Fucking fucking schön – ausgezeichnet mit dem Schweizer Kinder- und Jugendbuchpreis 2025
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Description
Book Information
Author Description
Eva Rottmann, geb. 1983 in Wertheim, lebt mit ihren Kindern in Zürich, schreibt Theaterstücke und Prosa, entwickelt eigene Performance- und Theaterprojekte, arbeitet als Literaturvermittlerin in Schulklassen und als Lehrbeauftragte an der Zürcher Hochschule der Künste. Für ihre Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Kranichsteiner Kinder- und Jugendliteraturstipendium, dem KIMI-Siegel, dem Luchs des Monats und zuletzt mit dem Deutschen Kinder- und Jugendliteraturpreis für Kurz vor dem Rand.
Posts
Nein einfach nein
Also, ich bin mit ein paar weiteren Freunden bei einem deutsch- französischen Jugendliteraturpreis in der Jury und muss bis zum 30.09.25 sechs Bücher lesen. Am 30.09. Ist dann ein Treffen bei dem wir mit anderen Leuten überlegen welches Buch den Preis erhält. Sooo, soviel zum Kontext, erstmal. Dieses Buch hab ich schon mittr Juli beendet. Und ich muss sagen es ist schlimm, einfach schlimm. Also an sich kann man es lesen (wenn man will), aber niemals würde ich Jugendlichen (zum Beispiel so 12 oder 13 jährige) sowas lesen lassen. Ich meine, ich vertrage schon relativ viel spice, aber das war kein Spice, dass war einfach nur widerlich. Danach war ich echt verstört. Ich springe jetzt kurz mal. Also das Buch besteht halt aus kleinen Kurzgeschichten, die halt nur von sexuellen Themen handeln (aber jetzt nicht so Aufklärungs mäßig). Die Menschen in den Geschichten hängen miteinander zusammen, zum Beispiel sind sie in einer Freundesgruppe oder so. Aber ich glaub nicht das es wichtig, für 13 oder 12 jährige, ist, wenn ein Mädchen die Schule schwänzt um sich einen Vibrator zu kaufen, oder das ein 13jähriger 9 jährigen Pornos zeigt. Deshalb, kann ich jetzt schon sagen, dass das Buch aufjedenfall raus ist aus meinem Ranking. Niemals lass ich zu, dass das Buch den Jugendliteraturpreis gewinnt.
Mal ein richtig gutes Buch, welches den Jugendliteraturpreis gewonnen hat
Ich bin nur dank dem Literaturpreis auf dieses Buch gekommen aber muss sagen, dass es sich total gelohnt hat. Die 10 verschiedenen Kurzgeschichten handeln alle um ein erstes Mal; das erste Mal ein Kuss, das erste Mal Sex, das erste Mal in einen Sexshop und einige mehr. Die Charaktere fand ich alle sehr divers, da die Geschichten aber sehr kurz sind, konnte ich keine richtige Verbindung zu ihnen herstellen (war aber auch nicht tragisch.) Die Sprache ist sehr simpel, Jugendsprache halt, aber einige Szenen sind dann schon sehr gut beschrieben (daher keine 5 Sterne). Genau wegen den genauen Beschreibungen und den Themen, würde ich das Buch frühstens ab 14 Jahren empfehlen. Man kann es aber auch sehr gut lesen, wenn man schon deutlich über diesem Alter ist. Also etwas für Jung und Alt. Meine Meinung also, ja es ist ein fucking schönes Buch, welches ein wichtiges Thema anspricht, dass noch immer zu tabu in unserer Gesellschaft ist.
war eine schöne kleine auszeit von der realität, ließ sich gut in einem rutsch runterlesen, mir hat die verknüpfung der einzelnen personen gefallen und dass so viele verschiedene identitäten berücksichtigt wurden. amüsant, über all diese ersten male in retrospektive zu lesen, würd gerne wissen wie ich es als jugendliche wahrgenommen hätte.
