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Nachdem meine letzten gelesenen Bücher hauptsächlich angelsächsische Literatur waren, habe ich dringend mal wieder etwas russisches gebraucht. Tolstois Sprache ist einfach eine Wohltat. Die Handlung selbst ist relativ nüchtern erzählt, zeigt aber treffend die Sinnlosigkeit des Krieges und dass keine Seite "gut" oder "böse" ist. Die Machthaber aller Seiten in einem Krieg sind machtbesessen und auf ihren eigenen Vorteil bedacht, während sowohl Soldaten und Zivilisten unterschiedlicher Lager Freundschaften schließen können. Den Zar hat Tolstoi äußerst unvorteilhaft dargestellt, was damals wahrscheinlich nicht gern gesehen bzw. gelesen wurde. Andererseits hatte diese Darstellung auch schon wieder etwas komisches an sich, wie Tolstoi Führungspersönlichkeiten eben gerne mal lächerlich macht.
Jan 21, 2023
Nachdem meine letzten gelesenen Bücher hauptsächlich angelsächsische Literatur waren, habe ich dringend mal wieder etwas russisches gebraucht. Tolstois Sprache ist einfach eine Wohltat. Die Handlung selbst ist relativ nüchtern erzählt, zeigt aber treffend die Sinnlosigkeit des Krieges und dass keine Seite "gut" oder "böse" ist. Die Machthaber aller Seiten in einem Krieg sind machtbesessen und auf ihren eigenen Vorteil bedacht, während sowohl Soldaten und Zivilisten unterschiedlicher Lager Freundschaften schließen können. Den Zar hat Tolstoi äußerst unvorteilhaft dargestellt, was damals wahrscheinlich nicht gern gesehen bzw. gelesen wurde. Andererseits hatte diese Darstellung auch schon wieder etwas komisches an sich, wie Tolstoi Führungspersönlichkeiten eben gerne mal lächerlich macht.
Jan 21, 2023





