Gretas Männer
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Description
Fünfmal die große Liebe - Ein fesselnder Roman über eine Frau, die immer wieder nach vorn blickt
Greta war fünfmal verheiratet, und alle Ehemänner bis auf einen sind kurz nach der Hochzeit gestorben. »Die Bienenkönigin« nennt man sie in der Familie. Als ihre Enkelin Lola ihre kleine Tochter nach der unbekannten Großmutter benennt, bricht ein jahrzehntealter Familienkonflikt wieder auf. Warum hat Lolas Mutter Marie den Kontakt zu Greta abgebrochen? Neugierig besucht Lola die 87-Jährige und entdeckt hinter den Gerüchten eine Frau mit einer außergewöhnlichen Lebensgeschichte. Von den 1950er Jahren bis heute entfaltet sich ein bewegendes Panorama weiblicher Selbstbestimmung, tragischer Verluste und unerwarteten Glücks.
Für Fans von Susanne Abel und Dörte Hansen.
Book Information
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1. Buch im Mai beendet und schon ein Monatshighlight!!! Innerhalb von drei Tagen ausgelesen, das sagt wohl alles!!! Greta war fünf mal verheiratet, von ihrer Verwandtschaft wird sie "die Bienenkönigin" genannt, weil jeder ihrer Ehemänner verstirbt. Zu ihrer Tochter Marie und ihrer Enkelin Lola hat sie keinen Kontakt. Als Lola und ihr Mann beschließen ihre neugeborene Tochter nach ihrer Urgroßmutter zu benennen. Das passt Lolas Mutter Marie gar nicht. Lola begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit, was ist zwischen ihrer Mutter und ihrer Großmutter vorgefallen? Lola besucht Greta und diese liest ihr in regelmäßigen Abständen aus ihrem Tagebuch vor. Sehr spannend geschriebener Roman, man möchte immer weiterlesen und erfahren was Greta alles erlebt hat. Sehr sympathische Charaktere, ich mochte sowohl Greta als auch Lola total gerne. Marie war etwas nervig, weil sie einfach so stur war. Dieses Buch zeigt deutlich das nichts so ist wie es von außen scheint und das man vorsichtig sein sollte Menschen zu bewerten und zu verurteilen. Ganz große Leseempfehlung! Auch wenn es schon auch sehr traurig ist, weil es eben viel über Tod und Trauer geht aber eben auch um Liebe, Familie, Zusammenhalt!
Tolles Buch...
Gretas Männer ist ein wunderbares, emotionales und poetisch geschriebenes Buch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Die Geschichte rund um Greta, die fünfmal verheiratet war und deren Ehemänner bis auf einen kurz nach der Hochzeit starben, ist außergewöhnlich, bewegend und voller Geheimnisse. Besonders schön fand ich die Verbindung zwischen Greta und ihrer Enkelin Lola. Als Lola ihre kleine Tochter nach der ihr unbekannten Großmutter benennt, brechen alte Familienkonflikte wieder auf. Aus Neugier sucht sie Greta auf und erfährt dabei Stück für Stück die beeindruckende Lebensgeschichte ihrer Großmutter. Der Schreibstil ist poetisch, atmosphärisch und voller Gefühl. Man taucht tief in die Geschichte ein und möchte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Figuren wirken lebendig und authentisch, ihre Schicksale berühren und bleiben lange im Gedächtnis. Für mich war dieses Buch ein echtes Leseerlebnis – emotional, spannend und wunderschön erzählt. Absolut empfehlenswert für alle, die Familiengeschichten mit Tiefe, Geheimnissen und viel Gefühl lieben

Unerwartetes Monatshighlight ❤️
Lola die Enkelin von Greta erhält einen Brief für ihre kkeine Tochter die nach der Großmutter benannt ist. Ihre Mutter Marie will davon nichts hören. Diese hat den Kontakt zu Greta abgebrochen. Sie ist im Buch sehr unsympathisch beschrieben. Lola fasst sich ein Herz und besucht ihre Großmutter. Diese freut sich unheimlich und fängt an ihr von vorne alles zu erzählen. Sie erfährt alles. Wieviel Ehen sie eingegangen ist. Warum sie die Bienenkönigin genannt wird, wer der Vater ihrer Tochter ist und wieso kein Kontakt mehr besteht. Das hört sich erstmal langweilig an. Aber ich war sofort von dem Roman eingenommen und bin glücklich ihn gehört zu haben. Die Sprecherin hat eine wunderbare Sprache. Die damalige Zeit ist so bildhaft von der Autorin beschrieben, das es ein Hörgenuss ist. Zum Ende kamen mir sogar die Tränen so liebevoll ist die Geschichte erzählt. Ein grandioser Roman der gehört bzw. gelesen werden sollte!

“Gretas Männer” von Judith Reusch handelt von Lola, Marie und Greta. Greta war fünfmal verheiratet und ihre Tochter Marie hat den Kontakt zu ihr bereits vor der Geburt ihrer eigenen Tochter Lola abgebrochen. Nun tritt Greta mit ihrer Enkelin in Kontakt und erzählt ihr von ihrem Leben in der Hoffnung, die Beziehung zu Marie kitten zu können. Die Prämisse des Hörbuchs fand ich sehr interessant - letztlich die Lebensgeschichte und widersprüchliche gesellschaftliche Bewertung einer Frau, die im Süddeutschland der 1950er-199er ihren eigenen Weg gegangen ist. Die zwei verschiedenen Erzählebenen, die von Fanny Bechert und Irina Scholz gelesen werden, vermitteln den Konflikt von Außenbewertung und Realität der Hauptfigur. Allerdings gelingt es der Autorin nur mäßig, den Bogen sprachlich und emotional zusammenhängend zu schlagen. Gretas rückblickende Erzählung ihres Lebens und ihrer Ehen ist interessant und fesselnd. Der Schreibstil und das Aufeinandertreffen der Figuren im Gegenwarts-Strang scheint allerdings von jemand anderem verfasst worden zu sein. Die Figuren haben keine Chemie untereinander, die Dialoge wirken künstlich, Konflikte aufgebauscht und/oder an den haaren herbei gezogen und schlecht geplottet. Dazwischen Einschübe von Nebenfiguren, die entweder gar keine Rolle spielen, sondern nur eine abweichende (schlechte) Meinung über die Protagonistin wiedergeben sollen oder deren Hintergrund für die Geschichte vollkommen irrelevant ist. Der letztliche Konflikt zwischen Greta und Marie wird aus beiden Sichtweisen zwar erläutert, aber nie gegenübergestellt oder gar gelöst, sodass ich mir dann auch dachte, what’s even the point? Hier hat für mich ganz viel nicht zusammen gepasst (inkl. der Sprecherin, die in einem Satz die Autorin “Isabel All-Ende” erwähnte - sorry, aber diesen Namen sollte man aussprechen können.) - die Geschichte Gretas hat es für mich ein bisschen rausgerissen; wäre das gesamte Buch im Stil von Lolas Gegenwart verfasst worden, hätte ich es abgebrochen. *Das Hörbuch wurde mir kostenfrei vom Verlag zur Verfügung gestellt.
