Höllensturz
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Description
Das europäische zwanzigste Jahrhundert war geprägt von kriegerischen Auseinandersetzungen. Europa erlebte gewaltige Turbulenzen, die Hölle zweier Weltkriege in der ersten Jahrhunderthälfte und tiefgreifende Veränderungen.
Der britische Historiker Ian Kershaw erzählt in einem meisterhaften Panorama die Geschichte dieses Kontinents vom Vorabend des Ersten Weltkriegs bis in die Zeit des beginnenden Kalten Kriegs Ende der vierziger Jahre, nachdem die europäische Zivilisation an den Rand der Selbstzerstörung gelangt war. Ethnische Auseinandersetzungen, aggressiver Nationalismus und Gebietsstreitigkeiten, Klassenkonflikte und die tiefe Krise des Kapitalismus waren die treibenden Kräfte, die Kershaw dabei besonders in den Blick nimmt. Neben den großen Entwicklungslinien in Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft schildert er auch immer wieder Erlebnisse und Erfahrungen einzelner, die einen Eindruck geben vom Leben im Europa der ersten Jahrhunderthälfte.
Ausstattung: mit Abbildungen
Book Information
Author Description
Ian Kershaw, geboren 1943, zählt zu den bedeutendsten Historikern der Gegenwart. Bis zu seiner Emeritierung war er Professor für Modern History an der University of Sheffield, seine große zweibändige Biographie Adolf Hitlers gilt als Meisterwerk der modernen Geschichtsschreibung. Für seine Verdienste um die historische Forschung wurde Ian Kershaw mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung und der Karlsmedaille. 1994 erhielt er das Bundesverdienstkreuz, 2002 wurde er zum Ritter geschlagen. Bei DVA sind außerdem von ihm erschienen »Hitlers Freunde in England« (2005), »Wendepunkte. Schlüsselentscheidungen im Zweiten Weltkrieg« (2010) und »Das Ende« (2013). Die beiden Bände seiner großen Geschichte des 20. Jahrhunderts in Europa, »Höllensturz« (2016) und »Achterbahn« (2019), sind hochgelobte Bestseller. Zuletzt erschien von ihm »Der Mensch und die Macht. Über Erbauer und Zerstörer Europas« (2022).
Posts
Die Geschichte Europas ist spannend und Ian Kershaw wird dieser Geschichte gerecht. Sachbücher sind oft trocken geschrieben und langweilen sehr schnell. Ian Kershaw schafft es aber, obwohl er stets sachlich bleibt, Geschichte trotzdem spannend und für den Leser nachvollziehbar aufzuarbeiten. Kershaw ist vor allem durch seine Hitler-Biografie bekannt geworden. In "Höllensturz" - dem ersten von zwei Bänden über die Geschichte Europas des 20. Jahrhunderts - widmet er sich dem dunkelsten Kapitel: Die Jahre von 1914 bis 1945 (bzw. 1949) sind die dunkelsten der jüngeren europäischen Geschichte. Kershaw schafft es gekonnt, sowohl den 1. als auch den 2. Weltkrieg - und die Jahre zwischen den Weltkriegen - gekonnt aufzuarbeiten, Zusammenhänge zu erklären und uns europäische Geschichte näher zu bringen, die unser Leben noch heute prägt. Kershaw widmet sich dabei den Entwicklungen in ganz Europa, was eine Mammutaufgabe ist, die er meiner Meinung nach sehr gut meistert. Natürlich kann er nicht in gleichem Maße auf alle Länder eingehen, aber er tut es immer auf eine Weise, die den jeweiligen Ländern gerecht wird und die meinen Horizont erheblich erweitert haben. Obwohl mir bereits viel in der Schule vermittelt wurde (diese Jahre haben mich immer wahnsinnig interessiert) und ich mich auch privat immer ein bisschen mit dem 1. und 2. Weltkrieg beschäftigt habe, habe ich doch viel mit diesem Buch mitgenommen, das mit 20 Euro nicht gerade billig ist, aber aufgrund seiner Informationsfülle und tollen, sachlichen und doch spannenden Schreibweise sehr interessant ist und vor allem sehr viele Informationen bietet. Mir hat auch sehr gut gefallen, dass Kershaw nicht ausschließlich politische, sondern auch wirtschaftliche, kulturelle und sogar religiöse Entwicklungen mit einbezieht. Die europäische Geschichte ist komplex und sie in einem Buch zusammenzufassen - selbst wenn es sich "nur" um 35 Jahre handelt - ist schwierig. Dass Kershaw streckenweise an der Oberfläche bleibt, dass er eine Wahl treffen musste, was wichtig ist und was nicht, kommt diesem Buch zugute. Es ist nicht zäh und trotz vieler Zahlen und Fakten von Anfang bis Ende gut lesbar. Wer weiter in die Tiefe dringen möchte, kann dies im Anschluss mit weiteren Büchern tun. Fazit: Ein tolles, kompaktes und doch informatives Buch. Klare Leseempfehlung!
