Hexenherz. Eisiger Zorn
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Description
Book Information
Posts
Interessanter Fantasy-Roman ☺️
Mit diesem Buch „HEXENHERZ: Eisiger Zorn“ bin ich mit Band 1 dieser Reihe in eine Welt eingetaucht, in der es um Hexen, Macht, Liebe, Magie etc. geht. Es war zwar ganz interessant zu lesen, aber aufgrund der Sprache hat es mich nicht grad vom Hocker gerissen. Bei Bezeichnungen wie „besaufen“ etc, wurde mir tatsächlich anders, als ich das las. 🙈 Wer Fantasy sehr mag, dem sei dieses Buch empfohlen! 😉

Die Hexe Helena dient in der Garde und ist der höchsten Hexe, der Goldenen Hexe treu ergeben. Aber dann gerät sie in eine missliche Lage und muss fliegen. Auf ihrer Flucht tritt sie auf die Rebellen und schließt sich ihnen an, ohne das die Rebellen ahnen wer sie ist. Jetzt muss sie sich entscheiden, ob sie diese verrät oder ihre Herrscherin. Die Autorin entführt uns in eine alternative Realität mit ihrem Buch. In ihrer Welt regieren die Hexen und die Männer müssen sich unterordnet. Die Grundidee fand ich sehr interessant. Eine Welt, die von Frauen regiert wird, die alle magische Fähigkeiten haben, fand ich sehr ungewöhnlich. Vor jedem Kapitel gab es einen geschichtlichen Rückblick, der dem Leser näher bringt, wie diese Gesellschaft entstanden ist. Das ganze war gut durchdacht und wird auch sehr spannend erzählt. Die Handlung wird aus der Sicht der Hexe Helena erzählt. Helena ist kein einfacher Charakter und mir ist es oft schwer gefallen, sie zu mögen, denn sie wirkt auf den Leser oft mürrisch und unfreundlich. Außerdem ist sehr staatstreu und hält an ihren Werten fest, was für mich als Leser nicht immer nachvollziehbar ist. Im Laufe der Handlung macht sie zwar eine Wandlung durch, nur geht dieser eher langsam vonstatten. Natürlich ist auch in Helenas Welt nicht alles so perfekt wie es zuerst scheint. Es gibt Intrigen und auch jede Menge Geheimnisse und Helena steckt zwischen den Fronten. Auch wenn mir Helena nicht immer sympathisch war, hat mich die Geschichte sehr gefesselt. Von gibt es 8 von 10 Punkte
Entspricht nicht den typischen Mustern eines Fantasyromans Meinung In den ersten Kapiteln wird die Hauptprotagonistin Helena eingeführt. Der Leser bekommt eine Zusammenfassung ihres bisherigen Lebens bis zum tatsächlichen Handlungsbeginn. Es fängt damit an, dass sie in einem Gespräch mit ihrem Bruder einen schweren Fehler begeht, der ihr kurz darauf zum Verhängnis wird. Schnell zeig sich, dass die Welt, in der Helena lebt, ein bisschen anders tickt. Sie ähnelt dem uns bekannten europäischen Raum, aber gestaltet sich dann doch ganz anders. Helena selbst befindet sich in Deutschland und ist Hexe und eine treue Staatsdienerin der Garde. Dem Leser begegnet ein fremdes und ungewöhnliches System. Jede Frau ist zu Magie fähig und in der Lage sich erwecken zu lassen. Männer sind nicht so viel wert wie Frauen und haben entsprechend wenig zu melden in diesem Regime. Selbst alle Frauen, die nicht der Magie fähig sind und Frauen, deren Magie verwirkt ist, nehmen eine untergeordnete Rolle ein. Es können im wahrsten Sinne nur die „stärkeren Frauen“ an der Macht sein. Ganz oben steht die Goldene Frau des Goldenen Reiches. Dieser Perspektivenwechsel ist im Anbetracht der Tatsache, dass sich in den letzten Jahren vieles geändert hat, sehr interessant. Unsere