🅆🄴🅁🄱🅄🄽🄶 📝 Rezension 📚 Rezensionsexemplar / Roman #listverlag #Ullsteinverlag #judithReusch #GretasMänner ❓️Warum wollte ich das Buch lesen? Sagen wir mal so, es war wohl Schicksal. Die Autorin ist nicht nur meine Namensvetterin, sondern teilt auch Hobbys mit mir, das Backen und Nähen. Dadurch ist sie tatsächlich auf mich aufmerksam geworden. Anfangs dachte ich noch, klingt das vielleicht ein wenig nach 𝐃𝐢𝐞 𝐬𝐢𝐞𝐛𝐞𝐧 𝐌ä𝐧𝐧𝐞𝐫 𝐝𝐞𝐫 𝐄𝐯𝐞𝐥𝐲𝐧 𝐇𝐮𝐠𝐨 von Tayler Jenkins Reid? (Spoiler: Nein!) Und auch das Cover war auf den ersten Blick nicht unbedingt meins. Aber manchmal sollte man Geschichten einfach eine Chance geben. Irgendetwas in mir sagte, dass mir dieses Buch gefallen könnte. Und dann hielt ich Gretas Männer auch schon in den Händen. 🧠 Meine Meinung: Eigentlich wollte ich nur kurz reinlesen, wirklich nur kurz. Doch schon auf den ersten Seiten gab es Sätze, die mich tief berührt haben. Worte, die wunderschön waren und gleichzeitig zum Nachdenken angeregt haben. Dann kam dieser Brief von Greta an Greta und spätestens da war es vorbei mit dem „nur mal reinlesen“. Plötzlich war ich komplett gefangen in dieser Geschichte rund um Greta, Marie und Lola. Was für ein unglaublich tolles Buch und so besonders. Dieses Buch hat mich mitten ins Herz getroffen. Vor allem Greta hat mich absolut fasziniert. Sie ist so eine starke, charismatische Frau und gleichzeitig unglaublich verletzlich. Genau diese Mischung hat sie für mich so echt gemacht. Man spürt ihren Schmerz, ihre Verluste, aber auch ihre Stärke und ihr Durchhaltevermögen. Ich habe jede Szene mit ihr geliebt. Greta ist eine Figur, die im Herzen bleibt. Aber auch Lola habe ich unglaublich gemocht. Weil sie eben nicht einfach alles glaubt, was man ihr erzählt. Weil sie hinterfragt. Weil sie mutig genug ist, gegen dieses typische Schubladendenken anzugehen. Genau das hat sie für mich so taff und bewundernswert gemacht. Denn genau darum geht es in dieser Geschichte auch. Wie schnell Menschen urteilen. Wie schnell man andere abstempelt, ohne die Wahrheit zu kennen. Mal ehrlich, was würdet ihr denken, wenn jemand fünfmal verheiratet war und alle fünf Männer gestorben sind? Und wenn die eigene Familie diese Frau dann noch mit einer Bienenkönigin vergleicht, deren Männer nach der Paarung sterben? Die meisten hätten ihre Meinung vermutlich sofort gebildet. Genau deshalb mochte ich Lola so sehr, weil sie eben mehr sehen wollte als nur Gerüchte und Vorurteile. Diese Geschichte hat etwas unglaublich Wertvolles. Sie erinnert daran, dass es immer mehr als eine Seite gibt. Dass man hinterfragen sollte. Zuhören sollte. Verstehen sollte. Und dabei war dieses Buch auch noch unfassbar emotional. Teilweise hatte ich wirklich Angst weiterzulesen, weil mich jede Szene so bewegt hat. Ich kann nur sagen, haltet die Taschentücher bereit. Für mich ist Gretas Männer ein absolutes Herzensbuch geworden und ich bin dankbar dafür, dass das Schicksal uns zusammengeführt hat. Die kleine Greta ist jetzt bestimmt sehr stolz auf ihren Namen. ✅️ Fazit: Gretas Männer ist ein emotionales, bewegendes und unglaublich starkes Buch, das mich tief berührt hat. Eine generationsübergreifende Geschichte über Vorurteile, Familie, Verlust und darüber, wie wichtig es ist, hinter Fassaden zu schauen. Dieses Buch verdient so viel mehr Aufmerksamkeit. Für mich ist es ein absolutes Highlight und bekommt verdient meine höchste Auszeichnung: Prädikat Lieblingsbuch ♡ 🔎 Worum geht’s? Greta war fünfmal verheiratet und alle ihre Männer sind tot. In der Familie wird sie deshalb nur noch „die Bienenkönigin“ genannt. Während ihre Tochter Marie jeglichen Kontakt abgebrochen hat, beginnt Enkelin Lola Fragen zu stellen. Wer war Greta wirklich? Und was steckt hinter all den Geschichten und Vorurteilen?

Fünfmal die große Liebe? 💔🖤 ★★★★★ Absolut mitreißend – ein Hörbuch, das einen nicht mehr loslässt 🎧✨ und auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit verdient!
Was für ein intensives, berührendes und klug erzähltes Hörerlebnis! Dieses Hörbuch hat mich von der ersten Minute an gepackt und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. 💫 Die Sprecherin ist schlichtweg grandios. Mit ihrer anmutigen, klaren und unglaublich feinfühligen Stimme trifft sie jede Emotion genau ins Herz. 💔✨ Besonders die Dialoge im schwäbischen Dialekt sind ein echtes Highlight, so lebendig, so authentisch, dass man das Gefühl hat, mitten im Geschehen zu sein. 🗣️ Und dann Greta… Ihre Geschichte hat mich tief bewegt. Mehr als einmal hatte ich Tränen in den Augen 😢 und im nächsten Moment musste ich wieder schmunzeln. 😊 Sie wird verurteilt, abgestempelt als „Bienenkönigin“, ohne dass irgendjemand wirklich versteht, warum sie so gehandelt hat. Selbst Marie, die eigene Tochter stellt sich gegen sie. Doch genau hier entfaltet der Roman seine ganze Stärke. Greta ist keine einfache Figur, sie ist vielschichtig, mutig und zutiefst menschlich. ❤️ Ihre Entscheidungen sind geprägt von Liebe, Verantwortung und oft auch von selbstloser Fürsorge. Und genau diese Vielschichtigkeit macht die Geschichte so unglaublich intensiv. Was die Geschichte zeigt ist, dass was für die eine Person ein Akt der Liebe ist, kann für eine andere sehr verletzend oder kaum erträglich sein. Deswegen nimmt die Perspektive der Tochter Marie einen großen Teil der Geschichte ein und ehrlich gesagt: Ich konnte für sie kaum Sympathie empfinden. 😬 Ihre bockige, sture Art wirkt selbst im Erwachsenenalter kindlich, fast trotzig. Statt Verständnis zeigt sie vor allem Egoismus, und ihr Verhalten gegenüber Greta empfand ich stellenweise als regelrecht abstoßend. 🚫 Sie hat ihr Leben lang nicht mal versucht ihre Mutter zu verstehen ... Ich habe mitgefiebert, mitgelitten, hin und wieder geschmunzelt und dieses Hörbuch regelrecht verschlungen. 📖🔥 Ein echter 5 Sterne Roman, der emotional komplett einnimmt und lange nachhallt. Ein Hörbuch, das unter die Haut geht. Großartig erzählt, tief bewegend und absolut fesselnd. Riesige Empfehlung – 5 Sterne! ⭐⭐⭐⭐⭐

Gretas Männer von Judith Reusch ist ein berührender und hochemotionaler Roman über Greta, ihre fünf Männer, ihre Töchter Marie und Hedie, ihre Enkelin Lola und Urenkelin Greta, der im Zeitraum von siebzig Jahren spielt. Während des Zweiten Weltkriegs wird die kleine Greta zu einer Pastorenfamilie aufs Land geschickt. Nach dem Tod ihrer Eltern bei einem Bombenangriff, schickt der Pastor sie zu einer befreundeten kinderreichen Pastorenfamilie in Stuttgart. Mit der Kinderbetreuung verdient sie sich ihren Lebensunterhalt. Im Jahr 1954 macht sie das Abitur. Zum Abitur bekommt sie eine Fahrt zum Stadtfest in Gruppingen, wo der Bruder der Pastorenfrau ein Stoffgeschäft besitzt. In seinem Geschäft macht sie eine Ausbildung zur Näherin. Ihren ersten Mann lernt Greta in Gruppingen kennen. Doch mit keinem ihrer ersten vier Männer ist ihr eine lange Zeit vergönnt, erst mit Gernot, ihrem fünften Mann darf sie alt werden. Lola, 30, ist Gretas Enkelin. Sie hat ihre Großmutter nie kennengelernt, da ihre Mutter Marie den Kontakt bereits vor Jahrzehnten abgebrochen hat. Als Lola