erzählt. Was für Möglichkeiten den Menschen mit diesen Entwicklungen nun offen stehen. Welche Freiheit es bedeutet, nicht mehr jeden Weg zu Fuß zurück legen zu müssen, es sei denn, man konnte sich Pferd und Wagen leisten. In der Klappeninnenseite gibt es eine sehr schöne Karte von Berlin, so daß man jeden Weg der Protagonisten genauestens mitverfolgen kann. Auch das Personenregister und das sehr informative Nachwort gefallen mir sehr gut. Hanna Caspian versteht es meisterlich, mich mit ihrem grandiosen Roman in den Bann zu ziehen. Wie im Rausch habe ich das Buch gelesen und konnte es erst aus der Hand legen, als die letzte Seite beendet war. Von ganzem Herzen empfehle ich diesen großartigen historischen Roman. Eine hervorragende emotionale Liebesgeschichte mit starken Protagonisten und unerwarteten Wendungen . Auf zwei Rädern auf dem Weg in die Freiheit.
Felicitas und der Kampf um Selbstbestimmung
Die Geschichte führt uns ins Berlin 1888. Eine Zeit, in der die Zweiräder die Straßen eroberten. Die junge Felicitas Louisburg ist 19 und besitzt kein eigenes Geld, obwohl ihr Vater ein schwerreicher Eisenbahnunternehmer ist. Persönliche Freiheit wird ihr ebenso verweigert wie eigenes Geld. Sie darf sich nur leisten, was ihrem Vater gefällt. Es sei denn, sie darf sich ihr Ballkleid selbst aussuchen. Und auf dem Sommerball soll sie sich einen Heiratskandidaten aussuchen, nichts ahnend, dass ihr Vater sie schon einem reichen Grafensohn versprochen hat. Das Imperium muss gerettet werden. Also soll es auf dem Ball eine Verlobung geben. Felicitas fühlt sich als Teil eines finanziellen Handels. Wegen einer Trauerfeier muss der Ball verschoben werden. In dieser Zeit lernt sie Lorenz einen jungen Maschinenbaustudenten kennen. Insgeheim bringt er ihr das Radfahren bei und Felicitas erlebt zum ersten Mal, was es heißt, ungezwungen zu leben. Dieses Privileg will sie auf keinen Fall mehr hergeben. Sie hat auch große Pläne mit Lorenz, zu dem sie sich hingezogen fühlt. Sie beginnt sich zur Wehr zu setzen, aber die Zeit drängt. Dann kommt eine unerwartete Nachricht von der Bank. Das Buch zeigt uns mal wieder, wie schwer es den Frauen damals im Kaiserreich gemacht wurde. Es war normal, dass die Männer über sie bestimmten. Ich habe Felicitas so in mein Herz geschlossen und bewundert, wie sie sich aus reiner Menschenliebe für die Armen stark gemacht hat. Und Lorenz hat sich auch in mein Herz geschlichen. Die Geschichte ist spannend mit vielen abwechslungsreichen Vorkommnissen. Ehrgeiz, Stolz und Drama wechseln sich ab. Sentimentale Flausen gibt es bei Egidius nicht. Wie kann man sich nur über das Glück der Kinder stellen? Die Autorin hat eine Meisterleistung publiziert, was historische Geschichten betrifft. Die politische und militärische Aufsicht wurden gut in die Geschichte eingefangen. Ich habe einiges über Fahrräder von damals erfahren, die zu dieser Zeit für Frauen als sehr zweideutig betitelt wurden. Man befand das als dreiste Provokation gegen die höher gestellte Gesellschaft. Vom Schreibstil bin ich begeistert, kurzweilig und flüssig mit kurzen Kapiteln. Das hat mir sehr gefallen. Zum Ende hin hatte ich eine Ahnung, die sich bewahrheitet hat. Ich bedanke mich für die sehr gute Unterhaltung liebe Autorin. Ich empfehle diesen sehr lesenswerten und spannungsgeladenen Roman gerne weiter.
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Als die Frauen das Radfahren entdeckten: Hanna Caspians historischer Roman »Im Takt der Freiheit« entführt ins Deutsche Kaiserreich zu einer jungen Frau, der das Fahrrad den Weg in ein selbstbestimmtes Leben weist – und zu ihrer großen Liebe.
