Ich bin, ich bin, ich bin

Ich bin, ich bin, ich bin

Softcover
4.031
LebenKrankheitTodGeburt

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Description

Von Anfang an bestimmt der Tod ihr Leben: als Maggie O'Farrell im Alter von 8 Jahren beinah an einer unbekannten Virusinfektion starb. Als sie mit 15 aus Übermut und Freiheitsdrang einen törichten Fehler beging. Als sie in der Idylle des Lake District eine zutiefst verstörende Begegnung hatte. Oder als sie in einer unterbesetzten Klinik mit inkompetentem Personal bei der Geburt ihrer ersten Tochter fast gestorben wäre. An den unterschiedlichsten Orten, zu unterschiedlichen Zeiten lenkte der Tod Maggie O'Farrells Leben. Ihre tiefgründige, außergewöhnliche Geschichte stellt existenzielle Fragen: Wie würde ich handeln, wenn ich in tödliche Gefahr geriete? Was stünde für mich auf dem Spiel? Und, nicht zuletzt, wer würde ich danach sein? »Ich bin, ich bin, ich bin« ist ein Buch, das man mit einem neuen Gefühl der Verletzlichkeit aus der Hand legt, mit dem Gefühl, dass jeder neue Herzschlag zählt.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Softcover
Pages
256
Price
11.40 €

Author Description

Maggie O’Farrell, 1972 in Nordirland geboren, zählt zu den wichtigsten irisch-britischen Autorinnen ihrer Generation. Nach Auszeichnungen mit dem Somerset Maugham Award und dem Costa Book Award gewann ihr hochgelobter Roman »Judith und Hamnet« den Women’s Prize for Fiction 2020, den National Book Critics Circle Award 2020 sowie den British Book Award 2021 für den besten Roman. Die Kinoverfilmung »Hamnet« (Drehbuch Chloé Zhao und Maggie O’Farrell) wurde 2026 mit zwei Golden Globes und einem Oscar für die beste Hauptdarstellerin geehrt. Auch »Porträt einer Ehe« stand 2023 auf der Shortlist für den Women’s Prize for Fiction und war ein Sunday-Times-Bestseller.

Posts

6
All
5

Intensiv. Schonungslos ehrlich. Berührend. Zwischen zwei Atemzügen. Dieses Buch bewegt sich in Räumen, die oft unsichtbar bleiben. In jenen winzigen Verschiebungen zwischen einem Schritt nach links oder rechts, einem anderen Zeitpunkt, einer anderen Entscheidung, einem kaum wahrnehmbaren Dazwischen, das Leben bedeuten kann oder dessen Ende. Was wäre, wenn? Warum nicht? Nicht als bloßes Gedankenspiel. Eher als leise, fortwährende Erschütterung darüber, wie oft wir vielleicht an etwas vorbeigeschrammt sind, ohne es je zu wissen. Es geht um Lebensgefahr, ja. Um beinahe Sterben. Aber noch viel mehr um das plötzliche Begreifen, dass Leben keineswegs selbstverständlich ist. Dass unter allem eine Fragilität liegt, die wir im Alltag oft vergessen. Und genau darin liegt etwas zutiefst Bewegendes. Nicht nur im Überleben selbst, sondern in der Klarheit, die daraus entsteht. In der Distanz. In dem anderen Ich, das möglicherweise nur durch einen kaum sichtbaren Spalt vom eigenen entfernt liegt. Manchmal wirkt es, als wäre man dem Tod nicht einfach entkommen, sondern als hätte man ihm ins Gesicht gesehen und lebe dennoch weiter. Ich lebe noch. Dieses Buch ist autobiografisch. Und gerade deshalb trifft es mit einer Wucht, die sich kaum künstlich herstellen ließe. Weil nichts daran konstruiert wirkt. Es ist real. Intensiv. Oft absurd. Kreativ. Voller Balanceakte, innerer Drahtseile und jener kaum erklärbaren Momente, in denen alles kippen könnte. Und dann diese Sprache. So bildgewaltig. So ungewöhnlich. So voller Farben, Bewegungen, Strudel, Haut, Meer, Spalten, Spiegelungen. Sie beschreibt nicht nur, was geschehen ist. Sie beschreibt, wie es sich anfühlt, sich selbst durch all das hindurch weiter zu bewohnen. Freiheit. Reisende. Unbeugsamkeit. Nicht nur die Frage, wie oft alles hätte enden können. Sondern auch, wie bewusst man dem eigenen Dasein eigentlich begegnet. Das Glück hat es gut gemeint. Und irgendwo zwischen Urdunkelheit, Abgrund und dem Ende aller Dinge bleibt vor allem eines: Das Leben ist groß.

5

Ein wunderbares autobiographisches Buch darüber, wie nah wir immer wieder dem Tod kommen und wie großartig das Leben ist.

5

Eine so berührende Autobiografie, die zum nachdenken angeregt, mitfühlen lässt und trotzdem gut unterhält. Ich bin eigentlich kein Fan von Kurzgeschichten, wurde jedoch in diesem Werk davon in einen Lesefluss gezogen.