Mutter wird, platziert sie die Geburtsanzeige ihrer kleinen Tochter Greta prominent in der Lokalzeitung, und ihr Wunsch, dass Gretas Urgroßmutter die Anzeige liest, geht in Erfüllung: Greta schreibt ihrer Urenkelin einen Brief und der Stein kommt ins Rollen, Lola besucht ihre Großmutter in der Wohnanlage, in der diese mit ihrem demenzkranken Mann lebt. Von nun an kommt Lola regelmäßig und Greta erzählt ihr ihre Geschichte. Sehr berührt hat mich das Schicksal der kleinen Hedie, die Gretas dritter Mann in die Ehe gebracht hat. Greta hat das entwicklungsverzögerte kleine Mädchen von Anfang an ins Herz geschlossen, ganz im Gegensatz zu Marie, die auf Hedie eifersüchtig war und diese nie als ihre große Schwester akzeptiert hat. Einer meiner Lieblingscharaktere ist Gretas Mann Gernot, der früher Frauenarzt war. Er erinnert sich nicht mehr an die dreißig Ehejahre mit Greta, dafür aber an seine Berufsjahre. „Die Erinnerung ist ein komischer, launischer Vogel, der sich die Rosinen herauspickt aus der reich gedeckten Tafel des Lebens. Oder nein, nicht einmal die Rosinen. Nicht das Besondere. Es sind wahllos und scheinbar zufällig herausgepickte Körner. Nicht die auffälligsten und schönsten, nicht die süßesten oder bittersten. Einfach nur irgendwelche.“ (S. 265) Ich habe das Buch an zwei Tagen verschlugen. Judith Reusch schreibt fesselnd und bildhaft, ich wünsche Gretas Männer viele begeisterte Leser*innen und empfehle euch das Buch gerne weiter. Wer lieber hört, dem empfehle ich das Hörbuch, wunderbar eingelesen von Fanny Bechert. „Solange man bei klarem Verstand ist, kann man doch noch Dinge tun, Bücher lesen, Orte besuchen … Dinge tun? Mit sechsundachtzig? Die Dinge, die ich noch tun kann, habe ich schon tausendmal gemacht. Dinge sind interessant, wenn man sie zum ersten Mal tut. Man pflanzt einen Baum zur Geburt des Kindes, man sieht das erste Mal das Lächeln seiner Tochter, man bringt dem Sohn das Fahrradfahren bei. … Aber mit sechsundachtzig? Nichts ist mir mehr neu. Die ersten fünfzig Jahre des Lebens sind Text. Der Rest ist Kommentar. Das ist klug. Ist das von Ihnen? Nein. Auch diesen Satz habe nicht ICH zum ersten Mal gesagt, sondern Schopenhauer.“ (S. 139)
Es war kurzweilig ganz unterhaltsam
Der Anfang war viel versprechend doch von Kapitel zu Kapitel hat es mich immer mehr verloren. Ich dachte, es würde mehr dahinter stecken als die Erzählungen über jeden Mann und das Ende des Buches konnte mich absolut nicht überzeugen. Wirklich nett aber nichts was man nicht auch verpassen kann.
Greta ist eine aussergewöhnliche Frau. Fünfmal hat sie geheiratet, doch leider starben fast alle Männer recht kurz nach der Hochzeit. In ihrer Familie wird sie „die Bienenkönigin“ genannt. Es gibt viele Gerüchte um sie, doch was genau passiert ist, weiß nur Greta allein. Die Handlung startet in der Gegenwart. Die Enkelin von Greta, Lola, ist gerade Mama geworden und benennt ihre Tochter nach der Großmutter, die sie nicht kennt. Ihre Mutter ist verletzt, der lange verdrängte Familienkonflikt kommt wieder auf den Tisch. Lolas Mutter hat sich vor vielen Jahren von ihrer Mutter Greta abgewandt. Der Grund dafür bleibt ihr Geheimnis. Doch Lola ist neugierig geworden und besucht ihre Großmutter. Da beginnt Greta ihr zu erzählen, von ihrem Leben, von ihren Männern. Hier erwartet den Leser ein vielschichtiger Generationenroman, der von einer selbstbestimmten Frau und deren Leben erzählt. Für mich wirkte das Buch unwahrscheinlich lebendig. Durch die verschiedenen Zeitebenen kam durch den Perspektivwechsel auch noch Spannung in das Buch. Greta wird von außen kritisch beobachtet. Im Buch finden wir Briefe von unterschiedlichen Personen, die mit ihr zu tun hatten und hier ihre Meinung mitteilen. Diese andere Betrachtung brachte noch sehr viel mehr Tiefe in die Geschichte. Greta wurde nicht als „schwarze Witwe“ dargestellt, sondern als eine selbstbewusste und eigenständige Frau, die sich immer weiter entwickelt hat. Die Sprache ist ganz klar, manchmal fast poetisch. Es gibt leise, humorvolle Momente, viel emotionale Tiefe und natürlich auch traurige Erinnerungen. Spannend zieht sich die Frage durch den Roman: Wer war Greta wirklich? Wie sehr wird das Bild eines Menschen durch Vorurteile und Gerüchte geprägt? Sehr aktuell und regt den Leser an sich selbst zu hinterfragen. Ein großartiger, sehr berührender und klug erzählter Roman über das Leben einer Frau, die sich oft abseits gesellschaftlicher Normen bewegt. Leise, ehrlich und so menschlich. Eine ganz große Empfehlung von mir.
Wow! Ein eindringlicher Roman über eine starke und selbstbestimmte Frau
"Gretas Männer" von Judith Reusch ist ein leiser und eindringlicher Roman über eine selbstbestimmte Frau, den ich als Hörbuch gehört habe. Eingelesen wird er von Fanny Bechert und Irina Scholz. Als Lola ihr zweites Kind nach ihrer Großmutter Greta benennt, gibt es Streit: mit ihrer Mutter Marie, die behauptet keine Mutter zu haben, die sich sämtlichen Fragen ihrer Tochter verweigert. Greta, mittlerweile 87 Jahre alt, schreibt ihrer Urenkelin einen Brief. Nach einigen Überlegungen und dem erneuten erfolglosen Versuch, von ihrer Mutter Marie mehr zu erfahren macht sich Lola auf den Weg zu ihrer Großmutter. Einer Großmutter, die fünfmal verheiratet war und in der Familie als Enfant terrible gilt, denn ihre Männer sind bis auf einen alle verstorben. Sie wird deshalb die Bienenkönigin genannt. Nach und nach entfaltet sich in diesem Roman die Geschichte von Greta von der Jugend in den 50er Jahren bis ins hohe Alter. Aus den Perspektiven von Greta selbst und ihrer Enkelin Lola erfahren wir immer mehr über sie und ihre Ehemänner. Wir lernen Greta näher kennen und mit ihr eine unglaublich starke Frau mit einer außergewöhnlichen Lebensgeschichte. Ihre Tochter Marie leugnet ihre Existenz, will über ihre Mutter nicht sprechen, hat alle Erinnerungen an sie aus ihrem Haus verbannt. Das Hörbuch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen und je mehr ich über Greta und ihre Männer erfahren habe, umso mehr mochte ich sie und umso weniger ihre verbitterte Tochter Marie. Ich hätte es genauso gemacht wie Lola und den Kontakt zu Greta gesucht. Reusch schildert uns die Geschichte Gretas in leiser Art und ohne Effekthascherei. Je länger ich gehört habe, desto mehr konnte ich mir ein Bild von Greta machen und hatte sie vor Augen. Ein Leben geprägt von Verlusten, aber auch Glück. Eine unglaublich starke Frau, die ihren Weg geht. Und sie hat Gründe, diesen Weg genau so zu gehen und nicht anders. Dabei sind das Getratsche und die Vorurteile anderer für sie nebensächlich. Der Schreibstil passt zu den Charakteren, die Hörbuchsprecherinnen interpretieren die Personen großartig. Der Roman zeigt außerdem auf, wie wichtig es ist, in den Familien auch über längst Vergangenes vorbehaltlos zu sprechen und auch Fragen zu beantworten. Ein Roman, den ich sehr gerne gehört habe und uneingeschränkt weiterempfehlen möchte. Er wird mir im Gedächtnis bleiben! Für dieses Highlight gebe ich gerne volle 5 Sterne! Aber lest oder hört selbst: es lohnt sich!
