Gesetz der Rache
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Description
Book Information
Author Description
Kristen Simmons lebt in Tampa, Florida. Sie studierte Psychologie und Sozialarbeit an der University of Nevada und arbeitet heute als Psychotherapeutin mit Traumapatienten und Missbrauchsopfern. Mit 'Artikel 5' gelang Kristen Simmons ein beeindruckendes Debut, dessen Geschichte in 'Gesetz der Rache' fortgesetzt wird.
Posts
Inhalt: Nachdem Ember und Chase vom FBR zu tot erklärt wurden, können sie sich dem Widerstand anschließen und endlich ihren Beitrag leisten. Doch dann tötet jemand – genannt „der Heckenschütze“ - Soldaten und Ember wird zur Hauptverdächtigen. Hat Tucker sie schließlich doch noch verraten? Ember und Chase müssen sich wieder verdeckt halten, doch den Plan, Rebecca zu finden und zu befreien, geben sie dennoch nicht auf. Meinung: Nachdem ich den Vorgänger dieses Buches, „Artikel 5“, noch einmal gelesen hatte, sind mir einige Dinge aufgefallen, die mich daran gestört haben, die mir beim ersten lesen nicht so bewusst waren. So fand ich zum Beispiel Embers unüberlegte Handlungen und ihr rücksichtsloses Verhalten Chase gegenüber sehr störend. In diesem Teil wurden allerdings all dieses Kritikpunkte ausgebessert. Ember verhält sich deutlich reifer, sie handelt überlegter und trifft klügere Entscheidungen, mit denen sie nicht aus einer Laune heraus sich selbst oder andere in Gefahr bringt. Auch Chase hat sich verändert und wirkt menschlicher. Während er zuvor eher gefühllos und ruhig gewirkt hat, taut er im Laufe des Buches etwas mehr auf und verhält sich mehr, als wäre er wirklich Embers Freund. Leider gab es gerade im ersten Teil des Buches dennoch sehr wenige Interaktionen zwischen den beiden und ich hätte mir – trotz angespannter Situation – wenigstens kurze „Pärchenmomente“ gewünscht. Damit meine ich nicht, dass sie kitschige Gespräche führen sollten, sondern einfach dass sie irgendwie Zeit miteinander verbringen. Zeitweise wirkte es nämlich, als hätten sie sich noch nie getroffen, weil sie miteinander so fremd wirken. Das fand ich ziemlich unrealistisch, da sie sich ja schon ihr ganzes Leben kennen und der Umgang untereinander ganz anders sein sollte. Sehr interessant fand ich die Darstellung des Widerstands. Es tauchen viele Charaktere auf, die sehr unterschiedlich sind. Leider erfährt man nicht allzu viele Details, was aber auf den Plot zurückzuführen ist, der keine langen Aufenthalte und Vorstellungen der Charaktere vorsieht. Oft ist es der mittlere Band einer Trilogie, in dem die Handlung etwas abflacht und langweiliger wird, während die Geschichte sich langsam weiter entwickelt und quasi die Voraussetzungen für das Finale schafft. Das war hier ganz und gar nicht der Fall. Im Vergleich zu Band 1 ist dieses Buch deutlich spannender und actionreicher. Ein Ereignis jagt das nächste und auch wenn die Geschichte nicht allzu abwechslungsreich oder überraschend verläuft, flogen die Seiten nur so dahin, während ich dem weiteren Verlauf der Handlung entgegenfieberte. Es unterscheidet sich allerdings sehr von seinem Vorgänger, in dem das Hauptaugenmerk auf der Flucht aus der Resozialisierung und der Suche nach Embers Mutter lag. Obwohl mir das schon sehr gut gefallen hatte, bin ich positiv überrascht von der Fortsetzung. Das Buch hat mich in keiner Weise enttäuscht, wenn man von dem Kritikpunkt im ersten Abschnitt absieht, und ich bin sehr gespannt auf Band 3. Fazit: Band 2 der Reihe ist deutlich spannender und actionreicher als sein Vorgänger. Mit einer reiferen und sich weiter entwickelnden Protagonistin fliegen die Seiten nur so dahin. 4,5/5 Punkten
