Harvard Square
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Description
It’s the fall of 1977, and amid the lovely, leafy streets of Cambridge a young Harvard graduate student, a Jew from Egypt, longs more than anything to become an assimilated American and a professor of literature. He spends his days in a pleasant blur of seventeenth-century fiction, but when he meets a brash, charismatic Arab cab driver in a Harvard Square café, everything changes.
Nicknamed Kalashnikov―Kalaj for short―for his machine-gun vitriol, the cab driver roars into the student’s life with his denunciations of the American obsession with "all things jumbo and ersatz"―Twinkies, monster television sets, all-you-can-eat buffets―and his outrageous declarations on love and the art of seduction. The student finds it hard to resist his new friend’s magnetism, and before long he begins to neglect his studies and live a double life: one in the rarified world of Harvard, the other as an exile with Kalaj on the streets of Cambridge. Together they carouse the bars and cafés around Harvard Square, trade intimate accounts of their love affairs, argue about the American dream, and skinny-dip in Walden Pond. But as final exams loom and Kalaj has his license revoked and is threatened with deportation, the student faces the decision of his life: whether to cling to his dream of New World assimilation or risk it all to defend his Old World friend.
Harvard Square is a sexually charged and deeply American novel of identity and aspiration at odds. It is also an unforgettable, moving portrait of an unlikely friendship from one of the finest stylists of our time.
Book Information
Posts
André Aciman gelingt es in „Mein Sommer mit Kalaschnikow“ erneut (das ist das 5. Buch, dass ich von ihm lese), die Leser tief in die komplexen Gefühlswelten seiner Figuren einzutauchen zu lassen. Die Geschichte einer ungewöhnlichen und innigen Männerfreundschaft wird mit einer solchen Intensität und Feinfühligkeit erzählt, dass man das Gefühl hat, heimlich in ein persönliches Tagebuch zu blicken. Was die Erzählung besonders macht, ist die Abkehr von gängigen Stereotypen und Erwartungen an zwischenMÄNNLICHEN Beziehungen. Die Freundschaft der Protagonisten ist frei von Klischees, zugleich tief emotional und zerrissen zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten. Dieser Zwiespalt wird meisterhaft in einem offenbarenden Stil eingefangen, der sowohl die innere Zerrissenheit der Figuren als auch ihre Sehnsucht nach Zugehörigkeit und Authentizität spürbar macht. Ein persönlicher Höhepunkt des Buches ist das Zitat auf Seite 309, das die existenzielle Not der Figuren auf den Punkt bringt: Das Abstreifen gesellschaftlicher Masken bis auf die „nackten Knochen“ ist nicht nur ein Bild für die emotionale Entblößung, sondern auch ein schmerzhafter Prozess, der die Leser tief berührt. („Um dennoch weiterleben zu können, musste man die schuldbeladene Hand abschneiden, musste abtrennen, weghobeln, schälen und schaben, musste Stücke von sich reißen, bis nur noch nackte Knochen übrig waren. Und diese Knochen verrieten einen; man konnte sie nicht verbergen, konnte nicht verhindern, dass sie angestarrt wurden. Dann wünschte man sich nur noch, dass andere genauso entblößt dastanden wie man selbst, mager und skelettartig.“) Aciman schreibt nicht nur über Freundschaft, sondern auch über die Frage, wie man sich selbst und anderen in einer Welt treu bleiben kann, die einen ständig in Kategorien zu zwängen versucht. Ein Buch, das fesselt, nachdenklich macht und vor allem lange nachhallt.
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It’s the fall of 1977, and amid the lovely, leafy streets of Cambridge a young Harvard graduate student, a Jew from Egypt, longs more than anything to become an assimilated American and a professor of literature. He spends his days in a pleasant blur of seventeenth-century fiction, but when he meets a brash, charismatic Arab cab driver in a Harvard Square café, everything changes.
Nicknamed Kalashnikov―Kalaj for short―for his machine-gun vitriol, the cab driver roars into the student’s life with his denunciations of the American obsession with "all things jumbo and ersatz"―Twinkies, monster television sets, all-you-can-eat buffets―and his outrageous declarations on love and the art of seduction. The student finds it hard to resist his new friend’s magnetism, and before long he begins to neglect his studies and live a double life: one in the rarified world of Harvard, the other as an exile with Kalaj on the streets of Cambridge. Together they carouse the bars and cafés around Harvard Square, trade intimate accounts of their love affairs, argue about the American dream, and skinny-dip in Walden Pond. But as final exams loom and Kalaj has his license revoked and is threatened with deportation, the student faces the decision of his life: whether to cling to his dream of New World assimilation or risk it all to defend his Old World friend.
Harvard Square is a sexually charged and deeply American novel of identity and aspiration at odds. It is also an unforgettable, moving portrait of an unlikely friendship from one of the finest stylists of our time.
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André Aciman gelingt es in „Mein Sommer mit Kalaschnikow“ erneut (das ist das 5. Buch, dass ich von ihm lese), die Leser tief in die komplexen Gefühlswelten seiner Figuren einzutauchen zu lassen. Die Geschichte einer ungewöhnlichen und innigen Männerfreundschaft wird mit einer solchen Intensität und Feinfühligkeit erzählt, dass man das Gefühl hat, heimlich in ein persönliches Tagebuch zu blicken. Was die Erzählung besonders macht, ist die Abkehr von gängigen Stereotypen und Erwartungen an zwischenMÄNNLICHEN Beziehungen. Die Freundschaft der Protagonisten ist frei von Klischees, zugleich tief emotional und zerrissen zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten. Dieser Zwiespalt wird meisterhaft in einem offenbarenden Stil eingefangen, der sowohl die innere Zerrissenheit der Figuren als auch ihre Sehnsucht nach Zugehörigkeit und Authentizität spürbar macht. Ein persönlicher Höhepunkt des Buches ist das Zitat auf Seite 309, das die existenzielle Not der Figuren auf den Punkt bringt: Das Abstreifen gesellschaftlicher Masken bis auf die „nackten Knochen“ ist nicht nur ein Bild für die emotionale Entblößung, sondern auch ein schmerzhafter Prozess, der die Leser tief berührt. („Um dennoch weiterleben zu können, musste man die schuldbeladene Hand abschneiden, musste abtrennen, weghobeln, schälen und schaben, musste Stücke von sich reißen, bis nur noch nackte Knochen übrig waren. Und diese Knochen verrieten einen; man konnte sie nicht verbergen, konnte nicht verhindern, dass sie angestarrt wurden. Dann wünschte man sich nur noch, dass andere genauso entblößt dastanden wie man selbst, mager und skelettartig.“) Aciman schreibt nicht nur über Freundschaft, sondern auch über die Frage, wie man sich selbst und anderen in einer Welt treu bleiben kann, die einen ständig in Kategorien zu zwängen versucht. Ein Buch, das fesselt, nachdenklich macht und vor allem lange nachhallt.




