Ghost Mountain

Ghost Mountain

Hardback
3.659

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Description

Der neue Roman vom Autor des Indie-Lieblings „Leonard und Paul“

Wo zuvor nur Felder waren, steht plötzlich über Nacht ein Berg und verändert das Leben der umliegenden Gemeinde. Anhand eines Reigens ganz gewöhnlicher und doch einzigartiger Charaktere erkundet dieser feine Roman die Gipfel und Abgründe des menschlichen Daseins. Warmherzig, humorvoll, weise, zart und geradezu im Vorbeigehen macht er dabei ganze Welten auf.

»Auf mal entzückende, mal lustige, mal erschütternde Weise zeigt Hession, dass unser eigenes Leben genauso unerklärlich und geheimnisvoll ist wie dieser magische Berg.« THE GUARDIAN

»Hession erinnert an Murakami, bevor er berühmt, und an Beckett, nachdem er ein Adjektiv wurde. (…) Was für ein Glück, dass solche Bücher noch geschrieben werden.« THE IRISH TIMES

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
352
Price
24.70 €

Author Description

Rónán Hession, geboren 1975, lebt als Schriftsteller und Musiker in Dublin. Unter dem Namen Mumblin' Deaf Ro hat er drei Musikalben produziert. Die letzte Veröffentlichung, »Dictionary Crimes«, wurde für den »Choice Music Prize« (Album des Jahres) nominiert. Sein international gefeierter Debütroman »Leonard und Paul« stand u.a. auf der Shortlist der »Irish Book Awards« (Newcomer of the Year 2019), auf der Shortlist für das »Lieblingsbuch der Unabhängigen 2023« und wurde als Serie verfilmt. Seine Romane »Ghost Mountain« und »Panenka« erscheinen im Blessing Verlag.

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
87%
19%
26%
N/A
64%
22%
62%
52%
N/A
20%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
37%
83%
83%
82%

Pace

Fast100%
Slow0%
Moderate0%
Variable0%

Writing Style

Simple0%
Complex0%
Moderate100%
Minimalistisch (100%)Poetisch (100%)Außergewöhnlich (100%)

Posts

15
All
5

Ein Kunstwerk An einem nicht näher genannten Ort in Irland auf taucht plötzlich ein Berg auf. Er wird erst Schauplatz eines Kultes und später Dreh- und Angelpunkt mehrerer lose zusammenhängender Familien. Trotz einiger unnatürlicher Tode ist dieser Roman alles andere als ein Krimi oder Thriller. Ein Kunstwerk eben. Nicht für jeden Leser, aber wer sich darauf einlässt, wird mit einem besonderen Leseerlebnis belohnt.

5

Mein Lesehighlight 2025!

Ich habe "Leonard und Paul" verschlungen und hatte einen riesigen Book-Hangover, als ich die beiden in ihrer kleinen, besonderen Welt allein zurück lassen musste. Und jetzt kommt "Ghost Mountain" und ich habe es in wenigen Stunden durchgesuchtet. Ein Buch, das sich schwer beschreiben lässt. Protagonisten, die es nicht leicht haben, es sich selbst nicht leicht machen und jeweils an einem eigenen Schaden zu arbeiten haben. Sie sind alle ganz weit weg davon, perfekt oder normal zu sein, und genau das macht sie so unheimlich sympathisch. Ich habe mit allen mitgelitten und musste bei jedem Tod schwer schlucken. Ein Gänsehaut-Buch, durchgeknallt, sensibel, schräg und mitfühlend. Wahnsinn!

