Heumahd
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Description
Als König Ludwig II. 1886 im Starnberger See ums Leben kommt, sind die Menschen im Werdenfelser Land schockiert. Dass ihr Ehemann in einer eiskalten Nacht erfriert, empfindet Vroni Grasegger dagegen als großes Glück: Endlich ist sie nicht mehr seinen Misshandlungen ausgeliefert. Optimistisch übernimmt sie das Sagen auf dem einsamen, gegenüber dem Karwendel gelegenen Bergbauernhof und die Sorge für die behinderte Stieftochter Rosl. Harte Arbeit bei der Heumahd und Missernten bringen Vroni an ihre Grenzen, ebenso wie der Druck aus dem Dorf, dass sie wieder heiraten soll. Da begegnet sie dem Maler Wilhelm Leibl, den eine Schaffenskrise in die Berge führt – und auf Vronis Hof. Zwischen dem homosexuellen Künstler und der jungen Bäuerin entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft. Als Leibl dann noch einen englischen Arzt und Alpinisten mitbringt, verbreitet sich in dem kurzen Bergsommer eine ungekannte Leichtigkeit. Und Vroni schöpft vielfältige Hoffnungen …
Ein bildmächtiger Roman über eine inspirierende Freundschaft und das einfache Leben einer Bergbäuerin – so kraftvoll und authentisch wie »Herbstmilch«
Book Information
Author Description
Susanne Betz wurde 1959 in Gunzenhausen geboren. Sie studierte Geschichts- und Wirtschaftswissenschaften in Deutschland, den USA und Kolumbien. Danach arbeitete die promovierte Historikerin bei verschiedenen deutschen und amerikanischen Tageszeitungen und Zeitschriften. Seit 1993 ist sie Hörfunkredakteurin in der Abteilung Politik des Bayerischen Rundfunks. Sie lebt mit ihrem Mann in der Nähe von München. »Heumahd« ist nach »Falkenjagd« und »Der elektrische Kuss« und »Tanz in die Freiheit« ihr vierter Roman.
Posts
Die starke Bergbäuerin Vroni
1886 als König Ludwig II. ums Leben kommt sind viele Menschen rund ums Werdenfelser Land und dem Karwendel schockiert. Als Vronis Grassegers Mann in einer kalten Nacht erfriert spürt Vroni erstmal Glück. Endlich ist sie keinen Misshandlungen mehr ausgeliefert. Voller Optimismus übernimmt sie das Sagen auf dem Bergbauern Hof am Karwendel. Liebevoll kümmert sie sich um ihre behinderte Stieftochter Rosl. Wird Voni alles als alleinstehende Frau schaffen? Es kommt die Haumahd und Missernten , das alles bringt Vroni an ihre Grenzen. Zu allem Übel wird es ihr von den Dorfbewohnern angekreidet das sie nicht gleich wieder heiratet. Zum Glück oder Unglück taucht der Maler Leibl auf und bring nach einiger Zeit noch einen Arzt mit zur Vroni. Beginnen für Vroni und den Hof bessere Zeiten ? Oder schöpft sie vielleicht Hoffnung ? Und wer ist Anton? Ich bin zufällig auf das Buch gestoßen und bin begeistert. Die Autorin schreibt sehr flüssig und emotional somit fliegt man nur so durch die Seiten. Die Charaktere sind perfekt gewählt und man kommt sehr schnell bei Vroni und der Bergwelt an. Das Cover passt perfekt zum Inhalt. Hier wird dem Leser sehr schnell und klar vor Augen geführt wie schwer das Leben zu der Zeit war , vor allem für alleinstehende Frauen. Ich persönlich fand es auch sehr ergreifend, dass das Thema Behinderung mit eingebunden wurde, denn zu der Zeit war es ein großes Manko behindert zu sein. Das ganze Buch über habe ich mit Vroni und Rosl gelitten, gehofft und gebangt. Schnell wird auch klar wie extrem schwer die Arbeit zu der Zeit war. Für mich persönlich regte es zum Nachdenken an , wie gut wir es in der heutigen Zeit doch haben. Das Ende ist abgeschlossen , allerdings gibt es Band 2 und auf den freue ich mich schon , da ich natürlich wissen will wie es mit Vroni weitergeht. Von mir gibt es eine ganz klare Empfehlung zum Lesen .