Berlin, im Dreikaiserjahr 1888: Als Tochter eines Eisenbahn-Tycoons hat Felicitas Louisburg scheinbar unendliche Möglichkeiten und kann sich leisten, was immer ihr Herz begehrt. Nur eines ist in ihrem Leben nicht vorgesehen: persönliche Freiheit.
Das erkennt die junge Frau schmerzlich. Auf einem opulenten Sommerball soll sie anders als gedacht keineswegs nach einem geeigneten Heiratskandidaten Ausschau halten – den hat ihr Vater längst für sie ausgesucht. Nach seinem Willen wird Felicitas den Sohn eines Grafen heiraten, um seinem Unternehmen einen gigantischen Großauftrag zu sichern. Doch dann lernt sie Lorenz kennen, der sich für Zweiräder begeistert und mit seiner Unbeschwertheit alles infrage stellt, was Felicitas bislang für unausweichlich hielt …
Mehr als eine Liebesgeschichte: ein gefühlvoller historischer Roman, der eine hochspannende Zeit der Emanzipation von Frauen lebendig werden lässt
Als das Zweirad Ende des 19. Jahrhunderts seinen Siegeszug antritt, ermöglicht es nicht nur eine ganz neue Form der Mobilität: In einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs wird es für Frauen zu einem Symbol der Freiheit. Dieses Lebensgefühl und das wachsende Selbstbewusstsein der Frauen lässt uns Bestseller-Autorin Hanna Caspian hautnah miterleben.
Entdecken Sie auch Hanna Caspians historische Familiensaga-Bestseller »Die Gut-Greifenau-Reihe« (1913 bis 1933) und »Schloss Liebenberg« (1906 bis 1909).
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Author Description
Die SPIEGEL-Bestseller-Autorin Hanna Caspian beleuchtet mit ihren gefühlvollen und spannungsgeladenen Sagas bevorzugt fast vergessene Themen deutscher Geschichte. Hanna Caspian studierte Literaturwissenschaften, Politikwissenschaft und Sprachen in Aachen und arbeitete danach lange Jahre im PR- und Marketingbereich. Mit ihrem Mann lebt sie heute als freie Autorin in Köln, wenn sie nicht gerade durch die Weltgeschichte reist.
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Ich habe mich von Frau Goethe liests Begeisterung anstecken lassen und spontan zu diesen Hörbuch gegriffen, welches ich vorher gar nicht auf dem Schirm hatte. Mit Tanja Fornaro als Sprecherin war es ein großes Hörvergnügen und auch darüber hinaus konnte die Geschichte mich begeistern. Ich mochte sehr die vielen historischen Details, die ich kennenlernen durfte. Da sage ich nur "Tanzkarte" um ein Beispiel zu nennen. Die Protagonisten und ihre Entwicklung zu begleiten war mir eine große Freude. Winziges und einziges Manko waren für mich die immer mal wieder auftauchenden Wiederholungen. Nichtsdestotrotz gibt's von mir eine große Hör-/Leseempfehlung.
Felicitas und die Fahrräder.
Inhalt: Berlin 1888. Felicitas hat ein Leben wovon andere junge Damen träumen. Ihr Vater ist ein Eisenbahn-Fabrikant und unfassbar reich. Doch Felicitas ist unglücklich. Sie sehnt sich nach mehr Freiheit und einem selbstbestimmten Leben. Denn ohne ihre Gouvernante darf sie keinen Schritt alleine machen. Geld besitzt sie auch kein eigenes. Eines Tages stolpert sie im wahrsten Sinne des Wortes in einen Studenten, der mit einem neumodischen Nieder-Sicherheitsfahrrad unterwegs ist. Felicitas ist fasziniert. Nicht nur vom Fahrrad, sondern auch von Lorenz, wie der junge Mann heißt. Ihr Vater hat aber andere Pläne. Um an einen lukrativen Auftrag zu kommen, möchte er seine Tochter mit einem Grafensohn verloben. Felicitas ist entsetzt und beginnt zu rebellieren...... Leseeindruck: In " Im Takt der Freiheit" geht es um die Entstehung der Fahrräder, aber auch um mutige junge Frauen, die ein selbstbestimmtes Leben führen möchten. Felicitas ist eine davon. Sie fühlt sich eingeengt und alles andere als glücklich. Erst als sie Lorenz kennenlernt, bekommt sie ein Gefühl dafür, was Freiheit wirklich heißt. Von Anfang an war ich mittendrin im Geschehen. Durch Felicitas Gedanken und Taten konnte ich sie gleich richtig gut kennenlernen. Dabei habe ich sie sofort in mein Herz geschlossen. Oft musste ich über ihre Einfälle schmunzeln oder habe sie für ihren Mut, gegen ihren Vater zu rebellieren, bewundert. Tatkräftig zur Seite stehen ihr dabei ihre Zofe Minna und ihre Schwester Tessa. Immer wieder gab es Wendungen mit denen ich nicht gerechnet habe. So verging die Zeit mit unterhaltsamen Lesestunden wie im Flug. Höhepunkt war für mich der Ball, den Felicitas Vater zu einem unvergesslichen Ereignis werden lassen wollte. Leider kann ich dazu nicht viel verraten, ich möchte schließlich nicht spoilern. Aber in meinen Augen war jede einzelne Szene einfach nur genial geschrieben. Fazit: Ich bin begeistert von "Im Takt der Freiheit". Der Schreibstil ist locker und lebendig. So hatte ich das Gefühl selbst dabei zu sein. Gut recherchierte Geschichte wird mit fiktiven Personen verwoben. Neben einer unterhaltsamen Story, konnte ich noch viel lernen. Für mich ein Highlight, das natürlich eine Leseempfehlung von mir bekommt.

