Im Schatten der Insel
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Description
Gefühlvolle und spannende Urlaubslektüre für Nordsee- und Amrum-Fans. Für alle Leser:innen von Susanne Abel und Ellen Sandberg
»Und irgendwo in dieser düsteren, aber gar nicht ganz so fernen Vergangenheit schien ein Geheimnis zu liegen, das bis in die Gegenwart wirkte. Das ihre Mutter in Gefahr gebracht hatte.«
Das Leben mit 40 hat Lale sich anders vorgestellt: Seit ihrer Scheidung lebt sie wieder in ihrem Kinderzimmer – als Pflegerin ihrer an Demenz erkrankten Mutter. Mit der Reise nach Amrum möchte Lale den Herausforderungen dieser, ohnehin nicht leichten, Beziehung zumindest vorübergehend entfliehen. Doch bevor die lang ersehnte Erholung einsetzen kann, verstrickt die Mutter sich in einen Mordfall, der tief in deren abgründige Erinnerungen führt: Als Verschickungskind allein auf Föhr. Doch die Spuren rund um die Tat reichen noch weiter zurück, in ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte, über das die Mutter lieber schweigt ...
Book Information
Author Description
Turid Müller, Psychologin und Schauspielerin, arbeitet seit zwanzig Jahren zwischen Bühne und Couch: Ihr Ratgeber »Verdeckter Narzissmus in Beziehungen« machte sie zur Expertin für toxische Partnerschaften. In Coachings und Trainings begleitet sie Betroffene dabei, sich aus solchen zu befreien. Mit Krimis und Bühnenprogrammen sensibilisiert sie für gesellschaftsrelevante Themen wie den Umgang mit Demenz, und nimmt dabei auch unser politisches Zusammenleben in den Blick. Das Meer ist nicht nur der Schauplatz ihrer Romane, sondern auch der Ort, an dem sie die Ruhe findet, sie zu schreiben.
Posts
Moin, ja ein Krimi mit geschichtlicher Aufarbeitung - gelungenes Belleristik Debüt // Aufwühlend, Nachdenklich aber auch Sympatisch und Heilend
Das Buch nimmt uns mit auf eine Reise zur Nordseeinsel Amrum - Wir begleiten die kinderlose Ü40 Psychologin Lale, die mit Ihrer Mutter, mit anfänglicher Demenz, einen erholsamen, kraftbringenden Urlaub im Ferienhaus auf Amrum verbingen will. Die Handlung wird aus dritter Person geschildert, wobei der innere Dialog von Lale bringt uns die Hauptprotagosnitin sehr nahe bringt. Die Geschichte beginnt sehr entspannt, humorvoll, auch mit leichtem Zynismus, aber auch Fragen zur Selbstverwirklichung, bzw. Lebensfragen bei Lale, die ein sehr starker Charakter ist. Die Szenerie im Wattenmeer konnte ich sehr gut bildlich nachempfinden, war aber auch schon öfter auf Föhr & Amrum. Die Deiche, der Wind, der endlose Strand von Amrum und die Meute von Tagestouristen. Krimi..., ja hmm, es dauert bis sich überhaupt eine Leiche auftaucht, wenn auch der Hauptkommisar direkt zu Anfang als Taschentuch-Reichender Gentleman in Erscheinung tritt. Dann sind es aber schnell zwei Leichen und zur Krönung verschwindet Lale's Mutter spurlos. Die Kapitel wechseln zwischen Lale im Jetzt, die auf eigene Faust ermittelt, und der Geschichte ihrer Mutter um 1950, die damals auf Föhr zur Kur war. Lale bekommt sehr gute Unterstützung von Cleo, Ihrer Freundin & Journalistin, mit Startschwirrigkeiten auch von der örtlichen Polizei und sowie von Verschickungskindern, die derweil eine Tagung auf Föhr haben. Verschickungskinder ist dann auch der geschichtliche Kontext, der hier Aufgearbeitet wird. Wie ich finde wird das Thema gut dargebracht, wenn auch fiktiv aber basierend auf tatsächlichen Ereignissen. Junge Kinder wurden u.a. auf Anraten der Ärtze zur Kur geschickt, für ca. 6 Wochen. Haben dort aber Traumata. Hierzu bietet das Buch auch weiterführende Lektüre und Webseiten an, u.a. "verschickungsheime.de". Die Entstehung und Beschreibung der Traumata ist in diesem Buch gut erläutert. Es ist nicht überdramatisiert, aber ausreichend beschrieben um ein Traumata darzulegen. Lale's Mutter hatte damals auch einen Freund und Helfer in dem kleinen Karl gefunden, der widerum die erste Leiche im Jetzt ist.