Ich muss darüber sprechen
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Description
Seit Sommer 2022 ist der Paragraf 219 a zum «Werbeverbot für Abtreibungen» in Deutschland abgeschafft worden, das Thema wird jedoch weiterhin viel diskutiert, sowohl in Deutschland als auch in den USA, Polen, und Frankreich. In der Tradition von Annie Ernaux' Das Ereignis beschreibt Pauline Harmange nahbar, verletzlich und ehrlich, welche inneren und äußeren Konflikte ihren eigenen Schwangerschaftsabbruch begleiteten. Da Abtreibungen in der öffentlichen Diskussion immer noch mit Scham, Egoismus und Schuld konnotiert sind, fühlen sich auch die Betroffenen oft schmutzig, schuldig und egoistisch. Harmange plädoyiert leidenschaftlich für das Selbstbestimmungrecht von Frauen und reflektiert dabei auch andere Fragen rund um das Thema Weiblichkeit: Warum werden Frauen ohne Kinder immer noch als «halbe» Frauen wahrgenommen? Warum greifen nach wie vor Konzepte wie «Rabenmutter», wenn eine Mutter berufstätig sein will? Und warum ist Verhütung immer noch so häufig Frauensache?
Book Information
Author Description
Pauline Harmange ist Autorin, Schauspielerin und Feministin. Nach der Publikation ihres Essays Ich hasse Männer (Rowohlt, 2020), der international für Aufsehen sorgte, schrieb sie ihren ersten Roman Bis zum Frühling (Rowohlt, 2022).
Posts
„Das Gefühl der Schande rund um den Schwangerschaftsabbruch, dient allein den Interessen des Patriarchats.“ "Ich muss darüber sprechen" ist ein schmales Buch, das jedoch sehr stark, laut und wichtig ist. Die Autorin Pauline Harmange zeigt sich hier sehr verletzlich und beschreibt schonungslos ihre Abtreibung. Als sie Anfang zwanzig ist und trotz Verhütung und Spirale ungewollt schwanger wird, ist sie nicht nur mit der Situation überfordert, sondern merkt auch, wie tabuisiert das Thema Abtreibung ist. Was ist, wenn man sich aus finanziellen Gründen kein Kind leisten kann? Was passiert, wenn man an seine eigenen Grenzen stößt und dann schwanger wird? Das Buch liest sich schnell und zeigt im Gegensatz zu "Note to Self", wie reflektiert die Gedanken sein können und wie wichtig es ist. Vielleicht handelt es sich um eine Generationenfrage, aber Pauline Harmange möchte den Raum öffnen, um der Stigmatisierung von Abtreibung entgegenzuwirken. Es soll allen Menschen die Möglichkeit geben, darüber sprechen zu dürfen/können, ohne sich mit dem Thema alleine und verlassen zu fühlen. Sie erzählt von ihren eigenen Erfahrungen und räumt mit Mythen über Abtreibung und den sozialen Folgen des Eingriffs auf: Isolation, Angst, Schmerzen (physisch und psychisch) und dem Gefühl des Verlustes. Obwohl der Schwerpunkt des Buches auf ihrem eigenen Leben liegt, lässt sie Platz für alle, die eine Abtreibung hinter sich haben oder darüber nachdenken, unabhängig davon, wie die Schwangerschaft überhaupt zustande kam. Dieses Buch bietet in knappen Worten ein pointiertes Manifest mit einem scharfen Blick auf soziale Ungerechtigkeit: für alle, die sich persönlich und reflektiert mit dem Thema Abtreibung auseinandersetzen wollen. „Ich glaube fest daran, dass wir eine Vielzahl an Geschichten brauchen, um unsere Weltsicht zu erweitern; um auf hilfreiche Bezugspunkte zurückgreifen zu können, wenn wir persönlich mit der Abtreibung konfrontiert werden.“
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Seit Sommer 2022 ist der Paragraf 219 a zum «Werbeverbot für Abtreibungen» in Deutschland abgeschafft worden, das Thema wird jedoch weiterhin viel diskutiert, sowohl in Deutschland als auch in den USA, Polen, und Frankreich. In der Tradition von Annie Ernaux' Das Ereignis beschreibt Pauline Harmange nahbar, verletzlich und ehrlich, welche inneren und äußeren Konflikte ihren eigenen Schwangerschaftsabbruch begleiteten. Da Abtreibungen in der öffentlichen Diskussion immer noch mit Scham, Egoismus und Schuld konnotiert sind, fühlen sich auch die Betroffenen oft schmutzig, schuldig und egoistisch. Harmange plädoyiert leidenschaftlich für das Selbstbestimmungrecht von Frauen und reflektiert dabei auch andere Fragen rund um das Thema Weiblichkeit: Warum werden Frauen ohne Kinder immer noch als «halbe» Frauen wahrgenommen? Warum greifen nach wie vor Konzepte wie «Rabenmutter», wenn eine Mutter berufstätig sein will? Und warum ist Verhütung immer noch so häufig Frauensache?
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Pauline Harmange ist Autorin, Schauspielerin und Feministin. Nach der Publikation ihres Essays Ich hasse Männer (Rowohlt, 2020), der international für Aufsehen sorgte, schrieb sie ihren ersten Roman Bis zum Frühling (Rowohlt, 2022).
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„Das Gefühl der Schande rund um den Schwangerschaftsabbruch, dient allein den Interessen des Patriarchats.“ "Ich muss darüber sprechen" ist ein schmales Buch, das jedoch sehr stark, laut und wichtig ist. Die Autorin Pauline Harmange zeigt sich hier sehr verletzlich und beschreibt schonungslos ihre Abtreibung. Als sie Anfang zwanzig ist und trotz Verhütung und Spirale ungewollt schwanger wird, ist sie nicht nur mit der Situation überfordert, sondern merkt auch, wie tabuisiert das Thema Abtreibung ist. Was ist, wenn man sich aus finanziellen Gründen kein Kind leisten kann? Was passiert, wenn man an seine eigenen Grenzen stößt und dann schwanger wird? Das Buch liest sich schnell und zeigt im Gegensatz zu "Note to Self", wie reflektiert die Gedanken sein können und wie wichtig es ist. Vielleicht handelt es sich um eine Generationenfrage, aber Pauline Harmange möchte den Raum öffnen, um der Stigmatisierung von Abtreibung entgegenzuwirken. Es soll allen Menschen die Möglichkeit geben, darüber sprechen zu dürfen/können, ohne sich mit dem Thema alleine und verlassen zu fühlen. Sie erzählt von ihren eigenen Erfahrungen und räumt mit Mythen über Abtreibung und den sozialen Folgen des Eingriffs auf: Isolation, Angst, Schmerzen (physisch und psychisch) und dem Gefühl des Verlustes. Obwohl der Schwerpunkt des Buches auf ihrem eigenen Leben liegt, lässt sie Platz für alle, die eine Abtreibung hinter sich haben oder darüber nachdenken, unabhängig davon, wie die Schwangerschaft überhaupt zustande kam. Dieses Buch bietet in knappen Worten ein pointiertes Manifest mit einem scharfen Blick auf soziale Ungerechtigkeit: für alle, die sich persönlich und reflektiert mit dem Thema Abtreibung auseinandersetzen wollen. „Ich glaube fest daran, dass wir eine Vielzahl an Geschichten brauchen, um unsere Weltsicht zu erweitern; um auf hilfreiche Bezugspunkte zurückgreifen zu können, wenn wir persönlich mit der Abtreibung konfrontiert werden.“