Volle Punktzahl, die Autorin schafft es jedes Mal mich komplett abzuholen und weit fortzutragen
Mit im Takt der Freiheit ist es der Autorin wieder einmal hervorragend gelungen mich zu entführen und mich auf eine spannende Zeitreise zu entführen, die mich voller Faszination zurück lässt. Sie besitzt eine besondere Gabe den Leser mit ihren Charakteren eine so stimm und bildgewaltige Geschichte zu präsentieren, die vor Emotionen nur so zu kochen anfängt, dass man mit einem Wow Effekt staunend zurückbleibt. Schon gleich der erste Satz fängt so an: "Sobald man zu alt war, um mit Puppen zu spielen, wurde man selber zu einer. Adrett geschmückt mit netten Kleidchen und Hütchen wartet man auf einem Polstermöbel, erwählt zu werden. Unterdessen verkümmert der Verstand wie eine Pflanzen in der Wüste. " Sätze voller Tiefe die zum Nachdenken anregen und noch so viel mehr Aussagen. Felicitas war mir auf Anhieb so sympathisch. Ein kluger Geist, voller Ideen und voller Begeisterung für das Leben... Hat das Glück, in einer reichen und gut behüteten Familie aufzuwachsen und hat dennoch damit zu kämpfen um nicht zu ertrinken, denn das Wort Freiheit ist für sie ein großer Traum- die persönliche Freiheit. Denn der Weg ist vorgezeichnet und vorbereitet durch ihren Vater. Was tun wenn man da einen Menschen kennenlernt der einem immens fasziniert? Durch ihn genießt sie eine Unbeschwertheit und lernt das Radfahren, was zur damaligen Zeit eine Seltenheit war und sich nicht für eine Frau gehörte. Hanna Caspian hat mich so tief in die Vergangenheit hineingezogen, dass mir saß Aufwachen schwer fiel. Faszination Pur schmückt diese Geschichte, die ebenso durch ihre hervorragende Recherchen ganz hell leuchtet. Bis zu diesem Buch war mir nicht bewusst, dass es zu der damaligen Zeit über 30 Zeitzonen in Deutschland gab. Eine absolute Leseempfehlung von mir
Schon mit den ersten Sätzen hat die Autorin mich gepackt: "Sobald man zu alt war, um mit Puppen zu spielen, wurde man selber zu einer. Adrett geschmückt mit netten Kleidchen und Hütchen wartete man auf einem Polstermöbel, erwählt zu werden. Unterdessen verkümmerte der Verstand wie eine Pflanze in der Wüste." "Im Takt der Freiheit" gibt einen interessanten Einblick in das gesellschaftliche Leben und insbesondere die Rolle der Frau aus dem gehobenen Bürgertum im deutschen Kaiserreich im Drei-Kaiser-Jahr 1888. Die Hauptdarstellerin Felicitas wächst als Tochter eines Eisenbahn-Tycoons ohne finanzielle Sorgen, aber auch ohne persönliche Freiheit auf. Es ist teilweise quälend zu lesen bzw. zu hören, wie sie von ihrer altmodischen Gouvernante gegängelt wird und von ihrem patriachalischen Vater über ihren Kopf hinweg mit dem Sohn eines Grafen verkuppelt werden soll, um seinem Unternehmen einen gigantischen Großauftrag zu sichern. Ihr Freiheitsdrang lässt sie zunehmend aufbegehren. Über den zweiradbegeisterten Lorenz, den sie natürlich nur heimlich treffen kann, lernt sie die Erfindung des Fahrrads kennen, das für sie zum Vehikel in die Freiheit werden soll. Faszinierend ist zu verfolgen, was sich 1888 alles im Deutschen Reich ereignete: Nicht nur die Erfindung des Fahrrads und die Regentschaft von gleich drei Kaisern - auch die Elektrizität sowie die Motorisierung des Verkehrs schritt voran und der Reichstag war im Bau. Das alles bindet die Autorin lebhaft in ihren Roman ein. Höchst aufschlussreich ist die Passage, in der - inspiriert von Jules Verne - über Möglichkeiten und Grenzen von regenerativen Energiequellen wie Sonne und Wasserstoff diskutiert wird. Unbedingte Lese- oder Hörempfehlung für die Liebhaber historischer Romane!
