Geld spielt keine Rolle
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Description
Book Information
Author Description
Anna Mayr wurde 1993 in einer Mittelstadt am östlichen Rand des Ruhrgebiets geboren. Sie studierte Geographie und Literatur in Köln, schrieb für eine Boulevardzeitung, arbeitete als Deutschlehrerin, lernte an der Deutschen Journalistenschule in München, landete dann beim ZEIT-Magazin. Heute ist sie Redakteurin im Politik-Ressort der ZEIT und lebt in Berlin. Bei Hanser Berlin erschienen von ihr Die Elenden (2020) über Armut und Arbeitslosigkeit und zuletzt Geld spielt keine Rolle (2023).
Posts
Spannende (Selbst-)Beobachtungen zum Thema Geld!
In kurzen Essays gewährt Journalistin Anna Mayr uns Einblick in ihre ganz persönlichen Finanzen und ihr Verhältnis zu Geld. Unterfüttert mit Fakten und einer gesunden Portion Selbstironie reflektiert sie bedeutende und weniger bedeutende Kaufentscheidungen, was diese über sie aussagen und wie Geld haben sie verändert hat. Denn als Kind langzeitarbeitsloser Eltern war Wohlstand in ihrem Leben nicht immer selbstverständlich. Mayrs schonungslos ehrlichen Selbstbeobachtungen laden dazu ein, sich auch mit der eigenen Beziehung zum Geld auseinanderzusetzen. Ich habe mich in der beschriebenen Ambivalenz und der gelegentlichen Absurdität oft wiedergefunden. Das Buch zeigt wenige Lösungsansätze auf, allerdings sind Bewusssein und Sensibilität für unterschiedliche ökonomische Realitäten für mich bereits ein wichtiger erster Schritt.
"Deshalb will ich jetzt auf mein heutiges Leben zeigen, das ein Leben mit Geld ist. Ich will dieses Leben nicht anders, ich habe lieber Geld als kein Geld. Aber ich mag den Menschen, zu dem ich mit Geld geworden bin, nicht besonders." In Anna Mayrs erstem Buch 'Die Elenden' schrieb sie über Klassismus in Deutschland, über ihr Aufwachsen in einer armen Familie und die strukturelle Diskriminierung, die sie, ihre Familie und Personen in ähnlichen Verhältnissen erfahren haben. Nun, in ihrem zweiten Buch 'Geld spielt keine Rolle', schreibt Mayr aus einer anderen Position heraus. Inzwischen hat sie einen sogenannten Klassenaufstieg durchlebt und hat Geld - mehr Geld, als sie zum Decken ihre Grundbedürfnisse benötigen würde. So viel Geld, dass sie es für Quatsch ausgeben kann - wie überteuerte Ausflüge, eine Katzentherapeutin, einen nachhaltigen Tannenbaum, und so weiter. Anna Mayr geht dabei sehr hart mit sich selbst ins Gericht und schreibt über die Zerrissenheit, die sie verspürt, weil Geld ihr nicht nur andere Möglichkeiten bietet, sondern sie auch stückweit verändert. Darüber hinaus zeigt sie teilweise anklagend, teilweise sehr humorvoll auf, wie absurd Kapitalismus funktioniert, wie ungerecht die Verteilung ist und in welchen Situationen man dazu neigt, viel zu viel Geld auszugeben, um unangenehmen Situationen aus dem Weg zu gehen. Mich hat 'Geld spielt keine Rolle' amüsiert, gleichzeitig hat es mir auch sehr oft den Spiegel vorgehalten, da ich manche Situationen so ähnlich auch schon erlebt habe und die kontroversen Gefühle in Bezug auf Geld nur zu gut kenne. Diese Perspektive ist mir in Büchern noch nicht so oft begegnet. Mir gefällt auch die Art und Weise, wie Anna Mayr schreibt und kann dieses ehrliche, kurzweilige, aber nicht oberflächliche, Buch sehr empfehlen.
Über den Umgang mit Geld, wenn man früher wenig hatte und jetzt genug. Aber was ist genug und was macht das mit einem? Anna Mayr reflektiert über ihr eigenes Leben und ja, es geht viel um Essen. Das liest sich durchweg unterhaltsam und gleichzeitig beunruhigend. Zu nah dran am eigenen Unwohlsein in vielen Fällen. Unbedingte Empfehlung, allerdings macht es noch mehr Sinn, wenn man ihr erstes Buch "Die Elenden" schon kennt.
Es öffnet die Augen!
Es wird eine erschreckende Realität dargelegt. Die Welt ist voller Ungerechtigkeit und es scheint auch keinen richtigen Ausweg zu geben. Ich finde, man lernt gleichzeitig sehr, dankbar zu sein und beginnt, Dinge oder auch Gewohnheiten zu hinterfragen. Das Buch zeigt die Vorzüge verschiedener Gesellschaftsschichten und dass man sich angleicht, wenn man plötzlich ein höheres Einkommen hat, obwohl man weiß, wie die andere Seite aussieht. Ich finde es öffnet die Augen und ist gleichzeitig sehr traurig, da keine Lösung aufgezeigt wird, weil es sie nicht zu geben scheint. Jedenfalls würde mir bei all den Gedanken, die das in mir ausgelöst hat, keine einfallen.
