Hund 51

Hund 51

Hardback
3.614

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Description

Der große Bestseller-Erfolg aus Frankreich - ein poetischer futuristischer Krimi.

Der Prix-Goncourt-Preisträger Laurent Gaudé legt den Roman der Stunde vor: Wie kann unsere Zukunft aussehen? Ein psychologischer und politischer, rasanter Krimi über unsere Fähigkeit, uns immer wieder neu zu erfinden. Zem Sparak heuert als Hilfspolizist an und arbeitet als „Hund“ im sauren Regen von Zone 3. Seine Heimat Griechenland gibt es schon lange nicht mehr: Bei GoldTex, einem Konzern, der bankrotte Länder unterjocht, herrschen Zynismus und Gewalt. Eines Morgens reißt eine aufgeschnittene Leiche Zem aus seiner Gleichgültigkeit. Zusammen mit Salia Malberg, einer Kommissarin aus Zone 2, begibt er sich auf die Suche nach einer Wahrheit, die ihn auch in seine Vergangenheit führt. Laurent Gaudé erzählt in schnellem Rhythmus und in poetischen Bildern. Bestseller in Frankreich, Lieblingsbuch des französischen Buchhandels.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
336
Price
24.70 €

Author Description

Laurent Gaudé, 1972 in Paris geboren, ist als Schriftsteller und Theaterautor fester Bestandteil des literarischen Frankreichs. Für ›Die Sonne der Scorta‹ wurde er 2004 mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet. Seine Romane führen regelmäßig die französischen Bestsellerlisten an, sein Werk wird in alle Weltsprachen übersetzt.

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5
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5

Ein Lesehighlight in diesem Jahr.

Heute gibt es eine kleine #rezension zu einem Buch, welches mich sehr begeistert hat. Es geht um #hund51 von #laurentgaudé aus dem Hause #dtvverlag Meinung: Ich habe ein wenig Zeit gebraucht, um in die Geschichte eintauchen zu können, da ich mich erst an die Welt, die der Autor kreiert hat, zurecht finden musste. Ein abschreckendes, trist-und trostloses Europa, welches niemand miterleben möchte, wird hier beschrieben und das ist schwer zu ertragen. Die Protagonisten Sem und Salia sind sympathisch und doch haben beide ihre dunklen Momente. Beide untersuchen einen Mordfall in Zone 3, der erst wie ein gewöhnlicher Mordfall wirkt, aber in dieser Geschichte ist nichts und niemand das was es/er erscheint. Viele Geschenisse lassen den Leser mit einem bedrückende Gefühl ,ja beinah fassungslos zurück. Die Erzählart empfand ich zuweilen etwas fremd und seltsam und doch zog sie mich in ihren Bann und wirkte wunderbar in dieser Geschichte. Die Auflösung war überraschend und das Ende ist sicherlich nicht jedermanns Geschmack. Fazit: Eine großartige dystopische Geschichte, die mich sehr fasziniert hat. Dieses Buch muss man erstmal sacken und auf sich wirken lassen. Es gab viele negative Reaktionen auf dieses Buch, aber was soll ich sagen? ICH LIEBE ES ❤️ Klare #leseempfehlung und ein #jahreshighlight Von mir gibt es: 6 von 6 Sterne

4.5

Hui, was für ein Brett! Ein Krimi, der in einer düsteren Zukunft spielt: Konzerne kaufen und zerschlagen ganze Nationen, Korruption und Unterdrückung, Folter und Erpressung sind Alltag. Wer sich sträubt, wird vernichtet oder mit Gewalt ins System gezwungen. Die Menschen leben in Megacitys, die in streng getrennte Zonen unterteilt sind – ohne jede Aufstiegschance. Die Krimihandlung scheint zu Beginn eine eher untergeordnete Rolle zu spielen, vielmehr lernt man die trostlose Zukunftswelt kennen. Später aber nimmt die Aufklärung der Mordfälle dann doch immer größeren Raum ein – natürlich steckt noch sehr viel mehr dahinter – und durch ihre allmähliche Aufklärung ergibt sich nach und nach das Gesamtbild, sowohl in Bezug auf die großen Hintergründe und Zusammenhänge, als auch auf die tragischen Schicksale der Protagonisten. Das ist alles ganz schön furchtbar, aber es steckt eben auch eine Menge drin, in erster Linie natürlich die Kritik an einer zunehmend zynischen, klassistischen und entmenschlichten Gesellschaft. Der Schreibstil ist schnörkellos, direkt und bisweilen geradezu gnadenlos. Am Ende der Geschichte muss man erstmal durchschnaufen … um dann festzustellen: das war alles ganz schön gut!

