Hello World
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Description
Keine Dimension unserer Welt, in der sie nicht längst Einzug gehalten haben: Algorithmen, diese unscheinbaren Folgen von Anweisungen, die im Internet sowieso, aber auch in jedem Computerprogramm tätig sind, prägen in wachsendem, beängstigendem Ausmaß den Alltag von Konsum, Finanzen, Medizin, Polizei, Justiz, Demokratie und sogar Kunst. Sie sortieren die Welt für uns, eröffnen neue Optionen und nehmen uns Entscheidungen ab - schnell, effektiv, gründlich. Aber sie tun das häufig, ohne uns zu fragen, und sie stellen uns vor neue, keineswegs einfach zu lösende Dilemmata. Vor allem aber: Wir neigen dazu, Algorithmen als eine Art Autorität zu betrachten, statt ihre Macht in Frage zu stellen. Das öffnet Menschen, die uns ausbeuten wollen, Tür und Tor. Es verhindert aber auch, dass wir bessere Algorithmen bekommen. Solche, die uns bei Entscheidungen unterstützen, anstatt über uns zu verfügen. Die offenlegen, wie sie zu einer bestimmten Entscheidung gelangen. Demokratische, menschliche Algorithmen. Dafür plädiert dieses Buch - zugänglich, unterhaltsam, hochinformativ.
Book Information
Author Description
Hannah Fry ist Professorin für Mathematik am University College London und erforscht mithilfe mathematischer Modelle Muster menschlichen Verhaltens im städtischen Raum. Sie hat mit Verwaltungen, Polizei, Gesundheitsexperten und Supermarktketten zusammengearbeitet und an wissenschaftlichen Fernsehdokumentationen und Podcasts mitgewirkt. Die Zahl der Aufrufe ihrer TED-Talks geht in die Millionen.
Posts
Wie sehr lassen wir uns von Algorithmen tagtäglich beeinflussen? Welche Auswirkungen haben sie auf unser Leben und Entscheiden? Gehen wir reflektiert genug mit ihnen um? Welche Verantwortung tragen die Entwickler von Algorithmen und können sie dieser immer gerecht werden? All diesen Fragen geht Mathematikerin Hannah Fry in diesem interessanten und kurzweiligen Sachbuch auf den Grund. Kategorisiert nach verschiedenen Lebensbereichen wie z.B. Medizin, Automobile und Kunst, zeigt die Autorin durch viele Beispiele und Anekdoten, wie viele Fehler und Fallstricke schon beim Design von Algorithmen entstehen und welche Konsequenzen diese haben können, aber auch wie viele Menschen Assistenzsystemen mehr Vertrauen schenken als dem eigenen Wissen und Bauchgefühl. Obwohl es sich meist um sehr ernstzunehmende Probleme handelt, hat Hannah Fry einen unterhaltsamen und humoristischen Schreibstil gewählt. Mit "Hello World" spricht die Autorin alle Menschen an, denn es ist technisch nicht so tiefgehend, als dass es Nicht-Techniker überfordern würde. Trotzdem gibt es einen guten Einblick in die Macht, die wir Algorithmen einräumen, manchmal ohne genaue Kenntnis über Seiteneffekte oder Randfälle zu haben. Gleichzeitig empfand ich das Buch selbst als Informatikerin gerade wegen der aufgezeigten Verantwortung beim Design und Test von Systemen sehr wichtig und überhaupt nicht trivial. Insgesamt ein sehr informatives und unterhaltsam geschriebenes Sachbuch, das ich jedem nur empfehlen kann. Eine Erinnerung daran, welche Verantwortung die Arbeit mit Daten und Algorithmen mit sich bringt und ein Plädoyer für einen reflektierten und bewussten Umgang mit Technik.
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Keine Dimension unserer Welt, in der sie nicht längst Einzug gehalten haben: Algorithmen, diese unscheinbaren Folgen von Anweisungen, die im Internet sowieso, aber auch in jedem Computerprogramm tätig sind, prägen in wachsendem, beängstigendem Ausmaß den Alltag von Konsum, Finanzen, Medizin, Polizei, Justiz, Demokratie und sogar Kunst. Sie sortieren die Welt für uns, eröffnen neue Optionen und nehmen uns Entscheidungen ab - schnell, effektiv, gründlich. Aber sie tun das häufig, ohne uns zu fragen, und sie stellen uns vor neue, keineswegs einfach zu lösende Dilemmata. Vor allem aber: Wir neigen dazu, Algorithmen als eine Art Autorität zu betrachten, statt ihre Macht in Frage zu stellen. Das öffnet Menschen, die uns ausbeuten wollen, Tür und Tor. Es verhindert aber auch, dass wir bessere Algorithmen bekommen. Solche, die uns bei Entscheidungen unterstützen, anstatt über uns zu verfügen. Die offenlegen, wie sie zu einer bestimmten Entscheidung gelangen. Demokratische, menschliche Algorithmen. Dafür plädiert dieses Buch - zugänglich, unterhaltsam, hochinformativ.
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Hannah Fry ist Professorin für Mathematik am University College London und erforscht mithilfe mathematischer Modelle Muster menschlichen Verhaltens im städtischen Raum. Sie hat mit Verwaltungen, Polizei, Gesundheitsexperten und Supermarktketten zusammengearbeitet und an wissenschaftlichen Fernsehdokumentationen und Podcasts mitgewirkt. Die Zahl der Aufrufe ihrer TED-Talks geht in die Millionen.
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Wie sehr lassen wir uns von Algorithmen tagtäglich beeinflussen? Welche Auswirkungen haben sie auf unser Leben und Entscheiden? Gehen wir reflektiert genug mit ihnen um? Welche Verantwortung tragen die Entwickler von Algorithmen und können sie dieser immer gerecht werden? All diesen Fragen geht Mathematikerin Hannah Fry in diesem interessanten und kurzweiligen Sachbuch auf den Grund. Kategorisiert nach verschiedenen Lebensbereichen wie z.B. Medizin, Automobile und Kunst, zeigt die Autorin durch viele Beispiele und Anekdoten, wie viele Fehler und Fallstricke schon beim Design von Algorithmen entstehen und welche Konsequenzen diese haben können, aber auch wie viele Menschen Assistenzsystemen mehr Vertrauen schenken als dem eigenen Wissen und Bauchgefühl. Obwohl es sich meist um sehr ernstzunehmende Probleme handelt, hat Hannah Fry einen unterhaltsamen und humoristischen Schreibstil gewählt. Mit "Hello World" spricht die Autorin alle Menschen an, denn es ist technisch nicht so tiefgehend, als dass es Nicht-Techniker überfordern würde. Trotzdem gibt es einen guten Einblick in die Macht, die wir Algorithmen einräumen, manchmal ohne genaue Kenntnis über Seiteneffekte oder Randfälle zu haben. Gleichzeitig empfand ich das Buch selbst als Informatikerin gerade wegen der aufgezeigten Verantwortung beim Design und Test von Systemen sehr wichtig und überhaupt nicht trivial. Insgesamt ein sehr informatives und unterhaltsam geschriebenes Sachbuch, das ich jedem nur empfehlen kann. Eine Erinnerung daran, welche Verantwortung die Arbeit mit Daten und Algorithmen mit sich bringt und ein Plädoyer für einen reflektierten und bewussten Umgang mit Technik.