Das Buch steigt da ein, wo “Artikel 5″ endet, im Unterschlupf der Widerstandsbewegung von Knoxville. Der Widerstand regt sich inzwischen im ganzen Land, neben den kleinen Aktionen der einzelnen Gruppierungen und Aufsehen erregenden Anschlägen auf einzelne Machthaber, macht auch weiterhin der Sniper von sich reden. Der Heckenschütze erschießt Soldaten der “Moralmiliz”, was diese zu einer gnadenlosen Jagd veranlasst und den Rebellen Anlass zu wilden Spekulationen gibt. Mittendrin stecken Ember und Chase, die meinen, einen Platz gefunden zu haben, an dem sie sicher sind. Doch nicht alle sind ihnen wohlgesonnen und wieder einmal müssen sie entscheiden, wem sie vertrauen können. Aus der Ich-Perspektive Embers erlebt der Leser hautnah, wie aufreibend die Unsicherheit ist, wenn man nicht weiß, wem man vertrauen kann. Immer wieder erfährt das Mädchen, wie dünn das Seil der Loyalität sein kann, wenn es um den eigenen Vorteil geht und wie schwankend der Boden, der Sicherheit verheißt. Auch die Beziehung zu Chase ist immer noch überschattet, wie Katzen streichen sie umeinander und finden zwischen Kämpfen und Flucht doch immer wieder kleine Inseln der Zweisamkeit, die die spannende, stets vorantreibende Handlung entschleunigen. Kleine Rückblenden bieten Ausflüge in die Zeit vor der Verhaftung von Embers Mutter und zeigen die Veränderung, die die Menschen in den letzten Jahren erleben mussten. Kraftvoll, mit klarer Sprache und schonungslos brutal erzählt Kristen Simmons von den Kämpfen der Rebellen, der Ohnmacht der Bevölkerung gegenüber der Moralmiliz, von Freundschaft und Vertrauen, Im zweiten Teil werden nun auch endlich die Hintergründe des Krieges, der zu einer Machtergreifung der fanatisch-religiösen, konformitätsstrebenden Bewegung “Neuanfang für Amerika” führen konnte, näher erläutert. Rätselhaft bleibt die Organisation hinter dem Widerstand “Drei”, die sicher im dritten Band (Originaltitel Three) eine tragende Rolle spielen wird, sowie eine Figur aus dem ersten Band, die überrraschend auftaucht und die ich bis zum Schluss nicht einzuschätzen vermochte. Fazit: Mit “Gesetz der Rache ” ist Kristen Simmons eine actionreiche, spannungsgeladene Fortsetzung gelungen, die “Artikel 5″ in Nichts nachsteht. Interessante Charaktere und eine Atmosphäre aus Verzweiflung, Misstrauen, aber auch Hoffnung ergeben eine aufregende Mischung, die das Buch zu einem atemlosen Leseerlebnis machen. © Tintenelfe www.tintenhain.de
ENTHÄLT SPOILER ZUM VORGÄNGER! INHALT: Ember und Chase haben beim Widerstand Unterschlupf gefunden. Die Regierung hat sie für tot erklärt und sie versuchen gemeinsam mit Sean, ihre alte Freundin Rebecca zu retten, doch sie zu finden ist gar nicht so einfach. Da findet Sean einen kürzlich entlassenen Soldaten, der wissen könnte, wo Rebecca sich befindet. Doch dieser Soldat ist jemand, den Ember und Chase zu gut kennen ... Währenddessen greift ein mysteriöser Heckenschütze Soldaten der Moralmiliz an. Wer ist dieser "Sniper"? Gehört er zu den Rebellen oder tötet er wahllos Leute der Regierung? Das FBR veröffentlicht eine Fahndungsliste, von denen vier mehr oder weniger unbekannt sind, aber die fünfte Person ist Ember. Für sie gilt Code 1: Töten bei Sichtkontakt. Jemand muss Ember verraten haben. Nun muss sie sich entweder verstecken, um am Leben bleiben zu können, oder sie unterstützt den Widerstand ... MEINUNG: Ich finde das Cover eigentlich sehr schlicht, weil eigentlich nur der Titel und das Gesicht zu sehen sind. Das schöne Blau des Titels und die intensive Farbe der Augen lassen das ganze sehr gut aussehen. Ember hat mich wieder mit ihrer Stärke beeindruckt. Ich finde, dass sie sehr gut zum Widerstand passt, auch wenn sie manchmal anderer Meinung ist. Sie fühlt sich dort eher unwillkommen und unangepasst und einige Leute verstärken dieses