👀 Tja und so wird dann auch nach und nach ein Schuh draus. Man wird Neugierig wie es weitergeht im Jetzt wie auch in der Vergangenheit. Die Geschichte in der Vergangenheit hinterlässt oftmals einen Kloß im Hals. Die Geschichte im Jetzt ist dann aufregender gestaltet, teils Humorvoll, Zynisch oder auch Nachdenklich. Es gibt in dem Buch einen "Zwischenteil" mit einem Tagebuch aus den 70ern. Es ist von dem Sohn der ehemaligen Heimleiterin und des dort praktizierenden Arztes. Dieses Tagebuch ist am Ende Notwendig um die Geschichte abzurunden. Es reißt einen aber irgendwie aus dem Fluss der Story. Nachdem der Kriminalfall gelöst wurde, folgen noch über 50 Seiten, wo man sich der Spannung beraubt fühlt... dann will man das Buch aber weiterlesen und merkt, dass der eigentliche Krimi aus der Vergangenheit noch offen ist. Wie man es nimmt der Spannungsbogen flacht gegen Ende ab, aber ich las aus Neugierde weiter. Thriller-Verwöhnt? Vielleicht 😅 Das Buch endet mit dem Ansatz der Heilung, der Zynismus verschwindet etwas und das Thema "Weitergabe von Traumata über Generationen" oder "transgenerationale Transmission" rückt in den Hauptfokus. Lale als Hauptprotagonist ist Psychologin und bringt das Thema dann abschliessend zur Sprache, wobei unsere Autorin Turid Müller ebenfalls Psychologie erfolgreich studiert hat. Hmm, ja die psychologische Brille ist durchweg in dem Buch vorhanden. Auch das Thema Narzissmus in Beziehungen taucht in diesem Krimi auf, was sie in ihrem anderen Buch, als Sachbuch & Ratgeber, thematisiert wird. Fazit: Das Buch finde ich gut gelungen, da es die geschichtliche Aufarbeitung mit einem Kriminalfall verbindet, aber noch zentraler mit der Geschichte von Lale und Ihrer Mutti erzählt, sowie den Opfern der Vergangenheit, dem anderen Kriminalfall. Als klassischer Krimi standalone fehlt etwas die Spannung am Ende und auch finde ich den Zwischenteil etwas zu ausgeschmückt (könnte man halt ein eigenes Buch draus meistern). Daher 4,5/5 Sterne. Gut ist, aber dass das Buch mit dem Prozess der Heilung abschließt und Lale etwas Einsicht zeigt gegeüber ein paar Themen.❤️🩹 Es hat Spaß gemacht das Buch zu lesen, hat, aber auch zum Nachdenken angeregt. Thematisch nicht unbedingt eine leichte Lektüre, aber man kann es verhältnismässig angenehm lesen. Zugegeben, evtl. wäre die eine oder andere Anekdote auch nicht nötig gewesen, hat dem Buch und den Charakteren aber einen gewissen Charme und norddeutsches Flair verliehen. Genug gesabbelt jetzt oder watt? 🙃

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Gefühlvolle und spannende Urlaubslektüre für Nordsee- und Amrum-Fans. Für alle Leser:innen von Susanne Abel und Ellen Sandberg
»Und irgendwo in dieser düsteren, aber gar nicht ganz so fernen Vergangenheit schien ein Geheimnis zu liegen, das bis in die Gegenwart wirkte. Das ihre Mutter in Gefahr gebracht hatte.«
Das Leben mit 40 hat Lale sich anders vorgestellt: Seit ihrer Scheidung lebt sie wieder in ihrem Kinderzimmer – als Pflegerin ihrer an Demenz erkrankten Mutter. Mit der Reise nach Amrum möchte Lale den Herausforderungen dieser, ohnehin nicht leichten, Beziehung zumindest vorübergehend entfliehen. Doch bevor die lang ersehnte Erholung einsetzen kann, verstrickt die Mutter sich in einen Mordfall, der tief in deren abgründige Erinnerungen führt: Als Verschickungskind allein auf Föhr. Doch die Spuren rund um die Tat reichen noch weiter zurück, in ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte, über das die Mutter lieber schweigt ...
Book Information
Author Description
Turid Müller, Psychologin und Schauspielerin, arbeitet seit zwanzig Jahren zwischen Bühne und Couch: Ihr Ratgeber »Verdeckter Narzissmus in Beziehungen« machte sie zur Expertin für toxische Partnerschaften. In Coachings und Trainings begleitet sie Betroffene dabei, sich aus solchen zu befreien. Mit Krimis und Bühnenprogrammen sensibilisiert sie für gesellschaftsrelevante Themen wie den Umgang mit Demenz, und nimmt dabei auch unser politisches Zusammenleben in den Blick. Das Meer ist nicht nur der Schauplatz ihrer Romane, sondern auch der Ort, an dem sie die Ruhe findet, sie zu schreiben.