Anrührend und authentisch
Sprachgewaltig erzählt Susanne Betz von der jungen Bäuerin Vroni Grasegger, die nach anfänglicher Erleichterung über den Tod ihres gewalttätigen Mannes, vor der Aufgabe steht den Bergbauernhof allein weiterzuführen. Ein greiser Onkel, ein stiller aber intelligenter Knecht, eine missgünstige Magd und ein behindertes Stiefkind, für diese Menschen hat sie nun die Verantwortung. Das Buch erzählt wie sie durch Pfiffigkeit immer die richtigen Entscheidungen trifft um das Vieh und ihre Familie durchs Jahr zu bringen, auch wenn die Natur oft gegen sie ist. Im Kunstmaler Wilhelm Leibl, der im Dorf logiert, findet sie einen guten Freund und Unterstützer. Sie erlaubt ihm auch, sie zu malen, obwohl sie für das Stillhalten eigentlich keine Zeit hat. Nach Ende des Trauerjahres soll sie sich einen neuen Mann suchen, doch Vroni hat Angst, daß sie dann wieder misshandelt wird. Doch allein wird sie das nicht schaffen, oder? Es hat mir sehr gut gefallen 3 Jahre an der Seite von Vroni und den Ihren verbringen zu dürfen. Mit ihr Freud und Leid zu teilen und die Entwicklung der eigensinnigen Bergbäuerin mitzuerleben. Eine, für ihre Zeit, taffe Frau.
Das einfache Leben
Wird hier dargestellt. Vroni die sich Ende des 19.Jhr auf einem Bauernhof durchschlagen muss, da ihr Mann gestorben ist. Das harte Leben und die Erwartungshaltungen wurden hier echt dargestellt. Man leidet mit und staunt über die schlaue Bäuerin. Die Geschichte ist zwar fiktional, fiktional aber wurde von einem Gemälde, welches Wilhelm Leibl malte inspiriert. Leibl taucht übrigens auch in der Geschichte auf.
Absoluter Lesegenuss!
Was für ein toller Roman. Ich habe mich von Anfang an komplett in die Geschichte hineinversetzt gefühlt. Die Berglandschaft und die Natur rund um den Hof sind so gut beschrieben, dass man teilweise das Gefühl hat, das Heu und die Blumen riechen zu können. Vroni ist eine tolle Protagonistin, in die man sich sehr gut hineinversetzen kann. Man leidet, hofft und bangt mit ihr. Auch einige der anderen Charaktere, zum Beispiel Wilhelm Leibl werden gut herausgearbeitet, während andere bewusst blass bleiben. Obwohl das Buch ohne große Spannungsbögen auskommt, wird es trotzdem nie langweilig und man will immer wissen wie es weitergeht mit Vroni und ihrem Hof. Auch neue Moden wie die Wochenenendausflüge der Stadtmenschen sind gut in die Geschichte eingearbeitet und sorgen für das ein oder andere Schmunzeln Insgesamt hat das Buch mir wahnsinnig viel Spaß gemacht und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung!

