Geister weinen nicht
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Description
Seit dem Tod ihres Mannes lebt Alma allein in ihrem Haus am Ende der Sackgasse eines kleinen dänischen Dorfes. Ihr Gedächtnis lässt sie immer häufiger im Stich, die Gicht plagt sie, sie ist taub, auch die Beine wollen nicht mehr so recht. Doch Abend für Abend zieht sie gewissenhaft ihre gute alte Bornholmer Standuhr auf. Sie weiß: Wenn sie die Uhr eines Abends nicht mehr aufzieht, wird sie am nächsten Morgen auch nicht mehr aufwachen. Bis eines Tages ein Junge mit seinem Hund am Haus vorbeigeht und eine unerwartete Freundschaft beginnt. Der Junge haucht ihr neues Leben ein, Erinnerungen an ihren Mann, den Uhrmacher Otto, kommen ihr in den Sinn: von einem gemeinsamen Tanzabend etwa, aber auch von einem Unglück in seiner Werkstatt, seinem Jähzorn in der Zeit danach. Nur Alma kennt die Wahrheit darüber, was wirklich mit ihm geschehen ist. Leider erinnert sie sich nicht mehr daran...
Book Information
Author Description
Ane Riel, Studium der Kunstgeschichte, wurde 1971 in Aarhus geboren. Ihr Debütroman »Blutwurst und Zimtschnecken« wurde als bester dänischer Krimiroman des Jahres ausgezeichnet. Für ihren zweiten Roman »Harz« hat sie gleich alle vier wichtigen skandinavischen Krimipreise bekommen: den dänischen, norwegischen, schwedischen Krimipreis sowie den Preis für den besten Kriminalroman Skandinaviens insgesamt.
Posts
Alma ist eine ältere Dame, wie alt weiß man nicht genau. Sie lebt alleine in einem Haus am Ende einer Sackgasse in einem kleinen Ort dänischen Dorf. Sie ist sehr allein. Keine Familie mehr, keine Freunde. Sie gestaltet Ihren Alltag um ihren Nebel der Demenz herum. Mal besser, mal schlechter. Man leidet mit ihr und man freut sich mit ihr an den kleinen Dingen die sie noch im Leben hat. Die Geschichte gibt nach und nach Einblicke in Almas Leben und den tragischen Momenten. Ich fand es toll, dass man immer dann Erinnerungen vermittelt bekam, wenn auch Alma sich erinnerte. Die Tage an denen die Demenz direkt nach dem Aufwachen zuschlug waren sehr traurig. Sie tat mir schrecklich leid weil sie so einsam ist. Eines Tages sieht sie einen kleinen Jungen mit seinem Hund spazieren gehen. Über mehrere Tage hinweg schafft sie es, ihn in ihr Haus zu locken. Sie ist Taub, der Junge kann noch nicht lesen. Aber so unterschiedlich die beiden sind, entwickelt sich eine wunderschöne Beziehung. Mir hat das Buch unglaublich gut gefallen. Der Schreibstil war toll und auch die Charaktere. Um so mehr man liest, um so mehr erschließt sich, dass etwas schlimmes passiert ist. Doch erinnert sich Alma daran? Ich kann ganz klar eine Leseempfehlung geben für ein kurzweiliges aber berührendes Buch.

In dieser Geschichte geht es um Alma, die alt ist. Sie ist taub und kann kaum noch gehen. Einzig ihre Routine hilft ihr, den Alltag zu meistern und das macht sie echt gut. Abends, vor dem Schlafengehen, dreht sie die Standuhr auf. Denn sie weiß, wenn sie stehen bleibt, bleibt auch sie stehen. Doch dann passieren immer mehr eigenartige Dinge ... Und sie versucht sich zu erinnern. An das, was ihr Mann gemacht hat und an ihre Reaktion darauf. Wie sie ihn reingelegt hat ... Es ist eine sehr schöne Geschichte, die teilweise sehr erschreckend wirkt. "Geister weinen nicht" hat mich kaum losgelassen und sehr beeindruckt. Besonders Alma hat mich überrascht mit dem, was sie gemacht und wie sie am Ende reagiert hat. Ein stiller und doch tiefer Roman!