„Die ersten 50 Jahre des Lebens sind Text, der Rest ist Kommentar.“
Ich habe das Hörbuch gehört. Ein unterhaltsames Buch mit viel Charme und Humor. Besonders der schwäbische Akzent und Herr Wenzel sind großartig gesprochen. Der Reiz der Geschichte liegt im Rückblick auf Gretas Liebesleben und die verschiedenen Männerfiguren, die jeweils für unterschiedliche Lebensphasen stehen, dadurch entsteht ein Mosaik aus Erinnerungen und Emotionen. Die unterschiedlichen Sichtweisen von Greta und Marie machen das Ganze zusätzlich spannend, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass Marie stärker auf Gretas Memoiren eingeht. Insgesamt ein schöner Roman über die Liebe und das Leben.

GRETAS MÄNNER Judith Reusch ET: 26.02.26 "Ich bereue nichts. Nichts, was ich getan habe. Ich bereue nur das, was ich nicht getan habe.“ (Kapitel 13) Die 30-jährige Lola hat ihre Großmutter Greta nie kennengelernt. Ihre Mutter Marie wollte das nie – zu viel ist zwischen ihr und Greta vorgefallen. Seit ihrem Studium hat Marie keinen Kontakt mehr zu ihr. Allein die Tatsache, dass Greta fünfmal verheiratet war, ist für sie kaum zu ertragen. „Alle ihre Männer hat sie unter die Erde gebracht“, witzelte sie auf Familienfeiern. Verzeihen konnte Marie ihrer Mutter nie – und so war es für sie nur konsequent, auch Lola den Kontakt zu verbieten. Doch als Lola selbst ein kleines Mädchen zur Welt bringt, trifft sie eine Entscheidung, die alles verändert: Sie nennt ihre Tochter Greta. Sehr zum Missfallen ihrer Mutter schaltet sie zudem eine Geburtsanzeige in der lokalen Zeitung. Wenige Tage später erhält die kleine Greta Post von ihrer Urgroßmutter – die ganz in der Nähe in einer Seniorenresidenz lebt. Lolas Neugier ist geweckt. Sie beschließt, die „Persona non grata“, wie Marie sie nennt, zu besuchen. Und dort bekommt Greta zum ersten Mal die Möglichkeit, ihre eigene Version der Geschichte zu erzählen. Mit jedem Stück, das sie preisgibt, lernen nicht nur Lola, sondern auch wir sie und ihr Leben besser kennen. Was für eine berührende Geschichte. Greta ist eine unglaublich warmherzige Frau, die man sofort ins Herz schließt. So ehrlich und nah erzählt sie von ihrem Leben und all den Verlusten, die sie geprägt haben. Besonders gefielen mir Lulus Assoziationen zwischen Menschen und Blumen. Auch die Einschübe anderer Personen, die ihre Sicht auf Greta schildern, haben der Geschichte noch einmal mehr Tiefe gegeben. Ich durfte das Buch nicht nur lesen, sondern auch parallel das Hörbuch hören, das von Irina Scholz und Fanny Bechert sehr stimmungsvoll eingesprochen wurde. Fazit: Eine berührende, authentische Familiengeschichte mit viel Gefühl und starken Figuren. Für mich eines der schönsten Generationsromane der letzten Zeit. 5/5

Wunderschönes Buch
Eine Geschichte, die ans Herz geht. Emotional, sympathisch und echt. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Ich liebe die Zeit, wenn es zurück in den 50er oder 60er Jahren geht.  Man hatte immer wieder Rückblicke von damals und heute. Ich konnte die Protagonisten alles sehr gut verstehen und deswegen bin ich nur so durch die Seiten geflogen. Absolute Leseempfehlung
In Gretas Männer erzählt Judith Reusch die Geschichte einer Frau, die fünfmal liebt, mehrfach verliert und trotzdem ihren eigenen Weg geht. Greta ist keine leise Figur. Sie ist stolz, eigenwillig, unbequem. Und genau das mochte ich sehr. Der Roman liest sich flüssig, trägt einen durch die Jahrzehnte und entfaltet ein Generationenpanorama, das viele Fragen nach weiblicher Selbstbestimmung und familiären Brüchen aufwirft. Vor allem Greta selbst ist für mich die große Stärke des Buches, als Figur hat sie mich wirklich beeindruckt. Gleichzeitig gab es Momente, in denen ich innerlich einen kleinen Schritt zurückgetreten bin. Besonders die Intensität der Ablehnung, die Marie ihrer Mutter entgegenbringt, blieb für mich nicht in jeder Phase vollkommen greifbar. Ich hätte mir an manchen Stellen mehr Zwischentöne gewünscht, mehr leise Entwicklung statt unmittelbarer Wucht. Für mich war „Gretas Männer“ eine gut lesbare, unterhaltsame Lektüre mit einer starken Hauptfigur, auch wenn ich emotional nicht durchgehend mit allen Konflikten verschmelzen konnte.
Kluges Buch über Familienkonflikte
Dieses Buch kam zu einem Zeitpunkt in mein Leben. Als ich es wirklich gebraucht habe – das wusste ich natürlich erst, nachdem ich es gelesen habe. Es gab mir Trost und Reflektionen in einer schwierigen Situation. Damit ist diese jetzt nicht bewältigt, aber ein bisschen Salbe ist schon drauf! Marie ist wütend, und zwar dauerhaft! Auf ihre Mutter, die sie nur Bienenkönigin nennt und zu der sie schon seit Jahrzehnten keinen Kontakt mehr hat. Ihr Name darf nicht ausgesprochen werden, und auch sonst wird Greta nur negativ beleuchtet. Als Maries Tochter Lola einem Mädchen, das Leben schenkt, nennt sie diese auf Wunsch des Vaters Greta. Lola nimmt das zum Anlass, nach ihrer Oma zu forschen. Doch alle Fragen bleiben unbeantwortet und so macht sie sich alleine auf den Weg, sie zu suchen. In einem Seniorenheim wird sie fündig und Greta erzählt ihr ihre Version ihres Lebens. Warum war sie fünf mal verheiratet? Und was ist eigentlich das Problem von Marie? Es entspinnt sich die Geschichte einer Frau, der das Schicksal nicht immer gewogen war und die trotzdem zu sich selbst und ihren Bedürfnissen steht Judith Reusch hat die Komplexität von Familienkonflikten sehr anschaulich zu Papier gebracht. Hier gibt es keine Seite, der man eindeutig Recht geben könnte. Alles hat irgendwo seine Berechtigung. Marie hat mich zwar oft mit Kopfschütteln zurückgelassen, aber auch solche Menschen gibt es in Familien. Ich fand es gut wie mit ihr um umgegangen wurde. Greta, die hübsche, zierliche, integere Frau, hat auch nicht immer alles richtig gemacht, aber sie hatte auch viel auszuhalten. Sie hat bedingungslos geliebt, ohne etwas zu erwarten, musste aber feststellen, dass es Menschen gibt, die nur lieben können, wenn sie dafür auch etwas bekommen. Ich hätte gerne noch mehr über Marie erfahren und ihren Umgang mit dem Konflikt im Rückblick. Das Ende ist aber nicht auserzählt, was ich einerseits bedauerlich, aber andererseits auch sehr gut finde. Die Männer kommen in diesem Buch übrigens besonders gut weg (also Empfehlung an diese kleine Buch Bubble hier, die sich immer darüber beschwert, dass es zu viel Männer Hass in der Literaturbranche gibt – lest dieses Buch, hier werdet ihr geliebt😉) Sie sind emotional anwesend, lassen ihren Frauen Freiraum und grenzen sich trotzdem ab. Fast wie im Märchen.😁 Die stilistischen Elemente, die Judith Reusch gewählt hat, machen den Roman ziemlich abwechslungsreich, mal erzählt, Lola, mal, Marie, Greta liest ihre Geschichte vor, und dann wiederum gibt es weitere Erzählstil, die einen wichtigen Part zum Leben der Protagonist*innen beigetragen haben. Das Buch zeigt hervorragend, wie sich Familienkonflikte von Generation zu Generation weiter tragen können, wenn nicht eine Person kommt und sie durchbricht. Dieser Gedanke treibt auch mich gerade um. Die Rolle einer Mutter wird hier auf verschiedenste Art und Weise definiert und bietet Leserinnen die Möglichkeit ihre eigene zu überdenken. Eine große Leseempfehlung für alle, die Romane über komplexe Beziehungen mögen und einen abwechslungsreichen Erzählstil schätzen
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Fünfmal die große Liebe - Ein fesselnder Roman über eine Frau, die immer wieder nach vorn blickt
Greta war fünfmal verheiratet, und alle Ehemänner bis auf einen sind kurz nach der Hochzeit gestorben. »Die Bienenkönigin« nennt man sie in der Familie. Als ihre Enkelin Lola ihre kleine Tochter nach der unbekannten Großmutter benennt, bricht ein jahrzehntealter Familienkonflikt wieder auf. Warum hat Lolas Mutter Marie den Kontakt zu Greta abgebrochen? Neugierig besucht Lola die 87-Jährige und entdeckt hinter den Gerüchten eine Frau mit einer außergewöhnlichen Lebensgeschichte. Von den 1950er Jahren bis heute entfaltet sich ein bewegendes Panorama weiblicher Selbstbestimmung, tragischer Verluste und unerwarteten Glücks.