Ein Roman geschrieben wie ein großes Gemälde
Fazit:Dieser historische Roman beinhaltet 14 Kapitel und spielt sich ab dem Jahre 1886 ab. Es ist auch das Jahr in dem König Ludwig stirbt. Zu Beginn wurde ich mit den wichtigsten Bewohnern des Dorfes und der Bauernhöfe im Umkreis von Loisbichl bekannt gemacht. Ich war sogleich angetan von diesem Buch. Die Geschichte spielt sich mit Blick zum Karwendelgebirge in der Nähe zum Walchensee ab. Die Atmosphäre ist zu Beginn düster hellt sich aber im Laufe des Buches merklich auf Bilder sah. Die Autorin schrieb diese Geschichte daher sehr eindrucksvoll, farb-und bildgewaltig und dennoch sehr ruhig. Der Roman erinnerte mich insgesamt außerdem an eine Erzählung.Es wird aus Sichtweise der verschiedenen Charakteren erzählt und da sticht Vroni mit ihrer Kunst und wie sie auf ihre Mitmenschen zu hervorgeht. In dieser jungen Frau wohnt eine Kraft inne die ich persönlich beneidete. Alle Achtung was Vroni von sich abverlangt und sich gegen die Naturgewalten aber Auch gegen ihre zwei Knechte, Korbinian und Josefa, stemmt. Im letzten Drittel wurde die Geschicht für mich bei einigen Szenen emotional und heftig, so dass ich auch einmal sogar wütend wurde. Das Ende ist meiner Meinung nach geschlossen, aber ich könnte mir ein Nachfolgerband um Vroni sehr gut vorstellen.Dieser Roman ist meiner Meinung nach opulent und sehr detailliert geschrieben.Dieses historische Buch ist mal etwas ganz anderes.Die Geschichte las sich meiner Ansicht nach fesselnd aber auf eine eher unaufgeregte Art.Sie zog mich mehr und mehr in ihren Bann und zählt deshalb zu meinen Lesehighlights. Ich vergebe daher sehr gerne fünf Sterne.
Ein ruhiger Roman, der die Schwierigkeiten des bäuerlichen Lebens aufzeigt, sowie den Kampfgeist einer starken jungen Frau. Für mich war dieses Buch entschleunigend und einfach nur schön zu lesen. Die Geschichte hat mich gefesselt, ich wollte wissen, wie es mit Vroni weiter geht und welchr Hürden sie zu überwinden hat. Meiner Meinung nach ein perfektes Buch für den Sommer.
Kann man lesen
Ende des 19. Jahrhunderts, Bayern, die junge Bäuerin Vroni, gerade Witwe geworden, muss ihren Hof allein bewirtschaften. Ohne viel Erfahrung und nur mit Hilfe des Knechtes Korbinian und der Magd Josefa. Dann ist da auch noch ihr Stiefkind Rosl, ein ganz besonderes Mädchen. Schon bald wird klar, dass es einige Männer gibt, die gern künftig über den Grasegger-Hof und Vroni herrschen würden, immer drängender werden Pfarrer und Dorfgemeinschaft, Vroni müsse sich doch wieder einen Bauern auf den Hof holen. Es wird nicht leichter für die junge Frau. Doch trauern tut Vroni nicht, denn nun ist sie nicht mehr den Misshandlungen ihres Ehemannes ausgeliefert und kann frei entscheiden. Dies weiß sie auch mehr und mehr zu schätzen. Eines Tages lernt sie den Maler Wilhelm Leibl kennen und dieser zeigt Vroni eine ganz neue Welt. Vroni ist ein starke junge Frau, mit 23 verwitwet hat sie bereits ein hartes und teilweise entbehrungsreiches Leben hinter sich. Die zarte Freundschaft zu Leibl bringt auch Zuversicht und Hoffnung in Vronis Leben. Susanne Betz hat hier einen sehr ruhigen und intensiven Roman über das Leben einer Bergbäuerin geschrieben. Ausführliche Darstellungen des Alltags und detailreiche Natur- und Landschaftsbeschreibungen ziehen das Geschehen jedoch immer wieder sehr in die Länge. Hier wäre, meiner Meinung nach, etwas weniger mehr gewesen. Ich gebe zu, zwischendurch war ich immer wieder kurz ein wenig gelangweilt, denn im Grunde passiert nicht wirklich viel auf den knapp 300 Seiten. Auch die häufige Verwendung ewig langer Sätze störte für mich den Lesefluss doch erheblich. Dementsprechend lange habe ich für dieses Buch auch gebraucht und habe zwischendurch tatsächlich auch mal pausiert und zu einem anderen Buch gegriffen. Dennoch hat mich „Heumahd“ ganz gut unterhalten. Die Charaktere sind wirklich detailliert ausgearbeitet (nicht nur Vroni und ihr Hof, auch die anderen Bauern und Bäuerinnen, sie alle haben ihre Eigenarten und ergeben dennoch eine funktionierende, sich ergänzende Gemeinschaft). Trotz der zwischenzeitlichen Längen lies sich das Buch gut lesen und ich habe Vroni und die anderen vom Grasegger-Hof gern begleitet. 3,5* solide, aber kein Knaller.
