Gebrauchsanweisung fürs Zugreisen

Gebrauchsanweisung fürs Zugreisen

Softcover
4.311
Fenster AufTrainspottingDampflokDeutsche Bahn

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Description

Ode an die Schönheit des langsamen Reisens

Sein Großvater war Weichensteller, sein Onkel Fahrdienstleiter und sein Cousin Lokführer. Klar, dass Jaroslav Rudiš so oft wie möglich Zug fährt. In seinem Buch begibt er sich im Takt der Schienen durch Europa: von Berlin aus bis zum Gotthardtunnel und von Sizilien bis nach Lappland; im Nachtzug durch Polen und die Ukraine sowie im Speisewagen von Hamburg nach Prag.

Leidenschaftlich berichtet er davon, wie er vor seinem Waggonfenster zwischen Felsen und Bäumen zum ersten Mal die Adria erblickt. Wie er mit der Schmalspurbahn die Wälder im Harz erkundet. Und wie er in vierzig Stunden auf so vielen Verbindungen wie möglich durch ganz Deutschland fährt.

Rudiš widmet sich dabei den schönsten Bahnhöfen, den Kathedralen des Verkehrs. Erklärt, was Krokodile und Brigitte Bardot mit Lokomotiven zu tun haben. Und verwebt die Historie der Eisenbahn mit den Geschichten der Menschen, denen er begegnet.

Er verrät, warum die schnellste Strecke selten die schönste ist und weshalb der Eisenbahngott ganz sicher eine Göttin sein muss. Er erzählt von der Freude darüber, den Anschluss zu verpassen, von »singenden« Lokomotiven und Haltestellen, die »Güterglück« und »Herzberg« heißen. Und verführt uns mit seinen brillanten und mitreißenden Erzählungen, wieder öfter und achtsamer Zug zu fahren.

Steigen Sie ein, und lassen Sie sich von dieser literarischen Reise durch Europa tragen!

»Wo Jaroslav Rudiš ist, da sind Geschichten.« Frankfurter Allgemeine Zeitung

Book Information

Main Genre
Self-Help & Non-Fiction
Sub Genre
Travel & Vacation
Format
Softcover
Pages
256
Price
16.50 €

Author Description

Jaroslav Rudiš, geboren 1972 in der Tschechoslowakei, lebt heute in Lomnice nad Popelkou und Berlin und ist Schriftsteller, Drehbuchautor, Dramatiker und Musiker. Er studierte Deutsch und Geschichte in Liberec, Zürich und Berlin und arbeitete u.a. als Lehrer und Journalist. Bei Luchterhand erschienen u.a. seine Romane »Grand Hotel«, »Vom Ende des Punks in Helsinki«, »Nationalstraße«, »Winterbergs letzte Reise« und bei btb »Der Himmel unter Berlin«. Zudem publizierte er die Graphic Novels »Alois Nebel« (mit Jaromír 99) und »Nachtgestalten« (mit Nicolas Mahler) sowie zuletzt die von Jaromír 99 illustrierte Erzählung »Weihnachten in Prag«. 2012/13 hatte Rudiš die Siegfried-Unseld-Gastprofessur an der Humboldt-Universität zu Berlin inne. 2014 wurde er mit dem Usedomer Literaturpreis ausgezeichnet und 2018 erhielt er den Preis der Literaturhäuser. 2019 wurde er für seinen Roman »Winterbergs letzte Reise« – der erste Band, den er auf Deutsch verfasst hat – auf der Leipziger Buchmesse in der Kategorie »Belletristik« nominiert. 2020 erhielt er dafür den Chamisso-Preis. Zuletzt wurde ihm 2024 der renommierte Mörike-Preis verliehen. Rudiš Werke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und verfilmt. Zudem ehrte man ihn mit der tschechischen Verdienstmedaille und als »einer der engagiertesten Brückenbauer zwischen Deutschland und Tschechien« mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. 2025 wurde er in die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung aufgenommen.

Posts

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All

Eine Hommage an die europäische Bahn und die Strecken. Anekdotenreich reist man mit dem Bahnethusiasten Jaroslav Rudis durch Europa. Viel lernt man auch kurzweilig erzählt über die Geschichte der Eisenbahn und den Staaten die sie prägten. So einige Geheimtipps hat er auch parat.

5

Nicht vom Titel irritieren lassen

Natürlich brauche ich keine Gebrauchsanweisung fürs Zugfahren. Ein Buch über die drittschönste Form der Fortbewegung, dazu auch noch von dem allzeit verehrten Jaroslav Rudiš dagegen schon. Daher glückseelte ich mich dann erwartungsgemäß durch diese meisterhaft erzählten Schnurren, Anekdoten und wissenswerte Fakten eines sympathischen Ferrophilen. Vieles kannte ich, ja bisweilen merkte ich überrascht auf, dass es noch jemanden auf diesem Planeten gab, der all diese Orte bereist ist und ähnliche Erfahrungen gemacht hatte. Ein großartiges Buch von einem noch großartigeren Menschen mit den großartigsten Leidenschaften. Nur ein finsterer Wermutstropfen: Das Hörbuch strotzte von Aussprachefehlern, die mein inneres Gleisbett aufrollen ließen. Liberetsch? Nova Goritscha? Azulejos? Oder gar eine Reise nach PetJUschki?! Ju?!! Im Ernst?! In einem Eisenbahnbuch? Ich lass mir doch kein Ю für ein У vormachen! In Englisch, Französisch, ja sogar in Spanisch wären Schnitzer diesen Ausmaßes ein grasses Zeichen für Unkultiviertheit und mangelnde Bildung, aber bei den slawischen Sprachen scheint es egal zu sein...

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