Für Fans von Susanne Abel und Dörte Hansen.
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1. Buch im Mai beendet und schon ein Monatshighlight!!! Innerhalb von drei Tagen ausgelesen, das sagt wohl alles!!! Greta war fünf mal verheiratet, von ihrer Verwandtschaft wird sie "die Bienenkönigin" genannt, weil jeder ihrer Ehemänner verstirbt. Zu ihrer Tochter Marie und ihrer Enkelin Lola hat sie keinen Kontakt. Als Lola und ihr Mann beschließen ihre neugeborene Tochter nach ihrer Urgroßmutter zu benennen. Das passt Lolas Mutter Marie gar nicht. Lola begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit, was ist zwischen ihrer Mutter und ihrer Großmutter vorgefallen? Lola besucht Greta und diese liest ihr in regelmäßigen Abständen aus ihrem Tagebuch vor. Sehr spannend geschriebener Roman, man möchte immer weiterlesen und erfahren was Greta alles erlebt hat. Sehr sympathische Charaktere, ich mochte sowohl Greta als auch Lola total gerne. Marie war etwas nervig, weil sie einfach so stur war. Dieses Buch zeigt deutlich das nichts so ist wie es von außen scheint und das man vorsichtig sein sollte Menschen zu bewerten und zu verurteilen. Ganz große Leseempfehlung! Auch wenn es schon auch sehr traurig ist, weil es eben viel über Tod und Trauer geht aber eben auch um Liebe, Familie, Zusammenhalt!
Tolles Buch...
Gretas Männer ist ein wunderbares, emotionales und poetisch geschriebenes Buch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Die Geschichte rund um Greta, die fünfmal verheiratet war und deren Ehemänner bis auf einen kurz nach der Hochzeit starben, ist außergewöhnlich, bewegend und voller Geheimnisse. Besonders schön fand ich die Verbindung zwischen Greta und ihrer Enkelin Lola. Als Lola ihre kleine Tochter nach der ihr unbekannten Großmutter benennt, brechen alte Familienkonflikte wieder auf. Aus Neugier sucht sie Greta auf und erfährt dabei Stück für Stück die beeindruckende Lebensgeschichte ihrer Großmutter. Der Schreibstil ist poetisch, atmosphärisch und voller Gefühl. Man taucht tief in die Geschichte ein und möchte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Figuren wirken lebendig und authentisch, ihre Schicksale berühren und bleiben lange im Gedächtnis. Für mich war dieses Buch ein echtes Leseerlebnis – emotional, spannend und wunderschön erzählt. Absolut empfehlenswert für alle, die Familiengeschichten mit Tiefe, Geheimnissen und viel Gefühl lieben

Unerwartetes Monatshighlight ❤️
Lola die Enkelin von Greta erhält einen Brief für ihre kkeine Tochter die nach der Großmutter benannt ist. Ihre Mutter Marie will davon nichts hören. Diese hat den Kontakt zu Greta abgebrochen. Sie ist im Buch sehr unsympathisch beschrieben. Lola fasst sich ein Herz und besucht ihre Großmutter. Diese freut sich unheimlich und fängt an ihr von vorne alles zu erzählen. Sie erfährt alles. Wieviel Ehen sie eingegangen ist. Warum sie die Bienenkönigin genannt wird, wer der Vater ihrer Tochter ist und wieso kein Kontakt mehr besteht. Das hört sich erstmal langweilig an. Aber ich war sofort von dem Roman eingenommen und bin glücklich ihn gehört zu haben. Die Sprecherin hat eine wunderbare Sprache. Die damalige Zeit ist so bildhaft von der Autorin beschrieben, das es ein Hörgenuss ist. Zum Ende kamen mir sogar die Tränen so liebevoll ist die Geschichte erzählt. Ein grandioser Roman der gehört bzw. gelesen werden sollte!

“Gretas Männer” von Judith Reusch handelt von Lola, Marie und Greta. Greta war fünfmal verheiratet und ihre Tochter Marie hat den Kontakt zu ihr bereits vor der Geburt ihrer eigenen Tochter Lola abgebrochen. Nun tritt Greta mit ihrer Enkelin in Kontakt und erzählt ihr von ihrem Leben in der Hoffnung, die Beziehung zu Marie kitten zu können. Die Prämisse des Hörbuchs fand ich sehr interessant - letztlich die Lebensgeschichte und widersprüchliche gesellschaftliche Bewertung einer Frau, die im Süddeutschland der 1950er-199er ihren eigenen Weg gegangen ist. Die zwei verschiedenen Erzählebenen, die von Fanny Bechert und Irina Scholz gelesen werden, vermitteln den Konflikt von Außenbewertung und Realität der Hauptfigur. Allerdings gelingt es der Autorin nur mäßig, den Bogen sprachlich und emotional zusammenhängend zu schlagen. Gretas rückblickende Erzählung ihres Lebens und ihrer Ehen ist interessant und fesselnd. Der Schreibstil und das Aufeinandertreffen der Figuren im Gegenwarts-Strang scheint allerdings von jemand anderem verfasst worden zu sein. Die Figuren haben keine Chemie untereinander, die Dialoge wirken künstlich, Konflikte aufgebauscht und/oder an den haaren herbei gezogen und schlecht geplottet. Dazwischen Einschübe von Nebenfiguren, die entweder gar keine Rolle spielen, sondern nur eine abweichende (schlechte) Meinung über die Protagonistin wiedergeben sollen oder deren Hintergrund für die Geschichte vollkommen irrelevant ist. Der letztliche Konflikt zwischen Greta und Marie wird aus beiden Sichtweisen zwar erläutert, aber nie gegenübergestellt oder gar gelöst, sodass ich mir dann auch dachte, what’s even the point? Hier hat für mich ganz viel nicht zusammen gepasst (inkl. der Sprecherin, die in einem Satz die Autorin “Isabel All-Ende” erwähnte - sorry, aber diesen Namen sollte man aussprechen können.) - die Geschichte Gretas hat es für mich ein bisschen rausgerissen; wäre das gesamte Buch im Stil von Lolas Gegenwart verfasst worden, hätte ich es abgebrochen. *Das Hörbuch wurde mir kostenfrei vom Verlag zur Verfügung gestellt.