3

Irgendwie schräg und deprimierend

"Sie fragte sich, ob man als Metzger eine alte Seele haben müsse. Eine alte Seele hielt Widersprüche aus, eine junge Seele nicht. Für eine junge Seele mussten Menschen vollends gut oder vollends böse sein, während eine alte Seele wusste, dass jedermann eine Mischung aus Gut und Böse in sich trug. Eine alte Seele wusste, das Geheimnis des Lebens bestand aus der Koexistenz von Gut und Böse im Menschen." Ich bin mir etwas unschlüssig, was ich von dem Roman "Ghost Mountain" von Rónán Hession halten soll. Die Stimmung ist durchweg bedrückend und hinterließ einen depressiven Nachhall bei mir. Die Figuren sind durchweg sehr skurril - aber irgendwie war die ganze Geschichte auch ziemlich schräg. Es geht um einen Berg, der plötzlich in einer kleinen Gemeinde auftaucht und was dieser mit dem Leben der Menschen dort macht. Wir begleiten dabei abwechselnd verschiedenen Menschen: Da wären einmal Ruth und Ocho, die generell eine etwas merkwürdige Beziehung haben, bei denen es aber momentan etwas zu krieseln scheint. Dann gibt es eine Spaziergängerin, die ihren Hund betrauert und einen stadtbekannten Säufer, sowie einen Landeskartenbeamten. Und im Laufe der Geschichte kommen noch einige Figuren hinzu, die aber eher eine untergeordnete Rolle spielen. Wir folgen nun diesen Menschen lernen ihre Verbindungen untereinander kennen, ihr Probleme, Sehnsüchte und Ängste. Eigentlich passiert auch nicht wahnsinnig viel. Die ganze Story ist irgendwie etwas wirr und hat mir persönlich jetzt nicht wirklich was gegeben. Aber das ist natürlich Geschmackssache. Im Kern geht es um den Tod, die damit verbundene Trauer, Einsamkeit und Liebe. Der teils poetische und Teil philosophische Schreibstil ist auf jeden Fall lobenswert zu erwähnen. Doch insgesamt war das Buch eher nicht mein Ding.

Irgendwie schräg und deprimierend
5

Kein einfacher Roman, wirkt er trotz des einfachen, geradlinigen und teils witzigen Stils, doch brutal und tragisch. Es geht viel um Selbstrefelxion und Erkenntnis und dass man seinem Schicksal nicht entfliehen kann.

4.5

Ich mag den Stil und den Blick auf die Menschen… schonungsloser und nicht so ein Wohlfühlbuch wie Leonard und Paul

Ich mag den Stil und den Blick auf die Menschen… schonungsloser und nicht so ein Wohlfühlbuch wie Leonard und Paul
3.5

Ich weiß nicht recht

Es war bei Weitem nicht so toll wie Leonard und Paul, das erste Buch des Autors. Es ist kein Wohlfühlbuch, aber irgendwie will man trotzdem wissen, was mit den skurrilen Figuren passiert. Ich denke, ich werde es irgendwann nochmal lesen und vielleicht dann doch mehr durchdringen. Die eher gedrückte Stimmung des Buches hat mich nicht gestört.

5

Ziemlich schräge Geschichte mit interessanten Charaktereren

Ziemlich schräge Geschichte mit interessanten Charaktereren
4

Schräg und skurril und voller Lebensweisheit. Schöne, schlichte Sprache. Hallt definitiv nach!

