Hairy Queen
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Description
Eine mitreißende Kulturgeschichte der Haare: klug, unterhaltsam und feministisch
Franziska Setare Koohestani bezeichnet sich selbst als »Hairy Queen«. Und zwar nicht nur, weil sie seit jeher mit starkem Haarwuchs zu kämpfen hat, sondern weil sie erhobenen Hauptes aus diesem Kampf hervortritt. Schon in der Grundschule schickten ihre iranischen Tanten ihr Bleichcreme nach Deutschland, um den Oberlippenbart zu beseitigen. Seitdem folgten etliche Versuche sowohl der Haarentfernung als auch der Haarwuchs-Akzeptanz. Heute weiß Franziska Setare Koohestani: Unser Umgang mit Körperbehaarung hat wenig mit Hygiene und Körperpflege zu tun, sondern vielmehr mit den patriarchalen, rassistischen und kapitalistischen Normen, die unsere Gesellschaft verinnerlicht hat. Ausgehend von historischen, kulturellen und medizinischen Quellen sowie persönlichen Erfahrungen erklärt sie, warum Körperbehaarung politisch ist, und weist den Weg in eine Welt, in der Hairy Queens das Sagen haben und wir mit unserem Körperhaar endlich so umgehen können wie mit Kleidung: selbstbewusst, spielerisch und kreativ.
Cause Baby, we were born this way.
»Koohestani zeigt die Politik hinter Haarwuchs. Ein wichtiges Buch, das Unerkanntes zur notwendigen Debatte stellt.« Fikri Anıl Altıntaş
»Würde jedes Schönheitsideal so analytisch und unterhaltsam auseinandergepflückt wie glatte Haut in Hairy Queen , sähe es für viele Industrien schlecht aus. Ein Buch, das man mit einer Zeitreise seinem jüngeren Ich um die Ohren hauen will.« Özge Inan
»Unerschrocken und einnehmend hat Franziska Setare Koohestani die oftmals verdruckste bis verlogene Verhandlung weiblicher Körperbehaarung hier aber mal so richtig rasiert.« Samira El Ouassil
Book Information
Author Description
Franziska Setare Koohestani wurde 1996 in Köln geboren und bezeichnet sich selbst als »Hairy Queen«. Sie studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und ist als freie Journalistin tätig. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich vor allem mit Diskriminierung, Migration, Aktivismus, Pop- wie Subkultur – und mit Schönheitsnormen.
Posts
Ich hatte mit leichter Skepsis ein Plädoyer gegen Haarentfernung an sich erwartet, aber weit gefehlt. Die Autorin schreibt über die Geschichte der Behaarung und den Umgang damit, Schönheitsnormen und deren Entwicklung und erklärt, wie das alles mit Kolonialismus, Kapitalismus, Rassismus und Sexismus zusammen hängt. Man lernt viel und beginnt Zusammenhänge zu begreifen, die man vorher nicht gesehen hat. Die Autorin lädt dazu ein, das eigene Handeln zu reflektieren und für sich einen Weg zu finden, mit der eigenen Körperbehaarung umzugehen, wie auch immer dieser aussieht. Ich habe mich an vielen Stellen furchtbar über das ganze ungerechte System, in dem wir gefangen sind, aufgeregt, habe vieles begriffen und auf vieles einen ganz neuen Blick gewonnen. Gleichzeitig ist dieses Buch sehr positiv und wohltuend und holt das Thema Behaarung aus der Schamecke raus.
Wow - ich habe das Buch als Mängelexemplar und ohne große Erwartung mitgenommen, aber es hat mich wirklich beeindruckt. Ich habe schon einiges über Feminismus und das Patriarchat gelesen - dann ist es einem durchaus nicht gänzlich neu, dass Körperbehaarung zumindest hiermit etwas zu tun hat. Wie politisch das Konstrukt ist und wie sehr es das Leben beeinflusst, war mir aber bis zu diesem Buch nicht bewusst. Bei vielen dieser Bücher ist es oftmals schwer die Theorie zu durchdringen und manches Mal verliert man das Interesse beim lesen an genau diesen Punkten wo es zu „trocken“ wird. Und genau das war hier nicht der Fall! Empfehlenswert!
