Grace Valley - Im Schutz des Morgens
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Description
Book Information
Author Description
Als Robyn Carr mit Ende Zwanzig ihrem Ehemann zu seinen Einsätzen als Air Force Helikopterpilot folgte, konnte sie ihren eigentlichen Beruf als Krankenschwester nicht mehr ausüben. So begann sie erst zu lesen, und dann selber zu schreiben. Inzwischen sind von der erfolgreichen Bestsellerautorin und Mutter von zwei Kindern über fünfundzwanzig Romances erschienen.
Posts
Mal was anderes, aber wunderbar. ☺️ Das erste Buch dieser Trilogie von Robyn Carr hat mir sehr gut gefallen. Die Serie Virgin River habe ich schon gesuchtet, da müssen die Bücher, die Robyn Carr schreibt eigentlich auch gut sein und ja, ich wurde nicht enttäuscht. Sie hat einen sehr guten und flüssigen Schreibstil, dass ich diesen Roman ganz fix durchgelesen habe. Ich freue mich schon, dass zweite Buch zu lesen.
Sehr langgezogener Start der Reihe
Ich hatte das Buch vor einigen Jahren gelesen und deutlich interessanter in Erinnerung, was vermutlich mit in die Bewertung einfließt. Vorab: Robyn Carrs Schreibweise lese ich gerne, auch die Tatsache, dass man langsam an die Bewohner des Dorfs herangebracht wird ist schön… Aber: in diesem Buch ist es irgendwie ein ziemliches hin und her und June und Jim - sowie ihre Beziehung - spielen irgendwie nur eine Nebenrolle. Außerdem (Achtung Spoiler): da kommt ein Typ mit Waffe, man spricht drei/vier Sätze und beim nächsten mal ist man schon soooo verliebt - irgendwie dann doch etwas zu schnell für mich 😄 Ich hatte Probleme in die Geschichte rein zu kommen und mit den Personen warm zu werden. Daher leider nur wenige Sterne; hoffe Band zwei überzeugt mich mehr.

June kehrt in ihr Heimatdorf zurück, um die Arztpraxis ihres Vaters zu übernehmen. In Grace Valley kennt jeder jeden, die Türen schließt niemand wirklich ab und die Bewohner sind selbst fast sowas wie eine große Familie. Genau das liebt June so sehr an ihrem Heimatort und sofort ist sie mit Herz und Seele dabei, kümmert sich um die Dorfbewohner und ihre Probleme. Für ihr Privatleben bleibt recht wenig Zeit und das ist ein Punkt, der June doch ziemlich frustriert. Als sich eines nachts ein unbekannter Mann mit seinem Freund in ihre Praxis verirrt, damit June dessen Schussverletzung behandelt, verliebt sie sich Hals über Kopf in ihn und ahnt zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass sie ihre Liebe geheim halten muss und das das gesamte Dorf eine gemeinsame Bewährungsprobe zu bestehen hat. Der Schreibstil hat mir auch hier von Anfang an wirklich gut gefallen. Sofort fühlt man sich zusammen mit June in Grace Valley zuhause, lernt ihre Freunde und Kollegen neu kennen und löst das eine oder andere Problem gemeinsam mit ihr. Ihr Vater steht ihr weiterhin mit Rat und Tat zur Seite und hat auch jetzt noch immer ein offenes Ohr für ihre Sorgen und auch für die der anderen Dorfbewohner. Ein Punkt, der mich in diesem Buch aber massiv gestört hat, war diese.. ich will nicht sagen, Gewaltbereitschaft, aber Gewalt hat doch eine ziemlich große Rolle gespielt und manchmal hatte ich teilweise das Gefühl, bevor June aufgetaucht ist, hat niemand etwas dagegen unternommen. Es war halt so. Gus schlägt seine Ehefrau und die Kinder, der Priester des Dorfes flirtet auf Teufel komm raus mit der halben Dorfgemeinschaft, egal was für Konsequenzen es hat und der neue Kollege von June scheint auch genug Dreck am Stecken zu haben, sodass sie erstmal ungefragt Nachforschungen über ihn einholt. Gut gefallen hingegen hat mir wiederrum, dass das Buch nicht auf der Liebesgeschichte aufgebaut ist, sondern eher auf dem Leben in Grace Valley, auf jeden einzelnen der Charaktere. June fühlt sich im Laufe des Buches zwar zu diesem unbekannten Mann angezogen, aber sie ist nicht hauptsächlich fixiert darauf, mit ihm zusammen sein zu müssen, zumal das schon alleine von ihm aus nicht so möglich ist, wie sich das beide wünschen. Das Buch ist so ganz anders, als die der Virgin River Reihe und ihnen doch manchmal wieder recht ähnlich. Der Schreibstil war unübertroffen toll und obwohl mich persönliche diese "Gewaltbereitschaft" ein wenig gestört hat, kann ich dieses Buch nur jedem empfehlen, der sich zwischendurch mal von einer lockeren und leichten Lektüre unterhalten lassen will.