5

Der Berg ruft

•Buchrezi• 😶‍🌫️ Zum Inhalt: Was ist, wenn auf einmal ein Berg auftaucht, der vorher nicht da war? Mitten auf dem Feld, im nichts. Eine Gegend, die interessant für Hundebesitzer*innen ist, obwohl dort eigentlich Gassiverbot herrscht. Doch die meisten Menschen in der Umgebung sind fasziniert, pilgern zum Berg, verehren ihn und gehen Tag ein Tag aus im Uhrzeigersinn um das neu entstandene Naturspektakel. Da ist zum Beispiel Ruth, die sich ganz natürlich dem Kult anschließt. Ihr Mann Ocho hat dafür kein Verständnis, er hat Sorge, dass Ruth sich mit einem anderen Mann trifft und ihn betrügt. Ocho verbringt daraufhin viel Zeit bei seinen Eltern, die seit neustem immer müde sind. Dominic, der Stadtsäufer lernt Elaine kennen, die hat gerade ihren Hund verloren und sucht Trost. Dominic und Elaine verbindet bald etwas, womit die beiden über 50 jährigen nicht gerechnet haben… ist wirklich der Berg an allem Schuld? Mein Fazit: Okay, ich weiß nicht, womit ich gerechnet habe, als ich zu diesem Buch gegriffen habe, aber ganz bestimmt nicht mit dieser Geschichte 😅! „Ghost Mountain“, der Berg oder Hügel, der plötzlich wie aus dem nichts auftaucht und bei den meisten Menschen in seiner Umgebung eine ungewöhnliche Faszination auslöst. Wir begleiten hier viele Menschen und deren persönliches, zum Teil auch dramatisches Schicksal. Tod, Trauer, Hilflosigkeit und Einsamkeit, aber auch Liebe, spätes Glück und Zusammenhalt sind nur einige Themen, die hier eine große Rolle spielen. Der Autor hat einen ganz speziellen Schreibstil, schafft es alle Themen mit schwarzem Humor zu versehen und hat mich das eine oder andere Mal total überrascht. Dieses Buch hat Wendungen, die ich nicht habe kommen sehen und mich zum Teil fassungslos zurückgelassen haben… das Ende 😳. Skurril, sympathisch würde ich die Charaktere in diesem Buch beschreiben. Grandios, wie der Autor es schafft einem ständig ein schmunzeln ins Gesicht zu zaubern, auch wenn die Geschichte stellenweise echt morbide ist. Ich möchte alles von diesem Autor lesen! Und mal wieder ein volles 🗻🗻🗻🗻🗻 Buch! Absolut begeistert, absolute Leseempfehlung!

5

Skurril witzig & tiefgründig schwer

**** Worum geht es? **** Aus dem Nichts erscheint ein Berg. Wo zuvor die Wiese noch eben und flach war, ist plötzlich ein steiler Anstieg zu finden. Die einen behaupten, er sei schon immer da gewesen, obwohl der Berg nirgendwo verzeichnet ist, die anderen sprechen von einem Wunder. Und so pilgern die Menschen los und sprechen von "Ghost Mountain". **** Mein Eindruck **** Das Buch ist in drei Abschnitte unterteilt, die jeweils einen anderen Fokus auf die Charaktere und damit auf die inhaltlich zu ergründenden Themen legen. Dadurch bleibt die Geschichte relativ kurzweilig und differenziert, vor allem in Bezug auf die Darstellung der Psyche der Charaktere. Der Schreibstil des Autors ist wirklich humorvoll, manchmal anspruchsvoll, komplex oder ausschweifend bildlich, aber immer unterhaltsam. Selbst wenn die Situationen so gar nicht witzig waren, brachte mich der Schreibstil zum Schmunzeln. Ich habe Tränen gelacht. Für mich ist das die besondere Stärke des Buches. Denn die Geschichte selbst ist durchaus etwas wirr – es geht am Ende gar nicht um so viel. Der Berg ist ein Berg, der Mensch ist ein Mensch. Ich habe mehr den Stil als den Inhalt in mich aufgesogen; darin lag für mich die wahre Kunst. Geschichten wie diese findet man, wenn man möchte, durchaus in der Literatur – Geschichten über das Sein des Menschen, über die Einflüsse und Grenzen. Aber diesen Stil findet man kein zweites Mal. **** Empfehlung? **** Ich empfehle das Buch vor allem aufgrund des wundervollen Schreibstils zu lesen. Wenn du Literatur magst, wirst du das bestimmt feiern und große Freude an diesem Buch finden.