Ein toller historischer Roman von Hanna Caspian, der uns dieses Mal ins 19. Jahrhundert führt und unter anderem die Entwicklung des Fahrrads in den Fokus stellt
Hanna Caspian ist für mich ohne ein großes Wenn und Aber die Garantie für einen grandiosen historischen Roman und ich wurde auch dieses Mal nicht enttäuscht. Die Geschichte rund um Felicitas, Minna, Tessa, Lorenz, Egidius und Apollonia überzeugt auf ganzer Linie. Die Charaktere haben, wie von der Autorin gewohnt eine spannende Tiefe und schwarz/weiß Malerei sucht man hier vergeblich. Die Charaktere handeln authentisch und es macht Spaß ihre jeweilige Entwicklung zu beobachten. Dazu muss man sagen, dass Hanna Caspian sehr intensiv recherchiert und das merkt man ihren Büchern einfach an. Auch bei diesem Buch hat man das Gefühl, einfach mitten drin im Geschehen zu sein und lernt dabei noch neue Seiten an der deutschen Geschichte kennen, obwohl man schon etliche historische Romane gelesen hat. Hier vor allem die Geschichte des Fahrrads und auch der PoC im deutschen Kaiserreich im 19.Jahrhundert. Dazu reißt der Schreibstil intensiv mit. Man erkennt richtiggehend Frau Caspians verschmitzte Freude, als sie über den großen Ball schreibt. Näher möchte ich jetzt nicht darauf eingehen, da ich sonst spoilern müsste, aber ich habe mich köstlich amüsiert. Über all den Erfindungen, historischen Daten und der Entwicklung der Charaktere schwebt vor allem ein großes Wort: Die Freiheit. Frau Caspian schafft es, verschiedene Blickwinkel auf die Freiheit zu werfen. Was bedeutet Freiheit für den einen, was für den anderen? Gibt es Gemeinsamkeiten? Und was ist eigentlich Unfreiheit? Nur Gefangenschaft oder geht dieses Wort tiefer? Das Fahrrad fahren ist nur ein Symbol, was die Freiheit möglich machte- gerade in der Entwicklung der Frauen. Fazit: Eine absolute Empfehlung für alle LeserInnen von historischen Romanen, ein wunderbares Kleinod über das Fahrrad fahren und die Freiheit. Ich danke dem Verlag Knaur für die Bereitstellung des Rezensionsexemplar und Hanna Caspian für die tolle, informative Leserunde. Ich freue mich jetzt schon auf die nächsten Werke aus ihrer Feder!