4,6 von 5 Sternen *Wie kam das Buch zu mir* Ich liebe die Virgin River Reihe der Autorin und daher reizte mich diese Reihe ebenfalls. Als es das Buch dann auf BlogDeinBuch als Rezensionsexemplar gab, versuchte ich mein Glück. Tja und meine Glücksfee war mir hold. *Aufmachung/Qualität* Ich finde das Cover wunderschön. Auf manche mag es vielleicht etwas altmodisch/altbacken wirken, aber ich finde es einfach herrlich. Außerdem stimmt es einen gleich auf die doch eher rustikale, teilweise etwas biedere Gesellschaft ein mit der man es hier zu tun bekommt. Das soll nicht negativ klingen, denn ich mag diese Geschichte sehr, aber man sollte eben keinen lustigen ChickLit Roman erwarten und ich finde, dass macht das Cover deutlich. Was mir ebenfalls sehr gut gefällt, ist die farbliche Gestaltung des Covers. Ich mag die warmen Farben und auch im Regal sieht das Buch super aus, da sich das Coverbild bis über den Buchrücken zieht. Wirklich hübsch. *Meinung:* Natürlich kam ich als Virgin River Fan nicht darum herum das Buch mit dieser Reihe zu vergleichen. Die beiden Reihen haben ja indirekt sogar mit einander zu tun. Zeitlich müsste „Im Schutz des Morgens“ ein paar Jahren vor „Neubeginn in Virgin River“ (1. Band der VR Reihe) spielen. Die weibliche Hauptperson, June Hudson, kennt man bereits, wenn man VR gelesen hat und auch der neuen Doktor, der in diesem Band nach Grace Valley kommt, ist einem bekannt. Daher fällt ein großer Spannungsteil weg, aber das war okay. Wer die VR Reihe nicht gelesen hat, kann etwas mehr mitfiebern. Von ihrem Aufbau her unterscheiden sich die beiden Reihen ein wenig. Die Liebesgeschichte(n) spielen hier nicht eine so große Rolle wie in der VR Reihe. Hier geht es deutlich mehr darum was in der Kleinstadt Grace Valley so alles passiert. Man lernt gerade in diesem ersten Band sehr viele Personen kennen. So viele, dass man schnell den Überblick verliert. Wie schon bei VR habe ich mir aber gleich ein Personenverzeichnis erstellt, um später nicht ständig zurückblättern zu müssen. Das kann ich wirklich sehr empfehlen. Inhaltlich geht es hauptsächlich darum den Ort Grace Valley und seine Bewohner kennenzulernen. Schnell lernt man, dass es hier alles andere als harmonisch zu geht. Sicher wird auch hier wieder der Zusammenhalt in der kleinen Gemeinschaft groß geschrieben, aber es wird auch deutlich gezeigt, dass man vor manchen Situationen auch einfach die Augen verschließt. Da es sich dabei um Drogen, sexuelle Belästigung und Gewalttaten handelt, die Menschen wirklich schaden, ist das schon ziemlich krass für das sonst so beschauliche Kleinstadtleben. Das wird im Buch aber deutlich reflektiert, was mir super gefällt. Andere Leser könnten es aber auch als zu moralisch oder unnötig empfinden. Für mich passte es einfach. Ein bisschen übersinnlich wird es auch, aber nur ein ganz klein wenig. Das ist zwar etwas kitschig, aber ich fand das sehr süß. June ist Landärztin und bekommt einen neuen Kollegen, John Stone. Dieser ist Gynäkologe, arbeitet aber zusätzlich auch als Allgemeinmediziner. So richtig verstanden habe ich das nicht, aber das Gesundheitssystem der USA ist ja auch etwas anders als unseres. Der Praxisalltag nimmt einen recht großen Teil der Story ein, aber vor allem das Verhältnis zwischen John und June. Dieses ist nämlich mit einigen Geheimnissen und Verdächtigungen gespickt. Diese Spannung hält sich zumindest für diejenigen, die VR nicht gelesen haben über das ganze Buch. Ansonsten ist das Buch eher unterhaltsam als spannend. Es gibt noch einen Fall von häuslicher Gewalt, der den Leser etwas den Atem anhalten lässt und ein Problem mit dem Pastor, aber ansonsten erzählt die Geschichte den Alltag in der