Gefühl auch noch. Das Einzige, das für sie zählt, ist ihre Liebe zu Chase, denn er ist ja auch alles, was ihr geblieben ist. Ihre beste Freundin ist unerreichbar für sie und ihre Mutter wurde von Tucker umgebracht. Natürlich hasst sie diesen vollkommen, und vertrauen tut sie ihm erst recht nicht. Aber wer könnte das schon? Ihr einziges Ziel ist es, Rebecca zu finden und zu befreien. Das ist auch der Grund für ihre Zusammenarbeit mit dem Widerstand. Dort macht sie ihre Arbeit aber sehr gut, beweist Mut und trifft in stressigen Situationen mehr oder weniger immer die richtigen Entscheidungen. Chase hat mich ein wenig genervt. Ich mag solche Kerle nicht, die einfach stark sind, alles hinnehmen und die Protagonistin bedingungslos lieben. Etwas anderes macht er gar nicht! Er ist zwar sehr wichtig, aber interessant fand ich ihn trotzdem nicht so. Ich mag sogar Tucker mehr. Als er beim Widerstand aufgetaucht ist, war ich sofort auf seiner Seite - ich mag halt die schwierigen Kerle - und Ember misstraut ihm zwar zutiefst, aber er hält sich gut und handelt fair, auch wenn er nicht immer ganz ehrlich ist und so einiges verschweigt. Nennt mich naiv, aber ich glaube daran, dass aus ihm ein Guter wird. Die Gesetze fand ich auch hier wieder so extrem. Ein neuer Artikel wurde erlassen, der besagt, dass Leute, die anderen Straftätern helfen, ebenfalls bestraft werden. Die Artikel sollen ja eigentlich dazu führen, dass die Bürger sich konform verhalten, aber manche können wirklich nichts dagegen tun oder verstoßen allein durch ihre Existenz gegen das Gesetz. Kein Wunder, dass es so viele Rebellen gibt, die sich aus den Straftätern selbst, deren Angehörigen und anderen Leuten, die die Unmenschlichkeit und Brutalität der Federal Bureau of Reformation erkennen, bilden. Dadurch werden eigentlich alle Bürger unglücklich, und das kann wohl kaum der Wille des FBR sein. Aber anstatt etwas dagegen zu unternehmen, machen sie alles noch schlimmer! FAZIT: Es war genauso realistisch wie im ersten Band und mindestens genauso spannend. Zwar habe ich zwischendurch Pausen eingelegt, aber trotzdem gefiel es mir sehr gut und ich kann die Fortsetzung kaum erwarten.
Ohne grosse Einleitung steigen wir direkt in die Geschichte ein - da wo "Artikel 5" geendet hat. Dies hat mir jedoch keinerlei Probleme bereitet, da mir die eindringlichen Geschehnisse aus Band 1 noch gut in Erinnerung waren. Dieses Mal startet Kristen Simmons eher ruhig. Ember und Chase sind bei den Rebellen geblieben und wir lernen erst einmal die Personen und die Organisation des Widerstands kennen. Zudem bekommt man endlich einige Erklärungen zum Krieg und zum Aufstieg der aktuellen Regierung. Dann kommt durch einen Heckenschützen Leben in die Bude. Der Sniper erschiesst gezielt MM-Soldaten und nach einem weiteren 'Überfall' gibt der Geheimdienst des FBR fünf Verdächtige bekannt - und der letzte Name auf der Liste lautet Ember Miller. Soll Ember nun total untertauchen? Oder soll sie ihre Bekanntheit für den Widerstand nutzen? Und wem kann sie überhaupt noch trauen? Nun gewinnt die Geschichte gehörig an Fahrt und wird so spannend wie sein Vorgänger. Auch der zweite Band wird aus der ich-Perspektive von Ember erzählt. Auf der einen Seite hat sie einen grossen Teil ihrer Naivität abgelegt und vertraut nicht mehr jedem, auf der anderen Seite ist sie hin- und hergerissen. Ember wirkt vor allem zu Beginn sehr ängstlich und verunsichert und denkt und agiert oft recht egoistisch. Der Tod ihrer Mutter schwebt bedrohlich über ihrer Beziehung mit Chase und irgendwie bekommt man das Gefühl, die beiden können nicht mehr miteinander umgehen. Und zu allem Elend kreuzen sich ihre Wege auch noch mit einem alten Bekannten, den Ember und Chase