Die Fahrt ins Glück Felicitas ist jung, schön und stammt aus einer reichen Bürgersfamilie. Damit ist ein zukünftiges Leben als Hausfrau und Mutter vorgeplant. So strebt ihr Vater eine Hochzeit zwischen ihr und dem Sohn eines Grafen an, um seine Projekte voranzutreiben. Als Felicitas jedoch dem Studenten Lorenz begegnet, lernt sie, was Freiheit bedeutet. Hanna Caspians „Im Takt der Freiheit“ spielt im Dreikaiserjahr 1888 und erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die das Fahrrad für sich entdeckt und gleichzeitig für ihre Träume kämpft. Das Buch ist nicht Teil einer Reihe. Der Fokus des Romans liegt beim Wunsch nach Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern. Weiterhin geht es um den Beginn des Fahrradfahrens wie wir es heute kennen. Das Buch besteht aus sechs Kapiteln, die aufgeteilt in die einzelnen Tage bis zum Höhepunkt und darüberhinaus sind. Der Ablauf des Romans ist authentisch geschrieben und auch sehr gut von der Autorin recherchiert worden. Die Charaktere sind nahbar beschrieben. Eine besondere Verbindung bildet die Beziehung zwischen Felicitas und ihrer Zofe. Um die Zofe entsteht sogar eine Art extra Handlungsstrang. Das Ziel des Strangs konnte ich nicht so ganz nachvollziehen, aber vermute, es orientiert sich am Titel um das Streben nach Freiheit. Dieses Buch ist auch mehr oder minder auf der Suche nach der Definition um Freiheit und beleuchtet diese aus unterschiedlichen Blickwinkeln aufgrund der unterschiedlichen Positionen der Charaktere, die Freiheit suchen. Erschreckend fand ich die männlichen Charaktere, ihr Denken, ihr Verhalten und ihre Machtspielchen. Gerade dieses Verhalten verleiht dem Verlauf des Romans seine Spannung. Der Roman hat mich an manchen Stellen etwas an den Roman „Solange die Welt noch schläft“ von Petra Durst-Benning und die weiteren Teile dazu erinnert. Fazit: Wie immer ein exzellent recherchierter Roman der Autorin, der aber meiner Meinung nach nicht an die Romane der Romanreihen um das „Gut Greifenau“ und „Schloss Liebenberg“ anknüpfen kann. Dennoch machen die weiblichen Charaktere und die Erklärungen rund um die Entwicklung des Fahrrads das Buch sehr interessant. Ich kann diesen Roman allen Fans historischer Geschichten empfehlen und all jenen, die gerne Geschichten um durchsetzungsstarke Frauen mögen.
Berlin, im Dreikaiserjahr 1888: Als Tochter eines Eisenbahn-Tycoons hat Felicitas Louisburg scheinbar unendliche Möglichkeiten und kann sich leisten, was immer ihr Herz begehrt. Nur eines ist in ihrem Leben nicht vorgesehen: persönliche Freiheit. Ich habe die Reihe Schloss Liebenberg wirklich sehr geliebt und habe mich dementsprechend sehr auf den neuen Roman von der Autorin Hanna Caspian gefreut. Der Schreibstil ist wieder einmal sehr angenehm und flüssig zu lesen, sodass es sehr viel Spaß gemacht hat der Geschichte zu verfolgen. In meinen Augen wurde die damalige Zeit gut dargestellt, soweit ich das beurteilen kann wie beispielsweise die realistische Darstellung der Gesellschaft sowie der Frauen, die in Form von der Protagonistin Felicitas dargestellt wird. Leider bin ich mit Felicitas nicht so warm geworden und hatte meinen Probleme mit ihr, obwohl ich bewundernswert fand wie sie für ihre Träume gekämpft hat, obwohl dies für mich eher passiv passiert ist als aktiv. Ich fand, dass sie es sich etwas zu einfach gemacht hat. Die Zofe Minna fand ich dafür interessanter und ich hätte viel lieber mehr über sie erfahren wollen, da sie von einer afrikanischen Kolonie stammt und ich sie grundsätzlich mutiger in Bezug auf ihre Entwicklung fand. Die Liebesgeschichte fand ich in Ordnung, jedoch für mich nicht wirklich erwähnenswert und hätte ich nicht wirklich gebraucht. Ansonsten war die Geschichte ganz spannend und interessant, aber konnte mich jetzt nicht ganz überzeugen. Insgesamt war es für "nur" eine solide Geschichte, die noch Luft nach oben hat.

So eine krasse Zeit 🫣
Am Anfang ist es mir ziemlich schwer gefallen in die Geschichte einzutauschen…der ständige Perspektiven Wechsel hat mich am Anfang etwas verwirrt. Die Storyline zwischen Felicitas und Lorenz habe ich trotzdem so gern verfolgt 🌷 Zu lesen, wie alles zur damaligen Zeit war, finde ich immer wieder erschreckend und spannend zu selben Zeit 🥲
Eine wunderschöne Geschichte über den Drang nach Selbstbestimmung
Hanna Caspian erzählt diese Geschichte wieder in ihrer wunderbaren Art. Mitreißend und voller Emotionen erlebt man die Charaktere, ihre Empfindungen und Träume. Ich kann ihre Bücher wirklich nur wärmstens empfehlen. Besonders dieses ist teilweise so amüsant, dass man laut lachen muss beim Lesen! Ein sehr seltenes Vergnügen!