🅆🄴🅁🄱🅄🄽🄶 📝 Rezension 📚 Rezensionsexemplar / Roman #listverlag #Ullsteinverlag #judithReusch #GretasMänner ❓️Warum wollte ich das Buch lesen? Sagen wir mal so, es war wohl Schicksal. Die Autorin ist nicht nur meine Namensvetterin, sondern teilt auch Hobbys mit mir, das Backen und Nähen. Dadurch ist sie tatsächlich auf mich aufmerksam geworden. Anfangs dachte ich noch, klingt das vielleicht ein wenig nach 𝐃𝐢𝐞 𝐬𝐢𝐞𝐛𝐞𝐧 𝐌ä𝐧𝐧𝐞𝐫 𝐝𝐞𝐫 𝐄𝐯𝐞𝐥𝐲𝐧 𝐇𝐮𝐠𝐨 von Tayler Jenkins Reid? (Spoiler: Nein!) Und auch das Cover war auf den ersten Blick nicht unbedingt meins. Aber manchmal sollte man Geschichten einfach eine Chance geben. Irgendetwas in mir sagte, dass mir dieses Buch gefallen könnte. Und dann hielt ich Gretas Männer auch schon in den Händen. 🧠 Meine Meinung: Eigentlich wollte ich nur kurz reinlesen, wirklich nur kurz. Doch schon auf den ersten Seiten gab es Sätze, die mich tief berührt haben. Worte, die wunderschön waren und gleichzeitig zum Nachdenken angeregt haben. Dann kam dieser Brief von Greta an Greta und spätestens da war es vorbei mit dem „nur mal reinlesen“. Plötzlich war ich komplett gefangen in dieser Geschichte rund um Greta, Marie und Lola. Was für ein unglaublich tolles Buch und so besonders. Dieses Buch hat mich mitten ins Herz getroffen. Vor allem Greta hat mich absolut fasziniert. Sie ist so eine starke, charismatische Frau und gleichzeitig unglaublich verletzlich. Genau diese Mischung hat sie für mich so echt gemacht. Man spürt ihren Schmerz, ihre Verluste, aber auch ihre Stärke und ihr Durchhaltevermögen. Ich habe jede Szene mit ihr geliebt. Greta ist eine Figur, die im Herzen bleibt. Aber auch Lola habe ich unglaublich gemocht. Weil sie eben nicht einfach alles glaubt, was man ihr erzählt. Weil sie hinterfragt. Weil sie mutig genug ist, gegen dieses typische Schubladendenken anzugehen. Genau das hat sie für mich so taff und bewundernswert gemacht. Denn genau darum geht es in dieser Geschichte auch. Wie schnell Menschen urteilen. Wie schnell man andere abstempelt, ohne die Wahrheit zu kennen. Mal ehrlich, was würdet ihr denken, wenn jemand fünfmal verheiratet war und alle fünf Männer gestorben sind? Und wenn die eigene Familie diese Frau dann noch mit einer Bienenkönigin vergleicht, deren Männer nach der Paarung sterben? Die meisten hätten ihre Meinung vermutlich sofort gebildet. Genau deshalb mochte ich Lola so sehr, weil sie eben mehr sehen wollte als nur Gerüchte und Vorurteile. Diese Geschichte hat etwas unglaublich Wertvolles. Sie erinnert daran, dass es immer mehr als eine Seite gibt. Dass man hinterfragen sollte. Zuhören sollte. Verstehen sollte. Und dabei war dieses Buch auch noch unfassbar emotional. Teilweise hatte ich wirklich Angst weiterzulesen, weil mich jede Szene so bewegt hat. Ich kann nur sagen, haltet die Taschentücher bereit. Für mich ist Gretas Männer ein absolutes Herzensbuch geworden und ich bin dankbar dafür, dass das Schicksal uns zusammengeführt hat. Die kleine Greta ist jetzt bestimmt sehr stolz auf ihren Namen. ✅️ Fazit: Gretas Männer ist ein emotionales, bewegendes und unglaublich starkes Buch, das mich tief berührt hat. Eine generationsübergreifende Geschichte über Vorurteile, Familie, Verlust und darüber, wie wichtig es ist, hinter Fassaden zu schauen. Dieses Buch verdient so viel mehr Aufmerksamkeit. Für mich ist es ein absolutes Highlight und bekommt verdient meine höchste Auszeichnung: Prädikat Lieblingsbuch ♡ 🔎 Worum geht’s? Greta war fünfmal verheiratet und alle ihre Männer sind tot. In der Familie wird sie deshalb nur noch „die Bienenkönigin“ genannt. Während ihre Tochter Marie jeglichen Kontakt abgebrochen hat, beginnt Enkelin Lola Fragen zu stellen. Wer war Greta wirklich? Und was steckt hinter all den Geschichten und Vorurteilen?

Fünfmal die große Liebe? 💔🖤 ★★★★★ Absolut mitreißend – ein Hörbuch, das einen nicht mehr loslässt 🎧✨ und auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit verdient!
Was für ein intensives, berührendes und klug erzähltes Hörerlebnis! Dieses Hörbuch hat mich von der ersten Minute an gepackt und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. 💫 Die Sprecherin ist schlichtweg grandios. Mit ihrer anmutigen, klaren und unglaublich feinfühligen Stimme trifft sie jede Emotion genau ins Herz. 💔✨ Besonders die Dialoge im schwäbischen Dialekt sind ein echtes Highlight, so lebendig, so authentisch, dass man das Gefühl hat, mitten im Geschehen zu sein. 🗣️ Und dann Greta… Ihre Geschichte hat mich tief bewegt. Mehr als einmal hatte ich Tränen in den Augen 😢 und im nächsten Moment musste ich wieder schmunzeln. 😊 Sie wird verurteilt, abgestempelt als „Bienenkönigin“, ohne dass irgendjemand wirklich versteht, warum sie so gehandelt hat. Selbst Marie, die eigene Tochter stellt sich gegen sie. Doch genau hier entfaltet der Roman seine ganze Stärke. Greta ist keine einfache Figur, sie ist vielschichtig, mutig und zutiefst menschlich. ❤️ Ihre Entscheidungen sind geprägt von Liebe, Verantwortung und oft auch von selbstloser Fürsorge. Und genau diese Vielschichtigkeit macht die Geschichte so unglaublich intensiv. Was die Geschichte zeigt ist, dass was für die eine Person ein Akt der Liebe ist, kann für eine andere sehr verletzend oder kaum erträglich sein. Deswegen nimmt die Perspektive der Tochter Marie einen großen Teil der Geschichte ein und ehrlich gesagt: Ich konnte für sie kaum Sympathie empfinden. 😬 Ihre bockige, sture Art wirkt selbst im Erwachsenenalter kindlich, fast trotzig. Statt Verständnis zeigt sie vor allem Egoismus, und ihr Verhalten gegenüber Greta empfand ich stellenweise als regelrecht abstoßend. 🚫 Sie hat ihr Leben lang nicht mal versucht ihre Mutter zu verstehen ... Ich habe mitgefiebert, mitgelitten, hin und wieder geschmunzelt und dieses Hörbuch regelrecht verschlungen. 📖🔥 Ein echter 5 Sterne Roman, der emotional komplett einnimmt und lange nachhallt. Ein Hörbuch, das unter die Haut geht. Großartig erzählt, tief bewegend und absolut fesselnd. Riesige Empfehlung – 5 Sterne! ⭐⭐⭐⭐⭐

Gretas Männer von Judith Reusch ist ein berührender und hochemotionaler Roman über Greta, ihre fünf Männer, ihre Töchter Marie und Hedie, ihre Enkelin Lola und Urenkelin Greta, der im Zeitraum von siebzig Jahren spielt. Während des Zweiten Weltkriegs wird die kleine Greta zu einer Pastorenfamilie aufs Land geschickt. Nach dem Tod ihrer Eltern bei einem Bombenangriff, schickt der Pastor sie zu einer befreundeten kinderreichen Pastorenfamilie in Stuttgart. Mit der Kinderbetreuung verdient sie sich ihren Lebensunterhalt. Im Jahr 1954 macht sie das Abitur. Zum Abitur bekommt sie eine Fahrt zum Stadtfest in Gruppingen, wo der Bruder der Pastorenfrau ein Stoffgeschäft besitzt. In seinem Geschäft macht sie eine Ausbildung zur Näherin. Ihren ersten Mann lernt Greta in Gruppingen kennen. Doch mit keinem ihrer ersten vier Männer ist ihr eine lange Zeit vergönnt, erst mit Gernot, ihrem fünften Mann darf sie alt werden. Lola, 30, ist Gretas Enkelin. Sie hat ihre Großmutter nie kennengelernt, da ihre Mutter Marie den Kontakt bereits vor Jahrzehnten abgebrochen hat. Als Lola