Gesellschaft dreht und wandelt sich seit einiger Zeit: Frauen bekommen immer mehr Rechte, es gibt eine Frauenquote und der Feminismus findet immer mehr Anklang. Auch Männer kämpfen dafür und fordern ihr Recht ein, sich um ihre Familie zu kümmern, die Kinder zu erziehen und gleichgestellt mit Frauen zu sein. Die Gesellschaftskritik in dem Buch zielt darauf ab, ein veraltetes Bild komplett umzudrehen: Statt Männer sind Frauen an der Macht. Doch ist das wirklich besser, als wenn nur Männer an der Macht sind? Wohl kaum, wie im Verlauf der Geschichte deutlich wird. Doch wie erklärt sich dieses Regime und wie kann es sein, dass plötzlich in einer Geschichte die Welt von Frauen regiert wird? Monika Loerchner hat dafür ein ganz einfaches Zaubermittel. Sie schreibt die Geschichte der letzten Jahrhunderte einfach neu. Der Leser erfährt aus vergangener Zeit, ‚Aus den Annalen des Goldenen Reiches‘, die vor jedem Kapitel berichten, wie sich die historischen Ereignisse zugetragen haben. Dieser Bezug wirkt recht glaubhaft, vor allem dann, wenn Persönlichkeiten wie Martin Luther auftauchen und Platz für eine neue Geschichte machen müssen und dann als ‚Martin von Mansfeld‘ folgendes tun: Er formulierte 63 Thesen, nach denen die Magie ein Übel des Teufels ist und sich die Frauen wieder bedingungslos den Männern unterzuordnen haben, und nagelt sie an das Tor des Schlosses der Hauptstadt Annaburg. Hexenherz. Eisiger Zorn, Seite 104 Und wäre das nicht schon genug der Glaubwürdigkeit, packt die Autorin noch einen ganzen bürokratischen Stapel ‚Aus der Gesetzgebung des Goldenen Reiches‘ mit in die Geschichte. Wodurch deutlich wird, welchen Stellenwert Frauen und Männer einnehmen. Helena selbst ist absolut keine Sympathieträgerin. Ihre Motive sind klar: Sie ist der Goldenen Frau unterworfen und hat dem Reich einen Schwur abgeleistet, an den sie sich tapfer hält. Dafür nimmt sie so manche Unannehmlichkeiten in Kauf. Auf ihrem Weg zurück zu ihren Wurzeln geriet sie in ein gefährliches Spiel, dass sie einiges kosten wird. Zwischendurch musste ich richtig mitfühlen und im nächsten Moment ist Helena einfach nur widerlich und selbstsüchtig. In der Geschichte gibt es noch viele weitere Figuren, die sich selbst sehr treu bleiben und im Gesamtbild sehr passend sind. Der Leser darf sich also auf eine Portion vielfältiger Charaktere freuen. Besonders auf einen kleinen herzerwärmenden Jungen. Die Krönung der ganzen Geschichte ist die sagenhafte, unglaublich detailreiche Kulisse. Es werden sehr viele Orte in diesem Buch beschrieben und das ziemlich anschaulich. Die Charaktere nutzen die örtlichen Gegebenheiten perfekt aus und machen es zu ihrem persönlichen Schauplatz. Die Geschichte wird dadurch sehr authentisch und szenisch. Fazit »Hexenherz« hat einen hohen Wiedererkennungswert, da es mal etwas Anderes ist. Das Buch nimmt eine ganz andere Perspektive ein und überzeugt mit einem außergewöhnlich zugrunde liegendem System. Es entspricht nicht den typischen Mustern eines Fantasyromans. Dabei werden historische Ereignisse fiktiv mit der Gegenwart verknüpft und es bleibt dabei stets glaubwürdig. Das Ganze ist gepaart mit einer aufregenden Geschichte, die sehr unterhaltsam ist. Darüber hinaus enthält die Geschichte eine große und gesunde Portion Gesellschaftskritik, die lang anhaltend zum Nachdenken anregt.