Kleinstadt. Wie oben schon erwähnt lernt man einen Haufen Charaktere kennen, die alle sehr individuell sind und einige einem so richtig ans Herz wachsen. Leider muss man sich aber auch schon von einem Charakter wieder verabschieden, was ich sehr schade fand. June, die Hauptperson, ist einfach ein ganz toller Mensch. Sie kann sehr direkt sein, aber ist trotzdem sehr sympathisch und hilfsbereit. Teilweise ist das Buch auch sehr witzig, vor allem Junes trockener Humor, der sich an manchen Stellen durch ihr Gesagtes oder Gedachtes äußert, gefiel mir sehr gut. Ein Hund spielt eine recht große Rolle und das war toll beschrieben. Die Szenen mit dem Hund waren gut in die Handlung integriert und werden jedes Tierliebhaber-Herz höher schlagen lassen. Der Schreibstil war herrlich zu lesen, aber er ist eben nicht so locker leicht, wie man es von vielen Contemporary oder ChickLit Büchern kennt. Frau Carr hat da ihren ganz eigenen Stil und der ist eben etwas altmodischer. Wem die Virgin River Reihe gefiel, der wird auch die Grace Valley Reihe lieben. Ansonsten muss man es einfach mal ausprobieren. Die Liebesgeschichte spielt hier eine eher sehr, sehr geringe Rolle. Das hat mich überrascht, da ich das von der Autorin sonst ganz anders gewöhnt war. Ein bisschen hat mir das gefehlt, wenn ich ehrlich bin. Vielleicht lag dies aber auch daran, dass wir es hier mit dem ersten Teil zu tun haben und die Autorin sich da erst einmal auf die Kleinstadt und ihre Bewohner konzentrieren wollte. Die Liebesgeschichte gefiel mir persönlich sehr gut, aber es ist eine von denen, die nicht logisch erklärt werden, sondern bei denen es eben einfach peng macht und die Charaktere wissen, dass sie für einander bestimmt sind. Zum Umgang mit Verhütung möchte ich am liebsten nichts sagen, da mich das Thema hier ebenfalls etwas verwundert hat. Für Erwachsene (und vor allem June als Ärztin) verhalten sie sich doch sehr unverantwortlich, aber ich vermute mal, dass die Autorin das für die Folgebände brauchte. Realistisch oder logisch schlüssig war dieser Teil der Geschichte aber nicht. Das Ende ist kein richtiges Ende, aber das überrascht nicht. Dies ist keine typische Geschichte mit einem Spannungsbogen, sondern eher wie eine Serie aufgebaut. Das nächste Buch wird daher sicher gleich an der Stelle ansetzten, wo dieses geendet hat. Die kleinen Nebenstränge wurden alle beendet, aber der Hauptstrang wird sich eben über mehrere Bände hinwegziehen. Grundidee 4/5 Schreibstil 4,5/5 Spannung 4/5 Emotionen 4,5/5 Charaktere 5+/5 Liebesgeschichte 4/5 *Fazit:* 4,6 von 5 Sternen Für mich war dieser Serienauftakt nicht ganz so toll wie der Auftakt zur Virgin River Reihe der Autorin, aber es konnte mich trotzdem sehr gut unterhalten. Die Hauptcharaktere waren genauso interessant wie die zahlreichen teilweise skurrilen Nebencharaktere. Die Liebesgeschichte spielte überraschender Weise eine nebensächliche Rolle und es wurde sich eher auf das alltägliche Leben der Kleinstadt und ihrer Landärztin konzentriert. Für mich war es sehr unterhaltsam und ich werde die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen. Reihe: Im Schutz des Morgens Im Licht des Tages (erscheint am 01. August 2014) Im Glanz des Abnedsterns (erscheint am 10. September 2014)
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Author Description
Als Robyn Carr mit Ende Zwanzig ihrem Ehemann zu seinen Einsätzen als Air Force Helikopterpilot folgte, konnte sie ihren eigentlichen Beruf als Krankenschwester nicht mehr ausüben. So begann sie erst zu lesen, und dann selber zu schreiben. Inzwischen sind von der erfolgreichen Bestsellerautorin und Mutter von zwei Kindern über fünfundzwanzig Romances erschienen.