am liebsten nie mehr zu Gesicht bekommen hätten ... Sehr gut gefallen hat mir der Schreibstil der Autorin und ihr Talent, eine sehr dichte und beklemmende Atmosphäre zu schaffen, die unter die Haut geht. Auch dieses Mal zog sie den Spannungsbogen gekonnt an, so dass man nach dem ersten ruhigen Teil dann atemlos durch die Seiten hetzte. Da gönnten einem nur die kursiv gedruckten Erinnerungen Embers an ihre Mutter eine kurze Verschnaufspause. Auch positiv anmerken möchte ich, dass dieser zweite Band nicht mehr so extrem brutal ist. In Band 1 hatte ich die Liebesgeschichte noch bei den Punkten, die mir sehr gut gefielen. Zwar kann ich verstehen, dass eine Beziehung unter diesen Umständen sicherlich sehr schwierig ist, aber manchmal hätte ich die beiden wirklich am liebsten geschüttelt. Ich empfand das Verhältnis der zwei wirklich anstrengend. Auch dieses Mal ist der Schreibstil von Kristen Simmons sehr flüssig zu lesen. Durch die ich-Perspektive ist er sehr direkt und emotional, so dass man Embers Gefühlswelt hautnah miterlebt. Dazu kommt, dass die Autorin wieder eine sehr dichte Atmosphäre aufbaut, so dass man sich zum Teil kaum traut, laut durchzuatmen und die Seiten zwar gehetzt, aber auch möglichst leise umblättert. Fazit: Nach einem etwas ruhigeren Start in die Geschichte, steigt die Spannung dann rapide an und bleibt konstant hoch. "Gesetz der Rache" ist eine sehr gelungene, abwechslungsreiche und rasante Fortsetzung, die nur durch eine für mich etwas anstrengende Beziehung getrübt wurde. Das Ende scheint ein Lichtblick am Horizont - und das ungeduldige Warten auf das grosse Finale hat begonnen.
Description
Book Information
Author Description
Kristen Simmons lebt in Tampa, Florida. Sie studierte Psychologie und Sozialarbeit an der University of Nevada und arbeitet heute als Psychotherapeutin mit Traumapatienten und Missbrauchsopfern. Mit 'Artikel 5' gelang Kristen Simmons ein beeindruckendes Debut, dessen Geschichte in 'Gesetz der Rache' fortgesetzt wird.
Posts
Inhalt: Nachdem Ember und Chase vom FBR zu tot erklärt wurden, können sie sich dem Widerstand anschließen und endlich ihren Beitrag leisten. Doch dann tötet jemand – genannt „der Heckenschütze“ - Soldaten und Ember wird zur Hauptverdächtigen. Hat Tucker sie schließlich doch noch verraten? Ember und Chase müssen sich wieder verdeckt halten, doch den Plan, Rebecca zu finden und zu befreien, geben sie dennoch nicht auf. Meinung: Nachdem ich den Vorgänger dieses Buches, „Artikel 5“, noch einmal gelesen hatte, sind mir einige Dinge aufgefallen, die mich daran gestört haben, die mir beim ersten lesen nicht so bewusst waren. So fand ich zum Beispiel Embers unüberlegte Handlungen und ihr rücksichtsloses Verhalten Chase gegenüber sehr störend. In diesem Teil wurden allerdings all dieses Kritikpunkte ausgebessert. Ember verhält sich deutlich reifer, sie handelt überlegter und trifft klügere Entscheidungen, mit denen sie nicht aus einer Laune heraus sich selbst oder andere in Gefahr bringt. Auch Chase hat sich verändert und wirkt menschlicher. Während er zuvor eher gefühllos und ruhig gewirkt hat, taut er im Laufe des Buches etwas mehr auf und verhält sich mehr, als wäre er wirklich Embers Freund. Leider gab es gerade im ersten Teil des Buches dennoch sehr wenige Interaktionen zwischen den beiden und ich hätte mir – trotz angespannter Situation – wenigstens kurze „Pärchenmomente“ gewünscht. Damit meine ich nicht, dass sie kitschige Gespräche führen sollten, sondern einfach dass sie irgendwie Zeit miteinander verbringen. Zeitweise wirkte es nämlich, als hätten sie sich noch nie getroffen, weil sie miteinander so fremd wirken. Das fand ich ziemlich unrealistisch, da sie sich ja schon ihr ganzes Leben kennen