Wichtiges Buch, das jede Person lesen sollte!
„Hairy Queen: Warum Körperbehaarung politisch ist“ ist mehr als nur ein Buch – es ist ein Weckruf, der mit Wucht in die tief verwurzelten und leider selten hinterfragten Schönheitsideale unserer Gesellschaft einschlägt. Die Autorin nimmt uns mit auf eine Reise, die weit über Rasierer, Waxing, Lasergeräte zur Haarentfernung und Co. hinausgeht. Sie zeigt uns, dass Körperbehaarung nicht nur eine Frage der Ästhetik ist, sondern eine, die uns mitten ins Herz der Machtverhältnisse und das hinterfragen der Normschönheit führt. Von der ersten Seite an spürt man, dass hier jemand schreibt, der nicht nur recherchiert, sondern auch gelebt hat, was sie uns erzählt. Die Autorin lässt uns in Geschichten eintauchen, die vertraut und doch so oft verschwiegen sind – von Teenager-Momenten vor dem Spiegel bis hin zu mutigen Akten des Widerstands gegen Normen, die uns leise, aber eindringlich sagen: „Das gehört sich nicht.“ Sie macht klar: Körperhaare sind nicht nur Haare. Sie sind politisch. Sie sind rebellisch. Und vor allem sind sie unsere. Und gerade für mehrfach marginalisierten Menschen ein gar nicht so einfaches Thema. Mit einem mitreißenden Ton entlarvt die Autorin die Kräfte, die uns einreden, dass nur glatte Haut schön und weiblich ist. Sie zeigt, wie diese Ideale uns auf sexistische Art und Weise Frauen kleinhalten, wie sie uns von uns selbst entfremden. Die Stärke dieses Buches liegt darin, wie es die Scham nimmt und sie in Stolz verwandelt – Stolz darauf, den eigenen Körper so zu sehen, wie er wirklich ist, ohne Filter, ohne Angst. Und wir alle kennen doch Peerpressure und Mobbing zum Thema Körperbehaarung…. Daher ist es so wichtig, das kritisch zu reflektieren und zu sehen, dass nicht wir das Problem sind, sondern unsere problematischen und politischen Schönheitsideale. Die Autorin schafft es, das Politische persönlich zu machen. Sie erzählt von Frauen, die sich weigern, sich anzupassen, die ihre Körperhaare stehen lassen, um Raum zu schaffen für etwas Echtes, etwas Unverfälschtes. Diese Geschichten berühren, weil sie ehrlich sind. Sie sind nicht immer heroisch, manchmal schmerzhaft, aber gerade das macht sie so kraftvoll. Es sind Erzählungen, die Mut machen, die dazu inspirieren, den eigenen Körper zu umarmen – mit allem, was dazu gehört. „Hairy Queen“ ist ein Liebesbrief an all diejenigen, die sich nie genug gefühlt haben, weil sie nicht in die engen Normen der Gesellschaft passen wollten. Es ist eine Erinnerung daran, dass Schönheit viele Formen hat und dass es Zeit ist, die eigene zu feiern – radikal und ohne Entschuldigung. Dieses Buch bleibt im Herzen, es gibt einem das Gefühl, verstanden zu werden, und fordert uns auf, uns selbst endlich so zu sehen, wie wir wirklich sind: schön, wild und frei. Wer „Hairy Queen“ liest (oder wie ich hört), wird es nicht mehr aus der Hand legen wollen (oder eben Pause machen, ich hab das Buch an einem Tag durchgehört) – und vielleicht, wenn auch nur ein kleines bisschen, die Welt danach mit anderen Augen sehen.
Ein tolles Buch, das Körperbehaarung wirklich von Grund auf analysiert, die gesellschaftlichen Zwänge aufzeigt und nochmal verdeutlicht, dass auch freiwilliges Entfernen von Körperbehaarung durch Druck von außen zustande kommt. Dabei geht die Autorin sehr ausführlich auf die Geschichte der Körperbehaarung, auf deren Ursprünge und andere interessante Details ein. Ihr Stil ist klar und verständlich, nur hier und da verliert sie sich in einer Betrachtungsweise.