2.5

HUND 51 Laurent Gaudé Zem Sparak ist einer von den „Hunden", wie sie im Lager genannt werden, genauer gesagt ist er Hund 51, der seit zwanzig Jahren im Auftrag des Managements in Zone 3 herumschnüffelt. Früher hätte man ihn Ermittler genannt, aber früher gibt es nicht mehr. Früher war, bevor GoldTex die verschuldeten Staaten aufkaufte und sie privatisierte. Griechenland war damals das erste Land. Jetzt gibt es nur noch drei Zonen: In der Zone 1 wohnen die Reichen und Privilegierten, kaum einer kommt in diese Zone. Die Zone 2 ist für die reiche Intelligenz wie Ärzte und Studierte. Der Abschaum lebt in Zone 3, dem Ort, wo Gewalt an der Tagesordnung ist und wo es keine Schutzkuppel gibt und der saure Regen das Gesicht verätzt, wenn man nicht schnell genug ins Trockene kommt. Und genau in dieser Zone 3 wird ein Toter gefunden - aufgeschlitzt vom Hals bis zum Bauchnabel. Schnell stellt sich heraus, dass der Tote eigentlich aus der Zone 2 kommt. Und so muss Zem mit Salia Malberg, einer Polizistin aus Zone 2, zusammenarbeiten. Die Ermittlungen führen sie direkt zum Organhandel. Bestechung, Drogen, Prostitution und Clan-Machenschaften machen es den Ermittlern schwer und kurze Zeit später wird eine weitere Leiche gefunden … Ich mochte das dystopische Setting. Auch die Protagonisten gefielen mir sehr, aber der Krimi wollte einfach nicht wirklich spannend werden und dass, obwohl der Autor wirklich ein paar spezielle Ideen eingeflochten hat, wie zum Beispiel den "LOve Day“ (einmal im Jahr darf jeder mit jedem Sex haben - auf diese Idee muss man erst einmal kommen:). Letztendlich sprang der Funke bei mir leider nicht über und ich war einfach froh, als ich das Buch beendet hatte. Ich hoffe trotzdem, dass dieses Buch eine Leserschaft findet. 2½/ 5

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3.5

Eine dystopischer Kriminalroman, bei dem die Kriminalgeschichte zur Nebenstory wird

Die Welt in der diese Geschichte spielt ist für mich das Interessanteste. Die beschriebene Form der Gesellschaft ist spannend und regt zum Nachdenken an. Könnte sich unsere Welt wirklich in diese Richtung entwickeln? Wie weit sind wir eventuell schon davon entfernt? In einer Zeit in der wir über den Einfluss von Firmen und Millionären diskutieren, scheint das Thema sehr aktuell. Die eigentliche Handlung rückt für mich quasi fast schon in den Hintergrund. Die Welt und den daraus resultierenden zerrissenen Hauptcharakter spielen für mich die Hauptrollen in diesem Buch. Nichtsdestotrotz hat die Erzählung seine Höhen und Tiefen. Zusammenfassend ein sehr interessantes Buch.

4

Eine Dystopie, die zum Nachdenken anregt und aufzeigt, dass es nicht nur schwarzweiß, sondern noch sehr viel grau gibt.

Was würden wir tun, wenn unsere Welt sich grundlegend verändern würde? Könnten wir damit leben, dass ein Großkonzern die Bevölkerungen ganzer Länder, die Bankrott gegangen sind, einfach in Kategorien einteilt? Was würden wir mit unserem Leben machen? Diesen Fragen und mehr geht das Buch des französischen Autors nach. Es zeigt klar auf, was passiert, wenn einzelne zu viel Macht erhalten und die Mehrheit zu Lange wegschaut. Mit Nächstenliebe und Weltoffenheit hätte man die Situation evtl. vor Ihren Eintritt verhindern können. Weiter ist es ein Spiegel unsere Gesellschaft und wie oft die in guter Position, sich dieser nicht bewusst sind resp. sein wollen und dadurch das Leid der anderen nicht Sehen resp. Sehen wollen. Auch zeigt sich, dass am Ende trotzdem Alle in ihrer Situation gefangen sind und sich mit dieser auf ihre Art abgefunden haben. Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar von NetGalley und dtv erhalten. Herzlichen Dank.

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