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Interessanter Fantasy-Roman ☺️
Mit diesem Buch „HEXENHERZ: Eisiger Zorn“ bin ich mit Band 1 dieser Reihe in eine Welt eingetaucht, in der es um Hexen, Macht, Liebe, Magie etc. geht. Es war zwar ganz interessant zu lesen, aber aufgrund der Sprache hat es mich nicht grad vom Hocker gerissen. Bei Bezeichnungen wie „besaufen“ etc, wurde mir tatsächlich anders, als ich das las. 🙈 Wer Fantasy sehr mag, dem sei dieses Buch empfohlen! 😉

Die Hexe Helena dient in der Garde und ist der höchsten Hexe, der Goldenen Hexe treu ergeben. Aber dann gerät sie in eine missliche Lage und muss fliegen. Auf ihrer Flucht tritt sie auf die Rebellen und schließt sich ihnen an, ohne das die Rebellen ahnen wer sie ist. Jetzt muss sie sich entscheiden, ob sie diese verrät oder ihre Herrscherin. Die Autorin entführt uns in eine alternative Realität mit ihrem Buch. In ihrer Welt regieren die Hexen und die Männer müssen sich unterordnet. Die Grundidee fand ich sehr interessant. Eine Welt, die von Frauen regiert wird, die alle magische Fähigkeiten haben, fand ich sehr ungewöhnlich. Vor jedem Kapitel gab es einen geschichtlichen Rückblick, der dem Leser näher bringt, wie diese Gesellschaft entstanden ist. Das ganze war gut durchdacht und wird auch sehr spannend erzählt. Die Handlung wird aus der Sicht der Hexe Helena erzählt. Helena ist kein einfacher Charakter und mir ist es oft schwer gefallen, sie zu mögen, denn sie wirkt auf den Leser oft mürrisch und unfreundlich. Außerdem ist sehr staatstreu und hält an ihren Werten fest, was für mich als Leser nicht immer nachvollziehbar ist. Im Laufe der Handlung macht sie zwar eine Wandlung durch, nur geht dieser eher langsam vonstatten. Natürlich ist auch in Helenas Welt nicht alles so perfekt wie es zuerst scheint. Es gibt Intrigen und auch jede Menge Geheimnisse und Helena steckt zwischen den Fronten. Auch wenn mir Helena nicht immer sympathisch war, hat mich die Geschichte sehr gefesselt. Von gibt es 8 von 10 Punkte
Entspricht nicht den typischen Mustern eines Fantasyromans Meinung In den ersten Kapiteln wird die Hauptprotagonistin Helena eingeführt. Der Leser bekommt eine Zusammenfassung ihres bisherigen Lebens bis zum tatsächlichen Handlungsbeginn. Es fängt damit an, dass sie in einem Gespräch mit ihrem Bruder einen schweren Fehler begeht, der ihr kurz darauf zum Verhängnis wird. Schnell zeig sich, dass die Welt, in der Helena lebt, ein bisschen anders tickt. Sie ähnelt dem uns bekannten europäischen Raum, aber gestaltet sich dann doch ganz anders. Helena selbst befindet sich in Deutschland und ist Hexe und eine treue Staatsdienerin der Garde. Dem Leser begegnet ein fremdes und ungewöhnliches System. Jede Frau ist zu Magie fähig und in der Lage sich erwecken zu lassen. Männer sind nicht so viel wert wie Frauen und haben entsprechend wenig zu melden in diesem Regime. Selbst alle Frauen, die nicht der Magie fähig sind und Frauen, deren Magie verwirkt ist, nehmen eine untergeordnete Rolle ein. Es können im wahrsten Sinne nur die „stärkeren Frauen“ an der Macht sein. Ganz oben steht die Goldene Frau des Goldenen Reiches. Dieser Perspektivenwechsel ist im Anbetracht der Tatsache, dass sich in den letzten Jahren vieles geändert hat, sehr interessant. Unsere Gesellschaft dreht und wandelt