Guten Morgen, du Schöne

Guten Morgen, du Schöne

Softcover
4.521
ErlebnisberichtDdrProtokolleFrau

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Description

»Ich halte jedes Leben für hinreichend interessant, um anderen mitgeteilt zu werden. … Entscheidend war für mich, ob eine Frau die Lust oder den Mut hatte, über sich zu erzählen«, sagt Maxie Wander über ihre Sammlung von Gesprächsaufzeichnungen. Und so erzählen 19 Frauen lustvoll und mutig von sich und ihren Gefühlen, ihrer Familie, ihrer Arbeit, ihren Männern, sie äußern sich über Liebe und Sexualität, über Politik, über ihre Ansicht von der »richtigen« Art zu leben. In Ost und West wurde Guten Morgen, du Schöne zu einem Kultbuch, über das Christa Wolf in ihrem Vorwort schreibt: »Beim Lesen schon beginnt die Selbstbefragung. In den Nächten danach entwerfen viele Leserinnen, da bin ich sicher (nicht so sicher bin ich mir bei Lesern), insgeheim ihr Selbstprotokoll.«

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
282
Price
12.40 €

Author Description

Maxie Wander wurde am 3. Januar 1933 in Wien geboren und lebte ab 1958 mit ihrem Mann, dem österreichischen Schriftsteller Fred Wander, in der DDR, zuletzt in Kleinmachnow bei Berlin. Sie arbeitete als Sekretärin, Fotografin und Reporterin, schrieb Drehbücher und Kurzgeschichten. Ihre berühmt gewordene Sammlung Guten Morgen, du Schöne (st 3962) erschien kurz vor ihrem Tod am 21. November 1977, posthum wurden Leben wär’ eine prima Alternative und Ein Leben ist nicht genug veröffentlicht.

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Ein fantastisches Buch und wichtiges Zeitzeugnis über die gesellschaftliche Stellung und über die Vielschichtigkeit der Frau in der DDR

Was sich stellenweise liest, wie mit sich selbst geführte Monologe, ist das Ergebnis von aufgezeichneten Gesprächen, die die gebürtig aus Österreich stammende Maxie Wander mit Frauen aus der DDR geführt hat. Daraus entstanden sind 19 authentische Portraits über ostdeutsche Frauen, die Grenzen ausgetestet haben, die lustvoll über ihre Listen, über ihre (Un)Freiheit, über ihren Genuss und ihre Liebe, über Kinder bekommen und haben, über ihre Arbeit, über ihre Stellung in der Gesellschaft, über Verlust und Ängste oder auch über Familie und Freundschaften sprechen – kurz: über die Vielfältigkeit und Vielschichtigkeit der Lebensentwürfe von Frauen in der DDR. Lassen sich zwischen den Portraits manchmal mehr, manchmal weniger Gemeinsamkeiten (oder teils sich komplett widerstrebende Aussagen) erkennen, so sollte „Guten Morgen, du Schöne“ aber als ein Zeugnis verstanden werden. Ein Zeitzeugnis über eine Gesellschaft im real existierenden Sozialismus der DDR, die – um weiter Fortbestehen zu können – auf die weibliche Arbeitskraft angewiesen war und die sich – vor allem auch staatsseitig in Abgrenzung zur BRD – damit rühmte, politisch Gleichberechtigung beschlossen zu haben. Nicht verwunderlich ist es, dass in den tatsächlichen Ausführungen der ostdeutschen Frauen die schon vorher tief in der Gesellschaft verankerten, patriarchalen Strukturen nicht als aufgelöst erscheinen und weiterleben. Jedoch, und das gehört zur Wahrheit dazu, findet man im Buch auch Schilderungen wieder, die davon zeugen, dass zumindest in einzelnen Bereichen wie der Sexualität und der finanziellen Unabhängigkeit ostdeutsche Frauen befreiter und unabhängiger von Männern leben konnten, als dies auf westdeutscher Seite je möglich war. Als Lesekreis begleitete mich Maxie Wanders „Guten Morgen, du Schöne“ die letzten Monate und bot nicht nur die wunderbare Möglichkeit, sich über das Gelesene auszutauschen, sondern auch unterschiedliche Perspektiven und selbst erlebte Erfahrungen – sowohl westdeutsch als auch ostdeutsch sozialisiert – in die Diskussionen einfließen zu lassen. Das Buch besitzt trotz seiner nun fast 50-jährigen Existenz noch so viel erschreckende Aktualität, dass es schon fast beschämend wirkt, wie wenig sich westliche Gesellschaften seitdem in puncto Gleichberechtigung bewegt haben.

Ein fantastisches Buch und wichtiges Zeitzeugnis über die gesellschaftliche Stellung und über die Vielschichtigkeit der Frau in der DDR
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Bei diesem Buch wünschte ich mir es gäbe noch weitere Geschichten. Es war unglaublich spannend in die Gedanken und Gefühlswelt der unterschiedlichen Frauen einzutauchen. Es gab viele Sätze die sehr lange nachhallen, weil sie, leider, auch heute noch gelten. Teilweise ist es bitter zu lesen, dass Frauen auch heute noch nicht weiter in der Gleichberechtigung sind, zumal aktuell auch eher eine Rückwärtsentwicklung zu beobachten ist. Die Themen Arbeit, Kinder und Männer werden sehr oft besprochen und wie die Frauen ihren eigenen Weg gehen bzw gegangen sind. Gerne würde ich mich mit allen Frauen persönlich unterhalten um mehr zu erfahren.

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