Die Geschichten sind grundsätzlich nicht schlecht, aber auch nicht irgendwie besonders bemerkenswert. Die Themen, die besprochen werden, sind natürlich wichtig, allerdings habe ich sehr oft das Gefühl, dass man nach kurzer Zeit bereits weiß, wie die Handlung voranschreiten und enden wird. Für mich ist das ein Zeichen dafür, dass auch dieses Buch, das grundsätzlich offen in alle Richtungen sein will (so der Eindruck, den ich durch Rezensionen bekommen hatte, bevor ich begonnen habe, die Geschichten zu lesen), trotzdem noch mit einigen Stereotypen belastet ist, die für mich die Lektüre eher langweilig machen. Ich hatte gehofft, ein Buch für alle Jugendlichen zu finden, aber mir scheinen die Geschichten hauptsächlich an junge Frauen gerichtet und die Bearbeitung der verschiedenen Themen ist mir zu wenig kritisch / zu einseitig.
Ich bin ohne besondere Erwartungen an dieses Buch herangegangen, habe es aus dem Affekt heraus heruntergeladen und wurde vollkommen eingenommen. Innert weniger Stunden habe ich es an einem Stück durchgesuchtet und war selbst überrascht, wie tief und schnell ich in die Geschichten der verschiedenen Jugendlichen eingetaucht bin und reingezogen wurde. Folgend meine Lieblinge: - Teddy - Tini - Yasin & Leyla - Milad Nun aber zum Buch an sich: Ich fand besonders das Konzept und die Idee hinter diesem Jugendbuch interessant, da ich sowas in der Form noch nie gelesen habe. Zahlreiche erste Male aus Sicht unterschiedlichster Jugendlicher zu erzählen. Besonders gefallen hat mir die Authentizität der Charaktere und der facettenreichen ersten Male. Es war unangenehm, peinlich, eklig, unerwartet, angsteinflössend, divers, überwältigend, lustig, komisch, alles auf einmal, aber auch fucking fucking schön. Ich habe diese unperfekt perfekten, liebenswerten Jugendlichen mit ihren Ecken und Kanten ganz dolle gefühlt und in mein Herz geschlossen. Fucking Fucking schön hat den Schweizer Kinder- & Jugendbuchpreis 2025 mehr als verdient. Ich möchte dieses Buch am liebsten allen in die Hand drücken. Grosse Leseempfehlung und definitiv ein Buch, das in Erinnerung bleibt!
Description
Book Information
Author Description
Eva Rottmann, geb. 1983 in Wertheim, lebt mit ihren Kindern in Zürich, schreibt Theaterstücke und Prosa, entwickelt eigene Performance- und Theaterprojekte, arbeitet als Literaturvermittlerin in Schulklassen und als Lehrbeauftragte an der Zürcher Hochschule der Künste. Für ihre Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Kranichsteiner Kinder- und Jugendliteraturstipendium, dem KIMI-Siegel, dem Luchs des Monats und zuletzt mit dem Deutschen Kinder- und Jugendliteraturpreis für Kurz vor dem Rand.
Posts
Nein einfach nein
Also, ich bin mit ein paar weiteren Freunden bei einem deutsch- französischen Jugendliteraturpreis in der Jury und muss bis zum 30.09.25 sechs Bücher lesen. Am 30.09. Ist dann ein Treffen bei dem wir mit anderen Leuten überlegen welches Buch den Preis erhält. Sooo, soviel zum Kontext, erstmal. Dieses Buch hab ich schon mittr Juli beendet. Und ich muss sagen es ist schlimm, einfach schlimm. Also an sich kann man es lesen (wenn man will), aber niemals würde ich Jugendlichen (zum Beispiel so 12 oder 13 jährige) sowas lesen lassen. Ich meine, ich vertrage schon relativ viel spice, aber das war kein Spice, dass war einfach nur widerlich. Danach war ich echt verstört. Ich springe jetzt kurz mal. Also das Buch besteht halt aus kleinen Kurzgeschichten, die halt nur von sexuellen Themen handeln (aber jetzt nicht so Aufklärungs mäßig). Die Menschen in den Geschichten hängen miteinander zusammen, zum Beispiel sind sie in einer Freundesgruppe oder so. Aber ich glaub nicht das es wichtig, für 13 oder 12 jährige, ist, wenn ein Mädchen die Schule schwänzt um sich einen Vibrator zu kaufen, oder das ein 13jähriger 9 jährigen Pornos zeigt. Deshalb, kann ich jetzt schon sagen, dass das Buch aufjedenfall raus ist aus meinem Ranking. Niemals lass ich zu, dass das Buch den Jugendliteraturpreis gewinnt.