Mutter wird, platziert sie die Geburtsanzeige ihrer kleinen Tochter Greta prominent in der Lokalzeitung, und ihr Wunsch, dass Gretas Urgroßmutter die Anzeige liest, geht in Erfüllung: Greta schreibt ihrer Urenkelin einen Brief und der Stein kommt ins Rollen, Lola besucht ihre Großmutter in der Wohnanlage, in der diese mit ihrem demenzkranken Mann lebt. Von nun an kommt Lola regelmäßig und Greta erzählt ihr ihre Geschichte. Sehr berührt hat mich das Schicksal der kleinen Hedie, die Gretas dritter Mann in die Ehe gebracht hat. Greta hat das entwicklungsverzögerte kleine Mädchen von Anfang an ins Herz geschlossen, ganz im Gegensatz zu Marie, die auf Hedie eifersüchtig war und diese nie als ihre große Schwester akzeptiert hat. Einer meiner Lieblingscharaktere ist Gretas Mann Gernot, der früher Frauenarzt war. Er erinnert sich nicht mehr an die dreißig Ehejahre mit Greta, dafür aber an seine Berufsjahre. „Die Erinnerung ist ein komischer, launischer Vogel, der sich die Rosinen herauspickt aus der reich gedeckten Tafel des Lebens. Oder nein, nicht einmal die Rosinen. Nicht das Besondere. Es sind wahllos und scheinbar zufällig herausgepickte Körner. Nicht die auffälligsten und schönsten, nicht die süßesten oder bittersten. Einfach nur irgendwelche.“ (S. 265) Ich habe das Buch an zwei Tagen verschlugen. Judith Reusch schreibt fesselnd und bildhaft, ich wünsche Gretas Männer viele begeisterte Leser*innen und empfehle euch das Buch gerne weiter. Wer lieber hört, dem empfehle ich das Hörbuch, wunderbar eingelesen von Fanny Bechert. „Solange man bei klarem Verstand ist, kann man doch noch Dinge tun, Bücher lesen, Orte besuchen … Dinge tun? Mit sechsundachtzig? Die Dinge, die ich noch tun kann, habe ich schon tausendmal gemacht. Dinge sind interessant, wenn man sie zum ersten Mal tut. Man pflanzt einen Baum zur Geburt des Kindes, man sieht das erste Mal das Lächeln seiner Tochter, man bringt dem Sohn das Fahrradfahren bei. … Aber mit sechsundachtzig? Nichts ist mir mehr neu. Die ersten fünfzig Jahre des Lebens sind Text. Der Rest ist Kommentar. Das ist klug. Ist das von Ihnen? Nein. Auch diesen Satz habe nicht ICH zum ersten Mal gesagt, sondern Schopenhauer.“ (S. 139)
Es war kurzweilig ganz unterhaltsam
Der Anfang war viel versprechend doch von Kapitel zu Kapitel hat es mich immer mehr verloren. Ich dachte, es würde mehr dahinter stecken als die Erzählungen über jeden Mann und das Ende des Buches konnte mich absolut nicht überzeugen. Wirklich nett aber nichts was man nicht auch verpassen kann.
Greta ist eine aussergewöhnliche Frau. Fünfmal hat sie geheiratet, doch leider starben fast alle Männer recht kurz nach der Hochzeit. In ihrer Familie wird sie „die Bienenkönigin“ genannt. Es gibt viele Gerüchte um sie, doch was genau passiert ist, weiß nur Greta allein. Die Handlung startet in der Gegenwart. Die Enkelin von Greta, Lola, ist gerade Mama geworden und benennt ihre Tochter nach der Großmutter, die sie nicht kennt. Ihre Mutter ist verletzt, der lange verdrängte Familienkonflikt kommt wieder auf den Tisch. Lolas Mutter hat sich vor vielen Jahren von ihrer Mutter Greta abgewandt. Der Grund dafür bleibt ihr Geheimnis. Doch Lola ist neugierig geworden und besucht ihre Großmutter. Da beginnt Greta ihr zu erzählen, von ihrem Leben, von ihren Männern. Hier erwartet den Leser ein vielschichtiger Generationenroman, der von einer selbstbestimmten Frau und deren Leben erzählt. Für mich wirkte das Buch unwahrscheinlich lebendig. Durch die verschiedenen Zeitebenen kam durch den Perspektivwechsel auch noch Spannung in das Buch. Greta wird von außen kritisch beobachtet. Im Buch finden wir Briefe von unterschiedlichen Personen, die mit ihr zu tun hatten und hier ihre Meinung mitteilen. Diese andere Betrachtung brachte noch sehr viel mehr Tiefe in die Geschichte. Greta wurde nicht als „schwarze Witwe“ dargestellt, sondern als eine selbstbewusste und eigenständige Frau, die sich immer weiter entwickelt hat. Die Sprache ist ganz klar, manchmal fast poetisch. Es gibt leise, humorvolle Momente, viel emotionale Tiefe und natürlich auch traurige Erinnerungen. Spannend zieht sich die Frage durch den Roman: Wer war Greta wirklich? Wie sehr wird das Bild eines Menschen durch Vorurteile und Gerüchte geprägt? Sehr aktuell und regt den Leser an sich selbst zu hinterfragen. Ein großartiger, sehr berührender und klug erzählter Roman über das Leben einer Frau, die sich oft abseits gesellschaftlicher Normen bewegt. Leise, ehrlich und so menschlich. Eine ganz große Empfehlung von mir.
Wow! Ein eindringlicher Roman über eine starke und selbstbestimmte Frau
"Gretas Männer" von Judith Reusch ist ein leiser und eindringlicher Roman über eine selbstbestimmte Frau, den ich als Hörbuch gehört habe. Eingelesen wird er von Fanny Bechert und Irina Scholz. Als Lola ihr zweites Kind nach ihrer Großmutter Greta benennt, gibt es Streit: mit ihrer Mutter Marie, die behauptet keine Mutter zu haben, die sich sämtlichen Fragen ihrer Tochter verweigert. Greta, mittlerweile 87 Jahre alt, schreibt ihrer Urenkelin einen Brief. Nach einigen Überlegungen und dem erneuten erfolglosen Versuch, von ihrer Mutter Marie mehr zu erfahren macht sich Lola auf den Weg zu ihrer Großmutter. Einer Großmutter, die fünfmal verheiratet war und in der Familie als Enfant terrible gilt, denn ihre Männer sind bis auf einen alle verstorben. Sie wird deshalb die Bienenkönigin genannt. Nach und nach entfaltet sich in diesem Roman die Geschichte von Greta von der Jugend in den 50er Jahren bis ins hohe Alter. Aus den Perspektiven von Greta selbst und ihrer Enkelin Lola erfahren wir immer mehr über sie und ihre Ehemänner. Wir lernen Greta näher kennen und mit ihr eine unglaublich starke Frau mit einer außergewöhnlichen Lebensgeschichte. Ihre Tochter Marie leugnet ihre Existenz, will über ihre Mutter nicht sprechen, hat alle Erinnerungen an sie aus ihrem Haus verbannt. Das Hörbuch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen und je mehr ich über Greta und ihre Männer erfahren habe, umso mehr mochte ich sie und umso weniger ihre verbitterte Tochter Marie. Ich hätte es genauso gemacht wie Lola und den Kontakt zu Greta gesucht. Reusch schildert uns die Geschichte Gretas in leiser Art und ohne Effekthascherei. Je länger ich gehört habe, desto mehr konnte ich mir ein Bild von Greta machen und hatte sie vor Augen. Ein Leben geprägt von Verlusten, aber auch Glück. Eine unglaublich starke Frau, die ihren Weg geht. Und sie hat Gründe, diesen Weg genau so zu gehen und nicht anders. Dabei sind das Getratsche und die Vorurteile anderer für sie nebensächlich. Der Schreibstil passt zu den Charakteren, die Hörbuchsprecherinnen interpretieren die Personen großartig. Der Roman zeigt außerdem auf, wie wichtig es ist, in den Familien auch über längst Vergangenes vorbehaltlos zu sprechen und auch Fragen zu beantworten. Ein Roman, den ich sehr gerne gehört habe und uneingeschränkt weiterempfehlen möchte. Er wird mir im Gedächtnis bleiben! Für dieses Highlight gebe ich gerne volle 5 Sterne! Aber lest oder hört selbst: es lohnt sich!