Posts
Mal was anderes, aber wunderbar. ☺️ Das erste Buch dieser Trilogie von Robyn Carr hat mir sehr gut gefallen. Die Serie Virgin River habe ich schon gesuchtet, da müssen die Bücher, die Robyn Carr schreibt eigentlich auch gut sein und ja, ich wurde nicht enttäuscht. Sie hat einen sehr guten und flüssigen Schreibstil, dass ich diesen Roman ganz fix durchgelesen habe. Ich freue mich schon, dass zweite Buch zu lesen.
Sehr langgezogener Start der Reihe
Ich hatte das Buch vor einigen Jahren gelesen und deutlich interessanter in Erinnerung, was vermutlich mit in die Bewertung einfließt. Vorab: Robyn Carrs Schreibweise lese ich gerne, auch die Tatsache, dass man langsam an die Bewohner des Dorfs herangebracht wird ist schön… Aber: in diesem Buch ist es irgendwie ein ziemliches hin und her und June und Jim - sowie ihre Beziehung - spielen irgendwie nur eine Nebenrolle. Außerdem (Achtung Spoiler): da kommt ein Typ mit Waffe, man spricht drei/vier Sätze und beim nächsten mal ist man schon soooo verliebt - irgendwie dann doch etwas zu schnell für mich 😄 Ich hatte Probleme in die Geschichte rein zu kommen und mit den Personen warm zu werden. Daher leider nur wenige Sterne; hoffe Band zwei überzeugt mich mehr.

June kehrt in ihr Heimatdorf zurück, um die Arztpraxis ihres Vaters zu übernehmen. In Grace Valley kennt jeder jeden, die Türen schließt niemand wirklich ab und die Bewohner sind selbst fast sowas wie eine große Familie. Genau das liebt June so sehr an ihrem Heimatort und sofort ist sie mit Herz und Seele dabei, kümmert sich um die Dorfbewohner und ihre Probleme. Für ihr Privatleben bleibt recht wenig Zeit und das ist ein Punkt, der June doch ziemlich frustriert. Als sich eines nachts ein unbekannter Mann mit seinem Freund in ihre Praxis verirrt, damit June dessen Schussverletzung behandelt, verliebt sie sich Hals über Kopf in ihn und ahnt zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass sie ihre Liebe geheim halten muss und das das gesamte Dorf eine gemeinsame Bewährungsprobe zu bestehen hat. Der Schreibstil hat mir auch hier von Anfang an wirklich gut gefallen. Sofort fühlt man sich zusammen mit June in Grace Valley zuhause, lernt ihre Freunde und Kollegen neu kennen und löst das eine oder andere Problem gemeinsam mit ihr. Ihr Vater steht ihr weiterhin mit Rat und Tat zur Seite und hat auch jetzt noch immer ein offenes Ohr für ihre Sorgen und auch für die der anderen Dorfbewohner. Ein Punkt, der mich in diesem Buch aber massiv gestört hat, war diese.. ich will nicht sagen, Gewaltbereitschaft, aber Gewalt hat doch eine ziemlich große Rolle gespielt und manchmal hatte ich teilweise das Gefühl, bevor June aufgetaucht ist, hat niemand etwas dagegen unternommen. Es war halt so. Gus schlägt seine Ehefrau und die Kinder, der Priester des Dorfes flirtet auf Teufel komm raus mit der halben Dorfgemeinschaft, egal was für Konsequenzen es hat und der neue Kollege von June scheint auch genug Dreck am Stecken zu haben, sodass sie erstmal ungefragt Nachforschungen über ihn einholt. Gut gefallen hingegen hat mir wiederrum, dass das Buch nicht auf der Liebesgeschichte aufgebaut ist, sondern eher auf dem Leben in Grace Valley, auf jeden einzelnen der Charaktere. June fühlt sich im Laufe des Buches zwar zu diesem unbekannten Mann angezogen, aber sie ist nicht hauptsächlich fixiert darauf, mit ihm zusammen sein zu müssen, zumal das schon alleine von ihm aus nicht so möglich ist, wie sich das beide wünschen. Das Buch ist so ganz anders, als die der Virgin River Reihe und ihnen doch manchmal wieder recht ähnlich. Der Schreibstil war unübertroffen toll und obwohl mich persönliche diese "Gewaltbereitschaft" ein wenig gestört hat, kann ich dieses Buch nur jedem empfehlen, der sich zwischendurch mal von einer lockeren und leichten Lektüre unterhalten lassen will.