Das Thema Behaarung ist langweilig und eigentlich gibt es doch nicht so viel darüber zu schreiben? Weit gefehlt! Hairy Queen ist ein zugängliches, locker geschriebenes Buch voller interessanter Infos, das auch noch super inklusiv ist. Der Titel und das Cover haben mich sofort angesprochen, vor allem deshalb, weil ich vor einer Weile ein Youtube-Video gesehen habe. Darin hat eine blonde, weiße Frau erklärt, wie sie mit Gestell und Schrauben in ihrem Bein lebt und dass sie sich gerade nicht rasieren kann. Das Bein war schwarz behaart. Und die Kommentare… die Frauen fanden das alle normal und die Männer sind durchgedreht. “Oh mein Gott, warum ist sie so behaart, das ist doch nicht normal, das ist männlich, bla bla…” Und da ist mir klar geworden, dass Männer keine Ahnung mehr haben, wie behaart wir wirklich sind. So gut sind wir mittlerweile darin, das mit viel Schmerz und Zeitaufwand zu verbergen. All das wird im Buch auch thematisiert, gut aufgedröselt und eingeordnet. Zwischen nachempfindbaren Anekdoten und wissenschaftlichen Fakten, finden sich auch Abschnitte zu Klasse, Kapitalismus, Rassismus und Sexismus. Und keine Angst: die Autorin möchte niemanden von der Haarentfernung abhalten oder den Zeigefinger erheben. Große Empfehlung jedenfalls. Es liest sich so leicht weg, man schmunzelt, schüttelt den Kopf und wird zum Nachdenken gebracht. Außerdem lernt man noch was. Ich bin begeistert.
War kurzweilig zu lesen.
Das Buch war unterhaltsam und flüssig zu lesen. Ich habe mir tiefergehende Haargeschichte erhofft, dafür aber eine Verknüpfung von Feminismus und Kapitalismuskritik mit Haar- und Schönheitsnormen bekommen. Durchaus auch sehr interessant und leicht verständlich verknüpft. Jedoch wäre ein ausführlicherer Abriss in die Tiefen der Haargeschichten und Schönheitsnormen spannend gewesen.
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Eine mitreißende Kulturgeschichte der Haare: klug, unterhaltsam und feministisch
Franziska Setare Koohestani bezeichnet sich selbst als »Hairy Queen«. Und zwar nicht nur, weil sie seit jeher mit starkem Haarwuchs zu kämpfen hat, sondern weil sie erhobenen Hauptes aus diesem Kampf hervortritt. Schon in der Grundschule schickten ihre iranischen Tanten ihr Bleichcreme nach Deutschland, um den Oberlippenbart zu beseitigen. Seitdem folgten etliche Versuche sowohl der Haarentfernung als auch der Haarwuchs-Akzeptanz. Heute weiß Franziska Setare Koohestani: Unser Umgang mit Körperbehaarung hat wenig mit Hygiene und Körperpflege zu tun, sondern vielmehr mit den patriarchalen, rassistischen und kapitalistischen Normen, die unsere Gesellschaft verinnerlicht hat. Ausgehend von historischen, kulturellen und medizinischen Quellen sowie persönlichen Erfahrungen erklärt sie, warum Körperbehaarung politisch ist, und weist den Weg in eine Welt, in der Hairy Queens das Sagen haben und wir mit unserem Körperhaar endlich so umgehen können wie mit Kleidung: selbstbewusst, spielerisch und kreativ.
Cause Baby, we were born this way.
»Koohestani zeigt die Politik hinter Haarwuchs. Ein wichtiges Buch, das Unerkanntes zur notwendigen Debatte stellt.« Fikri Anıl Altıntaş
»Würde jedes Schönheitsideal so analytisch und unterhaltsam auseinandergepflückt wie glatte Haut in Hairy Queen , sähe es für viele Industrien schlecht aus. Ein Buch, das man mit einer Zeitreise seinem jüngeren Ich um die Ohren hauen will.« Özge Inan
»Unerschrocken und einnehmend hat Franziska Setare Koohestani die oftmals verdruckste bis verlogene Verhandlung weiblicher Körperbehaarung hier aber mal so richtig rasiert.« Samira El Ouassil
Book Information
Author Description
Franziska Setare Koohestani wurde 1996 in Köln geboren und bezeichnet sich selbst als »Hairy Queen«. Sie studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und ist als freie Journalistin tätig. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich vor allem mit Diskriminierung, Migration, Aktivismus, Pop- wie Subkultur – und mit Schönheitsnormen.
