Im Sommer wieder Fahrrad
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Description
Wo die strahlende Lea ist, da ist das Leben – bis sie plötzlich, mit gerade dreißig, schwer erkrankt. Während ihre Freunde Weltreisen planen, aufregende Jobs antreten, heiraten, Kinder kriegen, kreisen ihre eigenen Gedanken um Krankheit und Tod. Als sie fast die Hoffnung verliert, muss Lea an ihre Großmutter Ellis denken. Ellis Heiden war Schauspielerin und Lebenskünstlerin, „eine Frau wie ein Gewürzregal“, lustig, temperamentvoll und furchtlos. In den 1940er Jahren etwa schummelte sie ihren Bräutigam, einen „Halbjuden“, in einer abenteuerlichen Aktion nach Berlin und rettete ihm damit das Leben. Auch die Nachkriegswirren, Mauerfall und Wendezeit meisterte sie mit einer umwerfend unkonventionellen Haltung zum Leben. Die Erinnerung an diese besondere Frau stärkt Lea in einer schweren Zeit den Rücken. Mit leichter Feder, Herz und Humor erzählt Lea Streisand die Geschichte zweier unverwechselbarer, starker Frauen.
„Schwierig, dieses Buch zu lesen und sich nicht in diese Frau zu verlieben, für ihre knallharte Herzlichkeit und all den schönen Trotz. Welche Frau, fragen Sie, die Erzählerin oder die Großmutter, über die sie schreibt? Gute Frage. Beide.“ Margarete Stokowski
„Sehr nah und unerschrocken blättert Lea Streisand ihre Hauptfiguren auf. Während man mit ihnen wächst, wachsen sie einem ans Herz. Große Themen wie Krieg und Krebs, Theater und das Schreiben: alles handelt letztendlich von der Liebe.“ Kirsten Fuchs
"Locker und lässig wirbelt Lea Streisand die Geschichte der Autorin als beinahe Sterbender und ihrer Großmutter als beinahe Unsterblicher zu einem Teppich zusammen, auf dem wir Leser fliegen können." Jakob Hein
Book Information
Author Description
Lea Streisand, geboren 1979 in Berlin, studierte Neuere deutsche Literatur und Skandinavistik. Sie schreibt Kolumnen für die taz und hat eine wöchentliche Hörkolumne auf Radio Eins. Ihre Romane erscheinen bei Ullstein, zuletzt Hätt‘ ich ein Kind (2022). Im Wintersemester 2022/23 übernimmt Streisand die Gastdozentur für Schriftstellerinnen und Schriftsteller an der Universität Paderborn, eine der traditionsreichsten Poetikdozenturen Deutschlands. Die Autorin lebt in ihrer Heimatstadt Berlin.
Posts
Wunderbar ehrlich und mutmachend!
Lea Streisand, evtl. bekannt als Kolumnistin bei radio eins, schildert bewundernswert ehrlich ihr Leben während ihrer Krebstherapie. Sie berichtet von den Nebenwirkungen der Chemo, ihrer Liebe zu ihrem Freund Paul und ihrer unbändigen Angst vor dem Tod, der Sorge lieber Menschen um sie und das kleine Chaos im Krankenhausalltag. Neben den Berichten zu ihrem Genesungsprozess wird parallel auch die Geschichte von ihrer Großmutter -dem Mütterchen- erzählt, eine bemerkenswerte Frau. Streisand hat sich während der langen Zeit der Therapie mit der Geschichte von Mütterchen beschäftigt und in Gesprächen mit Verwandten die Eigenschaften und Chrakterzüge von Elli Heiden offen gelegt. Schonungslos berichtet sie von der Ehe ihrer Großmutter, ihren Liebhabern, der unnachgiebigen Art und ihrem künstlerischen Wirken am Deutschen Theater. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ein leichter Schreibstil, der trotz der Dramatik auch eine gewisse Leichtigkeit vermittelte. Lea Streisand schafft es, aufgrund von Situationskomik den Lesenden ein Lächeln ins Gedicht zu zaubern. Das fand ich schön...