5

Mit dem wunderbaren Portrait ihres Lebens zeigt Maggie O’Farrell ein ums andere Mal auf, was es bedeutet, dem Tod die Hand zu schütteln und trotzdem nach vorn zu sehen. Maggie O’Farrells autobiographisches Buch „Ich bin, ich bin, ich bin“ hat mich bereits in der Verlagsvorschau angesprochen. Da ich ausgesprochen gerne über das Thema Todlese, war schon bald klar, dass ich dieses Buch verschlingen werde. Die Autorin erzählt in ihrem Werk von 17 Begegnungen mit dem Tod, die sich im Laufe ihres Lebens zugetragen haben. Fast vergewaltigt, fast ermordet, fast ertrunken, die Liste scheint sich endlos fortzusetzen. In den einzelnen Kapiteln erzählt sie von ihrem Leben, was sie zu der Zeit, als es passiert ist, bewegt hat, welche Reisen sie unternommen hat, lässt uns teilhaben an ihrem Leben, bevor sie beim Unvermeidbaren angelangt: dem jeweiligen Unfall, der prekären Situation, und wie sie den Kopf bei jeder dieser Gelegenheiten immer wieder aus der Schlinge gezogen hat. Wir erfahren, dass Maggie O’Farrell trotz einer schweren Erkrankung in ihrer Kindheit (die sie bis ganz zum Schluss aufspart) eine zielstrebige, mutige Persönlichkeit ist, die vor nichts zurückschreckt, aber als sie Mutter wird, alles tut, damit ihren Kindern keine ähnlichen Situationen widerfahren. "Der Schmerz glich nichts, was ich bis dahin kannte oder seither kennengelernt habe. Er war randlos, er war vollkommen, wie ein Ei in seiner Schale vollkommen ist. Und er war raumgreifend, ein Usurpator; ich wusste, er wollte das Ruder übernehmen, mich aus mir verdrängen wie ein böser Geist, ein Dämon." Maggie O’Farrell widmet jedes Kapitel einem anderen Körperteil (wobei einige auch mehrmals auftauchen), nämlich dem, der in diesem Abschnitt einer ernsten Gefahr ausgesetzt ist. Während einige Kapitel „gut zu lesen“ sind (wenn man das so sagen kann), stellen sich bei wieder anderen die Haare auf: als Maggie mit zarten 18 Jahren einen Waldspaziergang macht und auf dem Rückweg bemerkt, dass der Mann, den sie auf dem Hinweg bereits gesehen hat, wohl an einer nicht einsehbaren Stelle fernab des Dorfes, auf sie gewartet haben muss. Er legt ihr seine Fernglas-Schnur um den Hals, um ihr Vögel am See zu zeigen, sie windet sich mit einem lockeren Gespräch auf dem Weg ins Dorf zurück aus der Situation und erfährt später von der Polizei, dass dieser Mann bereits ein junges Mädchen mit der Schnur seines Fernglases ermordet hat. Fortan fragt sich O’Farrell, warum sie überleben durfte, während dieses Mädchen nicht so viel Glück hatte. Während andere Memoiren oder Autobiographien oft langatmig sind oder einfach nicht spannend zu lesen sind (im Vergleich zu einem Roman), und ich deshalb auch Fiktion eigentlich bevorzuge, las sich „Ich bin, ich bin, ich bin“ einfach wunderbar. Aktuell habe ich noch nichts anderes von Maggie O’Farrell gelesen, bin aber ob des Schreibstils sehr versucht. Trotz des schwierigen Themas kommt in ihrem Werk niemals eine richtige Depression auf, was wohl an ihrem Schreibstil liegt. O’Farrell erscheint auch trotz ihrer vielen „Fast-Schicksalsschläge“ niemals hoffnungslos, sondern blickt zu jedem Zeitpunkt nach vorn und fährt mit der Devise, dass sie unendliches Glück gehabt hat, mit Vollgas fort, ihr Leben zu führen. Die vollständige Rezension findet ihr auf dem Blog: https://killmonotony.de/rezension/maggie-ofarrell-ich-bin-ich-bin-ich-bin

3

„Ich bin, ich bin, ich bin“ ist das autobiografische Werk einer Frau, die dem Tod gleich 17 Mal begegnet und ihm nur knapp entkommen ist. Maggie O‘Farrell berichtet über ihre Grenzerfahrungen in einer kraftvollen, lebensbejahenden Sprache. Anstatt all zu pathetisch zu werden, stellt sie sich die existenziellen Fragen des Lebens. Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und wurde von Anfang an mitgerissen. Gespannt lauschte ich der Stimme von Maria Simon, die mich durch Maggie O‘Farrells Leben geführte. Sehr beeindruckend, sehr kraftvoll. Wie es bei Hörbüchern öfter der Fall ist, bin ich nicht immer zu 100% aufmerksam gewesen. Als physisches Buch wäre es sicher noch eindringlicher gewesen. Nur zu empfehlen!

4

Ich habe zuvor noch nichts von Maggie O'Farrell gelesen und war sehr gespannt, was mich erwartet. So schaurig das Buch an manchen Stellen auch ist, insbesondere wenn man darüber nachdenkt, dass es sich dabei nicht um Fiktion sondern das echte Leben handelt, so sehr hat es mich in seinen Bann gezogen. Die Stimmung die am Ende bleibt ist eine Mischung aus dem Bewusstsein, wie schnell das Leben vorbei sein kann, aber auch wie viel man als Mensch doch überstehen kann. Man sollte aber auf jeden Fall offen und bereit für die ernste Thematik sein und sich ausreichend Zeit für das Buch nehmen.

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