Posts
Ich hatte mit leichter Skepsis ein Plädoyer gegen Haarentfernung an sich erwartet, aber weit gefehlt. Die Autorin schreibt über die Geschichte der Behaarung und den Umgang damit, Schönheitsnormen und deren Entwicklung und erklärt, wie das alles mit Kolonialismus, Kapitalismus, Rassismus und Sexismus zusammen hängt. Man lernt viel und beginnt Zusammenhänge zu begreifen, die man vorher nicht gesehen hat. Die Autorin lädt dazu ein, das eigene Handeln zu reflektieren und für sich einen Weg zu finden, mit der eigenen Körperbehaarung umzugehen, wie auch immer dieser aussieht. Ich habe mich an vielen Stellen furchtbar über das ganze ungerechte System, in dem wir gefangen sind, aufgeregt, habe vieles begriffen und auf vieles einen ganz neuen Blick gewonnen. Gleichzeitig ist dieses Buch sehr positiv und wohltuend und holt das Thema Behaarung aus der Schamecke raus.
Wow - ich habe das Buch als Mängelexemplar und ohne große Erwartung mitgenommen, aber es hat mich wirklich beeindruckt. Ich habe schon einiges über Feminismus und das Patriarchat gelesen - dann ist es einem durchaus nicht gänzlich neu, dass Körperbehaarung zumindest hiermit etwas zu tun hat. Wie politisch das Konstrukt ist und wie sehr es das Leben beeinflusst, war mir aber bis zu diesem Buch nicht bewusst. Bei vielen dieser Bücher ist es oftmals schwer die Theorie zu durchdringen und manches Mal verliert man das Interesse beim lesen an genau diesen Punkten wo es zu „trocken“ wird. Und genau das war hier nicht der Fall! Empfehlenswert!
Wichtiges Buch, das jede Person lesen sollte!
„Hairy Queen: Warum Körperbehaarung politisch ist“ ist mehr als nur ein Buch – es ist ein Weckruf, der mit Wucht in die tief verwurzelten und leider selten hinterfragten Schönheitsideale unserer Gesellschaft einschlägt. Die Autorin nimmt uns mit auf eine Reise, die weit über Rasierer, Waxing, Lasergeräte zur Haarentfernung und Co. hinausgeht. Sie zeigt uns, dass Körperbehaarung nicht nur eine Frage der Ästhetik ist, sondern eine, die uns mitten ins Herz der Machtverhältnisse und das hinterfragen der Normschönheit führt. Von der ersten Seite an spürt man, dass hier jemand schreibt, der nicht nur recherchiert, sondern auch gelebt hat, was sie uns erzählt. Die Autorin lässt uns in Geschichten eintauchen, die vertraut und doch so oft verschwiegen sind – von Teenager-Momenten vor dem Spiegel bis hin zu mutigen Akten des Widerstands gegen Normen, die uns leise, aber eindringlich sagen: „Das gehört sich nicht.“ Sie macht klar: Körperhaare sind nicht nur Haare. Sie sind politisch. Sie sind rebellisch. Und vor allem sind sie unsere. Und gerade für mehrfach marginalisierten Menschen ein gar nicht so einfaches Thema. Mit einem mitreißenden Ton entlarvt die Autorin die Kräfte, die uns einreden, dass nur glatte Haut schön und weiblich ist. Sie zeigt, wie diese Ideale uns auf sexistische Art und Weise Frauen kleinhalten, wie sie uns von uns selbst entfremden. Die Stärke dieses Buches liegt darin, wie es die Scham nimmt und sie in Stolz verwandelt – Stolz darauf, den eigenen Körper so zu sehen, wie er wirklich ist, ohne Filter, ohne Angst. Und wir alle kennen doch Peerpressure und Mobbing zum Thema Körperbehaarung…. Daher ist es so wichtig, das kritisch zu reflektieren und zu sehen, dass nicht wir das Problem sind, sondern unsere problematischen und politischen Schönheitsideale. Die Autorin schafft es, das Politische persönlich zu machen. Sie