Berührend, aber stellenweise etwas zäh
„Nur Alma kennt die Wahrheit über Otto. Leider erinnert sie sich nicht mehr daran“ - so beginnt der Klappentext und ich war sofort gespannt und vorfreudig auf das Buch. Würde es ein Krimi sein? Ein Thriller? Ich wusste es nicht. Zugegeben: ganz sicher weiß ich es auch noch immer nicht... Alma lebt allein und sehr zurückgezogen in ihrem Haus. Die Lebensmittel werden ihr wöchentlich geliefert und Besuch erhält sie nie. Auch sie selbst verlässt ihr Haus nicht, ihre Beine schmerzen, sie kann nicht mehr so wie früher. Auch ihr Kopf scheint nicht mehr ganz so zu funktionieren, wie es eigentlich sein sollte. Mit dem Alter taub geworden lebt Alma still in ihrer ganz eigenen Welt. Doch eines weiß sie, vergisst sie nie: am Abend wird die Bornholmer Standuhr, „die Frau“, aufgezogen. Ich spürte Almas Einsamkeit. Ich hatte Mitleid mit ihr, da sie bedingt durch die fortschreitende Demenz vieles einfach nicht mehr versteht, nicht mehr richtig wahrnehmen kann. Ich war jedoch auch schockiert. Puh. „Geister weinen nicht“ ist kein einfaches, kleines Buch für zwischendurch. Es ist irgendwie traurig, irgendwie berührend, irgendwie aber dennoch auch stellenweise ein wenig spannend. Allerdings empfand ich es alles in allem auch als etwas langatmig, zäh und hätte sicherlich auf die eine oder andere ausführliche Schilderung verzichten können. Ja, das Ende wird dann schon spannend, das Ende gefiel mir sogar richtig gut. Trotzdem musste ich gerade am Anfang doch sehr kämpfen und habe immer wieder überlegt, das Buch abzubrechen. Fazit: kann man lesen. 3/5*
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Seit dem Tod ihres Mannes lebt Alma allein in ihrem Haus am Ende der Sackgasse eines kleinen dänischen Dorfes. Ihr Gedächtnis lässt sie immer häufiger im Stich, die Gicht plagt sie, sie ist taub, auch die Beine wollen nicht mehr so recht. Doch Abend für Abend zieht sie gewissenhaft ihre gute alte Bornholmer Standuhr auf. Sie weiß: Wenn sie die Uhr eines Abends nicht mehr aufzieht, wird sie am nächsten Morgen auch nicht mehr aufwachen. Bis eines Tages ein Junge mit seinem Hund am Haus vorbeigeht und eine unerwartete Freundschaft beginnt. Der Junge haucht ihr neues Leben ein, Erinnerungen an ihren Mann, den Uhrmacher Otto, kommen ihr in den Sinn: von einem gemeinsamen Tanzabend etwa, aber auch von einem Unglück in seiner Werkstatt, seinem Jähzorn in der Zeit danach. Nur Alma kennt die Wahrheit darüber, was wirklich mit ihm geschehen ist. Leider erinnert sie sich nicht mehr daran...
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Author Description
Ane Riel, Studium der Kunstgeschichte, wurde 1971 in Aarhus geboren. Ihr Debütroman »Blutwurst und Zimtschnecken« wurde als bester dänischer Krimiroman des Jahres ausgezeichnet. Für ihren zweiten Roman »Harz« hat sie gleich alle vier wichtigen skandinavischen Krimipreise bekommen: den dänischen, norwegischen, schwedischen Krimipreis sowie den Preis für den besten Kriminalroman Skandinaviens insgesamt.