und der Umgang untereinander ganz anders sein sollte. Sehr interessant fand ich die Darstellung des Widerstands. Es tauchen viele Charaktere auf, die sehr unterschiedlich sind. Leider erfährt man nicht allzu viele Details, was aber auf den Plot zurückzuführen ist, der keine langen Aufenthalte und Vorstellungen der Charaktere vorsieht. Oft ist es der mittlere Band einer Trilogie, in dem die Handlung etwas abflacht und langweiliger wird, während die Geschichte sich langsam weiter entwickelt und quasi die Voraussetzungen für das Finale schafft. Das war hier ganz und gar nicht der Fall. Im Vergleich zu Band 1 ist dieses Buch deutlich spannender und actionreicher. Ein Ereignis jagt das nächste und auch wenn die Geschichte nicht allzu abwechslungsreich oder überraschend verläuft, flogen die Seiten nur so dahin, während ich dem weiteren Verlauf der Handlung entgegenfieberte. Es unterscheidet sich allerdings sehr von seinem Vorgänger, in dem das Hauptaugenmerk auf der Flucht aus der Resozialisierung und der Suche nach Embers Mutter lag. Obwohl mir das schon sehr gut gefallen hatte, bin ich positiv überrascht von der Fortsetzung. Das Buch hat mich in keiner Weise enttäuscht, wenn man von dem Kritikpunkt im ersten Abschnitt absieht, und ich bin sehr gespannt auf Band 3. Fazit: Band 2 der Reihe ist deutlich spannender und actionreicher als sein Vorgänger. Mit einer reiferen und sich weiter entwickelnden Protagonistin fliegen die Seiten nur so dahin. 4,5/5 Punkten
Das Buch steigt da ein, wo “Artikel 5″ endet, im Unterschlupf der Widerstandsbewegung von Knoxville. Der Widerstand regt sich inzwischen im ganzen Land, neben den kleinen Aktionen der einzelnen Gruppierungen und Aufsehen erregenden Anschlägen auf einzelne Machthaber, macht auch weiterhin der Sniper von sich reden. Der Heckenschütze erschießt Soldaten der “Moralmiliz”, was diese zu einer gnadenlosen Jagd veranlasst und den Rebellen Anlass zu wilden Spekulationen gibt. Mittendrin stecken Ember und Chase, die meinen, einen Platz gefunden zu haben, an dem sie sicher sind. Doch nicht alle sind ihnen wohlgesonnen und wieder einmal müssen sie entscheiden, wem sie vertrauen können. Aus der Ich-Perspektive Embers erlebt der Leser hautnah, wie aufreibend die Unsicherheit ist, wenn man nicht weiß, wem man vertrauen kann. Immer wieder erfährt das Mädchen, wie dünn das Seil der Loyalität sein kann, wenn es um den eigenen Vorteil geht und wie schwankend der Boden, der Sicherheit verheißt. Auch die Beziehung zu Chase ist immer noch überschattet, wie Katzen streichen sie umeinander und finden zwischen Kämpfen und Flucht doch immer wieder kleine Inseln der Zweisamkeit, die die spannende, stets vorantreibende Handlung entschleunigen. Kleine Rückblenden bieten Ausflüge in die Zeit vor der Verhaftung von Embers Mutter und zeigen die Veränderung, die die Menschen in den letzten Jahren erleben mussten. Kraftvoll, mit klarer Sprache und schonungslos brutal erzählt Kristen Simmons von den Kämpfen der Rebellen, der Ohnmacht der Bevölkerung gegenüber der Moralmiliz, von Freundschaft und Vertrauen, Im zweiten Teil werden nun auch endlich die Hintergründe des Krieges, der zu einer Machtergreifung der fanatisch-religiösen, konformitätsstrebenden Bewegung “Neuanfang für Amerika” führen konnte, näher erläutert. Rätselhaft bleibt die Organisation hinter dem Widerstand “Drei”, die sicher im dritten Band (Originaltitel Three) eine tragende Rolle spielen wird, sowie eine Figur aus dem ersten Band, die überrraschend auftaucht und die ich bis zum Schluss nicht einzuschätzen vermochte. Fazit: Mit “Gesetz der Rache ” ist Kristen Simmons eine actionreiche, spannungsgeladene Fortsetzung gelungen, die “Artikel 5″ in Nichts nachsteht. Interessante Charaktere und eine Atmosphäre aus Verzweiflung, Misstrauen, aber auch Hoffnung ergeben eine aufregende Mischung, die das Buch zu einem atemlosen Leseerlebnis machen. © Tintenelfe www.tintenhain.de