Ein großartiger Roman , der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat.
Mit ihrem historischen Roman,, Im Takt der Freiheit " nimmt die großartige Autorin Hanna Caspian den Leser mit in das Jahr 1888 , das Dreikaiserjahr. Die fast 20 jährige Felicitas Louisburg lebt mit ihrem Vater Egidius und ihrer 15 jährigen Schwester Tessa in Berlin in einem imposanten Palais. Ihr Vater hat durch seine Unternehmen, dem Bau von Eisenbahnen, viel erreicht und ein großes Vermögen erwirtschaftet. Obwohl Felicitas alles hat , was sich eine junge Frau erträumt: ein prachtvolles Zuhause, viele wunderschöne Kleider , eine Zofe, die ihr zur Hand geht und Bekanntschaften aus den besten Kreisen, ist sie nicht glücklich. Ihr fehlt die Zuneigung , Interesse und Liebe des Vaters, der sich seit dem Tod seiner Frau fast ausschließlich um seine Unternehmen kümmert. Sie lebt in einem goldenen Käfig, darf keinen Schritt alleine vor die Tür machen. Ihre Gouvernante , ihr Chaperon , Fräulein Korbinian, ist immer dabei. Trotz des Reichtums ihres Vaters, hat sie kein Geld zur freien Verfügung. Lernen darf sie das, was Töchter aus ihren Kreisen wissen müssen: Handarbeiten, Haushaltsführung und gepflegte Konversation. Doch das reicht ihr nicht. Sie interessiert sich für Technik, das politische Geschehen im Land und auch für das Unternehmen ihres Vaters. In ihren Träumen führt sie es eines Tages. Nur heimlich kann sie sich Zugang zu diesen Themen verschaffen. Ihre Zofe Minna ist ihr dabei eine Hilfe. Bei einem Ausritt stößt Felicitas mit einem sehr sympathischen jungen Mann auf einem Fahrrad zusammen. Seitdem geht Lorenz, ein Student , ihr nicht mehr aus dem Kopf. Bei einem zweiten ,, zufälligen " Treffen verabreden sie ein Wiedersehen, denn Felicitas möchte das Fahrrad fahren ausprobieren. Diese heimlichen Treffen und das Radfahren auf Lorenz 'selbst konstruierten Fahrrad führen Felicitas noch deutlicher vor Augen , wie eingeschränkt ihr Leben ist und der Wunsch nach Freiheit wird immer größer. Raus aus dem Käfig , raus aus dem gesellschaftlichen Korsett und den einengenden Kleidern. Wird sie jemals so frei sein können, wie sie es sich wünscht? Eigene Entscheidungen für ihr Leben treffen dürfen? Ihr Vater hat ganz andere Pläne für sie. Um sich seinen eigenen Traum vom Aufstieg in die erste Liga , in Adelskreise, zu erfüllen, verbunden mit einem sehr lukrativen Geschäft, wird er einem pompösen Sommerball mit den erlesensten Gästen veranstalten und dort die Verlobung Felicitas mit einem Grafensohn verkünden. Wird Felicitas sich fügen und ihre eigenen Zukunfts-Wünsche fallen lassen? Hanna Caspian hat mich mit ihrer unglaublich bildhaften Erzählweise , die sich so wunderbar flüssig lesen lässt , vom ersten Satz an , mitten in das Leben von Felicitas und ihrer Familie entführt. Die großartigen detaillierten Beschreibungen Berlins im Jahr 1888 und der gesellschaftlichen Gepflogenheiten ließen Bilder vor meinen Augen auftauchen. Die Personen sind lebendig und authentisch dargestellt. Felicitas, die aus Afrika stammende Zofe Minna und Lorenz sind mir ganz schnell ans Herz gewachsen. Auch die e quirlige jüngere Schwester Tessa muß man einfach gern haben, während Rudolph und sein Vater keinerlei Sympathiepunkte von mir erhalten. Über Egidius ' Pläne kann man heute nur den Kopf schütteln, es erscheint absolut herzlos, doch damals waren seine Gedanken und Pläne nichts Ungewöhnliches. Die historischen Hintergründe sind grandios recherchiert und gekonnt mit der Geschichte verknüpft. Mit Felicitas habe ich um jeden Schritt in ein freieres Leben gekämpft. Ein weiterer Aspekt von