Stellenweise leider ziemlich langweilig.
"Heumahd" ist ein durch und durch ruhiges Buch. Das Leben und die Gepflogenheiten auf dem Land werden anschaulich dargestellt. Vroni, die verwitwete Jungbäuerin ist eine authentische Protagonistin, die sich liebevoll um Rosl, ihre behinderte Ziehtochter kümmert, welche als "Idiotenkind" von vielen Dorfbewohnern verspottet, getriezt oder gemieden wird. Die Bauersfrau hat einen schweren Stand in der Dorfgemeinschaft, seitdem ihr Mann verstorben ist und so manch ein Junggeselle wünscht sich an ihre Seite, alleine des Hofes wegen, den sie nun mit Magd und Knecht alleine bewirtschaftet, aller Probleme zum Trotz. Doch Vroni scheut sich weniger vor harter Arbeit und Entbehrungen, als vor der Entscheidung einen falschen neuen Mann zu ehelichen. Für mich persönlich war das leider nichts. Es ließ sich zwar gut lesen, war mir aber zu langweilig und ereignislos.

Mit „Heumahd“ erfindet Autorin Susanne Betz eine Geschichte für das „Mädchen mit weißem Kopftuch“ von Wilhelm Leibl, zu sehen in der Bayerischen Staatsgemäldesammlung. Mit 23 verwitwet ist Vroni erleichtert, nicht mehr den Misshandlungen des Bauers ausgesetzt zu sein. Sie beginnt ihr neues Leben als Hofherrin des kleinen Bergbauernhofs. Stur geht sie ihren Weg und arbeitet hart. Neben Magd und Knecht gibt es auch noch den Onkel des Bauern und Rosl, ein Kind aus dessen erster Ehe. Vroni ist abhängig vom Wetter, muss Grenzen akzeptieren, die ihr Körper ihr aufzeigt, und ist unter ständiger Beobachtung des Dorfes: nicht mehr heiraten wollen, in dem jungen Alter, sorgt für Unruhe. Durch die Jahreszeiten dem Alltag auf dem Hof zu folgen wirkt entschleunigend; bildgewaltig liegt er unter dem Karwendelgebirge und die Naturbeschreibungen funktionieren meist (hin und wieder sind die Metaphern zu blumig). Auch der Maler Leibl hat einen Auftritt. Er freundet sich an mit Vroni, zeigt ihr, wie man die Natur auch genießen kann und bringt einen englischen Arzt an den Hof. Rosl, die Stieftochter, ist behindert, verachtet im Dorf. Vroni sorgt sich um ihre Gesundheit – das kleine Mädchen ist ihr das Liebste auf der Welt. Hier wird es etwas kitschig, denn die Vermischung realer Personen mit fiktiven Elementen war für mich etwas zu viel. Der Engländer ist ein Sohn von John Langdon Down – auf ihn geht die Bezeichnung Down Syndrom für Menschen mit Trisomie 21 zurück. Auch wenn es historisch korrekt sein mag, so ist mir doch ab und zu die Beschreibung von Rosl aufgestoßen; hinzukommen Begrifflichkeiten, die längst – und aus gutem Grund – nicht mehr für Menschen mit Down Syndrom verwendet werden. Schade, dass die Autorin hier nicht auch etwas mehr künstlerische Freiheit walten ließ, wie sie es bei Leibl und Reginald getan hat. Wenn schon das nicht, wäre auf jeden Fall ein Hinweis im Nachwort schön gewesen. Selten war ich so froh über ein leicht kitschiges Ende – das Bild ist gemalt, alle sind glücklich und die Familie des Bergbauernhofs, v.a. Vroni und Rosl, sind mir wirklich ans Herz gewachsen.