4,6 von 5 Sternen *Wie kam das Buch zu mir* Ich liebe die Virgin River Reihe der Autorin und daher reizte mich diese Reihe ebenfalls. Als es das Buch dann auf BlogDeinBuch als Rezensionsexemplar gab, versuchte ich mein Glück. Tja und meine Glücksfee war mir hold. *Aufmachung/Qualität* Ich finde das Cover wunderschön. Auf manche mag es vielleicht etwas altmodisch/altbacken wirken, aber ich finde es einfach herrlich. Außerdem stimmt es einen gleich auf die doch eher rustikale, teilweise etwas biedere Gesellschaft ein mit der man es hier zu tun bekommt. Das soll nicht negativ klingen, denn ich mag diese Geschichte sehr, aber man sollte eben keinen lustigen ChickLit Roman erwarten und ich finde, dass macht das Cover deutlich. Was mir ebenfalls sehr gut gefällt, ist die farbliche Gestaltung des Covers. Ich mag die warmen Farben und auch im Regal sieht das Buch super aus, da sich das Coverbild bis über den Buchrücken zieht. Wirklich hübsch. *Meinung:* Natürlich kam ich als Virgin River Fan nicht darum herum das Buch mit dieser Reihe zu vergleichen. Die beiden Reihen haben ja indirekt sogar mit einander zu tun. Zeitlich müsste „Im Schutz des Morgens“ ein paar Jahren vor „Neubeginn in Virgin River“ (1. Band der VR Reihe) spielen. Die weibliche Hauptperson, June Hudson, kennt man bereits, wenn man VR gelesen hat und auch der neuen Doktor, der in diesem Band nach Grace Valley kommt, ist einem bekannt. Daher fällt ein großer Spannungsteil weg, aber das war okay. Wer die VR Reihe nicht gelesen hat, kann etwas mehr mitfiebern. Von ihrem Aufbau her unterscheiden sich die beiden Reihen ein wenig. Die Liebesgeschichte(n) spielen hier nicht eine so große Rolle wie in der VR Reihe. Hier geht es deutlich mehr darum was in der Kleinstadt Grace Valley so alles passiert. Man lernt gerade in diesem ersten Band sehr viele Personen kennen. So viele, dass man schnell den Überblick verliert. Wie schon bei VR habe ich mir aber gleich ein Personenverzeichnis erstellt, um später nicht ständig zurückblättern zu müssen. Das kann ich wirklich sehr empfehlen. Inhaltlich geht es hauptsächlich darum den Ort Grace Valley und seine Bewohner kennenzulernen. Schnell lernt man, dass es hier alles andere als harmonisch zu geht. Sicher wird auch hier wieder der Zusammenhalt in der kleinen Gemeinschaft groß geschrieben, aber es wird auch deutlich gezeigt, dass man vor manchen Situationen auch einfach die Augen verschließt. Da es sich dabei um Drogen, sexuelle Belästigung und Gewalttaten handelt, die Menschen wirklich schaden, ist das schon ziemlich krass für das sonst so beschauliche Kleinstadtleben. Das wird im Buch aber deutlich reflektiert, was mir super gefällt. Andere Leser könnten es aber auch als zu moralisch oder unnötig empfinden. Für mich passte es einfach. Ein bisschen übersinnlich wird es auch, aber nur ein ganz klein wenig. Das ist zwar etwas kitschig, aber ich fand das sehr süß. June ist Landärztin und bekommt einen neuen Kollegen, John Stone. Dieser ist Gynäkologe, arbeitet aber zusätzlich auch als Allgemeinmediziner. So richtig verstanden habe ich das nicht, aber das Gesundheitssystem der USA ist ja auch etwas anders als unseres. Der Praxisalltag nimmt einen recht großen Teil der Story ein, aber vor allem das Verhältnis zwischen John und June. Dieses ist nämlich mit einigen Geheimnissen und Verdächtigungen gespickt. Diese Spannung hält sich zumindest für diejenigen, die VR nicht gelesen haben über das ganze Buch. Ansonsten ist das