Freiheit wird durch Minna angesprochen. Da sie aus einer afrikanischen Kolonie stammt, bedeutet es für sie nochmal etwas ganz anderes , frei zu sein. Die Entwicklung des Fahrrads und weiterer Fahrzeuge , sowie der Eisenbahnen ist äußert interessant und spannend erzählt. Was für Möglichkeiten den Menschen mit diesen Entwicklungen nun offen stehen. Welche Freiheit es bedeutet, nicht mehr jeden Weg zu Fuß zurück legen zu müssen, es sei denn, man konnte sich Pferd und Wagen leisten. In der Klappeninnenseite gibt es eine sehr schöne Karte von Berlin, so daß man jeden Weg der Protagonisten genauestens mitverfolgen kann. Auch das Personenregister und das sehr informative Nachwort gefallen mir sehr gut. Hanna Caspian versteht es meisterlich, mich mit ihrem grandiosen Roman in den Bann zu ziehen. Wie im Rausch habe ich das Buch gelesen und konnte es erst aus der Hand legen, als die letzte Seite beendet war. Von ganzem Herzen empfehle ich diesen großartigen historischen Roman. Eine hervorragende emotionale Liebesgeschichte mit starken Protagonisten und unerwarteten Wendungen . Auf zwei Rädern auf dem Weg in die Freiheit.
Felicitas und der Kampf um Selbstbestimmung
Die Geschichte führt uns ins Berlin 1888. Eine Zeit, in der die Zweiräder die Straßen eroberten. Die junge Felicitas Louisburg ist 19 und besitzt kein eigenes Geld, obwohl ihr Vater ein schwerreicher Eisenbahnunternehmer ist. Persönliche Freiheit wird ihr ebenso verweigert wie eigenes Geld. Sie darf sich nur leisten, was ihrem Vater gefällt. Es sei denn, sie darf sich ihr Ballkleid selbst aussuchen. Und auf dem Sommerball soll sie sich einen Heiratskandidaten aussuchen, nichts ahnend, dass ihr Vater sie schon einem reichen Grafensohn versprochen hat. Das Imperium muss gerettet werden. Also soll es auf dem Ball eine Verlobung geben. Felicitas fühlt sich als Teil eines finanziellen Handels. Wegen einer Trauerfeier muss der Ball verschoben werden. In dieser Zeit lernt sie Lorenz einen jungen Maschinenbaustudenten kennen. Insgeheim bringt er ihr das Radfahren bei und Felicitas erlebt zum ersten Mal, was es heißt, ungezwungen zu leben. Dieses Privileg will sie auf keinen Fall mehr hergeben. Sie hat auch große Pläne mit Lorenz, zu dem sie sich hingezogen fühlt. Sie beginnt sich zur Wehr zu setzen, aber die Zeit drängt. Dann kommt eine unerwartete Nachricht von der Bank. Das Buch zeigt uns mal wieder, wie schwer es den Frauen damals im Kaiserreich gemacht wurde. Es war normal, dass die Männer über sie bestimmten. Ich habe Felicitas so in mein Herz geschlossen und bewundert, wie sie sich aus reiner Menschenliebe für die Armen stark gemacht hat. Und Lorenz hat sich auch in mein Herz geschlichen. Die Geschichte ist spannend mit vielen abwechslungsreichen Vorkommnissen. Ehrgeiz, Stolz und Drama wechseln sich ab. Sentimentale Flausen gibt es bei Egidius nicht. Wie kann man sich nur über das Glück der Kinder stellen? Die Autorin hat eine Meisterleistung publiziert, was historische Geschichten betrifft. Die politische und militärische Aufsicht wurden gut in die Geschichte eingefangen. Ich habe einiges über Fahrräder von damals erfahren, die zu dieser Zeit für Frauen als sehr zweideutig betitelt wurden. Man befand das als dreiste Provokation gegen die höher gestellte Gesellschaft. Vom Schreibstil bin ich begeistert, kurzweilig und flüssig mit kurzen Kapiteln. Das hat mir sehr gefallen. Zum Ende hin hatte ich eine Ahnung, die sich bewahrheitet hat. Ich bedanke mich für die sehr gute Unterhaltung liebe Autorin. Ich empfehle diesen sehr lesenswerten und spannungsgeladenen Roman gerne weiter.
