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Als König Ludwig II. 1886 im Starnberger See ums Leben kommt, sind die Menschen im Werdenfelser Land schockiert. Dass ihr Ehemann in einer eiskalten Nacht erfriert, empfindet Vroni Grasegger dagegen als großes Glück: Endlich ist sie nicht mehr seinen Misshandlungen ausgeliefert. Optimistisch übernimmt sie das Sagen auf dem einsamen, gegenüber dem Karwendel gelegenen Bergbauernhof und die Sorge für die behinderte Stieftochter Rosl. Harte Arbeit bei der Heumahd und Missernten bringen Vroni an ihre Grenzen, ebenso wie der Druck aus dem Dorf, dass sie wieder heiraten soll. Da begegnet sie dem Maler Wilhelm Leibl, den eine Schaffenskrise in die Berge führt – und auf Vronis Hof. Zwischen dem homosexuellen Künstler und der jungen Bäuerin entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft. Als Leibl dann noch einen englischen Arzt und Alpinisten mitbringt, verbreitet sich in dem kurzen Bergsommer eine ungekannte Leichtigkeit. Und Vroni schöpft vielfältige Hoffnungen …
Ein bildmächtiger Roman über eine inspirierende Freundschaft und das einfache Leben einer Bergbäuerin – so kraftvoll und authentisch wie »Herbstmilch«
Book Information
Author Description
Susanne Betz wurde 1959 in Gunzenhausen geboren. Sie studierte Geschichts- und Wirtschaftswissenschaften in Deutschland, den USA und Kolumbien. Danach arbeitete die promovierte Historikerin bei verschiedenen deutschen und amerikanischen Tageszeitungen und Zeitschriften. Seit 1993 ist sie Hörfunkredakteurin in der Abteilung Politik des Bayerischen Rundfunks. Sie lebt mit ihrem Mann in der Nähe von München. »Heumahd« ist nach »Falkenjagd« und »Der elektrische Kuss« und »Tanz in die Freiheit« ihr vierter Roman.
Posts
Die starke Bergbäuerin Vroni
1886 als König Ludwig II. ums Leben kommt sind viele Menschen rund ums Werdenfelser Land und dem Karwendel schockiert. Als Vronis Grassegers Mann in einer kalten Nacht erfriert spürt Vroni erstmal Glück. Endlich ist sie keinen Misshandlungen mehr ausgeliefert. Voller Optimismus übernimmt sie das Sagen auf dem Bergbauern Hof am Karwendel. Liebevoll kümmert sie sich um ihre behinderte Stieftochter Rosl. Wird Voni alles als alleinstehende Frau schaffen? Es kommt die Haumahd und Missernten , das alles bringt Vroni an ihre Grenzen. Zu allem Übel wird es ihr von den Dorfbewohnern angekreidet das sie nicht gleich wieder heiratet. Zum Glück oder Unglück taucht der Maler Leibl auf und bring nach einiger Zeit noch einen Arzt mit zur Vroni. Beginnen für Vroni und den Hof bessere Zeiten ? Oder schöpft sie vielleicht Hoffnung ? Und wer ist Anton? Ich bin zufällig auf das Buch gestoßen und bin begeistert. Die Autorin schreibt sehr flüssig und emotional somit fliegt man nur so durch die Seiten. Die Charaktere sind perfekt gewählt und man kommt sehr schnell bei Vroni und der Bergwelt an. Das Cover passt perfekt zum Inhalt. Hier wird dem Leser sehr schnell und klar vor Augen geführt wie schwer das Leben zu der Zeit war , vor allem für alleinstehende Frauen. Ich persönlich fand es auch sehr ergreifend, dass das Thema Behinderung mit eingebunden wurde, denn zu der Zeit war es ein großes Manko behindert zu sein. Das ganze Buch über habe ich mit Vroni und Rosl gelitten, gehofft und gebangt. Schnell wird auch klar wie extrem schwer die Arbeit zu der Zeit war. Für mich persönlich regte es zum Nachdenken an , wie gut wir es in der heutigen Zeit doch haben. Das Ende ist abgeschlossen , allerdings gibt es Band 2 und auf den freue ich mich schon , da ich natürlich wissen will wie es mit Vroni weitergeht. Von mir gibt es eine ganz klare Empfehlung zum Lesen .