1

Ein Buch, dass mich leider nicht überzeugen konnte

„Mit jedem Tag seines Lebens häufte er mehr Vergangenheit an.“ Mir hat jedenfalls der erste Roman „Leonard und Paul“ sehr gefallen, weshalb ich auch das zweite Buch des irischen Schriftstellers unbedingt lesen wollte. Stellt euch vor in eurer Gemeinde taucht urplötzlich ein Berg auf. Von einem Moment auf dem anderen. Und natürlich verändert so ein Berg nicht nur die Landschaft, sondern bringt auch einige Fragen und Unruhen mit sich. So geschehen in der kleinen Gemeinde dieses Buches. Der Autor versucht dabei anhand von scheinbar gewöhnlichen Charakteren nicht nur das Auftauchen des Berges zu erklären, sondern auch die Tiefen und Abgründe der Menschen. In drei Abschnitten begleiten wir verschiedene Protagonisten über die Jahre hinweg. Zum Einen wären da Ruth & Oscho, ein verheiratetes Paar, dass scheinbar nicht mehr so glücklich ist, wie es scheint. Der Stadtbekannte Säufer, der wirklich erst im Laufe des Plots einen Namen erhält, eine Frau, die den Tod ihres Hundes betrauert und ein Landeskartenbeamter. Im Laufe der Story kommen noch einige andere Personen hinzu. Aber eines kann ich versprechen, niemand wirkt wirklich sympathisch! Oscho, der über sich selbst von einem Rattenhirn spricht, dass ihn innerlich aufzufressen droht, der stadtbekannte Säufer, der alle möglichen Fenster mit Ziegelsteinen einwirft, Ruth, die sich ihrem Mann irgendwie überlegen fühlt. Und hier habe ich wirklich nur einige Beispiele genannt. Wirklich keinen der Protagonisten konnte ich irgendwie etwas positives abgewinnen, alle haben problembehaftet gewirkt. Und jetzt könnte man ja sagen, dass ist halt genau das, was unsere Gesellschaft widerspiegelt. Denn wenn das der Sinn des Buches war, dann hat der Autor diesen auch gut getroffen und dargestellt. Leider war es nun wirklich nicht das, was ich erwartet habe. Während der erste Roman von Rónán Hession für mich noch einen Wohlfühlcharakter mit liebenswerten Protagonisten hatte, hatte ich hier beim Lesen ein permanentes Unwohlsein. Da konnte leider auch nicht der gewohnt schöne Schreibstil Abhilfe schaffen. Alles in allem kann ich das Buch leider nicht weiterempfehlen. Ich vergebe daher nur einen Berg für diesen zeitgenössischen Roman.

Ein Buch, dass mich leider nicht überzeugen konnte
3.5

Das erste Buch 2025! 🫶🏻 “Ghost Mountain” lässt mich verwirrt und doch beseelt zurück. Es ist schwer in Worte zu fassen, was das Buch so besonders macht, denn da gibt es so viele Kleinigkeiten 🙂‍↕️ Also fange ich kurz bei der Handlung an: Ein Berg taucht auf einemal auf, mitten auf einem Feld, in der Nähe einer Kleinstadt. Und da setzt die Geschichte an. Sie folgt verschiedenen Menschen, die sich über unterschiedliche Ecken kennen(lernen) und die alle eine Verbindung zu “Ghost Mountain” haben. Alle Charaktere sind einzigartig und auf ihre Weise liebenswert und doch ein wenig seltsam. Auch das, was so mit und um den Berg passiert ist seltsam 🫢 Und ich glaube, so lässt sich abschließen auch meine Review zusammenfassen: Das Buch ist wunderbar aber ein wenig skurril; auf jeden Fall eine Leseerfahrung, auf die man sich einlassen muss 😌 Mein Lieblingszitat: “Wie gewöhnlich kreisten seine Gedanken bedeutungslos im großen leeren Wäschetrockner seines Hirns herum” (Seite 24).

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2.5

Die Idee zum Buch fand ich sehr interessant, auch der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Mit zunehmendem Verlauf allerdings wurde ich zunehmend bedrückt und war am Ende sehr froh, als ich es fertig gelesen hatte. Sehr deprimierend für mich!!

2

Auf Seite 14 wollte ich dieses Buch bereits abbrechen. Tat es nicht weil mir Leonard und Paul von dem Autor so gut gefallen hatte. Aber wenn man mich fragt, würde ich am liebsten sagen, dass Ghost Mountain unmöglich vom selbem Autor ist. Ich habe in dem Schreibstil nichts wiedererkannt. Dieses Buch ist so extrem anders, dass mir die Worte fehlen. Hätte ich es doch bloß abgebrochen. So viel negative Stimmung. Ausschließen unsympathisch Figuren. So viel Trauer, Leid, Tod und Gewalt. Und das alles so trocken und emotionslos geschrieben. Aber anders wäre diese Geschichte auch nicht auszuhalten gewesen. Das hat mir leider gar nicht gefallen.