Mal ein richtig gutes Buch, welches den Jugendliteraturpreis gewonnen hat
Ich bin nur dank dem Literaturpreis auf dieses Buch gekommen aber muss sagen, dass es sich total gelohnt hat. Die 10 verschiedenen Kurzgeschichten handeln alle um ein erstes Mal; das erste Mal ein Kuss, das erste Mal Sex, das erste Mal in einen Sexshop und einige mehr. Die Charaktere fand ich alle sehr divers, da die Geschichten aber sehr kurz sind, konnte ich keine richtige Verbindung zu ihnen herstellen (war aber auch nicht tragisch.) Die Sprache ist sehr simpel, Jugendsprache halt, aber einige Szenen sind dann schon sehr gut beschrieben (daher keine 5 Sterne). Genau wegen den genauen Beschreibungen und den Themen, würde ich das Buch frühstens ab 14 Jahren empfehlen. Man kann es aber auch sehr gut lesen, wenn man schon deutlich über diesem Alter ist. Also etwas für Jung und Alt. Meine Meinung also, ja es ist ein fucking schönes Buch, welches ein wichtiges Thema anspricht, dass noch immer zu tabu in unserer Gesellschaft ist.
war eine schöne kleine auszeit von der realität, ließ sich gut in einem rutsch runterlesen, mir hat die verknüpfung der einzelnen personen gefallen und dass so viele verschiedene identitäten berücksichtigt wurden. amüsant, über all diese ersten male in retrospektive zu lesen, würd gerne wissen wie ich es als jugendliche wahrgenommen hätte.
Die Geschichten sind grundsätzlich nicht schlecht, aber auch nicht irgendwie besonders bemerkenswert. Die Themen, die besprochen werden, sind natürlich wichtig, allerdings habe ich sehr oft das Gefühl, dass man nach kurzer Zeit bereits weiß, wie die Handlung voranschreiten und enden wird. Für mich ist das ein Zeichen dafür, dass auch dieses Buch, das grundsätzlich offen in alle Richtungen sein will (so der Eindruck, den ich durch Rezensionen bekommen hatte, bevor ich begonnen habe, die Geschichten zu lesen), trotzdem noch mit einigen Stereotypen belastet ist, die für mich die Lektüre eher langweilig machen. Ich hatte gehofft, ein Buch für alle Jugendlichen zu finden, aber mir scheinen die Geschichten hauptsächlich an junge Frauen gerichtet und die Bearbeitung der verschiedenen Themen ist mir zu wenig kritisch / zu einseitig.
Ich bin ohne besondere Erwartungen an dieses Buch herangegangen, habe es aus dem Affekt heraus heruntergeladen und wurde vollkommen eingenommen. Innert weniger Stunden habe ich es an einem Stück durchgesuchtet und war selbst überrascht, wie tief und schnell ich in die Geschichten der verschiedenen Jugendlichen eingetaucht bin und reingezogen wurde. Folgend meine Lieblinge: - Teddy - Tini - Yasin & Leyla - Milad Nun aber zum Buch an sich: Ich fand besonders das Konzept und die Idee hinter diesem Jugendbuch interessant, da ich sowas in der Form noch nie gelesen habe. Zahlreiche erste Male aus Sicht unterschiedlichster Jugendlicher zu erzählen. Besonders gefallen hat mir die Authentizität der Charaktere und der facettenreichen ersten Male. Es war unangenehm, peinlich, eklig, unerwartet, angsteinflössend, divers, überwältigend, lustig, komisch, alles auf einmal, aber auch fucking fucking schön. Ich habe diese unperfekt perfekten, liebenswerten Jugendlichen mit ihren Ecken und Kanten ganz dolle gefühlt und in mein Herz geschlossen. Fucking Fucking schön hat den Schweizer Kinder- & Jugendbuchpreis 2025 mehr als verdient. Ich möchte dieses Buch am liebsten allen in die Hand drücken. Grosse Leseempfehlung und definitiv ein Buch, das in Erinnerung bleibt!