Anrührend und authentisch
Sprachgewaltig erzählt Susanne Betz von der jungen Bäuerin Vroni Grasegger, die nach anfänglicher Erleichterung über den Tod ihres gewalttätigen Mannes, vor der Aufgabe steht den Bergbauernhof allein weiterzuführen. Ein greiser Onkel, ein stiller aber intelligenter Knecht, eine missgünstige Magd und ein behindertes Stiefkind, für diese Menschen hat sie nun die Verantwortung. Das Buch erzählt wie sie durch Pfiffigkeit immer die richtigen Entscheidungen trifft um das Vieh und ihre Familie durchs Jahr zu bringen, auch wenn die Natur oft gegen sie ist. Im Kunstmaler Wilhelm Leibl, der im Dorf logiert, findet sie einen guten Freund und Unterstützer. Sie erlaubt ihm auch, sie zu malen, obwohl sie für das Stillhalten eigentlich keine Zeit hat. Nach Ende des Trauerjahres soll sie sich einen neuen Mann suchen, doch Vroni hat Angst, daß sie dann wieder misshandelt wird. Doch allein wird sie das nicht schaffen, oder? Es hat mir sehr gut gefallen 3 Jahre an der Seite von Vroni und den Ihren verbringen zu dürfen. Mit ihr Freud und Leid zu teilen und die Entwicklung der eigensinnigen Bergbäuerin mitzuerleben. Eine, für ihre Zeit, taffe Frau.
Das einfache Leben
Wird hier dargestellt. Vroni die sich Ende des 19.Jhr auf einem Bauernhof durchschlagen muss, da ihr Mann gestorben ist. Das harte Leben und die Erwartungshaltungen wurden hier echt dargestellt. Man leidet mit und staunt über die schlaue Bäuerin. Die Geschichte ist zwar fiktional, fiktional aber wurde von einem Gemälde, welches Wilhelm Leibl malte inspiriert. Leibl taucht übrigens auch in der Geschichte auf.
Absoluter Lesegenuss!
Was für ein toller Roman. Ich habe mich von Anfang an komplett in die Geschichte hineinversetzt gefühlt. Die Berglandschaft und die Natur rund um den Hof sind so gut beschrieben, dass man teilweise das Gefühl hat, das Heu und die Blumen riechen zu können. Vroni ist eine tolle Protagonistin, in die man sich sehr gut hineinversetzen kann. Man leidet, hofft und bangt mit ihr. Auch einige der anderen Charaktere, zum Beispiel Wilhelm Leibl werden gut herausgearbeitet, während andere bewusst blass bleiben. Obwohl das Buch ohne große Spannungsbögen auskommt, wird es trotzdem nie langweilig und man will immer wissen wie es weitergeht mit Vroni und ihrem Hof. Auch neue Moden wie die Wochenenendausflüge der Stadtmenschen sind gut in die Geschichte eingearbeitet und sorgen für das ein oder andere Schmunzeln Insgesamt hat das Buch mir wahnsinnig viel Spaß gemacht und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung!