"Mütterchens Sofa hatte weiße und rote Streifen." (S. 7) Bereits mit diesem ersten Satz hatte mich Lea Streisand geködert und ich wusste, dass ich dieses Buch lesen muss. Es ist so locker und leicht geschrieben, dass es trotz des schweren Themas Spaß macht, es zu lesen. Die Verbindung der Geschichten der beiden Frauen geschieht auf eine ganz besondere Art und Weise. Sehr gut gefallen hat mir, dass Ellis Heiden zunächst wie eine unantastbare Gestalt wirkt, die im Laufe des Buches von ihrem Sockel heruntergehoben wird. Leas Geschichte hingegen hat mich zwar sehr mitgenommen sowie berührt, aber auch an der ein oder anderen Stelle zum Lachen gebracht. Darüberhinaus habe ich bisher in noch keinem Buch etwas Vergleichbares über die Krebserkrankung gefunden. Oftmals wird vor allem auf der emotionalen Ebene gearbeitet, hier natürlich auch, aber die Beschreibungen rund um die Chemotherapie sind so gut, dass man ungefähr nachfühlen kann, wie es einem Krebspatienten dabei geht. Das Buch zeichnet sich generell durch seinen Schreibstil aus. Es ist so gut beschrieben, wie der jungen Frau der Boden unter den Füßen weggezogen wird, sie sich entschließt zu kämpfen und ihr Kampf sie viel Kraft kostet. Das Leben scheint an ihr vorbei zu ziehen. Dazu im Kontrast stehen die Erzählungen über ihre Oma Ellis Heiden. Diese scheinen nur so vor Lebensfreude und Energie zu strotzen. Diese Abwechslung tut gut. Sie ermöglicht ein Luftholen, ein Erholen. Fazit "Im Sommer wieder Fahrrad" ist ein wunderbares Buch, ein Must-Read. Ein Buch das trotz des Themas Lust auf das Leben macht. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.
Das Leben von Lea Streisand interessiert, dann solltest du dieses Buch lesen.
Meine Frau hat mir dieses Buch empfohlen, da sie von Lea Streisand begeistert war. Wir hatten das Glück bei einer Lesung auch dabei sein zu dürfen und ihre Art und Weise wie sie ihr Buch präsentiert hat hat mir schon sehr gefallen. Was ich dann jedoch im Buch alles so erfahren habe, das hat mich dann schon überrascht. Man erfährt im Buch etwas über ihr Leben und das Leben ihrer Großmutter Punkt und da muss ich sagen dass diese beiden Dinge sehr gut verwoben sind. Die Kapitel sind relativ kurz gehalten so dass man das Buch auch einmal zur Seite legen kann und aber im Anschluss wieder gut in die Geschichte hinein kommt sind berührende Geschichten nicht nur um Lea Streisand selber sondern auch um ihre Familie. Es werden familiengeheimnisse gelüftet und das hat mich besonders angesprochen. Er hält eine absolute leseempfehlung von mir.
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Wo die strahlende Lea ist, da ist das Leben – bis sie plötzlich, mit gerade dreißig, schwer erkrankt. Während ihre Freunde Weltreisen planen, aufregende Jobs antreten, heiraten, Kinder kriegen, kreisen ihre eigenen Gedanken um Krankheit und Tod. Als sie fast die Hoffnung verliert, muss Lea an ihre Großmutter Ellis denken. Ellis Heiden war Schauspielerin und Lebenskünstlerin, „eine Frau wie ein Gewürzregal“, lustig, temperamentvoll und furchtlos. In den 1940er Jahren etwa schummelte sie ihren Bräutigam, einen „Halbjuden“, in einer abenteuerlichen Aktion nach Berlin und rettete ihm damit das Leben. Auch die Nachkriegswirren, Mauerfall und Wendezeit meisterte sie mit einer umwerfend unkonventionellen Haltung zum Leben. Die Erinnerung an diese besondere Frau stärkt Lea in einer schweren Zeit den Rücken. Mit leichter Feder, Herz und Humor erzählt Lea Streisand die Geschichte zweier unverwechselbarer, starker Frauen.
„Schwierig, dieses Buch zu lesen und sich nicht in diese Frau zu verlieben, für ihre knallharte Herzlichkeit und all den schönen Trotz. Welche Frau, fragen Sie, die Erzählerin oder die Großmutter, über die sie schreibt? Gute Frage. Beide.“ Margarete Stokowski
„Sehr nah und unerschrocken blättert Lea Streisand ihre Hauptfiguren auf. Während man mit ihnen wächst, wachsen sie einem ans Herz. Große Themen wie Krieg und Krebs, Theater und das Schreiben: alles handelt letztendlich von der Liebe.“ Kirsten Fuchs
"Locker und lässig wirbelt Lea Streisand die Geschichte der Autorin als beinahe Sterbender und ihrer Großmutter als beinahe Unsterblicher zu einem Teppich zusammen, auf dem wir Leser fliegen können." Jakob Hein
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Author Description
Lea Streisand, geboren 1979 in Berlin, studierte Neuere deutsche Literatur und Skandinavistik. Sie schreibt Kolumnen für die taz und hat eine wöchentliche Hörkolumne auf Radio Eins. Ihre Romane erscheinen bei Ullstein, zuletzt Hätt‘ ich ein Kind (2022). Im Wintersemester 2022/23 übernimmt Streisand die Gastdozentur für Schriftstellerinnen und Schriftsteller an der Universität Paderborn, eine der traditionsreichsten Poetikdozenturen Deutschlands. Die Autorin lebt in ihrer Heimatstadt Berlin.