erzählt von Frauen, die sich weigern, sich anzupassen, die ihre Körperhaare stehen lassen, um Raum zu schaffen für etwas Echtes, etwas Unverfälschtes. Diese Geschichten berühren, weil sie ehrlich sind. Sie sind nicht immer heroisch, manchmal schmerzhaft, aber gerade das macht sie so kraftvoll. Es sind Erzählungen, die Mut machen, die dazu inspirieren, den eigenen Körper zu umarmen – mit allem, was dazu gehört. „Hairy Queen“ ist ein Liebesbrief an all diejenigen, die sich nie genug gefühlt haben, weil sie nicht in die engen Normen der Gesellschaft passen wollten. Es ist eine Erinnerung daran, dass Schönheit viele Formen hat und dass es Zeit ist, die eigene zu feiern – radikal und ohne Entschuldigung. Dieses Buch bleibt im Herzen, es gibt einem das Gefühl, verstanden zu werden, und fordert uns auf, uns selbst endlich so zu sehen, wie wir wirklich sind: schön, wild und frei. Wer „Hairy Queen“ liest (oder wie ich hört), wird es nicht mehr aus der Hand legen wollen (oder eben Pause machen, ich hab das Buch an einem Tag durchgehört) – und vielleicht, wenn auch nur ein kleines bisschen, die Welt danach mit anderen Augen sehen.
Ein tolles Buch, das Körperbehaarung wirklich von Grund auf analysiert, die gesellschaftlichen Zwänge aufzeigt und nochmal verdeutlicht, dass auch freiwilliges Entfernen von Körperbehaarung durch Druck von außen zustande kommt. Dabei geht die Autorin sehr ausführlich auf die Geschichte der Körperbehaarung, auf deren Ursprünge und andere interessante Details ein. Ihr Stil ist klar und verständlich, nur hier und da verliert sie sich in einer Betrachtungsweise.
Das Thema Behaarung ist langweilig und eigentlich gibt es doch nicht so viel darüber zu schreiben? Weit gefehlt! Hairy Queen ist ein zugängliches, locker geschriebenes Buch voller interessanter Infos, das auch noch super inklusiv ist. Der Titel und das Cover haben mich sofort angesprochen, vor allem deshalb, weil ich vor einer Weile ein Youtube-Video gesehen habe. Darin hat eine blonde, weiße Frau erklärt, wie sie mit Gestell und Schrauben in ihrem Bein lebt und dass sie sich gerade nicht rasieren kann. Das Bein war schwarz behaart. Und die Kommentare… die Frauen fanden das alle normal und die Männer sind durchgedreht. “Oh mein Gott, warum ist sie so behaart, das ist doch nicht normal, das ist männlich, bla bla…” Und da ist mir klar geworden, dass Männer keine Ahnung mehr haben, wie behaart wir wirklich sind. So gut sind wir mittlerweile darin, das mit viel Schmerz und Zeitaufwand zu verbergen. All das wird im Buch auch thematisiert, gut aufgedröselt und eingeordnet. Zwischen nachempfindbaren Anekdoten und wissenschaftlichen Fakten, finden sich auch Abschnitte zu Klasse, Kapitalismus, Rassismus und Sexismus. Und keine Angst: die Autorin möchte niemanden von der Haarentfernung abhalten oder den Zeigefinger erheben. Große Empfehlung jedenfalls. Es liest sich so leicht weg, man schmunzelt, schüttelt den Kopf und wird zum Nachdenken gebracht. Außerdem lernt man noch was. Ich bin begeistert.
War kurzweilig zu lesen.
Das Buch war unterhaltsam und flüssig zu lesen. Ich habe mir tiefergehende Haargeschichte erhofft, dafür aber eine Verknüpfung von Feminismus und Kapitalismuskritik mit Haar- und Schönheitsnormen bekommen. Durchaus auch sehr interessant und leicht verständlich verknüpft. Jedoch wäre ein ausführlicherer Abriss in die Tiefen der Haargeschichten und Schönheitsnormen spannend gewesen.