ENTHÄLT SPOILER ZUM VORGÄNGER! INHALT: Ember und Chase haben beim Widerstand Unterschlupf gefunden. Die Regierung hat sie für tot erklärt und sie versuchen gemeinsam mit Sean, ihre alte Freundin Rebecca zu retten, doch sie zu finden ist gar nicht so einfach. Da findet Sean einen kürzlich entlassenen Soldaten, der wissen könnte, wo Rebecca sich befindet. Doch dieser Soldat ist jemand, den Ember und Chase zu gut kennen ... Währenddessen greift ein mysteriöser Heckenschütze Soldaten der Moralmiliz an. Wer ist dieser "Sniper"? Gehört er zu den Rebellen oder tötet er wahllos Leute der Regierung? Das FBR veröffentlicht eine Fahndungsliste, von denen vier mehr oder weniger unbekannt sind, aber die fünfte Person ist Ember. Für sie gilt Code 1: Töten bei Sichtkontakt. Jemand muss Ember verraten haben. Nun muss sie sich entweder verstecken, um am Leben bleiben zu können, oder sie unterstützt den Widerstand ... MEINUNG: Ich finde das Cover eigentlich sehr schlicht, weil eigentlich nur der Titel und das Gesicht zu sehen sind. Das schöne Blau des Titels und die intensive Farbe der Augen lassen das ganze sehr gut aussehen. Ember hat mich wieder mit ihrer Stärke beeindruckt. Ich finde, dass sie sehr gut zum Widerstand passt, auch wenn sie manchmal anderer Meinung ist. Sie fühlt sich dort eher unwillkommen und unangepasst und einige Leute verstärken dieses Gefühl auch noch. Das Einzige, das für sie zählt, ist ihre Liebe zu Chase, denn er ist ja auch alles, was ihr geblieben ist. Ihre beste Freundin ist unerreichbar für sie und ihre Mutter wurde von Tucker umgebracht. Natürlich hasst sie diesen vollkommen, und vertrauen tut sie ihm erst recht nicht. Aber wer könnte das schon? Ihr einziges Ziel ist es, Rebecca zu finden und zu befreien. Das ist auch der Grund für ihre Zusammenarbeit mit dem Widerstand. Dort macht sie ihre Arbeit aber sehr gut, beweist Mut und trifft in stressigen Situationen mehr oder weniger immer die richtigen Entscheidungen. Chase hat mich ein wenig genervt. Ich mag solche Kerle nicht, die einfach stark sind, alles hinnehmen und die Protagonistin bedingungslos lieben. Etwas anderes macht er gar nicht! Er ist zwar sehr wichtig, aber interessant fand ich ihn trotzdem nicht so. Ich mag sogar Tucker mehr. Als er beim Widerstand aufgetaucht ist, war ich sofort auf seiner Seite - ich mag halt die schwierigen Kerle - und Ember misstraut ihm zwar zutiefst, aber er hält sich gut und handelt fair, auch wenn er nicht immer ganz ehrlich ist und so einiges verschweigt. Nennt mich naiv, aber ich glaube daran, dass aus ihm ein Guter wird. Die Gesetze fand ich auch hier wieder so extrem. Ein neuer Artikel wurde erlassen, der besagt, dass Leute, die anderen Straftätern helfen, ebenfalls bestraft werden. Die Artikel sollen ja eigentlich dazu führen, dass die Bürger sich konform verhalten, aber manche können wirklich nichts dagegen tun oder verstoßen allein durch ihre Existenz gegen das Gesetz. Kein Wunder, dass es so viele Rebellen gibt, die sich aus den Straftätern selbst, deren Angehörigen und anderen Leuten, die die Unmenschlichkeit und Brutalität der Federal Bureau of Reformation erkennen, bilden. Dadurch werden eigentlich alle Bürger unglücklich, und das kann wohl kaum der Wille des FBR sein. Aber anstatt etwas dagegen zu unternehmen, machen sie alles noch schlimmer! FAZIT: Es war genauso realistisch wie im ersten Band und mindestens genauso spannend. Zwar habe ich zwischendurch Pausen eingelegt, aber trotzdem gefiel es mir sehr gut und ich kann die Fortsetzung kaum erwarten.