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Wunderbar ehrlich und mutmachend!
Lea Streisand, evtl. bekannt als Kolumnistin bei radio eins, schildert bewundernswert ehrlich ihr Leben während ihrer Krebstherapie. Sie berichtet von den Nebenwirkungen der Chemo, ihrer Liebe zu ihrem Freund Paul und ihrer unbändigen Angst vor dem Tod, der Sorge lieber Menschen um sie und das kleine Chaos im Krankenhausalltag. Neben den Berichten zu ihrem Genesungsprozess wird parallel auch die Geschichte von ihrer Großmutter -dem Mütterchen- erzählt, eine bemerkenswerte Frau. Streisand hat sich während der langen Zeit der Therapie mit der Geschichte von Mütterchen beschäftigt und in Gesprächen mit Verwandten die Eigenschaften und Chrakterzüge von Elli Heiden offen gelegt. Schonungslos berichtet sie von der Ehe ihrer Großmutter, ihren Liebhabern, der unnachgiebigen Art und ihrem künstlerischen Wirken am Deutschen Theater. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ein leichter Schreibstil, der trotz der Dramatik auch eine gewisse Leichtigkeit vermittelte. Lea Streisand schafft es, aufgrund von Situationskomik den Lesenden ein Lächeln ins Gedicht zu zaubern. Das fand ich schön...
"Mütterchens Sofa hatte weiße und rote Streifen." (S. 7) Bereits mit diesem ersten Satz hatte mich Lea Streisand geködert und ich wusste, dass ich dieses Buch lesen muss. Es ist so locker und leicht geschrieben, dass es trotz des schweren Themas Spaß macht, es zu lesen. Die Verbindung der Geschichten der beiden Frauen geschieht auf eine ganz besondere Art und Weise. Sehr gut gefallen hat mir, dass Ellis Heiden zunächst wie eine unantastbare Gestalt wirkt, die im Laufe des Buches von ihrem Sockel heruntergehoben wird. Leas Geschichte hingegen hat mich zwar sehr mitgenommen sowie berührt, aber auch an der ein oder anderen Stelle zum Lachen gebracht. Darüberhinaus habe ich bisher in noch keinem Buch etwas Vergleichbares über die Krebserkrankung gefunden. Oftmals wird vor allem auf der emotionalen Ebene gearbeitet, hier natürlich auch, aber die Beschreibungen rund um die Chemotherapie sind so gut, dass man ungefähr nachfühlen kann, wie es einem Krebspatienten dabei geht. Das Buch zeichnet sich generell durch seinen Schreibstil aus. Es ist so gut beschrieben, wie der jungen Frau der Boden unter den Füßen weggezogen wird, sie sich entschließt zu kämpfen und ihr Kampf sie viel Kraft kostet. Das Leben scheint an ihr vorbei zu ziehen. Dazu im Kontrast stehen die Erzählungen über ihre Oma Ellis Heiden. Diese scheinen nur so vor Lebensfreude und Energie zu strotzen. Diese Abwechslung tut gut. Sie ermöglicht ein Luftholen, ein Erholen. Fazit "Im Sommer wieder Fahrrad" ist ein wunderbares Buch, ein Must-Read. Ein Buch das trotz des Themas Lust auf das Leben macht. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.
Das Leben von Lea Streisand interessiert, dann solltest du dieses Buch lesen.
Meine Frau hat mir dieses Buch empfohlen, da sie von Lea Streisand begeistert war. Wir hatten das Glück bei einer Lesung auch dabei sein zu dürfen und ihre Art und Weise wie sie ihr Buch präsentiert hat hat mir schon sehr gefallen. Was ich dann jedoch im Buch alles so erfahren habe, das hat mich dann schon überrascht. Man erfährt im Buch etwas über ihr Leben und das Leben ihrer Großmutter Punkt und da muss ich sagen dass diese beiden Dinge sehr gut verwoben sind. Die Kapitel sind relativ kurz gehalten so dass man das Buch auch einmal zur Seite legen kann und aber im Anschluss wieder gut in die Geschichte hinein kommt sind berührende Geschichten nicht nur um Lea Streisand selber sondern auch um ihre Familie. Es werden familiengeheimnisse gelüftet und das hat mich besonders angesprochen. Er hält eine absolute leseempfehlung von mir.