„Die ersten 50 Jahre des Lebens sind Text, der Rest ist Kommentar.“
Ich habe das Hörbuch gehört. Ein unterhaltsames Buch mit viel Charme und Humor. Besonders der schwäbische Akzent und Herr Wenzel sind großartig gesprochen. Der Reiz der Geschichte liegt im Rückblick auf Gretas Liebesleben und die verschiedenen Männerfiguren, die jeweils für unterschiedliche Lebensphasen stehen, dadurch entsteht ein Mosaik aus Erinnerungen und Emotionen. Die unterschiedlichen Sichtweisen von Greta und Marie machen das Ganze zusätzlich spannend, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass Marie stärker auf Gretas Memoiren eingeht. Insgesamt ein schöner Roman über die Liebe und das Leben.

GRETAS MÄNNER Judith Reusch ET: 26.02.26 "Ich bereue nichts. Nichts, was ich getan habe. Ich bereue nur das, was ich nicht getan habe.“ (Kapitel 13) Die 30-jährige Lola hat ihre Großmutter Greta nie kennengelernt. Ihre Mutter Marie wollte das nie – zu viel ist zwischen ihr und Greta vorgefallen. Seit ihrem Studium hat Marie keinen Kontakt mehr zu ihr. Allein die Tatsache, dass Greta fünfmal verheiratet war, ist für sie kaum zu ertragen. „Alle ihre Männer hat sie unter die Erde gebracht“, witzelte sie auf Familienfeiern. Verzeihen konnte Marie ihrer Mutter nie – und so war es für sie nur konsequent, auch Lola den Kontakt zu verbieten. Doch als Lola selbst ein kleines Mädchen zur Welt bringt, trifft sie eine Entscheidung, die alles verändert: Sie nennt ihre Tochter Greta. Sehr zum Missfallen ihrer Mutter schaltet sie zudem eine Geburtsanzeige in der lokalen Zeitung. Wenige Tage später erhält die kleine Greta Post von ihrer Urgroßmutter – die ganz in der Nähe in einer Seniorenresidenz lebt. Lolas Neugier ist geweckt. Sie beschließt, die „Persona non grata“, wie Marie sie nennt, zu besuchen. Und dort bekommt Greta zum ersten Mal die Möglichkeit, ihre eigene Version der Geschichte zu erzählen. Mit jedem Stück, das sie preisgibt, lernen nicht nur Lola, sondern auch wir sie und ihr Leben besser kennen. Was für eine berührende Geschichte. Greta ist eine unglaublich warmherzige Frau, die man sofort ins Herz schließt. So ehrlich und nah erzählt sie von ihrem Leben und all den Verlusten, die sie geprägt haben. Besonders gefielen mir Lulus Assoziationen zwischen Menschen und Blumen. Auch die Einschübe anderer Personen, die ihre Sicht auf Greta schildern, haben der Geschichte noch einmal mehr Tiefe gegeben. Ich durfte das Buch nicht nur lesen, sondern auch parallel das Hörbuch hören, das von Irina Scholz und Fanny Bechert sehr stimmungsvoll eingesprochen wurde. Fazit: Eine berührende, authentische Familiengeschichte mit viel Gefühl und starken Figuren. Für mich eines der schönsten Generationsromane der letzten Zeit. 5/5

Wunderschönes Buch
Eine Geschichte, die ans Herz geht. Emotional, sympathisch und echt. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Ich liebe die Zeit, wenn es zurück in den 50er oder 60er Jahren geht.  Man hatte immer wieder Rückblicke von damals und heute. Ich konnte die Protagonisten alles sehr gut verstehen und deswegen bin ich nur so durch die Seiten geflogen. Absolute Leseempfehlung
In Gretas Männer erzählt Judith Reusch die Geschichte einer Frau, die fünfmal liebt, mehrfach verliert und trotzdem ihren eigenen Weg geht. Greta ist keine leise Figur. Sie ist stolz, eigenwillig, unbequem. Und genau das mochte ich sehr. Der Roman liest sich flüssig, trägt einen durch die Jahrzehnte und entfaltet ein Generationenpanorama, das viele Fragen nach weiblicher Selbstbestimmung und familiären Brüchen aufwirft. Vor allem Greta selbst ist für mich die große Stärke des Buches, als Figur hat sie mich wirklich beeindruckt. Gleichzeitig gab es Momente, in denen ich innerlich einen kleinen Schritt zurückgetreten bin. Besonders die Intensität der Ablehnung, die Marie ihrer Mutter entgegenbringt, blieb für mich nicht in jeder Phase vollkommen greifbar. Ich hätte mir an manchen Stellen mehr Zwischentöne gewünscht, mehr leise Entwicklung statt unmittelbarer Wucht. Für mich war „Gretas Männer“ eine gut lesbare, unterhaltsame Lektüre mit einer starken Hauptfigur, auch wenn ich emotional nicht durchgehend mit allen Konflikten verschmelzen konnte.
Kluges Buch über Familienkonflikte
Dieses Buch kam zu einem Zeitpunkt in mein Leben. Als ich es wirklich gebraucht habe – das wusste ich natürlich erst, nachdem ich es gelesen habe. Es gab mir Trost und Reflektionen in einer schwierigen Situation. Damit ist diese jetzt nicht bewältigt, aber ein bisschen Salbe ist schon drauf! Marie ist wütend, und zwar dauerhaft! Auf ihre Mutter, die sie nur Bienenkönigin nennt und zu der sie schon seit Jahrzehnten keinen Kontakt mehr hat. Ihr Name darf nicht ausgesprochen werden, und auch sonst wird Greta nur negativ beleuchtet. Als Maries Tochter Lola einem Mädchen, das Leben schenkt, nennt sie diese auf Wunsch des Vaters Greta. Lola nimmt das zum Anlass, nach ihrer Oma zu forschen. Doch alle Fragen bleiben unbeantwortet und so macht sie sich alleine auf den Weg, sie zu suchen. In einem Seniorenheim wird sie fündig und Greta erzählt ihr ihre Version ihres Lebens. Warum war sie fünf mal verheiratet? Und was ist eigentlich das Problem von Marie? Es entspinnt sich die Geschichte einer Frau, der das Schicksal nicht immer gewogen war und die trotzdem zu sich selbst und ihren Bedürfnissen steht Judith Reusch hat die Komplexität von Familienkonflikten sehr anschaulich zu Papier gebracht. Hier gibt es keine Seite, der man eindeutig Recht geben könnte. Alles hat irgendwo seine Berechtigung. Marie hat mich zwar oft mit Kopfschütteln zurückgelassen, aber auch solche Menschen gibt es in Familien. Ich fand es gut wie mit ihr um umgegangen wurde. Greta, die hübsche, zierliche, integere Frau, hat auch nicht immer alles richtig gemacht, aber sie hatte auch viel auszuhalten. Sie hat bedingungslos geliebt, ohne etwas zu erwarten, musste aber feststellen, dass es Menschen gibt, die nur lieben können, wenn sie dafür auch etwas bekommen. Ich hätte gerne noch mehr über Marie erfahren und ihren Umgang mit dem Konflikt im Rückblick. Das Ende ist aber nicht auserzählt, was ich einerseits bedauerlich, aber andererseits auch sehr gut finde. Die Männer kommen in diesem Buch übrigens besonders gut weg (also Empfehlung an diese kleine Buch Bubble hier, die sich immer darüber beschwert, dass es zu viel Männer Hass in der Literaturbranche gibt – lest dieses Buch, hier werdet ihr geliebt😉) Sie sind emotional anwesend, lassen ihren Frauen Freiraum und grenzen sich trotzdem ab. Fast wie im Märchen.😁 Die stilistischen Elemente, die Judith Reusch gewählt hat, machen den Roman ziemlich abwechslungsreich, mal erzählt, Lola, mal, Marie, Greta liest ihre Geschichte vor, und dann wiederum gibt es weitere Erzählstil, die einen wichtigen Part zum Leben der Protagonist*innen beigetragen haben. Das Buch zeigt hervorragend, wie sich Familienkonflikte von Generation zu Generation weiter tragen können, wenn nicht eine Person kommt und sie durchbricht. Dieser Gedanke treibt auch mich gerade um. Die Rolle einer Mutter wird hier auf verschiedenste Art und Weise definiert und bietet Leserinnen die Möglichkeit ihre eigene zu überdenken. Eine große Leseempfehlung für alle, die Romane über komplexe Beziehungen mögen und einen abwechslungsreichen Erzählstil schätzen




