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Alma ist eine ältere Dame, wie alt weiß man nicht genau. Sie lebt alleine in einem Haus am Ende einer Sackgasse in einem kleinen Ort dänischen Dorf. Sie ist sehr allein. Keine Familie mehr, keine Freunde. Sie gestaltet Ihren Alltag um ihren Nebel der Demenz herum. Mal besser, mal schlechter. Man leidet mit ihr und man freut sich mit ihr an den kleinen Dingen die sie noch im Leben hat. Die Geschichte gibt nach und nach Einblicke in Almas Leben und den tragischen Momenten. Ich fand es toll, dass man immer dann Erinnerungen vermittelt bekam, wenn auch Alma sich erinnerte. Die Tage an denen die Demenz direkt nach dem Aufwachen zuschlug waren sehr traurig. Sie tat mir schrecklich leid weil sie so einsam ist. Eines Tages sieht sie einen kleinen Jungen mit seinem Hund spazieren gehen. Über mehrere Tage hinweg schafft sie es, ihn in ihr Haus zu locken. Sie ist Taub, der Junge kann noch nicht lesen. Aber so unterschiedlich die beiden sind, entwickelt sich eine wunderschöne Beziehung. Mir hat das Buch unglaublich gut gefallen. Der Schreibstil war toll und auch die Charaktere. Um so mehr man liest, um so mehr erschließt sich, dass etwas schlimmes passiert ist. Doch erinnert sich Alma daran? Ich kann ganz klar eine Leseempfehlung geben für ein kurzweiliges aber berührendes Buch.

In dieser Geschichte geht es um Alma, die alt ist. Sie ist taub und kann kaum noch gehen. Einzig ihre Routine hilft ihr, den Alltag zu meistern und das macht sie echt gut. Abends, vor dem Schlafengehen, dreht sie die Standuhr auf. Denn sie weiß, wenn sie stehen bleibt, bleibt auch sie stehen. Doch dann passieren immer mehr eigenartige Dinge ... Und sie versucht sich zu erinnern. An das, was ihr Mann gemacht hat und an ihre Reaktion darauf. Wie sie ihn reingelegt hat ... Es ist eine sehr schöne Geschichte, die teilweise sehr erschreckend wirkt. "Geister weinen nicht" hat mich kaum losgelassen und sehr beeindruckt. Besonders Alma hat mich überrascht mit dem, was sie gemacht und wie sie am Ende reagiert hat. Ein stiller und doch tiefer Roman!
Berührend, aber stellenweise etwas zäh
„Nur Alma kennt die Wahrheit über Otto. Leider erinnert sie sich nicht mehr daran“ - so beginnt der Klappentext und ich war sofort gespannt und vorfreudig auf das Buch. Würde es ein Krimi sein? Ein Thriller? Ich wusste es nicht. Zugegeben: ganz sicher weiß ich es auch noch immer nicht... Alma lebt allein und sehr zurückgezogen in ihrem Haus. Die Lebensmittel werden ihr wöchentlich geliefert und Besuch erhält sie nie. Auch sie selbst verlässt ihr Haus nicht, ihre Beine schmerzen, sie kann nicht mehr so wie früher. Auch ihr Kopf scheint nicht mehr ganz so zu funktionieren, wie es eigentlich sein sollte. Mit dem Alter taub geworden lebt Alma still in ihrer ganz eigenen Welt. Doch eines weiß sie, vergisst sie nie: am Abend wird die Bornholmer Standuhr, „die Frau“, aufgezogen. Ich spürte Almas Einsamkeit. Ich hatte Mitleid mit ihr, da sie bedingt durch die fortschreitende Demenz vieles einfach nicht mehr versteht, nicht mehr richtig wahrnehmen kann. Ich war jedoch auch schockiert. Puh. „Geister weinen nicht“ ist kein einfaches, kleines Buch für zwischendurch. Es ist irgendwie traurig, irgendwie berührend, irgendwie aber dennoch auch stellenweise ein wenig spannend. Allerdings empfand ich es alles in allem auch als etwas langatmig, zäh und hätte sicherlich auf die eine oder andere ausführliche Schilderung verzichten können. Ja, das Ende wird dann schon spannend, das Ende gefiel mir sogar richtig gut. Trotzdem musste ich gerade am Anfang doch sehr kämpfen und habe immer wieder überlegt, das Buch abzubrechen. Fazit: kann man lesen. 3/5*






