Ich schenk dir eine Geschichte 2012 - Wir vom Brunnenplatz
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Description
Book Information
Posts
Wenn man will, kann man es sich überall schön machen.
Ich musste das Buch mit knappen 10 Jahren in der Schule lesen und fand es damals sterbenslangweilig - aus erwachsener Sicht hat es aber eine ganz schöne Prämisse: Es kommt nicht darauf an, wo man seine Zeit verbringt, sondern mit wem. Schön machen kann man es sich überall. Auf den ersten Blick kam mir die Geschichte recht inklusiv vor, wir finden Kinder aus der Türkei, Ghana und einem nicht näher benannten asiatischen Land. Wenn man genauer hinsieht, reproduziert der Text aber leider sehr viele Klischees. Die türkische Familie ist immer gastfreundlich, der Asiate ist der Obernerd, vom Typen aus Ghana weiß man eigentlich nur, dass er gern Bananensuppe isst, und die einzige mehrgewichtige Figur ist gleichzeitig die Zicke. Besonders bitter sind mir aber die Geschlechterklischees aufstoßen, die sich durch das ganze Buch ziehen und einen faden Beigeschmack hinterlassen. Außerdem ist mir beim Lesen wieder eingefallen, wieso ich mich als Kind mit der Geschichte schwergetan habe. Der Protagonist Olli sagt in der Vorstellungsrunde selbst, dass er sich die Namen der anderen Kinder nicht merken kann, benutzt sie dann aber wie selbstverständlich. Innerhalb kürzester Zeit muss man sich als Kind neun oder zehn Namen einprägen, was nicht unbedingt einfach ist, weil nicht jede Figur einen Charakter hat. Letzteres ist vor allem bei den Mädchen aufgefallen: es gibt die mehrgewichtige Zicke, die heiße Augenweide und die kleine Schwester, die eben auch dabei ist. Von einem Buch, das am Welttag des Buches 2012 an Kinder in ganz Deutschland verschenkt wurde, habe ich irgendwie mehr erwartet.
Description
Book Information
Posts
Wenn man will, kann man es sich überall schön machen.
Ich musste das Buch mit knappen 10 Jahren in der Schule lesen und fand es damals sterbenslangweilig - aus erwachsener Sicht hat es aber eine ganz schöne Prämisse: Es kommt nicht darauf an, wo man seine Zeit verbringt, sondern mit wem. Schön machen kann man es sich überall. Auf den ersten Blick kam mir die Geschichte recht inklusiv vor, wir finden Kinder aus der Türkei, Ghana und einem nicht näher benannten asiatischen Land. Wenn man genauer hinsieht, reproduziert der Text aber leider sehr viele Klischees. Die türkische Familie ist immer gastfreundlich, der Asiate ist der Obernerd, vom Typen aus Ghana weiß man eigentlich nur, dass er gern Bananensuppe isst, und die einzige mehrgewichtige Figur ist gleichzeitig die Zicke. Besonders bitter sind mir aber die Geschlechterklischees aufstoßen, die sich durch das ganze Buch ziehen und einen faden Beigeschmack hinterlassen. Außerdem ist mir beim Lesen wieder eingefallen, wieso ich mich als Kind mit der Geschichte schwergetan habe. Der Protagonist Olli sagt in der Vorstellungsrunde selbst, dass er sich die Namen der anderen Kinder nicht merken kann, benutzt sie dann aber wie selbstverständlich. Innerhalb kürzester Zeit muss man sich als Kind neun oder zehn Namen einprägen, was nicht unbedingt einfach ist, weil nicht jede Figur einen Charakter hat. Letzteres ist vor allem bei den Mädchen aufgefallen: es gibt die mehrgewichtige Zicke, die heiße Augenweide und die kleine Schwester, die eben auch dabei ist. Von einem Buch, das am Welttag des Buches 2012 an Kinder in ganz Deutschland verschenkt wurde, habe ich irgendwie mehr erwartet.