Ein Roman geschrieben wie ein großes Gemälde
Fazit:Dieser historische Roman beinhaltet 14 Kapitel und spielt sich ab dem Jahre 1886 ab. Es ist auch das Jahr in dem König Ludwig stirbt. Zu Beginn wurde ich mit den wichtigsten Bewohnern des Dorfes und der Bauernhöfe im Umkreis von Loisbichl bekannt gemacht. Ich war sogleich angetan von diesem Buch. Die Geschichte spielt sich mit Blick zum Karwendelgebirge in der Nähe zum Walchensee ab. Die Atmosphäre ist zu Beginn düster hellt sich aber im Laufe des Buches merklich auf Bilder sah. Die Autorin schrieb diese Geschichte daher sehr eindrucksvoll, farb-und bildgewaltig und dennoch sehr ruhig. Der Roman erinnerte mich insgesamt außerdem an eine Erzählung.Es wird aus Sichtweise der verschiedenen Charakteren erzählt und da sticht Vroni mit ihrer Kunst und wie sie auf ihre Mitmenschen zu hervorgeht. In dieser jungen Frau wohnt eine Kraft inne die ich persönlich beneidete. Alle Achtung was Vroni von sich abverlangt und sich gegen die Naturgewalten aber Auch gegen ihre zwei Knechte, Korbinian und Josefa, stemmt. Im letzten Drittel wurde die Geschicht für mich bei einigen Szenen emotional und heftig, so dass ich auch einmal sogar wütend wurde. Das Ende ist meiner Meinung nach geschlossen, aber ich könnte mir ein Nachfolgerband um Vroni sehr gut vorstellen.Dieser Roman ist meiner Meinung nach opulent und sehr detailliert geschrieben.Dieses historische Buch ist mal etwas ganz anderes.Die Geschichte las sich meiner Ansicht nach fesselnd aber auf eine eher unaufgeregte Art.Sie zog mich mehr und mehr in ihren Bann und zählt deshalb zu meinen Lesehighlights. Ich vergebe daher sehr gerne fünf Sterne.
Ein ruhiger Roman, der die Schwierigkeiten des bäuerlichen Lebens aufzeigt, sowie den Kampfgeist einer starken jungen Frau. Für mich war dieses Buch entschleunigend und einfach nur schön zu lesen. Die Geschichte hat mich gefesselt, ich wollte wissen, wie es mit Vroni weiter geht und welchr Hürden sie zu überwinden hat. Meiner Meinung nach ein perfektes Buch für den Sommer.
Kann man lesen
Ende des 19. Jahrhunderts, Bayern, die junge Bäuerin Vroni, gerade Witwe geworden, muss ihren Hof allein bewirtschaften. Ohne viel Erfahrung und nur mit Hilfe des Knechtes Korbinian und der Magd Josefa. Dann ist da auch noch ihr Stiefkind Rosl, ein ganz besonderes Mädchen. Schon bald wird klar, dass es einige Männer gibt, die gern künftig über den Grasegger-Hof und Vroni herrschen würden, immer drängender werden Pfarrer und Dorfgemeinschaft, Vroni müsse sich doch wieder einen Bauern auf den Hof holen. Es wird nicht leichter für die junge Frau. Doch trauern tut Vroni nicht, denn nun ist sie nicht mehr den Misshandlungen ihres Ehemannes ausgeliefert und kann frei entscheiden. Dies weiß sie auch mehr und mehr zu schätzen. Eines Tages lernt sie den Maler Wilhelm Leibl kennen und dieser zeigt Vroni eine ganz neue Welt. Vroni ist ein starke junge Frau, mit 23 verwitwet hat sie bereits ein hartes und teilweise entbehrungsreiches Leben hinter sich. Die zarte Freundschaft zu Leibl bringt auch Zuversicht und Hoffnung in Vronis Leben. Susanne Betz hat hier einen sehr ruhigen und intensiven Roman über das Leben einer Bergbäuerin geschrieben. Ausführliche Darstellungen des Alltags und detailreiche Natur- und Landschaftsbeschreibungen ziehen das Geschehen jedoch immer wieder sehr in die Länge. Hier wäre, meiner Meinung nach, etwas weniger mehr gewesen. Ich gebe zu, zwischendurch war ich immer wieder kurz ein wenig gelangweilt, denn im Grunde passiert nicht wirklich viel auf den knapp 300 Seiten. Auch die häufige Verwendung ewig langer Sätze störte für mich den Lesefluss doch erheblich. Dementsprechend lange habe ich für dieses Buch auch gebraucht und habe zwischendurch tatsächlich auch mal pausiert und zu einem anderen Buch gegriffen. Dennoch hat mich „Heumahd“ ganz gut unterhalten. Die Charaktere sind wirklich detailliert ausgearbeitet (nicht nur Vroni und ihr Hof, auch die anderen Bauern und Bäuerinnen, sie alle haben ihre Eigenarten und ergeben dennoch eine funktionierende, sich ergänzende Gemeinschaft). Trotz der zwischenzeitlichen Längen lies sich das Buch gut lesen und ich habe Vroni und die anderen vom Grasegger-Hof gern begleitet. 3,5* solide, aber kein Knaller.
