Hochsensibel ist das neue Stark
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Description
Mit Selbsttest: »Wie empathisch bin ich?«
Book Information
Author Description
Anita Moorjani wurde als Tochter indischer Eltern in Singapur geboren und lebte die meiste Zeit ihres Lebens in Hongkong. 2002 wurde bei ihr Krebs diagnostiziert. 2006 hatte sie ein Nahtoderlebnis, in dessen Folge sich ihr Krebs zurückbildete. Anita Moorjani ist eine international gefragte Rednerin auf Kongressen zum Thema Nahtoderfahrung, Sterben, Tod und Spiritualität. Sie ist verheiratet und lebt heute in den USA.
Posts
Pure Esoterik im populärwissenschaftlichen Ratgeber-Korsett vermarktet
Auf den ersten Blick scheint es ein Buch zu sein, das Lesern hilft, mit Hochsensibilität im Alltag umzugehen, und es als Stärke anzusehen. Scheint es. Denn der vermeintliche populärwissenschaftliche Ratgeber, wie sich das Buch durch Cover und Klapptext präsentiert, ist im Inneren zum Großteil pure Esoterik. Es ist schade, denn zwischen fragwürdigen Auffassungen über psychische und physische Krankheitsursachen steckten einige brauchbare Tipps, die allerdings im Sog von allem anderen untergehen. Auch der Titel ist irreführend: Wird von außen groß auf "Hochsensibilität" hingewiesen, geht es im Inhalt nur um Empathie. Das wäre als "Quasi-Synonym in Ordnung, wenn die Autorin nicht zu Beginn sehr deutlich macht, dass es eben nicht dasselbe ist, nur um dann weiterhin beides in einen Topf zu werfen. Nicht, dass Empathie der zentrale Fokus wäre, denn einen Großteil des Buches geht es um die Krebserkrankung der Autorin, wie es offenbar auch bei ihrem letzten der Fall war. Es mag ein Thema sein, das sie sehr bewegt, aber dann hätte sie eben dieses noch einmal behandeln sollen, anstatt auf wirklich fragwürdigste Weise einen Zusammenhang zwischen Hochsensibilität/Empathie und Krebserkrankungen herzustellen (ja Stress und emotionale Belastung wirken sich negativ auf die Gesundheit aus, aber Gefühle zu unterdrücken führt nicht automatisch zu einem Tumor, wie es hier dargestellt wird). Wenn dann zu einer langen Erklärung ausgeholt wird, warum es völlig in Ordnung ist, im esoterischen/spirituellen Bereich sich bezahlen zu lassen und auch das wieder nur sehr vage mit Hochsensibilität verknüpft wird, erhärtet sich der Verdacht, dass die Autorin während des Schreibens regelmäßig vergessen hat, was das Thema war, um dann durch immer wieder eingestreute "Als Empathen"-Satzanfänge zu glauben, die Kurve zu kriegen. Fazit: Wer glaubt, etwas über Hochsensibilität lernen zu können, wird von diesem Buch enttäuscht werden.
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Mit Selbsttest: »Wie empathisch bin ich?«
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Anita Moorjani wurde als Tochter indischer Eltern in Singapur geboren und lebte die meiste Zeit ihres Lebens in Hongkong. 2002 wurde bei ihr Krebs diagnostiziert. 2006 hatte sie ein Nahtoderlebnis, in dessen Folge sich ihr Krebs zurückbildete. Anita Moorjani ist eine international gefragte Rednerin auf Kongressen zum Thema Nahtoderfahrung, Sterben, Tod und Spiritualität. Sie ist verheiratet und lebt heute in den USA.
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Pure Esoterik im populärwissenschaftlichen Ratgeber-Korsett vermarktet
Auf den ersten Blick scheint es ein Buch zu sein, das Lesern hilft, mit Hochsensibilität im Alltag umzugehen, und es als Stärke anzusehen. Scheint es. Denn der vermeintliche populärwissenschaftliche Ratgeber, wie sich das Buch durch Cover und Klapptext präsentiert, ist im Inneren zum Großteil pure Esoterik. Es ist schade, denn zwischen fragwürdigen Auffassungen über psychische und physische Krankheitsursachen steckten einige brauchbare Tipps, die allerdings im Sog von allem anderen untergehen. Auch der Titel ist irreführend: Wird von außen groß auf "Hochsensibilität" hingewiesen, geht es im Inhalt nur um Empathie. Das wäre als "Quasi-Synonym in Ordnung, wenn die Autorin nicht zu Beginn sehr deutlich macht, dass es eben nicht dasselbe ist, nur um dann weiterhin beides in einen Topf zu werfen. Nicht, dass Empathie der zentrale Fokus wäre, denn einen Großteil des Buches geht es um die Krebserkrankung der Autorin, wie es offenbar auch bei ihrem letzten der Fall war. Es mag ein Thema sein, das sie sehr bewegt, aber dann hätte sie eben dieses noch einmal behandeln sollen, anstatt auf wirklich fragwürdigste Weise einen Zusammenhang zwischen Hochsensibilität/Empathie und Krebserkrankungen herzustellen (ja Stress und emotionale Belastung wirken sich negativ auf die Gesundheit aus, aber Gefühle zu unterdrücken führt nicht automatisch zu einem Tumor, wie es hier dargestellt wird). Wenn dann zu einer langen Erklärung ausgeholt wird, warum es völlig in Ordnung ist, im esoterischen/spirituellen Bereich sich bezahlen zu lassen und auch das wieder nur sehr vage mit Hochsensibilität verknüpft wird, erhärtet sich der Verdacht, dass die Autorin während des Schreibens regelmäßig vergessen hat, was das Thema war, um dann durch immer wieder eingestreute "Als Empathen"-Satzanfänge zu glauben, die Kurve zu kriegen. Fazit: Wer glaubt, etwas über Hochsensibilität lernen zu können, wird von diesem Buch enttäuscht werden.




