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„Was die Lüge uns kostet“ von Franzi Kopka ist der zweite Band der Honesty-Trilogie. Dieser knüpft nahtlos an seinen Vorgänger an. Eine grafische Darstellung in Form eines Zeitstrahls ermöglicht es uns Lesern, die Ereignisse aus „Was die Wahrheit verbirgt“ noch einmal ins Gedächtnis zu rufen. Eine wahrlich außergewöhnliche Form einer Zusammenfassung, die unheimlich gut zu diesem Buch passt, da auch der zweite Band erneut einige Illustrationen von Maes Zeichnungen aufweist. Dennoch benötigte ich etwas Zeit, um mich wieder in Sestiby zurechtzufinden. Hier hätte zusätzlich ein Glossar mit den relevanten Charakteren eine tolle Hilfe sein können. Nach den anfänglichen Startschwierigkeiten konnte ich mich dann aber wieder vollends auf das schöne Jugendbuch-Dystopie-Gefühl einlassen, das ich so schmerzlich vermisse. Fae sind mittlerweile so ausgelutscht wie Vampire bereits seit 10 Jahren, die dennoch ein Comeback zu feiern scheinen. Nun erhält „Die Tribute von Panem“ im Frühjahr bereits sein zweites Prequel – ich sage, es ist Zeit für ein Comeback der Dystopien. Bitte? Weiterhin erfreut Kopka mich mit ihrem geschlechtsneutralen Schreibstil und der Inklusivität und Repräsentation in Form ihrer Charaktere. Auch das Setting in Deutschland weiß weiterhin zu überzeugen. Kopka beweist, dass all das möglich ist und mehr. Auch das darf sich gerne in der Buchbranche ausbreiten. Die Geschichte leidet minimal unter dem „Mittelband-Syndrom“. Relativ wenig Action, dafür erfahren wir viel über die Rebellion, mögliche Splittergruppen, die Politiker etc. Allesamt wichtig und richtig, deshalb ist das für mich auch nur ein kleiner Kritikpunkt. Grundsätzlich ist „Was die Lüge uns kostet“ auch an keiner Stelle langweilig, es wäre aber gelogen, zu behaupten, dass es nicht trotzdem kleinere Längen gebe. Die süße Liebesgeschichte erhält etwas Raum, um sich zu entfalten. Das passt hier aber auch sehr gut zu der etwas ruhigeren Tonart. Leider war der Ausgang des Camps eher vorsehbar, wobei ich die Umsetzung schon wirklich fies finde. Generell hat dieser Band ein sehr gemeines Ende. Dafür steht die Charakterentwicklung im Fokus, anhand derer auch schön die Paranoia übermittelt wird, die in diesem dystopischen Setting omnipräsent ist. Als Leser weiß man auch nicht mehr, wer Freund und wer Feind ist. So gehört sich das. Fazit: Franzi Kopka liefert mit „Was die Lüge uns kostet“ einen soliden zweiten Band zu ihrer Honesty-Trilogie. Dieser kann dem Fluch des Mittelbands nicht gänzlich entkommen, schlägt sich aber wacker. Die Geschichte ist ruhiger als der Abschluss des Auftakts vermuten lässt, aber an keiner Stelle langweilig. Dafür kriegen wir hier die Gelegenheit, die Charakter, besonders die Nebenrollen, besser kennenzulernen. Auch die Liebesgeschichte darf sich etwas entfalten, dies nimmt aber an keiner Stelle Überhand. Insgesamt etwas schwächer als sein Vorgänger, aber trotzdem ein gutes Buch. 4/5 Sterne.
Oct 22, 2024
„Was die Lüge uns kostet“ von Franzi Kopka ist der zweite Band der Honesty-Trilogie. Dieser knüpft nahtlos an seinen Vorgänger an. Eine grafische Darstellung in Form eines Zeitstrahls ermöglicht es uns Lesern, die Ereignisse aus „Was die Wahrheit verbirgt“ noch einmal ins Gedächtnis zu rufen. Eine wahrlich außergewöhnliche Form einer Zusammenfassung, die unheimlich gut zu diesem Buch passt, da auch der zweite Band erneut einige Illustrationen von Maes Zeichnungen aufweist. Dennoch benötigte ich etwas Zeit, um mich wieder in Sestiby zurechtzufinden. Hier hätte zusätzlich ein Glossar mit den relevanten Charakteren eine tolle Hilfe sein können. Nach den anfänglichen Startschwierigkeiten konnte ich mich dann aber wieder vollends auf das schöne Jugendbuch-Dystopie-Gefühl einlassen, das ich so schmerzlich vermisse. Fae sind mittlerweile so ausgelutscht wie Vampire bereits seit 10 Jahren, die dennoch ein Comeback zu feiern scheinen. Nun erhält „Die Tribute von Panem“ im Frühjahr bereits sein zweites Prequel – ich sage, es ist Zeit für ein Comeback der Dystopien. Bitte? Weiterhin erfreut Kopka mich mit ihrem geschlechtsneutralen Schreibstil und der Inklusivität und Repräsentation in Form ihrer Charaktere. Auch das Setting in Deutschland weiß weiterhin zu überzeugen. Kopka beweist, dass all das möglich ist und mehr. Auch das darf sich gerne in der Buchbranche ausbreiten. Die Geschichte leidet minimal unter dem „Mittelband-Syndrom“. Relativ wenig Action, dafür erfahren wir viel über die Rebellion, mögliche Splittergruppen, die Politiker etc. Allesamt wichtig und richtig, deshalb ist das für mich auch nur ein kleiner Kritikpunkt. Grundsätzlich ist „Was die Lüge uns kostet“ auch an keiner Stelle langweilig, es wäre aber gelogen, zu behaupten, dass es nicht trotzdem kleinere Längen gebe. Die süße Liebesgeschichte erhält etwas Raum, um sich zu entfalten. Das passt hier aber auch sehr gut zu der etwas ruhigeren Tonart. Leider war der Ausgang des Camps eher vorsehbar, wobei ich die Umsetzung schon wirklich fies finde. Generell hat dieser Band ein sehr gemeines Ende. Dafür steht die Charakterentwicklung im Fokus, anhand derer auch schön die Paranoia übermittelt wird, die in diesem dystopischen Setting omnipräsent ist. Als Leser weiß man auch nicht mehr, wer Freund und wer Feind ist. So gehört sich das. Fazit: Franzi Kopka liefert mit „Was die Lüge uns kostet“ einen soliden zweiten Band zu ihrer Honesty-Trilogie. Dieser kann dem Fluch des Mittelbands nicht gänzlich entkommen, schlägt sich aber wacker. Die Geschichte ist ruhiger als der Abschluss des Auftakts vermuten lässt, aber an keiner Stelle langweilig. Dafür kriegen wir hier die Gelegenheit, die Charakter, besonders die Nebenrollen, besser kennenzulernen. Auch die Liebesgeschichte darf sich etwas entfalten, dies nimmt aber an keiner Stelle Überhand. Insgesamt etwas schwächer als sein Vorgänger, aber trotzdem ein gutes Buch. 4/5 Sterne.
Oct 22, 2024