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Das europäische zwanzigste Jahrhundert war geprägt von kriegerischen Auseinandersetzungen. Europa erlebte gewaltige Turbulenzen, die Hölle zweier Weltkriege in der ersten Jahrhunderthälfte und tiefgreifende Veränderungen.
Der britische Historiker Ian Kershaw erzählt in einem meisterhaften Panorama die Geschichte dieses Kontinents vom Vorabend des Ersten Weltkriegs bis in die Zeit des beginnenden Kalten Kriegs Ende der vierziger Jahre, nachdem die europäische Zivilisation an den Rand der Selbstzerstörung gelangt war. Ethnische Auseinandersetzungen, aggressiver Nationalismus und Gebietsstreitigkeiten, Klassenkonflikte und die tiefe Krise des Kapitalismus waren die treibenden Kräfte, die Kershaw dabei besonders in den Blick nimmt. Neben den großen Entwicklungslinien in Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft schildert er auch immer wieder Erlebnisse und Erfahrungen einzelner, die einen Eindruck geben vom Leben im Europa der ersten Jahrhunderthälfte.
Ausstattung: mit Abbildungen
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Ian Kershaw, geboren 1943, zählt zu den bedeutendsten Historikern der Gegenwart. Bis zu seiner Emeritierung war er Professor für Modern History an der University of Sheffield, seine große zweibändige Biographie Adolf Hitlers gilt als Meisterwerk der modernen Geschichtsschreibung. Für seine Verdienste um die historische Forschung wurde Ian Kershaw mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung und der Karlsmedaille. 1994 erhielt er das Bundesverdienstkreuz, 2002 wurde er zum Ritter geschlagen. Bei DVA sind außerdem von ihm erschienen »Hitlers Freunde in England« (2005), »Wendepunkte. Schlüsselentscheidungen im Zweiten Weltkrieg« (2010) und »Das Ende« (2013). Die beiden Bände seiner großen Geschichte des 20. Jahrhunderts in Europa, »Höllensturz« (2016) und »Achterbahn« (2019), sind hochgelobte Bestseller. Zuletzt erschien von ihm »Der Mensch und die Macht. Über Erbauer und Zerstörer Europas« (2022).
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Die Geschichte Europas ist spannend und Ian Kershaw wird dieser Geschichte gerecht. Sachbücher sind oft trocken geschrieben und langweilen sehr schnell. Ian Kershaw schafft es aber, obwohl er stets sachlich bleibt, Geschichte trotzdem spannend und für den Leser nachvollziehbar aufzuarbeiten. Kershaw ist vor allem durch seine Hitler-Biografie bekannt geworden. In "Höllensturz" - dem ersten von zwei Bänden über die Geschichte Europas des 20. Jahrhunderts - widmet er sich dem dunkelsten Kapitel: Die Jahre von 1914 bis 1945 (bzw. 1949) sind die dunkelsten der jüngeren europäischen Geschichte. Kershaw schafft es gekonnt, sowohl den 1. als auch den 2. Weltkrieg - und die Jahre zwischen den Weltkriegen - gekonnt aufzuarbeiten, Zusammenhänge zu erklären und uns europäische Geschichte näher zu bringen, die unser Leben noch heute prägt. Kershaw widmet sich dabei den Entwicklungen in ganz Europa, was eine Mammutaufgabe ist, die er meiner Meinung nach sehr gut meistert. Natürlich kann er nicht in gleichem Maße auf alle Länder eingehen, aber er tut es immer auf eine Weise, die den jeweiligen Ländern gerecht wird und die meinen Horizont erheblich erweitert haben. Obwohl mir bereits viel in der Schule vermittelt wurde (diese Jahre haben mich immer wahnsinnig interessiert) und ich mich auch privat immer ein bisschen mit dem 1. und 2. Weltkrieg beschäftigt habe, habe ich doch viel mit diesem Buch mitgenommen, das mit 20 Euro nicht gerade billig ist, aber aufgrund seiner Informationsfülle und tollen, sachlichen und doch spannenden Schreibweise sehr interessant ist und vor allem sehr viele Informationen bietet. Mir hat auch sehr gut gefallen, dass Kershaw nicht ausschließlich politische, sondern auch wirtschaftliche, kulturelle und sogar religiöse Entwicklungen mit einbezieht. Die europäische Geschichte ist komplex und sie in einem Buch zusammenzufassen - selbst wenn es sich "nur" um 35 Jahre handelt - ist schwierig. Dass Kershaw streckenweise an der Oberfläche bleibt, dass er eine Wahl treffen musste, was wichtig ist und was nicht, kommt diesem Buch zugute. Es ist nicht zäh und trotz vieler Zahlen und Fakten von Anfang bis Ende gut lesbar. Wer weiter in die Tiefe dringen möchte, kann dies im Anschluss mit weiteren Büchern tun. Fazit: Ein tolles, kompaktes und doch informatives Buch. Klare Leseempfehlung!