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Anna Mayr wurde 1993 in einer Mittelstadt am östlichen Rand des Ruhrgebiets geboren. Sie studierte Geographie und Literatur in Köln, schrieb für eine Boulevardzeitung, arbeitete als Deutschlehrerin, lernte an der Deutschen Journalistenschule in München, landete dann beim ZEIT-Magazin. Heute ist sie Redakteurin im Politik-Ressort der ZEIT und lebt in Berlin. Bei Hanser Berlin erschienen von ihr Die Elenden (2020) über Armut und Arbeitslosigkeit und zuletzt Geld spielt keine Rolle (2023).
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Spannende (Selbst-)Beobachtungen zum Thema Geld!
In kurzen Essays gewährt Journalistin Anna Mayr uns Einblick in ihre ganz persönlichen Finanzen und ihr Verhältnis zu Geld. Unterfüttert mit Fakten und einer gesunden Portion Selbstironie reflektiert sie bedeutende und weniger bedeutende Kaufentscheidungen, was diese über sie aussagen und wie Geld haben sie verändert hat. Denn als Kind langzeitarbeitsloser Eltern war Wohlstand in ihrem Leben nicht immer selbstverständlich. Mayrs schonungslos ehrlichen Selbstbeobachtungen laden dazu ein, sich auch mit der eigenen Beziehung zum Geld auseinanderzusetzen. Ich habe mich in der beschriebenen Ambivalenz und der gelegentlichen Absurdität oft wiedergefunden. Das Buch zeigt wenige Lösungsansätze auf, allerdings sind Bewusssein und Sensibilität für unterschiedliche ökonomische Realitäten für mich bereits ein wichtiger erster Schritt.
"Deshalb will ich jetzt auf mein heutiges Leben zeigen, das ein Leben mit Geld ist. Ich will dieses Leben nicht anders, ich habe lieber Geld als kein Geld. Aber ich mag den Menschen, zu dem ich mit Geld geworden bin, nicht besonders." In Anna Mayrs erstem Buch 'Die Elenden' schrieb sie über Klassismus in Deutschland, über ihr Aufwachsen in einer armen Familie und die strukturelle Diskriminierung, die sie, ihre Familie und Personen in ähnlichen Verhältnissen erfahren haben. Nun, in ihrem zweiten Buch 'Geld spielt keine Rolle', schreibt Mayr aus einer anderen Position heraus. Inzwischen hat sie einen sogenannten Klassenaufstieg durchlebt und hat Geld - mehr Geld, als sie zum Decken ihre Grundbedürfnisse benötigen würde. So viel Geld, dass sie es für Quatsch ausgeben kann - wie überteuerte Ausflüge, eine Katzentherapeutin, einen nachhaltigen Tannenbaum, und so weiter. Anna Mayr geht dabei sehr hart mit sich selbst ins Gericht und schreibt über die Zerrissenheit, die sie verspürt, weil Geld ihr nicht nur andere Möglichkeiten bietet, sondern sie auch stückweit verändert. Darüber hinaus zeigt sie teilweise anklagend, teilweise sehr humorvoll auf, wie absurd Kapitalismus funktioniert, wie ungerecht die Verteilung ist und in welchen Situationen man dazu neigt, viel zu viel Geld auszugeben, um unangenehmen Situationen aus dem Weg zu gehen. Mich hat 'Geld spielt keine Rolle' amüsiert, gleichzeitig hat es mir auch sehr oft den Spiegel vorgehalten, da ich manche Situationen so ähnlich auch schon erlebt habe und die kontroversen Gefühle in Bezug auf Geld nur zu gut kenne. Diese Perspektive ist mir in Büchern noch nicht so oft begegnet. Mir gefällt auch die Art und Weise, wie Anna Mayr schreibt und kann dieses ehrliche, kurzweilige, aber nicht oberflächliche, Buch sehr empfehlen.
Über den Umgang mit Geld, wenn man früher wenig hatte und jetzt genug. Aber was ist genug und was macht das mit einem? Anna Mayr reflektiert über ihr eigenes Leben und ja, es geht viel um Essen. Das liest sich durchweg unterhaltsam und gleichzeitig beunruhigend. Zu nah dran am eigenen Unwohlsein in vielen Fällen. Unbedingte Empfehlung, allerdings macht es noch mehr Sinn, wenn man ihr erstes Buch "Die Elenden" schon kennt.
Es öffnet die Augen!
Es wird eine erschreckende Realität dargelegt. Die Welt ist voller Ungerechtigkeit und es scheint auch keinen richtigen Ausweg zu geben. Ich finde, man lernt gleichzeitig sehr, dankbar zu sein und beginnt, Dinge oder auch Gewohnheiten zu hinterfragen. Das Buch zeigt die Vorzüge verschiedener Gesellschaftsschichten und dass man sich angleicht, wenn man plötzlich ein höheres Einkommen hat, obwohl man weiß, wie die andere Seite aussieht. Ich finde es öffnet die Augen und ist gleichzeitig sehr traurig, da keine Lösung aufgezeigt wird, weil es sie nicht zu geben scheint. Jedenfalls würde mir bei all den Gedanken, die das in mir ausgelöst hat, keine einfallen.