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Moin, ja ein Krimi mit geschichtlicher Aufarbeitung - gelungenes Belleristik Debüt // Aufwühlend, Nachdenklich aber auch Sympatisch und Heilend
Das Buch nimmt uns mit auf eine Reise zur Nordseeinsel Amrum - Wir begleiten die kinderlose Ü40 Psychologin Lale, die mit Ihrer Mutter, mit anfänglicher Demenz, einen erholsamen, kraftbringenden Urlaub im Ferienhaus auf Amrum verbingen will. Die Handlung wird aus dritter Person geschildert, wobei der innere Dialog von Lale bringt uns die Hauptprotagosnitin sehr nahe bringt. Die Geschichte beginnt sehr entspannt, humorvoll, auch mit leichtem Zynismus, aber auch Fragen zur Selbstverwirklichung, bzw. Lebensfragen bei Lale, die ein sehr starker Charakter ist. Die Szenerie im Wattenmeer konnte ich sehr gut bildlich nachempfinden, war aber auch schon öfter auf Föhr & Amrum. Die Deiche, der Wind, der endlose Strand von Amrum und die Meute von Tagestouristen. Krimi..., ja hmm, es dauert bis sich überhaupt eine Leiche auftaucht, wenn auch der Hauptkommisar direkt zu Anfang als Taschentuch-Reichender Gentleman in Erscheinung tritt. Dann sind es aber schnell zwei Leichen und zur Krönung verschwindet Lale's Mutter spurlos. Die Kapitel wechseln zwischen Lale im Jetzt, die auf eigene Faust ermittelt, und der Geschichte ihrer Mutter um 1950, die damals auf Föhr zur Kur war. Lale bekommt sehr gute Unterstützung von Cleo, Ihrer Freundin & Journalistin, mit Startschwirrigkeiten auch von der örtlichen Polizei und sowie von Verschickungskindern, die derweil eine Tagung auf Föhr haben. Verschickungskinder ist dann auch der geschichtliche Kontext, der hier Aufgearbeitet wird. Wie ich finde wird das Thema gut dargebracht, wenn auch fiktiv aber basierend auf tatsächlichen Ereignissen. Junge Kinder wurden u.a. auf Anraten der Ärtze zur Kur geschickt, für ca. 6 Wochen. Haben dort aber Traumata. Hierzu bietet das Buch auch weiterführende Lektüre und Webseiten an, u.a. "verschickungsheime.de". Die Entstehung und Beschreibung der Traumata ist in diesem Buch gut erläutert. Es ist nicht überdramatisiert, aber ausreichend beschrieben um ein Traumata darzulegen. Lale's Mutter hatte damals auch einen Freund und Helfer in dem kleinen Karl gefunden, der widerum die erste Leiche im Jetzt ist.👀 Tja und so wird dann auch nach und nach ein Schuh draus. Man wird Neugierig wie es weitergeht im Jetzt wie auch in der Vergangenheit. Die Geschichte in der Vergangenheit hinterlässt oftmals einen Kloß im Hals. Die Geschichte im Jetzt ist dann aufregender gestaltet, teils Humorvoll, Zynisch oder auch Nachdenklich. Es gibt in dem Buch einen "Zwischenteil" mit einem Tagebuch aus den 70ern. Es ist von dem Sohn der ehemaligen Heimleiterin und des dort praktizierenden Arztes. Dieses Tagebuch ist am Ende Notwendig um die Geschichte abzurunden. Es reißt einen aber irgendwie aus dem Fluss der Story. Nachdem der Kriminalfall gelöst wurde, folgen noch über 50 Seiten, wo man sich der Spannung beraubt fühlt... dann will man das Buch aber weiterlesen und merkt, dass der eigentliche Krimi aus der Vergangenheit noch offen ist. Wie man es nimmt der Spannungsbogen flacht gegen Ende ab, aber ich las aus Neugierde weiter. Thriller-Verwöhnt? Vielleicht 😅 Das Buch endet mit dem Ansatz der Heilung, der Zynismus verschwindet etwas und das Thema "Weitergabe von Traumata über Generationen" oder "transgenerationale Transmission" rückt in den Hauptfokus. Lale als Hauptprotagonist ist Psychologin und bringt das Thema dann abschliessend zur Sprache, wobei unsere Autorin Turid Müller ebenfalls Psychologie erfolgreich studiert hat. Hmm, ja die psychologische Brille ist durchweg in dem Buch vorhanden. Auch das Thema Narzissmus in Beziehungen taucht in diesem Krimi auf, was sie in ihrem anderen Buch, als Sachbuch & Ratgeber, thematisiert wird. Fazit: Das Buch finde ich gut gelungen, da es die geschichtliche Aufarbeitung mit einem Kriminalfall verbindet, aber noch zentraler mit der Geschichte von Lale und Ihrer Mutti erzählt, sowie den Opfern der Vergangenheit, dem anderen Kriminalfall. Als klassischer Krimi standalone fehlt etwas die Spannung am Ende und auch finde ich den Zwischenteil etwas zu ausgeschmückt (könnte man halt ein eigenes Buch draus meistern). Daher 4,5/5 Sterne. Gut ist, aber dass das Buch mit dem Prozess der Heilung abschließt und Lale etwas Einsicht zeigt gegeüber ein paar Themen.❤️🩹 Es hat Spaß gemacht das Buch zu lesen, hat, aber auch zum Nachdenken angeregt. Thematisch nicht unbedingt eine leichte Lektüre, aber man kann es verhältnismässig angenehm lesen. Zugegeben, evtl. wäre die eine oder andere Anekdote auch nicht nötig gewesen, hat dem Buch und den Charakteren aber einen gewissen Charme und norddeutsches Flair verliehen. Genug gesabbelt jetzt oder watt? 🙃





