Himmel, der nirgendwo endet

Himmel, der nirgendwo endet

Softcover
4.120
KindheitKindFamilie

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Description

Einfühlsam und sehr genau beobachtend, beschreibt Marlen Haushofer die Welt aus der Sicht der kleinen Meta, die in einem Forsthaus aufwächst. Mit allen Sinnen nimmt diese ihre idyllische Umgebung in sich auf und versucht, Ordnung in das Durcheinander der Eindrücke und Ereignisse zu bringen.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
224
Price
11.30 €

Author Description

Marlen Haushofer wurde 1920 im oberösterreichischen Frauenstein geboren. Sie zählt heute zu den wichtigsten deutschsprachigen Autor:innen des 20. Jahrhunderts und wurde mit zahlreichen Literaturpreisen geehrt. Ihre Bücher sind in mehrere Sprachen übersetzt und für Film und Theater adaptiert. 1970 starb sie in Wien.

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
21%
22%
12%
N/A
16%
N/A
33%
71%
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76%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
100%
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Pace

Fast0%
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Moderate100%
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Writing Style

Simple0%
Complex0%
Moderate100%
Bildhaft (100%)Poetisch (100%)Außergewöhnlich (100%)

Posts

5
All
4.5

Die (autobiografisch und feministisch angehauchte) fragmentarische Kindheit eines Mädchens und ihrer Familie in einer österreicher Forsthütte. Wunderschöne Sprachbilder aus wundervollen Worten. Die Perspektive eines Kindes, durch Fantasie und einer Art Ammoralität sehr authentisch und vereinnahmend (zumindest für Leser und Leserinnen, die nicht in Großstädten aufgewachsen sind) erzählt. Inhaltlich gibt es keinen roten Faden, aber welche Kindheit besitzt solch einen schon? Eine Ansammlung an Gedanken, Freuden, Ängste, Freunde, Familie, Fremde, Feinde und vielen, vielen (Tag-) Träumen.

5

Eine große Seligkeit

"Ihre Sohlen fangen an zu jucken vor Verlangen nach der rauen Rinde. Sehnsüchtig starrt sie in die Astgabeln, dort, wo man im grünen Schatten sitzt, verborgen wie ein Vogel. Wenn jetzt niemand eingreift, ist es um sie geschehen, und sie sitzt schon auf dem Baum. Und wie sich die Bäume freuen, wenn sie zu ihnen kommt! Es ist eine große Seligkeit, man weiß nicht wo der Baum aufhört und Meta anfängt." Diese Mischung aus kindlicher Fantasie, sinnlicher Eindrücke und lebendiger Umwelt war eine große Seligkeit für mich. Intensivere Schilderungen von kindlichen Eindrücken habe ich noch nie gelesen. Die kleine Meta lässt Pflanzen, Bäume, Tiere und das Haus lebendig werden. Lässt den Leser teilhaben an der Verwirrung über die Erwachsenenwelt. Es ist eine fragmentarische Erzählung und das mag eventuell nicht jeder. Vielleicht fühlt es sich aber noch wertvoller an, wenn man sich die autobiographische Natur des Buches klar macht. Marlen Haushofer beschrieb immer wieder eine Wand, die sie von anderen Menschen trennt. Durch dieses Buch kann man dies besser nachfühlen.

5

Ruhige und nachdenkliche Geschichte 😌

Das Buch hatte für mich eine ruhige und nachdenkliche Geschichte über Kindheit, Familie und das Erwachsenwerden. Die Autorin beschreibt Gefühle und Gedanken sehr einfühlsam und realistisch. Obwohl die Handlung eher ruhig verläuft, hat mich das Buch emotional abgeholt und zum Nachdenken gebracht.

Ruhige und nachdenkliche Geschichte 😌
5

Kindheit

Eine tolle einfühlsame Reise durch die Kindheit mitreißend erzählt. Marlen Haushofer hat einen besonderes Talent den Leser in die Geschicht zu ziehen.

3

Marlen Haushofers Kindheitsroman

Der „Himmel der nirgendwo endet“ ist die komplexe Erwachsenenwelt, die sich der kleinen Meta erst überfordernd entgegenstellt und die sie dann mit zunehmendem Alter in sich aufnimmt. Mit ihren sehr unterschiedlichen Eltern und dem kleinen Bruder wächst sie in einem österreichischen Forsthaus mitten im Nirgendwo auf. Meta ist höchst sensibel, nimmt ihre Umgebung sehr genau wahr. Dabei ist sie von vielem überfordert und abgestoßen und wiederum von vielem eingenommen und angezogen. Mit ihrer Mutter wird sie so gar nicht warm, was auf Gegenseitigkeit beruht. Der Vater hingegen bereichert sie ungemein mit seinen eigenen Geschichten, die er ihr erzählt, aber auch den literarischen Klassikern, mit denen er sie versorgt. Meta versucht die Erwachsenenwelt zu verstehen, scheitert aber oft daran, und sucht die heilsame Klarheit der Naturerfahrungen. Inmitten dieser Irrungen und Wirrungen bildet sich schließlich eine jugendliche Identität heraus. Marlen Haushofer gelingt, wie auch in „Die Wand“, eine Atmosphäre, die maßgeblich von der Nähe zur Natur geprägt wird. Der Plot mäandert auch hier unstrukturiert und weitestgehend höhepunktlos vor sich hin. Hin und wieder schafft Haushofer eine authentische Emotionalität zwischen den Welten Kindheit und Erwachsensein, die allen Leser*innen Anknüpfungspunkte an das eigene Leben liefern kann. Im Großen und Ganzen fehlten mir aber die starken Motive, die großartigen Zitate, die wirklich bewegenden Momente.

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