Georg Heym

Georg Heym

Hardback

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Description

Als Georg Heym am 16. Januar 1912 beim Schlittschuhlaufen in der Havel ertrank, verlöschte ein Komet am Avantgarde-Himmel Berlins. Nur kurz hatte der noch nicht 25-jährige Dichter von Der Ewige Tag den gerade entstehenden Expressionismus mitprägen können. Heyms grausamer Unfalltod erschien manchem Zeitgenossen wie das folgerichtige Eintreffen der wüsten Todesvisionen, aus denen seine Dichtung gemacht schien. Sein Leben stiftet Legende, aber eine, wie sie im Tempo der Großstadt aufblitzt. Weltende, Zerfall des Alten und Wiedergeburt eines unerhörten Neuen – das war das Credo dieser expressionistischen Bewegung, die mehr als eine bloß literarische war, sondern die erstmals das fiebrige Tempo des modernen Großstadtlebens ins öffentliche Bewusstsein brachte. Dieser Aufbruch einer Generation spiegelt sich bei Heym in einer nur mit anderen Jungverstobenen wie Georg Büchner oder Heinrich von Kleist vergleichbaren Sprachgewalt. Georg Heym gehört zu jenen Künstlern, auf die der Tod eine unheimlich erscheinende, geradezu erotische Anziehungskraft ausübte. Sein schmales Werk, das den Leser nicht schont, ist unverdientermaßen in Vergessenheit geraten. Sein hundertster Todestag ist Anlass einer Biografie, die die bislang nur Experten bekannten Stationen seines Lebens erstmals sehr unmittelbar erzählt. Wiederentdeckt wird ein Autor, der Gottfried Benn, Georg Trakl oder Johannes R. Becher in jeder Hinsicht ebenbürtig war.

Book Information

Main Genre
Biographies
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
176
Price
10.30 €