sich seit einiger Zeit: Frauen bekommen immer mehr Rechte, es gibt eine Frauenquote und der Feminismus findet immer mehr Anklang. Auch Männer kämpfen dafür und fordern ihr Recht ein, sich um ihre Familie zu kümmern, die Kinder zu erziehen und gleichgestellt mit Frauen zu sein. Die Gesellschaftskritik in dem Buch zielt darauf ab, ein veraltetes Bild komplett umzudrehen: Statt Männer sind Frauen an der Macht. Doch ist das wirklich besser, als wenn nur Männer an der Macht sind? Wohl kaum, wie im Verlauf der Geschichte deutlich wird. Doch wie erklärt sich dieses Regime und wie kann es sein, dass plötzlich in einer Geschichte die Welt von Frauen regiert wird? Monika Loerchner hat dafür ein ganz einfaches Zaubermittel. Sie schreibt die Geschichte der letzten Jahrhunderte einfach neu. Der Leser erfährt aus vergangener Zeit, ‚Aus den Annalen des Goldenen Reiches‘, die vor jedem Kapitel berichten, wie sich die historischen Ereignisse zugetragen haben. Dieser Bezug wirkt recht glaubhaft, vor allem dann, wenn Persönlichkeiten wie Martin Luther auftauchen und Platz für eine neue Geschichte machen müssen und dann als ‚Martin von Mansfeld‘ folgendes tun: Er formulierte 63 Thesen, nach denen die Magie ein Übel des Teufels ist und sich die Frauen wieder bedingungslos den Männern unterzuordnen haben, und nagelt sie an das Tor des Schlosses der Hauptstadt Annaburg. Hexenherz. Eisiger Zorn, Seite 104 Und wäre das nicht schon genug der Glaubwürdigkeit, packt die Autorin noch einen ganzen bürokratischen Stapel ‚Aus der Gesetzgebung des Goldenen Reiches‘ mit in die Geschichte. Wodurch deutlich wird, welchen Stellenwert Frauen und Männer einnehmen. Helena selbst ist absolut keine Sympathieträgerin. Ihre Motive sind klar: Sie ist der Goldenen Frau unterworfen und hat dem Reich einen Schwur abgeleistet, an den sie sich tapfer hält. Dafür nimmt sie so manche Unannehmlichkeiten in Kauf. Auf ihrem Weg zurück zu ihren Wurzeln geriet sie in ein gefährliches Spiel, dass sie einiges kosten wird. Zwischendurch musste ich richtig mitfühlen und im nächsten Moment ist Helena einfach nur widerlich und selbstsüchtig. In der Geschichte gibt es noch viele weitere Figuren, die sich selbst sehr treu bleiben und im Gesamtbild sehr passend sind. Der Leser darf sich also auf eine Portion vielfältiger Charaktere freuen. Besonders auf einen kleinen herzerwärmenden Jungen. Die Krönung der ganzen Geschichte ist die sagenhafte, unglaublich detailreiche Kulisse. Es werden sehr viele Orte in diesem Buch beschrieben und das ziemlich anschaulich. Die Charaktere nutzen die örtlichen Gegebenheiten perfekt aus und machen es zu ihrem persönlichen Schauplatz. Die Geschichte wird dadurch sehr authentisch und szenisch. Fazit »Hexenherz« hat einen hohen Wiedererkennungswert, da es mal etwas Anderes ist. Das Buch nimmt eine ganz andere Perspektive ein und überzeugt mit einem außergewöhnlich zugrunde liegendem System. Es entspricht nicht den typischen Mustern eines Fantasyromans. Dabei werden historische Ereignisse fiktiv mit der Gegenwart verknüpft und es bleibt dabei stets glaubwürdig. Das Ganze ist gepaart mit einer aufregenden Geschichte, die sehr unterhaltsam ist. Darüber hinaus enthält die Geschichte eine große und gesunde Portion Gesellschaftskritik, die lang anhaltend zum Nachdenken anregt.







