Herbststurm
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Description
Ermittlungen in zwei Mordfällen führen den unerschrockenen Münchner Kommissär Reitmeyer in die Kreise russischer Exil-Monarchisten, die sich nach der Oktoberrevolution in der Stadt niedergelassen haben. In ebenjene Kreise, in denen sein bester Freund, der Rechtsanwalt Sepp Leitner, die Tochter einer illustren russischen Adeligen suchen lässt, um sein Salär aufzubessern. Doch was hat das Verschwinden der Anna Kusnezowa mit den beiden toten Männern zu tun?
München, 1922. Die Inflation galoppiert, wegen der Reparationsforderungen werden Anschläge auf die Französische Gesandtschaft verübt und in der Stadt marodieren Mitglieder der inzwischen verbotenen Freikorps. Kommissär Reitmeyer hingegen könnte es eigentlich gutgehen – immerhin hat sich die Beziehung zu seiner Jugendfreundin Caroline deutlich entspannt. Doch seine Ermittlungen zwischen gestrandeten Ex-Militärs und zwielichtigen russischen Damen erweisen sich schwieriger als gedacht – zumal sich der Verdacht erhärtet, dass sein schlimmster Widersacher in den eigenen Reihen sitzt.
Book Information
Author Description
Angelika Felenda hat Geschichte und Germanistik studiert und arbeitet als literarische Übersetzerin in München.
Posts
Ein Auf und Ab inhaltlich wie auch sprachlich
Gleich zu Anfang wird man mit den Figuren in unterschiedliche Situationen geworfen: Sepp soll einer geflohenen Russin des zaristischen Russlands helfen, ihre Tochter zu finden; Reitmeyer hat gleich zwei Morde aufzuklären. München dient als Schauplatz, die Radikalisierung, die Inflation, die Wirtschaftskrise und den wachsenden Unmut der Menschen der Weimarer Republik erzählerisch auszubreiten. Dies gelingt auch, das Bild Münchens ist interessant - vor allem für Einheimische, aber die Geschichte selbst sowie die Figuren „hängen in der Mitte durch“. Es zieht sich, die Charaktere dümpeln vor sich hin. Es tauchen viele Personen auf, die aufgrund der geringen Tiefe und Ausarbeitung blasse Statisten bleiben und im Kopf sich vermischen. Ein Personenregister - mit Angabe, ob e sich um reale oder fiktive Menschen handelt - wäre hilfreich gewesen. Im letzten Drittel nimmt der Plot wieder Fahrt auf, die Figuren herhalten wieder ein Eigenleben und Konturen. Daher ist es ein gelungenes Buch, welches mich leider nicht so abholen konnte wie die ersten beiden Teile.
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Ermittlungen in zwei Mordfällen führen den unerschrockenen Münchner Kommissär Reitmeyer in die Kreise russischer Exil-Monarchisten, die sich nach der Oktoberrevolution in der Stadt niedergelassen haben. In ebenjene Kreise, in denen sein bester Freund, der Rechtsanwalt Sepp Leitner, die Tochter einer illustren russischen Adeligen suchen lässt, um sein Salär aufzubessern. Doch was hat das Verschwinden der Anna Kusnezowa mit den beiden toten Männern zu tun?
München, 1922. Die Inflation galoppiert, wegen der Reparationsforderungen werden Anschläge auf die Französische Gesandtschaft verübt und in der Stadt marodieren Mitglieder der inzwischen verbotenen Freikorps. Kommissär Reitmeyer hingegen könnte es eigentlich gutgehen – immerhin hat sich die Beziehung zu seiner Jugendfreundin Caroline deutlich entspannt. Doch seine Ermittlungen zwischen gestrandeten Ex-Militärs und zwielichtigen russischen Damen erweisen sich schwieriger als gedacht – zumal sich der Verdacht erhärtet, dass sein schlimmster Widersacher in den eigenen Reihen sitzt.
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Angelika Felenda hat Geschichte und Germanistik studiert und arbeitet als literarische Übersetzerin in München.
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Ein Auf und Ab inhaltlich wie auch sprachlich
Gleich zu Anfang wird man mit den Figuren in unterschiedliche Situationen geworfen: Sepp soll einer geflohenen Russin des zaristischen Russlands helfen, ihre Tochter zu finden; Reitmeyer hat gleich zwei Morde aufzuklären. München dient als Schauplatz, die Radikalisierung, die Inflation, die Wirtschaftskrise und den wachsenden Unmut der Menschen der Weimarer Republik erzählerisch auszubreiten. Dies gelingt auch, das Bild Münchens ist interessant - vor allem für Einheimische, aber die Geschichte selbst sowie die Figuren „hängen in der Mitte durch“. Es zieht sich, die Charaktere dümpeln vor sich hin. Es tauchen viele Personen auf, die aufgrund der geringen Tiefe und Ausarbeitung blasse Statisten bleiben und im Kopf sich vermischen. Ein Personenregister - mit Angabe, ob e sich um reale oder fiktive Menschen handelt - wäre hilfreich gewesen. Im letzten Drittel nimmt der Plot wieder Fahrt auf, die Figuren herhalten wieder ein Eigenleben und Konturen. Daher ist es ein gelungenes Buch, welches mich leider nicht so abholen konnte wie die ersten beiden Teile.




