Gewissensbisse

Gewissensbisse

Softcover
2.01
EthikKatholische KircheAlltagsmoralWas Darf Ich Tun

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Description

Sind Wettschulden immer Ehrenschulden? Ist es in Ordnung, Fristen bis aufs Letzte auszureizen? Ist es unpatriotisch, bei einer WM-Wette gegen Deutschland zu setzen? Darf man Kinder von Freunden im Auto auf schlechtere Kindersitze setzen als die eigenen? Seit zehn Jahren gibt Dr. Dr. Rainer Erlinger jede Woche in seiner Kolumne »Die Gewissensfrage« Rat für die alltäglichen Moralprobleme: immer fundiert, immer konkret, immer verständlich. Hier ist eine Auswahl der wichtigsten Fragen und Ratschläge versammelt – zum Selberlesen oder zum Verschenken.

Book Information

Main Genre
Self-Help & Non-Fiction
Sub Genre
Personal Development
Format
Softcover
Pages
288
Price
10.30 €

Author Description

Rainer Erlinger, geboren 1965, ist Mediziner und Jurist. Nach seinen Tätigkeiten als wissenschaftlicher Mitarbeiter, Arzt und Rechtsanwalt arbeitet er jetzt als Publizist vor allem auf dem Gebiet der Ethik. Einem großen Publikum ist er durch seine Kolumne »Die Gewissensfrage« im Magazin der »Süddeutschen Zeitung« bekannt geworden, in der er allwöchentlich die kleinen und großen Ethikprobleme seiner Leser erörtert. Im S. Fischer Verlag ist zuletzt erschienen ›Höflichkeit. Vom Wert einer wertlosen Tugend‹ (2016), ›Moral. Wie man richtig gut lebt‹ (2012), sowie im Fischer Taschenbuch ›Gewissensbisse. Antworten auf moralische Fragen des Alltags‹ (2011) und ›Nachdenken über Moral. Gewissensfragen auf den Grund gegangen‹ (2012).

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Hier werden die moralischen Meinungen eines Mannes dargestellt, und das sind seine eigenen subjektiven Meinungen, zu denen er auch berechtigt ist. An vielen Stellen waren seine Grundideen angemessen und auch nachvollziehbar, oftmals aber auch sehr offensichtlich. Aber seine Ideen und herangezogene philosophische Theorien können einem vielleicht doch auch mal im eigenen Alltag helfen. Zudem versucht er auch (fast) immer, beide Seiten zu beleuchten. Aber seine Argumentationsweisen waren sowas von dämlich... er zieht Vergleiche, die an diesen Stellen nicht angebracht sind, von Dingen, die sich so nicht miteinander vergleichen lassen. Und damit verteidigt er dann seine eigene Einstellung. Sein Hauptargument bei vielen Antworten war "Was wäre, wenn alle so handeln würden?", aber auch nur dann, wenn dieses Argument zu seiner Vorstellung passte. Wenn nicht, dann wurde eben das Argument der Freiheit des Einzelnen genutzt. Und das macht mich wahnsinnig. Ich kann nicht an manchen Stellen sagen, dass der Einzelne seine Freiheiten uneingeschränkt ausleben darf (vorausgesetzt, dass dadurch nicht die Freiheit eines Anderen eingeschränkt wird) und an anderen Stellen predigen, dass man immer an die Gemeinschaft denken soll. Generell sind seine Ansichten auch nicht sehr consistent. Erst erklärt er vermehrt, dass man für jede in Anspruch genommene (Dienst-) Leistung bezahlen muss [siehe Frage zu unentwertetem Bahnticket], dass man sich nichts nehmen darf, wofür man auch nicht bezahlt hat ("Wo kommen wir denn hin, wenn sich alle so verhalten würden?") [siehe Frage zu unbezahltem Premiere]. Und dann plötzlich sei es fast sogar meine moralische Pflicht, etwas in Anspruch zu nehmen, selbst wenn ich dafür nicht (oder zu wenig) bezahlt habe [siehe Frage zu Operabo]. Seine Argumente mögen an jeder Stelle schlüssig wirken. Aber es geht einfach nicht, dass man sich die Argumente so zurecht legt, oder sie auch nur bedingt einbezieht, dass man am Ende zweifelsohne bei seiner Meinung angelangen muss. (Klar kann er hier nicht auf jedes einzelne Dingelchen eingehen, aber er hätte zumindest das oftmals Absolute aus seiner Meinung rausnehmen können.)

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Hier werden die moralischen Meinungen eines Mannes dargestellt, und das sind seine eigenen subjektiven Meinungen, zu denen er auch berechtigt ist. An vielen Stellen waren seine Grundideen angemessen und auch nachvollziehbar, oftmals aber auch sehr offensichtlich. Aber seine Ideen und herangezogene philosophische Theorien können einem vielleicht doch auch mal im eigenen Alltag helfen. Zudem versucht er auch (fast) immer, beide Seiten zu beleuchten. Aber seine Argumentationsweisen waren sowas von dämlich... er zieht Vergleiche, die an diesen Stellen nicht angebracht sind, von Dingen, die sich so nicht miteinander vergleichen lassen. Und damit verteidigt er dann seine eigene Einstellung. Sein Hauptargument bei vielen Antworten war "Was wäre, wenn alle so handeln würden?", aber auch nur dann, wenn dieses Argument zu seiner Vorstellung passte. Wenn nicht, dann wurde eben das Argument der Freiheit des Einzelnen genutzt. Und das macht mich wahnsinnig. Ich kann nicht an manchen Stellen sagen, dass der Einzelne seine Freiheiten uneingeschränkt ausleben darf (vorausgesetzt, dass dadurch nicht die Freiheit eines Anderen eingeschränkt wird) und an anderen Stellen predigen, dass man immer an die Gemeinschaft denken soll. Generell sind seine Ansichten auch nicht sehr consistent. Erst erklärt er vermehrt, dass man für jede in Anspruch genommene (Dienst-) Leistung bezahlen muss [siehe Frage zu unentwertetem Bahnticket], dass man sich nichts nehmen darf, wofür man auch nicht bezahlt hat ("Wo kommen wir denn hin, wenn sich alle so verhalten würden?") [siehe Frage zu unbezahltem Premiere]. Und dann plötzlich sei es fast sogar meine moralische Pflicht, etwas in Anspruch zu nehmen, selbst wenn ich dafür nicht (oder zu wenig) bezahlt habe [siehe Frage zu Operabo]. Seine Argumente mögen an jeder Stelle schlüssig wirken. Aber es geht einfach nicht, dass man sich die Argumente so zurecht legt, oder sie auch nur bedingt einbezieht, dass man am Ende zweifelsohne bei seiner Meinung angelangen muss. (Klar kann er hier nicht auf jedes einzelne Dingelchen eingehen, aber er hätte zumindest das oftmals Absolute aus seiner Meinung rausnehmen können.)

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