Grenzen der Gewalt

Grenzen der Gewalt

Softcover
4.44

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Description

Gemeinsam gegen Grenzgewalt.

Die Gewalt begrenzen, nicht die Menschlichkeit.

Judith Kohlenberger führt uns an die Grenzen Europas – nicht nur physisch, sondern auch in unseren Köpfen und Herzen. Mit Fakten und erschütternden Berichten deckt sie auf, wie die Gewalt an den Grenzen nicht nur Schutzsuchende betrifft, sondern längst bis ins Innere unserer Gesellschaften hineinreicht. In ihren Interviews mit Grenzpolizisten, Flüchtlingshelfer:innen, Anwält:innen, Patholog:innen und Grundwehrdienern wird deutlich, wie die mittelbare Erfahrung von tätlicher und bürokratischer Gewalt auch uns verändert.

Egal, wie man politisch zur »Flüchtlingsfrage« steht, dieses Buch wirft einen schonungslosen Blick auf die Auswirkungen der Grenzpolitik auf unser Zusammenleben im Inneren. Ein dringender Appell für mehr Demokratie und Menschlichkeit.

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
Society & Social Sciences
Format
Softcover
Pages
144
Price
16.50 €

Author Description

Judith Kohlenberger ist Kulturwissenschaftlerin und Migrationsforscherin. Seit Herbst 2015 arbeitet sie zu Flucht, Asyl und Zugehörigkeit, u.a. an der WU Wien, dem Österreichischen Institut für Internationale Politik (oiip) und dem Jacques-Delors-Centre der Hertie School in Berlin. Ihre Arbeit wurde in internationalen Journals veröffentlicht und vielfach ausgezeichnet. Sie ist Mitglied des Integrationsrats der Stadt Wien und Host des Podcasts »Aufnahmebereit «. Ihr Buch »Das Fluchtparadox« war österreichisches Wissenschaftsbuch des Jahres 2023 und für den Deutschen Sachbuchpreis nominiert. Judith Kohlenberger lebt in Wien.

Posts

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In diesen schmalen, verständlich geschriebenen Essay wird analysiert, inwieweit sich Verletzungen der Rechtsstaatlichkeit und der Menschenwürde an den Grenzen auf das Innere eines Landes, auf die Demokratie in den Aufnahmeländern, auswirkt. Ein wichtiger Beitrag zum Verständnis von Flucht, Erstarken der rechten Ideologien und dem Bewahren von Menschlichkeit.

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Je härter die Grenzen, desto begrenzter die Demokratie 💕

Judith Kohlenberger ist Kulturwissenschaftlerin und Migrationsforscherin. Seit Herbst 2015 arbeitet sie zu Flucht, Asyl und Zugehörigkeit, u.a. an der WU Wien, dem Österreichischen Institut für Internationale Politik (oiip) und dem Jacques-Delors-Centre der Hertie School in Berlin. Ihre Arbeit wurde in internationalen Journals veröffentlicht und vielfach ausgezeichnet. Sie ist Mitglied des Integrationsrats der Stadt Wien und Host des Podcasts »Aufnahmebereit«. Ihr Buch »Das Fluchtparadox« war österreichisches Wissenschaftsbuch des Jahres 2023 und für den Deutschen Sachbuchpreis nominiert. Judith Kohlenberger lebt in Wien. Seit 2015 beschäftigt sie sich mit Flucht, Migration und nationaler wie europäischer Asylpolitik, sowie Fragen der Integration, Teilhabe und Zugehörigkeit in westlichen Aufnahmeländern. Ein ressourcenbetonter Zugang, der Potenziale der Ankommenden und Aufnehmenden gleichermaßen in den Blick nimmt und eine emotional aufgeladene Debatte zu versachlichen und differenzieren sucht, ist nur eines ihrer Ziele. Warum nur wollen sich heute so viele abschotten vor anderen Grenzen und anderen Meinungen? Mit „Grenzen der Gewalt - wie Außengrenzen ins Innere wirken“ appelliert Judith Kohlenberger für mehr Demokratie und Menschlichkeit. Gemeinsam möchte sie gegen Grenzgewalt vorgehen und die Gewalt begrenzen, nicht die Menschlichkeit. Sie zeigt uns die Grenzen Europas auf mit all ihren Facetten. Die Grenzgewalt betrifft laut Kohlenberger nicht nur Schutzsuchende, ist vielmehr bereits ins Innere unserer Gesellschaften vorgedrungen, was sie eindringlich schildert mithilfe von persönlichen Erfahrungsberichten und gründlich recherchierten Fakten. Sie führt Interviews mit Grenzpolizisten, Flüchtlingshelfer:innen, Anwält:innen, Patholog:innen und Grundwehrdienern um uns klar zu machen, inwieweit tätliche und bürokratische Gewalt unser Denken beeinflusst. In dem Buch werden mehrere Seiten der Flucht und Geflüchteten, sowie wie auf sie reagiert und über sie gesprochen wird diskutiert. Dabei werden mehrere Paradoxien aufgezeigt: Geflüchtete müssen vulnerabel und schützenswert sein, aber müssen gleichzeitig leistungsbereit und ambitioniert sein. Sie müssen sich gut integrieren, aber sollen trotzdem noch anders genug sein, damit die Mehrheitsgesellschaft sich von ihnen abgrenzen kann. Sie sollen den Arbeitsmarkt beitreten aber nicht zu erfolgreich werden. Vor allem sollen sie keine Rechte einfordern oder Unrecht ansprechen. Mir waren viele der Paradoxien noch nicht bekannt bzw. bewusst, sodass dieses Buch sehr erhellend und lehrreich war. Es ist verständlich geschrieben und gut gegliedert. „Außengrenzen sind hardcore”, so eine Flüchtlingshelferin auf Lesbos, mit der Migrationsforscherin Judith Kohlenberger für ihr neues Werk “Grenzen der Gewalt” gesprochen hat. Auf 120 Seiten entwirft die preisgekrönte Autorin ein schonungsloses Panorama der erlebten Gewalt an den Außengrenzen der EU, lässt viele Zeugen zu Wort kommen und zeigt einen Ausweg auf: demokratisierte Grenzen. Ein aufrüttelnder Text, genau zur richtigen Zeit. Einige der im Buch zitierten Gespräche können auch in Kohlenberger Podcast „Aufnahmebereit“ nachgehört werden. Dieses Buch eröffnet einen unverblümte Perspektive auf die Auswirkungen der Grenzpolitik auf unser Zusammenleben im Inneren, unabhängig von der Frage, wie man zu der Flüchtlingspolitik steht. Judith Kohlenbergers Essay ist ein dringender Appell für demokratisierte Grenzen, die der Menschlichkeit verpflichtet bleiben. „Grenzen können auch Orte der Begegnung, des Austauschs und der gegenseitigen Anerkennung sein.“ Ist das nicht eine schön formulierte Hoffnung, die uns die Autorin ans Herz legen möchte?! Die Wiener Migrationsforscherin kämpft „gegen die neue Härte“ und macht die Köpfe durchlässig. Eine absolute Leseempfehlung! Ein Buch, von dem ich mich verstanden fühle und in dem ich mich wiedergefunden habe - auf unterschiedliche Art und Weise. Ich mag einfach die Art, wie Judith Kohlenberger ihre Sicht erklärt, Begriffe erläutert und auch mal ein Augenzwinkern verteilt.

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