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In seinem dritten Roman "Ghost Mountain" entführt Rónán Hession seine Leser in eine Welt, die sowohl vertraut als auch zutiefst mysteriös ist. Bekannt für seine feinfühligen Porträts des Alltäglichen in "Leonard und Paul" und "Panenka", wagt Hession hier einen mutigen Schritt in dunklere Gefilde, ohne dabei seine charakteristische Menschlichkeit zu verlieren. Die Geschichte beginnt mit dem plötzlichen Erscheinen eines Berges in der Nähe einer unauffälligen Kleinstadt – ein Phänomen, das weder erklärt wird noch sich erklären lässt. Dieser Berg, limpetförmig und gesichtslos, dient weniger als geographisches Rätsel denn als Spiegel für die inneren Landschaften der Einwohner. Hession nutzt dieses unerklärliche Ereignis, um die tief verborgenen Sehnsüchte, Ängste und Konflikte seiner Charaktere ans Licht zu bringen. Elaine, die den Berg als Erste entdeckt, ist eine Frau mittleren Alters, deren einsames Leben durch diese Entdeckung eine unerwartete Wendung nimmt. Ihre Begegnung mit dem Berg ist zugleich tragisch und erleuchtend, und Hession gelingt es, ihre innere Transformation mit großer Sensibilität zu zeichnen. Ocho und Ruth, ein Ehepaar in der Krise, reagieren unterschiedlich auf das Phänomen: Ruth fühlt sich mystisch angezogen, während Ocho in Zynismus und Eifersucht verfällt. Ihre Beziehung wird zum Schauplatz unausgesprochener Spannungen, die durch das Auftauchen des Berges nur noch verstärkt werden. Besonders beeindruckt hat mich die Figur des Kartographen, der in seiner Rolle als Hüter der Karten und Vermesser der Welt plötzlich im Mittelpunkt steht. Seine anfängliche Begeisterung schlägt jedoch in Selbstüberschätzung und letztlich in Selbstzerstörung um. Hession zeichnet hier ein präzises Bild von menschlicher Hybris und der Suche nach Bedeutung in einer gleichgültigen Welt. Der Roman besticht durch Hessions eleganten und dennoch zugänglichen Schreibstil. Seine Sprache ist klar, poetisch und voller feiner Nuancen. Er verbindet das Alltägliche mit dem Surrealen, ohne dabei die Bodenhaftung zu verlieren. Seine Beschreibungen sind reich an Details, die die Sinne ansprechen und die Atmosphäre der Geschichte greifbar machen. Was mir besonders gut gefallen hat, ist Hessions Fähigkeit, schwere Themen mit subtiler Leichtigkeit zu behandeln. Trotz der dunkleren Untertöne – Isolation, existenzielle Angst, zwischenmenschliche Entfremdung – verliert der Roman nie seinen warmen Kern. Der Humor ist fein dosiert und dient dazu, die Charaktere noch menschlicher und zugänglicher zu machen. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass der Roman an manchen Stellen zu sehr in Andeutungen verweilt. Die metaphysische Bedeutung des Berges bleibt bewusst vage, was zwar Raum für Interpretationen lässt, aber auch zu einer gewissen Unbestimmtheit führt. Einige Handlungsstränge hätten tiefer erforscht werden können, um den emotionalen Impact zu verstärken. Dennoch ist "Ghost Mountain" ein beeindruckendes Werk, das lange nachhallt. Hession fordert seine Leser heraus, ohne sie zu überfordern, und bietet eine fein nuancierte Reflexion über das Menschsein. Es ist ein Roman, der von der Kraft der inneren Geschichten erzählt und davon, wie sie unsere Wahrnehmung der Realität formen. In einer Zeit, in der Literatur oft von lauten Stimmen und spektakulären Ereignissen dominiert wird, erinnert uns Hession daran, dass die größten Dramen im Verborgenen stattfinden – in den Herzen und Gedanken gewöhnlicher Menschen. "Ghost Mountain" ist ein leises, aber kraftvolles Buch, das seinen Platz in der zeitgenössischen Literatur mehr als verdient hat.

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