Ohne grosse Einleitung steigen wir direkt in die Geschichte ein - da wo "Artikel 5" geendet hat. Dies hat mir jedoch keinerlei Probleme bereitet, da mir die eindringlichen Geschehnisse aus Band 1 noch gut in Erinnerung waren. Dieses Mal startet Kristen Simmons eher ruhig. Ember und Chase sind bei den Rebellen geblieben und wir lernen erst einmal die Personen und die Organisation des Widerstands kennen. Zudem bekommt man endlich einige Erklärungen zum Krieg und zum Aufstieg der aktuellen Regierung. Dann kommt durch einen Heckenschützen Leben in die Bude. Der Sniper erschiesst gezielt MM-Soldaten und nach einem weiteren 'Überfall' gibt der Geheimdienst des FBR fünf Verdächtige bekannt - und der letzte Name auf der Liste lautet Ember Miller. Soll Ember nun total untertauchen? Oder soll sie ihre Bekanntheit für den Widerstand nutzen? Und wem kann sie überhaupt noch trauen? Nun gewinnt die Geschichte gehörig an Fahrt und wird so spannend wie sein Vorgänger. Auch der zweite Band wird aus der ich-Perspektive von Ember erzählt. Auf der einen Seite hat sie einen grossen Teil ihrer Naivität abgelegt und vertraut nicht mehr jedem, auf der anderen Seite ist sie hin- und hergerissen. Ember wirkt vor allem zu Beginn sehr ängstlich und verunsichert und denkt und agiert oft recht egoistisch. Der Tod ihrer Mutter schwebt bedrohlich über ihrer Beziehung mit Chase und irgendwie bekommt man das Gefühl, die beiden können nicht mehr miteinander umgehen. Und zu allem Elend kreuzen sich ihre Wege auch noch mit einem alten Bekannten, den Ember und Chase am liebsten nie mehr zu Gesicht bekommen hätten ... Sehr gut gefallen hat mir der Schreibstil der Autorin und ihr Talent, eine sehr dichte und beklemmende Atmosphäre zu schaffen, die unter die Haut geht. Auch dieses Mal zog sie den Spannungsbogen gekonnt an, so dass man nach dem ersten ruhigen Teil dann atemlos durch die Seiten hetzte. Da gönnten einem nur die kursiv gedruckten Erinnerungen Embers an ihre Mutter eine kurze Verschnaufspause. Auch positiv anmerken möchte ich, dass dieser zweite Band nicht mehr so extrem brutal ist. In Band 1 hatte ich die Liebesgeschichte noch bei den Punkten, die mir sehr gut gefielen. Zwar kann ich verstehen, dass eine Beziehung unter diesen Umständen sicherlich sehr schwierig ist, aber manchmal hätte ich die beiden wirklich am liebsten geschüttelt. Ich empfand das Verhältnis der zwei wirklich anstrengend. Auch dieses Mal ist der Schreibstil von Kristen Simmons sehr flüssig zu lesen. Durch die ich-Perspektive ist er sehr direkt und emotional, so dass man Embers Gefühlswelt hautnah miterlebt. Dazu kommt, dass die Autorin wieder eine sehr dichte Atmosphäre aufbaut, so dass man sich zum Teil kaum traut, laut durchzuatmen und die Seiten zwar gehetzt, aber auch möglichst leise umblättert. Fazit: Nach einem etwas ruhigeren Start in die Geschichte, steigt die Spannung dann rapide an und bleibt konstant hoch. "Gesetz der Rache" ist eine sehr gelungene, abwechslungsreiche und rasante Fortsetzung, die nur durch eine für mich etwas anstrengende Beziehung getrübt wurde. Das Ende scheint ein Lichtblick am Horizont - und das ungeduldige Warten auf das grosse Finale hat begonnen.