Stellenweise leider ziemlich langweilig.
"Heumahd" ist ein durch und durch ruhiges Buch. Das Leben und die Gepflogenheiten auf dem Land werden anschaulich dargestellt. Vroni, die verwitwete Jungbäuerin ist eine authentische Protagonistin, die sich liebevoll um Rosl, ihre behinderte Ziehtochter kümmert, welche als "Idiotenkind" von vielen Dorfbewohnern verspottet, getriezt oder gemieden wird. Die Bauersfrau hat einen schweren Stand in der Dorfgemeinschaft, seitdem ihr Mann verstorben ist und so manch ein Junggeselle wünscht sich an ihre Seite, alleine des Hofes wegen, den sie nun mit Magd und Knecht alleine bewirtschaftet, aller Probleme zum Trotz. Doch Vroni scheut sich weniger vor harter Arbeit und Entbehrungen, als vor der Entscheidung einen falschen neuen Mann zu ehelichen. Für mich persönlich war das leider nichts. Es ließ sich zwar gut lesen, war mir aber zu langweilig und ereignislos.

Mit „Heumahd“ erfindet Autorin Susanne Betz eine Geschichte für das „Mädchen mit weißem Kopftuch“ von Wilhelm Leibl, zu sehen in der Bayerischen Staatsgemäldesammlung. Mit 23 verwitwet ist Vroni erleichtert, nicht mehr den Misshandlungen des Bauers ausgesetzt zu sein. Sie beginnt ihr neues Leben als Hofherrin des kleinen Bergbauernhofs. Stur geht sie ihren Weg und arbeitet hart. Neben Magd und Knecht gibt es auch noch den Onkel des Bauern und Rosl, ein Kind aus dessen erster Ehe. Vroni ist abhängig vom Wetter, muss Grenzen akzeptieren, die ihr Körper ihr aufzeigt, und ist unter ständiger Beobachtung des Dorfes: nicht mehr heiraten wollen, in dem jungen Alter, sorgt für Unruhe. Durch die Jahreszeiten dem Alltag auf dem Hof zu folgen wirkt entschleunigend; bildgewaltig liegt er unter dem Karwendelgebirge und die Naturbeschreibungen funktionieren meist (hin und wieder sind die Metaphern zu blumig). Auch der Maler Leibl hat einen Auftritt. Er freundet sich an mit Vroni, zeigt ihr, wie man die Natur auch genießen kann und bringt einen englischen Arzt an den Hof. Rosl, die Stieftochter, ist behindert, verachtet im Dorf. Vroni sorgt sich um ihre Gesundheit – das kleine Mädchen ist ihr das Liebste auf der Welt. Hier wird es etwas kitschig, denn die Vermischung realer Personen mit fiktiven Elementen war für mich etwas zu viel. Der Engländer ist ein Sohn von John Langdon Down – auf ihn geht die Bezeichnung Down Syndrom für Menschen mit Trisomie 21 zurück. Auch wenn es historisch korrekt sein mag, so ist mir doch ab und zu die Beschreibung von Rosl aufgestoßen; hinzukommen Begrifflichkeiten, die längst – und aus gutem Grund – nicht mehr für Menschen mit Down Syndrom verwendet werden. Schade, dass die Autorin hier nicht auch etwas mehr künstlerische Freiheit walten ließ, wie sie es bei Leibl und Reginald getan hat. Wenn schon das nicht, wäre auf jeden Fall ein Hinweis im Nachwort schön gewesen. Selten war ich so froh über ein leicht kitschiges Ende – das Bild ist gemalt, alle sind glücklich und die Familie des Bergbauernhofs, v.a. Vroni und Rosl, sind mir wirklich ans Herz gewachsen.
