Buch eher unterhaltsam als spannend. Es gibt noch einen Fall von häuslicher Gewalt, der den Leser etwas den Atem anhalten lässt und ein Problem mit dem Pastor, aber ansonsten erzählt die Geschichte den Alltag in der Kleinstadt. Wie oben schon erwähnt lernt man einen Haufen Charaktere kennen, die alle sehr individuell sind und einige einem so richtig ans Herz wachsen. Leider muss man sich aber auch schon von einem Charakter wieder verabschieden, was ich sehr schade fand. June, die Hauptperson, ist einfach ein ganz toller Mensch. Sie kann sehr direkt sein, aber ist trotzdem sehr sympathisch und hilfsbereit. Teilweise ist das Buch auch sehr witzig, vor allem Junes trockener Humor, der sich an manchen Stellen durch ihr Gesagtes oder Gedachtes äußert, gefiel mir sehr gut. Ein Hund spielt eine recht große Rolle und das war toll beschrieben. Die Szenen mit dem Hund waren gut in die Handlung integriert und werden jedes Tierliebhaber-Herz höher schlagen lassen. Der Schreibstil war herrlich zu lesen, aber er ist eben nicht so locker leicht, wie man es von vielen Contemporary oder ChickLit Büchern kennt. Frau Carr hat da ihren ganz eigenen Stil und der ist eben etwas altmodischer. Wem die Virgin River Reihe gefiel, der wird auch die Grace Valley Reihe lieben. Ansonsten muss man es einfach mal ausprobieren. Die Liebesgeschichte spielt hier eine eher sehr, sehr geringe Rolle. Das hat mich überrascht, da ich das von der Autorin sonst ganz anders gewöhnt war. Ein bisschen hat mir das gefehlt, wenn ich ehrlich bin. Vielleicht lag dies aber auch daran, dass wir es hier mit dem ersten Teil zu tun haben und die Autorin sich da erst einmal auf die Kleinstadt und ihre Bewohner konzentrieren wollte. Die Liebesgeschichte gefiel mir persönlich sehr gut, aber es ist eine von denen, die nicht logisch erklärt werden, sondern bei denen es eben einfach peng macht und die Charaktere wissen, dass sie für einander bestimmt sind. Zum Umgang mit Verhütung möchte ich am liebsten nichts sagen, da mich das Thema hier ebenfalls etwas verwundert hat. Für Erwachsene (und vor allem June als Ärztin) verhalten sie sich doch sehr unverantwortlich, aber ich vermute mal, dass die Autorin das für die Folgebände brauchte. Realistisch oder logisch schlüssig war dieser Teil der Geschichte aber nicht. Das Ende ist kein richtiges Ende, aber das überrascht nicht. Dies ist keine typische Geschichte mit einem Spannungsbogen, sondern eher wie eine Serie aufgebaut. Das nächste Buch wird daher sicher gleich an der Stelle ansetzten, wo dieses geendet hat. Die kleinen Nebenstränge wurden alle beendet, aber der Hauptstrang wird sich eben über mehrere Bände hinwegziehen. Grundidee 4/5 Schreibstil 4,5/5 Spannung 4/5 Emotionen 4,5/5 Charaktere 5+/5 Liebesgeschichte 4/5 *Fazit:* 4,6 von 5 Sternen Für mich war dieser Serienauftakt nicht ganz so toll wie der Auftakt zur Virgin River Reihe der Autorin, aber es konnte mich trotzdem sehr gut unterhalten. Die Hauptcharaktere waren genauso interessant wie die zahlreichen teilweise skurrilen Nebencharaktere. Die Liebesgeschichte spielte überraschender Weise eine nebensächliche Rolle und es wurde sich eher auf das alltägliche Leben der Kleinstadt und ihrer Landärztin konzentriert. Für mich war es sehr unterhaltsam und ich werde die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen. Reihe: Im Schutz des Morgens Im Licht des Tages (erscheint am 01. August 2014) Im Glanz des Abnedsterns (erscheint am 10. September 2014)







